Das Wichtigste in Kürze
- Corsair ist eine französische Langstrecken-Airline mit Basis in Paris-Orly und Sitz auf Guadeloupe.
- Codes: IATA SS, ICAO CRL, Rufzeichen „CORSAIR“.
- Die Flotte ist einheitlich: Seit dem Abschied der letzten A330-300 im März 2025 fliegt Corsair nur noch den Airbus A330-900.
- Das Netz zielt auf Überseegebiete: Guadeloupe, Martinique, La Réunion, Mayotte, dazu Mauritius, Madagaskar und Westafrika.
- Die Geschichte ist bewegt: korsische Gründung 1981, Jahre bei Nouvelles Frontières und TUI, Rettung durch neue Eigentümer Ende 2020.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Corsair im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von Korsika nach Orly: die Geschichte
- 4.Die Flotte: nur noch A330neo
- 5.A330-900 oder A330-300? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Corsair erkennst
- 7.Das Streckennetz
- 8.Corsair spotten: am besten in Paris-Orly
- 9.Ein Blick zurück: die Corsair-Jumbos
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | SS |
|---|---|
| ICAO-Code | CRL |
| Rufzeichen | CORSAIR |
| Drehkreuze | ORY |
| Geschäftsmodell | Linien-Langstrecke mit Schwerpunkt auf Urlaubs- und Familienreiseverkehr in die Überseegebiete |
| Sitz | Guadeloupe (Französische Antillen) |
| Gegründet | 1981 als Corse Air International, Erstflug im Mai 1981 |
| Basis | Paris-Orly (ORY) |
| Eigentümer | seit Ende 2020 mehrheitlich ein Konsortium von Investoren aus den Überseegebieten |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Corsair, Stand 2026) | 9 Airbus A330-900 (A330neo) mit Rolls-Royce Trent 7000 |
| Sitzplätze | 352 oder 343 Plätze in drei Klassen: Business, Premium, Economy |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Corsair?
- Ausschließlich Airbus A330-900 – ein Langstrecken-Zweistrahler mit großen Trent-7000-Triebwerken
- Schriftzug „Corsair“ am Rumpf und französisches Kennzeichen mit F-
- Flugnummer beginnt mit SS, auf dem Tracker erscheint CRL
- Typcode auf Flugtrackern: A339
- Fast immer in Paris-Orly zu sehen, nicht in Charles de Gaulle
Corsair gehört zu den Airlines, die du in Deutschland praktisch nie zu Gesicht bekommst – und genau deshalb steht sie bei vielen Spottern auf der Liste für den nächsten Paris-Trip. Die französische Gesellschaft fliegt von Orly aus in die Karibik, in den Indischen Ozean und nach Westafrika, und zwar mit einer Flotte, die einheitlicher kaum sein könnte: nur noch Airbus A330neo. Hier erfährst du, wie du Corsair sicher zuordnest, wo du sie siehst und welche Flugzeuge heute nur noch im Archiv zu finden sind.
Seltene Gäste im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – auch die Corsair-A330neo von deinem Paris-Trip. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Corsair im Überblick
Corsair ist eine französische Langstrecken-Airline mit Firmensitz auf Guadeloupe und operativer Basis am Flughafen Paris-Orly. Ihr Kerngeschäft sind Verbindungen zwischen dem französischen Festland und den Überseegebieten: Guadeloupe, Martinique, La Réunion und Mayotte. Dazu kommen Ziele wie Mauritius, Madagaskar und mehrere Länder in Westafrika.
Damit bedient Corsair eine Mischung aus Urlaubern und Menschen, die Familie in den Überseegebieten besuchen. Anders als ein klassischer Ferienflieger mit Mittelstrecken ans Mittelmeer ist Corsair eine reine Langstrecken-Airline. Ein Drehkreuz mit Umsteigeverkehr wie Air France in Paris-Charles de Gaulle betreibt sie nicht – die meisten Flüge gehen direkt von Orly ans Ziel. Einer Allianz gehört Corsair nicht an.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code SS: steht in der Flugnummer, also auf Abflugtafeln, Bordkarten und in Flugplänen.
- ICAO-Code CRL: nutzt die Flugsicherung im Flugplan, und den siehst du auch auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen CORSAIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code SS ist ein gutes Beispiel dafür, dass Airline-Codes nicht immer aus dem Namen ableitbar sind. Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenhängen und warum Tracker oft andere Kürzel zeigen als die Abflugtafel, liest du im Guide IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf einem Flugtracker nach Corsair, filtere nach dem ICAO-Code CRL und dem Typ A339. Weil Corsair nur noch einen Flugzeugtyp betreibt, findest du so in Sekunden alle Maschinen in der Luft. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Von Korsika nach Orly: die Geschichte
Der Name verrät die Herkunft. Gegründet wurde die Airline 1981 als Corse Air International von der Familie Rossi auf Korsika; im Mai 1981 nahm sie den Flugbetrieb auf. Am Anfang standen Charterflüge mit der Sud Aviation Caravelle, später kamen Boeing 737 und schließlich Boeing 747 dazu.
1990 übernahm der französische Reiseveranstalter Nouvelles Frontières die Airline, und aus Corse Air wurde Corsair. 1999 startete Corsair Linienflüge auf der Langstrecke, im selben Jahr kam der Airbus A330-200 in die Flotte. Als Nouvelles Frontières 2000 an TUI ging, wurde Corsair Teil des Touristikkonzerns. Ab 2007 trat die Airline als Corsairfly auf, im März 2012 folgten der neue Name Corsair International und ein neues Erscheinungsbild.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1981 | Gründung als Corse Air International auf Korsika |
| 1990 | Übernahme durch Nouvelles Frontières, neuer Name Corsair |
| 1999 | Linienflüge auf der Langstrecke, erste Airbus A330-200 |
| 2000 | Nouvelles Frontières und damit Corsair kommen zu TUI |
| 2012 | Neuer Name Corsair International |
| 2019 | Intro Aviation übernimmt 53 Prozent, TUI behält 27 Prozent |
| 2020 | Abschied von der Boeing 747-400, neue Eigentümer zum Jahresende |
| 2021 | Erster Airbus A330-900 geht im März an Corsair |
| 2025 | Letzte A330-300 verlässt im März die Flotte |
Die Pandemie traf Corsair hart. Ende 2020 bestätigte ein französisches Handelsgericht einen Rettungsplan: Ein Konsortium von Investoren aus den Überseegebieten übernahm die Anteile von TUI und Intro Aviation und wurde Hauptaktionär. Zum Paket gehörten Darlehen von insgesamt 297 Millionen Euro, davon 141 Millionen vom französischen Staat. Ein 2021 angekündigtes Gemeinschaftsunternehmen mit Air Austral für die Strecken in den Indischen Ozean wurde 2022 wieder abgesagt.
Für deutsche Spotter ist die TUI-Zeit ein interessanter Querbezug: Corsair war damals eine Schwester von TUIfly. Heute gibt es diese Verbindung nicht mehr.
Die Flotte: nur noch A330neo
Corsair hat in wenigen Jahren seine komplette Flotte getauscht. Laut eigener Flottenübersicht fliegt die Airline 2026 ausschließlich den Airbus A330-900, also die A330neo. Die letzte A330-300 wurde im März 2025 ausgemustert.
| Typ | Anzahl | Sitze | Status | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A330-900 | 9 | 352 oder 343 | im Einsatz | Trent-7000-Triebwerke, Typcode A339 |
| Airbus A330-300 | – | – | ausgemustert 2025 | Typcode A333, Fotos jetzt Archiv |
| Airbus A330-200 | – | – | ausgemustert 2022 | Kürzerer Rumpf, Typcode A332 |
| Boeing 747-400 | – | – | ausgemustert 2020 | Jumbo mit Oberdeck, Typcode B744 |
Den ersten A330-900 übernahm Corsair Ende März 2021, das Flugzeug ist vom Leasinggeber Avolon gemietet. Laut Airbus tragen neue Triebwerke, überarbeitete Aerodynamik und neue Flügelspitzen zu rund 25 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß bei. Die Triebwerke vom Typ Trent 7000 kommen von Rolls-Royce – der A330neo ist ausschließlich mit diesem Triebwerk erhältlich.
Die Kabine gibt es in zwei Versionen: 352 Sitze mit 20 Business-, 21 Premium- und 311 Economy-Plätzen oder 343 Sitze mit 302 Economy-Plätzen. In der Business Class lassen sich die Sitze zu flachen Betten umbauen, jeder Platz hat direkten Zugang zum Gang.
Corsair auf die Wunschliste
Setz Corsair auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für die Airline, den Typ oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A330-900 oder A330-300? So unterscheidest du sie
Weil Corsair jahrelang beide Versionen parallel flog, lohnt sich der genaue Blick – vor allem, wenn du ältere Fotos sortierst. Rumpflänge und Grundform sind nahezu gleich, die Unterschiede sitzen an Flügeln und Triebwerken.
Das spricht für die A330-900
- Deutlich größere Triebwerke mit mehr Durchmesser (Trent 7000)
- Geschwungene, nach oben gezogene Flügelspitzen
- Auf Trackern als A339 geführt
- Bei Corsair: jedes Flugzeug ab März 2025
Das spricht für die A330-300
- Schlankere Triebwerksgondeln
- Klassische, kleine Winglets an der Flügelspitze
- Auf Trackern als A333 geführt
- Bei Corsair: nur auf Fotos bis Anfang 2025
Die A330-300 und die kürzere A330-200 findest du heute noch bei vielen anderen Airlines. Wenn du generell unsicher bist, welche Merkmale Airbus von Boeing trennen, hilft dir der Artikel Airbus und Boeing unterscheiden.
Woran du Corsair erkennst
Weil die Flotte so einheitlich ist, ist der erste Schritt einfach: Ein Langstrecken-Zweistrahler mit großen Triebwerken und dem Schriftzug „Corsair“ am Rumpf – das ist eine A330-900 von Corsair. Die Flugzeuge sind in Frankreich registriert und tragen Kennzeichen mit F- am Heck. Welche Länderpräfixe es gibt und wie du sie liest, erklärt der Guide zu Länderkennungen an Flugzeugen.
Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen französischen Langstrecken-Airlines, die ähnliche Ziele anfliegen. Air Caraïbes und French bee fliegen ebenfalls von Orly aus und setzen ebenfalls Airbus-Großraumflugzeuge ein. Auch die Kennzeichen beginnen dort mit F-. Den Unterschied machen Bemalung, Schriftzug und der ICAO-Code im Tracker.
Typ prüfen
Großraum-Zweistrahler mit großen Triebwerken und geschwungenen Flügelspitzen? Dann ist eine A330neo im Spiel.
Schriftzug lesen
Steht „Corsair“ am Rumpf, ist die Airline klar. Bei Fotos aus der Ferne hilft ein Zoom auf den Schriftzug.
Tracker abgleichen
CRL als ICAO-Code und A339 als Typ bestätigen die Sichtung.
Kennzeichen notieren
Das F-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – bei nur neun Flugzeugen hast du die Flotte schnell komplett.
Achtung Verwechslung
Ein Airbus-Großraumflugzeug mit F-Kennzeichen in Orly ist nicht automatisch Corsair. Auch andere französische Airlines fliegen Großraumflugzeuge von dort. Fotografier deshalb immer so, dass Schriftzug oder Kennzeichen lesbar sind.
Das Streckennetz
Corsair fliegt von Paris-Orly aus vor allem zu diesen Zielen:
- Französische Antillen: Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) und Fort-de-France (Martinique)
- Indischer Ozean: Saint-Denis (La Réunion), Dzaoudzi (Mayotte), Port-Louis (Mauritius) und Antananarivo (Madagaskar)
- Westafrika: Abidjan (Elfenbeinküste), Cotonou (Benin) und Bamako (Mali)
Dazu kommen Abflüge aus französischen Regionalflughäfen, etwa aus Marseille oder Bordeaux, teils nur saisonal. Frühere Ziele wie Montréal oder Sint Maarten gehören nicht mehr zum Netz – ein Corsair-Jet über dem Maho Beach ist also heute eher eine Erinnerung als eine realistische Chance. Strecken und Saisons ändern sich; prüf vor einer Tour den aktuellen Flugplan von Corsair und des Flughafens.
Corsair spotten: am besten in Paris-Orly
Wer Corsair fotografieren will, kommt um Paris-Orly kaum herum. Dort starten und landen fast alle Flüge der Airline. Weil Corsair nur eine Handvoll Flugzeuge auf langen Strecken einsetzt, gibt es pro Tag nur wenige Bewegungen. Wann genau die A330neo kommen, hängt vom Flugplan und der Saison ab – plan deinen Besuch deshalb mit einem Tracker.
Orly hat seit Jahrzehnten eine nächtliche Betriebsbeschränkung, Flüge drängen sich deshalb in die Tagesrandzeiten und den Tag. Wie du Wind und Pistenrichtung einschätzt, damit du auf der richtigen Seite des Platzes stehst, erklärt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Für einen Paris-Trip mit mehreren Flughäfen lohnt sich auch ein Blick auf Paris-Charles de Gaulle, wo Air France dominiert – Corsair findest du dort aber in der Regel nicht.
Gute Chancen auf Corsair, wenn …
- du in Paris-Orly bist und der Tracker CRL-Flüge zeigt
- Ferienzeit in Frankreich ist und die Antillen- und Réunion-Strecken voll laufen
- du morgens die Ankünfte der Nachtflüge abpasst
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem französischen Regionalflughafen wie Marseille oder Bordeaux spotten willst
- du nach älteren Spotterberichten planst, in denen noch 747 oder A330-300 vorkommen
Eher kein Corsair-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen stehst – im Linienverkehr fliegt Corsair hier nicht
Eine Übersicht über lohnende Ziele jenseits der Grenze findest du unter die besten Spotting-Spots in Europa.
Sicherheit und Regeln
Auch in Frankreich gilt: Fotografier nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, respektiere Zäune und Sperrzonen und lass die Drohne zu Hause. Was beim Spotten rechtlich zu beachten ist, liest du in Ist Planespotting erlaubt?.
Ein Blick zurück: die Corsair-Jumbos
Bevor die A330neo kam, war Corsair einer der Betreiber der Boeing 747-400 auf Strecken in die Überseegebiete. Die Jumbos mit ihrer hohen Sitzzahl passten gut zu den nachfragestarken Ferienstrecken. Im April 2020 kündigte Corsair wegen der Pandemie den Abschied an; die letzte 747-400 verließ die Flotte im Juni 2020. Wer Fotos der Corsair-Jumbos im Archiv hat, besitzt heute ein echtes Stück Luftfahrtgeschichte. Mehr zur Ära der Königin der Lüfte erzählt die Geschichte der Boeing 747.
Häufige Verwechslungen
- SS für eine Abkürzung von „Corsair“ halten – IATA-Codes folgen nicht immer dem Namen; der ICAO-Code CRL ist hier näher dran.
- Corsair in Charles de Gaulle suchen – die Airline fliegt von Orly, nicht vom Air-France-Drehkreuz.
- Jeden Airbus-Großraumjet in Orly für Corsair halten – auch andere französische Airlines setzen dort Airbus-Großraumflugzeuge ein.
- Alte Fotos falsch beschriften – A330-300 und A330-900 sehen ähnlich aus, die Triebwerke verraten die Generation.
- Corsair noch für eine TUI-Airline halten – seit Ende 2020 gehört sie mehrheitlich Investoren aus den Überseegebieten.
- Corsair für einen klassischen Ferienflieger ans Mittelmeer halten – das Netz ist reine Langstrecke in die Überseegebiete, nach Afrika und in den Indischen Ozean.
Die ganze Corsair-Flotte im Blick
Beobachte die A330neo von Corsair, poste deine Sichtungen mit Typ, Kennzeichen und Spot und vergleiche deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Corsair ist eine kleine, aber eigenständige Langstrecken-Airline mit klarem Profil: Basis Paris-Orly, Ziele in den Überseegebieten, Westafrika und dem Indischen Ozean und eine Flotte aus neun A330neo. Für deutsche Spotter ist sie ein typisches Reiseziel-Motiv – wer in Orly steht und CRL im Tracker sieht, kann die Flotte mit etwas Geduld komplett sammeln. Und wer noch Fotos von Corsair-747 oder A330-300 hat, beschriftet sie am besten sorgfältig: Diese Kapitel sind abgeschlossen.
Kurzfazit
Corsair (IATA SS, ICAO CRL) ist eine französische Langstrecken-Airline mit Basis in Paris-Orly und einer reinen Airbus-A330-900-Flotte. Am Schriftzug, am F-Kennzeichen und am Trackercode CRL ordnest du sie sicher zu.
Zusammenfassung
- Corsair erkennst du am Schriftzug am Rumpf und daran, dass jedes Flugzeug ein Airbus A330-900 ist.
- Für Spotter ist Paris-Orly der Ort der Wahl – nach Deutschland fliegt Corsair im Linienverkehr nicht.
- Spannend wird Corsair vor allem als Teil der Geschichte: Boeing 747-400, A330-200 und A330-300 sind Geschichte, Fotos davon sind heute Archivmaterial.
- Am Flughafen konkurriert Corsair mit Air France, Air Caraïbes und French bee – den Unterschied machen Bemalung, ICAO-Code und Kennzeichen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Corsair?
Corsair hat den IATA-Code SS und den ICAO-Code CRL. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „CORSAIR“. Auf Abflugtafeln siehst du also Flugnummern wie SS und eine Zahl, auf Flugtrackern meist CRL.
Welche Flugzeuge fliegt Corsair?
Corsair fliegt ausschließlich den Airbus A330-900, also die A330neo. Laut Corsair sind es neun Flugzeuge mit Triebwerken vom Typ Rolls-Royce Trent 7000. Es gibt zwei Kabinenversionen mit 352 oder 343 Sitzen, jeweils mit 20 Business- und 21 Premium-Plätzen.
Welche Flugzeuge hatte Corsair früher?
Über die Jahrzehnte flog Corsair unter anderem Caravelle, Boeing 737 und mehrere Versionen der Boeing 747. Später prägten die Boeing 747-400, der A330-200 und der A330-300 die Flotte. Die 747-400 verließen Corsair 2020, die letzte A330-200 ging 2022, die letzte A330-300 im März 2025.
Wo hat Corsair seine Basis?
Der Flugbetrieb läuft von Paris-Orly aus. Dort starten die meisten Langstreckenflüge. Dazu kommen Abflüge aus einigen französischen Regionalflughäfen, etwa Marseille oder Bordeaux, teils nur in bestimmten Saisons. Der Firmensitz liegt auf Guadeloupe.
Gehört Corsair zu einer Allianz?
Nein. Corsair ist weder Mitglied der Star Alliance noch von SkyTeam oder oneworld. Sie setzt stattdessen auf einzelne Kooperationen, etwa mit der französischen Bahn SNCF beim Angebot „Train + Air“ als Zubringer nach Orly.
Fliegt Corsair nach Deutschland?
Im regulären Linienverkehr nicht. Das Netz verbindet Frankreich mit den Überseegebieten, dem Indischen Ozean und Westafrika. Wer Corsair fotografieren will, fährt am besten nach Paris-Orly. Ein Corsair-Flugzeug in Deutschland wäre eine Ausnahme, etwa bei einem Sonderflug.
Hat Corsair etwas mit TUI zu tun?
Heute nicht mehr. Corsair gehörte ab 1990 zum Reiseveranstalter Nouvelles Frontières, der 2000 unter das Dach von TUI kam. 2019 verkaufte TUI die Mehrheit an Intro Aviation, Ende 2020 übernahm ein Konsortium von Investoren aus den Überseegebieten die Anteile von TUI und Intro Aviation.
Wie unterscheide ich den A330-900 von einem älteren A330-300?
Beide sind nahezu gleich lang. Achte auf die Triebwerke: Der A330-900 hat die größeren Trent 7000 mit deutlich mehr Durchmesser. Dazu kommen die geschwungenen, nach oben gezogenen Flügelspitzen der neo. Auf Trackern steht der A330-900 als A339, der A330-300 als A333.
Corsair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
Weitere Airlines
Air Caraïbes
Die Airline der französischen Antillen: Sitz auf Guadeloupe, Langstrecke ab Paris-Orly mit Airbus A350 und A330, ein ATR-Netz zwischen den Inseln – und French Bee als Schwester im selben Konzern.
Low-CostFrench bee
Die französische Low-Cost-Airline für die Langstrecke: 2016 als French Blue gestartet, heute mit einer kleinen, reinen Airbus-A350-Flotte ab Paris-Orly nach La Réunion, Nordamerika und Tahiti unterwegs.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
FerienfliegerTUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
FerienfliegerAir Transat
Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
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