Das Wichtigste in Kürze
- Air Mauritius ist die nationale Airline von Mauritius mit Sitz in Port Louis und Drehkreuz am Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam (MRU).
- Codes: IATA MK, ICAO MAU, Kennzeichen mit 3B-.
- Die Flotte ist klein und modern: Airbus A350-900 und A330-900 auf der Langstrecke, ATR 72 im Inselverkehr.
- In Europa landet Air Mauritius vor allem in Paris-Charles de Gaulle und London-Gatwick – Direktflüge nach Deutschland gibt es nicht.
- Bewegte Jahre: 2020 ging die Airline in die freiwillige Verwaltung, verkleinerte die Flotte und flog danach mit neuem Zuschnitt weiter.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air Mauritius im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- 3.Geschichte: vom Piper-Zubringer zur A350-Airline
- 4.Die Flotte: klein, modern und fast reine Airbus-Großraumflotte
- 5.A350-900 oder A330-900? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Air Mauritius erkennst
- 7.Strecken und Netz
- 8.Air Mauritius spotten: die besten Chancen
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | MK |
|---|---|
| ICAO-Code | MAU |
| Rufzeichen | AIR MAURITIUS |
| Drehkreuze | MRU |
| Geschäftsmodell | Nationale Linienairline mit Langstrecke nach Europa, Afrika, Asien und Australien sowie Regionalnetz im Indischen Ozean |
| Sitz | Port Louis, Mauritius |
| Gegründet | 1967, Flugbetrieb seit 1972 (zunächst Mauritius–Rodrigues) |
| Drehkreuz | Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam International (MRU) in Plaisance |
| Eigentümer | Seit 2022 vollständig im Besitz der staatlich kontrollierten Airport Holdings Ltd |
| Allianz | Keine der drei großen Allianzen; regionale Vanilla Alliance mit Airlines aus dem Indischen Ozean |
| Flotte (laut Branchenberichten, Stand Herbst 2025) | 12 Flugzeuge: 4 Airbus A350-900, 2 A330-900, 2 A330-200, 4 ATR 72 (-500 und -600) |
| Bestellung | 3 weitere Airbus A350-900; die Airline wollte den Vertrag zuletzt nachverhandeln |
| Markenzeichen | Der Paille-en-queue, ein Tropikvogel, als Symbol im Logo |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Mauritius?
- Kennzeichen beginnt mit 3B- – dem Nationalitätszeichen von Mauritius
- Großraumflotte nur aus Airbus: A350-900, A330-900 und (auslaufend) A330-200
- Logo mit dem stilisierten Paille-en-queue, einem Tropikvogel
- Flugnummer beginnt mit MK, auf Trackern erscheint der ICAO-Code MAU
- In Europa vor allem an Paris-Charles de Gaulle und London-Gatwick zu sehen
- Auf den Inselstrecken fliegt Air Mauritius ATR 72-Turboprops
Air Mauritius gehört zu den Airlines, die du in Mitteleuropa nicht jeden Tag vor die Linse bekommst. Die Flotte ist klein, das Netz überschaubar, und nach Deutschland fliegt die nationale Airline von Mauritius derzeit gar nicht. Genau das macht eine Sichtung reizvoll: Wer in Paris oder London einen A350 mit 3B-Kennzeichen erwischt, hat einen der seltenen Gäste aus dem Indischen Ozean im Kasten. Diese Seite zeigt dir, wie du Air Mauritius erkennst, welche Flugzeuge sie fliegt und wo du die besten Chancen hast.
Die ganze Flotte im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche Air-Mauritius-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Mauritius im Überblick
Air Mauritius ist die nationale Airline des Inselstaats Mauritius im Indischen Ozean. Der Sitz liegt in der Hauptstadt Port Louis, das Drehkreuz ist der Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam International (IATA-Code MRU) im Süden der Insel bei Plaisance. Von dort verbindet die Airline Mauritius mit Europa, dem südlichen und östlichen Afrika, Indien, Südostasien und Australien. Dazu kommt ein kleines Regionalnetz zu den Nachbarinseln.
Gegründet wurde Air Mauritius 1967. Am Start beteiligt waren die Regierung von Mauritius, Air France und die damalige britische BOAC, dazu ein lokales Unternehmen. Den Flugbetrieb nahm die Airline 1972 auf – ganz bescheiden mit einem kleinen, von Air Madagascar gemieteten Propellerflugzeug auf der Strecke zur Nachbarinsel Rodrigues, die bis heute zum Netz gehört.
Heute ist Air Mauritius mehrheitlich in staatlicher Hand. Sie gehört keiner der großen globalen Allianzen an, ist aber Gründungsmitglied der regionalen Vanilla Alliance, die 2015 mit Air Austral, Air Seychelles, Int’Air Îles und der damaligen Air Madagascar – heute Madagascar Airlines – ins Leben gerufen wurde. Über Codeshares arbeitet Air Mauritius zudem mit großen Partnern wie Air France, Emirates, South African Airways oder Kenya Airways zusammen.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- IATA-Code MK: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Tickets und in Flugplänen.
- ICAO-Code MAU: nutzt die Flugsicherung; auf Flugtrackern siehst du ihn meist im Rufzeichen-Feld.
- Kennzeichen 3B-: das Nationalitätszeichen von Mauritius. Alle eigenen Flugzeuge der Airline tragen es am Heck.
Gerade das Kennzeichen ist für dich als Spotter der beste Anker. Andere Airlines aus dem Indischen Ozean fliegen ähnliche Typen, aber mit anderen Präfixen – Air Austral etwa ist in Frankreich registriert. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Codeshare beachten
Eine MK-Flugnummer heißt nicht automatisch, dass ein Flugzeug von Air Mauritius kommt. Bei Codeshares fliegt oft der Partner. Prüf im Tracker den ICAO-Code: Steht dort MAU, fliegt Air Mauritius selbst. Wie du Trackerdaten liest, zeigt der Artikel zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: vom Piper-Zubringer zur A350-Airline
Die Entwicklung von Air Mauritius spiegelt den Aufstieg der Insel zum Fernreiseziel wider. Nach dem Start im Inselverkehr kamen in den 1970er-Jahren erste Fernstrecken dazu, zunächst mit gemieteten Flugzeugen. Ab 1977 flog die Airline mit einer gemieteten Boeing 707 auf der Langstrecke. In den 1980er-Jahren erweiterte sie ihr Netz in Afrika und Europa; ab 1984 setzte sie eine von South African Airways geleaste Boeing 747SP ein, unter anderem nach London. 1988 kamen die ersten Boeing 767-200ER und lösten die 707 ab. Um 1990 gehörte sogar München zum Netz.
Ab Mitte der 1990er-Jahre stellte Air Mauritius auf Airbus um. Lange prägte der vierstrahlige Airbus A340-300 die Langstrecke, ergänzt durch A330-200 und A319. Der A340 blieb rund 27 Jahre lang in der Flotte. 2014 entschied sich die Airline für den A350-900 als Nachfolger; im Oktober 2017 kam der erste Großraumjet dieses Typs nach Mauritius. Laut Airbus war Air Mauritius damit der erste A350-Betreiber mit Sitz im Indischen Ozean. 2019 folgte der erste A330-900.
Einen tiefen Einschnitt brachte die Pandemie. Im April 2020 stellte der Verwaltungsrat das Unternehmen unter freiwillige Verwaltung, weil es seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen konnte. Der Flugbetrieb lief weiter, aber mit kleinerem Zuschnitt: 2021 verkaufte Air Mauritius ihre verbliebenen A340 und A319, auch die damaligen A330-200 verließen die Flotte. Mitte 2021 endete die Verwaltung. 2022 übernahm die staatlich kontrollierte Muttergesellschaft Airport Holdings die Airline vollständig; die seit 1995 an der Börse von Mauritius gehandelte Aktie wurde vom Kurszettel genommen.
1967–1972
Gründung und Start mit einem kleinen Propellerflugzeug nach Rodrigues.
1977–1988
Gemietete Boeing 707, später 747SP und 767-200ER auf der Langstrecke.
1994–2021
Die Airbus-Ära: A340-300, A330-200 und A319 prägen das Bild.
Seit 2017
A350-900 und A330-900 übernehmen die Langstrecke, ATR 72 den Inselverkehr.
Die Flotte: klein, modern und fast reine Airbus-Großraumflotte
Laut Fachmedien umfasste die Flotte im Herbst 2025 zwölf Flugzeuge. Zum Stand Oktober 2026 können sich die Zahlen verschoben haben – vor allem bei den A330-200 und den bestellten A350.
| Typ | Anzahl (Herbst 2025) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A350-900 | 4 | 326 (28 Business, 298 Economy) | Langstrecke, u. a. Paris und London | Rückgrat der Flotte, drei davon geleast |
| Airbus A330-900 | 2 | 288 (28 Business, 260 Economy) | Mittel- und Langstrecke | Geleast, die „neo“-Version des A330 |
| Airbus A330-200 | 2 | 254 (18 Business, 236 Economy) | Mittel- und Langstrecke | Geleaste Ergänzung, sollte mit Ende der Leasingverträge 2026 gehen |
| ATR 72-500 | 2 | 72 | Inselverkehr | Ältere Version, wird ersetzt |
| ATR 72-600 | 2 | 72 | Inselverkehr | Neuere Generation, ersetzt die -500 |
Das Herzstück ist der Airbus A350-900. Die vier Exemplare decken die wichtigsten Langstrecken ab, vor allem nach Europa. Ergänzt werden sie vom Airbus A330-900, den Air Mauritius seit 2019 von Air Lease geleast hat. Die beiden geleasten A330-200 sollten nach dem Flottenplan von 2025 mit dem Ende ihrer Leasingverträge 2026 gehen. Hersteller der Großraumflotte ist Airbus, die Turboprops stammen von ATR.
2023 bestätigte Air Mauritius drei weitere A350-900. Nach Berichten von 2025 sollte der erste davon im vierten Quartal 2026 kommen, die beiden anderen 2027. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Airline den Vertrag neu verhandeln will, weil der Vorsitzende die vier vorhandenen A350 für die Europa-Strecken für ausreichend hält. Außerdem ließ Air Mauritius ihre Flottenplanung von Beratern prüfen; im Gespräch waren dabei auch weitere A330-900 sowie Schmalrumpfjets der A320neo-Familie. Was davon umgesetzt wird, war zuletzt offen – schau bei Interesse in aktuelle Flottenlisten.
Im Regionalverkehr wechselt Air Mauritius schrittweise von der ATR 72-500 auf die ATR 72-600. Diese Turboprops wirst du in Europa nicht sehen – sie bleiben im Indischen Ozean.
Nur noch der A330-900 fehlt?
Setz den A330-900 auf deine Wunschliste im Hangar und leg Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug oder Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A350-900 oder A330-900? So unterscheidest du sie
Beide Typen tragen die gleiche Bemalung und fliegen ähnliche Strecken. Aus der Entfernung sind sie leicht zu verwechseln, zumal beide zweistrahlig sind und ein ähnliches Format haben. Ein paar Merkmale helfen dir aber zuverlässig weiter.
Das spricht für den A350-900
- Cockpitfenster mit dunkler Umrandung – die typische „Maske“
- Flügelspitzen, die sich in einem weichen Bogen nach oben ziehen
- Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent XWB unter einem langen, schlanken Flügel
- Auf Trackern als A359 geführt
Das spricht für den A330-900
- Klassische A330-Cockpitfenster ohne dunkle Maske
- Große, abgeknickte Sharklets an den Flügelspitzen
- Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent 7000, deutlich größer als beim alten A330
- Auf Trackern als A339 geführt
Der A330-200 unterscheidet sich vom A330-900 vor allem durch die kleineren Triebwerke und die kleinen, klassischen Winglets statt der großen Sharklets. Mehr Details zu den Unterschieden findest du in den Guides A350 oder Boeing 787? und A330 oder A340? – letzterer ist auch nützlich, wenn du in alten Fotoarchiven auf die A340 von Air Mauritius stößt.
Woran du Air Mauritius erkennst
Das wichtigste Symbol der Airline ist der Paille-en-queue, ein Tropikvogel. Der Seevogel mit den langen Schwanzfedern kommt auf Mauritius vor, und die Airline nutzt ihn seit Langem als stilisiertes Markenzeichen. Auch der erste A340 der Airline trug 1994 den Namen „Paille en Queue“.
Im Feld helfen dir neben dem Logo vor allem drei Dinge: das 3B-Kennzeichen, der Flugzeugtyp – auf der Langstrecke ausschließlich Airbus – und der Ort. Air Mauritius fliegt in Europa nur wenige Flughäfen an, und dort meist zu festen Tageszeiten. Wer weiß, wann der Flug aus Mauritius ankommt, steht zur richtigen Zeit am Zaun.
Achtung Verwechslung
In Paris sind weitere Airlines mit Langstrecken in den Indischen Ozean unterwegs, etwa Air Austral und Corsair – Corsair allerdings ab Paris-Orly. Achte auf Logo und Kennzeichen: Air Mauritius trägt 3B-, die französischen Airlines F-.
Strecken und Netz
Laut Branchendaten von 2025 bediente Air Mauritius rund 14 Ziele. Die Kernmärkte sind Frankreich und Großbritannien. In Europa nannte der Vorsitzende 2025 ausdrücklich Paris-Charles de Gaulle und London-Gatwick als die beiden Langstreckenziele. Weitere Europa-Ziele wie Rom oder Genf wurden zeitweise oder saisonal bedient; prüf im Zweifel den aktuellen Flugplan.
Außerhalb Europas fliegt Air Mauritius unter anderem nach Südafrika, Indien, Kuala Lumpur und Perth. Im Regionalverkehr verbindet sie Mauritius mit Rodrigues, La Réunion und Madagaskar. Frühere Ziele wie Frankfurt, München, Zürich oder Wien gehören schon lange nicht mehr zum Netz.
Viele Strecken führen über weite Wasserflächen. Dass Zweistrahler wie der A350 und der A330 solche Routen fliegen dürfen, regeln die ETOPS-Vorschriften – mehr dazu im Artikel ETOPS erklärt.
Air Mauritius spotten: die besten Chancen
Für Spotter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Air Mauritius ein Reisemotiv. Die beiden naheliegenden Ziele:
- Paris-Charles de Gaulle: Hier kommen französische Urlauber und Umsteiger zusammen – die Verbindung zählt zu den wichtigsten der Airline. Alles über Spots und Pisten findest du im Guide Planespotting in Paris-Charles de Gaulle und auf der Seite zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle.
- London-Gatwick: Der britische Markt ist der zweite Kernmarkt. Welche Ecken sich in Gatwick lohnen, zeigt der Guide Planespotting in Gatwick; Fakten zum Platz gibt es auf der Seite zum Flughafen London-Gatwick.
Gute Chancen auf Air Mauritius, wenn …
- du in Paris-CDG oder London-Gatwick zur Ankunftszeit des MK-Flugs am Spot bist
- du den Flug vorher im Tracker mit dem ICAO-Code MAU gesucht hast
- Ferienzeit in Frankreich oder Großbritannien ist und die Nachfrage steigt
Prüf es vorher, wenn …
- du ein saisonales oder angekündigtes Ziel wie Rom ansteuerst
- du nach älteren Spotterberichten planst – Netz und Flotte haben sich stark verändert
Eher kein Air-Mauritius-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – reguläre Flüge gibt es dort derzeit nicht
Viele Langstreckenflüge zwischen Mauritius und Europa sind Nachtflüge. Prüf deshalb die genaue Ankunftszeit und plane Licht und Sonnenstand mit ein: Im Herbst und Winter kann es früh am Morgen noch dämmrig sein. Prüf auch die Betriebsrichtung, damit du auf der richtigen Seite des Platzes stehst.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – auch im Ausland gelten oft strenge Regeln rund um Flughäfen. Informiere dich vor der Reise, was am jeweiligen Platz erlaubt ist.
Häufige Verwechslungen
- MK-Flugnummer mit Air-Mauritius-Flugzeug gleichsetzen – bei Codeshares fliegt oft der Partner. Der ICAO-Code MAU zeigt, wer wirklich fliegt.
- A330-900 für A350-900 halten – Cockpitfenster und Flügelspitzen verraten den Typ.
- Air Austral mit Air Mauritius verwechseln – beide verbinden den Indischen Ozean mit Paris, aber Air Austral nutzt auf der Langstrecke Boeing-Großraumjets und französische F-Kennzeichen.
- Auf Direktflüge ab Deutschland hoffen – Frankfurt und München sind seit Jahren nicht mehr im Netz.
- Alte A340-Fotos als aktuelle Flotte einordnen – die A340 sind seit 2021 ausgemustert.
Air Mauritius im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne 3B-Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Mauritius ist eine kleine Airline mit großer Reichweite. Mit einer Flotte von rund einem Dutzend Flugzeugen verbindet sie eine Insel im Indischen Ozean mit vier Kontinenten. Für Spotter ist sie ein lohnendes Ziel: selten in Mitteleuropa, mit einer modernen Airbus-Flotte und einem klaren Erkennungszeichen am Heck. Wer in Paris oder London zur richtigen Zeit am Zaun steht, hat gute Chancen auf einen A350 oder A330-900 mit 3B-Kennzeichen.
Kurzfazit
Air Mauritius (IATA MK, ICAO MAU) ist die nationale Airline von Mauritius mit A350-900, A330-900 und ATR 72. Erkennungszeichen sind der Paille-en-queue im Logo und das 3B-Kennzeichen; in Europa siehst du sie vor allem in Paris-CDG und London-Gatwick.
Zusammenfassung
- Air Mauritius erkennst du am sichersten am Kennzeichen mit 3B- und am Paille-en-queue im Logo.
- Mit nur rund einem Dutzend Flugzeugen ist die Flotte überschaubar – gute Voraussetzungen, um alle Maschinen im Hangar zu sammeln.
- Zwischen A350-900 und A330-900 unterscheidest du über Cockpitfenster, Flügelspitzen und Triebwerke.
- Für Spotter aus Deutschland sind Paris-CDG und London-Gatwick die naheliegenden Orte für eine Air-Mauritius-Sichtung.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Mauritius?
Der IATA-Code ist MK, der ICAO-Code MAU. Die Flugnummern auf Anzeigetafeln und Tickets beginnen also mit MK, auf Flugtrackern taucht meist MAU auf.
Welche Flugzeuge fliegt Air Mauritius?
Laut Branchenberichten bestand die Flotte im Herbst 2025 aus zwölf Flugzeugen: vier Airbus A350-900, zwei A330-900, zwei geleasten A330-200 sowie vier ATR 72 der Versionen -500 und -600. Die A330-200 sollten nach den damaligen Planungen mit dem Auslaufen ihrer Leasingverträge 2026 die Flotte verlassen.
Fliegt Air Mauritius nach Deutschland?
Nein, derzeit nicht. Frankfurt und München gehörten früher zum Netz, sind aber längst eingestellt. Ihre wichtigsten Ziele in Europa sind Paris-Charles de Gaulle und London-Gatwick. Wer von Deutschland nach Mauritius reist, steigt deshalb meist in Paris oder an einem anderen Drehkreuz um.
Gehört Air Mauritius zu einer Allianz?
Nicht zu einer der großen globalen Allianzen. Air Mauritius ist Gründungsmitglied der 2015 gegründeten Vanilla Alliance, einer regionalen Kooperation mit Airlines aus dem Indischen Ozean, und arbeitet zusätzlich über Codeshares mit Partnern wie Air France, Emirates oder South African Airways zusammen.
Was bedeutet der Vogel im Logo von Air Mauritius?
Das ist der Paille-en-queue, ein Tropikvogel. Der Seevogel mit den langen Schwanzfedern kommt auf Mauritius vor und ist seit langem das Symbol der Airline.
Was ist mit der Bestellung weiterer A350 passiert?
2023 bestätigte Air Mauritius drei zusätzliche A350-900, die ab 2026 kommen sollten. 2025 berichteten Fachmedien, dass die Airline den Vertrag neu verhandeln will, weil die vier vorhandenen A350 für die Europa-Strecken ausreichten, und dass sie ihre Flottenplanung von Beratern prüfen lässt. Wie viele der drei Flugzeuge tatsächlich kommen, war zuletzt offen.
Woran erkenne ich ein Flugzeug von Air Mauritius am Kennzeichen?
Flugzeuge, die in Mauritius registriert sind, tragen das Nationalitätszeichen 3B-. Steht am Heck ein Kennzeichen mit 3B- und dazu das Air-Mauritius-Logo, ist die Zuordnung eindeutig.
Was ist der Unterschied zwischen dem A350-900 und dem A330-900 bei Air Mauritius?
Der A350-900 ist das größere Flugzeug mit 326 Sitzen, der A330-900 bietet laut Flottenangaben 288 Plätze. Optisch erkennst du den A350 an der dunkel umrandeten Cockpitverglasung und den stark nach oben gebogenen Flügelspitzen, den A330-900 an den klassischen A330-Cockpitfenstern und den großen, abgeknickten Sharklets.
Air Mauritius im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
Weitere Airlines
Air Austral
Die Airline von La Réunion: Sitz am Flughafen Roland Garros, Langstrecke nach Paris-Charles de Gaulle mit Boeing 777-300ER und 787-8, ein Regionalnetz im Indischen Ozean – und eine bewegte Geschichte seit 1974.
FerienfliegerCorsair
Französische Langstrecken-Airline mit Basis Paris-Orly: Corsair fliegt mit einer einheitlichen Airbus-A330neo-Flotte in die Antillen, in den Indischen Ozean und nach Westafrika.
NetzwerkAir Seychelles
Die nationale Airline der Seychellen fliegt mit zwei Airbus A320neo in die Region und mit Twin Otter zwischen den Inseln. Eine kleine Flotte mit großer Geschichte – und ein seltener Fang für Spotter.
NetzwerkMadagascar Airlines
Die nationale Airline Madagaskars: aus Air Madagascar und der Tochter Tsaradia hervorgegangen, heute mit einer kleinen ATR-72-Flotte ab Antananarivo-Ivato unterwegs – und mit einer Geschichte, die vom Jumbo-Combi bis zum A340 reicht.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
FlughafenFlughafen London-Gatwick
Eine einzige Hauptbahn, über 40 Millionen Passagiere im Jahr und orange Airbusse im Minutentakt: Gatwick ist Londons zweitgrößter Flughafen und ein Lehrstück dafür, wie viel Verkehr eine Bahn tragen kann. Für Spotter heißt das: kaum Leerlauf, viel easyJet, dazu Langstrecke von TUI, Norse, British Airways und den Golf-Carriern.
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