Das Wichtigste in Kürze
- Die 777-300 ist die erste gestreckte 777: Programmstart 1995, Erstflug 1997, Indienststellung bei Cathay Pacific im Mai 1998.
- Nur 60 Exemplare: Acht Kunden übernahmen die Maschinen bis 2006, danach setzte sich die reichweitenstärkere 777-300ER durch.
- Kein GE90: Die 777-300 flog nur mit Rolls-Royce Trent 800 oder Pratt & Whitney PW4000 – die 777-300ER ausschließlich mit GE90-115B.
- Schnellster Unterschied zur 300ER: kurze, gerade Flügelspitzen statt schräg nach hinten gezogener Raked Wingtips, dazu der Typcode B773 statt B77W.
- Heute vor allem in Asien: Cathay Pacific, Korean Air und All Nippon Airways führten laut Flottenübersichten zuletzt noch 777-300, Emirates, Singapore Airlines, JAL und Thai haben sie ausgemustert.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 777-300?
- 2.Länger als ein Jumbo: was der Stretch verändert hat
- 3.Zwei Triebwerke, zwei Lager
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.777-300 oder 777-300ER?
- 6.Abgrenzung zu anderen langen Großraumjets
- 7.Wer die 777-300 geflogen hat – und wer noch fliegt
- 8.Wo du die 777-300 antriffst
- 9.Fototipps speziell für die 777-300
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | Boeing 777, erste Generation (777-200, 777-200ER, 777-300) |
| ICAO- / IATA-Typcode | B773 / 773 |
| Programmstart | 26. Juni 1995 (Paris Air Show) |
| Roll-out | 8. September 1997 |
| Erstflug | 16. Oktober 1997 |
| Zulassung | 4. Mai 1998 (FAA und JAA gleichzeitig) |
| Indienststellung | 27. Mai 1998 bei Cathay Pacific |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney PW4000 oder Rolls-Royce Trent 800 |
| Länge | 73,86 m |
| Spannweite | 60,93 m (gleicher Flügel wie 777-200) |
| Max. Abfluggewicht | rund 299 t |
| Tankinhalt | rund 171.170 l |
| Reichweite | rund 11.100 km (rund 6.000 nm, je nach Quelle) |
| Sitzplätze | typisch 368 in drei Klassen, Höchstzulassung 550 |
| Wirbelschleppenkategorie | Heavy (H) |
| Auslieferungen | 60 an acht Kunden, letzte 2006 |
| Nachfolger | Boeing 777-300ER, später 777-9 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Sehr langer Rumpf – gut zehn Meter länger als bei 777-200 und 777-200ER
- Kurze, gerade abgeschlossene Flügelspitzen ohne schräge Verlängerung (anders als die 777-300ER)
- Hauptfahrwerk mit je sechs Rädern pro Bein, typisch für die 777-Familie
- Triebwerksgondeln von Rolls-Royce oder Pratt & Whitney – nie die riesige GE90-115B-Gondel der 777-300ER
- Messerförmig flaches Heckende (Blade Tail Cone) mit dem Auslass der Hilfsturbine
- Lange Fensterreihe mit vielen Türen: Die Version bekam zusätzlich ein eigenes Türpaar für die Evakuierung
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Zweistrahler, der so lang wirkt, dass er beim Rollen kein Ende nimmt, sechs Räder pro Fahrwerksbein und Flügel, die kurz und schnörkellos enden: Wenn dazu im Tracking B773 steht, hast du eine Boeing 777-300 vor dir. Sie ist die erste gestreckte Triple Seven, älter und viel seltener als die bekannte 777-300ER. Hier erfährst du, wie sie entstanden ist, wer sie geflogen hat und noch fliegt und woran du sie in Sekunden von ihrer erfolgreichen ER-Schwester trennst.
Die seltene lange 777 im Hangar
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Was ist die Boeing 777-300?
Die 777-300 ist die verlängerte Version der ersten 777-Generation. Boeing hatte die 777 Anfang der 1990er-Jahre als großen Zweistrahler zwischen 767 und 747 eingeführt. Schon während die 777-200 in den Liniendienst ging, verlangten vor allem asiatische Airlines nach mehr Kapazität. Ihr Ziel: frühe Jumbo-Jets wie die 747-200 auf dichten Strecken ersetzen, aber mit zwei statt vier Triebwerken.
Boeing reagierte mit einem klassischen Stretch. Der Rumpf wuchs um gut zehn Meter auf 73,86 Meter, die Kapazität stieg um rund ein Fünftel. Flügel, Cockpit und Grundsysteme blieben weitgehend gleich, damit Airlines ihre Piloten und Technik ohne großen Aufwand von der kurzen auf die lange 777 umstellen konnten. Typisch sind 368 Plätze in drei Klassen; in dichter Bestuhlung ist die Maschine für bis zu 550 Personen zugelassen.
Den Programmstart verkündete Boeing am 26. Juni 1995 auf der Paris Air Show. Die Endmontage begann im März 1997, am 8. September 1997 rollte die erste Maschine in Everett aus der Halle, am 16. Oktober 1997 folgte der Erstflug. FAA und JAA erteilten die Zulassung gleichzeitig am 4. Mai 1998. Erstkunde Cathay Pacific stellte die 777-300 am 27. Mai 1998 in Dienst.
Länger als ein Jumbo: was der Stretch verändert hat
Mit ihrer Länge übertraf die 777-300 sogar die damals aktuelle 747-400 um gut drei Meter. Bei ihrer Indienststellung war sie das längste Verkehrsflugzeug der Welt – bis der Airbus A340-600 diesen Titel übernahm. Diese Länge brachte ein paar Besonderheiten mit sich, die du als Spotter kennen solltest.
Kameras für das Rollen
Zwischen Cockpit und Hauptfahrwerk liegt bei der 777-300 eine enorme Distanz. Damit die Crew in engen Kurven die Rollwegränder im Blick behält, bekam sie ein Kamerasystem für das Manövrieren am Boden.
Hecksporn
Ein langer Rumpf kommt beim Abheben schneller mit dem Heck auf die Piste. Ein kleiner Hecksporn unter dem Rumpfende schützt die Struktur, falls die Nase zu früh oder zu steil hochgeht.
Verstärkte Rumpfmitte
Der Rumpfabschnitt über dem Flügel wurde verstärkt, und die 777-300 erhielt ein zusätzliches Paar Notausstiege. Die vielen Türen entlang der langen Fensterreihe fallen auf Seitenansichten auf.
Was sich nicht änderte, war der Flügel. Die 777-300 nutzt dieselbe Tragfläche wie die 777-200ER, mit 60,93 Metern Spannweite und kurzen, gerade abgeschnittenen Spitzen. Genau das ist später der wichtigste Unterschied zur 777-300ER, die einen größeren Flügel mit schräg gezogenen Spitzen bekam.
Zwei Triebwerke, zwei Lager
Anders als bei der kurzen 777 gab es für die 777-300 in der Praxis nur zwei Antriebe: den Rolls-Royce Trent 800 und den Pratt & Whitney PW4000. Eine GE90-Version für die 777-300 wurde nie zugelassen. Von den 60 gebauten Maschinen flogen 42 mit Trent-Triebwerken von Rolls-Royce und 18 mit Motoren von Pratt & Whitney.
Grob verteilt sich das so: Die japanischen und koreanischen Kunden setzten auf Pratt & Whitney, während Cathay Pacific, Singapore Airlines, Emirates und Thai Airways Rolls-Royce wählten. Für dich als Spotter heißt das: Siehst du an einer langen 777 die auffallend riesige, kreisrunde GE90-Gondel, ist es fast sicher eine 777-300ER. Schlankere Gondeln mit Rolls-Royce- oder Pratt-&-Whitney-Charakter sprechen für die ältere 777-300. Wie du Triebwerke systematisch unterscheidest, zeigt der Guide Triebwerke erkennen.
Pratt & Whitney und das Jahr 2021
Nach einem Fanblatt-Bruch an einer United-777-200 mit PW4000-Triebwerken im Februar 2021 blieben PW4000-angetriebene 777 in mehreren Ländern vorübergehend am Boden – darunter auch 777-300 in Japan und Südkorea. Japan Airlines musterte ihre 777-300 im selben Jahr aus.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Du brauchst für die Einordnung keine Datenbank, sondern nur einen sauberen Blick auf drei Details.
Räder zählen
Sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein in drei Achsen hintereinander bedeuten 777 oder A350-1000. A330, A340-300, A350-900, 767 und 787 fahren mit vier Rädern pro Bein.
Rumpflänge abschätzen
Die 777-300 wirkt extrem gestreckt, vor und hinter dem Flügel liegt sehr viel Rumpf. Die 777-200 und 777-200ER sind gut zehn Meter kürzer und wirken kompakt.
Flügelspitzen prüfen
Kurz und gerade abgeschlossen: 777-300. Lang und schräg nach hinten gezogen: 777-300ER. Dieses Detail entscheidet zwischen den beiden langen Varianten.
Lang plus kurze Flügelspitzen ergibt also die 777-300. Zur Bestätigung schaust du in den Tracking-Daten nach dem Typcode: B773 steht für die 777-300, B77W für die 777-300ER. Was hinter diesen Codes steckt, erklärt IATA- und ICAO-Codes erklärt. Wer ganz sicher gehen will, schlägt zusätzlich das Kennzeichen nach – mehr dazu in Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Praxis-Tipp: Flügelspitze im Gegenlicht
Frontal oder im Gegenlicht sind die Flügelspitzen schwer zu deuten. Warte, bis die Maschine schräg von der Seite kommt – dann siehst du sofort, ob die Spitze gerade endet oder schräg nach hinten ausläuft.
777-300 oder 777-300ER?
Die ER-Version kam 2004 auf den Markt und machte die 777-300 praktisch über Nacht zum Auslaufmodell. Sie nimmt den langen Rumpf, kombiniert ihn aber mit mehr Tank, höherem Gewicht und deutlich mehr Reichweite. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Merkmal | 777-300 | 777-300ER |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B773 | B77W |
| Erstflug | 16. Oktober 1997 | 24. Februar 2003 |
| Erstkunde | Cathay Pacific (1998) | Air France (2004) |
| Flügelspitzen | kurz und gerade | schräg nach hinten gezogen (Raked Wingtips) |
| Spannweite | 60,93 m | 64,8 m |
| Länge | 73,86 m | 73,9 m |
| Triebwerke | Trent 800 oder PW4000 | nur GE90-115B |
| Max. Abfluggewicht | rund 299 t | rund 351,5 t |
| Reichweite | rund 11.100 km | rund 13.650 km |
| Gebaute Exemplare | 60 | über 830 |
Die Zahlen erklären die Geschichte. Die 777-300 war für dichte Mittel- und Langstrecken innerhalb Asiens oder zwischen Asien und dem Nahen Osten gemacht, nicht für Ultralangstrecken. Als Boeing mit der ER eine Version anbot, die mit gleicher Kabine Nonstop zwischen Kontinenten fliegt, wechselten fast alle Interessenten. Die letzte 777-300 wurde 2006 ausgeliefert.
Abgrenzung zu anderen langen Großraumjets
Neben der eigenen Familie gibt es ein paar Kandidaten, die bei schlechter Sicht oder auf große Entfernung ähnlich wirken. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: 777-300 oder etwas anderes?
Boeing 777-300
Zwei Triebwerke, langer Rumpf und kurze, gerade Flügelspitzen: Das ist die gestreckte 777 der ersten Generation. Im Tracking steht B773.
Boeing 777-300ER
Schräg gezogene Spitzen und riesige GE90-Gondeln bei gleich langem Rumpf deuten auf die ER-Version mit dem Code B77W.
Boeing 777-9
Ein noch längerer Rumpf und klappbare Flügelspitzen an einem großen Verbundflügel gehören zur neuen 777X-Generation.
Eine kurze 777
Kompakter Rumpf mit kurzen Spitzen spricht für 777-200 oder 777-200ER, mit schrägen Spitzen für 777-200LR oder 777F.
Wahrscheinlich eine A340-600 oder 747
Vier Triebwerke an einem langen Rumpf passen zur A340-600 oder – mit Buckel – zu einer 747.
Die A340-600 ist ähnlich lang, trägt aber vier Triebwerke und Winglets. Die 777-9 übertrifft die 777-300 noch einmal an Länge und Spannweite und fällt durch ihre klappbaren Flügelspitzen auf. Innerhalb der Boeing-Großraumfamilie helfen außerdem die Hinweise in Boeing 777 und 787 unterscheiden. Wer die kurze Schwester sucht, findet sie unter 777-200ER.
Wer die 777-300 geflogen hat – und wer noch fliegt
Die 60 Maschinen gingen an acht Kunden, fast alle aus Asien und dem Nahen Osten. Die Lage hat sich seit der Corona-Krise stark verändert, viele Exemplare sind ausgemustert. Die folgende Übersicht gibt den Stand der zugänglichen Flottenübersichten wieder (Oktober 2026), Änderungen sind jederzeit möglich.
| Airline | Status | Hinweis |
|---|---|---|
| Cathay Pacific | aktiv | Erstkunde und größter Betreiber, Ende 2025 noch rund 17 Maschinen in Zwei-Klassen-Bestuhlung |
| All Nippon Airways | aktiv, auslaufend | Mitte 2026 noch drei Maschinen mit über 500 Sitzen, Ersatz durch 787-10 vorgesehen |
| Korean Air | aktiv | zuletzt vier Maschinen in Zwei-Klassen-Bestuhlung |
| Singapore Airlines | historisch | ab 1998 insgesamt zwölf Maschinen |
| Emirates | historisch | Ausmusterung zwischen 2016 und 2019 |
| Japan Airlines | historisch | sieben Maschinen, 1998 bis 2021 |
| Thai Airways | historisch | sechs Maschinen, 2020 vorzeitig ausgemustert |
Cathay Pacific ist bis heute die erste Adresse. Die Airline aus Hongkong setzt ihre 777-300 in dichter Bestuhlung auf Regionalstrecken ein und ist Mitglied von oneworld. Bei All Nippon Airways fliegt die lange 777 mit sehr vielen Sitzen auf dichten Verbindungen, ihr Abschied ist aber absehbar. Korean Air betreibt eine kleine Gruppe, die von Seoul aus unterwegs ist.
Historisch sind die 777-300 von Singapore Airlines, Emirates, Japan Airlines und Thai Airways. Bei Emirates verbindet sich mit dem Typ auch der Unfall von Flug EK521: Am 3. August 2016 setzte die 777-300 A6-EMW nach einem misslungenen Durchstartmanöver in Dubai auf der Piste auf und brannte aus. Alle 300 Menschen an Bord konnten das Flugzeug verlassen, ein Feuerwehrmann kam bei den Löscharbeiten ums Leben.
Eine Rarität mit Ablaufdatum
Die jüngsten 777-300 sind rund 20 Jahre alt, die ältesten fast 30. Steht die Variante auf deiner Liste, plane die Sichtung lieber bald und prüf vorher im Tracking, welche B773 gerade unterwegs sind.
Wo du die 777-300 antriffst
Im deutschsprachigen Raum ist die 777-300 heute praktisch keine Option mehr. Eine lange 777 in Frankfurt, München oder Zürich ist fast immer eine 777-300ER. Für die echte B773 lohnt sich eine Reise nach Ostasien.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Hongkong (HKG) | hoch | Heimatbasis von Cathay Pacific mit dem größten verbliebenen Bestand |
| Tokio-Haneda (HND) | mittel | ANA setzt die 777-300 auf dichten Strecken ein |
| Seoul-Incheon (ICN) | mittel | Drehkreuz von Korean Air |
| DACH-Raum | sehr niedrig | Die Variante fliegt kaum noch nach Europa |
Am Flughafen Hongkong hast du die besten Chancen, mehrere 777-300 an einem Tag zu sehen; Standorte und Tipps sammelt der Guide Planespotting in Hongkong. In Tokio bietet das Aussichtsdeck am Flughafen Haneda einen bequemen Blick aufs Vorfeld des Flughafens Tokio-Haneda; weitere Orte stehen in Planespotting in Tokio. Korean Air erwischst du am Flughafen Seoul-Incheon.
Wie du einzelne Flüge live verfolgst und den Typcode B773 in den Daten findest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Wie selten deine Sichtung tatsächlich ist, kannst du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen bewerten.
Keine 777-300 mehr verpassen
Leg in Planetrack Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines an und lass dich benachrichtigen, wenn eine Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps speziell für die 777-300
Die Länge ist bei der 777-300 Motiv und Herausforderung zugleich. Mit diesen Punkten holst du mehr aus der Begegnung heraus.
Brennweite nicht zu lang wählen
Fast 74 Meter Rumpf füllen das Bild schneller, als man denkt. Bei Rollaufnahmen vom Aussichtsdeck lieber etwas kürzer zoomen, damit Nase und Heck sicher draufpassen.
Flügelspitze zeigen
Die kurze, gerade Spitze ist dein Beweis für die 777-300. Eine Schrägansicht von vorn oder hinten macht den Unterschied zur ER auf dem Foto eindeutig.
Rotation abpassen
Beim Abheben hebt die lange 777 die Nase vorsichtig an, das Heck kommt der Piste dabei sichtbar nahe. Eine Serienaufnahme im Moment der Rotation zeigt die Proportionen besonders gut.
Kennzeichen lesbar halten
Gerade bei auslaufenden Typen ist das lesbare Kennzeichen wichtig, damit du die Maschine später eindeutig zuordnen kannst.
Wann das Licht an deinem Spot stimmt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Ein Stück 777-Geschichte festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und setzt fehlende 777-Varianten auf deine Wunschliste. Die App startet bald – über die Warteliste bekommst du frühen Zugang.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 777-300, wenn …
- du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein siehst
- der Rumpf auffallend lang wirkt
- die Flügel kurz und gerade enden
- im Tracking B773 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Flügelspitzen nur frontal oder im Gegenlicht siehst
- du die Maschine in Europa entdeckst – dort ist eine lange 777 fast immer eine ER
- du die Rumpflänge ohne Vergleichsobjekt schlecht einschätzen kannst
Es ist keine 777-300, wenn …
- die Flügelspitzen lang und schräg nach hinten gezogen sind
- unter den Flügeln GE90-Gondeln hängen und B77W im Tracking steht
- du vier Räder pro Fahrwerksbein oder vier Triebwerke zählst
Fazit
Die 777-300 war Boeings erster Versuch, die Triple Seven zum Jumbo-Ersatz zu machen: zehn Meter mehr Rumpf, viel mehr Plätze, aber nur mittlere Reichweite. Kommerziell stand sie schnell im Schatten der 777-300ER, mit 60 gebauten Maschinen ist sie heute eine echte Rarität. Erkennen kannst du sie am langen Rumpf, den kurzen, geraden Flügelspitzen und Triebwerken von Rolls-Royce oder Pratt & Whitney – und am Typcode B773.
Kurzfazit
Lang, sechs Räder pro Bein, kurze gerade Flügelspitzen und B773 im Tracking: Das ist eine 777-300. Schräge Spitzen und GE90-Gondeln bedeuten 777-300ER. Die besten Chancen auf die seltene erste lange 777 hast du in Hongkong bei Cathay Pacific, in Tokio und in Seoul.
Zusammenfassung
- Die 777-300 war als Ersatz für frühe 747 auf dichten Strecken gedacht: viel Kabine, mittlere Reichweite, zwei statt vier Triebwerke.
- Für die Bestimmung reichen Rumpflänge, Flügelspitzen und Triebwerke; der Typcode B773 im Tracking bestätigt die Variante.
- Mit nur 60 Maschinen ist sie die seltenste Passagierversion der ersten 777-Generation.
- Die besten Chancen hast du in Hongkong, Tokio und Seoul – im deutschsprachigen Raum ist sie praktisch verschwunden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen 777-300 und 777-300ER?
Der Rumpf ist gleich lang. Die ER-Version hat aber einen größeren Flügel mit schräg nach hinten gezogenen Flügelspitzen, mehr Abfluggewicht, deutlich mehr Reichweite und ausschließlich GE90-115B-Triebwerke. Die 777-300 hat kurze, gerade Flügelspitzen und Triebwerke von Rolls-Royce oder Pratt & Whitney. Im Tracking läuft sie als B773, die ER als B77W.
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 777-300?
Die 777-300 trägt den ICAO-Code B773, der IATA-Code lautet 773. Damit lässt sie sich – anders als die 777-200 und 777-200ER mit ihrem gemeinsamen B772 – im Tracking sauber von der 777-300ER (B77W) trennen.
Wie viele Boeing 777-300 wurden gebaut?
Boeing lieferte 60 Exemplare an acht Kunden aus, die letzte Maschine ging 2006 in Dienst. 18 davon hatten Pratt-&-Whitney-Triebwerke, 42 flogen mit Rolls-Royce Trent 800.
Wer war Erstkunde der 777-300?
Cathay Pacific. Die Airline aus Hongkong stellte die gestreckte 777 am 27. Mai 1998 in Dienst und war über die Jahre auch ihr größter Betreiber.
Warum hat die 777-300 Kameras am Rumpf?
Wegen ihrer Länge ist der Abstand zwischen Cockpit und Hauptfahrwerk sehr groß. Boeing rüstete die 777-300 deshalb mit einem Kamerasystem für das Rollen am Boden aus, das den Piloten das Fahrwerk und die Rollwegränder zeigt. Dazu kam ein Hecksporn, der den Rumpf bei zu steilem Abheben schützt.
War die 777-300 das längste Verkehrsflugzeug?
Zur Indienststellung ja. Mit rund 73,9 Metern war sie gut drei Meter länger als die 747-400 und blieb das längste Verkehrsflugzeug, bis der Airbus A340-600 kam. Heute ist die 777-9 die längste Triple Seven.
Fliegt Emirates noch die 777-300?
Nein. Emirates musterte ihre 777-300 laut Flottenübersichten zwischen 2016 und 2019 aus und setzt heute nur noch die 777-300ER ein. Zur Geschichte gehört auch der Unfall von Flug EK521 im August 2016 in Dubai, bei dem eine 777-300 nach einem missglückten Durchstartmanöver zerstört wurde.
Wo sehe ich heute noch eine 777-300?
Am ehesten in Hongkong bei Cathay Pacific, in Tokio bei All Nippon Airways und in Seoul bei Korean Air. Die Bestände schrumpfen, prüf deshalb vor einer Reise im Tracking, welche B773 gerade fliegen.
Boeing 777-300 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Boeing
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