Das Wichtigste in Kürze
- Die VC-137 ist die militärische VIP-Version der Boeing 707 und war ab 1959 der erste Düsenjet im Dienst des US-Präsidenten.
- Zwei Maschinen prägten das Bild der Air Force One: SAM 26000 (ab 1962, Kennedy bis Clinton) und SAM 27000 (ab 1972, Nixon bis George W. Bush).
- Die blau-weiße Lackierung entwarf der Industriedesigner Raymond Loewy für die Kennedys – sie prägt die Präsidentenflugzeuge bis heute.
- „Air Force One“ ist ein Rufzeichen, kein Flugzeugname: Es gilt für jedes Flugzeug der Air Force, in dem der Präsident sitzt.
- Heute siehst du die VC-137 nur noch im Museum: in Dayton, Simi Valley, Seattle und Tucson – teilweise sogar von innen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing VC-137?
- 2.Air Force One: ein Rufzeichen, kein Flugzeug
- 3.Die Anfänge: SAM 970 und Eisenhowers Jets
- 4.SAM 26000: Kennedys Air Force One
- 5.SAM 27000: von Nixon bis George W. Bush
- 6.Technik: was in der VC-137C steckt
- 7.So erkennst du eine VC-137
- 8.Wo du die VC-137 heute siehst
- 9.Fototipps für Präsidentenflugzeuge im Museum
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing (Renton, Washington) |
|---|---|
| Basis | VC-137A/B: Boeing 707-153 (707-120-Familie); VC-137C: Boeing 707-353B (707-320B Intercontinental) |
| Betreiber | US Air Force, Präsidentenstaffel auf der Andrews AFB bei Washington |
| Erste Auslieferung | 1959 (drei VC-137A für Präsident Eisenhower) |
| Präsidentenmaschinen VC-137C | SAM 26000 (62-6000, Baujahr 1962) und SAM 27000 (72-7000, Erstflug 31. Juli 1972) |
| Triebwerke VC-137C | 4 × Pratt & Whitney TF33 (militärische JT3D-Turbofans), je rund 80 kN |
| Länge VC-137C | 46,61 m |
| Spannweite VC-137C | 44,42 m |
| Höhe VC-137C | 12,93 m |
| Max. Startgewicht VC-137C | rund 148 t |
| Status | Historisch: SAM 26000 im Jahr 1998, SAM 27000 im Jahr 2001 ausgemustert; beide VC-137C und zwei VC-137B stehen heute in Museen |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Klassische 707-Silhouette: vier Triebwerke in Einzelgondeln unter stark gepfeilten Flügeln, schmaler Rumpf mit langer Fensterreihe
- Spitzer Antennendorn oben an der Seitenflosse, der nach vorn ragt – typisch für fast alle 707
- Lackierung nach Raymond Loewy: helles Blau und Weiß, polierte Metallflächen unten, Schriftzug „United States of America“ über den Fenstern
- US-Flagge am Seitenleitwerk, darunter die verkürzte Seriennummer 26000 oder 27000, dazu das Präsidentensiegel am Bug
- Bei der VC-137C: kurze Fan-Gondeln der TF33-Turbofans und der lange Rumpf der 707-320B
- Bei SAM 970 (VC-137B): sichtbar kürzerer Rumpf der 707-120-Familie
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Vierstrahler in Hellblau und Weiß, die US-Flagge am Leitwerk und über den Fenstern der Schriftzug „United States of America“: Dieses Bild hat die Boeing VC-137 geprägt. Sie war die erste Jet-Generation der Präsidentenflugzeuge und als SAM 26000 und SAM 27000 Schauplatz einiger der bekanntesten Momente der US-Geschichte. Fliegen siehst du sie nicht mehr – aber in vier US-Museen kannst du sie aus nächster Nähe erleben, zwei davon sogar von innen. Hier bekommst du Geschichte, Technik und die Merkmale, an denen du die präsidialen 707 erkennst.
Geschichte im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Begegnung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Ort fest – auch Museumsstücke wie die Air Force One SAM 26000. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Boeing VC-137?
Die VC-137 ist die VIP-Version der Boeing 707 für die US Air Force. Unter dem Oberbegriff C-137 Stratoliner fasste die Air Force ihre 707-Transporter zusammen; das vorangestellte V steht für den Einsatz als Stabs- und Regierungsflugzeug. Gebaut wurde die Zelle im Boeing-Werk Renton bei Seattle, technisch ist sie eng mit den zivilen Boeing 707-120 und 707-320 Intercontinental verwandt. Den Anfang machte die 707 als Linienjet; ihre Geschichte erzählt der Beitrag zur Boeing 707.
Unter dem Namen verbergen sich zwei verschiedene Generationen:
- VC-137A / VC-137B: drei Boeing 707-153, die 1959 als erste Jets in den Präsidentendienst kamen. Sie basieren auf der kürzeren 707-120-Familie und bekamen 1963 sparsamere Turbofan-Triebwerke – damit wurden aus den VC-137A die VC-137B.
- VC-137C: zwei Boeing 707-353B, also Maschinen der größeren 707-320B Intercontinental. Sie trugen die Seriennummern 62-6000 und 72-7000 und sind als SAM 26000 und SAM 27000 berühmt geworden.
Betrieben wurden alle von der Präsidentenstaffel auf der Andrews Air Force Base bei Washington. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Boeing.
Air Force One: ein Rufzeichen, kein Flugzeug
Bevor es um die einzelnen Maschinen geht, eine wichtige Unterscheidung: „Air Force One“ ist ein Funkrufzeichen. Es gilt für jedes Flugzeug der US Air Force, in dem der Präsident sitzt – egal ob großer Vierstrahler oder kleiner Jet. Eingeführt wurde es in den 1950er-Jahren unter Eisenhower, nachdem es im Funk Verwechslungen zwischen dem Präsidentenflugzeug und einem Linienflug mit ähnlicher Kennung gegeben hatte. Damals flog Eisenhower noch Propellerflugzeuge vom Typ Lockheed Constellation; einen Verwandten zeigt die Seite zur Super Constellation.
Ohne Präsident an Bord flogen die VC-137 unter ihrem SAM-Rufzeichen. SAM steht für Special Air Mission, die Zahl ist die verkürzte Seriennummer. Deshalb ist der korrekte Name des Flugzeugs „SAM 26000“ – „Air Force One“ war es nur, wenn der Präsident mitflog. Erst mit der VC-137 und ihrer markanten Lackierung wurde der Begriff aber weltweit zum Synonym für das Präsidentenflugzeug.
Die Anfänge: SAM 970 und Eisenhowers Jets
1959 übernahm die Air Force drei Boeing 707-153 als VC-137A. Sie lösten die propellergetriebenen Constellations ab und machten das Präsidentenflugzeug erstmals zum Düsenjet. Laut dem Museum of Flight in Seattle war die Maschine mit der Seriennummer 58-6970, bekannt als SAM 970, der erste Präsidenten-Jet überhaupt.
Eisenhower nutzte den neuen Jet im Dezember 1959 für seine „Flight to Peace“, eine Goodwill-Reise durch elf Länder. Der Geschwindigkeitsgewinn gegenüber den Propellermaschinen war enorm, und die VC-137A zeigte, dass ein Präsident mit einem Jet in wenigen Tagen mehrere Kontinente bereisen konnte.
Auch nachdem 1962 die größere VC-137C kam, blieben die drei Maschinen im Regierungsdienst. SAM 970 flog unter anderem Eisenhower, Kennedy, Johnson und Nixon sowie Staatsgäste wie Nikita Chruschtschow und diente bis Juni 1996 als Flugzeug für Vizepräsidenten und Regierungsmitglieder.
SAM 26000: Kennedys Air Force One
Die bekannteste VC-137 ist SAM 26000, eine 707-353B mit der Seriennummer 62-6000, gebaut 1962 in Renton. Sie war das erste Düsenflugzeug, das von Anfang an für den US-Präsidenten gebaut wurde, und bot gegenüber den VC-137A mehr Reichweite und Platz.
Die Lackierung von Raymond Loewy
Für das neue Flugzeug wurde auf Einladung von Jacqueline Kennedy der Industriedesigner Raymond Loewy tätig. In Abstimmung mit dem Präsidenten entwickelte er das Farbschema aus hellem Blau, Weiß und poliertem Metall, die US-Flagge am Leitwerk und den großen Schriftzug „United States of America“. Der helle Blauton war ausdrücklicher Wunsch des Präsidenten. Dieses Design trägt im Kern auch noch die heutige Air Force One.
Berlin 1963 und Dallas
Im Juni 1963 brachte SAM 26000 Kennedy nach Deutschland. Am 26. Juni landete die Maschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel; von dort fuhr Kennedy durch West-Berlin zum Schöneberger Rathaus, wo er seine Rede mit dem Satz „Ich bin ein Berliner“ hielt. Nur 15 Jahre zuvor hatte die Berliner Luftbrücke die Stadt versorgt. Mehr zur Geschichte des Flughafens findest du im Beitrag Flughafen Berlin-Tegel.
Wenige Monate später wurde dasselbe Flugzeug zum Schauplatz eines der dunkelsten Tage der US-Geschichte. Am 22. November 1963 flog SAM 26000 Kennedy nach Dallas. Nach dem Attentat legte Lyndon B. Johnson noch am Boden in Dallas an Bord der Maschine den Amtseid ab. Anschließend brachte die VC-137C Johnson, Jacqueline Kennedy und den Sarg des ermordeten Präsidenten zurück nach Washington; dafür waren Sitze in der hinteren Kabine ausgebaut worden.
Johnson, Nixon und die späten Jahre
Johnson wurde zum fleißigsten Passagier der 26000 und flog unter anderem nach Vietnam und 1967 rund um die Welt. Unter Nixon erhielt die Kabine 1969 einen Umbau mit einer Präsidentensuite. Im Februar 1972 flog Nixon mit SAM 26000 nach China – der erste Besuch eines US-Präsidenten dort. Im selben Jahr übernahm SAM 27000 die Hauptrolle, die 26000 blieb als Reservemaschine im Dienst.
Später trug sie im Januar 1973 Johnsons Sarg nach Washington und Texas und flog 1981 die ehemaligen Präsidenten Nixon, Ford und Carter zur Beerdigung von Anwar as-Sadat nach Ägypten. Insgesamt diente sie acht Präsidenten, von Kennedy bis Clinton. Ihren letzten Präsidentenflug absolvierte sie im Januar 1998, als sie kurzfristig für die festsitzende 27000 einsprang. Im Mai 1998 landete sie auf dem Flugfeld neben dem Air-Force-Museum in Dayton.
SAM 27000: von Nixon bis George W. Bush
Die zweite VC-137C, Seriennummer 72-7000, flog erstmals am 31. Juli 1972 und ging noch im selben Jahr in Dienst. Optisch ist sie der 26000 sehr ähnlich, doch sie wurde zur Hauptmaschine für die folgenden Jahrzehnte. Insgesamt flogen sieben Präsidenten mit ihr: Nixon, Ford, Carter, Reagan, George H. W. Bush, Clinton und George W. Bush.
Einige Stationen aus fast drei Jahrzehnten:
- 1974: Nach seinem Rücktritt flog Nixon am 9. August mit der 27000 nach Kalifornien. Über Missouri wurde Gerald Ford vereidigt – ab diesem Moment war die Maschine nicht mehr Air Force One, sondern wieder SAM 27000.
- 1974: Ford flog mit ihr nach Wladiwostok zum Treffen mit Leonid Breschnew.
- 1980er: Ronald Reagan nutzte sie mehr als jeder andere Präsident. Nach Angaben der Reagan Foundation legte er mit ihr über 660.000 Meilen zurück und besuchte 26 Länder, darunter die Gipfeltreffen mit Michail Gorbatschow in Genf, Reykjavík und Moskau.
- 1990: Die erste VC-25A auf Basis der 747-200 übernahm die Hauptrolle. SAM 27000 blieb als Reserve im Dienst.
- 2001: Am 29. August flog George W. Bush mit ihr nach Waco in Texas – der letzte Präsidentenflug einer VC-137. Im September 2001 folgte die Überführung nach San Bernardino in Kalifornien.
Danach zerlegte ein Boeing-Team die Maschine in große Baugruppen und transportierte sie in die Ronald Reagan Presidential Library nach Simi Valley. Dort wurde sie wieder zusammengesetzt und auf Sockel in rund 7,6 Metern Höhe gestellt. Am 24. Oktober 2005 wurde der Air Force One Pavilion eröffnet.
Praxis-Tipp für den Museumsbesuch
In beiden großen Ausstellungen – Dayton und Simi Valley – kannst du durch die Kabine gehen. Innen ist es eng, und zu Stoßzeiten bilden sich Schlangen. Plan für die Air Force One also Zeit ein und komm möglichst früh am Tag, wenn du ruhige Innenaufnahmen willst.
Technik: was in der VC-137C steckt
Die VC-137C ist im Kern eine 707-320B mit militärischer Ausstattung. Angetrieben wird sie von vier Pratt & Whitney TF33, der militärischen Bezeichnung des JT3D-Turbofans, mit je rund 80 kN Schub. Länge und Spannweite entsprechen der zivilen Intercontinental: 46,61 und 44,42 Meter. Das maximale Startgewicht liegt bei rund 148 Tonnen.
Den großen Unterschied macht die Kabine. Statt dichter Sitzreihen wie in einer Linien-707 bot sie nur einer überschaubaren Zahl von Passagieren Platz. Dafür gab es abgetrennte Bereiche für den Präsidenten, Arbeits- und Besprechungsräume, Plätze für Mitarbeiter, Sicherheitsleute und Presse sowie umfangreiche Funk- und Kommunikationstechnik. Die Einrichtung wurde im Lauf der Jahre mehrfach umgebaut.
| Merkmal | VC-137A/B (SAM 970) | VC-137C (SAM 26000/27000) | VC-25A |
|---|---|---|---|
| Basis | 707-153 (707-120-Familie) | 707-353B (707-320B) | 747-200B |
| Triebwerke | 4, ab 1963 JT3D-Turbofans | 4 × TF33 | 4 × CF6 |
| Rumpf | kürzer, schmal | länger, schmal | Großraum mit Oberdeck |
| Im Präsidentendienst | ab 1959 | 1962–2001 | seit 1990 |
| Heute | Museen in Seattle und Tucson | Museen in Dayton und Simi Valley | aktiv |
So erkennst du eine VC-137
Weil keine VC-137 mehr fliegt, wirst du sie im Museum fotografieren. Trotzdem lohnt es sich, die Merkmale zu kennen – gerade, um sie von anderen 707-Ablegern abzugrenzen.
707-Grundform bestätigen
Vier Triebwerke in Einzelgondeln, stark gepfeilte Flügel, ein schmaler Rumpf und der nach vorn ragende Antennendorn an der Seitenflosse grenzen auf die 707-Familie ein.
Lackierung lesen
Hellblau, Weiß und Metall, „United States of America“ über den Fenstern und die US-Flagge am Leitwerk sind das Kennzeichen der präsidialen VC-137.
Nummer am Leitwerk prüfen
26000 oder 27000 bedeutet VC-137C. Eine 970 oder 58-6971 zeigt eine der älteren VC-137B mit kürzerem Rumpf.
Schnellbestimmung: welche 707 steht vor dir?
Boeing VC-137 (Air Force One)
Die Loewy-Lackierung mit Flagge und SAM-Nummer ist eindeutig. Ein langer Rumpf heißt VC-137C, ein kürzerer VC-137B.
Boeing E-3 Sentry oder anderer 707-Militärableger
Graue Lackierung und Radardom sprechen für die E-3 Sentry. Ohne Dom kommen E-6 oder Transport-707 in Frage.
KC-135 Stratotanker
Schmaler, fast fensterloser Rumpf und Tankausleger zeigen die KC-135, die parallel zur 707 entstand.
Zivile Boeing 707
Airline-Farben und ziviles Kennzeichen deuten auf eine Linien-707, etwa eine 707-320 oder eine 707-120.
Die nächsten Verwandten sind die grauen Militär-707: Die E-3 Sentry erkennst du am drehbaren Radardom, die E-6 Mercury an der grauen Navy-Lackierung ohne Dom. Die KC-135 Stratotanker wirkt ähnlich, hat aber einen schmaleren, kürzeren Rumpf und kaum Fenster. Die Boeing 720 und die Douglas DC-8 scheiden über Lackierung und Details schnell aus. Einen Überblick über Tanker-Ableger bietet Tankflugzeuge erkennen.
Wo du die VC-137 heute siehst
Alle präsidialen VC-137 sind im Ruhestand – vier von ihnen sind dafür gut zugänglich und stehen in US-Museen:
| Ort | Maschine | Hinweis |
|---|---|---|
| National Museum of the U.S. Air Force, Dayton (Ohio) | SAM 26000 (VC-137C) | Presidential Gallery, Kabine begehbar |
| Ronald Reagan Presidential Library, Simi Valley (Kalifornien) | SAM 27000 (VC-137C) | Air Force One Pavilion, Kabine begehbar |
| Museum of Flight, Seattle (Washington) | SAM 970 (VC-137B) | Aviation Pavilion am Boeing Field |
| Pima Air & Space Museum, Tucson (Arizona) | 58-6971 (VC-137B) | großes Freigelände neben der Davis-Monthan AFB |
Dayton: SAM 26000 in der Presidential Gallery
Das National Museum of the U.S. Air Force zeigt SAM 26000 seit Juni 2016 im vierten Ausstellungsgebäude. Vorher stand die Präsidentenflotte in einem Bereich der Wright-Patterson AFB, der nur eingeschränkt zugänglich war. Heute kannst du ohne Umweg durch Kennedys Air Force One gehen; daneben stehen ältere Präsidentenflugzeuge, darunter Maschinen aus der Zeit von Roosevelt, Truman und Eisenhower. Tipps für die Anreise und die Fotosituation findest du beim Spot National Museum of the U.S. Air Force in Dayton.
Simi Valley: SAM 27000 auf Stelzen
In der Reagan Library hängt SAM 27000 auf Sockeln in einer großen Glashalle, dahinter öffnet sich der Blick auf die Hügel Südkaliforniens. Nach Angaben der Reagan Foundation kannst du an Bord gehen; im Pavillon stehen außerdem ein Marine-One-Hubschrauber und Fahrzeuge der Präsidentenkolonne. Der Eintritt in den Pavillon ist im Museumsticket enthalten – Öffnungszeiten und Preise prüfst du vor der Reise am besten direkt auf der Website der Bibliothek.
Seattle und Tucson: die frühen Jets
Im Museum of Flight steht SAM 970 im Aviation Pavilion – in direkter Nachbarschaft zu Boeings Heimat. Den Spot am Boeing Field beschreibt die Seite Museum of Flight am Boeing Field. Die zweite erhaltene VC-137B ist im Pima Air & Space Museum ausgestellt; mehr zum Besuch steht beim Spot Pima Air & Space Museum in Tucson. Wie die benachbarten Abstellflächen funktionieren, erklärt der Beitrag über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Deine Museumsreise im Hangar
Poste deine Fotos von SAM 26000 und SAM 27000 mit Typ, Seriennummer und Ort und setz die übrigen Präsidentenflugzeuge auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für Präsidentenflugzeuge im Museum
Museumsfotografie ist eine eigene Disziplin: Statt Sonnenstand und Betriebsrichtung bestimmen Hallenlicht, Besucherströme und Absperrungen das Bild.
Weitwinkel einpacken
In Hallen stehst du nah an der Maschine. Ein Weitwinkel oder Ultraweitwinkel bringt den ganzen Rumpf ins Bild, ein Normalobjektiv eignet sich für Details wie Siegel und Schriftzug.
Lichtstärke statt Blitz
Hallenlicht ist schwach und gemischt. Eine lichtstarke Optik und eine höhere ISO bringen mehr als ein Blitz, der auf der glänzenden Lackierung harte Reflexe erzeugt.
Details erzählen die Geschichte
Die Nummer am Leitwerk, das Präsidentensiegel und der Blick ins Cockpit machen aus einem Hallenfoto ein dokumentarisches Bild.
Wie du historische Typen sicher bestimmst, erklärt Oldtimer am Himmel erkennen. Wenn dich die aktiven Nachfolger interessieren, findest du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten Tipps, wie du Staatsflugzeuge bei Besuchen und Gipfeln findest. Militärverkehr live verfolgen kannst du mit dem Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Bereit für die Air-Force-One-Tour?
- Ich weiß, in welchem Museum welche VC-137 steht.
- Ich habe Öffnungszeiten und Eintritt aktuell geprüft.
- Weitwinkel und lichtstarke Optik sind eingepackt.
- Ich kenne die Geschichte von SAM 26000 und SAM 27000.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine VC-137, wenn …
- eine 707-Silhouette die blau-weiße Loewy-Lackierung trägt
- „United States of America“ über den Fenstern steht
- am Leitwerk 26000, 27000 oder eine 58er-Seriennummer steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du eine blau-weiße 747 siehst – das ist die VC-25A, nicht die VC-137
- eine graue 707 ohne Radardom vor dir steht – dann eher Transport- oder Sonderversion
Fazit
Die Boeing VC-137 hat die Air Force One zur Ikone gemacht. Mit ihr flogen US-Präsidenten erstmals im Jet, und mit SAM 26000 und SAM 27000 verbinden sich Bilder von Berlin 1963, Dallas, Peking 1972 und den Gipfeln des Kalten Kriegs. Seit 2001 ist die Ära vorbei, doch beide VC-137C und zwei VC-137B sind in vier Museen zu sehen – zwei davon kannst du sogar betreten.
Kurzfazit
707-Silhouette, Loewy-Lackierung und die Nummer 26000 oder 27000 am Leitwerk: Das ist die VC-137 als Air Force One. Wer sie sehen will, plant einen Besuch in Dayton oder Simi Valley – und ergänzt Seattle und Tucson für die frühen Präsidenten-Jets.
Zusammenfassung
- Ab 1959 flog Eisenhower mit drei VC-137A, umgebauten 707-153, die erste Jet-Generation der Präsidentenflugzeuge.
- SAM 26000, eine 707-353B, wurde 1962 Kennedys Flugzeug, brachte ihn 1963 nach Berlin und flog nach dem Attentat von Dallas Lyndon B. Johnson und den toten Präsidenten nach Washington.
- SAM 27000 löste 1972 die 26000 als Hauptmaschine ab, diente sieben Präsidenten und wurde 1990 durch die VC-25A abgelöst, blieb aber bis 2001 als Reserve im Dienst.
- Beide VC-137C stehen heute in Museen: SAM 26000 in Dayton (Ohio), SAM 27000 in der Ronald Reagan Presidential Library in Simi Valley (Kalifornien).
Häufige Fragen
Was bedeutet die Bezeichnung VC-137?
Im US-Militärsystem steht das C für Transportflugzeug (Cargo), das vorangestellte V für VIP- bzw. Stabstransport. 137 ist die Typnummer der C-137-Reihe, unter der die Air Force ihre als Transporter beschafften 707 führte. Die Buchstaben A, B und C am Ende kennzeichnen die Varianten.
Was ist der Unterschied zwischen VC-137A, VC-137B und VC-137C?
Die VC-137A waren drei 707-153 mit Turbojets, ausgeliefert 1959. Nach dem Einbau sparsamerer JT3D-Turbofans hießen sie VC-137B. Die VC-137C basieren dagegen auf der größeren 707-320B Intercontinental (Werksbezeichnung 707-353B) und waren die eigentlichen Präsidentenmaschinen SAM 26000 und SAM 27000.
Was bedeutet „SAM“ vor der Nummer?
SAM steht für Special Air Mission, also Sonderflüge für Regierungsmitglieder und Staatsgäste. Die Zahl dahinter ist die verkürzte Seriennummer: Aus 62-6000 wurde 26000, aus 72-7000 wurde 27000. Wie diese Seriennummern aufgebaut sind, erklärt der Beitrag zu den US-Militärkennzeichen.
War die VC-137 immer „Air Force One“?
Nein. Air Force One ist ein Rufzeichen, das nur gilt, solange der Präsident an Bord ist. Ohne ihn flogen die Maschinen unter ihrem SAM-Rufzeichen. Als Nixon am 9. August 1974 nach seinem Rücktritt nach Kalifornien flog, wechselte das Rufzeichen von SAM 27000 deshalb noch in der Luft, sobald Gerald Ford vereidigt war.
Wo kann ich eine VC-137 besichtigen?
SAM 26000 steht in der Presidential Gallery des National Museum of the U.S. Air Force in Dayton, Ohio; Besucher können durch die Kabine gehen. SAM 27000 ist im Air Force One Pavilion der Ronald Reagan Presidential Library in Simi Valley ausgestellt und ebenfalls begehbar. SAM 970 gehört zum Museum of Flight in Seattle, eine weitere VC-137B steht im Pima Air & Space Museum in Tucson.
Welche Flugzeuge haben die VC-137 abgelöst?
Seit 1990 fliegen zwei Boeing VC-25A auf Basis der 747-200 als Hauptmaschinen des Präsidenten. Als Nachfolger der VC-25A entwickelt Boeing die VC-25B auf Basis der 747-8.
Welchen Typcode hat die VC-137 in Tracking-Diensten?
Da keine VC-137 mehr fliegt, spielt das heute kaum eine Rolle. Technisch gehören die VC-137C zur 707-300-Serie, die im ICAO-System als B703 geführt wird. Militärmaschinen erkennst du in Tracking-Diensten ohnehin eher an Seriennummer und Rufzeichen.
Boeing VC-137 (Air Force One) sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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