Convair CV-240/340/440 Metropolitan

Zwei dicke Sternmotoren, Bugrad statt Spornrad und eine Druckkabine: Die Convair-Liner CV-240, CV-340 und CV-440 waren die modernen Zubringer der 1950er – auch bei Lufthansa und Swissair.

Auch bekannt als: Convair-Liner · Convairliner · CV-240 · CV-340 · CV-440 Metropolitan · C-131 Samaritan · T-29

USAConvairHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: CVLP10 Min. Lesezeit

CVLP

ICAO-Typcode

1947

Erstflug CV-240

2 × R-2800

Sternmotoren

1955–1968

bei Lufthansa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Convair-Liner waren die ersten zweimotorigen Verkehrsflugzeuge mit Druckkabine und galten als moderner DC-3-Nachfolger für Kurz- und Mittelstrecken.
  • Drei Kolben-Generationen: CV-240 (40 Sitze), CV-340 (länger, größere Flügel, 44 Sitze) und CV-440 Metropolitan (leiser, mit Radarnase).
  • In Deutschland flog Lufthansa ab ihrem Neustart 1955 Convair-Liner bis 1968, dazu Condor-Vorgänger und die Luftwaffe.
  • Erkennen: zwei Sternmotoren plus Bugradfahrwerk – das trennt sie sofort von DC-3 und Ju 52.
  • Heute fliegen fast nur noch Turboprop-Umbauten; Kolben-Convairs siehst du vor allem im Museum oder als seltene Oldtimer.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Convair-Liner?
  2. 2.Drei Generationen: CV-240, CV-340 und CV-440
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Convair-Liner, DC-3, Viscount oder CV-580?
  5. 5.Die Convair-Liner in Deutschland und der Schweiz
  6. 6.Zweites Leben mit Propellerturbinen
  7. 7.Wo du einen Convair-Liner heute siehst
  8. 8.Fototipps speziell für Kolben-Convairs
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerConsolidated Vultee (Convair), San Diego
FamilieCV-240, CV-340, CV-440 Metropolitan; Turboprop-Umbauten CV-540/580/600/640
ICAO-TypcodeCVLP (Kolbenmotor-Versionen)
ErstflugCV-240: 16. März 1947; CV-340: 5. Oktober 1951; CV-440: 6. Oktober 1955
IndienststellungFebruar 1948 bei American Airlines (CV-240)
Triebwerke2 × Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp (18-Zylinder-Doppelsternmotor)
LängeCV-240: 22,76 m; CV-340: 24,13 m; CV-440: 24,84 m
SpannweiteCV-240: 27,97 m; CV-340/440: 32,12 m
HöheCV-240: 8,20 m; CV-340/440: 8,58 m
SitzplätzeCV-240: 40; CV-340/440: 44, in dichter Bestuhlung bis 52
Reisegeschwindigkeitrund 450–465 km/h je nach Version
Max. Startgewicht (CV-440)rund 22,5 t
Bauzahlgut 1.000 Maschinen inklusive Militärversionen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Tiefdecker mit zwei großen Sternmotoren in langen, schlanken Gondeln unter den Flügeln
  • Bugradfahrwerk – der Rumpf steht am Boden waagerecht, anders als bei der DC-3 mit Spornrad
  • Runder, druckdichter Rumpf mit einer Fensterreihe und einer einzigen, hohen Seitenflosse
  • CV-440: verlängerte, spitzere Nase für das Wetterradar und geänderte Abgasanlage an den Motorgondeln
  • CV-240: kürzerer Rumpf und deutlich kleinere Spannweite als CV-340 und CV-440
  • Dreiblatt-Propeller – Turboprop-Umbauten wie die CV-580 haben dagegen Vierblatt-Propeller und eine vergrößerte Seitenflosse

Aktualisiert: Oktober 2026 – Zwei dicke Sternmotoren brummen tief und unrund, der Rumpf steht kerzengerade auf einem Bugradfahrwerk, und hinter den Propellern zieht sich eine lange Motorgondel nach hinten: So sah in den 1950er-Jahren moderner Kurzstreckenverkehr aus. Die Convair-Liner CV-240, CV-340 und CV-440 Metropolitan waren die Flugzeuge, mit denen Airlines wie Lufthansa, Swissair oder KLM die DC-3 ablösten. Auf dieser Seite erfährst du, wie sich die drei Kolben-Generationen unterscheiden, wie du sie von DC-3, Viscount oder den späteren Turboprop-Umbauten trennst und wo du einem Convair-Liner heute noch begegnest.

Klassiker im Hangar sammeln

Mit Planetrack hältst du jede Convair-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Betreiber und Ort fest und hakst den Oldtimer in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist der Convair-Liner?

Hinter dem Sammelbegriff Convair-Liner steckt eine Familie zweimotoriger Verkehrsflugzeuge, die der US-Hersteller Consolidated Vultee – kurz Convair – ab Mitte der 1940er-Jahre in San Diego entwickelte. Der Auftrag war klar: ein Nachfolger für die allgegenwärtige Douglas DC-3, schneller, komfortabler und vor allem mit Druckkabine. Damit konnten die Maschinen über dem Wetter fliegen, ohne dass die Passagiere unter dünner Luft litten.

Der Weg dorthin führte über einen Prototyp: Das Modell 110 flog am 8. Juli 1946, hatte 30 Sitze und noch keine Druckkabine. Convair verwarf es und entwickelte daraus die längere, druckbelüftete CV-240, die am 16. März 1947 abhob. Nachschlagewerke bezeichnen sie als erstes zweimotoriges Verkehrsflugzeug mit Druckkabine. Erstkunde war American Airlines, die den Typ am 29. Februar 1948 in Dienst stellte.

Aus der CV-240 wuchsen zwei weitere Kolben-Generationen: die CV-340 mit längerem Rumpf und größerer Spannweite (Erstflug 5. Oktober 1951) und die CV-440 Metropolitan (Erstflug 6. Oktober 1955), die vor allem leiser und moderner ausgestattet war. Zusammen mit den Militärversionen baute Convair laut gängigen Nachschlagewerken 1.076 Maschinen, dazu kamen zehn in Kanada gefertigte Exemplare. Angetrieben wurden alle Kolben-Versionen von zwei Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp, einem 18-Zylinder-Doppelsternmotor, den du auch aus der Douglas DC-6 kennst. Mehr zum Motorenhersteller steht auf der Seite zu Pratt & Whitney.

CVLPICAO-Typcode der Kolbenmotor-Versionen
1.076bei Convair gebaute Maschinen inklusive Militärversionen
2Sternmotoren vom Typ Pratt & Whitney R-2800

Drei Generationen: CV-240, CV-340 und CV-440

Von außen ähneln sich die drei Versionen stark, im Detail hat Convair aber bei jeder Generation an Rumpf, Flügel und Komfort gearbeitet. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen; die Werte stammen aus Standard-Nachschlagewerken und können je nach Unterversion leicht abweichen.

Merkmal CV-240 CV-340 CV-440 Metropolitan
Erstflug 16. März 1947 5. Oktober 1951 6. Oktober 1955
Länge 22,76 m 24,13 m 24,84 m
Spannweite 27,97 m 32,12 m 32,12 m
Sitzplätze 40 44 (bis 52) 44 (bis 52)
Wetterradar nein nein optional, in verlängerter Nase
Besonderheit erster Convair-Liner längerer Rumpf, größere Flügel leiser, neue Abgasanlage

Die CV-240 war der Pionier. Neben American Airlines bestellten unter anderem Western, Continental, Pan Am, KLM, Swissair, Sabena und Trans Australia Airlines. Für den zivilen Markt entstanden 176 Exemplare, viele weitere gingen als Navigationstrainer T-29 oder als Transporter an das US-Militär.

Die CV-340 entstand auf Wunsch von United Airlines, die 55 Maschinen bestellte. Der Rumpf wurde gestreckt, die Flügel wuchsen deutlich, und stärkere Motoren verbesserten die Leistung in größeren Höhen. Vier zusätzliche Sitze machten den Betrieb wirtschaftlicher.

Die CV-440 Metropolitan war die letzte Kolben-Version. Convair änderte die Abgasführung an den Motoren, verfeinerte die Gondeln und dämmte die Kabine gegen Lärm und Vibrationen. Kunden konnten ein Wetterradar bestellen, für das die Nase um rund 70 Zentimeter verlängert wurde. Weil Convair einen Umbausatz anbot, rüsteten mehrere Airlines – darunter Lufthansa – ihre CV-340 auf den Stand der CV-440 nach. Für Spotter und Historiker heißt das: Die Bezeichnung auf dem Typenschild und das Aussehen der Maschine passen nicht immer eins zu eins zusammen.

Militärische Geschwister

Die US Air Force nutzte die Familie als C-131 Samaritan für Verwundetentransport und VIP-Flüge, die US Navy als R4Y. In Kanada flog die CC-109 Cosmopolitan, ein CV-440-Derivat mit Propellerturbinen. Auch die deutsche Luftwaffe setzte sechs CV-440 ein.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Einen Convair-Liner erkennst du schon aus der Entfernung, wenn du auf drei Dinge achtest. Gerade bei Oldtimer-Treffen, wo mehrere Kolbenmaschinen nebeneinander stehen, hilft diese Reihenfolge.

Motoren zählen und anhören

Zwei große Sternmotoren mit Dreiblatt-Propellern unter einem Tiefdecker-Flügel. Der Klang ist ein tiefes, rauchiges Brummen – ganz anders als das Pfeifen einer Propellerturbine.

Aufs Fahrwerk schauen

Der Convair-Liner hat ein Bugrad. Der Rumpf steht am Boden waagerecht. Steht die Maschine dagegen schräg mit dem Heck auf einem Spornrad, ist es eher eine DC-3.

Nase und Rumpflänge prüfen

Eine lang auslaufende, spitze Nase deutet auf eine CV-440 mit Radar. Wirkt der Rumpf kurz und der Flügel vergleichsweise klein, steht eher eine CV-240 vor dir.

Wie immer gilt: Das Kennzeichen liefert die letzte Sicherheit. Gerade bei Convair-Linern mit langen Lebensläufen, Umbauten und mehreren Besitzern lohnt sich der Blick in eine Kennzeichen-Datenbank. Wie Kennzeichen aufgebaut sind und was sie dir verraten, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Convair-Liner, DC-3, Viscount oder CV-580?

Kolbenmotor-Klassiker sehen für ungeübte Augen schnell gleich aus. Der Finder hilft dir, mit drei Fragen einzugrenzen.

Schnellbestimmung: zweimotoriger Klassiker

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Convair CV-240, CV-340 oder CV-440

Bugrad, zwei große Sternmotoren und Dreiblatt-Propeller passen zum Kolben-Convair. Prüf jetzt Rumpflänge und Nase, um die Version einzugrenzen.

Wahrscheinlich

Douglas DC-3 / C-47

Spornrad und schräg stehender Rumpf sind das klassische DC-3-Bild. Sie ist kleiner als der Convair-Liner und hat keine Druckkabine.

Wahrscheinlich

Convair CV-580 oder CV-640

Vierblatt-Propeller, Turbinenklang und vergrößertes Leitwerk sprechen für einen Turboprop-Umbau. Der Rumpf ist derselbe wie beim Kolben-Convair.

Weitere mögliche Verwechslungen: Die Vickers Viscount aus derselben Epoche hat vier Propellerturbinen und große ovale Fenster. Die Fokker F27 Friendship ist ein Schulterdecker – die Flügel sitzen oben auf dem Rumpf. Die viermotorigen Douglas DC-4 und DC-6 sind deutlich größer und haben eben doppelt so viele Motoren. Einen guten Überblick über solche Unterscheidungen gibt der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.

Die Convair-Liner in Deutschland und der Schweiz

Für die deutsche Luftfahrtgeschichte hat der Convair-Liner eine besondere Bedeutung. Als Lufthansa 1955 den Linienverkehr wieder aufnahm, gehörten Convair CV-340 zur Erstausstattung. Die Maschinen wurden später auf CV-440-Standard umgerüstet, weitere CV-440 kamen hinzu. Bis 1968 blieben Convair-Liner im Lufthansa-Dienst und bedienten vor allem innerdeutsche und europäische Strecken, während die viermotorige Super Constellation die Langstrecke übernahm.

Zur Lufthansa-Geschichte mit dem Typ gehört auch ein schwarzer Tag: Am 28. Januar 1966 stürzte die CV-440 D-ACAT beim Durchstartmanöver in Bremen ab, alle 46 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Untersuchung kam zu einer Verkettung technischer und menschlicher Faktoren, eine eindeutige Ursache ließ sich auch mangels Flugdatenschreiber nicht feststellen. Die Maschine war zuvor beim Deutschen Flugdienst geflogen, dem Vorläufer von Condor, der ebenfalls Convair-Liner einsetzte.

Neben den Airlines setzte auch die Luftwaffe sechs CV-440 als Transporter ein. Wie die Lufthansa von damals in die heutige Lufthansa Group übergegangen ist, erfährst du auf der Konzernseite.

In der Schweiz war Swissair ein wichtiger Convair-Kunde: Erst flog sie die CV-240, später zwölf CV-440 Metropolitan. Weitere europäische Betreiber waren KLM mit CV-240 und CV-340, Sabena, SAS, Iberia und Alitalia.

Betreiber Versionen Zeitraum / Hinweis
Lufthansa CV-340, CV-440 1955 bis 1968
Deutscher Flugdienst / Condor CV-240, CV-440 ab Ende der 1950er
Luftwaffe CV-440 sechs Maschinen
Swissair CV-240, CV-440 zwölf CV-440
KLM CV-240, CV-340 CV-340 von 1953 bis 1963

Seltene Klassiker nicht verpassen

Richte für ein bestimmtes Kennzeichen oder den Typ CVLP einen Sichtungs-Alarm ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Zweites Leben mit Propellerturbinen

Die Zelle des Convair-Liners war so robust, dass viele Maschinen ihre Kolbenmotoren überlebten. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden mehrere Umbauprogramme:

  • CV-540: CV-340 mit Napier-Eland-Turbinen, unter anderem für Allegheny Airlines.
  • CV-580: CV-340 oder CV-440 mit Allison-501-Turbinen, Vierblatt-Propellern und vergrößertem Leitwerk – der bekannteste Umbau. Mehr dazu auf der Seite zur Convair CV-580.
  • CV-600 und CV-640: CV-240 beziehungsweise CV-340/440 mit Rolls-Royce-Dart-Turbinen.
  • CV-5800: gestreckter Umbau aus ehemaligen Navy-Maschinen, Erstflug 1992.

Diese Turboprops liefen in Nordamerika noch lange im Fracht- und Spezialeinsatz, einzelne Exemplare dienen bis heute etwa als fliegende Forschungslabore. Wenn du heute einen Convair-Rumpf am Himmel siehst, ist es also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Turboprop-Umbau – nicht die originale Kolben-Version.

Convair selbst wandte sich danach dem Jetzeitalter zu: Mit der CV-880 und der CV-990 Coronado baute das Unternehmen schnelle Vierstrahler, die wirtschaftlich allerdings nicht an den Erfolg der Convair-Liner anknüpften.

Wo du einen Convair-Liner heute siehst

Flugfähige Kolben-Convairs sind eine echte Rarität geworden. Schon 2004 zählten Nachschlagewerke nur noch wenige Dutzend erhaltene CV-440, ein Teil davon flugfähig; seitdem ist die Zahl weiter geschrumpft. Realistisch hast du drei Möglichkeiten:

Ort Trefferchance Warum
Luftfahrtmuseen mittel Einige Zellen sind als Ausstellungsstücke erhalten
Oldtimer-Treffen und Airshows niedrig Kolben-Convairs fliegen nur noch sehr vereinzelt
Nordamerika (Turboprop-Umbauten) mittel CV-580 und Verwandte sind dort noch im Spezialeinsatz

Ein berühmtes Museumsstück ist die CV-240 „Caroline“, mit der John F. Kennedy 1960 seinen Wahlkampf flog. Sie gehört heute zur Sammlung des National Air and Space Museum. Wenn du in Washington bist, lohnt auch das Udvar-Hazy Center am Flughafen Dulles – ob ein bestimmtes Flugzeug gerade ausgestellt ist, prüfst du vor dem Besuch am besten auf der Museumsseite.

In Deutschland lohnt sich der Blick in die Übersicht der Luftfahrtmuseen in Deutschland und auf Veranstaltungen wie das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide. Ob dort gerade eine Kolbenmaschine dieser Größe angekündigt ist, ändert sich von Jahr zu Jahr.

Bestände ändern sich

Museumsflugzeuge werden ausgeliehen, eingelagert oder restauriert, flugfähige Oldtimer stehen oft monatelang in der Wartung. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour, ob das gesuchte Exemplar wirklich vor Ort ist.

Wie du einschätzt, wie besonders eine solche Sichtung ist, steht im Beitrag Wie selten ist meine Sichtung?. Tipps zur Suche nach Raritäten bündelt der Guide Seltene Flugzeuge spotten.

Fototipps speziell für Kolben-Convairs

Ein laufender Sternmotor ist eines der dankbarsten Motive überhaupt – wenn du ein paar Dinge beachtest.

Propeller bewegt lassen

Mit einer zu kurzen Belichtungszeit frierst du den Propeller ein, und das Flugzeug wirkt wie ein Standmodell. Wähle eine längere Zeit, damit sich eine Propellerscheibe zeigt. Wie das funktioniert, erklärt der Guide Propeller fotografieren.

Anlassen filmen

Beim Start eines R-2800 stottert der Motor, qualmt und spuckt manchmal kurz Flammen. Halt Kamera oder Smartphone schon bereit, bevor sich der Propeller zu drehen beginnt.

Seitenprofil für die Version

Im Seitenprofil siehst du Rumpflänge, Nasenform und Abgasanlage am besten – genau die Details, die CV-240, CV-340 und CV-440 unterscheiden.

Museum: Weitwinkel einpacken

In Hallen stehst du oft nah am Flugzeug. Mit gut 32 Metern Spannweite brauchst du für das ganze Flugzeug ein Weitwinkel oder einen Standpunkt schräg vor der Nase.

Weitere Hintergründe zum Vorgänger, den der Convair-Liner ablösen sollte, liefert der Beitrag zur Geschichte der Douglas DC-3.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für einen Kolben-Convair, wenn …

  • du zwei große Sternmotoren mit Dreiblatt-Propellern siehst
  • die Maschine waagerecht auf einem Bugrad steht
  • der Flügel unten am Rumpf sitzt
  • in der Datenbank CVLP als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Nase spitz und lang wirkt – dann ist es vermutlich eine CV-440 oder eine umgerüstete CV-340
  • du die Maschine nur von vorn siehst und Rumpflänge oder Flügel nicht einschätzen kannst
  • eine historische Lackierung nicht zum tatsächlichen Lebenslauf der Zelle passt

Es ist kein Kolben-Convair, wenn …

  • du Vierblatt-Propeller und Turbinenpfeifen bemerkst – dann ist es eine CV-580 oder ein anderer Umbau
  • die Maschine auf einem Spornrad steht – dann eher eine DC-3
  • die Flügel oben auf dem Rumpf sitzen
  • du vier Motoren zählst

Fazit

Der Convair-Liner steht für den Moment, in dem die Kurzstrecke erwachsen wurde: Druckkabine, Bugradfahrwerk und ein Komfort, den die DC-3 nicht bieten konnte. Für deutsche Spotter ist er zudem ein Stück Lufthansa-Geschichte, denn mit der CV-340 startete die Airline 1955 neu. Heute begegnest du den Kolben-Versionen vor allem im Museum, ihre Turboprop-Nachfahren fliegen vereinzelt noch in Nordamerika.

Kurzfazit

Zwei Sternmotoren, Bugrad, Tiefdecker: Das ist der Convair-Liner. Die CV-240 ist kürzer, CV-340 und CV-440 sind gestreckt, die Metropolitan zeigt oft eine lange Radarnase. Wer einen fliegenden Kolben-Convair erwischt, hat eine echte Rarität im Kasten.

Zusammenfassung

  • Die CV-240 flog 1947 erstmals und kam 1948 bei American Airlines in den Liniendienst.
  • Mit CV-340 (1951) und CV-440 Metropolitan (1955) wurde das Muster länger, stärker und leiser.
  • Lufthansa, Swissair, KLM, Sabena, SAS, Iberia und Alitalia setzten Convair-Liner auf europäischen Strecken ein.
  • Viele Zellen erhielten später Propellerturbinen und flogen als CV-580 oder CV-640 noch Jahrzehnte weiter.

Häufige Fragen

Was bedeutet „Metropolitan“ bei der CV-440?

Metropolitan war der Verkaufsname der CV-440, der letzten Kolbenmotor-Version des Convair-Liners. Sie war vor allem leiser als die CV-340 und konnte mit einem Wetterradar in einer verlängerten Nase ausgerüstet werden.

Welchen ICAO-Typcode haben die Convair-Liner?

Die Kolbenmotor-Versionen CV-240, CV-340 und CV-440 laufen gemeinsam unter CVLP. Die Turboprop-Umbauten CV-580, CV-600 und CV-640 haben den Code CVLT.

Wie unterscheide ich CV-240, CV-340 und CV-440?

Die CV-240 ist kürzer und hat deutlich kürzere Flügel. CV-340 und CV-440 sind fast gleich groß; die CV-440 erkennst du an der länger auslaufenden Radarnase, wenn sie damit ausgerüstet ist, und an der geänderten Abgasanlage. Da Lufthansa und andere Betreiber ihre CV-340 auf CV-440-Standard umbauten, hilft im Zweifel nur das Kennzeichen.

Ist die Convair CV-580 dasselbe Flugzeug?

Die CV-580 ist ein Umbau von CV-340 oder CV-440 mit Allison-Propellerturbinen, Vierblatt-Propellern und vergrößertem Leitwerk. Der Rumpf ist derselbe, der Klang und die Silhouette der Triebwerke sind aber völlig anders.

Wie lange flog Lufthansa die Convair?

Lufthansa setzte Convair-Liner ab dem Neustart des Linienverkehrs 1955 ein und betrieb sie bis 1968. Die Maschinen bildeten in den ersten Jahren das Rückgrat des innerdeutschen und europäischen Netzes.

Wo kann ich heute noch eine Convair CV-440 sehen?

Flugfähige Kolben-Convairs sind sehr selten geworden. Realistischer sind Museumsexemplare und Turboprop-Umbauten, die vor allem in Nordamerika noch im Einsatz sind. Vor einem Besuch solltest du immer prüfen, ob das gesuchte Exemplar gerade ausgestellt ist.

Convair CV-240/340/440 Metropolitan sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Verwandte Flugzeugtypen

Turboprop

Convair CV-580

Aus einem Kolbenmotor-Airliner der 1950er wurde mit Allison-Turboprops ein zäher Dauerläufer: Die CV-580 flog Passagiere, Fracht, Löschmittel und Messgeräte. So erkennst und findest du sie.

Historisch

Convair CV-880

Schlank, schnell und kommerziell ein Fiasko: Die Convair CV-880 wollte Anfang der 1960er schneller sein als Boeing 707 und DC-8. Nur 65 Maschinen entstanden. So erkennst du den Vierstrahler und wo du ihm heute noch begegnest.

Historisch

Convair CV-990 Coronado

Vier Triebwerke, markante „Karotten“ auf den Flügeln und ein Geschwindigkeitsrekord: Die Convair CV-990 Coronado war der schnellste Linienjet ihrer Zeit – und ein teurer Flop. So erkennst du den Swissair-Klassiker.

Historisch

Douglas DC-3 / C-47

Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.

Historisch

Douglas DC-4 / C-54 Skymaster

Vier Sternmotoren, ein einzelnes Seitenleitwerk, Bugradfahrwerk und runde Fenster: Die DC-4 und ihre Militärversion C-54 trugen die Berliner Luftbrücke. So erkennst du den Klassiker und findest die letzten Exemplare.

Historisch

Douglas DC-6

Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du die Convair CV-240/340/440 Metropolitan siehst

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

Passende Guides aus dem Blog

TT

Planetrack Redaktion

Die Flugzeugtypen-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung an Flughäfen, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

← Alle Flugzeugtypen von Convair