Boeing 777-200

Die 777-200 ist die Ur-777: komplett am Computer entworfen, 1995 bei United in Dienst gestellt und vom ersten Tag an für lange Überwasserstrecken zugelassen. So erkennst du sie und trennst sie von der 777-200ER.

Auch bekannt als: 777-200 A-Market · 777 Classic · 772 · Triple Seven · 777-222

USABoeingGroßraumflugzeugeICAO-Typcode: B77212 Min. Lesezeit

B772

ICAO-Typcode

1994

Erstflug

63,73 m

Länge

88

ausgeliefert

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 777-200 ist die erste 777 überhaupt: Erstflug 1994, Erstkunde United Airlines 1995, insgesamt 88 Exemplare gebaut.
  • Sie ist das erste Verkehrsflugzeug, das komplett am Computer konstruiert wurde – mit dem 3D-System CATIA und fast ohne physische Attrappen.
  • ETOPS-180 ab Indienststellung: Die 777 durfte als erstes Verkehrsflugzeug vom ersten Linientag an bis zu 180 Minuten vom nächsten Ausweichflughafen entfernt fliegen.
  • Von der 777-200ER trennt sie nur das Gewicht: weniger Tank, weniger Abfluggewicht, weniger Reichweite – von außen gleich, gleicher Typcode B772.
  • Heute selten: Der größte verbliebene Betreiber ist United Airlines, die den Typ vor allem auf Strecken in den USA einsetzt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 777-200?
  2. 2.Drei Premieren: digital, gemeinsam, ETOPS
  3. 3.Drei Triebwerke, drei Gesichter
  4. 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.777-200 oder 777-200ER?
  6. 6.Abgrenzung zu anderen Großraum-Twins
  7. 7.Wer fliegt die 777-200?
  8. 8.Wo du die 777-200 antriffst
  9. 9.Fototipps speziell für die 777-200
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
FamilieBoeing 777, erste Generation (777-200, 777-200ER, 777-300)
ICAO- / IATA-TypcodeB772 / 772 (gemeinsam mit der 777-200ER)
MarktbezeichnungA-Market (Basisversion für mittlere Distanzen)
Roll-out9. April 1994
Erstflug12. Juni 1994
Zulassung19. April 1995 (FAA und JAA gleichzeitig)
Erste Auslieferung15. Mai 1995 an United Airlines
Erster Linienflug7. Juni 1995, London-Heathrow – Washington-Dulles
Triebwerke2 × Pratt & Whitney PW4000, General Electric GE90 oder Rolls-Royce Trent 800 (je nach Kunde)
Länge63,73 m
Spannweite60,93 m
Höherund 18,5 m
Flügelfläche427,8 m²
Max. Abfluggewichtrund 247 t
Tankinhaltrund 117.340 l
Reichweiterund 9.700 km (5.240 nm)
Sitzplätzetypisch 305 in drei Klassen
WirbelschleppenkategorieHeavy (H)
Auslieferungen88, Produktion abgeschlossen

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großer Zweistrahler mit Hauptfahrwerk aus je sechs Rädern pro Bein – das Markenzeichen der 777-Familie
  • Kurze, gerade abgeschlossene Flügelspitzen ohne Winglet und ohne schräge Verlängerung
  • Kompakter Rumpf, rund zehn Meter kürzer als bei 777-300 und 777-300ER
  • Messerförmig flaches Heckende (Blade Tail Cone) mit dem Auslass der Hilfsturbine
  • Sehr große, runde Triebwerksgondeln – je nach Airline von Pratt & Whitney, GE oder Rolls-Royce
  • Außen nicht von der 777-200ER zu unterscheiden – die Variante verrät nur das Kennzeichen

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein großer Zweistrahler mit sechs Rädern pro Fahrwerksbein, kompaktem Rumpf und kurzen, schnörkellosen Flügelspitzen: Das ist eine 777 der ersten Generation. Steht im Tracking B772 und gehört die Maschine zu United, hast du gute Chancen, eine Boeing 777-200 vor dir zu haben – die Basisversion, mit der 1995 die Geschichte der Triple Seven begann. Hier erfährst du, was sie besonders macht, wie du sie von der 777-200ER und den anderen Großraum-Twins trennst und wo du sie heute noch erwischst.

Die Ur-777 im Hangar abhaken

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Was ist die Boeing 777-200?

Die 777-200 ist das erste Mitglied der 777-Familie und die Version, mit der Boeing Anfang der 1990er-Jahre die Lücke zwischen der 767 und der 747 schloss. Intern lief sie als A-Market-Modell: ein großer Zweistrahler mit mittlerer Reichweite, zugeschnitten auf US-Inlandsstrecken, Transkontinentalflüge und dichte Verbindungen in Asien. Mit einem maximalen Abfluggewicht von rund 247 Tonnen und einer Reichweite von etwa 9.700 Kilometern war sie kein Ultralangstreckenjet, sondern ein Arbeitstier für volle Strecken mittlerer Länge. In drei Klassen bietet sie typischerweise 305 Sitze.

Den Startschuss gab United Airlines im Oktober 1990 mit einer Bestellung über 34 Maschinen mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken. Am 9. April 1994 rollte das erste Flugzeug aus der Halle in Everett, am 12. Juni 1994 hob es zum Erstflug ab. Neun Testflugzeuge mit allen drei Triebwerksmustern absolvierten ein rund elfmonatiges Erprobungsprogramm. Am 19. April 1995 erteilten die US-Behörde FAA und die europäische JAA gleichzeitig die Zulassung.

Am 15. Mai 1995 übernahm United die erste Serienmaschine, am 7. Juni 1995 folgte der erste Linienflug – nicht etwa im US-Inland, sondern von London-Heathrow nach Washington-Dulles. Bis zum Ende der Produktion lieferte Boeing 88 Exemplare der Basisversion aus. Danach verkauften sich vor allem die schwerere 777-200ER und die 777-300ER.

B772ICAO-Typcode – geteilt mit der 777-200ER
88gebaute Exemplare der Basisversion
180 minETOPS-Freigabe schon vor dem ersten Linienflug

Drei Premieren: digital, gemeinsam, ETOPS

Für Luftfahrtfans ist die 777-200 vor allem wegen ihrer Entstehung spannend. Drei Dinge machten sie zu einem Meilenstein.

Komplett am Computer entworfen

Die 777 war das erste Verkehrsflugzeug, das vollständig mit CAD konstruiert wurde. Boeing arbeitete mit dem 3D-System CATIA und prüfte Bauteile und Leitungswege virtuell. Nur eine physische Attrappe der Rumpfnase entstand noch, um die Daten abzugleichen.

Airlines am Konstruktionstisch

Acht Fluggesellschaften brachten ihre Wünsche schon in der Entwurfsphase ein: All Nippon Airways, American, British Airways, Cathay Pacific, Delta, Japan Airlines, Qantas und United. Boeing nannte das Programm „Working Together“.

ETOPS-180 vom ersten Tag an

Am 30. Mai 1995 erteilte die FAA der Version mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken die Freigabe für 180 Minuten Abstand zum nächsten Ausweichflughafen. Erstmals hatte ein neuer Twin diese Freigabe schon bei Indienststellung.

Die ETOPS-Freigabe war der eigentliche Gamechanger. Bis dahin mussten neue zweistrahlige Muster ihre Zuverlässigkeit über Monate oder Jahre im Liniendienst nachweisen, bevor sie weit über Ozeane fliegen durften. Boeing und die Triebwerkshersteller verlagerten diesen Nachweis in die Testphase – unter anderem mit acht Testflügen, bei denen jeweils 180 Minuten lang nur ein Triebwerk lief. Was ETOPS genau regelt und warum es für Twins so wichtig ist, erklärt der Beitrag ETOPS erklärt.

Eine kuriose Fußnote: Boeing bot zum Start klappbare Flügelspitzen an, damit die 777 auch an Gates mit Platz für kleinere Jets passt. Keine Airline bestellte die Option. Erst die neue 777-9 bringt klappbare Flügelspitzen tatsächlich in den Liniendienst.

Der Prototyp lebt im Museum weiter

Die allererste 777 (im Testprogramm als N7771 unterwegs) flog nach der Erprobung rund 18 Jahre für Cathay Pacific unter dem Kennzeichen B-HNL. Nach ihrer Ausmusterung 2018 wurde sie dem Pima Air & Space Museum in Tucson übergeben – eine der wenigen Gelegenheiten, eine 777-200 ganz aus der Nähe zu sehen.

Drei Triebwerke, drei Gesichter

Wie bei der späteren -200ER hatten die Kunden die Wahl zwischen drei Antrieben: Pratt & Whitney PW4000, General Electric GE90 und Rolls-Royce Trent 800. United setzte auf Pratt & Whitney, die erste GE90-Maschine ging am 12. November 1995 an British Airways, die erste mit Trent 877 von Rolls-Royce am 31. März 1996 an Thai Airways.

Für Spotter ist das ein hilfreiches Detail. Die GE90-Gondel ist auffallend groß und kreisrund, die Gondeln von Pratt & Whitney und Rolls-Royce wirken etwas schlanker. Wie du Triebwerke systematisch auseinanderhältst, zeigt der Guide Triebwerke erkennen. Wichtig: Über die Variante -200 oder -200ER sagt das Triebwerk nichts, denn beide gab es mit allen drei Herstellern.

Die Pratt-&-Whitney-Version hat in der jüngeren Geschichte Schlagzeilen gemacht. Im Februar 2021 brach bei einer United-777-200 (Kennzeichen N772UA) kurz nach dem Start in Denver ein Fanblatt des rechten PW4077, Verkleidungsteile fielen auf ein Wohngebiet, die Maschine landete sicher. Danach blieben PW4000-angetriebene 777 in den USA, Japan und Südkorea vorübergehend am Boden; United nahm ihre 777-200 nach Inspektionen und Nachbesserungen erst im Mai 2022 wieder in Betrieb.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Für die Einordnung als 777 der ersten Generation in der kurzen Version brauchst du nur drei Beobachtungen.

Räder zählen

Sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein in drei Achsen hintereinander bedeuten 777 oder A350-1000. A330, A350-900, 767 und 787 fahren mit vier Rädern pro Bein.

Flügelspitzen ansehen

Kurze, gerade Spitzen ohne Winglet und ohne schräge Verlängerung kennzeichnen die erste Generation. Lange, schräg nach hinten gezogene Spitzen gehören zu 777-300ER, 777-200LR oder 777F.

Rumpflänge abschätzen

Die -200 wirkt kompakt, vor und hinter dem Flügel ist wenig Rumpf zu sehen. Die 777-300 und 777-300ER sind rund zehn Meter länger und wirken deutlich gestreckt.

Damit landest du bei „777-200 oder 777-200ER“. Weiter kommt das Auge nicht, denn die beiden Varianten sehen außen identisch aus. Die Entscheidung bringt das Kennzeichen: In Flottendatenbanken ist hinterlegt, ob eine Maschine als -200 oder -200ER gebaut wurde. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp: Kundencode lesen

In Datenbanken taucht die genaue Bezeichnung oft mit Boeings Kundencode auf, bei United etwa als 777-222. Steht dort zusätzlich „ER“, ist es die schwere Version. Fehlt der Zusatz, hast du die Basisversion erwischt.

777-200 oder 777-200ER?

Die ER-Version flog im Oktober 1996 erstmals und war ursprünglich als 777-200IGW (Increased Gross Weight) bekannt. Sie verwendet die gleiche Zelle, darf aber deutlich schwerer abheben und mehr Treibstoff mitnehmen. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die du in den Daten, aber nicht am Flugzeug siehst.

Merkmal 777-200 777-200ER
ICAO-Typcode B772 B772
Erstflug 12. Juni 1994 7. Oktober 1996
Erstkunde United Airlines (1995) British Airways (1997)
Max. Abfluggewicht rund 247 t rund 297,6 t
Tankinhalt rund 117.340 l rund 171.170 l
Reichweite rund 9.700 km rund 13.080 km
Länge / Spannweite 63,73 m / 60,93 m gleich
Gebaute Exemplare 88 422

Die Zahlen erklären auch die Geschichte: Kaum war die -200ER verfügbar, wechselten die meisten Kunden auf die reichweitenstärkere Version. Die Basis-777-200 blieb ein Nischenmodell, das vor allem Airlines mit großem Inlands- oder Regionalnetz kauften, etwa Japan Airlines und All Nippon Airways für ihre dichten Inlandsstrecken. JAL hat ihre 777-200 im Jahr 2021 ausgemustert.

Abgrenzung zu anderen Großraum-Twins

Neben der eigenen Familie gibt es einige Kandidaten, mit denen du eine 777-200 verwechseln kannst. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: kurze 777 oder etwas anderes?

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen und Typcode bleiben die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 777-200 oder 777-200ER

Sechs Räder, kurze Flügelspitzen und ein kompakter Rumpf: Das ist die kurze 777 der ersten Generation. Schlag das Kennzeichen nach, um Basisversion und ER zu trennen.

Möglich

Boeing 777-300 oder 777-300ER

Ein sehr langer Rumpf spricht für die gestreckten Versionen. Kurze Flügelspitzen deuten auf die 777-300, schräg gezogene auf die 777-300ER mit dem Code B77W.

Möglich

Eine 777 der zweiten Generation

Schräg gezogene Flügelspitzen bei kurzem Rumpf passen zur 777-200LR oder zur 777F. Hat die Maschine keine Fenster, ist es der Frachter.

Eher nicht

Wahrscheinlich ein Airbus oder eine 787

Vier Räder pro Bein, Winglets oder geschwungene Spitzen deuten auf A330, A350-900 oder Boeing 787.

Die Airbus A330-300 war in den 1990er-Jahren die direkte Konkurrentin der 777-200. Sie ist ähnlich lang, hat aber ein Vierrad-Fahrwerk und klar sichtbare Winglets. Die Boeing 787-9, die heute viele frühe 777 ersetzt, erkennst du an den gezackten Triebwerkshinterkanten und den stark nach oben gebogenen Flügeln. Und die Airbus A350-900 verrät sich durch ihre dunkle Cockpit-Maske. Weitere Unterscheidungshilfen innerhalb der Boeing-Großraumfamilie liefert der Beitrag Boeing 777 und 787 unterscheiden.

Innerhalb der Familie lohnt der Blick auf die gestreckte 777-300 mit gleichen kurzen Flügelspitzen, die 777-200LR mit gleicher Rumpflänge, aber Raked Wingtips, die 777-300ER mit ihrem langen Rumpf und den Raked Wingtips sowie auf die 777F, die auf dem kurzen Rumpf basiert, aber keine Passagierfenster hat.

Wer fliegt die 777-200?

Die wichtigste Adresse ist bis heute der Erstkunde. United Airlines führt laut aktuellen Flottenübersichten (Stand Oktober 2026) weiterhin eine Gruppe von 777-200 in ihrer Flotte. Seit 2016 sind diese Maschinen mit einer dichteren Zehnerreihe in der Economy für Strecken innerhalb der USA ausgerüstet, darunter Verbindungen nach Hawaii. Da United ihre älteren Großraumjets nach und nach durch neue Flugzeuge ersetzt, ist offen, wie lange die Ur-777 noch fliegt.

Zu den Kunden der ersten Stunde gehörten außerdem British Airways, Thai Airways, Cathay Pacific, Japan Airlines und All Nippon Airways. Viele dieser Maschinen sind inzwischen ausgemustert, verkauft oder umgebaut. Welche Basis-777 bei welcher Airline noch aktiv ist, ändert sich laufend – verlass dich deshalb nicht auf ältere Listen.

Selten und mit Ablaufdatum

Die letzte 777-200 wurde 2007 ausgeliefert, die meisten Exemplare sind deutlich über 20 Jahre alt. Wenn du eine 777-200 auf deiner Liste hast, plane die Sichtung lieber früher als später und prüf den Einsatz im Tracking nach dem Typcode B772 plus Kennzeichen.

Wo du die 777-200 antriffst

Im deutschsprachigen Raum ist die Basisversion praktisch keine Option mehr. Wenn am Flughafen Frankfurt oder in Wien eine B772 auftaucht, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit eine -200ER. Für die echte -200 musst du in der Regel in die USA.

Ort Trefferchance Warum
San Francisco mittel bis hoch United-Drehkreuz mit Verbindungen nach Hawaii
Washington-Dulles mittel United-Drehkreuz, Ziel des allerersten 777-Linienflugs
Chicago O’Hare mittel Heimatdrehkreuz von United
Tucson (Pima Museum) sicher Prototyp B-HNL am Boden ausgestellt
DACH-Raum sehr niedrig Basisversion kommt kaum noch nach Europa

Am Flughafen San Francisco bietet der Bayfront Park in Millbrae gute Blicke auf die Pisten; Tipps rund um den Flughafen sammelt der Guide Planespotting in San Francisco. Am Flughafen Washington Dulles landete im Juni 1995 der allererste 777-Linienflug aus London, und auch der Flughafen Chicago O’Hare gehört zu Uniteds Drehkreuzen – passende Fotostandorte nennt Planespotting in Chicago O’Hare. United ist Gründungsmitglied der Star Alliance.

Wie du einzelne Flüge live verfolgst und den Typcode in den Daten findest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Was hinter B772 und 772 steckt, steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Keine 777-200 mehr verpassen

Leg in Planetrack Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines an und lass dich benachrichtigen, wenn eine Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Fototipps speziell für die 777-200

Die 777-200 ist mit gut 60 Metern Spannweite ein großes Motiv, aber kompakter als die langen 777-300-Versionen. Diese Punkte bringen dich zum besseren Bild.

Flügelspitzen vollständig zeigen

Die kurzen, geraden Spitzen verraten die erste Generation. Schneidest du sie ab, lässt sich die Maschine auf dem Foto kaum von einer 777-200LR unterscheiden.

Fahrwerk im Endanflug

Die Sechsrad-Bogies sind das typische 777-Detail. Von schräg unten im Endanflug sind alle drei Achsen gut sichtbar.

Triebwerk mitdokumentieren

Eine Dreiviertelansicht von vorn zeigt die riesige Gondel. So hältst du gleich fest, welcher der drei Hersteller unter dem Flügel hängt.

Kennzeichen lesbar halten

Weil -200 und -200ER gleich aussehen, ist das lesbare Kennzeichen auf dem Foto dein Beleg für die Variante.

Wann das Licht an deinem Spot stimmt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.

Ein Stück Luftfahrtgeschichte festhalten

Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und setzt fehlende 777-Varianten auf deine Wunschliste. Die App startet bald – über die Warteliste bekommst du frühen Zugang.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die 777-200, wenn …

  • du sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein siehst
  • die Flügel kurz und ohne Verlängerung enden
  • der Rumpf kompakt wirkt
  • im Tracking B772 steht und das Kennzeichen keine ER-Version ausweist

Sieh genauer hin, wenn …

  • B772 angezeigt wird – das ist in Europa meist eine 777-200ER
  • du die Flügelspitzen nur frontal oder im Gegenlicht siehst
  • die Maschine keine Fenster hat – dann ist es eine 777F

Es ist keine 777-200, wenn …

  • du vier Räder pro Fahrwerksbein zählst
  • die Flügelspitzen lang und schräg nach hinten gezogen sind
  • der Rumpf auffallend lang ist und B77W oder B773 im Tracking steht

Fazit

Die 777-200 ist die Maschine, mit der Boeing den modernen Langstrecken-Twin eingeläutet hat: digital entworfen, gemeinsam mit Airlines entwickelt und vom ersten Linientag an für lange Überwasserstrecken freigegeben. Kommerziell stand sie schnell im Schatten der -200ER, mit nur 88 Exemplaren ist sie heute eine echte Rarität. Erkennen kannst du sie an Sechsrad-Fahrwerk, kurzen Flügelspitzen und kompaktem Rumpf – die Variante bestätigt dir am Ende nur das Kennzeichen.

Kurzfazit

Sechs Räder pro Bein, kurze Flügelspitzen, kompakter Rumpf und B772 im Tracking: Das ist eine kurze 777 der ersten Generation. Ob Basisversion oder ER, klärt das Kennzeichen. Die besten Chancen auf eine echte 777-200 hast du bei United in den USA – oder ganz sicher beim Prototyp im Pima Museum.

Zusammenfassung

  • Die 777-200 war als Großraumjet für mittlere Distanzen gedacht, etwa für US-Inlandsstrecken und dichte Verbindungen in Asien.
  • Für die Bestimmung reichen Fahrwerk, Flügelspitzen und Rumpflänge; ob -200 oder -200ER, klärst du über das Kennzeichen.
  • Mit nur 88 gebauten Maschinen ist sie deutlich seltener als die 777-200ER; nur von der 777-300 entstanden noch weniger Exemplare.
  • Wer sie fotografieren will, plant am besten einen Trip zu den US-Drehkreuzen von United ein und prüft das Fluggerät vorab im Tracking.

Häufige Fragen

Was bedeutet „A-Market“ bei der 777-200?

Boeing teilte den Markt bei der 777-Entwicklung in Segmente ein. Der A-Market stand für die Basisversion mit mittlerer Reichweite, gedacht etwa für Inlandsstrecken in den USA. Die 777-200ER mit höherem Abfluggewicht deckte später den B-Market für echte Langstrecken ab, die gestreckte 777-300 wiederum ersetzte ältere 747 auf dichten Routen.

Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 777-200?

Die 777-200 läuft unter B772, der IATA-Code ist 772. Den Code teilt sie mit der 777-200ER. In Tracking-Diensten kannst du die beiden deshalb nicht über den Typcode trennen.

Wie unterscheide ich 777-200 und 777-200ER?

Von außen praktisch gar nicht. Die -200ER hat mehr Tankvolumen, ein deutlich höheres Abfluggewicht von knapp 298 statt rund 247 Tonnen und kommt damit rund 13.000 statt 9.700 Kilometer weit. Rumpf, Flügel und Fahrwerk sehen gleich aus. Sicher bist du erst, wenn du das Kennzeichen in einer Flottendatenbank nachschlägst.

Wer war der Erstkunde der 777?

United Airlines. Die Airline gab im Oktober 1990 die Startbestellung auf, erhielt am 15. Mai 1995 die erste Maschine und flog am 7. Juni 1995 den ersten Linienflug von London-Heathrow nach Washington-Dulles.

Was hat es mit der digitalen Konstruktion auf sich?

Die 777 war das erste Verkehrsflugzeug, das vollständig mit Computerhilfe (CAD) entworfen wurde. Boeing nutzte das 3D-Programm CATIA und baute nur noch eine physische Attrappe der Rumpfnase, um die Daten zu überprüfen. Bei früheren Boeing-Typen wurden Leitungen und Bauteile an großen Holz- oder Metallmodellen abgestimmt.

Was bedeutet ETOPS-180 ab Indienststellung?

ETOPS regelt, wie weit ein zweistrahliges Flugzeug von einem geeigneten Ausweichflughafen entfernt fliegen darf. Die FAA erteilte der 777 mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken am 30. Mai 1995 die Freigabe für 180 Minuten – noch vor dem ersten Linienflug. Bis dahin mussten neue Twins diese Freigabe erst im laufenden Betrieb erfliegen.

Welche Triebwerke hat die 777-200?

Kunden konnten zwischen Pratt & Whitney PW4000, General Electric GE90 und Rolls-Royce Trent 800 wählen. United setzte auf Pratt & Whitney, die erste GE90-Maschine ging im November 1995 an British Airways, die erste mit Rolls-Royce-Antrieb im März 1996 an Thai Airways.

Wo kann ich heute noch eine 777-200 sehen?

Am ehesten in den USA bei United Airlines, die laut Flottenübersichten weiterhin eine Gruppe von 777-200 in Inlandskonfiguration betreibt. In Europa ist die Basisversion so gut wie verschwunden. Prüf vor einer Reise im Tracking, welche B772 gerade fliegen, und schlag das Kennzeichen nach.

Boeing 777-200 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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