Eurofighter in Deutschland spotten: Neuburg, Laage, Nörvenich und Wittmund im Überblick

Vier Fliegerhorste, vier Charaktere: Wo die Luftwaffe ihre Eurofighter fliegt, was dich an den einzelnen Standorten erwartet und wie du Flugbetrieb, Licht und Regeln am Zaun unter einen Hut bringst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Heimatplätze: Die Luftwaffe fliegt den Eurofighter in Neuburg an der Donau (TaktLwG 74), Laage (TaktLwG 73), Nörvenich (TaktLwG 31) und Wittmund (TaktLwG 71).
  • Jeder Standort hat ein Profil: Neuburg und Wittmund stellen die Alarmrotte, Laage bildet alle Eurofighter-Piloten der Luftwaffe aus, Nörvenich ist auf den Luft-Boden-Einsatz spezialisiert.
  • Planung schlägt Ausdauer: Übungsflugbetrieb ist an Werktagen am wahrscheinlichsten. Die Geschwader veröffentlichen Hinweise zu Nachtflugwochen und besonderen Flügen auf ihren Seiten bei der Bundeswehr.
  • Der Zaun ist die Grenze: Fliegerhorste sind militärische Sicherheitsbereiche. Du fotografierst von öffentlichen Wegen aus, nicht von Feldern hinter Sperrschildern.
  • Kurze Momente, lange Brennweite: Ein Eurofighter hebt nach kurzer Rollstrecke ab und steigt steil. Du brauchst ein Teleobjektiv, kurze Verschlusszeiten und eine klare Vorstellung davon, wo der Jet abhebt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Eurofighter spotten: die kurze Antwort
  2. 2.Die vier Standorte im Vergleich
  3. 3.Welcher Standort passt zu dir?
  4. 4.Den Spottertag planen
  5. 5.Fotografieren: kurz, schnell, laut
  6. 6.Regeln am Fliegerhorst
  7. 7.Die bessere Alternative: offene Türen und Airshows
  8. 8.Checkliste für deine Eurofighter-Tour
  9. 9.Fazit

Ein dumpfes Grollen, das schnell zum Donner wird, zwei graue Silhouetten mit Deltaflügeln und Nachbrennerflammen, und nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Wer einmal einen Eurofighter-Start aus der Nähe erlebt hat, versteht, warum viele Spotter regelmäßig zu den Fliegerhorsten der Luftwaffe fahren. Dieser Guide zeigt dir, wo du Eurofighter in Deutschland spotten kannst, wie sich die vier Standorte Neuburg, Laage, Nörvenich und Wittmund unterscheiden und wie du einen Tag am Zaun so planst, dass du nicht stundenlang auf eine ruhige Piste starrst.

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Eurofighter spotten: die kurze Antwort

Die Luftwaffe betreibt den Eurofighter Typhoon in vier Taktischen Luftwaffengeschwadern: in Neuburg an der Donau, in Laage bei Rostock, in Nörvenich westlich von Köln und in Wittmund in Ostfriesland. An allen vier Plätzen wird regelmäßig geflogen, eine offizielle Spotterplattform gibt es aber nirgends. Du stehst also an öffentlichen Straßen und Wegen rund um den Fliegerhorst, planst nach Betriebstagen und Wind und nimmst in Kauf, dass ein Platz auch mal einen ganzen Tag ruhig bleibt.

Als Zusatzziel kommt Manching bei Ingolstadt dazu. Dort liegt die deutsche Endmontagelinie des Herstellerkonsortiums Eurofighter bei Airbus, außerdem betreibt die Wehrtechnische Dienststelle 61 dort Erprobungsflugzeuge.

4Eurofighter-Geschwader der Luftwaffe
2Jets pro Alarmrotte, rund um die Uhr startbereit
2004Start des Eurofighter-Flugbetriebs in Laage

Die vier Standorte im Vergleich

Jeder Fliegerhorst hat eine eigene Aufgabe, und die prägt, was du dort zu sehen bekommst. Die Angaben zu Aufgaben und Flottengrößen stammen von den Seiten der Geschwader bei der Bundeswehr, Stand Oktober 2026.

Standort Geschwader Aufgabe Was das für Spotter heißt
Neuburg an der Donau (Bayern) TaktLwG 74 Alarmrotte Süd, Einsätze im NATO-Rahmen Tiger-Tradition, auffällige Sonderlackierungen, gut aus Ingolstadt und Augsburg erreichbar
Laage (Mecklenburg-Vorpommern) TaktLwG 73 „Steinhoff“ Ausbildung aller Eurofighter-Piloten der Luftwaffe und österreichischer Piloten regelmäßiger Ausbildungsbetrieb, viele Doppelsitzer, ziviler Flughafen auf demselben Platz
Nörvenich (Nordrhein-Westfalen) TaktLwG 31 „Boelcke“ Luft-Boden-Fähigkeit, Ersatz bei der Luftraumüberwachung nah am Raum Köln, rund 30 Eurofighter laut Bundeswehr
Wittmund (Niedersachsen) TaktLwG 71 „Richthofen“ Alarmrotte Nord Platz an der Küste, seit 2025 nach Umbauphase zurück, Nebel häufig

Neuburg an der Donau: die Bavarian Tigers

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 sitzt in der Wilhelm-Frankl-Kaserne bei Neuburg an der Donau und stellt die südliche Alarmrotte: zwei Eurofighter, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr startbereit sind. Dazu kommen Beiträge zur NATO Response Force und zu Auslandseinsätzen. Für Spotter ist Neuburg vor allem wegen seiner Geschichte und seiner Farben interessant.

Der Verband wurde 1961 als Jagdgeschwader 74 in Dienst gestellt. Nach F-86, F-104G „Starfighter“ und ab 1974 der F-4F Phantom kam im Juli 2006 der Eurofighter. Seit dem Abschied der Phantom im Juni 2008 fliegt Neuburg ausschließlich den Eurofighter, seit 2013 heißt der Verband Taktisches Luftwaffengeschwader 74. Die Staffeln führen das Tigerwappen, und das Geschwader zeigt immer wieder Sonderlackierungen, etwa den foliierten „Atlantic Tiger“ von 2017 oder den „Ghost Tiger“, der beim NATO Tiger Meet 2018 ausgezeichnet wurde. Was hinter diesen Lackierungen steckt, erklärt der Beitrag NATO Tiger Meet und militärische Sonderlackierungen.

Die Anfahrt mit dem Auto führt laut Geschwader über die B 16, von der A 9 kommend über die Ausfahrt Manching. Wer ohnehin in der Region ist, kann Neuburg und Manching an einem Tag kombinieren.

Laage: Ausbildung und Ferienflieger auf einer Piste

Laage ist der Sonderfall unter den vier Standorten. Das TaktLwG 73 „Steinhoff“ bildet hier laut Bundeswehr alle angehenden Eurofighter-Piloten der Luftwaffe aus, dazu Pilotinnen und Piloten aus Österreich. Laage war 2004 auch der erste Verband der Luftwaffe, der den Eurofighter in den Flugbetrieb nahm. Weil sich der zivile Flughafen Rostock-Laage die Piste mit dem Fliegerhorst teilt, siehst du hier Ferienjets und Kampfjets am selben Tag.

Für Spotter heißt Ausbildungsbetrieb: viele Platzrunden, Anflüge und Durchstarts und entsprechend mehr Fotochancen als an einem Platz, an dem vor allem Einsatzflüge starten. Doppelsitzer gehören zum Alltag. Zeitweise übernimmt Laage außerdem die Alarmrotte vom Schwesterverband in Wittmund. Eine Besucherterrasse mit freiem Zugang gibt es laut Flughafen nicht, die Details dazu stehen im Flughafen-Steckbrief.

Nörvenich: Luft-Boden-Spezialisten bei Köln

Das TaktLwG 31 „Boelcke“ fliegt in Nörvenich zwischen Köln und Düren. Laut Bundeswehr hat es rund 30 Eurofighter und ist der Verband, der die Luft-Boden-Fähigkeit des Jets für die gesamte Luftwaffe entwickelt, etwa mit lasergelenkten Bomben. Fallen Wittmund oder Neuburg aus, übernimmt Nörvenich zeitweise die Luftraumüberwachung.

Bis 2010 war Nörvenich ein Tornado-Standort. Ab Juni 2022 kehrten Tornados als Gäste zurück, weil der Fliegerhorst Büchel saniert wird; die Arbeiten waren damals bis voraussichtlich 2026 angesetzt. Ob du in Nörvenich aktuell noch Tornados siehst, prüfst du am besten vor der Tour. Für Spotter aus dem Rheinland liegt Nörvenich nahe am Flughafen Köln/Bonn, und auch der NATO-Flugplatz Geilenkirchen mit dem Spotterhügel Teveren ist nicht weit, ein Doppelprogramm ist also gut machbar. Mehr zu Geilenkirchen steht im Guide NATO-Flugplatz Geilenkirchen.

Wittmund: Alarmrotte an der Nordsee

Das TaktLwG 71 „Richthofen“ in Wittmund stellt die Alarmrotte Nord. Benannt ist der Verband nach Manfred von Richthofen, dem erfolgreichsten Jagdflieger des Ersten Weltkriegs. Wittmund war die letzte Heimat der deutschen F-4F Phantom: Im Juni 2013 flog die Phantom hier zum letzten Mal, seitdem stellt der Eurofighter die Alarmrotte.

Der Fliegerhorst wird seit einigen Jahren umfassend modernisiert, unter anderem mit neuer Instandsetzungshalle und sanierten Shelter-Bereichen. Ab Anfang 2022 flog das Geschwader deshalb von Laage aus, im Sommer 2025 kehrten die ersten Jets zurück. Nach Angaben der Bundeswehr ist der Verband inzwischen nach Wittmund zurückverlegt, ein Eurofighter trug dafür eine rote „Back Again“-Folierung. Wie viel Betrieb dort im Moment herrscht, solltest du trotzdem vor jeder Tour prüfen. Und: Die Bundeswehr weist selbst darauf hin, dass die Küstenlage häufig Nebel bringt. Tipps für trübe Tage findest du im Beitrag Planespotting bei schlechtem Wetter.

Der richtige Platz für deine Tour

Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Spots mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – auch rund um Fliegerhorste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Welcher Standort passt zu dir?

Die Frage ist weniger, welcher Fliegerhorst der beste ist, sondern was du erleben willst und wie weit du fahren möchtest.

Welcher Eurofighter-Standort passt zu dir?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für deine erste Tour.

Empfehlung

Neuburg an der Donau

Heimat der Bavarian Tigers mit Tigerwappen und Sonderlackierungen. Lässt sich gut mit Manching kombinieren.

Empfehlung

Laage

Ausbildungsbetrieb mit vielen Platzrunden, dazu zivile Flüge auf derselben Piste. Für den Einstieg ins Militärspotting die dankbarste Wahl.

Empfehlung

Nörvenich

Schnell aus dem Rheinland erreichbar und gut mit Köln/Bonn oder Geilenkirchen kombinierbar.

Empfehlung

Wittmund

Alarmrotte Nord in flacher Küstenlandschaft. Wetter und aktuellen Betrieb vorher besonders gründlich prüfen.

Den Spottertag planen

An einem Verkehrsflughafen kannst du dich am Flugplan orientieren. Am Fliegerhorst gibt es keinen öffentlichen Flugplan, deshalb lohnt sich Vorbereitung besonders.

1. Werktag wählen

Übungsflugbetrieb läuft in der Regel an Werktagen. Am Wochenende und an Feiertagen siehst du meist höchstens die Alarmrotte – und die ist nicht planbar.

2. Geschwaderseite prüfen

Die Seiten der Geschwader bei der Bundeswehr enthalten teils Hinweise auf Nachtflugwochen, besondere Flüge oder öffentliche Veranstaltungen. Ein Blick vorab spart dir Leerfahrten.

3. Wind und Betriebsrichtung abschätzen

Wie am Verkehrsflughafen starten und landen Jets gegen den Wind. Die Windvorhersage verrät dir, an welchem Pistenende du stehen solltest. Wie du dafür Wetterkarten nutzt, zeigt der Beitrag [Windy und andere Wetterkarten für Spotter](/blog/windy-wetterkarte-spotter).

4. Licht planen

Die Hauptpisten der vier Plätze verlaufen grob in Ost-West-Richtung. Auf der Südseite hast du die Sonne tagsüber eher im Rücken, auf der Nordseite eher Gegenlicht.

5. Öffentlichen Standort festlegen

Such dir vorab einen Platz an öffentlichen Straßen oder Wegen. Felder hinter Sperrschildern, Zufahrten und Wachbereiche sind tabu.

Wie sich Wind und Pistenwahl zusammenspielen, erklärt der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Für Live-Daten: Viele Militärflugzeuge senden kein vollständiges ADS-B-Signal oder tauchen nur zeitweise auf Flugradar-Diensten auf. Was trotzdem geht, zeigt der Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.

Vor Ort nachfragen hilft

An allen vier Plätzen triffst du auf Stammspotter und Anwohner, die den Rhythmus des Flugbetriebs kennen. Ein kurzes Gespräch am Zaun verrät oft mehr über die typischen Startzeiten als jede Recherche. Sei aber skeptisch bei Gerüchten über Einsätze – solche Infos gehören ohnehin nicht ins Netz.

Fotografieren: kurz, schnell, laut

Der Eurofighter ist ein kleiner, wendiger Jet. Mit Nachbrenner hebt er nach kurzer Rollstrecke ab und zieht oft schon über dem Pistenende steil nach oben. Am Zaun hast du dafür nur wenige Sekunden.

  • Brennweite: Ein Telezoom bis 400 oder 500 Millimeter ist ein sinnvoller Bereich. Kürzere Brennweiten reichen nur, wenn du sehr nah an der Platzrunde stehst. Die Grundlagen stehen im Beitrag zur richtigen Brennweite fürs Planespotting.
  • Verschlusszeit: Für scharfe Starts und Überflüge sind 1/1000 Sekunde oder kürzer ein guter Ausgangswert. Beim Rollen lohnen sich Mitzieher mit längeren Zeiten; wie das geht, zeigt die Mitzieher-Technik.
  • Autofokus: Kontinuierlicher Fokus mit Motivverfolgung und Serienbild helfen enorm. Ein grauer Jet vor grauem Himmel ist für manche Kameras eine harte Aufgabe.
  • Gehörschutz: Klingt banal, ist es aber nicht. Ein Start mit Nachbrenner in Pistennähe ist sehr laut – Ohrstöpsel gehören in die Fototasche.

Für die Bestimmung hilft dir der Typ-Steckbrief zum Eurofighter Typhoon. Wenn ausländische Gäste zu Übungen kommen, ist der Überblick Kampfjets in Europa erkennen praktisch. Deutsche Eurofighter tragen Kennungen im Format 30+xx oder 31+xx; was hinter der Systematik steckt, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.

Sonderlackierung im Anflug?

Planetrack benachrichtigt dich mit Sichtungs-Alarmen bei Anflug und Landung von Kennzeichen, Typen und Special Liveries, die du beobachtest. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Regeln am Fliegerhorst

Militärspotting ist in Deutschland legal, aber an einem Fliegerhorst gelten strengere Maßstäbe als an einem Verkehrsflughafen. Die wichtigsten Punkte:

  • Kein Betreten: Fliegerhorste sind militärische Sicherheitsbereiche. Unerlaubtes Betreten ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit, Zaunüberwinden kann strafbar sein.
  • Kontrollen auch draußen: Seit 2026 dürfen Soldaten unter bestimmten Voraussetzungen die Identität von Personen feststellen, die einen Sicherheitsbereich aus Sicht- oder Rufweite beobachten. Mit großem Teleobjektiv passt du in dieses Bild – nimm einen Ausweis mit und bleib freundlich. Mehr dazu im Beitrag Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.
  • Flugzeuge statt Sicherungstechnik: Ein rollender Eurofighter ist ein Spottermotiv, Wachen, Tore, Kameras und Zaunverläufe sind es nicht.
  • Keine Drohne: Rund um Fliegerhorste liegen Kontrollzonen. Drohnenflüge sind hier ohne Genehmigung keine Option.

Die Details mit Rechtsgrundlagen fasst der Guide Fotografieren an Militärflugplätzen: die Regeln zusammen, die allgemeinen Spielregeln stehen unter Ist Planespotting erlaubt?.

Dafür spricht der Zaun

  • Alltagsbetrieb ohne Absperrungen und Menschenmengen
  • Starts mit Nachbrenner, Platzrunden, Landungen
  • kostenlos und an vielen Werktagen möglich

Dagegen spricht der Zaun

  • kein Flugplan, oft lange Wartezeiten
  • große Distanzen, Zäune und Hitzeflimmern im Bild
  • Kontrollen und klare Grenzen beim Standort

Die bessere Alternative: offene Türen und Airshows

Der entspannteste Weg zu Eurofighter-Fotos aus nächster Nähe führt über Veranstaltungen. Beim Tag der Bundeswehr und an offenen Tagen der Luftwaffe stehen die Jets auf dem Vorfeld, und Flugvorführungen gehören oft zum Programm. Welche Termine es gibt und wie du dich vorbereitest, steht im Beitrag Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe. Einzelne Geschwader kündigen auch Flying Displays am eigenen Standort an – Nörvenich hat für August 2026 eines auf seiner Seite gelistet.

Auch Airshows im In- und Ausland sind eine gute Chance. Eine Auswahl findest du im Überblick Airshows in Europa für Planespotter, Packtipps in der Checkliste für den Airshow-Tag. Und wer Sonderlackierungen jagt, sollte das NATO Tiger Meet im Blick behalten, bei dem auch die Neuburger Tiger regelmäßig auftreten.

Für einen Blick auf die Vorgänger lohnt sich das Militärhistorische Museum am Flugplatz Berlin-Gatow. Dort stehen viele Typen, die einst auf den heutigen Eurofighter-Plätzen flogen.

Checkliste für deine Eurofighter-Tour

Bist du bereit für den Fliegerhorst?

Hak ab, was du vor dem Losfahren geklärt hast.

  • Ich fahre an einem Werktag und habe die Seite des Geschwaders geprüft.
  • Ich kenne die Windvorhersage und weiß, an welchem Pistenende ich stehen will.
  • Mein Standort liegt auf einer öffentlichen Fläche außerhalb des Sicherheitsbereichs.
  • Ich habe ein Teleobjektiv und kurze Verschlusszeiten eingestellt.
  • Ausweis und Gehörschutz sind eingepackt.
  • Ich habe Zeit mitgebracht – und einen Plan B, falls nichts fliegt.

Vom Zaun direkt in die Community

Teile deine besten Eurofighter-Bilder in Planetrack, sammle Likes und Kommentare und hab vielleicht das Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Eurofighter zu spotten heißt in Deutschland: vier Fliegerhorste, vier Charaktere. Neuburg bietet Tiger-Tradition und die Alarmrotte Süd, Laage den dichtesten Ausbildungsbetrieb mit ziviler Mitnutzung, Nörvenich die Luft-Boden-Spezialisten nahe Köln und Wittmund die Alarmrotte Nord an der Küste. Ein fester Flugplan fehlt überall, ebenso eine offizielle Spotterplattform. Wer an Werktagen fährt, Wind und Licht prüft, auf öffentlichen Wegen bleibt und Geduld mitbringt, wird trotzdem belohnt – spätestens, wenn die erste Rotte mit Nachbrenner abhebt.

Kurzfazit

Für den Einstieg ist Laage die dankbarste Wahl, ansonsten entscheidet die Nähe zu deinem Wohnort. Plane nach Werktag, Wind und Licht, halte dich strikt an die Regeln am Sicherheitsbereich und nutze offene Tage und Airshows für Nahaufnahmen.

Zusammenfassung

  • Mit vier Eurofighter-Standorten in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen liegt für viele Spotter in Deutschland ein Fliegerhorst in Reichweite.
  • Laage ist der zugänglichste Einstieg, weil sich ein ziviler Flughafen die Piste mit dem Ausbildungsgeschwader teilt. Neuburg und Wittmund sind die Heimat der Alarmrotten, Nörvenich liegt nah am Ballungsraum Köln.
  • Erfolgsentscheidend sind Betriebstage, Betriebsrichtung und Licht. Eine offizielle Spotterplattform gibt es an keinem der vier Plätze.
  • Sicherere Gelegenheiten bieten der Tag der Bundeswehr, offene Tage und Airshows. Dort darfst du nah heran und fotografierst ohne Zaun im Bild.

Häufige Fragen

Wo kann man in Deutschland Eurofighter sehen?

An den vier Heimatplätzen der Luftwaffe: Neuburg an der Donau in Bayern (Taktisches Luftwaffengeschwader 74), Laage bei Rostock (TaktLwG 73 „Steinhoff“), Nörvenich westlich von Köln (TaktLwG 31 „Boelcke“) und Wittmund in Ostfriesland (TaktLwG 71 „Richthofen“). Dazu kommt Manching bei Ingolstadt, wo die deutsche Endmontagelinie liegt und Erprobungsmaschinen fliegen.

Welcher Eurofighter-Standort ist für Einsteiger am besten?

Laage ist ein guter Start: Am Flughafen Rostock-Laage nutzen Ferienflieger und Eurofighter dieselbe Piste, und als Ausbildungsgeschwader fliegt das TaktLwG 73 regelmäßig. Eine offizielle Spotterplattform gibt es dort aber nicht. Wer im Süden oder Westen wohnt, wählt pragmatisch Neuburg oder Nörvenich.

Wann fliegen die Eurofighter?

Planbaren Übungsflugbetrieb gibt es vor allem an Werktagen. Feste Flugzeiten veröffentlicht die Luftwaffe nicht, die Geschwader nennen aber auf ihren Seiten bei der Bundeswehr teils Nachtflugwochen oder besondere Flüge. Die Alarmrotte kann jederzeit starten, ist aber nicht planbar. Über Feiertage und Übungsphasen im Ausland kann es an einem Platz tagelang ruhig sein.

Was ist die Alarmrotte?

Die Alarmrotte, international Quick Reaction Alert (QRA), besteht aus zwei Eurofightern, die rund um die Uhr startbereit stehen, um im Auftrag der NATO den deutschen Luftraum zu schützen. Die Luftwaffe stellt sie in Wittmund für den Norden und in Neuburg an der Donau für den Süden. Laage und Nörvenich springen ein, wenn einer der beiden Plätze ausfällt.

Darf ich Eurofighter am Fliegerhorst fotografieren?

Ein pauschales Fotoverbot für Militärflugzeuge gibt es in Deutschland nicht. Fliegerhorste sind aber militärische Sicherheitsbereiche: Betreten ist verboten, Schilder gelten, und Soldaten dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch Personen vor dem Zaun kontrollieren. Bleib auf öffentlichen Wegen, fotografiere Flugzeuge statt Sicherungsanlagen und führe einen Ausweis mit.

Welche Brennweite brauche ich für Eurofighter?

Der Eurofighter ist deutlich kleiner als ein Verkehrsflugzeug und meist weiter weg. Ein Telezoom bis 400 oder 500 Millimeter ist ein sinnvoller Bereich, dazu kurze Verschlusszeiten von 1/1000 Sekunde oder schneller für scharfe Starts. Für Mitzieher bei langsamen Rollbewegungen kannst du die Zeit verlängern.

Woran erkenne ich, aus welchem Geschwader ein Eurofighter kommt?

Am Leitwerk tragen viele Maschinen das Wappen ihres Geschwaders, außerdem helfen Sonderlackierungen wie die Tigermotive aus Neuburg. Die Kennung im Format 30+xx oder 31+xx identifiziert die einzelne Maschine. Weil Flugzeuge zwischen Verbänden getauscht werden, ist das Wappen der verlässlichere Hinweis auf den aktuellen Standort.

PT

Planetrack Redaktion

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