Beechcraft King Air 200/B200/250

Seit 1974 im Dienst und noch immer in Produktion: Die King Air 200 und ihre Nachfolger B200, 250 und 260 sind der Turboprop-Klassiker für Geschäftsreisen, Ambulanzflüge und Militär. So erkennst du sie.

Auch bekannt als: Super King Air 200 · King Air B200 · King Air B200GT · King Air 250 · King Air 260 · C-12 Huron · Beech 200

USABeechcraftTurbopropsICAO-Typcode: BE2011 Min. Lesezeit

BE20

ICAO-Typcode

1972

Erstflug

850 WPS

pro Triebwerk

seit 1974

im Dienst

Das Wichtigste in Kürze

  • Die King Air 200 ist der Urtyp der „Super King Air“: ein zweimotoriger Turboprop mit T-Leitwerk, der 1972 erstmals flog und seit 1974 ausgeliefert wird.
  • B200, B200GT, 250 und 260 sind Weiterentwicklungen derselben Zelle – alle laufen unter dem ICAO-Code BE20 und sind von außen nur an Details zu trennen.
  • Schnellster Erkennungsweg: T-Leitwerk plus kurzer Rumpf. Hat sie Winglets, ist es eine 250 oder 260; fehlen sie, eher 200, B200 oder B200GT.
  • Einsatz: Geschäftsreisen, Ambulanz- und Rettungsflüge, Vermessung, Kalibrierung und Militär – in den USA als C-12 Huron.
  • Im DACH-Raum ein Alltagsgast an Regional- und GA-Flugplätzen, trotzdem lohnt sich die Jagd auf seltene Versionen und militärische Varianten.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die King Air 200?
  2. 2.Die Versionen im Überblick
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.King Air 200, 350, 90 oder 1900D?
  5. 5.Wer die King Air 200 fliegt
  6. 6.Spotting-Strategie: Alltagsgast mit Raritäten
  7. 7.Fototipps speziell für die King Air
  8. 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  9. 9.Fazit

Steckbrief

HerstellerBeech Aircraft, später Raytheon und Hawker Beechcraft, heute Textron Aviation (Wichita, USA)
FamilieSuper King Air 200 (200, B200, B200GT, 250, 260)
ICAO-TypcodeBE20
Erstflug27. Oktober 1972 (Prototyp Model 200)
Zulassung / IndienststellungZulassung Dezember 1973, erste Auslieferung Februar 1974
Wichtige Versionen200 (1974), B200 (Anfang der 1980er), B200GT (2007), 250 (2010), 260 (2021)
Statusin Produktion (aktuell als King Air 260)
Triebwerke2 × Pratt & Whitney Canada PT6A, je 850 WPS (200: -41, B200: -42, B200GT/250/260: -52)
Längerund 13,4 m
Spannweiterund 16,6 m (200/B200), 17,65 m (250/260 mit Winglets)
Höherund 4,5–4,6 m
Kabine (260)5,08 m lang, 1,37 m breit, 1,45 m hoch
Max. Startgewicht5.670 kg (12.500 lb)
Passagieretypisch bis zu 9 (260), je nach Bestuhlung
Reisegeschwindigkeit (260)bis 310 kt (rund 574 km/h)
Reichweite (260)bis 1.720 nm (rund 3.185 km)
Dienstgipfelhöhe35.000 ft (rund 10.700 m)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse – das trennt die 200er auf einen Blick von fast allen King Air 90 und 100
  • Zwei PT6A-Turboprops in schlanken Gondeln weit vorne am Flügel, Auspuffstutzen seitlich an den Gondeln
  • Kurzer, flacher Rumpf ohne Buckel mit einer Reihe runder bis ovaler Kabinenfenster
  • Flügelspitzen: ohne Winglets bei 200, B200 und B200GT, mit Winglets bei 250 und 260
  • Typische spitz zulaufende Beech-Nase und Einstiegstür mit Klapptreppe hinten links
  • Kürzer als die King Air 350 und deutlich niedriger als die Beechcraft 1900D

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein zweimotoriger Turboprop mit hohem T-Leitwerk rollt vor das General-Aviation-Terminal, die Propeller laufen sirrend aus, ein paar Geschäftsreisende steigen über die Klapptreppe aus: Mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du gerade eine Beechcraft King Air 200 oder eine ihrer Nachfolgerinnen gesehen. Kaum ein Turboprop ist so lange in Produktion und so vielseitig im Einsatz. Hier erfährst du, wie du die Familie erkennst, wie du 200, B200, 250 und 260 auseinanderhältst und wo sich die Suche nach besonderen Exemplaren lohnt.

BE20 im Hangar abhaken

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Was ist die King Air 200?

Die King Air 200 ist ein zweimotoriger, druckbelüfteter Turboprop für Geschäftsreisen, Zubringer- und Spezialaufgaben. Sie bildet den Kern der sogenannten Super King Air-Familie, zu der später auch die größeren Modelle 300 und 350 kamen. Im Cockpit sitzen ein oder zwei Piloten, hinten finden je nach Ausstattung eine Handvoll bis rund neun Passagiere Platz.

Entwickelt wurde sie bei Beech Aircraft in Wichita als größere und stärkere Weiterentwicklung der King Air 100. Der Prototyp hob am 27. Oktober 1972 ab, ein zweiter folgte im Dezember. Die Zulassung erteilte die US-Luftfahrtbehörde im Dezember 1973, die erste Maschine ging im Februar 1974 an einen Kunden. Fast zeitgleich bekam die US Army ihre ersten militärischen Ableger.

Seitdem ist die Linie nie aus der Produktion verschwunden. Beech gehörte ab 1980 zu Raytheon, später firmierte das Unternehmen als Hawker Beechcraft; heute ist die Marke Teil von Textron Aviation. Die aktuelle Version heißt King Air 260. Über alle Versionen hinweg ist die Super-King-Air-Familie nach gängigen Angaben mit mehreren Tausend Exemplaren einer der erfolgreichsten Geschäftsreise-Turboprops überhaupt.

BE20ICAO-Typcode für 200 und ihre direkten Ableger
1972Erstflug des Prototyps in Wichita
850 WPSLeistung je PT6A – von der 200 bis zur 260

Die Versionen im Überblick

Die Grundzelle ist über die Jahrzehnte gleich geblieben, verändert haben sich vor allem Triebwerke, Propeller, Flügelspitzen und Cockpit. Für Spotter ist das Fluch und Segen zugleich: Die Familie ist leicht zu erkennen, die einzelnen Versionen aber nur an Details.

Version Zeitraum Triebwerk Außenmerkmal
200 ab 1974 PT6A-41 T-Leitwerk, keine Winglets
B200 ab Anfang der 1980er PT6A-42 wie 200, Detailänderungen
B200GT ab 2007 PT6A-52 keine Winglets, stärkere PT6A-52
250 ab 2010 PT6A-52 Winglets, Verbundpropeller
260 ab 2021 PT6A-52 wie 250, neues Cockpit und Autothrottle

Alle Triebwerke stammen von Pratt & Whitney Canada und leisten jeweils 850 Wellen-PS. Der Unterschied liegt darin, wie viel davon in großer Höhe und bei Hitze noch zur Verfügung steht – die neueren Varianten halten ihre Leistung deutlich länger.

Neben den Hauptversionen gibt es zahlreiche Sonderausführungen: Varianten mit großer Frachttür (200C, B200C), Seeaufklärer mit Radar (200T, B200T), Vermessungs- und Kalibrierflugzeuge sowie eine kurzlebige Zubringerversion Model 1300 mit 13 Sitzen und Gepäckbehälter unter dem Rumpf, von der laut Literatur nur 14 Exemplare entstanden.

B200GT und 250: Leistung für heiße und hohe Plätze

Die B200GT erhielt 2007 ihre Zulassung und brachte erstmals die PT6A-52 in die 200er-Zelle. Der nächste Schritt war die King Air 250, vorgestellt 2010: Sie kombinierte die GT-Technik mit Winglets, Verbundpropellern von Hartzell und einem verbesserten Lufteinlass am Triebwerk. Ziel war bessere Startleistung auf kurzen, heißen oder hoch gelegenen Pisten. Ab hier ändert sich die Silhouette spürbar – die Spannweite wächst auf rund 17,65 Meter.

King Air 260: der aktuelle Stand

Im Dezember 2020 stellte Textron die King Air 260 vor, die Zulassung folgte im Frühjahr 2021. Von außen gleicht sie der 250. Neu sind vor allem ein Pro Line Fusion-Cockpit von Collins Aerospace mit drei großen Touchscreen-Displays, ein neues Wetterradar und eine automatische Schubregelung (Autothrottle), die Überschreitungen von Temperatur und Drehmoment verhindert. Laut Hersteller schafft die 260 bis zu 310 Knoten Reisegeschwindigkeit und bis zu 1.720 nautische Meilen Reichweite bei einem maximalen Startgewicht von 5.670 Kilogramm.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Aufs Leitwerk schauen

Das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse. Von den kleineren King Air hat nur die F90 ein T-Leitwerk – fast alle anderen 90er und 100er erkennst du am tief angesetzten Höhenleitwerk.

Rumpflänge einschätzen

Die 200er wirkt kompakt: rund 13,4 Meter Länge bei einer Spannweite, die deutlich größer ist. Eine King Air 350 ist spürbar länger und hat mehr Kabinenfenster.

Flügelspitzen prüfen

Gerade Flügelspitzen sprechen für 200, B200 oder B200GT. Winglets deuten auf 250 oder 260 – oder auf eine nachgerüstete ältere Maschine, also immer per Kennzeichen gegenchecken.

Die letzte Sicherheit liefert wie immer das Kennzeichen. Weil BE20 für alle Varianten gilt, hilft der Typcode im Tracking-Dienst nur bei der Familie weiter. Wie du Register liest und eine Maschine eindeutig zuordnest, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen; wie alt ein bestimmtes Exemplar ist, findest du mit Flugzeugalter herausfinden.

Achtung bei Nachrüstungen

Viele ältere 200 und B200 haben über Jahrzehnte Umbauten bekommen – neue Propeller, Winglets, modernisierte Cockpits oder Triebwerks-Upgrades von Drittanbietern. Ein Merkmal allein reicht deshalb nicht für die Versionsbestimmung. Erst das Register zeigt, was wirklich vor dir steht.

King Air 200, 350, 90 oder 1900D?

Die King-Air-Familie ist groß, und die Modelle sehen sich ähnlich. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Beechcraft-Turboprop

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

King Air 200 / B200 / 250 / 260

T-Leitwerk und kompakter, flacher Rumpf sind das typische Bild der 200er-Familie. Winglets sprechen für 250 oder 260.

Wahrscheinlich

King Air 350

Gleiches Grundlayout, aber gestreckter Rumpf, stärkere Triebwerke und Winglets ab Werk – die große Schwester der 200.

Wahrscheinlich

King Air 90 oder 100

Tief angesetztes Höhenleitwerk und kurzer Rumpf sprechen für die kleineren King Air. Ausnahme: Die F90 hat ebenfalls ein T-Leitwerk, ist aber kürzer als die 200.

Wahrscheinlich

Beechcraft 1900D

Der lange Zubringer-Rumpf mit Buckel hinter dem Cockpit und die Flossen-Sammlung am Heck gehören zur 1900D, einem engen King-Air-Verwandten.

Mehr zu den Verwandten findest du auf den Seiten zur King Air 350 und zur Beechcraft 1900D, die direkt aus der Super King Air entwickelt wurde. Außerhalb der Beechcraft-Welt konkurriert die King Air vor allem mit der einmotorigen Pilatus PC-12 – Hochdecker-Verwechslungen sind damit ausgeschlossen, aber beide teilen sich oft dieselben Vorfelder. Die Piaggio P.180 Avanti mit Druckpropellern und Entenflügel ist schnell aussortiert, ebenso die einmotorige Daher TBM. Die kolbengetriebene Beechcraft Baron ist deutlich kleiner und ohne Druckkabine. Einen breiteren Überblick gibt der Beitrag Turboprops unterscheiden.

Wer die King Air 200 fliegt

Die Stärke der King Air ist ihre Vielseitigkeit. Sie startet von relativ kurzen Pisten, trägt eine Druckkabine und ist robust genug für unbefestigte Plätze. Entsprechend breit ist das Einsatzspektrum.

  • Geschäftsreisen und Charter: Unternehmen, Bedarfsflug-Anbieter und Eigentümer nutzen die King Air für Strecken, auf denen ein Jet zu teuer oder die Piste zu kurz wäre.
  • Ambulanz- und Rettungsflüge: Ein bekanntes Beispiel ist der Royal Flying Doctor Service in Australien, der laut eigener Flottenübersicht zahlreiche King Air B200 und B200C betreibt, neben größeren King Air und Pilatus-Maschinen.
  • Vermessung, Kalibrierung und Forschung: Mit Kameras, Sensoren oder Messgeräten fliegen 200er Luftbild- und Navigationshilfen-Vermessung oder atmosphärische Forschung.
  • Schulung: Airline-Flugschulen setzten die King Air lange für die Mehrmotorenausbildung ein, etwa Lufthansa Flight Training bis Ende der 1990er-Jahre.
  • Militär und Behörden: Zahlreiche Luftstreitkräfte nutzen 200er als Transport-, Verbindungs- und Aufklärungsflugzeuge.

Militärisch: die C-12 Huron

In den USA tragen die militärischen King Air die Bezeichnung C-12 Huron. Die ersten C-12A kamen 1974 zur US Army, ursprünglich noch als U-25A bezeichnet. Die frühen Versionen basieren auf der King Air 200, spätere auf der 350 oder der Beechcraft 1900. Die US Navy flog unter anderem die UC-12B als Transporter mit großer Frachttür sowie die TC-12B zur Ausbildung. Besonders auffällig sind die RC-12 der US Army, Signalaufklärer mit zahlreichen Antennen an Rumpf und Flügeln. Wie du solche Maschinen online findest, erklärt Militärflugzeuge verfolgen; zu den Seriennummern hilft der Beitrag US-Militärkennzeichen.

Auch die US Navy setzt die Familie weiter ein: Die King Air 260 dient dort als Ausbildungsflugzeug T-54A Marlin II, in Kanada fliegt sie als CT-145E.

Einsatz Typische Merkmale am Flugzeug Trefferchance im DACH-Raum
Geschäftsreise/Charter dezente Bemalung, Privat- oder Firmenkennzeichen hoch
Ambulanz Rettungsdienst-Bemalung, große Frachttür bei C-Versionen mittel
Vermessung/Forschung Kamerafenster im Rumpfboden, Sensorbehälter, Zusatzantennen niedrig
Militär (C-12, RC-12) Tarn- oder Grauanstrich, Antennenwald niedrig, eher bei Übungen und Überführungen

Keine seltene King Air mehr verpassen

Leg einen Sichtungs-Alarm für ein bestimmtes Kennzeichen oder den Typ an – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting-Strategie: Alltagsgast mit Raritäten

Im deutschsprachigen Raum gehört die King Air 200 zu den häufigeren Turboprops in der allgemeinen Luftfahrt. Du findest sie an Verkehrsflughäfen meist auf dem GA-Vorfeld, an Regionalflughäfen und Verkehrslandeplätzen oft mitten im Geschehen. Wie du dort vorgehst, steht in den Beiträgen Spotting an Regionalflughäfen und General Aviation spotten. Eine Fundgrube für Turboprops aller Art ist die Messe AERO am Flughafen Friedrichshafen – Tipps dazu im Beitrag AERO Friedrichshafen.

Weil die Familie so verbreitet ist, lohnt sich die Jagd auf Besonderheiten: eine originale 200 aus den 1970ern, eine Model-1300-Zubringerversion, eine King Air mit Messausrüstung oder eine militärische C-12. Wie selten deine Sichtung wirklich ist, kannst du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen. Gezielt einzelne Maschinen findest du über Flugzeuge per Kennzeichen verfolgen.

Bereit für deine King-Air-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe BE20-Bewegungen im Tracking-Dienst oder Flugplan gecheckt.
  • Ich weiß, wo am Flughafen das GA-Vorfeld liegt.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
  • Meine Kamera steht auf einer Verschlusszeit, die die Propeller nicht einfriert.

Fototipps speziell für die King Air

Die King Air ist klein, und ihre Unterscheidungsmerkmale sitzen an Flügelspitzen, Propellern und Leitwerk. Ein paar Punkte machen den Unterschied.

Propeller drehen lassen

Bei zu kurzer Belichtungszeit stehen die Propeller still und das Bild wirkt wie ein Modell. Längere Zeiten mit sauberem Mitziehen zeigen eine schöne Propellerscheibe – mehr dazu im Guide Propeller fotografieren.

Flügelspitzen ins Bild

Ob Winglets dran sind, ist dein wichtigstes Versionsmerkmal. Eine Dreiviertelansicht von vorn zeigt Spitzen, Propeller und Leitwerk zugleich.

Mehr Brennweite einplanen

Mit rund 13 Metern Länge ist die King Air deutlich kleiner als ein Regionaljet. Am selben Spot brauchst du für ein formatfüllendes Bild spürbar mehr Brennweite.

Vorfeld-Momente nutzen

Gerade bei Geschäftsreisemaschinen sind Ein- und Aussteigen, Betanken oder das Anlassen der Triebwerke oft spannender als der Start selbst.

Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, steht im Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Kleinflugzeuge sicher zu bestimmen, lernst du im Beitrag Kleinflugzeuge erkennen.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für eine King Air 200er, wenn …

  • ein T-Leitwerk auf einem kompakten Rumpf sitzt
  • zwei PT6A-Gondeln weit vorn am Tiefdecker-Flügel hängen
  • der Rumpfrücken flach und ohne Buckel verläuft
  • im Tracking-Dienst BE20 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • Winglets dran sind – das kann eine 250/260 oder eine nachgerüstete ältere Maschine sein
  • der Rumpf auffällig lang wirkt – dann eher King Air 350
  • du nur ein T-Leitwerk und einen sehr kurzen Rumpf siehst – das kann auch eine F90 sein

Es ist keine King Air 200, wenn …

  • das Höhenleitwerk tief am Rumpf sitzt – dann King Air 90/100 oder ein anderer Typ
  • der Rumpfrücken hinter dem Cockpit buckelartig ansteigt – dann Beechcraft 1900D
  • nur ein Propeller in der Nase sitzt – dann eher PC-12 oder TBM
  • der Flügel oben auf dem Rumpf sitzt, wie bei Do 228 oder Caravan

Zum Vergleich mit den Hochdeckern lohnen sich die Seiten zur Dornier Do 228 und zur Cessna 208 Caravan.

Fazit

Die Beechcraft King Air 200 ist so etwas wie der Standard-Turboprop der Geschäftsluftfahrt: T-Leitwerk, zwei PT6A, kompakter Rumpf und eine Produktionsgeschichte, die seit Anfang der 1970er-Jahre nicht abgerissen ist. Von der ursprünglichen 200 über die weit verbreitete B200 bis zur modernen 260 hat sich vor allem unter der Haut viel getan, die Silhouette blieb nahezu gleich. Für Spotter heißt das: Die Familie bestimmst du in Sekunden, die Version oft erst mit Blick ins Register.

Kurzfazit

T-Leitwerk, kompakter Rumpf, zwei PT6A: Das ist die King Air 200er-Familie. Winglets deuten auf 250 oder 260, gerade Spitzen auf 200, B200 oder B200GT. Weil BE20 für alle gilt, klärst du die Details über das Kennzeichen – und die wahren Raritäten findest du bei Ambulanz-, Mess- und Militärmaschinen.

Zusammenfassung

  • Die King Air 200 entstand Anfang der 1970er-Jahre als größere, stärkere Weiterentwicklung der King Air 100 und erhielt dabei das charakteristische T-Leitwerk.
  • Mit der B200 kamen das PT6A-42-Triebwerk und zahlreiche Detailverbesserungen; sie ist heute die am häufigsten anzutreffende Version der Familie.
  • B200GT, 250 und 260 brachten die PT6A-52, Winglets, Verbundpropeller, moderne Glascockpits und bei der 260 eine automatische Schubregelung.
  • Spotter finden die Familie an fast jedem Regionalflughafen; spannend wird es bei Ambulanzmaschinen, Messflugzeugen und militärischen C-12.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die King Air 200?

Die King Air 200 und ihre direkten Ableger laufen unter BE20. Dazu zählen auch B200 und die militärischen C-12-Versionen auf 200er-Basis. Der Code trennt die Versionen nicht – die genaue Variante klärst du über Kennzeichen, Register oder Werknummer.

Was ist der Unterschied zwischen King Air 200 und B200?

Die B200 ist eine überarbeitete 200 mit dem Triebwerk PT6A-42 statt PT6A-41, bei gleicher Nennleistung von 850 WPS, aber besserer Leistung in größerer Höhe. Dazu kamen Verbesserungen an Kabine und Systemen. Von außen sind beide kaum zu unterscheiden.

Woran erkenne ich eine King Air 250 oder 260?

Am einfachsten an den Winglets an den Flügelspitzen und den sichelförmigen Verbundpropellern. Ältere 200 und B200 haben gerade Flügelspitzen ohne Winglets. Die 260 unterscheidet sich von der 250 vor allem im Cockpit und in der Avionik, außen kaum.

Wie unterscheidet sich die King Air 200 von der King Air 350?

Die 350 ist eine verlängerte Weiterentwicklung mit stärkeren PT6A-60A-Triebwerken, mehr Kabinenfenstern und Winglets. Steht ein T-Leitwerk-King-Air mit auffällig langem Rumpf vor dir, ist es eher eine 350; wirkt der Rumpf kompakt, eine 200er.

Was ist eine C-12 Huron?

So heißen die militärischen King Air in den USA. Die frühen C-12 basieren auf der King Air 200 und wurden ab 1974 an die US Army geliefert. Spätere Versionen stammen von der 350 oder der Beechcraft 1900 ab. Eingesetzt werden sie für Transport, Verbindungsflüge und Aufklärung.

Wird die King Air 200 noch gebaut?

Die Familie ja: Textron Aviation baut die aktuelle Version als King Air 260, angekündigt im Dezember 2020. Damit ist die 200er-Linie seit den 1970er-Jahren ununterbrochen in Produktion – eine der längsten Produktionsgeschichten unter den zivilen Turboprops.

Wie viele Passagiere passen in eine King Air 200?

Das hängt von der Bestuhlung ab. Textron nennt für die King Air 260 bis zu neun Passagiere. Viele Maschinen fliegen mit großzügiger Business-Bestuhlung oder als Ambulanz mit Tragen und medizinischer Ausrüstung, dann deutlich weniger Sitze.

Beechcraft King Air 200/B200/250 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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