Das Wichtigste in Kürze
- Conviasa ist die staatliche Airline Venezuelas mit Sitz am Flughafen Caracas-Maiquetía, gegründet 2004 unter Hugo Chávez.
- Codes: IATA V0 (mit Null), ICAO VCV, Rufzeichen „CONVIASA“.
- Die Langstrecke fliegt Airbus A340 – inklusive der seltenen A340-200 und A340-600, teils von Mahan Air geleast.
- Seit Februar 2020 steht Conviasa auf der US-Sanktionsliste; das erschwert Ersatzteile, Leasing und Überflüge.
- Moskau statt Madrid: Die einstige Spanien-Verbindung ist eingestellt, nach Moskau-Wnukowo flog zuletzt der A340-600.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Conviasa im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die US-Sanktionen: Was sie bedeuten
- 4.Die Flotte: Vierstrahler und E-Jets
- 5.A340-200, -300 oder -600? So unterscheidest du sie
- 6.Moskau statt Madrid: das Langstreckennetz
- 7.Emtrasur: die Frachttochter mit dem beschlagnahmten Jumbo
- 8.Woran du Conviasa erkennst
- 9.Conviasa spotten: wo und wie
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | V0 |
|---|---|
| ICAO-Code | VCV |
| Rufzeichen | CONVIASA |
| Drehkreuze | CCS, PMV |
| Geschäftsmodell | Staatliche Netzwerk-Airline mit Inlandsnetz, Karibik- und einzelnen Langstrecken |
| Sitz | Gelände des Flughafens Simón Bolívar in Maiquetía bei Caracas |
| Gegründet | 31. März 2004 per Präsidialdekret, erster Flug am 28. November 2004 |
| Eigentümer | Venezolanischer Staat (rund 80 %) und Bundesstaat Nueva Esparta (rund 20 %) |
| Drehkreuze | Caracas-Maiquetía (CCS), dazu Porlamar auf der Isla Margarita (PMV) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2025, laut Flottenübersichten) | Airbus A340-200, -300 und -600, Embraer 190 (viele davon abgestellt), ATR 42, Cessna 208B Grand Caravan |
| Töchter | Conviasa Regional (Cessna Caravan), Frachttochter Emtrasur Cargo |
| Sanktionen | Seit 7. Februar 2020 auf der SDN-Liste des US-Finanzministeriums (OFAC), samt Flugzeugen |
| Kennzeichen | Venezolanisches Präfix YV |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Conviasa?
- Venezolanisches Kennzeichen mit YV am Heck, oft in der Form YV plus vier Ziffern
- Vierstrahliger Airbus A340 auf der Langstrecke – heute eine absolute Seltenheit
- Schriftzug „Conviasa“ am Rumpf, im Inland meist auf einer Embraer 190
- Auf Trackern VCV im Rufzeichen, die Flugnummer beginnt mit V0
- Langstrecken ab Moskau-Wnukowo oft nur alle zwei Wochen – Sichtungen sind echte Termine
- Mehrere Flugzeuge stehen seit Jahren abgestellt in Caracas – nicht jedes Kennzeichen ist aktiv
Conviasa ist eine dieser Airlines, die du eher aus Nachrichten kennst als vom Spotterzaun. Venezuelas Staatsairline steht seit 2020 auf der US-Sanktionsliste, fliegt Ziele, die vor allem politisch begründet sind, und hält mit dem Airbus A340 einen Vierstrahler am Leben, den die meisten großen Airlines längst ausgemustert haben. Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Ein aktives Conviasa-Flugzeug vor die Linse zu bekommen, ist selten – und jede Sichtung erzählt ein Stück Zeitgeschichte.
Exoten nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du einzelne Kennzeichen, Typen wie den A340 oder ganze Airlines auf deine Alarmliste und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Conviasa im Überblick
Conviasa ist die staatliche Fluggesellschaft Venezuelas. Der volle Name lautet Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicios Aéreos. Gegründet wurde sie am 31. März 2004 per Dekret von Präsident Hugo Chávez, den ersten Flug gab es am 28. November 2004 – mit einer de Havilland Canada Dash 7, einem viermotorigen Turboprop. Der Sitz liegt direkt auf dem Gelände des Flughafens Simón Bolívar in Maiquetía, der Caracas versorgt.
Eigentümer ist zu rund 80 Prozent der venezolanische Staat, die übrigen rund 20 Prozent hält der Bundesstaat Nueva Esparta, zu dem die Ferieninsel Margarita gehört. Deshalb ist Porlamar auf der Isla Margarita neben Caracas der zweite wichtige Knoten im Netz.
Conviasa füllte eine Lücke, die mit dem Ende der früheren Staats- und Traditionsairlines entstanden war. Die einstige Flag-Carrier VIASA war 1997 untergegangen, und auch die traditionsreiche Aeropostal hatte ihre besten Jahre hinter sich. Privat geführte Gesellschaften wie Avior Airlines, Laser Airlines oder Estelar teilen sich heute mit Conviasa den venezolanischen Markt.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code V0: steht in der Flugnummer, etwa V0770. Achtung: Das zweite Zeichen ist die Ziffer Null, kein O.
- ICAO-Code VCV: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen CONVIASA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
IATA-Codes mit Ziffern sind keine Seltenheit, sorgen beim Notieren aber regelmäßig für Tippfehler. Wenn dein Tracker bei der Suche nach „VO“ nichts findet, probier es mit der Null. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Kennzeichen schlägt Flugnummer
Weil Conviasa-Flüge oft unregelmäßig sind, lohnt sich die Suche nach dem Kennzeichen mehr als nach der Flugnummer. Wie du ein bestimmtes Flugzeug über Kennzeichen oder Hex-Code findest, zeigt der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Die US-Sanktionen: Was sie bedeuten
Am 7. Februar 2020 setzte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Conviasa auf die Liste der Specially Designated Nationals. Grundlage war ein Programm gegen die Regierung von Nicolás Maduro. Mitgelistet wurden nicht nur die Gesellschaft selbst, sondern auch zahlreiche Flugzeuge mit ihren YV-Kennzeichen – ein Schritt, der in der Luftfahrt bemerkenswert ist.
Die praktischen Folgen sind erheblich:
- Ersatzteile und Wartung: Lieferanten mit US-Bezug dürfen nicht mit Conviasa handeln. Für eine Flotte aus Airbus- und Embraer-Flugzeugen, in denen viele US-Komponenten stecken, ist das ein Dauerproblem.
- Leasing: Westliche Leasinggesellschaften fallen als Partner praktisch aus. Conviasa greift deshalb auf gebrauchte Flugzeuge und Partner zurück, die selbst unter Sanktionen stehen – allen voran Mahan Air aus dem Iran.
- Passagiere: US-Bürgern ist es untersagt, mit Conviasa zu fliegen.
- Netz: Ziele liegen vor allem in Ländern, die die US-Sanktionen nicht mittragen.
Schon vor den Sanktionen war die Airline mehrfach ausgebremst worden. Von April 2012 bis Juli 2013 durfte Conviasa aus Sicherheitsgründen nicht in die EU fliegen. Im Mai 2017 musste sie alle Auslandsflüge einstellen, weil die Devisen für die Versicherung der Flugzeuge fehlten. Später nahm die Airline wieder einzelne internationale Strecken auf – dann folgten die Sanktionen.
Stand prüfen
Die politische Lage in Venezuela hat sich 2026 stark verändert. Ob die Sanktionen gegen Conviasa gelockert oder aufgehoben werden, ist zum Stand Oktober 2026 nicht verlässlich absehbar. Für aktuelle Infos ist die öffentliche Sanktionsliste des US-Finanzministeriums die beste Quelle.
Die Flotte: Vierstrahler und E-Jets
Die Flotte von Conviasa ist klein, vergleichsweise alt und zu einem guten Teil abgestellt. Laut gängigen Flottenübersichten (Stand 2025) sieht sie grob so aus:
| Typ | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A340-200 | Langstrecke, Regierungs- und Sonderflüge | Eine der letzten A340-200 im kommerziellen Einsatz; ein Exemplar von Mahan Air geleast |
| Airbus A340-300 | Langstrecke | 2020 als 23 Jahre altes Gebrauchtflugzeug gekauft |
| Airbus A340-600 | Langstrecke Moskau und Guangzhou | Von Mahan Air geleast, ab 2022 in Venezuela |
| Embraer 190 | Inland und Karibik | 104 Sitze, ab 2012 geliefert, zahlreiche Exemplare abgestellt |
| ATR 42 | Regionalstrecken | Laut Flottenlisten nur ein Exemplar (ATR 42-400) |
| Cessna 208B Grand Caravan | Conviasa Regional | Kleine Maschinen für kurze Pisten |
| Airbus ACJ319, Embraer Lineage 1000 | Regierungsflüge | Business-Jets mit staatlichem Auftrag |
Der A340 als Markenzeichen
Mit dem Airbus A340-200, der A340-300 und der A340-600 hat Conviasa drei Varianten des Vierstrahlers in der Flotte. Den ersten A340-300 kaufte die Airline im Juli 2020 als 23 Jahre altes Gebrauchtflugzeug, im März und Juni 2022 kamen zwei rund 20 Jahre alte A340-600 hinzu. Laut Flottenübersichten sind die A340-600 und eine der A340-200 von Mahan Air geleast.
Das macht Conviasa zu einer der ganz wenigen Airlines, die den A340 überhaupt noch im Liniendienst einsetzen – neben Betreibern wie Mahan Air. Warum Vierstrahler so schnell verschwunden sind, erklärt der Artikel Das Ende der Vierstrahler. Hersteller ist Airbus.
Die Embraer 190 im Inland
Das Rückgrat des Inlandsnetzes ist die Embraer 190 von Embraer. Die erste kam im September 2012. Bestellt waren 20 Stück, geliefert wurden 15. Viele davon stehen inzwischen abgestellt in Caracas – unter Sanktionen fehlen Ersatzteile und Wartungsmöglichkeiten. Wie du die E190 von ihren Schwestern unterscheidest, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Den A340 im Hangar sammeln
Halte jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest und setz fehlende Varianten auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A340-200, -300 oder -600? So unterscheidest du sie
Alle drei Varianten haben vier Triebwerke – damit ist die Abgrenzung zum zweistrahligen A330 schnell erledigt. Wie das im Detail geht, zeigt A330 oder A340 unterscheiden. Innerhalb der A340-Familie helfen dir diese Merkmale:
A340-200 und -300 (erste Generation)
- Vier schlanke Triebwerke mit kleinem Durchmesser
- -200 deutlich kürzer und etwas gedrungen wirkend
- -300 mit gleicher Rumpflänge wie der A330-300
- Auf Trackern als A342 bzw. A343 geführt
A340-600 (zweite Generation)
- Sehr langer, schlanker Rumpf – einer der längsten Airliner überhaupt
- Deutlich größere Triebwerke mit breitem Einlass
- Mittleres Hauptfahrwerk mit vier statt zwei Rädern
- Auf Trackern als A346 geführt
Bei Conviasa ist auf den Moskau-Strecken laut den veröffentlichten Flugplänen der A340-600 im Einsatz. Die älteren -200 und -300 begegnen dir eher auf Sonder- oder Regierungsflügen oder in Caracas.
Moskau statt Madrid: das Langstreckennetz
Madrid – eine eingestellte Verbindung
Lange war Madrid das wichtigste Europa-Ziel von Conviasa. Zeitweise flog die Airline die Strecke mit gemieteten Großraumflugzeugen, etwa mit einer Airbus A330-300 von AirAsia X und bis 2017 mit einer Boeing 747-400 von Wamos Air. Im Mai 2017 kündigte Wamos den Vertrag kurzfristig, im selben Monat stellte Conviasa alle Auslandsflüge ein. In aktuellen Übersichten ist Madrid als eingestellt geführt.
Die Verbindung Caracas–Madrid bedienten in den vergangenen Jahren andere Airlines, etwa spanische Gesellschaften wie Iberia und Plus Ultra sowie die venezolanische Estelar. Welche davon aktuell fliegen, hat sich zuletzt mehrfach geändert. Wer in Madrid nach Venezuela-Verkehr sucht, findet Tipps im Guide Planespotting in Madrid-Barajas – eine Conviasa-Maschine ist dort derzeit aber nicht zu erwarten.
Moskau-Wnukowo mit dem A340-600
Seit 2021 fliegt Conviasa nach Russland. Ziel ist Moskau-Wnukowo, nicht die großen Aeroflot-Flughäfen. Laut den Flugplänen von 2024 lief die Verbindung alle zwei Wochen in zwei Varianten: Caracas–Moskau mit Rückflug über Porlamar sowie Caracas–Havanna–Moskau. Im Sommerflugplan 2025 lautete die Route Caracas–Moskau–Guangzhou, ebenfalls im Zwei-Wochen-Takt und mit dem A340-600. Neuere Übersichten führen Guangzhou als ausgesetzt oder eingestellt – prüf den aktuellen Stand vor jeder Planung.
Der Takt ist für Spotter entscheidend: Bei einem Flug alle zwei Wochen planst du die Sichtung wie einen Termin, nicht wie einen Zufallstreffer.
Iran, Kuba und die Karibik
Schon 2007 begann eine Verbindung Caracas–Damaskus–Teheran gemeinsam mit Iran Air; den Nonstopflug nach Damaskus beendete Conviasa 2012. Heute ist Havanna ein wichtiger Knoten, wo Conviasa-Flugzeuge neben Cubana de Aviación stehen. Dazu kommen Ziele in Mexiko, Nicaragua (Managua) und der Karibik wie Barbados. Viele frühere Ziele – Bogotá, Panama, Buenos Aires – sind eingestellt oder ausgesetzt.
Aktuellen Flugplan suchen
Conviasa ändert Netz und Takt häufig. Prüf die Flüge kurz vor deiner Tour, nicht nach alten Berichten.
Kennzeichen notieren
Merk dir die YV-Kennzeichen der aktiven A340. Viele andere Flugzeuge stehen abgestellt.
Alarm setzen
Ein Alarm auf Kennzeichen oder Airline meldet dir, wenn eine Maschine wirklich unterwegs ist.
Sauber dokumentieren
Notiere Variante, Kennzeichen und Ort – bei geleasten Flugzeugen hilft das später beim Zuordnen.
Emtrasur: die Frachttochter mit dem beschlagnahmten Jumbo
Im November 2020 gründete Conviasa die Frachttochter Emtrasur Cargo. Ihr einziges Flugzeug war eine Boeing 747-300 in der Combi-Version 747-300M mit dem Kennzeichen YV3531, die zuvor zu Mahan Air gehört hatte. Im Juni 2022 wurde sie am Flughafen Buenos Aires-Ezeiza festgehalten, an Bord eine gemischt venezolanisch-iranische Crew. Die USA warfen vor, die Übernahme von Mahan Air verstoße gegen US-Exportkontrollen, und erwirkten die Einziehung. Nach rund anderthalb Jahren am Boden übergab Argentinien den Jumbo im Februar 2024 an die USA; er wurde nach Florida überführt und dort noch im selben Monat verschrottet. Venezuela reagierte unter anderem mit einer Sperrung seines Luftraums für argentinische Flugzeuge.
Für Spotter ist die Geschichte ein gutes Beispiel dafür, wie eng Luftfahrt und Politik bei Conviasa verwoben sind – und warum einzelne Kennzeichen plötzlich aus dem Verkehr verschwinden können.
Woran du Conviasa erkennst
Das wichtigste Merkmal ist nicht die Lackierung, sondern das Kennzeichen: Venezolanische Flugzeuge tragen das Präfix YV, bei Conviasa meist gefolgt von vier Ziffern. Dazu kommt der Schriftzug „Conviasa“ am Rumpf. Auf der Langstrecke ist der Typ selbst schon ein starker Hinweis – ein A340 mit YV-Kennzeichen gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Conviasa oder fliegt im Auftrag der Regierung.
Achte auch auf den Zustand: Weil Ersatzteile knapp sind, siehst du in Caracas mehrere Flugzeuge, die seit Jahren nicht mehr bewegt werden. Ein abgestelltes Flugzeug ist für deine Sammlung ebenso dokumentierenswert, aber notiere es getrennt von Sichtungen im Flugbetrieb. Mehr zum Aufbau von Kennzeichen findest du im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Einige Conviasa-A340 stammen von Mahan Air. Auf älteren Fotos tragen dieselben Flugzeuge noch iranische Kennzeichen mit EP-. Vergleiche deshalb Seriennummer und Kennzeichen, bevor du eine Sichtung zuordnest.
Conviasa spotten: wo und wie
In Deutschland hast du praktisch keine Chance auf eine Conviasa-Maschine – es gibt keine Linienflüge nach Westeuropa. Realistisch sind diese Orte:
Gute Chancen, wenn …
- du in Caracas-Maiquetía oder Porlamar bist – dort stehen aktive und abgestellte Flugzeuge
- du am Tag eines A340-Fluges in Moskau-Wnukowo spotten kannst
- du in Havanna bist, wo Conviasa regelmäßig verkehrt
Prüf es vorher, wenn …
- du in Mexiko, Nicaragua oder der Karibik unterwegs bist – das Netz ändert sich oft
- du nach Guangzhou reist – die Strecke gilt inzwischen als ausgesetzt
Eher kein Conviasa-Tag, wenn …
- du in Madrid, Frankfurt oder einem anderen westeuropäischen Flughafen wartest
Für Reisen in die genannten Länder gilt: Informiere dich vorab über die Sicherheitslage und die örtlichen Regeln zum Fotografieren an Flughäfen. Was in Deutschland erlaubt ist, gilt dort nicht automatisch. Mehr Ideen für die Jagd nach Raritäten liefert der Artikel Seltene Flugzeuge spotten.
Häufige Verwechslungen
- V0 als „VO“ notieren – der IATA-Code enthält die Ziffer Null.
- Conviasa mit VIASA gleichsetzen – VIASA war die historische Flag-Carrier bis 1997, Conviasa ist eine Neugründung von 2004.
- A340-600 als A340-300 eintragen – Rumpflänge und Triebwerksgröße unterscheiden die Generationen klar.
- Jeden A340 mit YV für einen Linienflug halten – einige Maschinen fliegen für die Regierung.
- Madrid als aktuelles Ziel annehmen – die Strecke ist eingestellt, Moskau ist das Europa-nahe Ziel.
- Abgestellte Flugzeuge als aktive Flotte zählen – viele E190 stehen seit Jahren am Boden.
Conviasa im Blick behalten
Beobachte die YV-Kennzeichen der A340 und werde benachrichtigt, wenn eine Maschine im Anflug ist – und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Conviasa ist keine Airline für den schnellen Haken auf der Liste. Die Flotte ist klein, viele Flugzeuge stehen still, und das Netz folgt den politischen Beziehungen Venezuelas. Gerade das macht sie spannend: Mit dem A340 in drei Varianten, Leasingflugzeugen aus dem Iran und Flügen bis nach Moskau ist Conviasa eine der ungewöhnlichsten Airlines der Gegenwart. Erwischst du eine Maschine, halte Kennzeichen, Variante und Ort sorgfältig fest.
Kurzfazit
Conviasa (IATA V0, ICAO VCV) ist Venezuelas Staatsairline und seit 2020 von den USA sanktioniert. Markenzeichen ist der Airbus A340 auf der Langstrecke nach Moskau – Madrid ist Geschichte, das YV-Kennzeichen ist dein wichtigster Hinweis.
Zusammenfassung
- Conviasa ist für europäische Spotter ein Exot: Die Airline fliegt nicht nach Westeuropa, dafür zuletzt mit dem A340 nach Moskau-Wnukowo.
- Die Flotte ist klein, alt und teilweise abgestellt – wer ein aktives Conviasa-Flugzeug fotografiert, hat ein echtes Sammlerstück.
- Die US-Sanktionen prägen das Netz: Ziele sind vor allem Länder, die politisch nahe an Caracas stehen oder die Sanktionen nicht mittragen.
- Die Lage in Venezuela hat sich 2026 stark bewegt; prüf Netz und Sanktionsstatus deshalb immer aktuell.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Conviasa?
Der IATA-Code ist V0 – mit der Ziffer Null, nicht dem Buchstaben O. Der ICAO-Code lautet VCV, im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „CONVIASA“.
Wofür steht Conviasa?
Der volle Name lautet Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicios Aéreos. Gegründet wurde die Gesellschaft am 31. März 2004 per Dekret von Präsident Hugo Chávez, den ersten Flug gab es am 28. November 2004 mit einer de Havilland Canada Dash 7.
Warum steht Conviasa unter US-Sanktionen?
Am 7. Februar 2020 setzte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Conviasa samt zahlreicher Flugzeuge auf die Liste der Specially Designated Nationals. Die Maßnahme richtete sich gegen die Regierung von Nicolás Maduro. Folgen: US-Bürger dürfen nicht mit Conviasa fliegen, und Ersatzteile, Leasing und Wartung aus dem Westen sind kaum zu bekommen. Ob und wie sich der Status nach den politischen Umbrüchen 2026 ändert, prüfst du am besten direkt in der OFAC-Liste.
Fliegt Conviasa nach Madrid?
Derzeit nicht. Madrid war lange das wichtigste Europa-Ziel von Conviasa, zeitweise mit gemieteten Großraumflugzeugen wie einer A330-300 von AirAsia X oder einer Boeing 747-400 von Wamos Air. Nach der Einstellung aller Auslandsflüge im Mai 2017 und den Sanktionen ab 2020 ist die Strecke in den Übersichten als eingestellt geführt. Zwischen Caracas und Madrid fliegen inzwischen andere Airlines.
Wohin fliegt Conviasa mit dem A340?
Das bekannteste Ziel ist Moskau-Wnukowo. Laut veröffentlichten Flugplänen flog der A340-600 2024 im Zwei-Wochen-Takt Caracas–Moskau sowie Havanna–Moskau, im Sommer 2025 dann Caracas–Moskau–Guangzhou. Guangzhou wird inzwischen als ausgesetzt oder eingestellt geführt. Daneben setzt Conviasa den A340 auf Regierungs- und Sonderflügen ein.
Welche Flugzeuge fliegt Conviasa?
Auf der Langstrecke Airbus A340 in drei Varianten (-200, -300, -600), auf Inlands- und Karibikstrecken die Embraer 190 mit 104 Sitzen. Dazu kommen ATR-Turboprops und Cessna 208B Grand Caravan der Conviasa Regional. Ein Teil der Flotte steht seit Jahren abgestellt, die aktive Flotte ist also kleiner als die Zahl der registrierten Flugzeuge.
Kann ich Conviasa in Deutschland spotten?
Praktisch nicht. Conviasa hat derzeit keine Linienflüge nach Deutschland oder Westeuropa. Die realistischsten Orte sind Caracas, Porlamar, Havanna, Moskau-Wnukowo oder Guangzhou. Gelegentlich tauchen Conviasa-Flugzeuge bei Sonder- oder Regierungsflügen an ungewöhnlichen Orten auf – dann lohnt ein Alarm auf das Kennzeichen.
Was ist Emtrasur?
Emtrasur Cargo ist die 2020 gegründete Frachttochter von Conviasa. Ihr einziges Flugzeug, eine Boeing 747-300M mit dem Kennzeichen YV3531, wurde im Juni 2022 in Buenos Aires festgehalten. Die USA warfen vor, die Übernahme von Mahan Air verstoße gegen US-Exportkontrollen. Im Februar 2024 übergab Argentinien den Jumbo an die USA, wo er kurz darauf verschrottet wurde.
Conviasa im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A340-600
Über 75 Meter lang, vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern: Die A340-600 ist der längste Airbus, der je gebaut wurde. Im Oktober 2026 verabschiedet Lufthansa den Typ – so erkennst du ihn und wo du ihn noch findest.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypAirbus A340-200
Vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk und ein Rumpf, der kürzer ist als die eigene Spannweite: Die A340-200 ist die kleinste und seltenste A340. Nur 28 Exemplare entstanden – heute begegnen dir die letzten fast nur noch als Regierungs- und VIP-Jets.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypCessna 208 Caravan
Ein einzelner Turboprop in der langen Nase, Flügel oben mit Strebe, starres Fahrwerk und oft eine Frachtgondel unter dem Bauch: Die Cessna 208 Caravan ist Frachter, Zubringer, Absetzmaschine und Wasserflugzeug in einem. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 747-300
Die erste 747 mit verlängertem Oberdeck: Wie die Boeing 747-300 entstand, wer sie flog, wie du sie von 747-200 und 747-400 unterscheidest und wo der seltene Jumbo heute noch steht.
Weitere Airlines
VIASA
Historische Nationalairline Venezuelas aus Caracas: 1960 gegründet, mit KLM-Hilfe groß geworden, über Jahrzehnte mit DC-8 und DC-10 auf der Atlantikroute nach Europa – und nach der Übernahme durch Iberia im Januar 1997 am Ende.
NetzwerkAeropostal
Eine der ältesten Airlines Lateinamerikas: 1929 von der französischen Aéropostale gegründet, später als LAV verstaatlicht, privatisiert, wieder verstaatlicht – und über Jahrzehnte mit DC-9 und MD-80 im venezolanischen Inlandsnetz unterwegs.
NetzwerkAvior Airlines
Private Airline aus Barcelona im Osten Venezuelas: eine der letzten Betreiberinnen der Boeing 737-200 im Linienverkehr, dazu 737-400, Flüge in Venezuela, nach Kolumbien und Curaçao – und seit 2017 auf der EU-Flugsicherheitsliste.
NetzwerkLASER Airlines
Venezolanische Privatairline aus Caracas, die seit 1994 fliegt und bis heute fast ausschließlich auf die McDonnell Douglas MD-80-Familie setzt – ein seltenes Ziel für Spotter.
NetzwerkEstelar
Private Airline aus Caracas: im Inland mit älteren Boeing 737 der Generationen Original und Classic unterwegs, auf der Langstrecke nach Madrid mit gemieteten Widebodies – zuerst mit einem Airbus A340 von Hi Fly.
NetzwerkMahan Air
Irans größte private Airline aus Teheran: gebrauchte Airbus A340, A310 und A300 statt neuer Jets, seit 2011 auf der US-Sanktionsliste und seit 2019 nicht mehr in Deutschland unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
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