Das Wichtigste in Kürze
- Kenya Airways ist der Flag Carrier Kenias mit Sitz und Drehkreuz in Nairobi.
- Codes: IATA KQ, ICAO KQA, Rufzeichen „KENYA“.
- Einzige afrikanische Airline in SkyTeam – Partner sind unter anderem KLM, Air France und Delta.
- Boeing 787-8 auf der Langstrecke, Boeing 737-800 und Embraer E190 im Afrika-Netz.
- In Europa siehst du KQ vor allem in Amsterdam, London und Paris – fast immer als Dreamliner.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Kenya Airways im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: Boeing auf der Langstrecke, Embraer in der Region
- 4.787-8 oder 777-300ER? So unterscheidest du die KQ-Langstrecke
- 5.Woran du Kenya Airways erkennst
- 6.Kenya Airways in Europa spotten
- 7.Geschichte in Stichpunkten
- 8.Häufige Verwechslungen
- 9.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | KQ |
|---|---|
| ICAO-Code | KQA |
| Rufzeichen | KENYA |
| Drehkreuze | NBO |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline und Flag Carrier Kenias mit Drehkreuz Nairobi |
| Sitz | Embakasi, Nairobi, Kenia |
| Gegründet | Januar 1977, nach dem Zerfall der East African Airways |
| Drehkreuz | Jomo Kenyatta International Airport, Nairobi (NBO) |
| Allianz | SkyTeam (assoziiert ab 2007, Vollmitglied seit 2010) |
| Eigentümer (laut öffentlichen Angaben) | Größter Anteilseigner ist der Staat Kenia; KLM hält eine Minderheitsbeteiligung |
| Flottentypen (Stand 2026) | Boeing 787-8, Boeing 777-300ER, Boeing 737-800, Embraer E190; dazu Frachter, u. a. umgebaute Boeing 737 |
| Tochter | Jambojet (Low-Cost-Airline für Inlands- und Regionalverkehr) |
| Kennzeichen-Präfix | 5Y- (Kenia) |
| Markenzeichen | Schriftzug „Pride of Africa“ am Rumpf und KQ-Logo am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Kenya Airways?
- Schriftzug „Pride of Africa“ vorne am Rumpf – das Motto der Airline seit der Neugestaltung 2005
- Leitwerk mit dem KQ-Logo: ein stilisiertes K, um das sich ein Q legt
- Auf der Langstrecke nach Europa fast immer eine Boeing 787-8
- Kennzeichen mit 5Y- am Heck – das Präfix für Kenia
- Flugnummer beginnt mit KQ, auf dem Tracker steht KQA, im Funk „KENYA“
- In Europa meist höchstens einmal am Tag zu festen Zeiten – typisch für eine Langstrecken-Rotation aus Nairobi
Kenya Airways gehört zu den Airlines, die du in Europa nicht jeden Tag vor die Linse bekommst – und genau deshalb lohnt sich der Blick in den Flugplan. Der Flag Carrier Kenias verbindet Nairobi mit einer Handvoll europäischer Drehkreuze, meist mit einer Boeing 787-8, die am Rumpf selbstbewusst „Pride of Africa“ trägt. Diese Seite zeigt dir, wie du KQ sicher erkennst, welche Typen in der Flotte stecken und wo deine Chancen in Europa am besten sind.
Pride of Africa im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst, welche 5Y-Kennzeichen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Kenya Airways im Überblick
Kenya Airways ist die nationale Fluggesellschaft Kenias mit Sitz in Embakasi, direkt am Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi. Gegründet wurde sie im Januar 1977, nachdem die gemeinsame Airline der ostafrikanischen Staaten, East African Airways, zerbrochen war. Die ersten Flüge liefen mit zwei geleasten Boeing 707 auf der Route Nairobi–Frankfurt–London – Europa stand also von Anfang an im Mittelpunkt.
1996 wurde die Airline privatisiert, und KLM stieg als strategischer Partner ein. Die Niederländer waren lange der größte Anteilseigner. Nach einer finanziellen Krise wurden 2017 Schulden in Anteile umgewandelt; seitdem ist der kenianische Staat wieder größter Eigentümer, KLM hält eine Minderheitsbeteiligung. Die enge Verbindung zur Air France-KLM-Gruppe prägt das Netz bis heute.
Seit 2007 gehört Kenya Airways zur SkyTeam-Allianz, zuerst als assoziiertes Mitglied, seit 2010 als Vollmitglied. Nach eigener Darstellung ist KQ die einzige afrikanische Airline im Bündnis. Laut Unternehmensangaben fliegt Kenya Airways rund 40 Ziele an, die große Mehrheit davon in Afrika. Nairobi funktioniert dabei als klassisches Drehkreuz: Passagiere aus Europa, Asien und dem Nahen Osten steigen dort in Anschlussflüge nach Ost-, Zentral- und Südafrika um.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code KQ: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
- ICAO-Code KQA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen KENYA: so meldet sich die Besatzung im Funk, etwa „KENYA one-zero-two“.
Der Code KQ wirkt auf den ersten Blick willkürlich, wird bei Kenya Airways aber konsequent genutzt – sogar im Logo am Leitwerk tauchen K und Q auf. Wenn du am Spot auf einen Langstreckenanflug wartest, hilft dir der ICAO-Code KQA beim Filtern im Tracker. Wie du Flugtracker sinnvoll für die Spot-Planung nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
KQ im Tracker finden
Filtere auf den Code KQA statt auf die Flugnummer. So siehst du schon über Afrika oder dem Mittelmeer, wann der Dreamliner aus Nairobi bei dir ankommt. Mehr zu typischen Zeitfenstern liest du im Artikel Wann Langstreckenflüge in Europa landen.
Die Flotte: Boeing auf der Langstrecke, Embraer in der Region
Die Flotte von Kenya Airways ist überschaubar und klar aufgeteilt. Auf ihrer Website führt die Airline 2026 die Boeing 777-300ER, die Boeing 787-8, die Boeing 737-800, einen 737-Frachter und die Embraer E190.
| Typ | Sitze laut Kenya Airways | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 787-8 | 234 (30 Premier World, 204 Economy) | Langstrecke nach Europa, Asien und Nordamerika | Der typische KQ-Flieger in Europa |
| Boeing 777-300ER | 400 (28 Business, 372 Economy) | Einzelstück auf nachfragestarken Strecken | Laut Airline nur ein Exemplar – eine echte Rarität |
| Boeing 737-800 | 145 (16 Premier World, 129 Economy) | Afrika und Nahost | Der Mittelstrecken-Standard der Airline |
| Embraer E190 | 96 (12 Premier World, 84 Economy) | Regionalstrecken in Afrika | Laut Airline gut ein Dutzend Maschinen |
| Boeing 737 Frachter | – | KQ Cargo | Ehemalige Passagierjets, umgebaut zum Frachter |
Die Boeing 787-8 ist das Rückgrat der Langstrecke. Kenya Airways übernahm den ersten Dreamliner im April 2014 und setzte ihn als Erstes auf der Strecke nach Paris ein. Die Maschinen haben GEnx-Triebwerke von General Electric und laut Airline eine Reichweite von rund 14.500 Kilometern – genug für Nairobi–New York. Wenn KQ in Europa landet, ist es in aller Regel eine Boeing 787-8. Die längere 787-9 hat Kenya Airways nicht in der Flotte.
Die Boeing 777-300ER ist bei KQ eine Ausnahmeerscheinung. Die Airline hatte ihre 777-Flotte 2015 ausgemustert und Maschinen zeitweise an andere Airlines weitervermietet. Auf ihrer Flottenseite nennt Kenya Airways aktuell genau ein Exemplar der 777-300ER. Wenn dir also eine KQ-777 vor die Linse kommt, ist das ein besonderer Eintrag fürs Logbuch.
Die Boeing 737-800 fliegt vor allem innerhalb Afrikas und in den Nahen Osten. Mit 145 Plätzen ist sie deutlich luftiger bestuhlt als die 737-800 europäischer Low-Cost-Airlines. Hersteller der Boeing-Flotte ist Boeing.
Die Embraer E190 übernimmt kürzere und dünnere Strecken. Die erste E190 kam 2010 in die Flotte; laut Kenya Airways sind es heute 13 Maschinen mit je 96 Sitzen und Touchscreens an jedem Platz. Angetrieben wird sie von GE-CF34-Triebwerken. Die Airline hat angekündigt, die Flotte langfristig zu vereinfachen und stärker auf Boeing zu setzen – wie lange die E190 noch fliegt, ist offen. Mehr zum Typ findest du auf der Seite zur Embraer E190 und beim Hersteller Embraer.
Die KQ-777 auf der Wunschliste
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines ein und lass dich benachrichtigen, wenn sie bei dir anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
787-8 oder 777-300ER? So unterscheidest du die KQ-Langstrecke
Auf große Distanz kann man eine 787 mit einer 777 verwechseln, gerade wenn beide dieselbe Bemalung tragen. Ein paar Merkmale helfen dir sofort weiter – ausführlich erklärt im Artikel Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Das spricht für die 787-8
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Stark nach oben gebogene, schlanke Flügel ohne Winglets
- Glatte, abgerundete Nase mit durchgehender Cockpitfenster-Linie
- Vierrädrige Hauptfahrwerke
Das spricht für die 777-300ER
- Sehr langer Rumpf mit vielen Türen
- Riesige, runde Triebwerke ohne Zacken
- Schräg abgeschnittene, nach hinten gezogene Flügelspitzen
- Sechsrädrige Hauptfahrwerke
Für die Kurz- und Mittelstrecke gilt: Die E190 ist deutlich kleiner als die 737-800, hat die Triebwerke dicht am Rumpf unter dem Flügel und wirkt mit ihrer hochgezogenen Nase fast zierlich. Wie du die E-Jet-Familie untereinander auseinanderhältst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Woran du Kenya Airways erkennst
Seit einer Neugestaltung 2005 trägt die Flotte den Schriftzug „Pride of Africa“ am Rumpf. Er ersetzte die frühere, mehrfarbige Streifenbemalung. Am Leitwerk sitzt das KQ-Logo: ein stilisiertes K, um das sich ein Q legt. Der Name „Kenya Airways“ steht ebenfalls gut lesbar auf dem Rumpf.
Das sicherste Merkmal ist aber das Kennzeichen. Alle in Kenia registrierten Flugzeuge beginnen mit 5Y-. Wenn du im Anflug nur Teile der Bemalung erwischst, klärt das Kennzeichen auf dem Foto die Lage. Wie die internationalen Präfixe funktionieren, liest du im Grundlagenartikel zu Flugzeug-Kennzeichen.
Die SkyTeam-Mitgliedschaft zeigt sich gelegentlich auch in der Bemalung: Viele Mitglieder haben einzelne Flugzeuge im Allianz-Design lackiert. Welche Lackierungen der Bündnisse es gibt, erklärt der Artikel zu Allianz-Lackierungen.
Achtung Verwechslung
Auf der Langstrecke aus Ostafrika triffst du in Europa auch Ethiopian Airlines mit 787 und A350. Ethiopian trägt aber die Farben Grün, Gelb und Rot am Leitwerk und das Kennzeichen-Präfix ET-. Wie du 787 und A350 auseinanderhältst, zeigt der Artikel A350 oder Boeing 787?. Ein Blick auf Kennzeichen und Schriftzug trennt beide sicher.
Kenya Airways in Europa spotten
In Deutschland landet Kenya Airways derzeit nicht im Linienverkehr – die frühere Verbindung nach Frankfurt ist längst Geschichte. Für eine KQ-Sichtung musst du deshalb meist ins Nachbarland. Die besten Chancen hast du an diesen Flughäfen:
- Amsterdam-Schiphol: Durch die KLM-Partnerschaft traditionell die wichtigste Station in Europa. Am Flughafen Schiphol siehst du KQ neben KLM und den übrigen SkyTeam-Airlines. Spot-Tipps liefert der Schiphol-Guide, einen bequemen Einstieg bietet die Panoramaterras.
- London: Kenya Airways bedient London seit Jahrzehnten, traditionell Heathrow; 2025 kam laut Branchenberichten Gatwick dazu. Spot-Ideen findest du im Heathrow-Guide.
- Paris-Charles de Gaulle: Die erste Dreamliner-Strecke von KQ führte 2014 nach Paris. Am Flughafen Paris-CDG landet KQ mitten im SkyTeam-Drehkreuz von Air France.
Daneben fliegt Kenya Airways je nach Saison weitere europäische Ziele an, etwa in Italien oder der Schweiz, und außerhalb Europas unter anderem Dubai, Mumbai, Bangkok, Guangzhou und New York-JFK. Das Netz ändert sich allerdings immer wieder – prüf vor jeder Tour den aktuellen Flugplan des Flughafens.
Flugplan prüfen
Such im Ankunftsplan nach KQ-Flugnummern. Meist ist es höchstens eine Rotation pro Tag.
Tracker beobachten
Filtere auf KQA. Der Nachtflug aus Nairobi ist oft schon über dem Mittelmeer sichtbar.
Licht und Piste planen
Langstrecken aus Afrika landen in Europa oft früh am Morgen. Stimm Spot und Sonnenstand darauf ab.
Kennzeichen sichern
Mach mindestens ein Foto, auf dem das 5Y-Kennzeichen lesbar ist – so bleibt die Sichtung eindeutig.
Gerade die frühen Ankünfte machen das Licht zur Herausforderung: Im Winter ist es bei der Landung oft noch dunkel, im Sommer steht die Sonne flach im Osten. Wie du das planst, erklärt der Artikel Sonnenstand für den Fotospot planen. Mit Planetrack siehst du zusätzlich Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen und weißt so, an welcher Seite des Platzes der Dreamliner aufsetzt.
Gute Chancen auf KQ, wenn …
- du in Amsterdam, London oder Paris spottest
- du den Ankunftsplan nach KQ-Flugnummern geprüft hast
- du früh am Spot bist, wenn die Nachtflüge aus Afrika ankommen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken wurden immer wieder eingestellt und neu aufgenommen
- du auf ein bestimmtes Kennzeichen oder die 777 hoffst
Eher kein KQ-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Afrika-Langstrecke wartest
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an die Regeln des jeweiligen Landes. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu. Was in Deutschland gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Geschichte in Stichpunkten
Kenya Airways hat seit 1977 viele Flugzeugtypen eingesetzt – von der Boeing 707 über DC-8, DC-10, Airbus A310 und Boeing 767 bis zur 777-200ER. Für Spotter mit alten Fotos im Archiv ist die Typenvielfalt spannend; für die Sichtung heute zählen aber nur die aktuellen Muster.
- 1977: Gründung nach dem Ende der East African Airways, erste Flüge mit Boeing 707 nach Europa.
- 1996: Privatisierung, KLM wird strategischer Partner und größter Anteilseigner.
- 2005: Neue Bemalung mit dem Schriftzug „Pride of Africa“.
- 2007/2010: Beitritt zu SkyTeam, zuerst assoziiert, dann als Vollmitglied.
- 2010: Die erste Embraer E190 kommt in die Flotte.
- 2013: Gründung der Low-Cost-Tochter Jambojet.
- 2014: Der erste Dreamliner wird übernommen; Paris wird die erste 787-Strecke.
- 2017: Umschuldung, der kenianische Staat wird wieder größter Eigentümer.
- 2018: Start der Direktverbindung Nairobi–New York-JFK.
Zur Geschichte gehören auch zwei schwere Unglücke: 2000 stürzte ein Airbus A310 kurz nach dem Start in Abidjan ins Meer, 2007 verunglückte eine Boeing 737-800 nach dem Start in Douala. Beide Unfälle sind in den Untersuchungsberichten der zuständigen Behörden dokumentiert.
Häufige Verwechslungen
- KQ mit Ethiopian verwechseln – beide fliegen 787 aus Ostafrika nach Europa, aber Bemalung und Präfix (5Y- gegen ET-) sind klar verschieden.
- Jede KQ-Langstrecke für eine 777 halten – in Europa ist es fast immer die 787-8.
- Eine 787-9 notieren – Kenya Airways fliegt nur die kürzere 787-8.
- KQ für eine KLM-Tochter halten – KLM ist nur Minderheitsaktionär, Kenya Airways ist eine eigenständige Airline.
- Jambojet in Europa erwarten – die Low-Cost-Tochter fliegt nur innerhalb Kenias und in der Region.
- Den 737-Frachter als Passagierjet notieren – KQ Cargo setzt umgebaute 737 ohne Fensterreihe ein.
KQ nicht verpassen
Lass dich benachrichtigen, wenn Kenya Airways bei dir anfliegt, und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot in der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Kenya Airways ist eine der wenigen afrikanischen Airlines, die du regelmäßig an großen europäischen Drehkreuzen siehst – vor allem in Amsterdam, London und Paris. Die Flotte ist kompakt: 787-8 für die Langstrecke, 737-800 und E190 fürs Afrika-Netz, dazu eine einzelne 777-300ER. Mit Flugplan, Tracker und einem Foto vom 5Y-Kennzeichen wird aus der seltenen Sichtung ein sauberer Logbuch-Eintrag.
Kurzfazit
Kenya Airways (IATA KQ, ICAO KQA) ist der SkyTeam-Flag-Carrier Kenias mit Drehkreuz Nairobi. In Europa erkennst du sie an der Boeing 787-8, dem Schriftzug „Pride of Africa“ und dem Kennzeichen mit 5Y-.
Zusammenfassung
- Kenya Airways erkennst du am Schriftzug „Pride of Africa“ am Rumpf, am KQ-Logo am Leitwerk und am Kennzeichen mit 5Y-.
- In Europa ist die Boeing 787-8 der typische KQ-Flieger; die 737-800 und die E190 bleiben überwiegend in Afrika.
- Über SkyTeam und die Beteiligung von KLM ist Amsterdam traditionell die wichtigste europäische Station.
- Weil KQ in Europa meist höchstens einmal täglich auftaucht, lohnt sich ein Blick in den Flugplan und auf den Tracker vor der Tour.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Kenya Airways?
Der IATA-Code ist KQ, der ICAO-Code KQA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „KENYA“. Auf Anzeigetafeln steht also KQ, auf Flugtrackern meist KQA.
Gehört Kenya Airways zu einer Allianz?
Ja, Kenya Airways ist Mitglied von SkyTeam. Die Airline kam 2007 zunächst als assoziiertes Mitglied dazu und ist seit 2010 Vollmitglied. Nach eigener Darstellung ist sie die einzige afrikanische Airline im Bündnis.
Welche Flugzeuge fliegt Kenya Airways?
Auf der Langstrecke vor allem die Boeing 787-8 mit 30 Plätzen in der Business Class „Premier World“ und 204 in der Economy. Dazu kommen eine Boeing 777-300ER, die Boeing 737-800 mit 145 Sitzen und die Embraer E190 mit 96 Sitzen für kürzere Strecken in Afrika. Für Fracht setzt die Airline Frachter auf Basis der 737 ein.
Wo kann ich Kenya Airways in Europa spotten?
Die wichtigsten europäischen Ziele sind Amsterdam-Schiphol, London und Paris-Charles de Gaulle. Das Streckennetz ändert sich immer wieder, prüf deshalb vor der Tour den aktuellen Flugplan des Flughafens. In Deutschland landet Kenya Airways derzeit nicht regelmäßig – Frankfurt gehörte früher zum Netz.
Was bedeutet „Pride of Africa“?
„Pride of Africa“ ist das Motto der Airline und steht seit der Neugestaltung der Bemalung 2005 groß am Rumpf. Für Spotter ist der Schriftzug ein sicheres Erkennungszeichen, auch wenn das Leitwerk auf dem Foto abgeschnitten ist.
Welche Rolle spielt KLM bei Kenya Airways?
KLM stieg bei der Privatisierung 1996 als strategischer Partner ein und war lange der größte Anteilseigner. Seit einer Umschuldung 2017 hält der Staat Kenia wieder den größten Anteil, KLM ist mit einer Minderheitsbeteiligung dabei. Die Partnerschaft erklärt, warum Amsterdam für KQ so wichtig ist.
Was ist Jambojet?
Jambojet ist die Low-Cost-Tochter von Kenya Airways. Sie wurde 2013 gegründet und fliegt vor allem innerhalb Kenias und in Nachbarländer. In Europa wirst du Jambojet nicht sehen – die Tochter ist eine reine Regional-Airline.
Welches Kennzeichen tragen Flugzeuge von Kenya Airways?
Kenianische Flugzeuge tragen das Präfix 5Y-, gefolgt von drei Buchstaben. Viele KQ-Maschinen haben Kennzeichen nach dem Muster 5Y-K.., darauf solltest du dich aber nicht blind verlassen – entscheidend ist das 5Y- am Anfang.
Kenya Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
Weitere Airlines
KLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkEthiopian Airlines
Afrikas größte Airline-Gruppe aus Addis Abeba: Star-Alliance-Mitglied seit 2011, moderne Langstreckenflotte aus A350 und 787, eine starke Frachtsparte mit 777F – und Stammgast in Frankfurt, Wien und Zürich.
NetzwerkSouth African Airways
Südafrikas staatlicher Flag Carrier aus Johannesburg: Star-Alliance-Mitglied seit 2006, nach Business Rescue und Flugpause 2021 mit kleiner Airbus-Flotte neu gestartet – inklusive vierstrahliger A340-300.
FrachtAstral Aviation
Kenias bekannteste Nurfracht-Airline aus Nairobi: kleine Flotte aus Boeing-767- und 737-Frachtern, ein Netz quer durch Afrika bis in den Nahen Osten und Asien – und mit Lüttich ein Ziel in Europa.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
Wo du Kenya Airways vor die Linse bekommst
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