Das Wichtigste in Kürze
- IndiGo ist die größte Airline Indiens und hatte im August 2025 rund 64 Prozent Anteil am Inlandsmarkt.
- Codes: IATA 6E, ICAO IGO, Rufzeichen „IFLY“.
- Die Flotte ist fast reine Airbus-A320neo-Familie – IndiGo betreibt die größte A321neo-Flotte der Welt.
- Die Bestellung über 500 Airbus-Jets aus dem Juni 2023 galt bei ihrer Bekanntgabe als größte Einzelbestellung der Verkehrsluftfahrt.
- Langstrecke im Umbruch: Geleaste Boeing 787 und 777 waren der Einstieg, ab 2027 sind eigene A350-900 vorgesehen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | 6E |
|---|---|
| ICAO-Code | IGO |
| Rufzeichen | IFLY |
| Drehkreuze | DEL, BOM, BLR |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit dichtem Inlandsnetz und wachsendem internationalem Verkehr |
| Sitz | Gurgaon (Gurugram), Bundesstaat Haryana, Indien |
| Gegründet | 2005 von Rahul Bhatia (InterGlobe) und Rakesh Gangwal, erster Flug am 4. August 2006 |
| Konzern | InterGlobe Aviation, börsennotiert seit 2015 |
| Wichtigstes Drehkreuz | Delhi (DEL), dazu große Basen u. a. in Mumbai (BOM), Bengaluru (BLR), Hyderabad, Chennai und Kolkata |
| Allianz | keine, aber zahlreiche Codeshare-Partner |
| Flotte (Stand Juli 2026) | rund 425 Flugzeuge, überwiegend Airbus A320neo und A321neo, dazu ATR 72-600 und A321-Frachter |
| Bestellungen | 500 Flugzeuge der A320neo-Familie (2023) sowie A350-900 mit Auslieferungen ab 2027 |
| Markenzeichen | Indigoblaues Leitwerk und indigofarbene Rumpfunterseite mit hellblauen Akzenten |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich IndiGo?
- Indigoblaues Leitwerk und eine indigofarbene Rumpfunterseite, die bis zum Heck reicht
- Hellblaue Akzente an Rumpf und Leitwerk, dazu der Schriftzug „IndiGo“ mit großem G
- Triebwerke und Sharklets sind ebenfalls indigoblau lackiert
- Fast immer ein Airbus A320neo oder A321neo – auf Kurzstrecken in Indien auch ATR 72-600
- Indisches Kennzeichen mit VT-; bei IndiGo beginnen viele Registrierungen mit VT-I
- Flugnummer mit 6E, auf dem Tracker als IGO mit Rufzeichen „IFLY“
Wenn du in Europa spottest, ist IndiGo eine echte Rarität – dabei ist sie gemessen an der Flotte eine der größten Airlines der Welt. In Indien fliegt sie mehr als jede andere Gesellschaft, mit Hunderten fast identischer Airbus-Jets. Für dich als Spotter wird IndiGo dort spannend, wo das einheitliche Bild aufbricht: bei geleasten Großraumjets, bei der Langstrecken-A321 und ab 2027 bei der A350. Diese Seite zeigt dir, wie du IndiGo sicher erkennst und wo du sie überhaupt zu sehen bekommst.
Die seltene 6E im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und setzt Airlines, die dir noch fehlen, auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
IndiGo im Überblick
IndiGo ist eine indische Low-Cost-Airline mit Sitz in Gurgaon (Gurugram) bei Delhi. Hinter der Marke steht die börsennotierte InterGlobe Aviation. Gegründet wurde das Unternehmen 2005 von Rahul Bhatia, dessen Firmengruppe InterGlobe den Großteil der Anteile hielt, und dem früheren US-Airline-Manager Rakesh Gangwal. Noch vor dem ersten Flug bestellte IndiGo im Juni 2005 fest 100 Airbus A320 – ein ungewöhnlich mutiger Start für eine Airline ohne ein einziges Flugzeug.
Das erste Flugzeug kam im Juli 2006, am 4. August 2006 ging der erste Linienflug von Delhi über Guwahati nach Imphal. Danach wuchs IndiGo in einem Tempo, das in der Luftfahrt selten ist: Schon 2012 war sie die größte Airline Indiens, im August 2025 lag ihr Anteil am Inlandsmarkt bei rund 64 Prozent. 2023 beförderte sie erstmals mehr als 100 Millionen Fluggäste in einem Kalenderjahr.
Das Rezept ähnelt dem anderer erfolgreicher Low-Cost-Airlines wie Ryanair: eine einheitliche Flotte, hohe Auslastung, kurze Bodenzeiten und ein dichtes Netz. Ende 2025 flog IndiGo rund 137 Ziele an, davon etwa 94 im Inland, mit mehr als 2.700 Flügen pro Tag. Der erste internationale Flug ging am 1. September 2011 von Delhi nach Dubai.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 6E: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket. Die Kombination aus Ziffer und Buchstabe ist bei IATA-Codes erlaubt und hat keine besondere Bedeutung.
- ICAO-Code IGO: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen IFLY: so meldet sich die Besatzung im Funk – nicht „IndiGo“.
Gerade das Rufzeichen überrascht beim Mithören oft. Wer im Funk „IFLY“ hört, hat eine IndiGo am Haken. Mehr zur Systematik hinter den beiden Codearten liest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker richtig lesen
Fliegt eine Maschine mit 6E-Flugnummer, aber mit anderem ICAO-Code oder fremdem Kennzeichen, steckt meist ein Wet-Lease dahinter. Genau diese Flüge sind für Spotter die interessantesten. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: Airbus fast überall
Im Juli 2026 umfasste die IndiGo-Flotte rund 425 Flugzeuge. Das Bild ist ähnlich einheitlich wie bei europäischen Low-Cost-Airlines, nur eben mit Airbus statt Boeing:
| Typ | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A320neo | Rückgrat auf Inlands- und Regionalstrecken | Der Klassiker, große neo-Triebwerke und Sharklets |
| Airbus A321neo | Dichte Strecken und Auslandsziele | Mehr als 160 Exemplare – die größte A321neo-Flotte der Welt |
| Airbus A321XLR | Lange Schmalrumpf-Strecken | Bestellt im Paket von 2019; sieht der A321neo sehr ähnlich |
| ATR 72-600 | Kürzere Inlandsstrecken, kleine Flughäfen | Turboprop in IndiGo-Farben, in Europa praktisch nie zu sehen |
| Airbus A321 Frachter | IndiGo CarGo | Drei umgebaute Maschinen ohne Passagierfenster |
| Airbus A350-900 | Eigene Langstrecke | Auslieferungen ab 2027 vorgesehen |
Die A320neo war das Flugzeug, mit dem IndiGo groß wurde; die frühen A320 der ersten Generation hat die Airline nach und nach ersetzt. Inzwischen verschiebt sich der Schwerpunkt zur längeren A321neo, weil mehr Sitze pro Start auf überfüllten indischen Flughäfen besonders viel bringen. Für die Inlandsverbindungen zu kleineren Städten setzt IndiGo die ATR 72-600 von ATR ein.
Die Rekordbestellungen
IndiGo ist einer der wichtigsten Kunden von Airbus. Die Bestellungen der vergangenen Jahre zeigen, wie groß die Pläne sind:
- August 2015: 250 Flugzeuge der A320neo-Familie
- Oktober 2019: 300 Flugzeuge der A320neo-Familie, darunter A321XLR
- Juni 2023: 500 Flugzeuge der A320neo-Familie – bei Bekanntgabe die größte Einzelbestellung der Verkehrsluftfahrt
- April 2024: 30 A350-900 mit Optionen auf weitere 70; inzwischen stehen 60 A350-900 in den Auftragsbüchern
Damit ist klar: Auch wenn die Flotte schon heute riesig ist, wird sie in den kommenden Jahren weiter wachsen – und neben der A320neo-Familie mit der A350 erstmals einen eigenen Großraumtyp bekommen.
Auf eine IndiGo in Europa warten?
Leg einen Sichtungs-Alarm für IndiGo oder ein bestimmtes Kennzeichen an und lass dich benachrichtigen, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Der Weg auf die Langstrecke: Wet-Lease statt eigener Jets
Lange war IndiGo eine reine Schmalrumpf-Airline. Für Ziele außerhalb der Reichweite einer A321 fehlten eigene Großraumflugzeuge – also mietete die Airline sie samt Crew. Was ein Wet-Lease genau ist, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt.
Turkish Airlines, ab 2023: Im Februar 2023 startete IndiGo mit einer geleasten Boeing 777-300ER von Turkish Airlines in den Großraumbetrieb. Zwei dieser 777 flogen zwischen Delhi bzw. Mumbai und dem Flughafen Istanbul.
Norse Atlantic, ab 2025: Am 1. März 2025 folgte der erste Flug mit einer Boeing 787-9 von Norse Atlantic Airways. Bis zu sechs Dreamliner flogen für IndiGo nach Europa, unter anderem nach Amsterdam und Manchester. Im Juli 2026 haben beide Seiten die Zusammenarbeit allerdings komplett beendet; laut Branchenberichten gab IndiGo dabei die Großraum-Operationen mit geleasten Jets vorerst auf.
Weitere Wet-Leases: Um Engpässe zu überbrücken, nutzte IndiGo zeitweise auch Boeing 737 MAX von Qatar Airways und Corendon sowie A320 von Smartlynx und Freebird. Solche Maschinen tragen fremde Kennzeichen und oft eine fremde Bemalung – ein Fall für genaues Hinschauen.
Flugnummer prüfen
6E in der Flugnummer heißt: Der Flug wird unter IndiGo verkauft.
ICAO-Code abgleichen
Zeigt der Tracker nicht IGO, fliegt eine andere Gesellschaft im Auftrag.
Kennzeichen lesen
VT- steht für Indien. Ein anderes Präfix verrät das Herkunftsland der Leasingmaschine.
Sauber notieren
Halte Betreiber, Kennzeichen und Bemalung getrennt fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.
Die A350-Bestellung
Mit der A350 bekommt IndiGo erstmals eigene Großraumflugzeuge. Die erste Bestellung über 30 A350-900 gab die Airline im April 2024 bekannt, inzwischen stehen 60 Maschinen in den Auftragsbüchern. Die Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt die Langstrecke ein Übergangsprojekt.
Für Spotter ist das eine spannende Perspektive: Eine A350 in IndiGo-Farben wird eine völlig neue Sichtung sein. Den Unterschied zum Dreamliner erkennst du vor allem an der dunklen Maske rund um die Cockpitfenster und an den gebogenen Flügelspitzen – Details dazu im Guide A350 oder Boeing 787?.
Woran du IndiGo erkennst
Die Bemalung ist eine der markantesten in Asien. Statt eines weißen Rumpfs mit buntem Leitwerk setzt IndiGo auf eine indigoblaue Unterseite, die sich vom Bauch bis ins Heck zieht, kombiniert mit hellblauen Akzenten an Rumpf und Leitwerk. Triebwerke und Sharklets sind ebenfalls indigoblau. Der Schriftzug „IndiGo“ steht auf dem hellen Oberrumpf.
Am Boden siehst du IndiGo-Maschinen in Indien häufig auf Außenpositionen, mit kurzen Wendezeiten zwischen den Umläufen. Wichtig für die Zuordnung: Indische Flugzeuge tragen das Präfix VT-, bei IndiGo beginnen viele Kennzeichen mit VT-I. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt Flugzeugkennzeichen verstehen.
Das spricht für die A321neo
- Deutlich längerer Rumpf
- Zusätzliche Türen vor dem Flügel, je nach Version auch dahinter
- Auf Trackern als A21N geführt
Das spricht für die A320neo
- Kürzerer, kompakter Rumpf
- Nur die Notausgänge direkt über dem Flügel
- Auf Trackern als A20N geführt
Die A321XLR sieht der A321neo von außen zum Verwechseln ähnlich, und auch auf vielen Trackern läuft sie unter demselben ICAO-Typcode A21N. Sicher wird die Zuordnung erst über das Kennzeichen und eine aktuelle Flottenliste. Mehr dazu in A318 bis A321 sicher auseinanderhalten und A320neo oder ceo?.
Achtung Verwechslung
Die indische Konkurrenz Akasa Air fliegt Boeing 737 MAX in Orange, Air India und Air India Express haben eigene Farben. Eine A320neo mit indigoblauer Unterseite ist dagegen praktisch immer IndiGo – es sei denn, das Kennzeichen sagt etwas anderes.
IndiGo in Europa spotten
In Europa bleibt IndiGo eine Sichtung mit Seltenheitswert. Das Netz war 2025 und 2026 ständig in Bewegung: Neben Istanbul gehörten Amsterdam, Athen und London-Heathrow zu den europäischen Zielen, Manchester und Kopenhagen wurden wieder gestrichen. London-Heathrow endet laut aktuellen Streckenübersichten am 25. Oktober 2026. Für Athen hat IndiGo laut Branchenberichten die A321XLR eingeplant – prüf vor dem Spotten, welches Muster tatsächlich fliegt.
Die besten Chancen hast du daher in Amsterdam und Istanbul. In Schiphol lohnen sich die Panoramaterras und die Spotterplaats an der Polderbaan; einen Überblick über alle Plätze gibt der Planespotting-Guide für Schiphol. In Istanbul hilft dir der Planespotting-Guide Istanbul.
Gute Chancen auf IndiGo, wenn …
- im aktuellen Flugplan deines Flughafens 6E-Flüge stehen
- du in Istanbul oder Amsterdam spottest
- du die Ankunftszeit vorher auf einem Tracker prüfst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Spotterberichten aus 2025 planst – viele Strecken haben sich geändert
- ein Flug früher mit Wet-Lease-Maschine bedient wurde
Eher kein IndiGo-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen spottest – reguläre IndiGo-Flüge nach Deutschland gibt es derzeit nicht
Wer IndiGo in großer Zahl sehen will, muss nach Indien. Am Flughafen Delhi, dem wichtigsten Drehkreuz, gehören IndiGo-Maschinen zum Dauerprogramm. Beachte dort die lokalen Regeln: In Indien wird Fotografieren an Flughäfen strenger gesehen als in Mitteleuropa – informier dich vorher, etwa im Artikel Planespotting in Indien, und fotografiere nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was in Deutschland rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Partner statt Allianz
IndiGo gehört keiner der großen Allianzen an. Stattdessen setzt die Airline auf Codeshares: Partner sind unter anderem Turkish Airlines (seit 2019), American Airlines, Air France, British Airways, Virgin Atlantic, Qatar Airways, Qantas, Japan Airlines, Malaysia Airlines und Aegean. Für Passagiere bedeutet das Umsteigeverbindungen mit einem Ticket, für dich als Spotter vor allem eines: Eine 6E-Flugnummer kann auch auf einem Flug einer Partner-Airline stehen. Wie das funktioniert, erklärt Codeshare-Flüge erklärt.
Im indischen Markt konkurriert IndiGo vor allem mit der Air-India-Gruppe, mit Akasa Air und mit SpiceJet. Gemessen an Flotte und Marktanteil liegt IndiGo dabei klar vorn.
Turbulente Zeiten 2025 und 2026
Ganz reibungslos lief das Wachstum zuletzt nicht. Ab dem 2. Dezember 2025 musste IndiGo innerhalb von rund zehn Tagen fast 4.500 Flüge streichen, weil die Dienstpläne nicht rechtzeitig an neue Ruhezeitregeln der indischen Luftfahrtbehörde DGCA angepasst waren. Im März 2026 folgte ein Wechsel an der Unternehmensspitze, im Juli 2026 das Ende der Norse-Kooperation. Für Spotter heißt das vor allem: Flugpläne und Einsätze bei IndiGo ändern sich derzeit häufiger als gewohnt.
Häufige Verwechslungen
- 6E für einen Tippfehler halten – Ziffer plus Buchstabe ist ein gültiger IATA-Code und gehört zu IndiGo.
- Im Funk auf „IndiGo“ warten – das Rufzeichen ist „IFLY“.
- Eine Norse-787 als IndiGo-Flugzeug notieren – die Dreamliner gehörten Norse und trugen deren Kennzeichen; IndiGo war nur Auftraggeber.
- A321XLR als normale A321neo verbuchen – von außen kaum zu unterscheiden, das Kennzeichen und die Flottenliste geben den Ausschlag.
- IndiGo mit Indigo Partners verwechseln – die US-Investmentgesellschaft hinter Airlines wie JetSMART hat mit der indischen Airline nichts zu tun.
- Alte Streckeninfos übernehmen – Manchester und Kopenhagen sind nicht mehr im Netz.
IndiGo im Blick behalten
Beobachte IndiGo, die A321XLR oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
IndiGo ist die Airline, die den indischen Himmel prägt und in Europa nur selten auftaucht. Hinter der einheitlichen Airbus-Flotte stecken eine Rekordbestellung über 500 Jets, ein schwieriger Weg auf die Langstrecke mit geleasten 777 und 787 und eine A350-Zukunft ab 2027. Wer IndiGo in Europa erwischt, sollte Kennzeichen, Typ und ICAO-Code genau notieren – das macht aus einer seltenen Sichtung einen sauberen Eintrag.
Kurzfazit
IndiGo (IATA 6E, ICAO IGO, Rufzeichen „IFLY“) ist Indiens größte Airline mit einer fast reinen A320neo-Familie. Die indigoblaue Unterseite verrät die Airline, Kennzeichen und Tracker zeigen, ob wirklich IndiGo fliegt.
Zusammenfassung
- IndiGo erkennst du an der indigoblauen Unterseite, die vom Bauch bis ins Leitwerk läuft, und an der fast einheitlichen Airbus-Flotte.
- In Europa ist IndiGo selten: Die Airline fliegt nur wenige Ziele an, das Angebot hat sich 2025 und 2026 mehrfach verändert.
- Die spannenden Sichtungen sind Wet-Lease-Maschinen, die A321XLR und ab 2027 die A350 – Kennzeichen und Tracker zeigen dir, wer wirklich fliegt.
- Zwischen A320neo und A321neo unterscheidest du über Rumpflänge und die Anordnung der Türen über dem Flügel.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat IndiGo?
Der IATA-Code von IndiGo ist 6E, der ICAO-Code IGO. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „IFLY“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb oft IGO statt 6E.
Gehört IndiGo zu einer Allianz?
Nein. IndiGo ist weder in der Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Stattdessen arbeitet die Airline über Codeshares mit Partnern wie Turkish Airlines, Air France, British Airways, Virgin Atlantic, American Airlines, Qatar Airways oder Aegean zusammen.
Welche Flugzeuge fliegt IndiGo?
Den Großteil der rund 425 Flugzeuge (Stand Juli 2026) stellen Airbus A320neo und A321neo. Dazu kommen ATR 72-600 für kürzere Inlandsstrecken und drei A321-Frachter der Tochter IndiGo CarGo. Für die Langstrecke hat IndiGo Airbus A350-900 bestellt, die ab 2027 kommen sollen.
Wie groß ist die Airbus-Bestellung von IndiGo?
Im Juni 2023 bestellte IndiGo 500 Flugzeuge der A320neo-Familie – damals die größte Einzelbestellung in der Geschichte der Verkehrsluftfahrt. Schon 2015 (250 Flugzeuge) und 2019 (300 Flugzeuge, darunter A321XLR) hatte die Airline Großaufträge erteilt.
Fliegt IndiGo nach Europa?
Ja, aber nur zu wenigen Zielen. Im Netz standen 2025 und 2026 unter anderem Amsterdam, Athen, Istanbul und London; Manchester und Kopenhagen wurden wieder eingestellt, London-Heathrow endet laut Streckenübersichten Ende Oktober 2026. Prüf vor dem Spotten unbedingt den aktuellen Flugplan.
Warum flog IndiGo mit Boeing 787 und 777?
IndiGo hat noch keine eigenen Großraumflugzeuge. Für den Einstieg in die Langstrecke mietete die Airline Flugzeuge samt Crew: zwei Boeing 777-300ER von Turkish Airlines für Flüge nach Istanbul und ab 2025 Boeing 787-9 von Norse Atlantic. Die Norse-Kooperation wurde im Juli 2026 beendet.
Wie unterscheide ich A320neo und A321neo bei IndiGo?
Die A321neo ist deutlich länger. Am sichersten erkennst du sie an den Türen: Die A321neo hat zusätzliche Türen vor dem Flügel (je nach Kabinenversion auch dahinter), die A320neo nur die Overwing-Exits über dem Flügel. Beide haben die großen neo-Triebwerke und Sharklets.
Was ist IndiGo Stretch?
IndiGo Stretch ist das Angebot mit Business-Sitzen, das die Airline im November 2024 auf ausgewählten Strecken eingeführt hat. Für Spotter ändert sich von außen nichts – die Maschinen tragen die normale IndiGo-Bemalung.
IndiGo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321XLR
Ein Schmalrumpfjet über den Atlantik: Die A321XLR ist die Extra-Long-Range-Version der A321neo mit festem Hecktank. Was sie kann, wer sie fliegt und wie du sie bestimmst.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
Weitere Airlines
Air India
Indiens Flag Carrier gehört seit 2022 wieder zur Tata-Gruppe, hat 2024 Vistara übernommen und baut die Flotte mit A350, 787 und A320neo-Familie radikal um – mit neuer Bemalung und vielen Übergangs-Liveries.
Low-CostAkasa Air
Indiens jüngste große Low-Cost-Airline: Start im August 2022, ausschließlich Boeing 737 MAX, orange Heckpartie mit violettem Schriftzug und eine Bestellung über 226 Flugzeuge.
Low-CostSpiceJet
Indiens rot-weiße Low-Cost-Airline: Boeing 737 auf den Hauptstrecken, Dash 8 Q400 für Regionalflüge, eine eigene Frachtsparte – und eine Flotte, in der viele Flugzeuge abgestellt sind.
Low-CostAir India Express
Die Low-Cost-Airline der Air-India-Gruppe: gemischte Flotte aus Boeing 737 und Airbus A320, Wachstum mit der 737-8, starke Golf-Verbindungen und eine auffällige orange-türkise Bemalung seit 2023.
NetzwerkTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
Low-CostNorse Atlantic Airways
Norwegische Langstrecken-Low-Cost-Airline mit reiner Boeing-787-9-Flotte: 2022 gestartet, mit Basen in Oslo und London-Gatwick – und inzwischen stark im Wet-Lease-Geschäft für andere Airlines unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen Delhi Indira Gandhi International
Indiens verkehrsreichster Flughafen: Indira Gandhi International in Delhi hat vier Start- und Landebahnen, Indiens ersten erhöhten Rollweg und ist Heimat von Air India und einer der größten Basen von IndiGo. Für Spotter ein Fest aus A320neo, 787 und A350 – mit Regeln, die du vorher kennen musst.
Wo du IndiGo vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
BesucherterrassePanoramaterras am Flughafen Amsterdam Schiphol
Die kostenlose Dachterrasse über dem Terminal von Schiphol ist der Spot für Vorfeld, Gates und lesbare Kennzeichen: ohne Sicherheitskontrolle, ohne Glas vor der Linse, mit einer ausgemusterten Fokker 100 der KLM als Bonus – und nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt.
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