Das Wichtigste in Kürze
- interCaribbean Airways ist eine Regionalairline mit Sitz in Providenciales auf den Turks- und Caicosinseln und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA JY, ICAO IWY, Rufzeichen „ISLANDWAYS“.
- Die Flotte ist eine Turboprop-Embraer-Mischung: ATR 42 und ATR 72 bilden das Rückgrat, dazu EMB 120, ERJ 145, E170 und Twin Otter.
- Drei Drehkreuze: Providenciales, Barbados und Tortola verbinden Nord-, Ost- und Südkaribik.
- Seltene Typen: Laut Airline gehört die EMB 120 Brasilia noch zur Flotte – ein inzwischen selten gewordener Turboprop.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | JY |
|---|---|
| ICAO-Code | IWY |
| Rufzeichen | ISLANDWAYS |
| Drehkreuze | PLS, BGI, EIS |
| Geschäftsmodell | Regionalairline für Flüge zwischen Karibikinseln, dazu Inlandsflüge auf den Turks- und Caicosinseln |
| Sitz | Providenciales, Turks- und Caicosinseln (britisches Überseegebiet) |
| Anfänge | Anfang der 1990er-Jahre als InterIsland Airways mit einer einzelnen Cessna |
| Frühere Namen | InterIsland Airways, ab 2003 Air Turks & Caicos, seit 2013 interCaribbean Airways |
| Gründer | Lyndon Gardiner (Chairman), aufgewachsen auf North Caicos |
| Drehkreuze | Providenciales (PLS), Barbados (BGI) und Tortola (EIS) |
| Allianz | keine |
| Flottentypen (laut Airline, Stand 2026) | ATR 72-500, ATR 42-500, Embraer E170, ERJ 145, EMB 120 Brasilia, DHC-6 Twin Otter |
| Neuester Typ | Embraer E170 mit 76 Sitzen, im Liniendienst seit August 2026 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich interCaribbean Airways?
- Schriftzug „interCaribbean“ am Rumpf, kleines „i“ am Anfang
- Fast immer ein Turboprop: ATR 42-500, ATR 72-500 oder auf kurzen Inselpisten die Twin Otter
- Bei Jets ist es ein kleiner Embraer – ERJ 145 mit Hecktriebwerken oder die neue E170
- Kennzeichen aus den Turks- und Caicosinseln beginnen mit VQ-T, etwa VQ-TCI an einer E170
- Einzelne Flugzeuge tragen Länderwappen am Leitwerk und einen „Spirit of …“-Namen an der Nase
- Flugnummer mit JY, auf dem Tracker steht IWY
Wer in der Karibik spottet, denkt zuerst an große Jets aus Nordamerika und Europa. Zwischen den Inseln aber fliegen die Kleinen – und eine der interessantesten davon ist interCaribbean Airways. Die Regionalairline von den Turks- und Caicosinseln verbindet heute Kuba, die Bahamas, Jamaika und die Dominikanische Republik mit Barbados, den Jungferninseln und Guyana. Ihre Flotte ist ein Fest für Typen-Sammler: ATR-Turboprops, Twin Otter und gleich drei Embraer-Familien, darunter die selten gewordene EMB 120 Brasilia.
Karibik-Turboprops im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest – in deinem Hangar mit Wunschliste siehst du, welche interCaribbean-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
interCaribbean Airways im Überblick
interCaribbean Airways ist eine private Regionalairline mit Sitz in Providenciales, der wichtigsten Touristeninsel der Turks- und Caicosinseln. Das britische Überseegebiet liegt südöstlich der Bahamas und nördlich von Haiti – also genau zwischen den großen Antillen und dem Atlantik. Für eine Airline, die Inseln verbindet, ist das ein naheliegender Startpunkt.
Die Geschichte beginnt klein: Gründer Lyndon Gardiner, aufgewachsen auf North Caicos, lernte Ende der 1980er-Jahre fliegen und baute einen Lufttaxi-Betrieb auf. Laut Airline begann der Flugbetrieb Anfang der 1990er-Jahre mit einer einzigen Cessna, damals unter dem Namen InterIsland Airways. Aus diesem Ursprung stammt bis heute das Rufzeichen „ISLANDWAYS“.
2003 benannte sich die Firma in Air Turks & Caicos um und startete planmäßige internationale Flüge nach Haiti, in die Dominikanische Republik, nach Jamaika und auf die Bahamas. 2008 kam die Fusion mit der lokalen SkyKing hinzu, im November 2013 folgte der heutige Name interCaribbean Airways. Ab 2020 wuchs das Netz deutlich nach Süden – nach Barbados, Grenada, St. Vincent, St. Lucia, Dominica und Guyana.
Heute bezeichnet sich interCaribbean als größte Regionalairline der Karibik. Zur Unternehmensgruppe Gardiners gehören neben der Airline auch ein Wartungsbetrieb und ein FBO für die allgemeine Luftfahrt in Providenciales. Einer Allianz gehört interCaribbean nicht an.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code JY: steht in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code IWY: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
- Rufzeichen ISLANDWAYS: so meldet sich die Crew im Funk – ein Erbe von InterIsland Airways.
Gerade das Rufzeichen sorgt bei Einsteigern für Stirnrunzeln, weil es nicht zum heutigen Namen passt. Das ist bei Airlines mit mehreren Umbenennungen typisch: Codes und Rufzeichen werden selten mitgeändert, weil sie in Systemen, Verträgen und Funkverfahren fest verankert sind.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf einem Tracker nach „interCaribbean“, findest du die Flüge oft schneller über den ICAO-Code IWY. Weil viele Strecken nur wenige Minuten über Wasser dauern und die Empfängerabdeckung zwischen kleinen Inseln Lücken hat, verschwinden Flüge gern zeitweise von der Karte. Wie du ADS-B-Daten einordnest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Das Netz: drei Drehkreuze, viele Inseln
interCaribbean fliegt kein Drehkreuz-System im Stil der großen Netzwerk-Airlines, aber drei Knoten bündeln den Verkehr:
| Drehkreuz | Code | Rolle im Netz |
|---|---|---|
| Providenciales, Turks- und Caicosinseln | PLS | Heimatbasis, Inlandsflüge auf die anderen Inseln, Strecken nach Bahamas, Kuba, Jamaika, Hispaniola und Barbados |
| Bridgetown, Barbados | BGI | Zentrales Drehkreuz laut Airline, Verbindungen in Ost-, Süd- und Nordkaribik bis Guyana und Trinidad |
| Tortola, Britische Jungferninseln | EIS | Knoten zwischen San Juan, St. Maarten, Antigua und Dominica |
Das Streckennetz reicht von Havanna im Westen über Nassau, Kingston, Santo Domingo, Santiago de los Caballeros und Cap-Haïtien bis nach Barbados, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und Guyana. In den Jahren 2024 und 2025 sind unter anderem Grenada–Georgetown, San Juan–Anguilla, San Juan–St. Kitts sowie Verbindungen ab Tortola nach Barbados und St. Maarten dazugekommen. Ende 2025 kündigte die Airline außerdem neue Nonstop-Flüge ab Barbados nach Tortola, Providenciales, St. Maarten, Ogle (Guyana) und Port of Spain an.
Für die Inselgruppe selbst ist interCaribbean eine Art Lebensader: Auf den Turks- und Caicosinseln verbinden Twin Otter die Hauptinsel Providenciales mit kleineren Inseln wie Grand Turk, South Caicos und Salt Cay. Dort sind die Pisten kurz, und genau dafür ist die robuste de Havilland gebaut.
Netz im Wandel
Kaum ein Netz in der Karibik ändert sich so schnell wie das von interCaribbean. Strecken kommen und gehen mit Nachfrage, Saison und Regierungsabkommen. Nimm die Ziele hier als Orientierung (Stand Oktober 2026) und prüf vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.
Die Flotte: ATR, Embraer und Twin Otter
Die Flotte ist der Grund, warum interCaribbean für Spotter so reizvoll ist. Laut der Flottenübersicht der Airline (Stand 2026) gehören diese Typen dazu:
| Typ | Sitze | Einsatz laut Airline | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Embraer E170 | 76 | Neuester und größter Jet, mehr Kapazität und Reichweite | Seit August 2026 im Liniendienst, z. B. VQ-TCI |
| Embraer ERJ 145 | 50 | Längere Strecken | Seit 2019 in der Flotte, schlanker Rumpf mit Hecktriebwerken |
| ATR 72-500 | 68 | Größter Turboprop, Verbindungen zwischen den großen Knoten | Erste Maschine 2023, Name „Captain H Williams“ |
| ATR 42-500 | 48 | Kurze Pisten, kleinere Inselgemeinden | Rückgrat der Flotte, mehrere ehemalige TAROM-Maschinen |
| Embraer EMB 120 Brasilia | 30 | Kleinere Ziele | Seltener Klassiker, Ausmusterung seit 2023 angekündigt |
| DHC-6 Twin Otter | 19 | Inlandsflüge auf den Turks- und Caicosinseln | Kurzstart-Spezialist mit festem Fahrwerk |
ATR 42 und ATR 72
Das Arbeitspferd ist die ATR 42-500. Im Juni 2023 übernahm interCaribbean sieben weitere Exemplare von der rumänischen TAROM und kam damit auf zehn ATR. Die ATR 42 ersetzt auf vielen Strecken die kleinere Brasilia und kommt mit kurzen Inselpisten gut zurecht. Im August 2023 folgte mit der ATR 72-500 die gestreckte Version mit 68 Sitzen, die zunächst in der Südkaribik zum Einsatz kam. Beide Typen stammen vom französisch-italienischen Hersteller ATR.
Den Unterschied zwischen den beiden siehst du am besten an der Rumpflänge im Verhältnis zum Flügel: Die ATR 72 wirkt deutlich gestreckter, die ATR 42 eher gedrungen. Mehr dazu liest du im Guide ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden.
Drei Embraer-Familien in einer Flotte
interCaribbean betont selbst, als einzige Airline der Welt drei Embraer-Plattformen gleichzeitig zu betreiben. Für dich als Sammler heißt das: An einem Tag in Providenciales kannst du theoretisch drei Generationen des brasilianischen Herstellers Embraer erwischen.
- Die EMB 120 Brasilia ist ein Turboprop aus den 1980er-Jahren mit T-Leitwerk und 30 Sitzen. interCaribbean flog zeitweise rund zehn Exemplare und vermietete in den Jahren 2014 bis 2016 sogar Maschinen an Cayman Airways. 2023 kündigte die Airline an, die Brasilias durch ATR 42 zu ersetzen. In der Mitteilung zur E170 im August 2026 zählt sie den Typ aber noch zur Flotte.
- Der ERJ 145 ist seit 2019 im Einsatz: ein schmaler Regionaljet mit zwei Triebwerken am Heck und 50 Sitzen.
- Die E170 ist der jüngste Zugang. Im Juni 2026 taufte die Airline die E170 VQ-TCI, im August 2026 startete der Linienbetrieb. Laut Airline waren damals zwei E170 im Einsatz und sechs weitere angekündigt. Die Kabine hat eine 2-2-Bestuhlung ohne Mittelsitze.
Zeitweise ergänzten gemietete Jets von Bombardier die Flotte, etwa eine CRJ700, die im September 2023 in Dienst ging. Solche Mietflugzeuge tragen nicht immer die volle interCaribbean-Bemalung – ein Grund mehr, auf das Kennzeichen zu achten.
Twin Otter für die kurzen Pisten
Für die Inlandsflüge auf den Turks- und Caicosinseln setzt interCaribbean die DHC-6 Twin Otter ein. Der Schulterdecker mit festem Fahrwerk ist in der Karibik ein Klassiker, den du auch bei Winair auf Saba oder bei Cayman Airways siehst.
Die Brasilia fehlt dir noch?
Setz die EMB 120 auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für den Typ oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du interCaribbean erkennst
Den Namen schreibt die Airline konsequent mit kleinem „i“ und großem „C“: interCaribbean. Dieser Schriftzug am Rumpf ist das sicherste Erkennungszeichen, weil die Flotte aus so unterschiedlichen Typen besteht, dass du dich nicht auf eine Silhouette verlassen kannst.
Ein zweites Merkmal sind die „Spirit of …“-Flugzeuge. interCaribbean widmet einzelne Maschinen Ländern aus dem Netz und versieht sie mit dem jeweiligen Wappen oder der Flagge am Leitwerk und dem Namen an der Nase. Bekannt sind unter anderem „Spirit of Grenada“, „Spirit of St. Kitts and Nevis“, „Spirit of Guyana“, „Spirit of Barbados“ sowie „Spirit of St. Vincent and The Grenadines“. Die E170 VQ-TCI heißt „Spirit of Turks and Caicos Islands“ und trägt das Wappen der Inseln am Seitenleitwerk. Für Sammler sind diese Maschinen das Pendant zu Sonderbemalungen – wie du sie sauber dokumentierst, zeigt der Artikel Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Das dritte Merkmal ist das Kennzeichen. Flugzeuge aus den Turks- und Caicosinseln tragen das Präfix VQ-T, wie es die E170 VQ-TCI zeigt. Weil das Überseegebiet britisch ist, wirkt das System vertraut, wenn du britische G-Kennzeichen kennst: Die Überseegebiete haben eigene Präfixe, aber eine ähnliche Logik. Mehr zu Präfixen und ihrer Bedeutung erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Schriftzug prüfen
„interCaribbean“ mit kleinem i am Rumpf – damit ist die Airline klar.
Typ bestimmen
Propeller oder Jet? Hochdecker mit T-Leitwerk (ATR), Tiefdecker mit T-Leitwerk (EMB 120), Hecktriebwerke (ERJ 145) oder Flügeltriebwerke (E170).
Kennzeichen lesen
VQ-T zeigt die Heimatregistrierung. Ein anderes Präfix deutet auf ein Miet- oder Neuflugzeug hin.
Sauber notieren
Halte Typ, Kennzeichen und gegebenenfalls den „Spirit of …“-Namen fest. So bleibt die Sichtung eindeutig.
ATR 42, EMB 120 oder ERJ 145? So unterscheidest du sie
Die drei kleineren Typen tauchen auf denselben Inselflughäfen auf und werden aus der Ferne leicht verwechselt. Die Flügelposition ist der schnellste Schlüssel.
Das spricht für die ATR 42-500
- Flügel oben am Rumpf (Hochdecker)
- Fahrwerk in seitlichen Verkleidungen am Rumpf
- Sechsblatt-Propeller bei der -500
- Auf Trackern meist als AT45 geführt
Das spricht für die EMB 120 oder den ERJ 145
- Flügel unten am Rumpf (Tiefdecker)
- EMB 120: zwei Propeller an den Flügeln und T-Leitwerk
- ERJ 145: keine Propeller, zwei Strahltriebwerke am Heck
- Auf Trackern als E120 bzw. E145 geführt
Die E170 ist dagegen leicht zu erkennen: Sie ist der größte Jet der Flotte und hat ihre Triebwerke unter den Flügeln. Verwechseln kannst du sie höchstens mit anderen E-Jets wie der E175 oder E190 – wie du die auseinanderhältst, zeigt Embraer E-Jets unterscheiden. Für den ERJ 145 und seine Verwandten lohnt außerdem ein Blick in den Guide Regionaljets erkennen.
interCaribbean spotten
Die besten Chancen hast du an den drei Drehkreuzen. In Providenciales (PLS) startet und landet interCaribbean neben den großen nordamerikanischen und britischen Airlines, die Urlauber auf die Inseln bringen. Der Flughafen hat eine einzelne Piste 10/28 – die Betriebsrichtung bestimmt also, auf welcher Seite du dich aufstellst. In Barbados (BGI) siehst du interCaribbean neben Caribbean Airlines und vielen Ferienfliegern aus Europa, in Tortola (EIS) dominiert dagegen kleiner Inselverkehr.
Auch an den Zielflughäfen lohnt sich der Blick: In Nassau triffst du interCaribbean neben Bahamasair, in der Ostkaribik fliegt die Airline auf Inseln, die früher vor allem LIAT bediente. Die ATR-Konkurrenz in der Region ist dünner geworden: Air Antilles auf den französischen Inseln hat den Betrieb 2026 eingestellt, Silver Airways zwischen Florida und den Bahamas bereits 2025. Wer gezielt Karibik-Turboprops sammelt, kommt an interCaribbean deshalb kaum vorbei.
Gute Chancen auf interCaribbean, wenn …
- du in Providenciales, Barbados oder Tortola bist
- im Abflugplan Flüge mit JY-Nummer stehen
- du auf einer kleineren Insel der Ost- oder Nordkaribik Urlaub machst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt die EMB 120 oder die E170 suchst
- du nach älteren Reiseberichten planst – das Netz ändert sich schnell
Eher kein interCaribbean-Tag, wenn …
- du in Europa oder Nordamerika spottest – die Airline fliegt nur innerhalb der Karibik und nach Guyana
An kleinen Inselflughäfen gilt, was auch für Regionalplätze in Europa gilt: wenig Verkehr, kurze Wege, aber auch wenige feste Spotterplätze. Tipps, wie du an solchen Plätzen trotzdem gute Bilder machst, findest du unter Spotting an kleinen Regionalflughäfen. Und wenn du gerade erst anfängst, hilft dir Planespotting für Einsteiger.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Regeln für Fotografie an Flughäfen unterscheiden sich von Land zu Land – in der Karibik bist du oft in mehreren Rechtsräumen an einem Tag unterwegs. Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben am Flughafen nichts verloren. Grundsätzliches dazu erklärt Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- interCaribbean mit Caribbean Airlines verwechseln – Caribbean Airlines ist der Flag-Carrier von Trinidad und Tobago mit Boeing 737 und ATR; interCaribbean ist eine private Regionalairline von den Turks- und Caicosinseln.
- Air Turks & Caicos für eine eigene Airline halten – das ist nur der frühere Name von interCaribbean.
- Rufzeichen ISLANDWAYS falsch zuordnen – es gehört zu interCaribbean und stammt aus der Zeit als InterIsland Airways.
- EMB 120 und ATR 42 verwechseln – die Brasilia ist ein Tiefdecker, die ATR ein Hochdecker.
- ERJ 145 und E170 verwechseln – der ERJ 145 hat Hecktriebwerke, die E170 Triebwerke unter den Flügeln.
- Jedes VQ-Kennzeichen den Turks- und Caicosinseln zuordnen – VQ-B steht für Bermuda, für die Turks- und Caicosinseln gilt VQ-T.
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Fazit
interCaribbean Airways ist vom Lufttaxi mit einer Cessna zur nach eigenen Angaben größten Regionalairline der Karibik gewachsen. Für Spotter ist sie vor allem wegen der Flotte spannend: ATR 42 und ATR 72 als Arbeitspferde, Twin Otter für die kurzen Inselpisten und mit EMB 120, ERJ 145 und E170 drei Embraer-Familien unter einem Dach. Bist du in der Karibik unterwegs, behalte die JY-Flüge im Blick – besonders, solange die Brasilia noch fliegt.
Kurzfazit
interCaribbean Airways (IATA JY, ICAO IWY) ist eine Regionalairline aus Providenciales mit Drehkreuzen in Providenciales, Barbados und Tortola. Erkennungszeichen sind der Schriftzug mit kleinem „i“, die bunte ATR-Embraer-Flotte und Kennzeichen mit VQ-T.
Zusammenfassung
- interCaribbean erkennst du am Schriftzug mit kleinem „i“ und an der bunten Typenmischung aus ATR-Turboprops und kleinen Embraer-Maschinen.
- Für Spotter spannend ist die Flotte: EMB 120 Brasilia, ERJ 145 und E170 – drei Embraer-Generationen unter einem Dach findest du sonst kaum.
- Die Kennzeichen beginnen meist mit VQ-T, dem Präfix der Turks- und Caicosinseln.
- Am meisten Verkehr siehst du in Providenciales, Barbados und Tortola, wo die Airline ihre Drehkreuze hat.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat interCaribbean Airways?
Der IATA-Code ist JY, der ICAO-Code IWY. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ISLANDWAYS“ – ein Überbleibsel aus der Zeit als InterIsland Airways.
Woher kommt interCaribbean Airways?
Die Airline sitzt in Providenciales auf den Turks- und Caicosinseln, einem britischen Überseegebiet nördlich von Haiti. Sie begann Anfang der 1990er-Jahre als kleiner Lufttaxi-Betrieb mit einer Cessna, hieß ab 2003 Air Turks & Caicos und trägt seit 2013 den heutigen Namen.
Welche Flugzeuge fliegt interCaribbean?
Laut Airline gehören ATR 72-500 (68 Sitze), ATR 42-500 (48 Sitze), Embraer E170 (76 Sitze), Embraer ERJ 145 (50 Sitze), Embraer EMB 120 Brasilia (30 Sitze) und DHC-6 Twin Otter (19 Sitze) zur Flotte. Zeitweise flogen außerdem gemietete CRJ-Jets mit.
Fliegt interCaribbean noch die Embraer EMB 120 Brasilia?
2023 kündigte die Airline an, die EMB 120 durch größere ATR 42 zu ersetzen. In der Mitteilung zum E170-Start im August 2026 nennt interCaribbean die Brasilia aber weiterhin als Teil der Flotte. Wie oft sie noch im Linieneinsatz ist, prüfst du am besten kurzfristig auf einem Flugtracker.
Wo hat interCaribbean seine Drehkreuze?
Die wichtigsten Knoten sind Providenciales (PLS) auf den Turks- und Caicosinseln, Bridgetown auf Barbados (BGI) und Tortola auf den Britischen Jungferninseln (EIS). Barbados bezeichnet die Airline als ihr zentrales Karibik-Drehkreuz.
Wohin fliegt interCaribbean?
Das Netz reicht von Havanna im Westen bis Barbados im Osten und Guyana im Süden, dazu kommen Ziele wie Nassau, Kingston, Santo Domingo, San Juan, Antigua, St. Kitts, St. Maarten, Dominica, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und Port of Spain. Strecken ändern sich häufig – schau vor der Planung in den aktuellen Flugplan.
Was bedeuten die „Spirit of …“-Flugzeuge?
interCaribbean widmet einzelne Maschinen Ländern ihres Netzes, etwa „Spirit of Grenada“, „Spirit of Barbados“, „Spirit of Guyana“ oder „Spirit of St. Kitts and Nevis“. Die E170 VQ-TCI heißt „Spirit of Turks and Caicos Islands“ und trägt das Wappen der Inseln am Leitwerk.
interCaribbean Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 42-500
Mit der ATR 42-500 bekam der kleine ATR-Turboprop Mitte der Neunziger Sechsblatt-Propeller, stärkere Triebwerke und eine neue Kabine. So erkennst du sie und trennst sie von älteren und jüngeren ATR 42.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
FlugzeugtypEmbraer EMB 120 Brasilia
Tiefdecker, T-Leitwerk, zwei Vierblatt-Propeller und rund 30 Sitze: Die EMB 120 Brasilia war in den 1980er- und 1990er-Jahren ein Arbeitstier der US-Regionalairlines. Heute ist sie vor allem als Frachter und Exot unterwegs.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypDe Havilland Canada DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.
Weitere Airlines
Bahamasair
Die staatliche Airline der Bahamas verbindet von Nassau aus die Out Islands und Florida – mit einer kleinen Mischflotte aus Boeing 737-700, ATR 42-600 und ATR 72-600.
NetzwerkCayman Airways
Die staatliche Airline der Kaimaninseln: vier Boeing 737-8 für die Strecken in die USA und die Karibik, dazu Twin Otter und Saab 340 von Cayman Airways Express für die Flüge zu den Schwesterinseln.
NetzwerkCaribbean Airlines
Die staatliche Airline von Trinidad und Tobago übernahm 2007 das Erbe der BWIA und später Air Jamaica. Heute fliegt sie mit Boeing 737 MAX 8 und ATR 72-600 durch die Karibik und nach Nordamerika.
RegionalLIAT
Die Inselhüpfer-Airline der Ostkaribik: 1956 auf Montserrat gegründet, jahrzehntelang mit Turboprops zwischen Antigua, Barbados und Trinidad unterwegs, 2020 in die Administration geschickt und Anfang 2024 eingestellt – heute fliegt LIAT 2020 als Liat Air weiter.
RegionalWinair
Die Inselairline von Sint Maarten: Twin Otter und ATR 42-500 ab Princess Juliana Airport, ein dichtes Netz in der Ostkaribik und planmäßige Landungen auf der extrem kurzen Piste von Saba.
RegionalSilver Airways
Historische US-Regionalairline aus Fort Lauderdale: aus Gulfstream International hervorgegangen, mit Saab 340 und später ATR-Turboprops auf Florida-, Bahamas- und Karibikstrecken unterwegs – bis zur Einstellung im Juni 2025.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
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