Caribbean Airlines

Die staatliche Airline von Trinidad und Tobago übernahm 2007 das Erbe der BWIA und später Air Jamaica. Heute fliegt sie mit Boeing 737 MAX 8 und ATR 72-600 durch die Karibik und nach Nordamerika.

Auch bekannt als: Caribbean Airlines Limited · BW · Nachfolgerin von BWIA West Indies Airways

Trinidad und TobagoTrinidad und TobagoNetzwerk-AirlinesIATA: BWICAO: BWA11 Min. Lesezeit

BW

IATA-Code

BWA

ICAO-Code

9Y-

Kennzeichen-Präfix

2007

Erster Flugtag

Das Wichtigste in Kürze

  • Caribbean Airlines ist die staatliche Airline von Trinidad und Tobago und hat ihren Sitz in Piarco bei Port of Spain.
  • Codes: IATA BW, ICAO BWA – beide stammen von der Vorgängerin BWIA West Indies Airways.
  • Seit 2010 gehört Air Jamaica zur Gruppe; Kingston ist deshalb zweites Drehkreuz, Jamaika hält eine Minderheitsbeteiligung.
  • Die Flotte ist schlank: Boeing 737 MAX 8 für längere Strecken, ATR 72-600 für kurze Inselsprünge. Die 737-800 ist seit 2023 ausgemustert.
  • Außerhalb der Karibik siehst du die Airline vor allem in Florida, New York und Toronto.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Caribbean Airlines im Überblick
  2. 2.Von der BWIA zur Caribbean Airlines
  3. 3.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
  4. 4.Die Flotte: 737 MAX 8 und ATR 72-600
  5. 5.Woran du Caribbean Airlines erkennst
  6. 6.Strecken und Netz
  7. 7.Caribbean Airlines spotten
  8. 8.Zwischenfall in Georgetown 2011
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeBW
ICAO-CodeBWA
RufzeichenCARIBBEAN AIRLINES
DrehkreuzePOS, KIN
GeschäftsmodellStaatliche Netzwerk-Airline mit Drehkreuzen in Port of Spain und Kingston
SitzPiarco bei Port of Spain, Trinidad und Tobago
Gegründet2006 als Nachfolgerin der BWIA, Flugbetrieb seit 1. Januar 2007
EigentümerMehrheitlich der Staat Trinidad und Tobago, Minderheitsbeteiligung Jamaikas
DrehkreuzePort of Spain Piarco (POS) und Kingston Norman Manley (KIN)
Allianzkeine; Interline-Abkommen mit einzelnen Partnern
Flotte (Stand Mitte 2026)Boeing 737 MAX 8 für Strecken nach Nordamerika und in der Karibik, ATR 72-600 für kurze Inselverbindungen
Kennzeichen9Y- (Trinidad und Tobago)
MarkenzeichenKolibri-Logo am Leitwerk

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Caribbean Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ein stilisierter Kolibri am Leitwerk – das Symbol Trinidads, das „Land der Kolibris“
  • Weißer Rumpf mit farbigem Kolibri-Design, seit 2020 in überarbeiteter Bemalung
  • Nur zwei aktive Typen: Boeing 737 MAX 8 und ATR 72-600
  • Kennzeichen mit 9Y-, dem Präfix von Trinidad und Tobago
  • Flugnummer beginnt mit BW, auf dem Tracker steht BWA – beides ein Erbe der BWIA
  • Turboprops vor allem auf der kurzen Verbindung zwischen Trinidad und Tobago

Wenn du in Miami oder New York zwischen den großen US-Airlines plötzlich einen Kolibri am Leitwerk siehst, hast du Caribbean Airlines vor der Linse. Die staatliche Airline von Trinidad und Tobago ist für europäische Spotter eine echte Rarität – in Europa landet sie seit Jahren nicht mehr. Dafür steckt in ihr ein großes Stück Karibik-Luftfahrtgeschichte: Sie hat die Nachfolge der BWIA angetreten und Air Jamaica übernommen. Hier erfährst du, wie du die Airline erkennst, welche Typen sie fliegt und wo du sie am ehesten erwischst.

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Caribbean Airlines im Überblick

Caribbean Airlines ist die Flag-Carrier von Trinidad und Tobago. Der Firmensitz liegt in Piarco, direkt am internationalen Flughafen von Port of Spain. Die Gesellschaft gehört mehrheitlich dem Staat Trinidad und Tobago; seit der Übernahme von Air Jamaica ist auch die Regierung Jamaikas mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Deshalb hat die Airline zwei Drehkreuze: Port of Spain (POS) im Süden der Karibik und Kingston (KIN) auf Jamaika.

Das Netz reicht von kurzen Inselsprüngen – allen voran der viel beflogenen Verbindung zwischen Trinidad und Tobago – über Ziele in der östlichen und westlichen Karibik bis nach Nordamerika. Dort fliegt Caribbean Airlines vor allem Florida, New York und Toronto an. Langstrecken nach Europa gibt es heute nicht mehr.

Eine Allianz hat die Airline nicht. Sie setzt stattdessen auf Interline-Abkommen mit verschiedenen Partnern, über die Passagiere auf einem Ticket weiterreisen können. Für dich als Spotter heißt das: Caribbean Airlines taucht nie in Allianzbemalung auf, sondern immer im eigenen Design.

BWIATA-Code in der Flugnummer
BWAICAO-Code auf dem Tracker
9Y-Kennzeichen aus Trinidad und Tobago

Von der BWIA zur Caribbean Airlines

Um Caribbean Airlines zu verstehen, musst du einen Blick zurück werfen. Ihre Vorgängerin, die BWIA West Indies Airways, war eine der traditionsreichsten Airlines der Region. Gegründet Ende der 1930er-Jahre vom Neuseeländer Lowell Yerex als British West Indian Airways, startete sie 1940 den Flugbetrieb. Später gehörte sie zeitweise zur britischen BOAC, ab den 1960er-Jahren übernahm der Staat Trinidad und Tobago die Anteile. In der Region war sie liebevoll als „Bee-Wee“ bekannt.

Über die Jahrzehnte flog die BWIA mit sehr unterschiedlichen Typen: Boeing 727 und 707, Lockheed TriStar, MD-83 und zuletzt Airbus A340-300 sowie Boeing 737-800. Wirtschaftlich blieb die Airline aber dauerhaft unter Druck. Im September 2006 kündigte die Gesellschaft nach gescheiterten Verhandlungen zwischen Management und Gewerkschaften ihre Einstellung an; am 31. Dezember 2006 flog die BWIA zum letzten Mal.

Schon im Herbst 2006 war Caribbean Airlines als neue Gesellschaft gegründet worden. Am 1. Januar 2007 nahm sie den Flugbetrieb auf – mit sechs Boeing 737-800 und einem Airbus A340-300, einer deutlich verkleinerten Belegschaft und vielen ehemaligen BWIA-Mitarbeitern. Die Codes BW und BWA wechselten zur neuen Airline, und genau deshalb steht bis heute „BWA“ auf dem Tracker, obwohl die BWIA längst Geschichte ist.

Tobago Express und Air Jamaica

Im Oktober 2007 übernahm Caribbean Airlines die Regionalgesellschaft Tobago Express, die mit Dash-8-Turboprops die kurze Inlandsverbindung nach Tobago bediente. Der deutlich größere Schritt folgte wenig später: Am 1. Mai 2010 übernahm Caribbean Airlines Flotte und Streckenrechte von Air Jamaica, 2011 wurde die Beteiligung Jamaikas an Caribbean Airlines vertraglich besiegelt. Kingston wurde zum zweiten Drehkreuz. Die bekannte Marke Air Jamaica mit ihren bunten Leitwerken verschwand in den folgenden Jahren, 2015 ging die Gesellschaft ganz in Caribbean Airlines auf.

1940

Die BWIA startet den Flugbetrieb in der Karibik.

2007

Caribbean Airlines übernimmt am 1. Januar das Erbe der BWIA und kauft im Herbst Tobago Express.

2010/2011

Caribbean Airlines übernimmt Air Jamaica, Kingston wird zweites Drehkreuz, Jamaika wird Anteilseigner.

2021–2023

Die ersten 737 MAX 8 kommen, bis 2023 ist die 737-800 vollständig ausgemustert.

Codes, Rufzeichen und Kennzeichen

  • IATA-Code BW: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
  • ICAO-Code BWA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen: im Funk meldet sich Caribbean Airlines als „CARIBBEAN AIRLINES“; die BWIA nutzte früher „WEST INDIAN“.
  • Kennzeichen 9Y-: das Länderpräfix von Trinidad und Tobago.

Die Codes BW und BWA haben mit dem heutigen Namen nichts zu tun – sie sind ein Überbleibsel der BWIA. Wer das nicht weiß, sucht auf dem Tracker vergeblich nach einem Kürzel mit „C“. Mehr zum Unterschied zwischen beiden Code-Systemen liest du im Guide zu IATA- und ICAO-Codes, und warum Flugnummer und Rufzeichen nicht dasselbe sind, erklärt der Artikel zu Callsign und Flugnummer.

Tracker-Tipp

Suchst du Caribbean Airlines auf einem Flugtracker, gib BWA statt BW ein. Wer die Airline auf einer USA-Reise erwischen will, schaut morgens nach, welche BWA-Flüge Richtung Florida oder New York unterwegs sind. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: 737 MAX 8 und ATR 72-600

Die Flotte von Caribbean Airlines ist heute bewusst schlank. Nach öffentlich zugänglichen Flottenübersichten (Stand Mitte 2026) fliegen nur zwei Typen im Passagierdienst, jeweils mit etwa zehn Maschinen:

Typ Rolle Sitze Spotter-Hinweis
Boeing 737 MAX 8 Nordamerika und längere Karibikstrecken 160 in drei Kabinenklassen Neueste Generation, seit Ende 2021 in der Flotte
ATR 72-600 Kurze Inselsprünge, vor allem Trinidad–Tobago 68, nur Economy Hochdecker-Turboprop, oft auf der Inselbrücke nach Tobago
Bestellungen Weitere MAX 8 und ATR 72-600, Embraer E175 sowie Frachter (ATR 72-600F, 737-800F) – Lieferstand ändert sich, Angaben vorsichtig behandeln

Die Boeing 737 MAX 8 ist das Rückgrat für alles, was über die Karibik hinausgeht. Das weltweite Flugverbot der MAX verzögerte den Zulauf; die erste Maschine kam erst Ende 2021 zur Airline. Mit dem Zulauf der neuen Jets wurde die ältere 737-800 Schritt für Schritt abgegeben; 2023 war der letzte Next-Generation-Jet aus der Flotte verschwunden. Die MAX 8 hat eine Kabine mit Business, einer Premium-Economy-artigen Zwischenklasse und Economy.

Für die kurzen Strecken setzt die Airline die ATR 72-600 ein. Die ATR ersetzte die Dash 8 der früheren Tobago Express und ist das typische Flugzeug auf der Verbindung Port of Spain–Tobago mit ihrem dichten Takt. Hersteller der Turboprops ist ATR, die Jets kommen von Boeing.

Historische Typen

Wer alte Fotos sortiert, stößt auf weitere Typen in Caribbean-Farben: Airbus A340-300 (nur im ersten Betriebsjahr 2007, auf der Strecke nach London-Heathrow), Boeing 737-800 (von 2007 bis 2023 das Arbeitspferd), Boeing 767-300ER (2012 bis 2016, unter anderem nach London-Gatwick) und Dash 8-300 (bis 2014, aus dem Bestand der Tobago Express). Ein Foto einer Caribbean-767 oder -A340 ist heute ein echtes Archivstück.

Die Kolibri-MAX auf der Wunschliste

Setz die 737 MAX 8 auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für Caribbean Airlines oder einzelne 9Y-Kennzeichen ein – Planetrack meldet dir, wenn sie deinen Flughafen anfliegen oder dort landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du Caribbean Airlines erkennst

Das wichtigste Merkmal ist der Kolibri. Trinidad gilt als „Land der Kolibris“, und der kleine Vogel ist seit dem ersten Flugtag 2007 das Logo der Airline. Das farbige Vogelmotiv hebt sich deutlich von den eher zurückhaltenden Designs vieler US-Airlines ab. 2020 stellte Caribbean Airlines eine überarbeitete Bemalung vor; den Anfang machte die ATR mit dem Kennzeichen 9Y-TTI, bis 2024 waren auch die letzten Turboprops umlackiert. Auf älteren Bildern siehst du deshalb teils noch die ursprüngliche Variante.

Die BWIA trug zuletzt ein ganz anderes Symbol: eine Steelpan, das Nationalinstrument Trinidads, auf grün-blauem Design. Wenn du also ein Foto mit Steelpan am Leitwerk findest, gehört es in die BWIA-Ära vor 2007.

Das spricht für Caribbean Airlines

  • Kolibri-Logo am Leitwerk
  • Kennzeichen 9Y- am Rumpf
  • ICAO-Code BWA auf dem Tracker
  • 737 MAX 8 oder ATR 72-600

Das spricht für eine andere Airline

  • Steelpan am Leitwerk: historische BWIA
  • Bunte Leitwerke mit Air-Jamaica-Schriftzug: historische Air Jamaica
  • Kennzeichen 6Y-, C6- oder VP-C: Jamaika, Bahamas oder Kaimaninseln
  • Ältere 737-800 im Kolibri-Design: Archivfoto vor 2023

Achtung Verwechslung

In der Karibik fliegen mehrere kleine Flag-Carrier mit 737 MAX 8 oder ATR – etwa Cayman Airways oder Bahamasair. Auf Distanz sehen sich die Jets ähnlich. Leitwerk und Kennzeichen-Präfix bringen schnell Klarheit; wie Präfixe funktionieren, erklärt der Guide zum Lesen von Flugzeugkennzeichen.

Strecken und Netz

Das Netz von Caribbean Airlines hat drei Ebenen. Die erste ist die Inlandsbrücke zwischen Trinidad und Tobago, die mit ATR 72-600 sehr häufig bedient wird. Die zweite sind regionale Verbindungen innerhalb der Karibik – nach Barbados, Grenada, St. Lucia, Jamaika, Curaçao, Sint Maarten und auf weitere Inseln. Die dritte Ebene sind die Nordamerika-Strecken nach Miami, Fort Lauderdale, Orlando, New York JFK und Toronto.

Gerade bei den regionalen Strecken ist das Netz in Bewegung. Caribbean Airlines nimmt Ziele auf, streicht sie wieder oder reduziert Frequenzen, je nach Nachfrage und Kostenlage. Seit dem Aus der ostkaribischen LIAT teilen sich mehrere Gesellschaften die Inselverbindungen, darunter auch interCaribbean Airways; Caribbean Airlines hat in den vergangenen Jahren Ziele neu aufgenommen, zuletzt aber auch wieder einzelne Strecken eingestellt, nach öffentlich zugänglichen Angaben 2026 unter anderem Verbindungen nach Dominica, St. Kitts, Guyana und Suriname. Stand Oktober 2026 gilt deshalb: Verlass dich nicht auf alte Streckenlisten, sondern prüf den aktuellen Flugplan.

Nach Europa fliegt Caribbean Airlines nicht mehr. Die Verbindung nach London-Heathrow mit dem A340 endete schon 2007, die spätere Strecke nach London-Gatwick lief bis Januar 2016 – im selben Jahr verließen auch die 767 die Flotte. Wer in der Karibik nach Europa reist, nutzt heute Airlines wie British Airways, Virgin Atlantic oder Condor.

Caribbean Airlines spotten

Für Spotter aus dem deutschsprachigen Raum ist Caribbean Airlines eine Reise-Airline. Du begegnest ihr dort, wo Karibik und Nordamerika aufeinandertreffen.

Gute Chancen, wenn …

  • du am Flughafen Miami oder in Fort Lauderdale stehst – Florida ist das wichtigste US-Ziel
  • du am Flughafen New York JFK spottest, wo die MAX 8 regelmäßig aus Port of Spain und Kingston ankommt
  • du am Flughafen Toronto Pearson bist, dem kanadischen Ziel der Airline
  • du Urlaub in Trinidad, Tobago, Barbados oder Jamaika machst

Prüf es vorher, wenn …

  • du auf einer kleineren Karibikinsel bist – hier ändern sich Strecken häufig
  • du an Maho Beach in Sint Maarten auf einen Caribbean-Anflug hoffst

Keine Chance, wenn …

  • du an einem europäischen Flughafen wartest – Europa steht seit 2016 nicht mehr im Plan

In Miami lohnt sich die Kombination mit vielen weiteren Karibik- und Lateinamerika-Airlines; Tipps zu Spots und Abläufen findest du im Guide Planespotting in Miami. Für New York hilft dir Planespotting in New York, und allgemeine Hinweise zu Einreise, Regeln und Planung stehen in den Tipps für eine Spotting-Reise in die USA. Wenn du Sint Maarten ansteuerst, ist Maho Beach der berühmteste Spot der Region – Caribbean Airlines steht dort aber nicht so regelmäßig im Plan wie die großen US-Airlines.

Ein Tipp für tropische Spots: Mittags flimmert die Luft über heißem Asphalt stark, was Telefotos weich macht. Plane die Fotos lieber auf die Morgen- und Abendstunden; wie du mit dem Effekt umgehst, erklärt der Artikel zu Hitzeflimmern in der Flugzeugfotografie.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vor einer Reise über die lokalen Regeln an Flughäfen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind überall tabu – in der Karibik genauso wie in den USA.

Zwischenfall in Georgetown 2011

Zur Geschichte gehört auch ein schwerer Zwischenfall. Am 30. Juli 2011 schoss eine Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen 9Y-PBM als Flug BW523 bei Regen in Georgetown, Guyana, über das Pistenende hinaus und zerbrach. An Bord waren 157 Passagiere und sechs Crewmitglieder, alle überlebten. Für Spotter ist der Fall vor allem als Teil der Flottengeschichte relevant – die Maschine gehörte zur ersten Generation der Caribbean-737.

Häufige Verwechslungen

  • BW für ein Kürzel der Caribbean halten – der Code stammt von der BWIA und wurde einfach übernommen.
  • Caribbean Airlines und BWIA gleichsetzen – die BWIA endete 2006, Caribbean Airlines ist eine neue Gesellschaft, die ihr Erbe angetreten hat.
  • Air Jamaica für eine aktive Airline halten – Air Jamaica ist Teil von Caribbean Airlines und als Marke Geschichte.
  • Jede Kolibri-737 als MAX notieren – auf Fotos vor 2023 ist es meist eine 737-800.
  • Caribbean-Jets mit Cayman Airways verwechseln – beide fliegen 737 MAX 8; das Kennzeichen 9Y- entscheidet.
  • Auf Europa-Sichtungen hoffen – seit 2016 gibt es keine Linienflüge nach London mehr.

Deine Karibik-Sichtungen an einem Ort

Poste deine Caribbean-Airlines-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot, finde Spots mit Anreise und bestem Licht und zeig der Community deine Exoten. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Caribbean Airlines ist die Airline, die zwei große Namen der Karibik-Luftfahrt in sich vereint: Sie trägt die Codes der BWIA und hat Air Jamaica übernommen. Heute fliegt sie mit einer kompakten Flotte aus 737 MAX 8 und ATR 72-600 durch die Inselwelt und nach Nordamerika. Für dich als Spotter ist sie ein Reise-Highlight – am ehesten in Florida, New York oder Toronto, sicher aber in Port of Spain und Kingston.

Kurzfazit

Caribbean Airlines (IATA BW, ICAO BWA) ist die staatliche Airline von Trinidad und Tobago. Du erkennst sie am Kolibri am Leitwerk und am Kennzeichen 9Y-; im Einsatz sind nur 737 MAX 8 und ATR 72-600.

Zusammenfassung

  • Caribbean Airlines erkennst du am Kolibri am Leitwerk, am Kennzeichen 9Y- und an den Codes BW und BWA.
  • Die Airline ist Nachfolgerin der BWIA und hat 2010 auch Air Jamaica übernommen – damit bündelt sie zwei große Namen der Karibik-Luftfahrt.
  • Mit 737 MAX 8 und ATR 72-600 fliegt sie heute nur zwei Typen; ältere 737-800 und Langstreckenjets sind Geschichte.
  • Spotten kannst du Caribbean Airlines in Europa praktisch nicht mehr. Die besten Chancen hast du in Miami, Fort Lauderdale, New York JFK, Toronto und in der Karibik selbst.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Caribbean Airlines?

Der IATA-Code ist BW, der ICAO-Code BWA. Beide Codes hat Caribbean Airlines von der Vorgängerin BWIA West Indies Airways übernommen. Auf der Anzeigetafel steht also BW, auf Flugtrackern meist BWA.

Ist Caribbean Airlines dasselbe wie BWIA?

Nicht ganz. Die BWIA West Indies Airways stellte den Betrieb Ende 2006 ein. Caribbean Airlines wurde 2006 als neue Gesellschaft gegründet und nahm am 1. Januar 2007 den Flugbetrieb auf – mit kleinerer Belegschaft, aber mit den Codes, dem Heimatflughafen Piarco und vielen Mitarbeitern der BWIA. Sie gilt deshalb als Nachfolgerin, ist rechtlich aber ein eigenes Unternehmen.

Was hat Caribbean Airlines mit Air Jamaica zu tun?

Caribbean Airlines hat Air Jamaica übernommen: Am 1. Mai 2010 gingen Flotte und Streckenrechte an Caribbean Airlines, 2011 wurde die Beteiligung des Staates Jamaika vertraglich festgeschrieben. Seitdem ist Kingston das zweite Drehkreuz. Air Jamaica ging 2015 vollständig in Caribbean Airlines auf, die Marke ist seitdem Geschichte.

Welche Flugzeuge fliegt Caribbean Airlines?

Im Einsatz sind (Stand Mitte 2026) Boeing 737 MAX 8 und ATR 72-600, laut öffentlich zugänglichen Flottenübersichten jeweils rund zehn Maschinen. Die MAX 8 fliegt die Strecken nach Nordamerika und die längeren Karibikverbindungen, die ATR die kurzen Inselsprünge. Weitere Flugzeuge sind bestellt, darunter auch Frachtversionen.

Gehört Caribbean Airlines zu einer Allianz?

Nein. Caribbean Airlines ist weder bei Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit Interline-Abkommen, über die Passagiere mit einem Ticket auf Partner-Airlines umsteigen können.

Wo kann ich Caribbean Airlines spotten?

Außerhalb der Karibik vor allem in Miami, Fort Lauderdale, Orlando, New York JFK und Toronto. Nach Europa fliegt die Airline seit dem Ende der London-Gatwick-Strecke 2016 nicht mehr. In der Karibik ist sie unter anderem in Barbados, Jamaika, Grenada und St. Lucia unterwegs. Der Flugplan ändert sich regelmäßig, also prüf ihn vor einer Reise.

Warum ist ein Kolibri das Logo von Caribbean Airlines?

Trinidad wird traditionell „Land der Kolibris“ genannt, und der Vogel ist ein nationales Symbol. Caribbean Airlines nutzt den Kolibri seit dem Start 2007 als Logo. Die Vorgängerin BWIA trug zuletzt eine Steelpan, das Nationalinstrument Trinidads.

Welches Kennzeichen tragen die Flugzeuge?

Die Flotte ist in Trinidad und Tobago registriert und trägt Kennzeichen mit dem Präfix 9Y-. Wie Länderpräfixe aufgebaut sind, erklärt der Guide zu Flugzeugkennzeichen.

Caribbean Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Weitere Airlines

Netzwerk

BWIA West Indies Airways

Historische Airline aus Trinidad und Tobago: 1940 mit einer Lockheed Lodestar gestartet, später Tochter der britischen BOAC, dann Staatsairline mit Boeing 707, TriStar und A340 nach London und Frankfurt – bis Caribbean Airlines sie zum Jahreswechsel 2006/07 ablöste.

Netzwerk

Air Jamaica

Historische Flag-Carrier Jamaikas: 1969 mit Flügen nach New York und Miami gestartet, bekannt für farbenfrohe Regenbogen-Lackierungen und Langstrecken nach Europa – 2010 von Caribbean Airlines übernommen, 2015 endgültig Geschichte.

Regional

LIAT

Die Inselhüpfer-Airline der Ostkaribik: 1956 auf Montserrat gegründet, jahrzehntelang mit Turboprops zwischen Antigua, Barbados und Trinidad unterwegs, 2020 in die Administration geschickt und Anfang 2024 eingestellt – heute fliegt LIAT 2020 als Liat Air weiter.

Netzwerk

Bahamasair

Die staatliche Airline der Bahamas verbindet von Nassau aus die Out Islands und Florida – mit einer kleinen Mischflotte aus Boeing 737-700, ATR 42-600 und ATR 72-600.

Netzwerk

Cayman Airways

Die staatliche Airline der Kaimaninseln: vier Boeing 737-8 für die Strecken in die USA und die Karibik, dazu Twin Otter und Saab 340 von Cayman Airways Express für die Flüge zu den Schwesterinseln.

Regional

interCaribbean Airways

Regionalairline aus Providenciales auf den Turks- und Caicosinseln: vom einmotorigen Inselhüpfer zum dichten Karibik-Netz zwischen Havanna, Nassau, Barbados und Guyana – mit ATR-Turboprops, drei Embraer-Familien und Twin Ottern.

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