Flair Airlines

Neongrün, Schwarz und ein Hauch Lila: Flair Airlines ist Kanadas unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline mit einer kompakten Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und 737-800 – und eine bewegte Geschichte zwischen Charterflügen, NewLeaf und Leasing-Ärger.

Auch bekannt als: Flair · Flair Air · F8

KanadaKanadaLow-Cost-AirlinesIATA: F8ICAO: FLE10 Min. Lesezeit

F8

IATA-Code

FLE

ICAO-Code

≈ 20

Flugzeuge (Stand Mitte 2026)

737

einzige Typfamilie

Das Wichtigste in Kürze

  • Flair Airlines ist eine kanadische Ultra-Low-Cost-Airline mit Sitz in Edmonton und sechs Basen zwischen Vancouver und Toronto.
  • Codes: IATA F8, ICAO FLE, Rufzeichen „FLAIR“.
  • Die Flotte ist reines Boeing-737-Terrain: Stand Mitte 2026 rund 20 Flugzeuge, überwiegend 737 MAX 8.
  • Die Wurzeln liegen im Charterflug: Flair Air flog ab 2005 Arbeiter zu Rohstoffprojekten und betrieb ab 2016 die Flüge der Billigmarke NewLeaf.
  • Für Spotter ist Flair vor allem in Kanada, in Mexiko, der Karibik und auf einigen US-Strecken zu sehen – nicht in Europa.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Flair Airlines im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Flotte: eine Familie, zwei Generationen
  4. 4.737 MAX 8 oder 737-800? So unterscheidest du sie
  5. 5.Woran du Flair Airlines erkennst
  6. 6.Wo du Flair Airlines spotten kannst
  7. 7.Geschichte: von Arbeiterflügen zur Billigairline
  8. 8.Flair im kanadischen Markt
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeF8
ICAO-CodeFLE
RufzeichenFLAIR
DrehkreuzeYEG, YVR, YYC, YYZ, YWG, YKF
GeschäftsmodellUltra-Low-Cost-Airline mit Inlands- und Sonnenstrecken, reine Economy-Kabine
SitzEdmonton, Alberta, Kanada (bis 2018 Kelowna)
Gegründet19. August 2005 als Flair Air, seit 2017 Linienbetrieb als Flair Airlines
BasenEdmonton, Calgary, Vancouver, Winnipeg, Toronto Pearson und Kitchener/Waterloo
Allianzkeine
Flotte (Stand Mitte 2026)rund 20 Flugzeuge: Boeing 737 MAX 8 und wenige 737-800
Bestuhlung189 Sitze in der 737 MAX 8, 186 in der 737-800, durchgehend 3-3
MarkenzeichenNeongrün und Schwarz, Schriftzug „flair“, bei den MAX hellviolette Akzente

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Flair Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Auffällige Bemalung in Neongrün („acid green“) und Schwarz, eingeführt 2019 mit dem Slogan „Plane and Simple“
  • Bei den seit 2021 ausgelieferten 737 MAX 8 zusätzlich hellviolette Akzente
  • Großer Schriftzug „flair“ in Kleinbuchstaben am Rumpf
  • Reine Boeing-737-Flotte: MAX 8 mit gezackten Triebwerkshinterkanten und zweiteiligen AT-Winglets, dazu wenige 737-800
  • Kanadisches Kennzeichen mit C-
  • Flugnummer mit F8, auf dem Tracker erscheint FLE

Wenn in Kanada ein Jet in Neongrün und Schwarz über die Schwelle kommt, ist die Sache meist schnell klar: Das ist Flair Airlines. Die Ultra-Low-Cost-Airline aus Edmonton ist der knallige Außenseiter zwischen den Großen Air Canada und WestJet. Ihre Flotte besteht nur aus Boeing 737, die Geschichte reicht von Arbeiterflügen in die Ölsande über die Billigmarke NewLeaf bis zu einem Streit um Leasingraten. Hier erfährst du, wie du Flair sicher erkennst, welche Flugzeuge in der Flotte stecken und wo du sie am besten vor die Linse bekommst.

Neongrün im Hangar

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Flair Airlines im Überblick

Flair Airlines ist eine kanadische Ultra-Low-Cost-Airline mit Sitz in Edmonton, Alberta. Die Airline beschreibt sich selbst als Kanadas führenden unabhängigen „Value Carrier“, also als Billigflieger, der zu keinem der großen Konzerne gehört. Ihre Basen liegen in Edmonton, Calgary, Vancouver, Winnipeg, Toronto Pearson und Kitchener/Waterloo. Von dort geht es quer durch Kanada sowie zu Sonnenzielen in Mexiko, der Karibik und den USA.

Das Geschäftsmodell ist klassisch ultra-low-cost: Der Ticketpreis umfasst den Sitz, alles andere kostet extra – Aufgabegepäck, größeres Handgepäck, Sitzplatzwahl, Snacks und Getränke. Unterhaltungsprogramm und WLAN gibt es nicht, die Kabine ist komplett Economy mit drei Sitzen links und rechts vom Gang. Wenn du verstehen willst, wie diese Rechnung für Airlines aufgeht, lies den Artikel Wie Billigflieger funktionieren. Vorbilder dieses Modells sind Airlines wie Ryanair in Europa oder Spirit Airlines und Frontier Airlines in den USA.

F8IATA-Code in der Flugnummer
FLEICAO-Code auf dem Tracker
C-Kennzeichen-Präfix für Kanada

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code F8: steht in der Flugnummer auf Anzeigetafel, Bordkarte und Flugplan.
  • ICAO-Code FLE: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen FLAIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Die Codes sind kurz und eindeutig, Verwechslungsgefahr besteht kaum. Warum IATA- und ICAO-Codes so unterschiedlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Das C- vorn am Kennzeichen steht für Kanada – mehr dazu im Guide zu Länderkennungen an Flugzeugen.

Tracker richtig lesen

Auf Flugtrackern läuft Flair meist als FLE mit Flugnummer. Der Typcode verrät dir die Variante: B38M steht für die 737 MAX 8, B738 für die 737-800. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: eine Familie, zwei Generationen

Flair setzt ausschließlich auf die Boeing 737. Stand Mitte 2026 umfasst die Flotte rund 20 Flugzeuge – die Zahl kann sich durch Leasingrückgaben oder Neuzugänge ändern, nimm sie also als Richtwert.

Typ Anzahl (ca.) Sitze Einsatz Spotter-Hinweis
Boeing 737 MAX 8 18 189 Rückgrat des Netzes, Inland und Sonnenziele Typcode B38M, violette Akzente in der Bemalung
Boeing 737-800 2 186 Ergänzung im Netz Typcode B738, ältere Generation

Die Boeing 737 MAX 8 ist das Herzstück der Airline. 2021 bestellte Flair, finanziert über den Investor 777 Partners, 13 Exemplare; das erste Flugzeug kam im Mai 2021. Das damals ausgegebene Ziel lautete 50 Flugzeuge innerhalb von fünf Jahren. Davon ist Flair weit entfernt: Seit Mitte 2023 sind keine weiteren Flugzeuge dazugekommen, und das Wachstumsziel wurde auf Ende 2027 verschoben. Ob es noch gilt, ist offen.

Die Boeing 737-800 spielt nur noch eine Nebenrolle. Bereits Ende 2018 hatte Flair drei 737-800 geleast, die 2019 an den Leasinggeber zurückgingen; die heutigen -800 sind spätere Zugänge. Hersteller aller Flugzeuge ist Boeing.

Leasing als roter Faden

Flair besitzt seine Flugzeuge überwiegend nicht selbst, sondern mietet sie. Das hält die Kosten flexibel, macht die Airline aber auch abhängig von ihren Leasinggebern – wie sich 2023 zeigte. Wie solche Verträge funktionieren, erklärt der Artikel Flugzeugleasing.

737 MAX 8 oder 737-800? So unterscheidest du sie

Beide Typen sind fast gleich lang und tragen das gleiche Farbschema. Mit ein paar Merkmalen gelingt die Zuordnung trotzdem zuverlässig.

Das spricht für die 737 MAX 8

  • Gezackte Hinterkanten an den Triebwerksverkleidungen (Chevrons)
  • Zweiteilige AT-Winglets mit nach unten zeigendem Zusatzelement
  • Hellviolette Akzente in der Bemalung
  • Auf Trackern als B38M geführt

Das spricht für die 737-800

  • Glatte Triebwerkshinterkanten, typische abgeflachte CFM56-Gondel
  • Meist klassische, nur nach oben zeigende Winglets (Nachrüstungen mit zweiteiligen Winglets gibt es bei der NG aber auch)
  • Auf Trackern als B738 geführt

Am sichersten ist die Kombination aus Kennzeichen und Typcode. Notier dir beides, dann bleibt keine Sichtung ungeklärt. Wie sich die einzelnen 737-Generationen grundsätzlich unterscheiden, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Und wie du ein bestimmtes Flugzeug über sein Kennzeichen gezielt verfolgst, steht im Artikel Flugzeug per Kennzeichen finden.

Flair auf die Wunschliste

Setz Flair Airlines auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm für Airline, Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen benachrichtigen, sobald eine Flair-MAX in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du Flair Airlines erkennst

Kaum eine nordamerikanische Airline ist so leicht zu erkennen. Seit Februar 2019 fliegt Flair unter dem Motto „Plane and Simple“ in Neongrün (im Englischen „acid green“) und Schwarz. Davor trugen die Flugzeuge ein anderes Farbschema aus der Anfangszeit nach dem Rebranding von 2017.

  • Grundschema: Kräftiges Neongrün und Schwarz dominieren, dazu der große Schriftzug „flair“ in Kleinbuchstaben.
  • MAX-Variante: Die seit 2021 ausgelieferten 737 MAX 8 tragen zusätzlich hellviolette Akzente – ein kleiner, aber hilfreicher Hinweis auf die Generation.
  • Kennzeichen: kanadisch mit C- am hinteren Rumpf.

Ältere Fotos im ersten Flair-Design oder sogar aus der Zeit von NewLeaf sind heute echte Archivstücke. Wenn du solche Bilder hast, lohnt es sich, sie sorgfältig mit Datum und Kennzeichen zu katalogisieren. Wie Spotter ihre Kennzeichen-Sammlung pflegen, zeigt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Achtung Verwechslung

Grelle Farben allein sind kein sicheres Merkmal: Auch andere Billigflieger setzen auf auffällige Töne, etwa das Gelb von Spirit oder früher das Lila von Lynx Air. Bei Flair entscheiden die Kombination aus Neongrün und Schwarz, der „flair“-Schriftzug und das C-Kennzeichen.

Wo du Flair Airlines spotten kannst

Flair ist eine rein amerikanische Erscheinung – in Deutschland oder Europa fliegt die Airline nicht. Wer sie fotografieren will, muss also nach Nordamerika.

Westkanada ist das Kerngebiet. Edmonton ist Sitz und Basis, dazu kommen Calgary und Vancouver. In Vancouver bietet sich der Larry Berg Flight Path Park an, ein beliebter Spot direkt an der Anflugschneise. Dort siehst du Flair neben Air Canada, WestJet und zahlreichen Langstreckenjets aus Asien.

Im Osten ist Toronto die wichtigste Adresse. Am Flughafen Toronto Pearson betreibt Flair eine Basis, zusätzlich fliegt die Airline vom kleineren Flughafen Kitchener/Waterloo westlich von Toronto. Winnipeg rundet das Netz in der Mitte des Landes ab.

Im Winter zieht es einen Teil der Flotte in die Sonne: Cancún, Puerto Vallarta, San José del Cabo, Punta Cana oder Montego Bay stehen dann auf dem Plan, je nach Saison mal mehr, mal weniger. Von Vancouver geht es außerdem nach Mexiko-Stadt.

Gute Chancen auf Flair, wenn …

  • du in Vancouver, Calgary, Edmonton oder Toronto spottest
  • du die Ankünfte mit FLE-Kennung im Tracker verfolgst und rechtzeitig am Zaun bist
  • du im Winter an einem mexikanischen oder karibischen Ferienflughafen bist

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Reiseberichten planst – Flair ändert das Netz häufig
  • du an einem kleineren kanadischen Flughafen unterwegs bist

Eher kein Flair-Tag, wenn …

  • du in Europa spottest – hier fliegt Flair nicht
  • du in Ottawa oder Québec City wartest, beide Ziele hat Flair aufgegeben

Das Netz ist in Bewegung: Flair hat im Lauf der Jahre zahlreiche Ziele wieder aufgegeben, darunter Hamilton, Regina, Saskatoon und Québec City. Ottawa verließ die Airline im November 2024 mit Verweis auf zu geringe Nachfrage und hohe Gebühren. Gleichzeitig kommen immer wieder neue Verbindungen hinzu, etwa nach Jamaika oder Mexiko-Stadt. Prüf deshalb vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an die Regeln vor Ort – auch in Kanada sind Sperrzonen und Zäune tabu, Drohnen haben am Flughafen nichts verloren. Grundsätzliches dazu im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Geschichte: von Arbeiterflügen zur Billigairline

Die Wurzeln von Flair liegen weit weg vom heutigen Billigflugmarkt. Am 19. August 2005 nahm das private Unternehmen Flair Air den Betrieb auf; seinen Sitz hatte es bis 2018 in Kelowna in British Columbia. Es transportierte Arbeiter zu Rohstoff- und Bauprojekten quer durch Kanada, flog 2006 Fracht und einige Passagierflüge für die kubanische Cubana und setzte dafür zwei Boeing 727-200 ein. Ab 2007 war Flair für einige Jahre exklusiver Großflugzeug-Dienstleister für ein Ölsandprojekt in Alberta. Dazu kamen weitere Charteraufträge, etwa Personalflüge für das kanadische Verteidigungsministerium.

Ab 2008 ersetzten Boeing 737-400 die alten 727. Die Classic-737 blieben lange das Arbeitspferd; die letzte -400 schied im August 2020 mitten in der Pandemie aus.

NewLeaf: der Umweg in den Linienverkehr

Den Schritt ins Billigfluggeschäft machte Flair zunächst über einen Partner. Die 2015 gegründete Marke NewLeaf aus Winnipeg bot ab Juli 2016 günstige Inlandsflüge an, besaß aber selbst keine Flugzeuge und keine Airline-Lizenz. Die Flüge führte Flair mit eigenen Jets und Besatzungen durch. Im Juni 2017 übernahm Flair die Vermögenswerte von NewLeaf, Ende Juli 2017 wurde die Marke eingestellt, und die Linienflüge liefen fortan unter dem Namen Flair.

Umzug, Investor und Wachstum

2018 verlegte Flair seinen Sitz von Kelowna nach Edmonton. Im selben Jahr stieg der US-Investor 777 Partners ein, mit dem Ziel, eine kanadische Billigairline aufzubauen. 2019 folgte das neue neongrüne Design, 2021 die MAX-Bestellung. In dieser Zeit war Kanadas Billigflugmarkt so belebt wie nie: WestJet betrieb mit Swoop eine eigene Ultra-Low-Cost-Tochter, und 2022 ging Lynx Air an den Start.

Streit um die kanadische Kontrolle

Die Beteiligung von 777 Partners rief 2022 die kanadische Verkehrsbehörde CTA auf den Plan. Im März 2022 kam sie zu dem vorläufigen Ergebnis, dass Flair die Vorgaben für kanadische Kontrolle möglicherweise verletzt, und stellte einen Entzug der Lizenz in Aussicht. Flair widersprach und kündigte an, Vorstand und Finanzierung umzubauen. Am 1. Juni 2022 entschied die Behörde, dass Flair als kanadisch gilt und die Lizenz behält.

Beschlagnahmte Flugzeuge 2023

Im März 2023 folgte der nächste Rückschlag: Der Leasinggeber Airborne Capital ließ vier Flugzeuge wegen ausstehender Zahlungen festsetzen. Flair nannte einen Rückstand von rund einer Million US-Dollar, der Leasinggeber sprach von deutlich höheren Summen. Der Flugbetrieb lief mit den verbliebenen Maschinen weiter, die Flotte war aber um vier Flugzeuge kleiner. Seitdem ist Flair nicht mehr gewachsen.

Zum Vergleich: Swoop wurde 2023 wieder in WestJet integriert, Lynx Air stellte den Betrieb 2024 ein. Flair hat diese Phase als unabhängige Billigairline überstanden – wenn auch deutlich kleiner als einst geplant.

Flair im kanadischen Markt

Der kanadische Luftverkehr wird von zwei großen Gruppen geprägt: Air Canada mit ihrer Leisure-Tochter Air Canada Rouge und WestJet, zu der inzwischen auch Sunwing gehört. Daneben behaupten sich unabhängige Airlines wie Porter Airlines aus Toronto oder der Ferienflieger Air Transat.

Flair besetzt in diesem Gefüge die Rolle des reinen Preisbrechers. Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Die Flotte ist klein, die Bemalung einzigartig, und wer alle Flair-Kennzeichen in seiner Sammlung haben will, hat ein überschaubares, aber nicht ganz einfaches Ziel vor sich – zumal einzelne Maschinen immer wieder die Flotte verlassen.

Häufige Verwechslungen

  • Flair mit Lynx Air oder Swoop verwechseln – beide waren ebenfalls kanadische Billigflieger mit 737, sind aber inzwischen vom Markt verschwunden.
  • Jede Flair-737 für eine MAX halten – es fliegen auch wenige 737-800. Triebwerke, Winglets und Typcode entscheiden.
  • F8 mit FLE verwechseln – F8 ist der IATA-Code in der Flugnummer, FLE der ICAO-Code auf dem Tracker.
  • Fotos im älteren Farbschema einer anderen Airline zuordnen – vor dem Neongrün von 2019 trug Flair ein anderes Design.
  • NewLeaf-Flüge als eigene Airline ablegen – NewLeaf war nur eine Vertriebsmarke, geflogen hat Flair.
  • Flair für eine Tochter von WestJet oder Air Canada halten – die Airline ist unabhängig.

Flair im Blick behalten

Lass dich benachrichtigen, wenn eine Flair-737 in deiner Nähe anfliegt oder landet, plane deinen Spot mit Sonnenstand-Planer und Wetterinfos und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Flair Airlines ist der neongrüne Farbtupfer im kanadischen Luftverkehr. Die kleine Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und wenigen 737-800 macht die Airline übersichtlich, die Geschichte von Arbeiterflügen über NewLeaf bis zur beschlagnahmten Flotte macht sie spannend. Wer nach Kanada reist, besonders nach Vancouver, Calgary, Edmonton oder Toronto, hat gute Chancen auf ein Flair-Foto – und sollte Kennzeichen und Typcode sauber notieren.

Kurzfazit

Flair Airlines (IATA F8, ICAO FLE) ist Kanadas unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline aus Edmonton mit reiner Boeing-737-Flotte. Erkennbar an Neongrün und Schwarz, zu sehen vor allem in West- und Zentralkanada sowie in Toronto.

Zusammenfassung

  • Flair erkennst du an der neongrün-schwarzen Bemalung und der reinen 737-Flotte mit Schwerpunkt auf der MAX 8.
  • Die Airline wuchs ab 2021 schnell, musste ihre Ziele nach Leasing-Problemen 2023 aber deutlich zurückschrauben.
  • Zwischen 737-800 und 737 MAX 8 unterscheidest du über Triebwerke, Winglets und den Typcode im Tracker (B738 gegen B38M).
  • Wer Flair fotografieren will, plant am besten einen Trip nach Westkanada oder Toronto – die Strecken wechseln häufig, also vorher den Flugplan prüfen.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Flair Airlines?

Flair Airlines hat den IATA-Code F8 und den ICAO-Code FLE. Im Funk meldet sich die Besatzung als „FLAIR“. Auf Anzeigetafeln stehen also Flugnummern mit F8, auf Flugtrackern taucht meist FLE auf.

Welche Flugzeuge fliegt Flair Airlines?

Ausschließlich Boeing 737. Stand Mitte 2026 umfasst die Flotte rund 20 Flugzeuge, davon der Großteil Boeing 737 MAX 8 mit 189 Sitzen und eine kleine Zahl 737-800 mit 186 Sitzen. Alle Maschinen sind einheitlich mit Economy-Sitzen in 3-3-Anordnung ausgestattet.

Ist Flair Airlines eine Billigairline?

Ja, Flair arbeitet als Ultra-Low-Cost-Carrier: Der Grundpreis deckt nur den Sitz, für zusätzliches Gepäck, Sitzplatzwahl und Bordverpflegung zahlst du extra. Unterhaltungsprogramm oder WLAN gibt es an Bord nicht. Die Airline selbst bezeichnet sich als Kanadas führende unabhängige „Value Carrier“.

Fliegt Flair Airlines nach Europa?

Nein. Flair fliegt mit der 737 innerhalb Kanadas sowie in die USA, nach Mexiko und in die Karibik, etwa nach Cancún, Punta Cana oder Montego Bay. In Deutschland wirst du Flair im Linienverkehr nicht sehen – höchstens bei einer Überführung, die aber keine planbare Gelegenheit ist.

Was hat Flair mit NewLeaf zu tun?

NewLeaf war eine Billigmarke aus Winnipeg, deren Flüge ab Juli 2016 starteten, die aber selbst keine Flugzeuge betrieb. Die Flüge führte Flair Air mit eigenen Jets und Besatzungen durch. Im Juni 2017 übernahm Flair die Vermögenswerte von NewLeaf, im Juli 2017 verschwand die Marke, und die Strecken liefen unter dem Namen Flair weiter.

Warum wurden 2023 Flugzeuge von Flair beschlagnahmt?

Im März 2023 ließ der Leasinggeber Airborne Capital vier Flair-Jets wegen ausstehender Leasingraten festsetzen. Flair räumte einen deutlich kleineren Rückstand ein als der Leasinggeber und hielt den Flugbetrieb mit den übrigen Maschinen aufrecht. Die Flotte schrumpfte dadurch um vier Flugzeuge.

Ist Flair Airlines kanadisch kontrolliert?

Das war 2022 umstritten. Wegen der Beteiligung des US-Investors 777 Partners prüfte die kanadische Verkehrsbehörde CTA, ob Flair die Vorgaben für kanadische Kontrolle erfüllt, und drohte mit dem Entzug der Lizenz. Nach Änderungen bei Vorstand und Finanzierung entschied die Behörde am 1. Juni 2022, dass Flair als kanadisch gilt und die Lizenz behält.

Woran unterscheide ich die 737 MAX 8 von der 737-800 bei Flair?

Achte auf die Triebwerke: Die LEAP-1B der MAX haben gezackte Hinterkanten an der Triebwerksverkleidung („Chevrons“), die CFM56 der 737-800 nicht. Dazu kommen die zweiteiligen AT-Winglets (Advanced Technology Winglets) mit einem nach unten zeigenden Element und ein anderer Heckkonus. Im Tracker steht die MAX als B38M, die -800 als B738. Außerdem tragen die MAX zusätzlich violette Farbakzente.

Flair Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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