OpenSkies

Historische französische Premium-Airline von British Airways: Ab 2008 flog OpenSkies mit kleinen Boeing-757-Flotten und später einer 767 von Paris-Orly nach New York – bis die Marke im September 2018 in Level aufging.

Auch bekannt als: OpenSkies SASU · BA European Limited · Project Lauren · L'Avion (Elysair) · Level France · EC · LV

FrankreichFrankreichNetzwerk-AirlinesIATA: ECICAO: BOS11 Min. Lesezeit

EC

IATA-Code (ab Mai 2018 LV)

BOS

ICAO-Code

MISTRAL

Rufzeichen im Funk

2008–2018

Flüge unter der Marke OpenSkies

Das Wichtigste in Kürze

  • OpenSkies war eine französische Premium-Airline von British Airways mit Basis in Paris-Orly. Unter eigener Marke flog sie von 2008 bis 2018.
  • Codes: IATA EC (ab Mai 2018 LV), ICAO BOS, Rufzeichen „MISTRAL“.
  • Kleine Flotte, große Bühne: Meist flogen nur eine Handvoll Boeing 757-200 über den Atlantik, ab 2016 ergänzt um eine Boeing 767-300ER.
  • Der Name ist Programm: Erst das Open-Skies-Abkommen von 2008 erlaubte BA Flüge von Paris direkt in die USA.
  • Übergang zu Level: Ab Juli 2018 flog die Gesellschaft Airbus A330-200 für die IAG-Marke Level, bevor IAG im Juli 2020 das Ende verkündete.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.OpenSkies im Überblick
  2. 2.Wie OpenSkies entstand
  3. 3.Codes und Rufzeichen
  4. 4.Strecken: Paris–New York und ein paar Experimente
  5. 5.Die Flotte: Boeing 757 und eine 767
  6. 6.Kabine und Produkt
  7. 7.Partner: oneworld und Joint Venture
  8. 8.Das Ende: Von OpenSkies zu Level
  9. 9.Woran du OpenSkies auf Fotos erkennst
  10. 10.Verwandte Airlines und Nachfolger
  11. 11.Häufige Verwechslungen
  12. 12.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeEC
ICAO-CodeBOS
RufzeichenMISTRAL
DrehkreuzeORY
Allianzoneworld
StatusHistorisch – letzter Flug unter der Marke OpenSkies am 2. September 2018; danach flog die Gesellschaft für Level, im Juli 2020 kündigte IAG das endgültige Aus an
GeschäftsmodellTransatlantische Premium-Airline mit Schwerpunkt Business Class, zeitweise mit Premium Economy und Economy
Gründung2008 durch British Airways nach dem Open-Skies-Abkommen zwischen EU und USA; erster Flug am 19. Juni 2008
KonzernTochter von British Airways, später Teil der International Airlines Group (IAG)
SitzRungis bei Paris
BasisParis-Orly (ORY)
ZieleNew York JFK und Newark, zeitweise Washington Dulles sowie Amsterdam–New York
Flotte unter eigener MarkeBoeing 757-200, ab 2016 zusätzlich eine dreiklassige Boeing 767-300ER von British Airways
ÜbernahmeL'Avion (Elysair), 2008 von British Airways gekauft und im April 2009 in OpenSkies eingegliedert
Allianzoneworld-Affiliate ab 1. Dezember 2012

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich OpenSkies?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer eine Boeing 757-200 – schmaler, langer Rumpf und hohes Fahrwerk
  • Ab 2016 zusätzlich eine Boeing 767-300ER als Großraumflugzeug mit zwei Gängen
  • Eigene Bemalung mit Schriftzug „OPENSKIES“ – keine British-Airways-Farben, obwohl die Airline zu BA gehörte
  • Fast nur an wenigen Orten zu sehen: Paris-Orly, New York (JFK oder Newark), zeitweise Washington Dulles und kurz auch Amsterdam
  • Auf Trackern und im Funk: ICAO-Code BOS und Rufzeichen MISTRAL
  • Heute nur noch auf Archivfotos zu finden – die Marke OpenSkies fliegt seit September 2018 nicht mehr

Es gab Jahre, in denen du in Paris-Orly zwischen all den Airbus-Jets der Kurz- und Mittelstrecke plötzlich eine schlanke Boeing 757 mit dem Schriftzug „OPENSKIES“ entdeckt hast – unterwegs nach New York, mit kaum mehr als hundert Sitzen an Bord. OpenSkies war eine der ungewöhnlichsten Airlines Europas: eine französische Gesellschaft, die British Airways gehörte, fast nur Business-Reisende transportierte und nie mehr als eine Handvoll Flugzeuge hatte. Hier erfährst du, wie es dazu kam, welche Flugzeuge die Airline flog und woran du sie auf alten Fotos erkennst.

Historische Airline

Die Marke OpenSkies ist seit September 2018 vom Himmel verschwunden. Die Gesellschaft flog danach noch für Level, bis IAG im Juli 2020 das endgültige Aus verkündete. Alle Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die historische Airline.

OpenSkies im Überblick

OpenSkies war eine französische Premium-Airline mit Basis am Flughafen Paris-Orly und Sitz in Rungis südlich von Paris. Eigentümer war British Airways, später eingebettet in die International Airlines Group, zu der auch Iberia und Vueling gehören.

Das Konzept war von Anfang an schmal geschnitten: Langstrecke über den Nordatlantik, wenige Flugzeuge, ein starker Fokus auf Geschäftsreisende. Statt mit großen Großraumjets ganze Netze aufzubauen, setzte OpenSkies auf die Boeing 757 – ein Schmalrumpfflugzeug mit genug Reichweite für Paris–New York, aber mit überschaubarer Sitzzahl. So ließ sich eine Strecke auch mit vergleichsweise wenigen zahlungskräftigen Passagieren pro Flug betreiben.

ECIATA-Code bis Mai 2018, danach LV
BOSICAO-Code auf Trackern
ORYHeimatbasis Paris-Orly

Wie OpenSkies entstand

Der Schlüssel war ein Vertrag: Im März 2008 trat das Open-Skies-Abkommen zwischen der Europäischen Union und den USA in Kraft. Bis dahin durften europäische Airlines im Wesentlichen nur aus ihrem eigenen Land in die USA fliegen. Nun konnte jede EU-Airline von jedem EU-Flughafen aus Ziele in den USA anfliegen. British Airways nutzte die neue Freiheit schnell – intern lief das Vorhaben zunächst unter dem Namen „Project Lauren“, als Gesellschaft dann unter BA European Limited, nach außen unter dem Namen, der direkt auf das Abkommen anspielt: OpenSkies.

Der erste Flug ging am 19. Juni 2008 mit einer Boeing 757-200, die BA aus der eigenen Flotte abgegeben hatte – zwischen Paris-Orly und New York JFK. Ursprünglich dachte BA sogar größer: Im Gespräch waren weitere Verbindungen nach New York aus anderen europäischen Städten wie Mailand, Frankfurt, Brüssel, Madrid oder Rom und eine Flotte von sechs 757. Umgesetzt wurde davon nur ein kleiner Teil.

Die Übernahme von L’Avion

Fast zeitgleich kaufte British Airways im Sommer 2008 die französische Business-Airline L’Avion für 54 Millionen Pfund. L’Avion – offiziell Elysair – war 2006 gegründet worden und flog seit dem 3. Januar 2007 mit zwei Boeing 757-200 ausschließlich in Business Class zwischen Orly und dem Flughafen Newark. Damit bekam OpenSkies auf einen Schlag eine zweite New-Yorker Destination, eingespielte Abläufe in Orly und zusätzliche Flugzeuge. Im April 2009 ging L’Avion vollständig in OpenSkies auf.

Aus dem britischen Projekt wurde so nach und nach eine französische Airline: Statt mit einem britischen Betriebszeugnis flog OpenSkies später mit französischer Zulassung, die Verwaltung saß im Großraum Paris.

Archivfotos sauber einsortieren

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Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code EC: stand in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln. Im Mai 2018 wechselte die Gesellschaft auf LV – den Code, der zur neuen Marke Level passte.
  • ICAO-Code BOS: erschien im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen MISTRAL: so meldete sich die Crew im Funk – ein Name, der an den kräftigen Nordwind im Rhônetal erinnert.

Der ICAO-Code BOS führt Einsteiger gern in die Irre, weil er an den IATA-Code des Flughafens Boston erinnert. Mit Boston hatte OpenSkies aber nichts zu tun. Warum Airline- und Flughafencodes sich so leicht verwechseln lassen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.

Strecken: Paris–New York und ein paar Experimente

Das Netz von OpenSkies war winzig, aber bewegt. Im Kern ging es immer um eine Verbindung: Paris-Orly–New York.

Strecke Zeitraum Hinweis
Paris-Orly – New York JFK Juni 2008 bis Januar 2010, ab März 2013 wieder Erste Strecke; dazwischen alle New-York-Flüge über Newark
Paris-Orly – Newark ab 2009 (über L’Avion schon ab 2007) Bis zum letzten Flug unter eigener Marke im September 2018
Amsterdam – New York JFK Oktober 2008 bis August 2009 Aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt
Paris-Orly – Washington Dulles Mai 2010 bis Oktober 2011 Wieder aufgegeben

Der Flughafen New York JFK war die erste Destination. Nach der Übernahme von L’Avion bündelte OpenSkies die New-York-Flüge ab Januar 2010 zunächst in Newark, 2013 kam JFK als zusätzliches Ziel zurück. Der Abstecher nach Amsterdam blieb ein kurzes Kapitel, ebenso die Verbindung zum Flughafen Washington Dulles.

In Orly zog OpenSkies im Juli 2012 vom Südterminal ins Westterminal um, wo auch British Airways und Iberia abgefertigt wurden.

Die Flotte: Boeing 757 und eine 767

Die Flotte ist der Grund, warum OpenSkies für Spotter so reizvoll war. Es gab nie viele Flugzeuge, und jedes einzelne fiel auf.

Typ Zeitraum Herkunft Spotter-Hinweis
Boeing 757-200 2008–2018 British Airways und L’Avion Das Rückgrat der Airline; schmaler, langer Rumpf
Boeing 767-300ER 2016–2018 British Airways Dreiklassig, ab August 2016 auf Newark–Orly, zugleich Reserve
Airbus A330-200 ab 2018 für die Marke Level In Level-Farben, nicht als OpenSkies unterwegs

Die Boeing 757-200 war für das Konzept wie gemacht: genug Reichweite für den Nordatlantik, aber deutlich weniger Sitze als ein Großraumflugzeug. Bei OpenSkies hatte sie nur rund hundert Plätze – bei British Airways saßen in einer 757 auf Kurzstrecken weit mehr Passagiere. Hersteller beider Boeing-Typen ist Boeing.

Im April 2016 kündigte OpenSkies eine Boeing 767-300ER von British Airways mit drei Klassen an. Sie flog ab August 2016 zwischen Newark und Orly und diente zugleich als Reserve, wenn eine 757 ausfiel. Als die Marke im September 2018 endete, standen noch eine 757-200 und die 767-300ER im Bestand. Beide wurden ausgeflottet; die 757 fand später bei Cabo Verde Airlines ein neues Zuhause.

757 oder 767?

Auf alten Fotos ist die Unterscheidung leicht: Die 757 ist ein Schmalrumpfflugzeug mit einem Gang und langem, schlankem Rumpf, die 767 ein Großraumflugzeug mit zwei Gängen und deutlich dickerem Rumpf. Alle Details findest du im Vergleich Boeing 757 und 767 unterscheiden.

Kabine und Produkt

OpenSkies probierte über die Jahre einiges aus – das macht die Airline auch für Kabinen-Nerds spannend. Zum Start gab es drei Klassen, die OpenSkies mit eigenen Namen versah: Biz für die Business Class, Prem+ für die Premium Economy und Eco für die Economy. Schon im Herbst 2008 fiel die Economy wieder weg, später unterschied OpenSkies zwei Varianten der Business Class mit liegefähigen Sitzen („BizBed“) und klassischen Sesseln („BizSeat“).

2012 kehrte die Airline zu drei Klassen zurück: Liegesitze in der Business Class, Prem Plus und wieder eine Economy. Für Business-Gäste auf den Nachtflügen gab es zeitweise einen „Sleeper Service“, der möglichst viel Schlaf über dem Atlantik ermöglichen sollte. Unterhaltung kam per ausgeteiltem Tablet statt per Bildschirm in der Sitzlehne.

Was für das Modell sprach

  • Kleine Flugzeuge passten zu wenigen, aber gut zahlenden Gästen
  • Orly liegt näher an der Pariser Innenstadt als Charles de Gaulle
  • Rückendeckung durch British Airways und das oneworld-Umfeld

Was dagegen sprach

  • Sehr kleine Flotte, kaum Spielraum bei Ausfällen
  • Starke Konkurrenz von Air France und US-Airlines auf Paris–New York
  • Business-Nachfrage schwankte stark, etwa nach der Finanzkrise 2008

Partner: oneworld und Joint Venture

Obwohl OpenSkies klein war, hing es eng am großen Netzwerk der Mutter. Ab dem 1. Dezember 2012 war die Airline Affiliate der Allianz oneworld. Vielflieger von British Airways konnten auf OpenSkies-Flügen Punkte sammeln, und die Flüge trugen zusätzlich Codes von British Airways, American Airlines und Iberia.

Wichtig war auch die Einbindung in das transatlantische Joint Venture von American Airlines, British Airways und Iberia. In so einem Joint Venture teilen die Partner auf dem Nordatlantik Umsätze und stimmen Flugpläne ab – wie das funktioniert, erklärt der Artikel zu transatlantischen Joint Ventures. Für OpenSkies hieß das: Gäste konnten in New York bequem auf das Netz von American umsteigen.

Das Ende: Von OpenSkies zu Level

Im November 2017 kündigte IAG an, seine Langstrecken-Billigmarke Level ab Juli 2018 auch in Paris-Orly zu stationieren – betrieben von ehemaligen OpenSkies-Mitarbeitern. Damit war das Schicksal der Marke besiegelt. Der letzte OpenSkies-Flug ging am 2. September 2018 mit der 767-300ER von Newark nach Orly.

Die Gesellschaft selbst lebte weiter: Mit ihrem Betriebszeugnis flog sie Airbus A330-200 in Level-Farben von Orly aus, unter anderem nach Newark, Montréal und in die französische Karibik. Im Juli 2020 verkündete IAG wegen der Corona-Krise das endgültige Aus; geplante Wiederaufnahmen der Flüge kamen nicht mehr zustande. Damit reiht sich OpenSkies in die Liste der verschwundenen Airlines ein, die du im Überblick Große Airline-Pleiten in Europa findest – auch wenn es hier eher eine Konzernentscheidung als eine klassische Pleite war.

Seltene Typen auf der Wunschliste

Die 757 wird auf der Passagierstrecke immer seltener. Setz sie auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du OpenSkies auf Fotos erkennst

Weil die Airline seit 2018 nicht mehr unter eigener Marke fliegt, begegnet dir OpenSkies heute vor allem in Fotoarchiven, Spotter-Datenbanken und alten Reiseberichten. Drei Merkmale helfen dir beim Einordnen:

Schriftzug prüfen

OpenSkies trug eine eigene Bemalung mit dem Namen „OPENSKIES“ – nicht die Farben von British Airways.

Typ bestimmen

Fast immer eine Boeing 757-200, ab 2016 vereinzelt die 767-300ER. Ein A330 gehört dagegen schon zur Level-Zeit.

Ort und Datum abgleichen

Orly, JFK, Newark, zwischen 2010 und 2011 Washington Dulles und 2008/2009 Amsterdam. An anderen Flughäfen war OpenSkies im Liniendienst nicht zu sehen.

Kennzeichen notieren

Lies das Kennzeichen vom Foto ab und halte es getrennt von der Flugnummer fest. So kannst du die Maschine später auch bei Folgebetreibern wiedererkennen.

Für viele Spotter ist eine OpenSkies-757 im Archiv ein kleiner Schatz: Es gab nur wenige Exemplare, und die Airline flog nur wenige Strecken. Wie du einschätzt, wie besonders eine Sichtung ist, liest du im Guide Wie selten ist meine Sichtung?. Und wenn du wissen willst, was aus einem Flugzeug nach dem Ende einer Airline wird, hilft dir die Anleitung, ein Flugzeug per Kennzeichen zu verfolgen.

Achtung Verwechslung

Auch L'Avion flog Boeing 757-200 zwischen Orly und Newark. Fotos aus 2007 und 2008 zeigen oft noch diese Vorgängerin. Erst ab 2009, nach der Eingliederung, flogen beide Flottenteile einheitlich unter dem Namen OpenSkies.

Verwandte Airlines und Nachfolger

OpenSkies steht nicht allein. Die Idee einer kleinen Premium-Airline über den Atlantik hatten in diesen Jahren mehrere Unternehmen, und fast alle sind wieder verschwunden. Die Schweizer PrivatAir flog Business-Jets und Schmalrumpfflugzeuge im Auftrag großer Airlines. Mit La Compagnie gibt es bis heute eine französische Business-Airline, die – ähnlich wie OpenSkies – Paris mit New York verbindet.

Innerhalb von IAG führt die Linie zu Level und zur österreichischen Schwester Level Europe, die ebenfalls nicht lange überlebte. Und auf der Strecke Paris–New York war stets Air France der große Konkurrent – allerdings von Charles de Gaulle aus statt von Orly.

Häufige Verwechslungen

  • OpenSkies für eine britische Airline halten – sie gehörte British Airways, war aber eine französische Gesellschaft mit Basis in Orly.
  • BOS für Boston halten – BOS war der ICAO-Code der Airline, nicht der Flughafen Boston.
  • Den Namen mit dem Abkommen verwechseln – „Open Skies“ ist zugleich der Name des EU-US-Luftverkehrsabkommens von 2008 und die Airline, die daraus entstand.
  • Jede 757 in Orly für OpenSkies halten – bis 2009 flog dort auch L’Avion mit demselben Typ.
  • Level-A330 als OpenSkies notieren – ab September 2018 flog die Gesellschaft zwar weiter, aber unter der Marke Level.

Fotografieren in Frankreich

Wenn du heute in Orly spottest, um Nachfolger und alte 757 aufzuspüren: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und achte auf die lokalen Regeln. Was an französischen Flughäfen gilt, erklärt der Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen.

Deine Airline-Geschichte im Hangar

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Fazit

OpenSkies war ein Kind des Open-Skies-Abkommens: British Airways nutzte 2008 die neue Freiheit, um von Paris aus direkt nach New York zu fliegen – mit einer Boeing 757, wenigen Sitzen und viel Business Class. Zehn Jahre lang hielt sich die kleine Airline in einer hart umkämpften Nische, bevor IAG sie zugunsten von Level aufgab. Für Spotter bleibt eine seltene Airline mit kleiner Flotte, die heute nur noch auf Fotos lebt.

Kurzfazit

OpenSkies (IATA EC, später LV, ICAO BOS) war von 2008 bis 2018 die französische Premium-Tochter von British Airways. Sie flog vor allem Boeing 757-200 von Paris-Orly nach New York und ging danach in der Marke Level auf.

Zusammenfassung

  • OpenSkies war ein Nischenprodukt: wenige Flugzeuge, wenige Strecken, dafür viel Business Class – eine echte Rarität für Spotter in Orly und New York.
  • Die Airline entstand aus einem britischen Projekt, schluckte 2008 die französische Business-Airline L'Avion und wurde später zu einem französischen Unternehmen mit eigenem Betriebszeugnis.
  • Typisch war die Boeing 757-200 mit wenigen Sitzen; die 767-300ER kam erst 2016 als Verstärkung dazu.
  • Live spotten kannst du OpenSkies nicht mehr. Auf Archivfotos erkennst du die Airline an ihrem eigenen Schriftzug, an der 757 und an den Orten Orly, JFK, Newark oder Dulles.

Häufige Fragen

Gibt es OpenSkies heute noch?

Nein. Der letzte Flug unter der Marke OpenSkies ging am 2. September 2018 von Newark nach Paris-Orly. Danach flog die Gesellschaft mit ihrem Betriebszeugnis für die IAG-Marke Level. Im Juli 2020 gab IAG bekannt, dass dieser Betrieb wegen der Corona-Krise endgültig eingestellt wird.

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte OpenSkies?

OpenSkies flog unter dem IATA-Code EC, der im Mai 2018 durch LV ersetzt wurde – passend zur neuen Marke Level. Der ICAO-Code war BOS, das Rufzeichen im Funk lautete „MISTRAL“ – wie der bekannte Wind in Südfrankreich.

Warum gehörte eine französische Airline zu British Airways?

Das Open-Skies-Abkommen zwischen EU und USA, in Kraft seit März 2008, erlaubte europäischen Airlines erstmals, von jedem EU-Flughafen in die USA zu fliegen – nicht nur aus dem eigenen Land. British Airways nutzte das und gründete eine eigene Tochter für Flüge ab Paris. Den Namen nahm die Airline direkt vom Abkommen.

Welche Flugzeuge flog OpenSkies?

Unter eigener Marke vor allem die Boeing 757-200, die British Airways aus der eigenen Flotte abgab, dazu die beiden 757 von L'Avion. 2016 kam eine dreiklassige Boeing 767-300ER von British Airways hinzu, die ab August 2016 vor allem zwischen Newark und Orly flog. Für Level setzte die Gesellschaft ab 2018 Airbus A330-200 ein.

Was war L'Avion?

L'Avion (Firmenname Elysair) war eine 2006 gegründete französische Business-Class-Airline, die ab dem 3. Januar 2007 mit zwei Boeing 757-200 zwischen Paris-Orly und Newark flog. British Airways kaufte sie 2008 für 54 Millionen Pfund. Im April 2009 ging L'Avion vollständig in OpenSkies auf.

Wohin flog OpenSkies?

Das Kerngeschäft war Paris-Orly–New York, abwechselnd nach JFK und Newark. Zwischen Oktober 2008 und August 2009 gab es außerdem Flüge von Amsterdam nach New York, und von 2010 bis Ende Oktober 2011 eine Verbindung Paris-Orly–Washington Dulles.

War OpenSkies Mitglied in einer Allianz?

Ja, als Affiliate von oneworld ab dem 1. Dezember 2012 – also über die Mutter British Airways. Zudem trugen OpenSkies-Flüge Codes von British Airways, American Airlines und Iberia, und die Airline war in das transatlantische Joint Venture dieser Partner eingebunden.

Was hat OpenSkies mit Level zu tun?

Level ist die Langstrecken-Billigmarke von IAG. Als Level im Juli 2018 eine Basis in Paris-Orly eröffnete, flog die OpenSkies-Gesellschaft diese Flüge mit ehemaligen OpenSkies-Mitarbeitern. Die Marke OpenSkies verschwand dafür im September 2018, die Gesellschaft blieb als ausführende Airline bestehen.

OpenSkies im Blick behalten

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