Das Wichtigste in Kürze
- Thai Airways ist Thailands Flag Carrier mit Sitz und Drehkreuz in Bangkok-Suvarnabhumi.
- Codes: IATA TG, ICAO THA, Rufzeichen „THAI“.
- Thai ist Gründungsmitglied der Star Alliance und arbeitet eng mit Partnern wie Lufthansa zusammen.
- Auf der Langstrecke nach Europa siehst du vor allem Airbus A350-900, Boeing 777-300ER und Boeing 787.
- A380 und Boeing 747 sind Geschichte: Beide Typen wurden 2020 aus dem Verkehr genommen und später verkauft.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Thai Airways im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: A350, 777 und 787 im Mittelpunkt
- 4.Historische Typen: A380, 747 und A340
- 5.Woran du Thai Airways erkennst
- 6.A350, 777 oder 787? So unterscheidest du die Thai-Typen
- 7.Thai Airways in Europa spotten
- 8.Sanierung und Neustart
- 9.Thai im Vergleich mit anderen Asien-Airlines
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | TG |
|---|---|
| ICAO-Code | THA |
| Rufzeichen | THAI |
| Drehkreuze | BKK |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Langstrecke über ein zentrales Drehkreuz |
| Sitz | Bangkok, Thailand |
| Gegründet | 1960 als Gemeinschaftsunternehmen mit SAS; 1988 Fusion mit der früheren Inlandsairline Thai Airways Company |
| Drehkreuz | Bangkok-Suvarnabhumi (BKK) |
| Allianz | Star Alliance (Gründungsmitglied 1997) |
| Langstreckenflotte | Airbus A350-900, Airbus A330-300, Boeing 777-300ER, 777-200ER, 787-8 und 787-9 |
| Kurz- und Mittelstrecke | Airbus A320 (ehemals Thai Smile) und A321neo seit Ende 2025 |
| Kennzeichen | Thailändische Registrierung mit HS- |
| Markenzeichen | Stilisierte Orchidee in Lila, Gold und Magenta am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Thai Airways International?
- Leitwerk mit stilisierter Orchidee in Lila, Gold und Magenta
- Weißer Rumpf mit lila Schriftzug „THAI“
- Thailändisches Kennzeichen mit HS- am Heck
- In Europa fast immer ein Großraumflugzeug: A350-900, Boeing 777-300ER oder 787
- Flugnummer beginnt mit TG, auf dem Tracker steht THA
- Typische Ankunft der Bangkok-Flüge in Europa: früh am Morgen nach einem Nachtflug
Wenn am frühen Morgen ein Großraumflugzeug mit lila-goldener Orchidee am Leitwerk über die Schwelle kommt, hat es meist eine lange Nacht hinter sich: Thai Airways verbindet Bangkok mit mehreren großen Flughäfen in Europa. Für Spotter ist die Airline ein dankbares Motiv – auffällige Farben, große Flugzeuge und eine Flotte, die sich gerade stark verändert. Diese Seite zeigt dir, wie du Thai sicher erkennst, welche Typen du erwarten kannst und worauf du beim Spotten achten solltest.
Jede Orchidee im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche Thai-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Thai Airways im Überblick
Thai Airways International – im Alltag meist kurz „THAI“ – ist die nationale Fluggesellschaft Thailands. Sitz und einziges echtes Drehkreuz ist Bangkok: Seit 2006 laufen die internationalen Verbindungen über den damals neu eröffneten Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi. Von dort aus verteilt Thai die Fluggäste nach Asien, Australien und Europa sowie auf Inlandsziele wie Chiang Mai oder Phuket.
Die Wurzeln reichen bis 1960 zurück. Damals gründeten die thailändische Inlandsairline Thai Airways Company und die skandinavische SAS ein Gemeinschaftsunternehmen für internationale Strecken; SAS hielt anfangs 30 Prozent. 1977 übernahm der thailändische Staat die restlichen Anteile der Skandinavier. 1988 wurden internationale und nationale Gesellschaft zu einer Airline verschmolzen – das ist die Thai Airways, die du heute kennst.
1997 war Thai eine der fünf Gründungsairlines der Star Alliance, gemeinsam mit Lufthansa, Air Canada, SAS und United. Diese Partnerschaft prägt bis heute auch die Europa-Verbindungen: Viele TG-Flüge sind über Codeshares mit dem Netz der Partner verknüpft.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code TG: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code THA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen THAI: so meldet sich die Besatzung im Funk, gefolgt von der Flugnummer.
Dass der IATA-Code TG nichts mit „Thai“ zu tun hat, ist kein Zufall: IATA-Codes sind reine Kennungen, die oft historisch vergeben wurden. Der ICAO-Code THA und das Rufzeichen sind dagegen leicht zu merken. Wie die beiden Code-Systeme zusammenhängen, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes; den Unterschied zwischen Rufzeichen und Flugnummer findest du unter Callsign und Flugnummer.
Codeshare nicht verwechseln
Auf der Abflugtafel steht ein Thai-Flug manchmal zusätzlich unter der Nummer eines Star-Alliance-Partners. Für deine Sichtung zählt aber, wer fliegt: Auf dem Tracker erkennst du am Präfix THA, dass das Flugzeug wirklich von Thai Airways kommt. Mit der Flugverfolgung per ADS-B prüfst du das schon vor der Landung.
Die Flotte: A350, 777 und 787 im Mittelpunkt
Die Thai-Flotte hat sich seit 2020 stark verändert. In der Sanierung hat die Airline Typen ausgemustert, die Flotte verkleinert und sich auf weniger, effizientere Muster konzentriert. Stand Anfang 2026 umfasst sie rund 80 Flugzeuge.
| Typ | Rolle bei Thai | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A350-900 | Rückgrat der Langstrecke, auch nach Europa | 23 Exemplare: zwölf neu ausgeliefert ab 2016, elf gebraucht übernommen 2023/24 |
| Boeing 777-300ER | Große Langstrecke, teils mit First Class | Längster Typ der Flotte, sechs Räder je Hauptfahrwerk |
| Boeing 777-200ER | Ältere Langstrecken-777 | Kleiner Bestand, wird schrittweise ersetzt |
| Boeing 787-8 und 787-9 | Mittel- und Langstrecke | Weitere 787-9 sind bei Boeing bestellt |
| Airbus A330-300 | Regionale Langstrecke in Asien | In Europa selten |
| Airbus A320 | Inlands- und Regionalstrecken | Stammen von der früheren Tochter Thai Smile |
| Airbus A321neo | Neuer Schmalrumpfjet | Erste Maschine Ende Dezember 2025 übernommen |
Der Airbus A350-900 ist für Europa-Spotter der wichtigste Thai-Typ. Er fliegt mit Triebwerken von Rolls-Royce – beim A350 gibt es nur den Trent XWB. Daneben siehst du auf vielen Europa-Strecken die Boeing 777-300ER und die Dreamliner-Familie, also 787-8 und 787-9.
Für die Zukunft setzt Thai stark auf Boeing: Im Februar 2024 hat die Airline 45 Boeing 787-9 bestellt und sich Optionen auf weitere Flugzeuge gesichert. Auf der Kurzstrecke kommen geleaste Airbus A321neo dazu. Wie viele Flugzeuge wann ankommen, verschiebt sich bei solchen Programmen erfahrungsgemäß – nimm Ankündigungen deshalb als Richtung, nicht als festen Plan.
Nur noch die 787-9 fehlt?
Setz Typen oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Historische Typen: A380, 747 und A340
Wer schon länger spottet, hat Thai mit ganz anderen Flugzeugen in Erinnerung. Diese Typen sind bei der Airline Geschichte:
- Airbus A380: Thai übernahm sechs A380 in den Jahren 2012 und 2013. 2020 wurden sie stillgelegt; ein Comeback verwarf die Airline wegen der hohen Kosten, 2024 wurden alle sechs verkauft.
- Boeing 747-400: Die „Queen of the Skies“ flog ab 1990 für Thai, unter anderem nach Europa. Auch sie verschwand 2020 aus dem Liniendienst.
- Boeing 777-200: Die ersten 777 ohne ER-Zusatz flogen ab 1996 und wurden ebenfalls 2020 ausgemustert.
- Airbus A340-500 und -600: Mit der A340-500 flog Thai von 2005 bis 2008 nonstop nach New York – eine der längsten Verbindungen ihrer Zeit. Die A340-600 kam unter anderem nach Los Angeles zum Einsatz.
- Airbus A300: Thai war über Jahrzehnte ein großer A300-Betreiber; die letzten A300-600 flogen bis 2014.
Fotos dieser Typen in Thai-Bemalung sind heute Archivmaterial. Wenn du alte Bilder sortierst, lohnt es sich, Typ und Kennzeichen sauber nachzutragen – Unterschiede zwischen A380 und 747 oder A330 und A340 sind dabei die häufigsten Stolperstellen.
Woran du Thai Airways erkennst
Die Bemalung gehört zu den bekanntesten in Asien. Am Leitwerk sitzt eine stilisierte Orchidee in Lila, Gold und Magenta. Die Farben werden oft so gedeutet: Gold für die Tempel des Landes, Magenta für Blüten, Lila für die Orchidee selbst. Das Logo greift außerdem den traditionellen thailändischen Gruß auf. Der Rumpf ist weiß, vorne steht der Schriftzug „THAI“ in Lila.
Am Heck findest du das thailändische Kennzeichen, das immer mit HS- beginnt. Viele Thai-Maschinen tragen danach ein T an erster Stelle, etwa im Muster HS-T… – ein schneller Hinweis, dass du keine andere thailändische Airline vor dir hast. Mehr zum Lesen von Kennzeichen findest du im Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Mehrere thailändische Airlines tragen HS-Kennzeichen, etwa Bangkok Airways oder Thai AirAsia. Sie fliegen aber vor allem Schmalrumpf- und Turbopropflugzeuge in Asien und haben ganz andere Bemalungen. In Europa ist ein Großraumjet mit Orchidee am Leitwerk praktisch immer Thai Airways.
A350, 777 oder 787? So unterscheidest du die Thai-Typen
Weil alle Langstreckentypen dieselbe Bemalung tragen, entscheidet die Technik. Drei Merkmale helfen dir, auch aus größerer Entfernung richtig zu liegen:
Fahrwerk zählen
Die 777 hat sechs Räder pro Hauptfahrwerk, A350-900 und 787 nur vier. Damit fällt die 777 schon im Anflug heraus.
Cockpitfenster prüfen
Der A350 hat eine dunkle Maske um die Cockpitfenster, die wie eine Sonnenbrille wirkt. Die 787 hat vier große Fenster ohne Maske und eine glatt geformte Nase.
Flügelspitzen ansehen
Der A350 hat nach oben geschwungene Winglets, die 787 lang auslaufende, gebogene Flügelspitzen ohne klassisches Winglet.
Tracker abgleichen
Der ICAO-Typcode bestätigt den Eindruck: A359 für den A350-900, B77W für die 777-300ER, B788 oder B789 für die 787.
Die Details zu den beiden Zweistrahlern der neuen Generation findest du im Vergleich A350 oder Boeing 787; für die Boeing-Typen untereinander hilft Boeing 777 und 787 unterscheiden. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Artikel zu ICAO-Typcodes.
Thai Airways in Europa spotten
Europa ist für Thai seit Jahrzehnten ein wichtiger Markt; die ersten Verbindungen gingen Anfang der 1970er-Jahre an den Start. Zu den Zielen, die Thai im Jahr 2026 in Europa anfliegt, gehören unter anderem Frankfurt, München, Zürich, Kopenhagen, Oslo, Stockholm, Brüssel, Paris, London-Heathrow, Mailand-Malpensa und Istanbul. Andere Ziele wie Düsseldorf, Wien, Rom oder Madrid standen früher im Netz und werden derzeit nicht bedient. Weil Thai nach der Sanierung sein Netz neu sortiert, kann sich diese Liste ändern – prüf den aktuellen Flugplan, bevor du losfährst (Stand Oktober 2026).
Für deutschsprachige Spotter sind vor allem drei Flughäfen interessant:
- Frankfurt: Thai trifft hier auf ein großes Star-Alliance-Umfeld. Gute Plätze findest du an der Aussichtsplattform Zeppelinheim; einen Überblick gibt der Frankfurt-Guide.
- München: Am Besucherhügel siehst du die Ankünfte je nach Betriebsrichtung gut. Mehr dazu im München-Guide.
- Zürich: Der Butzenbüel gehört zu den beliebtesten Plätzen für Langstreckenlandungen. Tipps findest du im Zürich-Guide.
Auch in Skandinavien hat Thai eine lange Tradition – ein Erbe der frühen SAS-Beteiligung. Am Flyvergrillen in Kopenhagen stehen die Chancen für einen Thai-Großraumjet deshalb ebenfalls gut.
Gute Chancen auf Thai, wenn …
- dein Flughafen eine aktuelle TG-Verbindung nach Bangkok im Plan hat
- du am frühen Morgen am Spot bist, wenn die Nachtflüge aus Asien ankommen
- du den Rückflug nach Bangkok später am Tag als zweite Chance nutzt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Typ und Strecke können sich geändert haben
- Winterflugplan ist und Frequenzen angepasst wurden
Eher kein Thai-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Direktverbindung nach Bangkok im aktuellen Flugplan hat
Bei den frühen Ankünften spielt das Licht die Hauptrolle. Im Winter kommen die Maschinen teils noch in der Dämmerung, im Sommer bei tief stehender Sonne. Plane deshalb, auf welcher Seite des Flughafens du stehst: Wie du den Sonnenstand für deinen Spot vorab einschätzt, zeigt der Guide Sonnenstand planen. Welche Langstrecken wann ankommen, erklärt der Artikel Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa. Und weil die Betriebsrichtung über die Anflugseite entscheidet, lohnt der Blick in den Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Sanierung und Neustart
Zwischen 2020 und 2025 war Thai in einem gerichtlich überwachten Sanierungsverfahren. Die Airline war schon vor der Pandemie in Schwierigkeiten; der weitgehende Stillstand im Frühjahr 2020 verschärfte die Lage. Im Mai 2020 verlor Thai den Status als Staatsunternehmen, im September 2020 genehmigte das Konkursgericht in Bangkok den Sanierungsplan.
Für Spotter war diese Phase vor allem an der Flotte sichtbar: A380, 747-400, 777-200 und die letzten A340 verschwanden, die Zahl der Typen sank deutlich. Gleichzeitig holte Thai gebrauchte A350 in die Flotte und gliederte die Tochter Thai Smile wieder ein. Im Juni 2025 hat Thai die Sanierung offiziell verlassen, im August 2025 kehrte die Aktie an die Börse zurück. Mit neuen 787-9 und A321neo baut die Airline seitdem ihre Flotte wieder auf.
Thai im Vergleich mit anderen Asien-Airlines
In Europa begegnet dir Thai oft neben anderen Netzwerk-Airlines aus Asien. Singapore Airlines und EVA Air sind ebenfalls Mitglieder der Star Alliance, Malaysia Airlines gehört dagegen zu oneworld. Wie du Allianz-Sonderbemalungen erkennst, zeigt der Artikel Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Innerhalb Thailands ist Thai nicht allein: Bangkok Airways fliegt vor allem regionale Strecken, Thai AirAsia und Nok Air sind die bekanntesten Low-Cost-Airlines des Landes. In Europa siehst du von ihnen allerdings nichts – wer Thailands Flag Carrier fotografieren will, braucht einen Flughafen mit Bangkok-Verbindung.
Häufige Verwechslungen
- TG für einen Thailand-Code halten – TG ist eine reine Airline-Kennung; das Land erkennst du am Kennzeichen-Präfix HS-.
- A350 und 787 verwechseln – Cockpitmaske und Winglets entscheiden, nicht die Bemalung.
- Jede 777 für eine 777-300ER halten – Thai fliegt auch die kürzere 777-200ER; die Länge und der ICAO-Code klären das.
- Alte A380- oder 747-Fotos als aktuelle Sichtung einordnen – beide Typen fliegen seit 2020 nicht mehr für Thai.
- Thai Smile als eigene Airline notieren – seit Anfang 2024 fliegen die früheren Thai-Smile-A320 als Thai Airways.
- Codeshare-Nummer mit der durchführenden Airline gleichsetzen – der ICAO-Code THA auf dem Tracker zeigt, wer wirklich fliegt.
Thai Airways im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die 787-9 oder alle THA-Flüge und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Thai Airways ist eine der auffälligsten Asien-Airlines an europäischen Flughäfen. Die Orchidee am Leitwerk verrät dir die Airline sofort, die eigentliche Arbeit beginnt beim Typ: A350-900, 777-300ER oder 787 – Fahrwerk, Cockpitfenster und Flügelspitzen geben die Antwort. Wer früh am Morgen am Spot steht und den Flugplan vorher prüft, hat gute Chancen auf ein starkes Motiv mit Langstrecken-Flair.
Kurzfazit
Thai Airways (IATA TG, ICAO THA) ist Thailands Flag Carrier und Gründungsmitglied der Star Alliance. In Europa siehst du vor allem A350-900, Boeing 777-300ER und 787 – meist am frühen Morgen nach dem Nachtflug aus Bangkok.
Zusammenfassung
- Thai Airways erkennst du an der lila-gold-magentafarbenen Orchidee am Leitwerk und am Schriftzug „THAI“ auf dem weißen Rumpf.
- In Europa fliegt Thai mehrere große Flughäfen an, darunter Frankfurt, München und Zürich – meist mit Nachtflügen aus Bangkok, die früh am Morgen landen.
- Die spannende Spotter-Frage ist der Typ: A350, 777-300ER und 787 tragen dieselbe Bemalung und unterscheiden sich an Triebwerken, Fahrwerk und Cockpitfenstern.
- Nach der Sanierung von 2020 bis 2025 erneuert Thai die Flotte mit 787-9 und A321neo; Strecken und Typen solltest du vor jeder Tour im aktuellen Flugplan prüfen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Thai Airways?
Der IATA-Code von Thai Airways ist TG, der ICAO-Code THA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „THAI“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist THA plus Nummer, auf der Anzeigetafel dagegen TG.
Gehört Thai Airways zur Star Alliance?
Ja. Thai Airways gehört zu den fünf Airlines, die die Star Alliance im Mai 1997 gegründet haben – zusammen mit Lufthansa, Air Canada, SAS und United. In Europa kannst du TG-Flüge deshalb häufig als Codeshare unter Partner-Flugnummern finden.
Welche Flugzeuge fliegt Thai Airways?
Auf der Langstrecke setzt Thai Airbus A350-900, Airbus A330-300, Boeing 777-300ER, 777-200ER sowie Boeing 787-8 und 787-9 ein. Auf kürzeren Strecken fliegt Thai Airbus A320, die von der früheren Tochter Thai Smile stammen, und seit Ende 2025 die ersten A321neo. Insgesamt umfasst die Flotte (Stand Anfang 2026) rund 80 Flugzeuge.
Fliegt Thai Airways noch den Airbus A380 oder die Boeing 747?
Nein. Beide Typen sind bei Thai Geschichte. Die A380 und die 747-400 wurden 2020 während der Corona-Pandemie stillgelegt. Pläne, die A380 zurückzuholen, gab Thai wegen der hohen Betriebskosten auf; die Flugzeuge wurden später verkauft. Fotos dieser Typen in Thai-Farben sind heute Archivmaterial.
Welche Flughäfen in Deutschland fliegt Thai Airways an?
In Deutschland fliegt Thai traditionell Frankfurt und München an. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz, wird aber nicht mehr bedient. Weil sich Strecken und Frequenzen gerade nach der Sanierung ändern können, prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan (Stand Oktober 2026).
Wann landen Thai-Flüge in Europa?
Die meisten Flüge aus Bangkok starten am späten Abend oder in der Nacht und kommen am frühen Morgen in Europa an. Für Spotter heißt das: früh aufstehen. Im Winter landen die Maschinen dann oft noch in der Dämmerung, im Sommer bei tief stehender Morgensonne. Die genauen Zeiten hängen vom Flughafen und vom Flugplan ab.
Was ist mit Thai Smile passiert?
Thai Smile war die Regionaltochter von Thai Airways und flog ab 2012 mit Airbus A320. Ende 2023 hat Thai die Tochter wieder in die Muttergesellschaft eingegliedert; der letzte Thai-Smile-Flug fand am 31. Dezember 2023 statt. Die A320 fliegen seitdem unter dem Namen Thai Airways.
Warum war Thai Airways in einem Sanierungsverfahren?
Die Airline geriet schon vor der Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten; 2020 kam der fast vollständige Stillstand dazu. Im September 2020 genehmigte ein Gericht in Bangkok ein Sanierungsverfahren. Thai verlor dabei den Status als Staatsunternehmen, verkleinerte die Flotte deutlich und verließ die Sanierung im Juni 2025. Im August 2025 kehrte die Aktie an die Börse in Bangkok zurück.
Thai Airways International im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
Bangkok Airways
Thailändische Boutique-Airline mit Basis in Bangkok-Suvarnabhumi: kleine Flotte aus Airbus A319, A320 und ATR 72-600 – und drei Flughäfen, die die Airline selbst gebaut hat, allen voran Koh Samui.
Low-CostThai AirAsia
Die größte Low-Cost-Airline Thailands: rote Airbus-A320-Familie, Heimatbasis am traditionsreichen Flughafen Don Mueang und ein dichtes Netz in Thailand und Asien – optisch fast identisch mit den AirAsia-Schwestern.
NetzwerkSingapore Airlines
Die Netzwerk-Airline aus Singapur: reines Drehkreuz Changi, größter A350-Betreiber, Erstkunde von A380 und 787-10 – und in Frankfurt und München ein Pflichtmotiv für Langstrecken-Fans.
NetzwerkEVA Air
Taiwans Langstrecken-Airline aus der Evergreen-Gruppe: Drehkreuz Taipeh-Taoyuan, Star Alliance seit 2013, Boeing 777-300ER und 787 in Grün-Orange – und die berühmten Hello-Kitty-Jets.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkMalaysia Airlines
Die nationale Airline Malaysias: Drehkreuz Kuala Lumpur, Mitglied von oneworld, Langstrecke mit A350 und A330neo – und in Europa ein eher seltener Gast, der sich für Spotter umso mehr lohnt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Bangkok Suvarnabhumi
Thailands größter Flughafen und Heimat von Thai Airways: drei lange Parallelbahnen, ein riesiges Terminal unter Stahl und Glas, der Satellit SAT-1 und rund 63 Millionen Passagiere im Jahr. Für Spotter ein Fernziel mit enormer Airline-Vielfalt – aber mit Hitze, Dunst und weiten Wegen.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du Thai Airways International vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
SpotterpunktFlyvergrillen am Flughafen Kopenhagen
Der Klassiker unter den Spots in Kopenhagen: Seit 1972 steht an der Amager Landevej ein Grill direkt am Flughafenzaun. Von hier schaust du auf die Piste 04L/22R und den Rollweg davor – mit Burger, Toilette und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
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