Das Wichtigste in Kürze
- OpenSkies war eine französische Premium-Airline von British Airways mit Basis in Paris-Orly. Unter eigener Marke flog sie von 2008 bis 2018.
- Codes: IATA EC (ab Mai 2018 LV), ICAO BOS, Rufzeichen „MISTRAL“.
- Kleine Flotte, große Bühne: Meist flogen nur eine Handvoll Boeing 757-200 über den Atlantik, ab 2016 ergänzt um eine Boeing 767-300ER.
- Der Name ist Programm: Erst das Open-Skies-Abkommen von 2008 erlaubte BA Flüge von Paris direkt in die USA.
- Übergang zu Level: Ab Juli 2018 flog die Gesellschaft Airbus A330-200 für die IAG-Marke Level, bevor IAG im Juli 2020 das Ende verkündete.
Inhaltsverzeichnis
- 1.OpenSkies im Überblick
- 2.Wie OpenSkies entstand
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Strecken: Paris–New York und ein paar Experimente
- 5.Die Flotte: Boeing 757 und eine 767
- 6.Kabine und Produkt
- 7.Partner: oneworld und Joint Venture
- 8.Das Ende: Von OpenSkies zu Level
- 9.Woran du OpenSkies auf Fotos erkennst
- 10.Verwandte Airlines und Nachfolger
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | EC |
|---|---|
| ICAO-Code | BOS |
| Rufzeichen | MISTRAL |
| Drehkreuze | ORY |
| Allianz | oneworld |
| Status | Historisch – letzter Flug unter der Marke OpenSkies am 2. September 2018; danach flog die Gesellschaft für Level, im Juli 2020 kündigte IAG das endgültige Aus an |
| Geschäftsmodell | Transatlantische Premium-Airline mit Schwerpunkt Business Class, zeitweise mit Premium Economy und Economy |
| Gründung | 2008 durch British Airways nach dem Open-Skies-Abkommen zwischen EU und USA; erster Flug am 19. Juni 2008 |
| Konzern | Tochter von British Airways, später Teil der International Airlines Group (IAG) |
| Sitz | Rungis bei Paris |
| Basis | Paris-Orly (ORY) |
| Ziele | New York JFK und Newark, zeitweise Washington Dulles sowie Amsterdam–New York |
| Flotte unter eigener Marke | Boeing 757-200, ab 2016 zusätzlich eine dreiklassige Boeing 767-300ER von British Airways |
| Übernahme | L'Avion (Elysair), 2008 von British Airways gekauft und im April 2009 in OpenSkies eingegliedert |
| Allianz | oneworld-Affiliate ab 1. Dezember 2012 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich OpenSkies?
- Fast immer eine Boeing 757-200 – schmaler, langer Rumpf und hohes Fahrwerk
- Ab 2016 zusätzlich eine Boeing 767-300ER als Großraumflugzeug mit zwei Gängen
- Eigene Bemalung mit Schriftzug „OPENSKIES“ – keine British-Airways-Farben, obwohl die Airline zu BA gehörte
- Fast nur an wenigen Orten zu sehen: Paris-Orly, New York (JFK oder Newark), zeitweise Washington Dulles und kurz auch Amsterdam
- Auf Trackern und im Funk: ICAO-Code BOS und Rufzeichen MISTRAL
- Heute nur noch auf Archivfotos zu finden – die Marke OpenSkies fliegt seit September 2018 nicht mehr
Es gab Jahre, in denen du in Paris-Orly zwischen all den Airbus-Jets der Kurz- und Mittelstrecke plötzlich eine schlanke Boeing 757 mit dem Schriftzug „OPENSKIES“ entdeckt hast – unterwegs nach New York, mit kaum mehr als hundert Sitzen an Bord. OpenSkies war eine der ungewöhnlichsten Airlines Europas: eine französische Gesellschaft, die British Airways gehörte, fast nur Business-Reisende transportierte und nie mehr als eine Handvoll Flugzeuge hatte. Hier erfährst du, wie es dazu kam, welche Flugzeuge die Airline flog und woran du sie auf alten Fotos erkennst.
Historische Airline
Die Marke OpenSkies ist seit September 2018 vom Himmel verschwunden. Die Gesellschaft flog danach noch für Level, bis IAG im Juli 2020 das endgültige Aus verkündete. Alle Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die historische Airline.
OpenSkies im Überblick
OpenSkies war eine französische Premium-Airline mit Basis am Flughafen Paris-Orly und Sitz in Rungis südlich von Paris. Eigentümer war British Airways, später eingebettet in die International Airlines Group, zu der auch Iberia und Vueling gehören.
Das Konzept war von Anfang an schmal geschnitten: Langstrecke über den Nordatlantik, wenige Flugzeuge, ein starker Fokus auf Geschäftsreisende. Statt mit großen Großraumjets ganze Netze aufzubauen, setzte OpenSkies auf die Boeing 757 – ein Schmalrumpfflugzeug mit genug Reichweite für Paris–New York, aber mit überschaubarer Sitzzahl. So ließ sich eine Strecke auch mit vergleichsweise wenigen zahlungskräftigen Passagieren pro Flug betreiben.
Wie OpenSkies entstand
Der Schlüssel war ein Vertrag: Im März 2008 trat das Open-Skies-Abkommen zwischen der Europäischen Union und den USA in Kraft. Bis dahin durften europäische Airlines im Wesentlichen nur aus ihrem eigenen Land in die USA fliegen. Nun konnte jede EU-Airline von jedem EU-Flughafen aus Ziele in den USA anfliegen. British Airways nutzte die neue Freiheit schnell – intern lief das Vorhaben zunächst unter dem Namen „Project Lauren“, als Gesellschaft dann unter BA European Limited, nach außen unter dem Namen, der direkt auf das Abkommen anspielt: OpenSkies.
Der erste Flug ging am 19. Juni 2008 mit einer Boeing 757-200, die BA aus der eigenen Flotte abgegeben hatte – zwischen Paris-Orly und New York JFK. Ursprünglich dachte BA sogar größer: Im Gespräch waren weitere Verbindungen nach New York aus anderen europäischen Städten wie Mailand, Frankfurt, Brüssel, Madrid oder Rom und eine Flotte von sechs 757. Umgesetzt wurde davon nur ein kleiner Teil.
Die Übernahme von L’Avion
Fast zeitgleich kaufte British Airways im Sommer 2008 die französische Business-Airline L’Avion für 54 Millionen Pfund. L’Avion – offiziell Elysair – war 2006 gegründet worden und flog seit dem 3. Januar 2007 mit zwei Boeing 757-200 ausschließlich in Business Class zwischen Orly und dem Flughafen Newark. Damit bekam OpenSkies auf einen Schlag eine zweite New-Yorker Destination, eingespielte Abläufe in Orly und zusätzliche Flugzeuge. Im April 2009 ging L’Avion vollständig in OpenSkies auf.
Aus dem britischen Projekt wurde so nach und nach eine französische Airline: Statt mit einem britischen Betriebszeugnis flog OpenSkies später mit französischer Zulassung, die Verwaltung saß im Großraum Paris.
Archivfotos sauber einsortieren
Mit Planetrack legst du Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen an – so findet auch die 757 von OpenSkies aus deinem Archiv ihren Platz im Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code EC: stand in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln. Im Mai 2018 wechselte die Gesellschaft auf LV – den Code, der zur neuen Marke Level passte.
- ICAO-Code BOS: erschien im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen MISTRAL: so meldete sich die Crew im Funk – ein Name, der an den kräftigen Nordwind im Rhônetal erinnert.
Der ICAO-Code BOS führt Einsteiger gern in die Irre, weil er an den IATA-Code des Flughafens Boston erinnert. Mit Boston hatte OpenSkies aber nichts zu tun. Warum Airline- und Flughafencodes sich so leicht verwechseln lassen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.
Strecken: Paris–New York und ein paar Experimente
Das Netz von OpenSkies war winzig, aber bewegt. Im Kern ging es immer um eine Verbindung: Paris-Orly–New York.
| Strecke | Zeitraum | Hinweis |
|---|---|---|
| Paris-Orly – New York JFK | Juni 2008 bis Januar 2010, ab März 2013 wieder | Erste Strecke; dazwischen alle New-York-Flüge über Newark |
| Paris-Orly – Newark | ab 2009 (über L’Avion schon ab 2007) | Bis zum letzten Flug unter eigener Marke im September 2018 |
| Amsterdam – New York JFK | Oktober 2008 bis August 2009 | Aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt |
| Paris-Orly – Washington Dulles | Mai 2010 bis Oktober 2011 | Wieder aufgegeben |
Der Flughafen New York JFK war die erste Destination. Nach der Übernahme von L’Avion bündelte OpenSkies die New-York-Flüge ab Januar 2010 zunächst in Newark, 2013 kam JFK als zusätzliches Ziel zurück. Der Abstecher nach Amsterdam blieb ein kurzes Kapitel, ebenso die Verbindung zum Flughafen Washington Dulles.
In Orly zog OpenSkies im Juli 2012 vom Südterminal ins Westterminal um, wo auch British Airways und Iberia abgefertigt wurden.
Die Flotte: Boeing 757 und eine 767
Die Flotte ist der Grund, warum OpenSkies für Spotter so reizvoll war. Es gab nie viele Flugzeuge, und jedes einzelne fiel auf.
| Typ | Zeitraum | Herkunft | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 757-200 | 2008–2018 | British Airways und L’Avion | Das Rückgrat der Airline; schmaler, langer Rumpf |
| Boeing 767-300ER | 2016–2018 | British Airways | Dreiklassig, ab August 2016 auf Newark–Orly, zugleich Reserve |
| Airbus A330-200 | ab 2018 | für die Marke Level | In Level-Farben, nicht als OpenSkies unterwegs |
Die Boeing 757-200 war für das Konzept wie gemacht: genug Reichweite für den Nordatlantik, aber deutlich weniger Sitze als ein Großraumflugzeug. Bei OpenSkies hatte sie nur rund hundert Plätze – bei British Airways saßen in einer 757 auf Kurzstrecken weit mehr Passagiere. Hersteller beider Boeing-Typen ist Boeing.
Im April 2016 kündigte OpenSkies eine Boeing 767-300ER von British Airways mit drei Klassen an. Sie flog ab August 2016 zwischen Newark und Orly und diente zugleich als Reserve, wenn eine 757 ausfiel. Als die Marke im September 2018 endete, standen noch eine 757-200 und die 767-300ER im Bestand. Beide wurden ausgeflottet; die 757 fand später bei Cabo Verde Airlines ein neues Zuhause.
757 oder 767?
Auf alten Fotos ist die Unterscheidung leicht: Die 757 ist ein Schmalrumpfflugzeug mit einem Gang und langem, schlankem Rumpf, die 767 ein Großraumflugzeug mit zwei Gängen und deutlich dickerem Rumpf. Alle Details findest du im Vergleich Boeing 757 und 767 unterscheiden.
Kabine und Produkt
OpenSkies probierte über die Jahre einiges aus – das macht die Airline auch für Kabinen-Nerds spannend. Zum Start gab es drei Klassen, die OpenSkies mit eigenen Namen versah: Biz für die Business Class, Prem+ für die Premium Economy und Eco für die Economy. Schon im Herbst 2008 fiel die Economy wieder weg, später unterschied OpenSkies zwei Varianten der Business Class mit liegefähigen Sitzen („BizBed“) und klassischen Sesseln („BizSeat“).
2012 kehrte die Airline zu drei Klassen zurück: Liegesitze in der Business Class, Prem Plus und wieder eine Economy. Für Business-Gäste auf den Nachtflügen gab es zeitweise einen „Sleeper Service“, der möglichst viel Schlaf über dem Atlantik ermöglichen sollte. Unterhaltung kam per ausgeteiltem Tablet statt per Bildschirm in der Sitzlehne.
Was für das Modell sprach
- Kleine Flugzeuge passten zu wenigen, aber gut zahlenden Gästen
- Orly liegt näher an der Pariser Innenstadt als Charles de Gaulle
- Rückendeckung durch British Airways und das oneworld-Umfeld
Was dagegen sprach
- Sehr kleine Flotte, kaum Spielraum bei Ausfällen
- Starke Konkurrenz von Air France und US-Airlines auf Paris–New York
- Business-Nachfrage schwankte stark, etwa nach der Finanzkrise 2008
Partner: oneworld und Joint Venture
Obwohl OpenSkies klein war, hing es eng am großen Netzwerk der Mutter. Ab dem 1. Dezember 2012 war die Airline Affiliate der Allianz oneworld. Vielflieger von British Airways konnten auf OpenSkies-Flügen Punkte sammeln, und die Flüge trugen zusätzlich Codes von British Airways, American Airlines und Iberia.
Wichtig war auch die Einbindung in das transatlantische Joint Venture von American Airlines, British Airways und Iberia. In so einem Joint Venture teilen die Partner auf dem Nordatlantik Umsätze und stimmen Flugpläne ab – wie das funktioniert, erklärt der Artikel zu transatlantischen Joint Ventures. Für OpenSkies hieß das: Gäste konnten in New York bequem auf das Netz von American umsteigen.
Das Ende: Von OpenSkies zu Level
Im November 2017 kündigte IAG an, seine Langstrecken-Billigmarke Level ab Juli 2018 auch in Paris-Orly zu stationieren – betrieben von ehemaligen OpenSkies-Mitarbeitern. Damit war das Schicksal der Marke besiegelt. Der letzte OpenSkies-Flug ging am 2. September 2018 mit der 767-300ER von Newark nach Orly.
Die Gesellschaft selbst lebte weiter: Mit ihrem Betriebszeugnis flog sie Airbus A330-200 in Level-Farben von Orly aus, unter anderem nach Newark, Montréal und in die französische Karibik. Im Juli 2020 verkündete IAG wegen der Corona-Krise das endgültige Aus; geplante Wiederaufnahmen der Flüge kamen nicht mehr zustande. Damit reiht sich OpenSkies in die Liste der verschwundenen Airlines ein, die du im Überblick Große Airline-Pleiten in Europa findest – auch wenn es hier eher eine Konzernentscheidung als eine klassische Pleite war.
Seltene Typen auf der Wunschliste
Die 757 wird auf der Passagierstrecke immer seltener. Setz sie auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du OpenSkies auf Fotos erkennst
Weil die Airline seit 2018 nicht mehr unter eigener Marke fliegt, begegnet dir OpenSkies heute vor allem in Fotoarchiven, Spotter-Datenbanken und alten Reiseberichten. Drei Merkmale helfen dir beim Einordnen:
Schriftzug prüfen
OpenSkies trug eine eigene Bemalung mit dem Namen „OPENSKIES“ – nicht die Farben von British Airways.
Typ bestimmen
Fast immer eine Boeing 757-200, ab 2016 vereinzelt die 767-300ER. Ein A330 gehört dagegen schon zur Level-Zeit.
Ort und Datum abgleichen
Orly, JFK, Newark, zwischen 2010 und 2011 Washington Dulles und 2008/2009 Amsterdam. An anderen Flughäfen war OpenSkies im Liniendienst nicht zu sehen.
Kennzeichen notieren
Lies das Kennzeichen vom Foto ab und halte es getrennt von der Flugnummer fest. So kannst du die Maschine später auch bei Folgebetreibern wiedererkennen.
Für viele Spotter ist eine OpenSkies-757 im Archiv ein kleiner Schatz: Es gab nur wenige Exemplare, und die Airline flog nur wenige Strecken. Wie du einschätzt, wie besonders eine Sichtung ist, liest du im Guide Wie selten ist meine Sichtung?. Und wenn du wissen willst, was aus einem Flugzeug nach dem Ende einer Airline wird, hilft dir die Anleitung, ein Flugzeug per Kennzeichen zu verfolgen.
Achtung Verwechslung
Auch L'Avion flog Boeing 757-200 zwischen Orly und Newark. Fotos aus 2007 und 2008 zeigen oft noch diese Vorgängerin. Erst ab 2009, nach der Eingliederung, flogen beide Flottenteile einheitlich unter dem Namen OpenSkies.
Verwandte Airlines und Nachfolger
OpenSkies steht nicht allein. Die Idee einer kleinen Premium-Airline über den Atlantik hatten in diesen Jahren mehrere Unternehmen, und fast alle sind wieder verschwunden. Die Schweizer PrivatAir flog Business-Jets und Schmalrumpfflugzeuge im Auftrag großer Airlines. Mit La Compagnie gibt es bis heute eine französische Business-Airline, die – ähnlich wie OpenSkies – Paris mit New York verbindet.
Innerhalb von IAG führt die Linie zu Level und zur österreichischen Schwester Level Europe, die ebenfalls nicht lange überlebte. Und auf der Strecke Paris–New York war stets Air France der große Konkurrent – allerdings von Charles de Gaulle aus statt von Orly.
Häufige Verwechslungen
- OpenSkies für eine britische Airline halten – sie gehörte British Airways, war aber eine französische Gesellschaft mit Basis in Orly.
- BOS für Boston halten – BOS war der ICAO-Code der Airline, nicht der Flughafen Boston.
- Den Namen mit dem Abkommen verwechseln – „Open Skies“ ist zugleich der Name des EU-US-Luftverkehrsabkommens von 2008 und die Airline, die daraus entstand.
- Jede 757 in Orly für OpenSkies halten – bis 2009 flog dort auch L’Avion mit demselben Typ.
- Level-A330 als OpenSkies notieren – ab September 2018 flog die Gesellschaft zwar weiter, aber unter der Marke Level.
Fotografieren in Frankreich
Wenn du heute in Orly spottest, um Nachfolger und alte 757 aufzuspüren: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und achte auf die lokalen Regeln. Was an französischen Flughäfen gilt, erklärt der Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen.
Deine Airline-Geschichte im Hangar
Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – auch historische Aufnahmen – und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
OpenSkies war ein Kind des Open-Skies-Abkommens: British Airways nutzte 2008 die neue Freiheit, um von Paris aus direkt nach New York zu fliegen – mit einer Boeing 757, wenigen Sitzen und viel Business Class. Zehn Jahre lang hielt sich die kleine Airline in einer hart umkämpften Nische, bevor IAG sie zugunsten von Level aufgab. Für Spotter bleibt eine seltene Airline mit kleiner Flotte, die heute nur noch auf Fotos lebt.
Kurzfazit
OpenSkies (IATA EC, später LV, ICAO BOS) war von 2008 bis 2018 die französische Premium-Tochter von British Airways. Sie flog vor allem Boeing 757-200 von Paris-Orly nach New York und ging danach in der Marke Level auf.
Zusammenfassung
- OpenSkies war ein Nischenprodukt: wenige Flugzeuge, wenige Strecken, dafür viel Business Class – eine echte Rarität für Spotter in Orly und New York.
- Die Airline entstand aus einem britischen Projekt, schluckte 2008 die französische Business-Airline L'Avion und wurde später zu einem französischen Unternehmen mit eigenem Betriebszeugnis.
- Typisch war die Boeing 757-200 mit wenigen Sitzen; die 767-300ER kam erst 2016 als Verstärkung dazu.
- Live spotten kannst du OpenSkies nicht mehr. Auf Archivfotos erkennst du die Airline an ihrem eigenen Schriftzug, an der 757 und an den Orten Orly, JFK, Newark oder Dulles.
Häufige Fragen
Gibt es OpenSkies heute noch?
Nein. Der letzte Flug unter der Marke OpenSkies ging am 2. September 2018 von Newark nach Paris-Orly. Danach flog die Gesellschaft mit ihrem Betriebszeugnis für die IAG-Marke Level. Im Juli 2020 gab IAG bekannt, dass dieser Betrieb wegen der Corona-Krise endgültig eingestellt wird.
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte OpenSkies?
OpenSkies flog unter dem IATA-Code EC, der im Mai 2018 durch LV ersetzt wurde – passend zur neuen Marke Level. Der ICAO-Code war BOS, das Rufzeichen im Funk lautete „MISTRAL“ – wie der bekannte Wind in Südfrankreich.
Warum gehörte eine französische Airline zu British Airways?
Das Open-Skies-Abkommen zwischen EU und USA, in Kraft seit März 2008, erlaubte europäischen Airlines erstmals, von jedem EU-Flughafen in die USA zu fliegen – nicht nur aus dem eigenen Land. British Airways nutzte das und gründete eine eigene Tochter für Flüge ab Paris. Den Namen nahm die Airline direkt vom Abkommen.
Welche Flugzeuge flog OpenSkies?
Unter eigener Marke vor allem die Boeing 757-200, die British Airways aus der eigenen Flotte abgab, dazu die beiden 757 von L'Avion. 2016 kam eine dreiklassige Boeing 767-300ER von British Airways hinzu, die ab August 2016 vor allem zwischen Newark und Orly flog. Für Level setzte die Gesellschaft ab 2018 Airbus A330-200 ein.
Was war L'Avion?
L'Avion (Firmenname Elysair) war eine 2006 gegründete französische Business-Class-Airline, die ab dem 3. Januar 2007 mit zwei Boeing 757-200 zwischen Paris-Orly und Newark flog. British Airways kaufte sie 2008 für 54 Millionen Pfund. Im April 2009 ging L'Avion vollständig in OpenSkies auf.
Wohin flog OpenSkies?
Das Kerngeschäft war Paris-Orly–New York, abwechselnd nach JFK und Newark. Zwischen Oktober 2008 und August 2009 gab es außerdem Flüge von Amsterdam nach New York, und von 2010 bis Ende Oktober 2011 eine Verbindung Paris-Orly–Washington Dulles.
War OpenSkies Mitglied in einer Allianz?
Ja, als Affiliate von oneworld ab dem 1. Dezember 2012 – also über die Mutter British Airways. Zudem trugen OpenSkies-Flüge Codes von British Airways, American Airlines und Iberia, und die Airline war in das transatlantische Joint Venture dieser Partner eingebunden.
Was hat OpenSkies mit Level zu tun?
Level ist die Langstrecken-Billigmarke von IAG. Als Level im Juli 2018 eine Basis in Paris-Orly eröffnete, flog die OpenSkies-Gesellschaft diese Flüge mit ehemaligen OpenSkies-Mitarbeitern. Die Marke OpenSkies verschwand dafür im September 2018, die Gesellschaft blieb als ausführende Airline bestehen.
OpenSkies im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
Low-CostLevel
Langstrecke zum Low-Cost-Preis aus Barcelona: Level gehört zur IAG, fliegt Airbus A330-200 nach Nord- und Südamerika und hat seit Dezember 2024 ein eigenes AOC – nicht zu verwechseln mit der früheren Level Europe aus Wien.
Low-CostLevel Europe
Historische Kurzstrecken-Airline aus Wien: 2017 als Anisec Luftfahrt gegründet, ab 2018 unter der IAG-Marke Level mit Airbus A320 und A321 unterwegs – und im Juni 2020 nach dem Corona-Stillstand insolvent.
NetzwerkLa Compagnie
Französische Boutique-Airline nur mit Business Class: zwei Airbus A321neo, Basis Paris-Orly, Drehscheibe Newark und Strecken nach Paris, Mailand, Nizza und ab 2027 Düsseldorf.
CharterPrivatAir
Historische Genfer Premium-Airline: 1977 als Firmenflugbetrieb der Familie Latsis gestartet, später Wet-Lease-Partnerin für Lufthansa, Swiss, KLM und SAS mit Business-only-Jets – Ende 2018 insolvent.
NetzwerkAmerican Airlines
Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
International Airlines Group (IAG)
Die International Airlines Group ist der Konzern hinter British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und LEVEL. Wer in Heathrow, Madrid, Barcelona oder Dublin spottet, steht mitten im IAG-Revier – sieht den Konzernnamen aber auf keinem einzigen Rumpf.
Allianzoneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
FlughafenFlughafen Paris-Orly
Der zweite große Pariser Flughafen: knapp 35 Millionen Passagiere, strenge Nachtruhe und ein Deckel für die Flugbewegungen, seit 2026 mit Transavia France als wichtigster Airline – und mit Air Caraïbes, French Bee und Corsair die Adresse für französische Langstrecke in die Überseegebiete.
FlughafenFlughafen New York JFK
Vom Golfplatz Idlewild zum wichtigsten Tor der USA nach Übersee: vier Bahnen an der Jamaica Bay, Drehkreuze von Delta, American und JetBlue, Airlines aus aller Welt – und mit dem TWA Hotel ein Stück Luftfahrtgeschichte direkt am Vorfeld.
Wo du OpenSkies vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
TWA Hotel am Flughafen New York JFK
Ein Spot wie kein zweiter: Im ehemaligen TWA Flight Center von Eero Saarinen sitzt du auf dem Dach am Infinity-Pool, schaust auf die Piste 4L/22R und trinkst danach einen Cocktail in einer Lockheed Constellation – direkt neben Terminal 5.
BesucherterrassePanoramaterras am Flughafen Amsterdam Schiphol
Die kostenlose Dachterrasse über dem Terminal von Schiphol ist der Spot für Vorfeld, Gates und lesbare Kennzeichen: ohne Sicherheitskontrolle, ohne Glas vor der Linse, mit einer ausgemusterten Fokker 100 der KLM als Bonus – und nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt.
MuseumSteven F. Udvar-Hazy Center am Flughafen Washington Dulles
Space Shuttle Discovery, die Rekord-SR-71, eine Air-France-Concorde und der Urvater der 707 unter einem Dach – und vom Aussichtsturm schaust du auf die Landungen am Washingtoner Drehkreuz Dulles. So planst du deinen Spottertag in der riesigen Außenstelle des Smithsonian.
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