SpiceJet

Indiens rot-weiße Low-Cost-Airline: Boeing 737 auf den Hauptstrecken, Dash 8 Q400 für Regionalflüge, eine eigene Frachtsparte – und eine Flotte, in der viele Flugzeuge abgestellt sind.

Auch bekannt als: SpiceJet Limited · SpiceXpress · ModiLuft (Vorgängergesellschaft) · Royal Airways (früherer Firmenname) · SG

IndienIndienLow-Cost-AirlinesIATA: SGICAO: SEJ11 Min. Lesezeit

SG

IATA-Code

SEJ

ICAO-Code

2005

Erster SpiceJet-Flug

VT-

Kennzeichen-Präfix

Das Wichtigste in Kürze

  • SpiceJet ist eine indische Low-Cost-Airline mit Sitz in Gurugram bei Delhi; der erste Flug unter dieser Marke ging 2005 von Delhi nach Mumbai.
  • Codes: IATA SG, ICAO SEJ, Rufzeichen „SPICEJET“.
  • Zwei Flottensäulen: Boeing 737 in mehreren Generationen für die Hauptstrecken, Dash 8 Q400 für kürzere Regionalverbindungen.
  • SpiceXpress ist die Frachtsparte mit umgebauten 737-Frachtern.
  • Die Flotte ist im Umbruch: Nach finanziellen Problemen ist ein großer Teil der registrierten Flugzeuge abgestellt, einzelne 737 fliegen im Leasing für andere Airlines.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.SpiceJet im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Flotte: Boeing 737 und Dash 8 Q400
  4. 4.Die Q400: SpiceJets Turboprop-Seite
  5. 5.SpiceXpress: die Frachtsparte
  6. 6.Krisen, Leasing und eine Flotte in Bewegung
  7. 7.Woran du SpiceJet erkennst
  8. 8.737-Generationen bei SpiceJet unterscheiden
  9. 9.SpiceJet spotten: in Indien und unterwegs
  10. 10.SpiceJet im indischen Markt
  11. 11.Häufige Verwechslungen
  12. 12.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeSG
ICAO-CodeSEJ
RufzeichenSPICEJET
DrehkreuzeDEL, HYD
GeschäftsmodellLow-Cost-Airline mit Inlandsflügen in Indien und Kurz- bis Mittelstrecken ins Ausland
SitzGurugram (Gurgaon) im Bundesstaat Haryana, nahe Delhi
Erster Flug als SpiceJet24. Mai 2005, Delhi–Mumbai
WurzelnGesellschaft der früheren ModiLuft, später als Royal Airways umfirmiert
Wichtigste BasenDelhi (DEL) und Hyderabad (HYD), Hyderabad als Q400-Schwerpunkt
Allianzkeine; Codeshares unter anderem mit Emirates und Gulf Air
FlottentypenBoeing 737-700, 737-800, 737-900ER, 737 MAX 8 und De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
FrachtSpiceXpress mit umgebauten Boeing-737-Frachtern
Kennzeichenindisches Präfix VT-
MarkenzeichenRotes Leitwerk mit weißem Punkte-Logo

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich SpiceJet?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Rotes Leitwerk mit dem weißen Punkte-Logo: Punkte in Reihen, die von groß nach klein abnehmen
  • Weißer Rumpf mit dem Schriftzug „SpiceJet“
  • Zwei ganz unterschiedliche Silhouetten: Boeing 737 als Jet und Dash 8 Q400 als Schulterdecker-Turboprop
  • Indisches Kennzeichen mit VT-; die MAX-Maschinen tragen Kennzeichen wie VT-MXB oder VT-MXD
  • Viele Flugzeuge haben einen Gewürznamen am Bug, etwa „Cinnamon“ oder „Jalapeño“
  • Flugnummer beginnt mit SG, auf dem Tracker steht SEJ

Rotes Leitwerk, weiße Punkte, dazu mal eine Boeing 737 und mal ein Turboprop: SpiceJet gehört zu den Airlines, die das Bild an indischen Flughäfen seit rund zwei Jahrzehnten prägen. Für Spotter ist sie spannend, weil sie zwei sehr unterschiedliche Flugzeugfamilien unter einer Marke vereint – und weil die Flotte durch finanzielle Turbulenzen ständig in Bewegung ist. Diese Seite zeigt dir, wie du SpiceJet zuordnest, welche Typen dir begegnen und worauf du beim Spotten in Indien achten solltest.

Jede SpiceJet einzeln im Hangar

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SpiceJet im Überblick

SpiceJet ist eine indische Low-Cost-Airline mit Sitz in Gurugram, dem früheren Gurgaon, im Großraum Delhi. Unter dem Namen SpiceJet hob sie am 24. Mai 2005 zum ersten Mal ab – auf der Strecke Delhi–Mumbai, der wichtigsten Inlandsverbindung des Landes. Die Gesellschaft selbst ist aber deutlich älter: Sie geht auf die Firma zurück, die ab den 1990er-Jahren die Airline ModiLuft betrieb. ModiLuft flog mit technischer Unterstützung der Lufthansa Boeing 737-200, stellte den Betrieb 1996 aber ein. Die leere Hülle wurde später als Royal Airways umfirmiert und Mitte der 2000er-Jahre von Ajay Singh übernommen, der daraus SpiceJet machte.

Das Konzept war von Anfang an klassisch Low-Cost: einfache Tarife, hohe Auslastung, eine schlanke Flotte. In den Jahren danach wurde SpiceJet zu einer der größten privaten Airlines Indiens, flog ab 2010 auch ins Ausland und ergänzte die 737-Flotte um Turboprops für kleinere Städte. Seit etwa 2019 ist die Geschichte aber vor allem eine Geschichte der Krisen – dazu weiter unten mehr.

Anders als Air India gehört SpiceJet keiner Allianz an. Die Airline verkauft vor allem Direktflüge und arbeitet nur über einzelne Codeshares mit anderen Gesellschaften zusammen, etwa mit Emirates und Gulf Air. Wichtigste Basen sind Delhi und Hyderabad.

SGIATA-Code in der Flugnummer
SEJICAO-Code auf dem Tracker
VT-Kennzeichen-Präfix für Indien

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code SG: steht in der Flugnummer, auf Tickets und auf den Anzeigetafeln im Terminal.
  • ICAO-Code SEJ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen SPICEJET: so meldet sich die Crew im Funk – leicht zu merken, weil es dem Markennamen entspricht.

Der IATA-Code SG führt gern in die Irre, weil er an Singapur erinnert. Mit dem Stadtstaat hat er nichts zu tun – IATA-Codes sind reine Airline-Kennungen. Wenn du auf einem Tracker nach SpiceJet suchst, nimm am besten den ICAO-Code SEJ oder direkt das Kennzeichen.

Tracker richtig lesen

Viele Tracker zeigen das ICAO-Rufzeichen, also SEJ plus Nummer, statt der SG-Flugnummer. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest und mit deinen Sichtungen abgleichst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: Boeing 737 und Dash 8 Q400

SpiceJet setzt auf zwei Flugzeugfamilien. Die Boeing 737 fliegt die großen Strecken zwischen den Metropolen und ins Ausland, die Dash 8-400, meist kurz Q400 genannt, verbindet kleinere Städte und bedient kürzere Strecken. Dazu kommen die Frachter der Sparte SpiceXpress.

Typ Sitze (typisch) Einsatz Spotter-Hinweis
Boeing 737-700 rund 140–150 Inland, kleinere Nachfrage Kürzeste 737 der Flotte, deutlich gedrungener
Boeing 737-800 186–189 Hauptstrecken, Golfregion Lange das Arbeitspferd, einige an andere Airlines verleast
Boeing 737-900ER 212 dichte Hauptstrecken Längste 737 bei SpiceJet, nur wenige Exemplare
Boeing 737 MAX 8 189 Hauptstrecken Neueste Generation, teils mit Werbebemalung
Dash 8-400 (Q400) 78 oder 90 Regionalstrecken Schwerpunkt Hyderabad, viele Maschinen abgestellt
Boeing 737-Frachter Fracht SpiceXpress Umgebaute Passagierjets ohne Fensterreihe

Konkrete Flottenzahlen sind bei SpiceJet mit Vorsicht zu genießen. Öffentliche Flottenübersichten nennen für 2025 und 2026 je nach Zählweise zwischen gut 50 und knapp 70 registrierten Flugzeugen – aber nur ein Teil davon ist im Einsatz. Gerade bei den Q400 waren zuletzt die meisten Maschinen abgestellt, und auch bei den 737 stehen einige Flugzeuge am Boden oder fliegen im Leasing für andere Airlines. Bei Boeing hat SpiceJet außerdem noch eine große Zahl an 737 MAX bestellt, deren Auslieferung sich mit den Finanzproblemen der Airline verzögert hat.

Die Boeing 737-800 war über viele Jahre der wichtigste Typ. Die 737 MAX 8 soll die älteren Next-Generation-Jets ablösen, ist bei SpiceJet aber bislang nur in kleiner Zahl unterwegs. Seltener sind die 737-700 und die gestreckte 737-900ER. Hersteller aller Jets ist Boeing.

Nur noch die 737-900ER fehlt?

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Die Q400: SpiceJets Turboprop-Seite

Die Dash 8-400 macht SpiceJet für Spotter besonders. SpiceJet bestellte Ende 2010 die ersten Q400 und baute damit ein Regionalnetz auf, das Städte ohne Bedarf für eine volle 737 anbindet. 2017 folgte eine weitere Bestellung beim damaligen Hersteller Bombardier – einschließlich einer dichter bestuhlten Version mit 90 statt 78 Sitzen. Heute gehört das Programm zu De Havilland Canada, weshalb du je nach Quelle beide Herstellernamen liest.

Schwerpunkt des Turboprop-Betriebs ist Hyderabad. Die Q400 erkennst du an den hoch angesetzten Flügeln, den großen Propellern mit sechs Blättern, dem T-Leitwerk und dem langen, schlanken Rumpf. Wer Turboprops schnell auseinanderhalten will, findet im Guide ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden die wichtigsten Merkmale – denn in Indien fliegen auch andere Airlines viele ATR.

Q400 sind selten geworden

Ein großer Teil der SpiceJet-Q400 stand zuletzt am Boden. Wenn du eine Q400 in SpiceJet-Farben im Flug erwischst, ist das deshalb keine Routine-Sichtung mehr. Notier dir das Kennzeichen – viele dieser Maschinen werden möglicherweise nie wieder für SpiceJet fliegen.

Vergleichbare Q400-Betreiber findest du eher in Nordamerika, etwa Porter Airlines aus Toronto oder WestJet Encore. In Südasien ist SpiceJet einer der bekanntesten Q400-Kunden überhaupt.

SpiceXpress: die Frachtsparte

Seit 2018 betreibt SpiceJet mit SpiceXpress eine eigene Frachtsparte. Sie nutzt umgebaute Boeing 737, die statt Passagieren Paletten und Container transportieren. 2019 kam die erste zum Frachter umgebaute 737-800 (Boeing Converted Freighter) dazu – SpiceJet war damit nach eigenen Angaben die erste Airline in Südasien mit diesem Umbau. Außerdem gehören umgebaute 737-700 zur Sparte, die zuletzt allerdings abgestellt waren.

Frachter erkennst du an den fehlenden Fensterreihen und der großen Frachttür auf der linken Seite vorn. Für Spotter sind sie interessant, weil sie oft zu Randzeiten fliegen und an anderen Positionen parken als die Passagierjets.

Krisen, Leasing und eine Flotte in Bewegung

Die Geschichte von SpiceJet ist eng mit finanziellen Turbulenzen verbunden – und die erklären, warum die Flotte so unübersichtlich ist.

2014/2015: Rettung in letzter Minute

Ende 2014 fielen Flüge aus, weil Geld für Treibstoff fehlte. 2015 übernahm Gründer Ajay Singh die Mehrheit von der Sun Group zurück und brachte neues Kapital ein.

2019: MAX-Grounding und Jet Airways

Das weltweite Flugverbot für die 737 MAX traf SpiceJet hart. Gleichzeitig übernahm die Airline nach dem Aus von Jet Airways Flugzeuge und Strecken.

2022: Aufsicht greift ein

Nach einer Serie von Zwischenfällen stellte die indische Luftfahrtbehörde DGCA SpiceJet unter verschärfte Aufsicht und begrenzte die Zahl der Flüge zeitweise auf die Hälfte.

2024/2025: Neues Kapital, geleaste Flugzeuge

2024 billigten die Aktionäre eine große Kapitalaufnahme. Um Kapazität zu gewinnen, nahm SpiceJet zudem Flugzeuge im Wet-Lease auf – 2025 zeitweise sogar einen Airbus A340.

Für dich als Spotter bedeutet das: Was in älteren Fotoarchiven und Flottenlisten steht, stimmt oft nicht mehr. Flugzeuge wechseln den Besitzer, werden abgestellt oder fliegen unter fremder Flagge. Wie solche Modelle funktionieren, erklären die Artikel zum Flugzeugleasing und zum Wet-Lease. Manche 737-800 aus SpiceJet-Bestand waren zeitweise an europäische Airlines wie Smartwings verleast. Wer die Kennzeichenhistorie verfolgt, entdeckt so manchmal eine indische Vergangenheit an einem Flugzeug, das in Europa landet. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.

Woran du SpiceJet erkennst

Die Bemalung ist schlicht und gut lesbar: weißer Rumpf, Schriftzug „SpiceJet“ und ein rotes Leitwerk mit weißem Punkte-Logo. Die Punkte stehen in Reihen und werden von einer Seite zur anderen kleiner – ein Muster, das du auch aus großer Entfernung noch erkennst. Seit 2015 wirbt die Airline mit dem Slogan „Red. Hot. Spicy.“, und die rote Farbe zieht sich entsprechend durch den Auftritt.

Ein schönes Detail sind die Gewürznamen: Viele SpiceJet-Flugzeuge tragen am Bug den Namen eines Gewürzes. Die 737 MAX 8 mit dem Kennzeichen VT-MXD heißt zum Beispiel „Cinnamon“, VT-MXB „Jalapeño“. Einige Maschinen fliegen zudem mit Werbebemalungen, die den Rumpf großflächig verändern. Wie du solche Motive gezielt findest, erklärt der Guide zu Special Liveries, Hintergründe gibt es bei den Werbelackierungen.

Typisch SpiceJet

  • Rotes Leitwerk mit weißen Punkten
  • Kennzeichen mit VT- am Heck
  • Gewürzname am Bug
  • Q400 und 737 in derselben Bemalung

Nicht verwechseln mit

  • IndiGo: Airbus-Flotte in Indigoblau
  • Air India Express: Orange-Türkis seit 2023
  • Akasa Air: ebenfalls 737 MAX, aber ohne Punkte-Logo
  • Rote Leitwerke anderer Airlines ohne Punkte-Muster

737-Generationen bei SpiceJet unterscheiden

Weil SpiceJet ältere und neue 737 parallel einsetzt, lohnt sich ein genauer Blick. Die 737 MAX 8 erkennst du an den Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante und an den geteilten Winglets mit einer Spitze nach oben und einer nach unten. Die 737-800 und ihre Schwestern aus der Next Generation haben glatte Triebwerksverkleidungen und meist klassische, nach oben gebogene Winglets.

Innerhalb der Next Generation hilft die Länge: Die 737-700 wirkt kurz und gedrungen, die 737-900ER deutlich gestreckt und hat ein zusätzliches Paar Notausgänge hinter dem Flügel. Wer das systematisch üben will, findet im Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden alle Merkmale im Überblick.

SpiceJet spotten: in Indien und unterwegs

Die meisten SpiceJet-Flüge erlebst du in Indien selbst – an großen Flughäfen wie dem Flughafen Delhi, in Hyderabad oder Mumbai. Ins Ausland fliegt die Airline vor allem in die Golfregion und in Nachbarländer. In Europa siehst du SpiceJet im Liniendienst praktisch nicht.

Beim Spotten in Indien gilt aber besondere Vorsicht. Flughäfen gelten dort als sensible Orte, viele Plätze werden auch militärisch genutzt, und ein offizielles Spotter-Programm gibt es nicht. Kameras am Zaun werden schnell missverstanden. Was du wissen musst, bevor du die Kamera auspackst, steht im Guide Planespotting in Indien.

Gute Chancen auf SpiceJet, wenn …

  • du von Delhi oder Hyderabad aus fliegst
  • du einen Fensterplatz auf einem Inlandsflug hast
  • im aktuellen Flugplan viele SG-Flüge stehen

Prüf es vorher, wenn …

  • du gezielt eine Q400 suchst – viele sind abgestellt
  • du nach älteren Flottenlisten oder Spotterberichten planst

Eher kein SpiceJet-Tag, wenn …

  • du an einem europäischen Flughafen stehst – höchstens ein verleaster Ex-SpiceJet-Jet unter fremder Flagge taucht auf

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur dort, wo es eindeutig erlaubt ist, und folge Anweisungen von Sicherheitspersonal sofort. In Indien gelten für Flughäfen strengere Maßstäbe als in Europa. Für Deutschland erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?, was gilt.

SpiceJet im indischen Markt

Der indische Inlandsmarkt wird von IndiGo und der Air-India-Gruppe mit Air India Express dominiert. Dazu kommt der Neuling Akasa Air, der ebenfalls auf die 737 MAX setzt. SpiceJet war einmal die klare Nummer zwei unter den Billigfliegern, hat durch die Krisen aber deutlich Marktanteile verloren. Wie das Low-Cost-Modell grundsätzlich funktioniert, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.

Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Während IndiGo mit Hunderten fast identischen Airbus-Jets fliegt, ist bei SpiceJet jede Sichtung ein kleines Puzzleteil einer Flotte, die sich ständig verändert.

Häufige Verwechslungen

  • SG für Singapur halten – der IATA-Code SG gehört zu SpiceJet, nicht zu einer Airline aus Singapur.
  • Q400 als ATR notieren – beide haben ein T-Leitwerk, aber bei der Q400 verschwindet das Hauptfahrwerk in den Triebwerksgondeln, bei der ATR in Verkleidungen am Rumpf. Die Q400 ist außerdem länger und schlanker.
  • Winglets als einziges MAX-Merkmal nehmen – die Triebwerke sind das sicherere Unterscheidungsmerkmal zwischen 737-800 und MAX 8.
  • Alte Flottenlisten für aktuell halten – viele Flugzeuge sind abgestellt, verleast oder bereits zurückgegeben.
  • Jedes rote Leitwerk für SpiceJet halten – erst das Punkte-Muster und das VT-Kennzeichen machen die Zuordnung sicher.
  • Wet-Lease-Flugzeuge als SpiceJet-Eigentum notieren – gemietete Maschinen fliegen für SpiceJet, tragen aber oft fremde Kennzeichen und Bemalungen. Wie du Misch- und Übergangslackierungen einordnest, zeigt der Guide zu Hybrid-Liveries.

SpiceJet im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen, die Q400 oder die 737 MAX 8 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

SpiceJet ist eine Airline mit zwei Gesichtern: rote 737 auf den großen Strecken, Q400-Turboprops in den Regionen – und dahinter eine bewegte Geschichte aus Krisen, Rettungen und Leasing. Wer Kennzeichen, Gewürznamen und die 737-Generation mitnotiert, hält nicht nur eine Sichtung fest, sondern ein Stück einer Flotte, die sich in den nächsten Jahren weiter verändern wird.

Kurzfazit

SpiceJet (IATA SG, ICAO SEJ) ist eine indische Low-Cost-Airline mit Boeing 737 und Dash 8 Q400. Das rote Leitwerk mit den weißen Punkten zeigt die Marke, das VT-Kennzeichen und der Gewürzname machen die Sichtung eindeutig.

Zusammenfassung

  • SpiceJet erkennst du am roten Leitwerk mit dem weißen Punkte-Logo und am Mix aus Boeing 737 und Dash 8 Q400.
  • Spotter-Wert hat vor allem die Q400: Kaum eine andere große Airline Asiens setzt den Turboprop von De Havilland Canada so stark ein.
  • Bei den 737 lohnt der Blick auf die Generation – vom älteren 737-700 bis zur 737 MAX 8 ist alles vertreten.
  • Die Zahl der aktiven Flugzeuge schwankt stark; prüf vor jeder Planung aktuelle Flottendaten statt älterer Übersichten.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat SpiceJet?

Der IATA-Code von SpiceJet ist SG, der ICAO-Code SEJ. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SPICEJET“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist SEJ plus Flugnummer, auf der Anzeigetafel dagegen SG.

Gehört SpiceJet zu einer Allianz?

Nein. SpiceJet ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen über einzelne Codeshare-Abkommen, etwa mit Emirates.

Welche Flugzeuge fliegt SpiceJet?

Den Kern bilden Boeing 737 in den Versionen 737-700, 737-800, 737-900ER und 737 MAX 8. Dazu kommt die Dash 8-400 (Q400) von De Havilland Canada für Regionalflüge. Die Frachtsparte SpiceXpress hat umgebaute 737-Frachter im Bestand. Wie viele Flugzeuge tatsächlich fliegen, schwankt stark, weil viele Maschinen abgestellt sind.

Was ist SpiceXpress?

SpiceXpress ist die Frachtsparte von SpiceJet, die 2018 an den Start ging. Sie nutzt umgebaute Boeing-737-Frachter. SpiceJet war 2019 nach eigenen Angaben die erste Airline in Südasien mit einer zum Frachter umgebauten 737-800 (BCF).

Wo hat SpiceJet ihre Basen?

Die wichtigsten Basen sind Delhi und Hyderabad. Hyderabad ist der Schwerpunkt für die Q400-Flotte. Dazu kommen Flüge ab weiteren großen indischen Städten wie Mumbai.

Warum stehen so viele SpiceJet-Flugzeuge am Boden?

SpiceJet kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen. Das Flugverbot für die 737 MAX ab 2019, die Corona-Pandemie und Streitigkeiten mit Leasinggebern haben dazu geführt, dass ein großer Teil der registrierten Flugzeuge abgestellt ist. 2024 hat die Airline neues Kapital aufgenommen, um den Betrieb zu stabilisieren.

Kann ich SpiceJet in Europa sehen?

Im regulären Liniendienst kaum. SpiceJet fliegt vor allem innerhalb Indiens und in die Golfregion. Einzelne 737-800 mit indischer Vorgeschichte waren aber zeitweise an europäische Airlines verleast und tauchen dann mit deren Flugnummern auf. Ein Blick auf die Kennzeichenhistorie lohnt sich.

Darf ich SpiceJet in Indien am Flughafen fotografieren?

Vorsicht: Flughäfen gelten in Indien als sensible Orte, und Kameras an Zäunen werden schnell missverstanden. Ein offizielles Spotter-Programm gibt es nicht. Sicherer sind Fotos vom Fensterplatz oder auf offiziellen Veranstaltungen. Details findest du im Guide zum Spotten in Indien.

SpiceJet im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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