Das Wichtigste in Kürze
- Bahamasair ist der staatliche Flag-Carrier der Bahamas mit Sitz und Drehkreuz in Nassau.
- Codes: IATA UP, ICAO BHS, Rufzeichen „BAHAMAS“.
- Kleine Mischflotte: Boeing 737-700 für Florida und längere Strecken, ATR 42-600 und ATR 72-600 für die Out Islands.
- Das Inselnetz ist das Herzstück: Gut ein Dutzend Flughäfen auf den Bahamas hängen an Nassau, dazu kommen Ziele in Florida, Kuba, Haiti und auf den Turks- und Caicosinseln.
- Für europäische Spotter selten: Am ehesten erwischst du Bahamasair in Südflorida – oder direkt vor Ort in Nassau.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | UP |
|---|---|
| ICAO-Code | BHS |
| Rufzeichen | BAHAMAS |
| Drehkreuze | NAS |
| Geschäftsmodell | Staatlicher Flag-Carrier mit Inselverkehr innerhalb der Bahamas und Strecken nach Florida und in die Karibik |
| Sitz | Nassau, New Providence, Bahamas |
| Betriebsaufnahme | Juni 1973, hervorgegangen aus Out Island Airways und dem Streckennetz von Flamingo Airlines |
| Eigentümer | Regierung der Bahamas |
| Drehkreuz | Nassau Lynden Pindling International (NAS) |
| Allianz | keine; Codeshare mit Alaska Airlines |
| Flotte (Stand August 2025) | 10 Flugzeuge: 4 Boeing 737-700, 3 ATR 72-600, 3 ATR 42-600 – einzelne Maschinen zeitweise außer Dienst |
| Kennzeichen | C6- (Bahamas) |
| Markenzeichen | Schriftzug „bahamasaır“ in Kleinbuchstaben, mit punktlosem i |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Bahamasair?
- Schriftzug „bahamasaır“ in Kleinbuchstaben am Rumpf
- Nur zwei Familien im Einsatz: Boeing 737-700 mit Winglets und ATR 42/72-600 mit Propellern
- Bahamaisches Kennzeichen mit C6- am Rumpfende, etwa C6-BFA
- Flugnummer beginnt mit UP, auf dem Tracker steht BHS
- In Florida vor allem in Fort Lauderdale, Miami, Orlando oder West Palm Beach zu sehen – meist nur wenige Bewegungen am Tag
- Sonderbemalung zum 50-jährigen Jubiläum auf der 737-700 C6-BFA (seit November 2023)
Bahamasair ist eine Airline, die du in Europa nie zu sehen bekommst – und gerade deshalb ein schönes Ziel für jeden, der in Florida oder in der Karibik Urlaub macht. Die staatliche Fluggesellschaft der Bahamas fliegt mit einer kleinen Flotte aus Boeing 737-700 und ATR-Turboprops und verbindet Nassau mit den verstreuten Out Islands und dem nahen US-Festland. Mit gerade einmal rund zehn Flugzeugen ist sie eine der überschaubarsten Flag-Carrier überhaupt: Wer gezielt sammelt, kann hier tatsächlich die ganze Flotte abhaken.
Jede C6-Maschine im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche Bahamasair-Flugzeuge dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Bahamasair im Überblick
Bahamasair ist der Flag-Carrier der Bahamas und gehört dem Staat. Sitz und einziges Drehkreuz ist Nassau auf der Insel New Providence, geflogen wird vom Lynden Pindling International Airport (NAS). Offiziell firmiert die Airline als Bahamasair Holdings Limited; im Markenauftritt schreibt sie sich klein und mit einem punktlosen i: „bahamasaır“.
Den Flugbetrieb nahm Bahamasair im Juni 1973 auf – im selben Jahr, in dem die Bahamas unabhängig wurden. Die Regierung übernahm dafür die Mehrheit an der privaten Out Island Airways, benannte sie um und ergänzte das Netz um die Strecken der Flamingo Airlines. Die ersten Flüge gingen nach Andros und Freeport. Im Herbst 2023 feierte die Airline ihr 50-jähriges Bestehen, sichtbar auch an einer Jubiläumsbemalung auf einer ihrer 737.
Bahamasair ist keine große Airline, und das ist gewollt: Ihre Aufgabe ist vor allem die Anbindung der vielen bewohnten Inseln, von denen viele nur per Flugzeug oder Fähre erreichbar sind. Dazu kommen Strecken ins nahe Florida, die die Inseln an das US-Festland anbinden. Einer Allianz gehört Bahamasair nicht an; es gibt aber einen Codeshare mit Alaska Airlines und Interline-Abkommen, unter anderem mit Condor.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code UP: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Tickets und in Flugplänen.
- ICAO-Code BHS: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen BAHAMAS: so meldet sich die Crew im Funk.
Der ICAO-Code BHS ist leicht zu merken, weil er dem dreistelligen Ländercode der Bahamas entspricht. Der IATA-Code UP dagegen hat keinen erkennbaren Bezug zum Namen – bei zweistelligen IATA-Codes ist das nicht ungewöhnlich.
Tracker richtig lesen
Bahamasair-Flüge sind meist kurz. Auf dem Tracker tauchen sie deshalb erst spät auf und verschwinden schnell wieder. Filtere nach BHS, um keinen Anflug zu verpassen. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: 737-700 und ATR-600
Die Flotte ist klein und klar aufgeteilt: Jets für die längeren und nachfragestarken Strecken, Turboprops für die kurzen Pisten der Out Islands. Laut öffentlich verfügbaren Flottenübersichten sah sie im August 2025 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 737-700 | 4 | ca. 138 | Florida, Freeport, größere Inseln, Karibik | Mit Winglets; C6-BFA trägt die Jubiläumsbemalung |
| ATR 72-600 | 3 | ca. 70 | Out Islands, kurze Auslandsstrecken | Längerer Rumpf, mehr Fenster |
| ATR 42-600 | 3 | ca. 50 | Kleinere Inselflughäfen | Kürzester Typ der Flotte |
Nicht alle Maschinen sind jederzeit im Einsatz: Laut denselben Übersichten standen 2025 einzelne ATR zeitweise am Boden. Bei so einer kleinen Flotte merkt man jeden Ausfall – prüf deshalb vor dem Spotten, welcher Typ für deinen Wunschflug eingeplant ist.
Die Boeing 737-700
Die Boeing 737-700 ist der Jet von Bahamasair. Die erste kam im Juli 2019 zur Flotte und war zugleich die erste 737 der Next Generation bei der Airline. Vorher flog Bahamasair ältere Generationen: bis 2012 die 737-200, danach gebrauchte 737-500. Mit der 737-700 hat die Airline also einen großen Sprung gemacht – modernere Triebwerke, Winglets und ein geringerer Verbrauch als bei den alten Classics. Hersteller ist Boeing.
Weil Bahamasair nur vier dieser Jets betreibt, siehst du sie vor allem auf den Strecken mit der meisten Nachfrage: nach Fort Lauderdale, Miami und Orlando sowie nach Freeport auf Grand Bahama.
ATR 42-600 und ATR 72-600
2015 bestellte Bahamasair fünf neue Turboprops von ATR, um die alte Flotte der Dash 8-300 vollständig abzulösen. Die erste ATR 72-600 kam im November 2015, später folgten weitere ATR 72 und die kleinere ATR 42-600. Diese Flugzeuge sind ideal für die Bahamas: Sie kommen mit kurzen Pisten zurecht, sind auf Kurzstrecken sparsam und bieten genau die Kapazität, die kleine Inseln brauchen.
Nur noch die ATR 42 fehlt?
Setz Bahamasair oder einzelne C6-Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ATR 42 oder ATR 72? So unterscheidest du sie
Bei Bahamasair stehen beide ATR-Versionen nebeneinander auf dem Vorfeld in Nassau. Beide haben Schulterdecker-Flügel, ein T-Leitwerk und zwei Propellerturbinen – auf den ersten Blick wirken sie fast identisch.
Das spricht für die ATR 72-600
- Deutlich längerer, schlanker wirkender Rumpf
- Mehr Fenster zwischen Cockpit und Flügel
- Rund 70 Sitze bei Bahamasair
- Auf Trackern meist als AT76 geführt
Das spricht für die ATR 42-600
- Kurzer, gedrungener Rumpf – der Flügel wirkt im Verhältnis groß
- Weniger Fenster vor dem Flügel
- Rund 50 Sitze bei Bahamasair
- Auf Trackern meist als AT46 geführt
Am zuverlässigsten ist das Verhältnis von Rumpf vor dem Flügel zu Rumpf hinter dem Flügel: Bei der ATR 72 ist vorne spürbar mehr Rumpf zu sehen. Wer sich bei Turboprops generell unsicher ist, findet im Guide ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden eine ausführliche Anleitung – praktisch, falls du in Florida auch auf andere Turboprop-Betreiber triffst.
Die Geschichte in Flugzeugen
Für Spotter mit Faible für Klassiker ist der Blick in die Vergangenheit spannend. Bahamasair hat über die Jahrzehnte eine erstaunlich bunte Flotte betrieben – mehr Typen, als man bei einer so kleinen Airline erwarten würde.
1970er und 1980er
Turboprops wie Hawker Siddeley HS 748 und Fairchild Hiller FH-227, dazu Jets wie BAC One-Eleven und Boeing 727-200. In den 1980ern versuchte die Airline, Strecken in den Nordosten der USA aufzubauen – 1989 war das wieder vorbei.
1990er
1991 ersetzten Dash 8 die Jets, die 737-200 verschwanden zunächst. 1997 kamen 737-200 auf wichtigen Strecken wie Miami, Fort Lauderdale und Orlando zurück.
2010er
2012 gingen die letzten 737-200 in Rente, gebrauchte 737-500 übernahmen. Ab 2015 lösten ATR 42-600 und ATR 72-600 die Dash 8-300 ab.
Seit 2019
Die Boeing 737-700 bringt die Next Generation in die Flotte. Heute fliegt Bahamasair nur noch 737-700 und ATR der Serie 600.
Wer sich für die alten Typen interessiert, findet Hintergründe zur Hawker Siddeley HS 748, zur BAC One-Eleven, zur Boeing 727-200 und zur Dash 8-300. Wie sich die 737-Generationen von der -200 bis zur -700 unterscheiden, zeigt der Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Woran du Bahamasair erkennst
Das wichtigste Erkennungszeichen ist der Schriftzug: „bahamasaır“ in Kleinbuchstaben, mit einem i ohne Punkt. Die Farbgebung der Bemalung hat sich über die Jahrzehnte mehrfach geändert – unter anderem 1989 gab es einen neuen Auftritt samt neuer Uniformen. Auf älteren Fotos aus den 1980er-Jahren siehst du deshalb eine andere Optik als heute.
Fast ebenso sicher ist das Kennzeichen. Alle Flugzeuge, die in den Bahamas registriert sind, tragen das Präfix C6-, gefolgt von drei Buchstaben – etwa C6-BFA. Bei einer Flotte dieser Größe lohnt es sich, jedes Kennzeichen einzeln zu notieren. Wie Länderpräfixe grundsätzlich funktionieren, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Eine Besonderheit ist die Jubiläumsbemalung: Seit November 2023 trägt die 737-700 C6-BFA eine Sonderlackierung zum 50-jährigen Bestehen der Airline. Für Sammler von Sonderbemalungen ist das das Highlight der Flotte – Tipps, wie du solche Maschinen gezielt findest, liefert der Artikel Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
In Südflorida und auf den Bahamas fliegen mehrere Airlines mit ATR-Turboprops auf ähnlichen Strecken, etwa interCaribbean Airways von den Turks- und Caicosinseln. Auch die inzwischen eingestellte Silver Airways aus Florida flog bis 2025 ATR auf die Bahamas – auf älteren Fotos ist die Verwechslungsgefahr also groß. Achte auf Schriftzug und Kennzeichen: Nur Bahamasair-Maschinen tragen C6- und den Namen der Airline.
Das Streckennetz
Nassau ist das Zentrum von allem. Von hier gehen die Flüge sternförmig auf die bewohnten Inseln, und die meisten Verbindungen zwischen zwei Out Islands laufen über Nassau. Laut der aktuellen Netzübersicht (Stand März 2026) fliegt Bahamasair innerhalb des Landes unter anderem diese Ziele an:
- Grand Bahama und Abacos: Freeport, Marsh Harbour
- Eleuthera: North Eleuthera, Governor’s Harbour, Rock Sound
- Exumas und Long Island: Great Exuma, Stella Maris, Deadman’s Cay
- Südliche Inseln: San Salvador, Crooked Island, Mayaguana, Inagua
- Weitere: Great Harbour Cay und Spring Point
Ins Ausland geht es unter anderem nach Fort Lauderdale, Miami, Orlando und West Palm Beach in Florida, nach Havanna auf Kuba, nach Providenciales auf den Turks- und Caicosinseln und nach Cap-Haïtien in Haiti. Einzelne Ziele kommen saisonal hinzu oder fallen weg; prüf daher immer den aktuellen Flugplan.
Für Spotter heißt das: Die meisten Bahamasair-Flugzeuge siehst du in Nassau, wo sie über den Tag immer wieder zwischen den Inselumläufen auftauchen. In Florida sind es dagegen nur wenige Bewegungen am Tag – auf den nachfragestarken Strecken meist mit der 737-700.
Bahamasair spotten
Gute Chancen auf Bahamasair, wenn …
- du in Nassau bist – dort siehst du die ganze Flotte, inklusive ATR
- du in Fort Lauderdale oder Miami spottest und den UP-Flug im Plan gefunden hast
- du Orlando oder West Palm Beach besuchst und die Ankunftszeit vorher prüfst
Prüf es vorher, wenn …
- Hurrikansaison ist – Flüge in der Region fallen dann manchmal kurzfristig aus
- du gezielt eine ATR in Florida sehen willst; meist kommt die 737
Kein Bahamasair-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – die Airline fliegt nicht über den Atlantik
Der realistischste Weg für europäische Spotter führt über Florida. Am Flughafen Miami mischt sich Bahamasair unter die großen US-Airlines wie American Airlines, und am selben Tag siehst du oft auch andere Karibik-Exoten. Spots und Tipps für die Region sammelt der Guide Planespotting in Miami. Wenn du eine ganze Reise rund ums Spotten aufbaust, hilft dir der Artikel Spotting-Urlaub planen.
Wer es bis nach Nassau schafft, erlebt die Airline in ihrem Element: Jets und Turboprops im Wechsel, dazu internationale Gäste aus Nordamerika. Achte auch dort darauf, nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus zu fotografieren – Regeln und Gepflogenheiten unterscheiden sich von Land zu Land. Allgemeine Hinweise findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Licht in den Tropen
Auf den Bahamas steht die Sonne mittags sehr hoch, das Licht wird hart und die Kontraste stark. Die besten Bilder gelingen meist am Vormittag und am späten Nachmittag. Plane deinen Spot nach dem Sonnenstand, statt dich auf die Uhrzeit aus der Heimat zu verlassen.
Bahamasair im Vergleich
In der Karibik gibt es einige kleine Flag-Carrier, die Bahamasair ähneln. Cayman Airways fliegt ebenfalls Boeing 737 und dazu kleinere Turboprops für die Nebeninseln. Caribbean Airlines aus Trinidad und Tobago setzt wie Bahamasair auf 737 und ATR, ist aber größer und fliegt weiter. Historisch interessant ist Air Jamaica, die bis 2015 als Flag-Carrier Jamaikas flog. Gemeinsam ist allen: kleine Flotten, kurze Strecken, starke Verbindung zu Florida.
Häufige Verwechslungen
- UP-Flugnummer mit einer US-Airline verwechseln – UP gehört zu Bahamasair, der ICAO-Code BHS bestätigt es.
- Jede ATR in Südflorida für Bahamasair halten – auch andere Regionalairlines fliegen ATR in der Region. Das Kennzeichen C6- entscheidet.
- ATR 42 als ATR 72 notieren – Rumpflänge und Fenster genau prüfen.
- Die 737-700 für eine ältere 737 halten – die Classics wie die 737-500 sind ausgemustert; heute fliegt nur noch die Next Generation.
- Den Jubiläumsflieger übersehen – die Sonderbemalung trägt nur die 737-700 C6-BFA; ein Blick aufs Kennzeichen erspart dir die Suche.
Bahamasair im Blick behalten
Lass dich benachrichtigen, wenn Bahamasair oder die Jubiläums-737 in Florida anfliegt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Bahamasair ist klein, staatlich und eng mit dem Inselleben der Bahamas verbunden. Mit gut zehn Flugzeugen aus nur zwei Familien ist die Flotte schnell überblickt – und genau das macht sie für Sammler reizvoll. In Europa siehst du sie nie, in Südflorida mit etwas Planung fast sicher, in Nassau sogar komplett.
Kurzfazit
Bahamasair (IATA UP, ICAO BHS) ist der staatliche Flag-Carrier der Bahamas mit Drehkreuz Nassau. Die Flotte besteht aus Boeing 737-700 und ATR 42/72-600; erkennbar ist sie am Schriftzug „bahamasaır“ und am Kennzeichen C6-.
Zusammenfassung
- Bahamasair erkennst du am kleingeschriebenen Schriftzug „bahamasaır“ und am C6-Kennzeichen.
- Die Flotte besteht nur aus Boeing 737-700 und ATR-Turboprops der Serie 600 – mit gut zehn Maschinen ist jede einzelne ein überschaubares Sammelziel.
- Zwischen ATR 42-600 und ATR 72-600 unterscheidest du über die Rumpflänge und die Zahl der Fenster.
- In Europa fliegt Bahamasair nicht. Wer die Airline sehen will, plant einen Spotting-Tag in Fort Lauderdale, Miami oder Nassau ein.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Bahamasair?
Der IATA-Code von Bahamasair ist UP, der ICAO-Code BHS. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „BAHAMAS“. Auf Anzeigetafeln siehst du also UP-Flugnummern, auf vielen Flugtrackern dagegen BHS.
Wem gehört Bahamasair?
Bahamasair gehört dem Staat. Die Regierung der Bahamas gründete die Airline Anfang der 1970er-Jahre, übernahm dafür die Mehrheit an Out Island Airways und benannte sie um. Bis heute ist die Regierung Eigentümerin.
Welche Flugzeuge fliegt Bahamasair?
Laut öffentlich verfügbaren Flottenübersichten (Stand August 2025) umfasst die Flotte zehn Flugzeuge: vier Boeing 737-700 mit rund 138 Sitzen, drei ATR 72-600 mit rund 70 Sitzen und drei ATR 42-600 mit rund 50 Sitzen. Nicht alle Maschinen sind zu jedem Zeitpunkt im Einsatz.
Wohin fliegt Bahamasair?
Der Schwerpunkt liegt auf den Bahamas selbst: Von Nassau aus geht es unter anderem nach Freeport, Marsh Harbour, North Eleuthera, Great Exuma, San Salvador, Long Island und Inagua. Außerhalb des Landes stehen unter anderem Fort Lauderdale, Miami, Orlando, West Palm Beach, Havanna, Providenciales und Cap-Haïtien im Netz. Das Angebot ändert sich, prüf deshalb den aktuellen Flugplan.
Gehört Bahamasair zu einer Allianz?
Nein. Bahamasair ist in keiner der drei großen Allianzen. Die Airline hat aber einen Codeshare mit Alaska Airlines und Interline-Abkommen, darunter mit Condor.
Was ist der Unterschied zwischen ATR 42-600 und ATR 72-600?
Beide stammen vom selben Hersteller und sehen sich sehr ähnlich. Die ATR 72-600 ist aber deutlich länger und hat mehr Fenster; bei Bahamasair bietet sie rund 70 statt rund 50 Sitze. Am Boden hilft der Blick auf das Verhältnis von Rumpf zu Flügel: Die ATR 42 wirkt kürzer und gedrungener.
Wo kann ich Bahamasair spotten?
In Europa gar nicht – Bahamasair fliegt keine Strecken über den Atlantik. Die besten Chancen hast du in Südflorida, vor allem in Fort Lauderdale und Miami, sowie direkt am Drehkreuz Nassau. Dort siehst du auch die ATR-Flotte, die in Florida seltener auftaucht als die 737.
Hatte Bahamasair schwere Unfälle?
Nach öffentlich zugänglichen Angaben gab es bei Bahamasair bislang keinen Unfall mit Todesopfern. Mehrere Flugzeuge gingen aber bei Zwischenfällen verloren – etwa eine Dash 8-300 nach einem Fahrwerksbruch 2007 in Governor’s Harbour, bei dem alle Insassen unverletzt blieben.
Bahamasair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypBoeing 737-500
Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)
Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.
Weitere Airlines
Cayman Airways
Die staatliche Airline der Kaimaninseln: vier Boeing 737-8 für die Strecken in die USA und die Karibik, dazu Twin Otter und Saab 340 von Cayman Airways Express für die Flüge zu den Schwesterinseln.
RegionalSilver Airways
Historische US-Regionalairline aus Fort Lauderdale: aus Gulfstream International hervorgegangen, mit Saab 340 und später ATR-Turboprops auf Florida-, Bahamas- und Karibikstrecken unterwegs – bis zur Einstellung im Juni 2025.
NetzwerkCaribbean Airlines
Die staatliche Airline von Trinidad und Tobago übernahm 2007 das Erbe der BWIA und später Air Jamaica. Heute fliegt sie mit Boeing 737 MAX 8 und ATR 72-600 durch die Karibik und nach Nordamerika.
RegionalinterCaribbean Airways
Regionalairline aus Providenciales auf den Turks- und Caicosinseln: vom einmotorigen Inselhüpfer zum dichten Karibik-Netz zwischen Havanna, Nassau, Barbados und Guyana – mit ATR-Turboprops, drei Embraer-Familien und Twin Ottern.
NetzwerkAir Jamaica
Historische Flag-Carrier Jamaikas: 1969 mit Flügen nach New York und Miami gestartet, bekannt für farbenfrohe Regenbogen-Lackierungen und Langstrecken nach Europa – 2010 von Caribbean Airlines übernommen, 2015 endgültig Geschichte.
NetzwerkAlaska Airlines
Netzwerk-Airline aus Seattle mit dem Gesicht am Leitwerk: große Boeing-737-Flotte, oneworld-Mitglied seit 2021, Übernahmen von Virgin America und Hawaiian – und seit 2026 erstmals Linienflüge nach Europa.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Miami (MIA)
Vom Pan-Am-Flugfeld an der 36th Street zum Tor der USA nach Lateinamerika: American Airlines mit ihrem Karibik-Drehkreuz, Frachter aus Bogotá, Santiago und Lima im Minutentakt und vier Pisten mitten im Großraum Miami – der Flughafen, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
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