Das Wichtigste in Kürze
- Norra ist Finnairs Regionalpartner: Die Airline fliegt im Auftrag von Finnair und verkauft keine eigenen Tickets.
- Codes: IATA N7, ICAO FCM, Rufzeichen „FINNCOMM“ – die Flugnummern beginnen trotzdem mit AY.
- Zwei Flugzeugfamilien: ATR 72 für Inland und kurze Strecken, Embraer 190 für Europa.
- Eigentümer sind Danish Air Transport (60 Prozent) und Finnair (40 Prozent); die Flugzeuge least Norra von Finnair.
- Generationswechsel: Finnair hat 2026 Embraer E195-E2 für den Einsatz bei Norra bestellt, dazu kommen einzelne gebrauchte ATR und Embraer 190.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Norra im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Geschichte: von Finncomm über Flybe Nordic zu Norra
- 4.Die Flotte: ATR 72 und Embraer 190
- 5.Generationswechsel: E195-E2 und ATR 72-600
- 6.Woran du Norra erkennst
- 7.Norra spotten: Helsinki und Europa
- 8.Norra im Vergleich mit anderen Regionalpartnern
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | N7 |
|---|---|
| ICAO-Code | FCM |
| Rufzeichen | FINNCOMM |
| Drehkreuze | HEL |
| Geschäftsmodell | Regionalairline, die im Auftrag von Finnair fliegt – ohne eigenen Ticketverkauf |
| Sitz | Vantaa am Flughafen Helsinki, Finanzabteilung in Seinäjoki |
| Wurzeln | 1993 als Vorgänger von Finncomm Airlines gegründet, ab 2011 Flybe Nordic, seit 2015 Nordic Regional Airlines |
| Eigentümer | Danish Air Transport (60 Prozent) und Finnair (40 Prozent) |
| Drehkreuz | Helsinki-Vantaa (HEL) |
| Flugnummern | Flüge laufen unter Finnair-Flugnummern (AY) |
| Allianz | Fliegt für das oneworld-Mitglied Finnair; Fluggäste sammeln im Finnair-Programm |
| Flotte (Stand 2026) | Je 12 ATR 72-500 und Embraer 190, geleast von Finnair; weitere gebrauchte ATR und Embraer 190 angekündigt |
| Bestellung über Finnair | 18 Embraer E195-E2, Auslieferungen ab 2027 vorgesehen |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Nordic Regional Airlines?
- Reguläre Finnair-Bemalung: weißer Rumpf, blauer Schriftzug, blaues Finnair-Logo am Leitwerk
- Ein Turboprop in Finnair-Farben ist praktisch immer eine Norra-ATR 72
- Ein Embraer 190 in Finnair-Farben fliegt ebenfalls Norra – Finnair selbst setzt in Europa Airbus ein
- Finnische Kennzeichen mit OH-; die Embraer tragen meist OH-LK…, die ATR OH-AT…
- Auf dem Tracker steht FCM statt FIN, obwohl die Flugnummer mit AY beginnt
- Im Funk meldet sich die Crew mit dem alten Rufzeichen „FINNCOMM“
Du stehst am Zaun, ein Flugzeug in Finnair-Blau rollt vorbei – und auf dem Tracker steht nicht FIN, sondern FCM. Das ist kein Fehler, sondern Norra. Die finnische Regionalairline fliegt einen großen Teil des Finnair-Netzes, ohne dass du ihren Namen am Rumpf liest. Diese Seite zeigt dir, wer hinter Norra steckt, welche Flugzeuge sie fliegt und wie du ihre ATR und Embraer sicher zuordnest.
Jede ATR und jede Embraer im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – so trennst du Norra-Flüge sauber von Finnair selbst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Norra im Überblick
Nordic Regional Airlines Oy, kurz Norra, ist eine finnische Regionalairline mit Sitz in Vantaa direkt am Flughafen Helsinki. Dort steht auch das Betriebszentrum, die Finanzabteilung sitzt traditionell in Seinäjoki in Westfinnland – ein Überbleibsel aus der Gründungszeit.
Das Besondere: Norra verkauft keine eigenen Tickets. Seit 2015 fliegt die Airline ausschließlich im Auftrag von Finnair. Finnair plant das Netz, verkauft die Plätze und stellt die Flugzeuge, Norra liefert Crews, Technik und den Flugbetrieb. In der Branche nennt man so ein Modell auch Kapazitätskauf – eng verwandt mit dem klassischen Wet-Lease, nur dauerhaft angelegt.
Für Passagiere ist das kaum sichtbar: Die Flugzeuge tragen Finnair-Bemalung, die Flüge haben AY-Flugnummern, Bordservice und Vielfliegerprogramm sind die von Finnair, das Mitglied der Allianz oneworld ist. Für dich als Spotter ist Norra dagegen eine eigene Airline mit eigenem Code, eigener Flotte und eigener Geschichte.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code N7: gehört Norra, taucht im Alltag aber kaum auf, weil die Flüge als Finnair-Flüge verkauft werden.
- ICAO-Code FCM: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern – das ist dein wichtigstes Erkennungsmerkmal.
- Rufzeichen FINNCOMM: So meldet sich die Crew im Funk. Der Name erinnert an den Vorgänger Finncomm Airlines.
Das Zusammenspiel ist typisch für Regionalpartner großer Netzwerk-Airlines: Die Flugnummer gehört der Marke, der ICAO-Code dem Betreiber. Wenn du das Prinzip einmal verstanden hast, erkennst du es bei vielen Airlines wieder – ähnlich wie bei Codeshare-Flügen, nur dass hier tatsächlich eine andere Gesellschaft fliegt.
Tracker richtig lesen
Viele Tracker zeigen das ICAO-Rufzeichen statt der Flugnummer. Steht dort FCM gefolgt von Ziffern, ist es ein Norra-Flug für Finnair. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: von Finncomm über Flybe Nordic zu Norra
Die Wurzeln von Norra liegen in Südösterbotten. 1993 entstand dort ein kleines Charterunternehmen, aus dem später Finnish Commuter Airlines wurde – bekannt als Finncomm Airlines. Ende der 1990er-Jahre begann der Linienverkehr, und die Zusammenarbeit mit Finnair wurde Schritt für Schritt enger; 2010 stieg Finnair mit einer Minderheitsbeteiligung ein. Im Lauf der Jahre flog Finncomm unter anderem Embraer ERJ 145, ATR 42 und ATR 72 sowie geleaste Embraer E170. Die Firmenzentrale blieb in Seinäjoki, der Flugbetrieb lief über Helsinki-Vantaa.
2011 übernahmen die britische Flybe und Finnair die Airline gemeinsam: Flybe hielt 60 Prozent, Finnair 40 Prozent. Unter dem Namen Flybe Nordic beziehungsweise Flybe Finland sollte sie ein eigenes Regionalnetz in Skandinavien aufbauen. 2012 übernahm die Airline zudem die zwölf Embraer 190 von Finnair. Wirtschaftlich ging die Rechnung nicht auf. Ende 2014 einigte sich Flybe darauf, ihren Anteil für einen symbolischen Euro abzugeben.
2015 folgte der Neustart: Die Airline flog ab dem 1. Mai 2015 nur noch unter Finnair-Flugnummern und heißt seitdem Nordic Regional Airlines. Der frühere Flybe-Anteil wechselte in den Folgejahren mehrfach, unter anderem lagen Anteile bei finnischen Investoren und übergangsweise bei Finnair. 2018 wurde schließlich die dänische Danish Air Transport Mehrheitseigner, heute mit 60 Prozent neben Finnair mit 40 Prozent. Diese Eigentümerstruktur gilt bis heute.
1993–2011: Finncomm
Kleine Regionalairline aus Westfinnland, ab Ende der 1990er Partner von Finnair.
2011–2015: Flybe Nordic
Gemeinschaftsunternehmen von Flybe und Finnair mit eigenem Netz – und hohen Verlusten.
Seit 2015: Norra
Neuer Name, kein eigenes Risiko mehr: Alle Flüge laufen im Auftrag von Finnair.
Seit 2018: dänische Mehrheit
Danish Air Transport hält 60 Prozent, Finnair 40 Prozent.
Gerade in Phasen schwacher Nachfrage spielt Norra ihre Stärke aus: Kleinere Flugzeuge lassen sich auf dünnen Strecken wirtschaftlicher einsetzen als ein Airbus der A320-Familie.
Die Flotte: ATR 72 und Embraer 190
Norra setzt auf zwei Flugzeugfamilien. Die Flugzeuge gehören Finnair beziehungsweise deren Leasinggesellschaft und werden an Norra vermietet. Nach Finnair-Angaben bestand die Norra-Flotte zuletzt aus je zwölf ATR 72-500 und Embraer 190; angekündigt sind je zwei weitere gebrauchte ATR und Embraer 190.
| Typ | Anzahl (Stand 2026) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| ATR 72-500 | 12 | 68–70 | Finnland-Inland, kurze Strecken in den Ostseeraum | Turboprop mit Sechsblatt-Propellern, Kennzeichen meist OH-AT… |
| ATR 72-600 | zwei gebrauchte für 2026 angekündigt | – | wie die 72-500 | Neuere Generation, außen kaum von der 72-500 zu unterscheiden |
| Embraer 190 | 12 (zwei weitere gebrauchte angekündigt) | 100 | Europa-Strecken ab Helsinki | Regionaljet, Kennzeichen meist OH-LK… |
| Embraer E195-E2 | 18 von Finnair bestellt | 134 | ab 2027 als E190-Nachfolger | Größere Triebwerke, längerer Rumpf |
Die ATR 72-500 ist das Arbeitspferd im Inland. Sie bedient Städte wie Oulu, Vaasa, Kuopio, Joensuu oder Kajaani und kurze Strecken über die Ostsee. Hersteller ist ATR aus Toulouse. Die neuere ATR 72-600 erkennst du von außen nur an Details – am verlässlichsten über das Kennzeichen und den Tracker.
Die Embraer 190 fliegt die längeren Strecken, auch nach Skandinavien, ins Baltikum und nach Mitteleuropa. Wie du sie von E170, E175, E195 und der E2-Generation unterscheidest, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Die E195-E2 als Erstsichtung?
Richte in Planetrack Sichtungs-Alarme für Typen oder Kennzeichen ein und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Generationswechsel: E195-E2 und ATR 72-600
2026 ist für Norra ein Umbruchjahr. Im März 2026 hat Finnair 18 Embraer E195-E2 bestellt, dazu Optionen und Kaufrechte für weitere Flugzeuge. Betreiber wird Norra, die Auslieferungen sind ab der zweiten Jahreshälfte 2027 vorgesehen, die E2 bietet 134 Sitze. Die E2 löst nach und nach die Embraer 190 ab. Hersteller ist Embraer aus Brasilien.
Parallel kommen gebrauchte Flugzeuge dazu: Angekündigt sind je zwei weitere ATR und Embraer 190, darunter nach Berichten auch ATR der neueren Version 72-600. Für dich lohnt sich deshalb ein Blick auf neue OH-Kennzeichen in Helsinki.
Für Spotter heißt das: Die nächsten Jahre sind spannend. Die Embraer 190, die viele seit über einem Jahrzehnt in Helsinki und Mitteleuropa begleiten, wird schrittweise seltener. Wer die alte Flotte vollständig fotografieren will, sollte nicht zu lange warten. Wie du die verschiedenen Generationen auseinanderhältst, zeigt der Guide Regionaljets erkennen.
So erkennst du die E195-E2
- Deutlich größere Triebwerke mit großem Durchmesser
- Längerer Rumpf als die E190
- Schlankere Flügel mit eigenem Flügelspitzen-Design
- Auf Trackern als E295 geführt
So erkennst du die E190
- Kleinere, kompaktere Triebwerke unter dem Flügel
- Kürzerer Rumpf mit klassischen Winglets
- Kennzeichen meist aus der Reihe OH-LK…
- Auf Trackern als E190 geführt
Woran du Norra erkennst
Norra-Flugzeuge tragen die reguläre Finnair-Bemalung: weißer Rumpf, blauer Finnair-Schriftzug und das blaue Logo am Leitwerk. Einen Norra-Schriftzug suchst du in der Regel vergeblich. Die Zuordnung gelingt deshalb über den Flugzeugtyp, das Kennzeichen und den ICAO-Code.
Die wichtigste Faustregel ist simpel: Finnair selbst fliegt in Europa Airbus-Flugzeuge der A320-Familie, auf der Langstrecke A350 und A330. Alles, was in Finnair-Farben ein Propeller hat oder ein Embraer ist, fliegt Norra. Bei Turboprops hilft dir der Guide ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden, falls du dir beim Typ unsicher bist.
Achtung Verwechslung
Ältere Fotos zeigen ATR 72 in Flybe-Lackierung mit finnischen Kennzeichen – das ist ebenfalls die heutige Norra, nur aus der Zeit als Flybe Nordic. Notiere bei historischen Bildern deshalb immer den Betreiber zum Aufnahmezeitpunkt.
Norra spotten: Helsinki und Europa
Der beste Ort für Norra ist naturgemäß Helsinki-Vantaa – alles Wichtige zum Platz steht im Porträt zum Flughafen Helsinki. Hier starten und landen alle Norra-Flugzeuge, morgens verlassen die ATR die Basis in Richtung Inland, und über den Tag pendeln die Embraer nach Skandinavien, ins Baltikum und nach Mitteleuropa. Ein lohnender Abstecher ist das Luftfahrtmuseum direkt am Flughafen, das wir unter Suomen Ilmailumuseo am Flughafen Helsinki beschreiben.
Die ATR erwischst du außerdem an den finnischen Regionalflughäfen. Viele davon sind klein, mit wenigen Bewegungen am Tag – dafür kommst du oft nah an die Maschinen heran. Tipps für solche Plätze findest du im Artikel Spotting an kleinen Regionalflughäfen. Wann welche Inlandsstrecke wie oft bedient wird, schwankt zwischen Sommer- und Winterflugplan deutlich.
Im Winter bekommst du in Finnland Motive, die es in Mitteleuropa selten gibt: ATR im Schneetreiben, Enteisungsfahrzeuge an der Embraer, tief stehende Sonne schon am Mittag. Wie du dich dafür ausrüstest, erklärt Planespotting im Winter, was bei der Enteisung von Flugzeugen passiert, zeigt der passende Hintergrundartikel.
In Deutschland siehst du Norra vor allem mit der Embraer 190. Finnair setzt die Jets auf einzelnen Strecken nach Mitteleuropa ein, auch zu deutschen Flughäfen. Welcher Umlauf gerade mit Embraer statt Airbus geflogen wird, ändert sich mit dem Flugplan.
Gute Chancen auf Norra, wenn …
- du in Helsinki spottest – dort ist die gesamte Flotte zu Hause
- im Tracker ein AY-Flug mit Rufzeichen FCM angezeigt wird
- du einen finnischen Regionalflughafen besuchst
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen auf die Embraer hoffst – oft fliegt Finnair dieselbe Strecke mit Airbus
- du nach älteren Spotterberichten planst
Eher kein Norra-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Finnair-Verbindung nach Helsinki hat
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – auch an kleinen Regionalflughäfen, an denen die Wege kurz wirken. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.
Norra im Vergleich mit anderen Regionalpartnern
Das Modell Norra ist in Nordeuropa kein Einzelfall. In Schweden fliegt BRA Braathens Regional Airlines heute ATR 72 im Auftrag anderer Airlines, in Norwegen ist Widerøe die große Regionalairline mit Turboprops, und auch Finnland hatte mit Blue1 eine eigene Regionalairline, die lange für eine größere Marke flog. Einen Überblick über das Feld gibt der Artikel Regionalairlines in Europa.
Der Unterschied zu vielen Regionalpartnern: Norra hat keinen eigenen Markenauftritt mehr. Ob du einen Norra- oder einen Finnair-Flug siehst, verraten dir nur Typ, Kennzeichen und Rufzeichen.
Häufige Verwechslungen
- Jeden Flug in Finnair-Farben Finnair zuordnen – ATR 72 und Embraer 190 fliegt Norra mit ICAO-Code FCM.
- FCM für einen Tracker-Fehler halten – der Code gehört Norra und ist korrekt, auch wenn die Flugnummer mit AY beginnt.
- Flybe-ATR mit finnischem Kennzeichen falsch einordnen – das ist die heutige Norra aus der Flybe-Nordic-Zeit.
- ATR 72-500 und 72-600 nach Optik trennen – außen sind die Unterschiede klein, Kennzeichen und Tracker sind zuverlässiger.
- E190 und E195-E2 verwechseln – die E2 hat deutlich größere Triebwerke und einen längeren Rumpf.
- Norra als Billigtochter verstehen – Norra verkauft keine Tickets, sondern fliegt Finnair-Strecken im Auftrag.
Norra im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die ATR 72 oder die Embraer 190 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Norra ist die Airline, die du ständig siehst, ohne ihren Namen zu lesen. Hinter der Finnair-Bemalung stecken eine eigene Gesellschaft mit Wurzeln in Westfinnland, eine wechselvolle Geschichte über Finncomm und Flybe Nordic und eine Flotte aus ATR 72 und Embraer 190, die gerade vor dem Generationswechsel zur E195-E2 steht. Wer Rufzeichen, Typ und Kennzeichen mitnotiert, ordnet jede dieser Sichtungen richtig zu.
Kurzfazit
Nordic Regional Airlines (IATA N7, ICAO FCM) fliegt ATR 72 und Embraer 190 in Finnair-Farben unter AY-Flugnummern. Turboprop oder Embraer in Finnair-Optik heißt Norra – der Tracker bestätigt es mit FCM.
Zusammenfassung
- Norra ist die unsichtbare Airline hinter vielen Finnair-Flügen: gleiche Bemalung, gleiche Flugnummern, aber eigener ICAO-Code FCM.
- Für Spotter gilt eine einfache Regel: Turboprop oder Embraer in Finnair-Farben heißt Norra, Airbus heißt Finnair.
- Die ATR 72 siehst du vor allem auf Inlandsstrecken nach Oulu, Vaasa oder Kuopio, die Embraer 190 auch an deutschen Flughäfen.
- Mit der bestellten E195-E2 und weiteren gebrauchten Flugzeugen lohnt sich der genaue Blick auf Kennzeichen und Typ in den nächsten Jahren besonders.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Norra?
Nordic Regional Airlines hat den IATA-Code N7 und den ICAO-Code FCM. Das Rufzeichen lautet „FINNCOMM“ und stammt noch aus der Zeit als Finncomm Airlines. Im Alltag siehst du N7 kaum, denn die Flüge laufen unter Finnair-Flugnummern mit AY.
Kann ich bei Norra direkt einen Flug buchen?
Nein. Norra fliegt im Auftrag von Finnair, das Ticket kaufst du bei Finnair. Seit 2015 betreibt Norra keine Flüge mehr auf eigenes kommerzielles Risiko, sondern stellt Flugzeuge und Crews für Finnair-Strecken bereit.
Welche Flugzeuge fliegt Norra?
Norra betreibt ATR 72 und Embraer 190. Laut Finnair-Flottenübersicht waren es zuletzt je zwölf Flugzeuge; die ATR sind überwiegend 72-500 mit rund 68 bis 70 Sitzen, die Embraer 190 haben etwa 100 Sitze. Für 2026 sind einige gebrauchte Flugzeuge als Ergänzung angekündigt. Alle Flugzeuge least Norra von Finnair.
Wem gehört Norra?
Mehrheitseigner ist seit 2018 die dänische Danish Air Transport mit 60 Prozent. Finnair hält 40 Prozent und ist zugleich der einzige große Kunde der Airline.
Was hat Norra mit Flybe zu tun?
Von 2011 bis 2015 flog die Airline als Flybe Nordic beziehungsweise Flybe Finland, damals gemeinsam von der britischen Flybe und Finnair übernommen. Nachdem Flybe Ende 2014 den Ausstieg beschlossen hatte, entstand 2015 die heutige Nordic Regional Airlines. Ältere Spotterfotos zeigen die ATR deshalb noch in Flybe-Farben.
Wie erkenne ich auf dem Tracker, ob Norra fliegt?
Achte auf das ICAO-Rufzeichen. Steht dort FCM statt FIN, fliegt Norra – auch wenn die Flugnummer AY lautet. Zusätzlich hilft der Typ: ATR 72 (AT75/AT76) oder Embraer 190 (E190) sind bei Finnair-Flügen Norra-Muster.
Kommt Norra auch nach Deutschland?
Ja. Norra fliegt mit der Embraer 190 im Auftrag von Finnair auch Strecken nach Mitteleuropa, darunter einzelne Verbindungen zu deutschen Flughäfen. Welche Strecken gerade ein Embraer bedient, wechselt mit dem Flugplan; prüf deshalb vor dem Spotten die aktuellen AY-Flüge.
Was ändert sich mit der Embraer E195-E2?
Finnair hat im März 2026 18 Embraer E195-E2 bestellt, die Norra betreiben wird. Die Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen. Die E2 gilt als Nachfolger der Embraer 190. Bis dahin bleibt die E190 das Bild auf den Strecken.
Nordic Regional Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
Weitere Airlines
Finnair
Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.
RegionalDAT Danish Air Transport
Familiengeführte Airline aus Vamdrup in Jütland: eigene Linienflüge nach Bornholm, in Norwegen, Deutschland und Italien, dazu Wet-Lease mit ATR-Turboprops und Airbus A320 für andere Airlines.
RegionalFlybe
Historische britische Regionalairline aus Exeter: Aus Jersey European wurde Flybe, zeitweise Europas größte Regionalairline und weltweit größter Betreiber der Dash 8 Q400. Nach der Pleite im März 2020 folgte 2022 ein Neustart aus Birmingham, der im Januar 2023 endete.
RegionalBlue1
Historische finnische Airline: 1987 als Air Botnia gegründet, ab 1998 Teil von SAS, ab 2004 Blue1 mit Avro RJ, MD-90 und Boeing 717 – und 2016 in CityJet aufgegangen.
RegionalBRA Braathens Regional Airlines
Eine der wichtigsten Inlandsairlines Schwedens: 2016 aus Malmö Aviation und Sverigeflyg entstanden, bis Ende 2024 mit eigenem Netz ab Bromma – heute fliegen ihre ATR 72-600 im Wet-Lease, vor allem für SAS.
RegionalWiderøe
Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Helsinki-Vantaa
Finnlands Tor zur Welt liegt 17 Kilometer nördlich der Hauptstadt in Vantaa: drei Pisten, ein zusammengewachsenes Terminal, Finnair mit A350-Flotte als Hausherr – und rund um den Zaun eine Reihe von Spotterpunkten, die du je nach Betriebsrichtung wechselst.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
Allianzoneworld
Die kleinste der drei großen Allianzen mit den größten Namen: British Airways, American, Qatar Airways, Cathay Pacific, Qantas und Co. – und Flugzeugen im oneworld-Design, die Spotter gezielt jagen.
Wo du Nordic Regional Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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