Das Wichtigste in Kürze
- Qatar Amiri Flight ist keine Airline, sondern der staatliche VIP-Flugdienst Katars für die Herrscherfamilie und die Regierung.
- Codes: kein IATA-Code, ICAO QAF, Rufzeichen „AMIRI“.
- Die Optik täuscht: Die meisten Maschinen tragen die Lackierung von Qatar Airways – entscheidend sind Kennzeichen und Callsign.
- Die Flotte ist ein Typen-Mix vom Gulfstream G700 bis zur Boeing 747-8 BBJ, dazu A340-500, A330-200 und Airbus Corporate Jets.
- Berühmtester Abgang: Die 747-8 A7-HBJ fliegt seit Juli 2026 als Air Force One-Überbrückung für den US-Präsidenten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Qatar Amiri Flight im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- 3.Die Flotte: vom Gulfstream bis zur 747-8
- 4.Von A7-HBJ zur Air Force One
- 5.Ehemalige Typen und Abgänge
- 6.Woran du Qatar Amiri Flight erkennst
- 7.Qatar Amiri Flight in Europa spotten
- 8.Einordnung: Staatsflieger vom Golf
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| ICAO-Code | QAF |
|---|---|
| Rufzeichen | AMIRI |
| Art | Staatlicher VIP-Flugdienst der Regierung von Katar, keine Linien-Airline |
| Aufgaben | Flüge auf Anfrage für die Herrscherfamilie, Regierungsmitglieder und Delegationen, weltweit |
| Gegründet | 1977 |
| Sitz und Basis | Doha; Basis ist der alte Doha International Airport, nicht der Linienflughafen Hamad |
| Flugzeugtypen (Auswahl) | Boeing 747-8 BBJ, Airbus A340-500, A330-200, ACJ319, A320/ACJ320, Boeing 777-200LR, Gulfstream G700 |
| Kennzeichnung | Zivile Kennzeichen mit dem katarischen Präfix A7-, oft, aber nicht immer A7-H… |
| Lackierung | Großteil der Flotte im Design von Qatar Airways |
| Bekanntestes Ex-Flugzeug | 747-8 BBJ A7-HBJ, seit 2026 als VC-25B Bridge (N7478D) im Einsatz der US Air Force |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Qatar Amiri Flight?
- Lackierung wie Qatar Airways – burgunderrote Oryx am Leitwerk, aber ohne Linienflugnummer
- Kennzeichen mit A7-, bei vielen Großraumjets in der Reihe A7-H… (etwa A7-HHE, A7-HHH, A7-HJJ)
- Typen, die Qatar Airways im Linienbetrieb nicht (mehr) fliegt: 747-8, A340-500, ACJ319
- Auf dem Tracker als QAF mit Nummer, im Funk „AMIRI“ – kein IATA-Code, keine QR-Flugnummer
- Abstellung auf VIP- oder Außenpositionen, oft bei der General Aviation statt am Passagierterminal
- Auftauchen ohne Flugplan, meist rund um Staatsbesuche, Gipfel und Konferenzen
Eine Boeing 747-8 in Qatar-Airways-Farben, die in keinem Flugplan steht, und auf dem Tracker nur ein knappes „QAF“ – wer so etwas sieht, hat sehr wahrscheinlich ein Flugzeug von Qatar Amiri Flight erwischt. Der VIP-Flugdienst Katars fliegt die Herrscherfamilie und Regierungsvertreter rund um die Welt, und zwar ohne Tickets, ohne Flugnummern und meist mit wenig Vorlauf. Diese Seite zeigt dir, was hinter dem Flugdienst steckt, welche Typen dazugehören, wie du die Maschinen von der Linienflotte unterscheidest und warum ein ehemaliges Amiri-Flugzeug heute den US-Präsidenten fliegt.
Staatsjets ohne Flugplan erwischen
Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen oder Typen wie die 747-8 an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Qatar Amiri Flight im Überblick
Qatar Amiri Flight ist keine Airline im üblichen Sinn. Der Flugdienst gehört der Regierung von Katar und wird von ihr betrieben. Gegründet wurde er 1977, Sitz ist Doha. Die Passagiere sind fast ausschließlich Mitglieder der Herrscherfamilie Al Thani und Regierungsvertreter. Geflogen wird weltweit und auf Anfrage – es gibt also weder einen Streckenplan noch buchbare Sitze. Der Name verweist auf den Emir, das Staatsoberhaupt Katars.
Damit ähnelt Qatar Amiri Flight der deutschen Flugbereitschaft des BMVg, mit einem wichtigen Unterschied: Die Flugbereitschaft ist ein Verband der Luftwaffe mit militärischen Kennungen. Die Amiri-Flugzeuge sind dagegen zivil registriert und tragen normale Kennzeichen mit dem katarischen Präfix A7-.
Ein weiterer Unterschied zu den meisten Regierungsflotten ist der Standort. Als Qatar Airways 2014 mit dem Linienverkehr an den neuen Flughafen Hamad International umzog, blieb Amiri Flight am alten Doha International Airport. Wer in Doha umsteigt, sieht die Staatsjets deshalb in der Regel nicht vom Terminal aus.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
Bei Linien-Airlines orientierst du dich an IATA-Code und Flugnummer. Bei Qatar Amiri Flight fällt beides weg:
- Kein IATA-Code: Ohne Ticketverkauf braucht es keinen zweistelligen Code. Eine QR-Flugnummer gehört immer zu Qatar Airways, nie zum Amiri-Flugdienst.
- ICAO-Code QAF: Er steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auf vielen Trackern.
- Rufzeichen „AMIRI“: So meldet sich die Besatzung im Funk, ergänzt um eine Nummer.
- Ziviles Kennzeichen: Alle Maschinen sind mit dem Präfix A7- registriert, dem Nationalitätskennzeichen von Katar.
Bei den Großraumflugzeugen hat sich eine Reihe mit A7-H… eingebürgert – etwa A7-HHE für eine 747-8, A7-HHH für den A340-500 oder A7-HJJ und A7-HHM für die A330. Verlassen kannst du dich darauf aber nicht: Auch Kennzeichen wie A7-MED oder A7-MHH (Airbus ACJ319), A7-AAG, A7-HSJ oder A7-MBK (A320) sowie A7-MSD (777-200LR) sind auf Fotos als Amiri-Flugzeuge dokumentiert. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Tracker richtig lesen
Ein A7-Kennzeichen allein beweist noch keinen Staatsjet – es steht auch an jedem Linienflugzeug von Qatar Airways. Entscheidend ist die Kombination: A7-Kennzeichen plus Callsign QAF bzw. AMIRI. VIP-Flüge sind auf manchen Trackern gefiltert oder nur per MLAT sichtbar. Hintergründe dazu liefert der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: vom Gulfstream bis zur 747-8
Offizielle, laufend gepflegte Flottenlisten veröffentlicht Qatar Amiri Flight nicht. Die folgende Übersicht stützt sich auf gängige Flottenübersichten mit Stand Ende 2025 und auf fotografisch dokumentierte Kennzeichen. VIP-Flotten ändern sich schnell – Flugzeuge werden verkauft, verschenkt oder ersetzt. Lies die Tabelle deshalb als Momentaufnahme.
| Typ | Anzahl (Stand Ende 2025) | Bekannte Kennzeichen | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 747-8 BBJ | 2 | A7-HHE | Das Prunkstück, VIP-Version der 747-8 Intercontinental |
| Airbus A340-500 | 1 | A7-HHH | Seit 2003 im Dienst, extrem seltener Typ in Europa |
| Airbus A330-200 | 2 | A7-HJJ, A7-HHM | Seit 2002 (A7-HJJ) in der Flotte |
| Boeing 777-200LR | 1 | A7-MSD | Langstrecken-Version der 777 |
| Airbus ACJ319 | 1 | A7-HHJ, A7-MED, A7-MHH (dokumentiert) | Corporate Jet auf A319-Basis |
| Airbus A320 / ACJ320 | 2–3 | A7-AAG, A7-HSJ, A7-MBK (dokumentiert) | Dazu laut Übersichten eine A320neo und weitere bestellt |
| Gulfstream G700 | 1 | – | Großkabiniger Langstrecken-Businessjet |
Das Herzstück ist die Boeing 747-8. Insgesamt hat Qatar Amiri Flight drei VIP-Exemplare der 747-8 Intercontinental übernommen. Die A7-HHE fliegt seit 2012 für den Flugdienst. Daneben ist der Airbus A340-500 A7-HHH ein echter Leckerbissen: Er kam im September 2003 direkt von Airbus zum Flugdienst – und A340-500 sind an europäischen Flughäfen inzwischen eine echte Rarität.
Für kürzere Missionen und kleinere Delegationen stehen A330-200, ACJ319, A320, eine Boeing 777-200LR und ein Gulfstream G700 bereit. Die Hersteller sind bekannt: Boeing, Airbus und Gulfstream Aerospace.
A7-HHE auf der Wunschliste?
Setz seltene Kennzeichen wie die Amiri-747 auf deine Wunschliste und halte jede Sichtung mit Foto, Typ und Flughafen in deinem Hangar fest. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Von A7-HBJ zur Air Force One
Die bekannteste Geschichte rund um Qatar Amiri Flight spielt inzwischen in den USA. Die Boeing 747-8 BBJ mit der Seriennummer 37075 kam im April 2012 als A7-HJA zum Amiri-Flugdienst und trug später das Kennzeichen A7-HBJ. Danach war sie als P4-HBJ in einem anderen Register eingetragen.
Im Mai 2025 nahm die US-Regierung das Flugzeug als Geschenk Katars an, im Juli 2025 wurde die zugehörige Vereinbarung unterzeichnet. L3Harris baute die 747 anschließend für den Präsidententransport um; im Mai 2026 meldete die US Air Force den Abschluss der Arbeiten. Seitdem trägt die Maschine die Bezeichnung VC-25B Bridge und das Kennzeichen N7478D. Am 1. Juli 2026 flog sie zum ersten Mal als Air Force One. Sie überbrückt die Zeit, bis die beiden eigens bestellten VC-25B fertig sind.
Für Spotter ist das ein Lehrstück: Ein Flugzeug, das jahrelang in Qatar-Airways-Optik als A7-HBJ unterwegs war, ist heute in den Farben der US-Präsidentenflotte zu sehen. Wer alte Fotos sortiert, sollte deshalb nach Seriennummer und nicht nur nach Kennzeichen ablegen.
Ehemalige Typen und Abgänge
Die Flotte hat in fast 50 Jahren viele Typen gesehen. Laut Flottenübersichten flog Qatar Amiri Flight früher unter anderem diese Muster:
- Airbus A310-300: Auf Fotos sind A7-AAF und A7-AFE dokumentiert. Die A7-AAF ging 2007 an die pakistanische Luftwaffe.
- Airbus A340-200: Die A7-HHK flog von 1993 bis 2016 für den Flugdienst, ab 2005 bereits in Qatar-Airways-Farben, und ging danach an Qatar Executive.
- Airbus A340-300, Boeing 737-800 und Boeing 747SP gehören ebenfalls zur Vergangenheit.
- Boeing C-17 Globemaster III: Eine C-17 lief im Auftrag der katarischen Luftwaffe über den Flugdienst. Ob sie dort noch geführt wird, ist unklar: Manche Übersichten zählen sie zur aktiven Flotte, andere zu den früheren Typen.
Auch Geschenke an andere Staaten haben Tradition. 2018 überließ der Emir dem türkischen Präsidenten eine VIP-Boeing-747-8, die seither in der Türkei registriert ist.
Achtung Verwechslung
Qatar Executive ist die Business-Jet-Sparte von Qatar Airways und nicht dasselbe wie Qatar Amiri Flight. Dass die A340-200 A7-HHK von einem zum anderen wechselte, sorgt in Fotodatenbanken regelmäßig für falsche Zuordnungen. Prüf bei solchen Maschinen immer das Aufnahmedatum.
Woran du Qatar Amiri Flight erkennst
Die größte Hürde ist die Bemalung: Der Großteil der Flotte trägt das Design von Qatar Airways – hellgrauer Rumpf, Schriftzug und burgunderrote Oryx am Leitwerk. Auf den ersten Blick siehst du also einen ganz normalen Qatar-Airways-Jet. Ein paar Hinweise verraten trotzdem den Staatsflieger.
Typ prüfen
Eine 747-8, ein A340-500 oder ein ACJ319 in Qatar-Farben ist kein Linienflugzeug – diese Typen fliegt Qatar Airways nicht im Passagier-Liniendienst.
Kennzeichen lesen
A7-H… bei Großraumjets ist ein starker Hinweis, aber kein Beweis. Gleiche das Kennzeichen mit bekannten Amiri-Registrierungen ab.
Callsign checken
Steht QAF oder AMIRI auf dem Tracker statt einer QR-Flugnummer, ist die Sache klar.
Position beachten
VIP-Jets parken meist auf Außen- oder VIP-Positionen, oft im Bereich der General Aviation.
Gerade beim A330 lohnt der genaue Blick. Qatar Airways hat den A330 lange selbst im Liniendienst eingesetzt, ein Amiri-A330 sieht daher fast wie ein Linienflugzeug aus. Beim A340-500 ist die Lage einfacher: Vier Triebwerke und ein langer Rumpf in Qatar-Farben – das ist fast immer A7-HHH. Wie du A330 und A340 sicher trennst, zeigt der Artikel A330 oder A340 unterscheiden. Für die 747-Varianten hilft der Guide Boeing 747-100 bis 747-8 erkennen.
Spricht für Qatar Amiri Flight
- Typ, den Qatar Airways nicht im Liniendienst fliegt
- Callsign QAF oder AMIRI auf dem Tracker
- Kein Eintrag im Flugplan des Flughafens
- Abstellung auf VIP- oder GA-Position
Spricht für Qatar Airways
- Flugnummer mit QR und Ankunft am Passagierterminal
- Typen wie A350, 787 oder 777-300ER im regulären Umlauf
- Callsign QTR auf dem Tracker
- Regelmäßiger, täglicher Umlauf auf derselben Strecke
Qatar Amiri Flight in Europa spotten
Einen Plan gibt es nicht, Muster schon. Amiri-Flugzeuge tauchen vor allem dort auf, wo politisch, wirtschaftlich oder sportlich etwas passiert: bei Staatsbesuchen, Gipfeln, großen Konferenzen und internationalen Sportereignissen. Hinzu kommen Wartungsaufenthalte – Fotos zeigen A330 des Flugdienstes zum Beispiel in Luxemburg.
In der Schweiz sind Staatsjets aus der Golfregion immer wieder zu Gast, Fotos dokumentieren Amiri-Maschinen etwa am Flughafen Zürich. Gute öffentliche Plätze sind dort die Zuschauerterrasse B in Zürich und die Aussichtsterrasse in Genf. Allgemeine Tipps für die Jagd auf Staatsflieger liefert der Artikel Regierungsflugzeuge spotten.
Gute Chancen, wenn …
- in der Stadt ein Gipfel, eine Konferenz oder ein Staatsbesuch mit katarischer Beteiligung stattfindet
- ein großes Sportereignis mit katarischer Delegation ansteht
- der Tracker einen QAF-Flug in Richtung deines Flughafens zeigt
Lohnt sich vielleicht, wenn …
- du an einem Flughafen mit Wartungsbetrieben für Großraum-VIP-Jets spottest
- in der Region Urlaubssaison ist und Privatreisen wahrscheinlich sind
Eher aussichtslos, wenn …
- du nach festen Ankunftszeiten suchst – die gibt es bei VIP-Flügen nicht
Sicherheit und Regeln
Rund um Regierungsflugzeuge gelten oft zusätzliche Sperrzonen und Sicherheitsmaßnahmen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, halte Abstand zu Absperrungen und folge Anweisungen der Polizei. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Einordnung: Staatsflieger vom Golf
Qatar Amiri Flight steht in einer Reihe mit anderen VIP-Flotten der Golfstaaten, die oft mit großen Boeing- und Airbus-Jets unterwegs sind. Typisch für Katar ist die enge optische Bindung an die Staatsairline. Andere Länder setzen dagegen auf eigene Bemalungen mit Staatswappen. Wie Qatar Airways, Emirates und Etihad ihr Geschäft aufgebaut haben, liest du im Hintergrundartikel zu den Golf-Airlines.
Häufige Verwechslungen
- Jeden Qatar-Jet für einen Linienflieger halten – auch die Staatsflotte fliegt meist in Qatar-Airways-Farben.
- Jedes A7-Kennzeichen für Amiri halten – A7- ist das Präfix ganz Katars und steht auch an allen Qatar-Airways-Flugzeugen.
- Nur auf A7-H… achten – auch Kennzeichen wie A7-MED, A7-MBK oder A7-MSD gehörten zum Flugdienst.
- Qatar Executive mit Qatar Amiri Flight gleichsetzen – die Business-Jet-Sparte von Qatar Airways ist ein eigenes Unternehmen.
- A7-HBJ noch in Doha suchen – diese 747-8 fliegt heute als VC-25B Bridge für die US Air Force.
- Eine Qatar-787 als Staatsjet notieren – eine 787 ist in den ausgewerteten Amiri-Flottenlisten nicht verzeichnet.
Jede Staatsjet-Sichtung im Hangar
Poste deine Amiri-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot – und tausch dich in der Community über seltene VIP-Besuche aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Qatar Amiri Flight ist eine der spannendsten VIP-Flotten der Welt: 747-8 BBJ, A340-500 und Corporate Jets, verpackt in eine Lackierung, die du von jedem Qatar-Airways-Flug kennst. Genau darin liegt die Herausforderung. Wer Typ, Kennzeichen und Callsign zusammen prüft, trennt Staatsjet und Linienflieger sicher – und hat mit einer Amiri-747 oder dem A340-500 eine der seltensten Sichtungen im Logbuch.
Kurzfazit
Qatar Amiri Flight (ICAO QAF, Rufzeichen AMIRI) ist der VIP-Flugdienst Katars. Die Jets tragen meist Qatar-Airways-Farben und A7-Kennzeichen – erkennbar werden sie an seltenen Typen wie 747-8 BBJ und A340-500 und am Callsign.
Zusammenfassung
- Qatar Amiri Flight erkennst du nicht an der Bemalung, sondern am A7-Kennzeichen, am Callsign QAF/AMIRI und an Typen, die bei Qatar Airways nicht im Plan stehen.
- Zu den Glanzstücken zählen die Boeing 747-8 BBJ A7-HHE und der A340-500 A7-HHH – beide seltene Typen an europäischen Flughäfen.
- Die 747-8 A7-HBJ hat Katar verlassen und ist heute die VC-25B Bridge der US Air Force – ein Beispiel dafür, wie wechselhaft VIP-Flotten sind.
- Flugpläne gibt es nicht: Nachrichtenlage, Tracker und Geduld sind dein Werkzeug, und gespottet wird nur von öffentlichem Gelände aus.
Häufige Fragen
Was ist Qatar Amiri Flight?
Qatar Amiri Flight ist der VIP-Flugdienst der Regierung von Katar. Er wurde 1977 gegründet und fliegt fast ausschließlich Mitglieder der Herrscherfamilie und Regierungsvertreter – weltweit und auf Anfrage. Tickets oder Linienflüge gibt es nicht. „Amiri“ leitet sich vom Titel des Staatsoberhaupts ab, des Emirs.
Welchen ICAO-Code und welches Rufzeichen hat Qatar Amiri Flight?
Der ICAO-Code ist QAF, das Rufzeichen im Funk „AMIRI“. Einen IATA-Code hat der Flugdienst nicht, weil er keine Tickets verkauft. Auf Flugtrackern erscheint ein Flug deshalb als QAF mit einer Nummer und nicht mit einer QR-Flugnummer von Qatar Airways.
Welche Flugzeuge fliegt Qatar Amiri Flight?
Laut den gängigen Flottenübersichten (Stand Ende 2025) gehören unter anderem Boeing 747-8 BBJ, ein Airbus A340-500, zwei A330-200, ein ACJ319, mehrere A320 beziehungsweise ACJ320, eine Boeing 777-200LR und ein Gulfstream G700 zur Flotte. Weil VIP-Flugzeuge häufig verkauft, verschenkt oder getauscht werden, solltest du die Zahlen als Momentaufnahme sehen.
Warum sehen die Amiri-Jets aus wie Qatar Airways?
Der Großteil der Flotte trägt das Design der staatlichen Fluggesellschaft Qatar Airways – mit der burgunderroten Oryx am Leitwerk. Für Spotter heißt das: Die Bemalung sagt wenig. Erst Kennzeichen, Typ und Callsign zeigen, ob du einen Linienflieger oder einen Staatsjet vor dir hast.
Ist die Air Force One aus Katar ein Amiri-Flugzeug gewesen?
Ja. Die Boeing 747-8 BBJ, die die US Air Force seit 2026 als VC-25B Bridge mit der Kennung N7478D nutzt, flog zuvor bei Qatar Amiri Flight – erst als A7-HJA, später als A7-HBJ, zuletzt mit dem Kennzeichen P4-HBJ. Nach dem Umbau durch L3Harris ging sie am 1. Juli 2026 erstmals als Air Force One in die Luft.
Wo ist Qatar Amiri Flight stationiert?
Am alten Doha International Airport. Qatar Airways ist 2014 mit dem Linienverkehr an den neuen Flughafen Hamad umgezogen, der Amiri-Flugdienst ist am alten Platz geblieben. Wer in Doha umsteigt, sieht die Staatsjets deshalb nicht am Linienterminal.
Fliegt Qatar Amiri Flight eine Boeing 787?
In den Flottenübersichten, die für diese Seite ausgewertet wurden, taucht keine 787 bei Qatar Amiri Flight auf. Siehst du eine 787 in Qatar-Airways-Farben, ist das sehr wahrscheinlich ein Linienflugzeug von Qatar Airways. Gewissheit gibt das Kennzeichen zusammen mit dem Callsign auf dem Tracker.
Wo kann ich Qatar Amiri Flight in Europa spotten?
Feste Ziele gibt es nicht. Gute Chancen bestehen an Flughäfen mit Staatsbesuchen, internationalen Konferenzen oder Sportgroßereignissen, außerdem an Wartungsstandorten. Fotos zeigen Amiri-Maschinen unter anderem in Zürich und Luxemburg. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus.
Qatar Amiri Flight im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 747-8
Der letzte Jumbo: Die 747-8 ist die längste und modernste Version der Boeing 747. So erkennst du Passagierversion und Frachter und grenzt sie von der 747-400 ab.
FlugzeugtypAirbus A340-500
Mehr als 18 Stunden nonstop von Newark nach Singapur: Die A340-500 war der Ultralangstrecken-Spezialist der 2000er. Nur 34 Exemplare wurden ausgeliefert – so erkennst du den seltenen Vierstrahler und erfährst, wo die Maschinen heute stecken.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus ACJ319
Von außen eine A319, innen ein fliegendes Büro mit Schlafzimmer: Der ACJ319 ist Airbus’ Corporate Jet mit Zusatztanks im Frachtraum – und bei vielen Regierungen im Einsatz. So erkennst und erwischst du ihn.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 777-200LR
Kurzer 777-Rumpf, lange schräge Flügelspitzen, riesige GE90-Triebwerke: Die 777-200LR Worldliner ist Boeings Ultralangstrecken-Spezialistin und flog 2005 einen Weltrekord. So erkennst du die seltene Variante.
FlugzeugtypGulfstream G700
Zehn riesige Ovalfenster pro Seite, ein gestreckter Rumpf und zwei Rolls-Royce Pearl 700 am Heck: Die G700 ist Gulfstreams Flaggschiff. So hältst du sie sicher von der G650 und der G800 auseinander.
FlugzeugtypAirbus A340-200
Vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk und ein Rumpf, der kürzer ist als die eigene Spannweite: Die A340-200 ist die kleinste und seltenste A340. Nur 28 Exemplare entstanden – heute begegnen dir die letzten fast nur noch als Regierungs- und VIP-Jets.
FlugzeugtypAirbus A310
Kurz, bullig, mit kleinen Zäunen an den Flügelspitzen: Die A310 war Airbus’ zweiter Großraumjet und lange in Deutschland zu Hause. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst und findest du sie.
Weitere Airlines
Qatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
StaatsflugFlugbereitschaft des BMVg
Der Lufttransportverband der Luftwaffe für Regierung, Parlament und Bundeswehr: drei Airbus A350-900, A319, A321 und A321LR, Bombardier Global 5000 und 6000 sowie Cougar-Hubschrauber – mit militärischen Kennungen statt Kennzeichen und Basen in Köln/Bonn und Berlin.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
NetzwerkEtihad Airways
Die Airline aus Abu Dhabi: Etihad fliegt mit 787, A350-1000 und einer kleinen A380-Flotte über das Drehkreuz Zayed International und ist in Frankfurt, München und Düsseldorf regelmäßig zu sehen.
NetzwerkTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Doha Hamad International
Erst 2014 eröffnet, heute eines der großen Umsteige-Drehkreuze der Welt: Hamad International in Doha ist die Heimat von Qatar Airways, hat eine der längsten Bahnen Westasiens und ist für Spotter vor allem beim Zwischenstopp ein Fest.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Luxemburg
Ein kleiner Passagierflughafen mit einer der größten Frachtdrehscheiben Europas: Am Findel sitzen Luxair und Cargolux, auf der einzigen, rund vier Kilometer langen Bahn rollen täglich Boeing-747-Frachter – für Spotter eine der letzten Hochburgen des Jumbos.
Wo du Qatar Amiri Flight vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Zuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
Passende Guides aus dem Blog
- Regierungsflugzeuge spotten: So erwischst du Staatsflieger ohne Flugplan
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
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