Das Wichtigste in Kürze
- Pullmantur Air war eine spanische Charterairline aus Madrid, gegründet am 23. Juni 2003 als Fluggesellschaft eines Reise- und Kreuzfahrtunternehmens.
- Codes: IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen „PULLMAN“ – alle drei übernahm später Wamos Air.
- Reine Jumbo-Airline: erst Boeing 747-200 und 747-300, ab etwa 2008 die 747-400.
- Eigentümer wechselten zweimal: Grupo Marsans, ab 2006 Royal Caribbean, 2014 Mehrheit an Springwater Capital.
- Kein Ende mit Insolvenz: Die Airline bekam einen neuen Namen und fliegt bis heute als Wamos Air.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Pullmantur Air im Überblick
- 2.Die Geschichte in Etappen
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Die Flotte: eine Airline aus Jumbos
- 5.747-200, 747-300 oder 747-400?
- 6.Woran du Pullmantur Air erkennst
- 7.Kreuzfahrt, Karibik und Sondereinsätze
- 8.Vom Pullmantur-Jumbo zur Wamos-A330
- 9.Pullmantur Air im Spotter-Alltag heute
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | EB |
|---|---|
| ICAO-Code | PLM |
| Rufzeichen | PULLMAN |
| Drehkreuze | MAD |
| Status | Historisch – um den Jahreswechsel 2014/2015 in Wamos Air umbenannt; die Gesellschaft fliegt unter diesem Namen weiter |
| Gegründet | 23. Juni 2003 als Luftfahrtsparte des Reiseunternehmens Pullmantur (Grupo Marsans) |
| Frühere Bezeichnung | Air Pullmantur, ab etwa 2006 Pullmantur Air |
| Sitz | Madrid, Spanien |
| Heimatbasis | Flughafen Madrid-Barajas (MAD) |
| Geschäftsmodell | Charterflüge für Kreuzfahrtgäste und Reiseveranstalter, ab 2011 auch eigene Linienflüge in die Karibik |
| Eigentümer | Grupo Marsans bis 2006, danach Royal Caribbean; 2014 Verkauf der Mehrheit von 81 Prozent an Springwater Capital |
| Flottentypen | Boeing 747-200 und 747-300 (bis 2008), danach Boeing 747-400 |
| Flotte 2011 und 2013 | jeweils vier Boeing 747-400 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Pullmantur Air?
- Fast immer eine Boeing 747 – vier Triebwerke, Buckel über dem Cockpit
- Schriftzug „Pullmantur“ am Rumpf, in den frühen Jahren auch „Air Pullmantur“
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck, etwa EC-LNA
- In der Anfangszeit ältere Jumbos der Baureihen 747-200 und 747-300, ab etwa 2008 die 747-400 mit Winglets
- Flugnummer mit EB, im Funk „PULLMAN“ – beides nutzt heute Wamos Air
- Typische Fotoorte: Madrid-Barajas und Ferienflughäfen in der Karibik
Wer zwischen 2003 und 2014 in Madrid-Barajas stand, kannte das Bild: ein Jumbo mit dem Schriftzug „Pullmantur“, beladen mit Urlaubern auf dem Weg in die Karibik. Pullmantur Air war keine große Airline, aber eine auffällige – eine spanische Chartergesellschaft, die fast nur Boeing 747 flog und eigentlich gegründet wurde, um Kreuzfahrtgäste zu ihren Schiffen zu bringen. Hier erfährst du, wie die Airline entstand, welche Jumbos sie einsetzte und warum ihre Codes bis heute am Himmel unterwegs sind.
Alte Jumbo-Fotos sauber sortiert
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Pullmantur Air im Überblick
Pullmantur Air war eine spanische Charterairline mit Sitz in Madrid, die vom Sommer 2003 bis Ende 2014 unter diesem Namen flog. Heimat der Flugzeuge war der Flughafen Madrid-Barajas. Hinter der Airline stand das Reiseunternehmen Pullmantur, das Kreuzfahrten, Rundreisen und Pauschalpakete verkaufte. Die eigenen Flugzeuge sollten die Kunden dorthin bringen, wo die Reise eigentlich begann: zu den Kreuzfahrthäfen, vor allem in der Karibik.
Das Besondere für Spotter: Pullmantur Air setzte praktisch ausschließlich auf die Boeing 747. Eine kleine Airline mit einer Handvoll Vierstrahlern war schon damals ungewöhnlich. Eine ältere Fassung der englischsprachigen Wikipedia nennt für die Zeit um 2007 gerade einmal 53 Beschäftigte und rund 400.000 Fluggäste im Jahr – das zeigt, wie schlank das Unternehmen aufgestellt war.
Pullmantur Air verschwand nicht durch eine Pleite, sondern durch einen Eigentümerwechsel. Nach dem Verkauf der Mehrheit 2014 trat die Airline als Wamos Air auf. Code, Rufzeichen und Basis blieben gleich, die Flotte änderte sich in den Jahren danach komplett.
Die Geschichte in Etappen
Gegründet wurde die Airline am 23. Juni 2003 als Luftfahrtsparte von Pullmantur. Der Reisekonzern gehörte damals zur spanischen Grupo Marsans, die mit Air Comet noch eine weitere Fluggesellschaft besaß. Zum Start firmierte die Airline als Air Pullmantur. Den ersten Einsatz flog sie im Sommer 2003 mit einer Boeing 747 von Madrid nach Cancún; auch Guadalajara in Mexiko stand früh im Charterprogramm. Die erste 747-200 stammte laut einer früheren Fassung der spanischen Wikipedia von Singapore Airlines.
Juni 2003
Gründung als Air Pullmantur in Madrid, erste Charterflüge mit Boeing 747-200 nach Mexiko.
2006
Royal Caribbean übernimmt von der Grupo Marsans das gesamte Pullmantur-Geschäft samt Airline. Der Name lautet nun Pullmantur Air.
bis 2008
Die älteren 747-200 und die einzelne 747-300 verlassen die Flotte, die 747-400 übernimmt.
April 2010
Während der Sperrungen durch die Aschewolke des Eyjafjallajökull fliegt eine Pullmantur-747-400 für TUI Urlauber von Teneriffa nach Salzburg.
2011
Erste eigene Linienflüge mit Ticketverkauf: wöchentlich Madrid–Cancún, saisonal Madrid–Punta Cana.
2014
Royal Caribbean verkauft 81 Prozent an Springwater Capital. Im Dezember folgt laut Wikipedia die Umbenennung in Wamos Air.
Nach der Übernahme durch Royal Caribbean konzentrierte sich die Airline zunächst ganz auf das Kerngeschäft: Charterflüge für den hauseigenen Reiseveranstalter und wöchentliche Verbindungen von Madrid zu den Häfen, an denen die Pullmantur-Schiffe ablegten. Was solche Flüge vom klassischen Linienverkehr unterscheidet, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.
Ende 2010 kündigte Pullmantur Air dann einen neuen Schritt an: Tickets für die Langstrecke sollten auch frei verkäuflich sein. Ab 2011 flog die Airline wöchentlich von Madrid nach Cancún und in der Saison nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik – ein Stück Linienverkehr mit Jumbos in einem Markt, in dem Iberia und Air Europa die großen Namen waren.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code EB: stand in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code PLM: nutzte die Flugsicherung im Flugplan – das Kürzel steht für „Pullmantur“.
- Rufzeichen PULLMAN: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.
Das Spannende an diesen Codes: Sie sind nicht verschwunden. Wamos Air fliegt bis heute mit EB, PLM und dem Rufzeichen PULLMAN. Ein Eintrag „PLM“ in deinem Logbuch kann also sowohl einen Pullmantur-Jumbo von 2009 als auch einen Wamos-A330 von 2025 meinen. Wie IATA- und ICAO-Codes aufgebaut sind, zeigt IATA- und ICAO-Codes erklärt; warum Flugnummer und Rufzeichen nicht dasselbe sind, erklärt Callsign und Flugnummer.
Alte Einträge richtig zuordnen
Notiere bei Pullmantur-Sichtungen immer das Datum und das Kennzeichen. Erst beides zusammen trennt sauber zwischen Pullmantur Air und der späteren Wamos Air – denn Codes und Basis sind identisch. Wie du den Lebenslauf eines Flugzeugs über sein Kennzeichen nachverfolgst, steht in Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Die Flotte: eine Airline aus Jumbos
Die Flottengeschichte ist schnell erzählt und trotzdem spannend. Pullmantur Air setzte in den rund elf Jahren unter diesem Namen fast ausschließlich auf die 747 von Boeing – erst auf Exemplare der ersten Generationen, dann auf die moderneren 747-400 aus zweiter Hand.
| Typ | Zeitraum (ca.) | Anzahl | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 747-200 | 2003 bis 2008 | 3 | Kurzer Buckel, drei Fenster in der Oberdeckwand, kein Winglet; laut Wamos-Unterlagen in der Kombiversion 747-200BM |
| Boeing 747-300 | 2003 bis 2008 | 1 | Verlängertes Oberdeck wie bei der 747-400, aber ohne Winglets |
| Boeing 747-400 | ab etwa 2008 | 4 (Stand 2011 und 2013) | Langes Oberdeck und Winglets an den Flügelspitzen; Gebrauchtflugzeuge u. a. von Singapore Airlines und Virgin Atlantic |
Die genauen Daten schwanken je nach Quelle: Eine Wikipedia-Fassung vom Frühjahr 2009 führt für Januar 2009 noch eine 747-300 neben drei 747-400, die heutige spanische Flottenübersicht datiert den Abschied der älteren Jumbos auf 2008. Sicher ist: Spätestens ab 2009 bestand die Flotte nur noch aus 747-400.
Anfang 2011 waren es laut spanischer Wikipedia vier 747-400 – je zwei frühere Maschinen von Singapore Airlines und Virgin Atlantic –, zwei weitere waren bestellt. Im April 2013 verzeichnete die englische Fassung ebenfalls vier 747-400, von denen eine für Saudia im Einsatz war. Zu den bekannten Kennzeichen aus dieser Zeit zählt die EC-LNA, eine 747-446 – der Kundencode 46 in der Typbezeichnung zeigt, dass die Maschine ursprünglich für Japan Airlines gebaut wurde.
Und die Boeing 767?
Manche Übersichten nennen Pullmantur Air in einem Atemzug mit der Boeing 767. In den Flottenlisten und Fotoarchiven, die wir ausgewertet haben, ist für Pullmantur Air aber nur die 747 belegt. Taucht in einem alten Logbuch eine 767 mit PLM-Code auf, lohnt der Abgleich mit dem Kennzeichen – es könnte sich um ein Fremdflugzeug im Auftrag gehandelt haben. Wie die Boeing 767-300ER aussieht, zeigt die Typseite.
Für die Typbestimmung auf alten Fotos hilft der Guide Boeing 747-100 bis 747-8. Wie sich die 747 überhaupt entwickelt hat, erzählt die Geschichte der Boeing 747.
Ex-Pullmantur-Maschinen auf der Wunschliste
Setz Kennzeichen und Typen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn ein passendes Flugzeug im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
747-200, 747-300 oder 747-400?
Weil Pullmantur Air drei Jumbo-Generationen flog, lohnt sich bei alten Bildern der genaue Blick. Die Bemalung allein sagt wenig über die Baureihe – die Details am Flugzeug dafür umso mehr.
Das spricht für die 747-400
- Winglets an den Flügelspitzen, leicht nach außen geneigt
- Langes Oberdeck mit vielen Fenstern
- Aufnahme ab etwa 2008
Das spricht für 747-200 oder -300
- Flügel ohne Winglets
- Kurzer Buckel mit wenigen Fenstern (-200) oder langes Oberdeck ohne Winglets (-300)
- Aufnahme aus den Jahren 2003 bis 2008
Die 747-300 ist dabei der Exot: Ihr Oberdeck ist schon so lang wie bei der 747-400, die Winglets fehlen aber. Wer nur das Oberdeck betrachtet, notiert sie deshalb schnell falsch. Wie alt eine bestimmte Maschine war und wo sie vorher flog, findest du über die Seriennummer heraus – Anleitung im Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Woran du Pullmantur Air erkennst
Am sichersten bestimmst du Pullmantur-Fotos über den Schriftzug „Pullmantur“ am Rumpf, das spanische EC-Kennzeichen und den Typ: Ein Jumbo mit EC-Kennzeichen aus den Jahren 2003 bis 2014 gehörte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Pullmantur Air oder zu einem der wenigen anderen spanischen 747-Betreiber. Die Gestaltung der Bemalung wechselte im Lauf der Jahre; ein Foto in der englischsprachigen Wikipedia zeigt zum Beispiel eine frühere Pullmantur-747-400 in der Lackierung von 2003.
Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Nachfolger. Viele Wamos-747 waren dieselben Flugzeuge wie zuvor bei Pullmantur, teils mit nur leicht geänderter Optik. Ein Beispiel für eine Wamos-747 ist die EC-KSM, die in Fotoarchiven mit Wamos-Titeln auftaucht – prüf bei solchen Maschinen immer, unter welchem Namen sie zum Aufnahmezeitpunkt flog. Entscheidend sind deshalb Schriftzug und Datum.
Zeigt dein altes Foto wirklich Pullmantur Air?
- Schriftzug „Pullmantur“ oder „Air Pullmantur“ am Rumpf
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck
- Typ Boeing 747 (-200, -300 oder -400)
- Aufnahme aus der Zeit zwischen Mitte 2003 und Ende 2014
- Ort wie Madrid-Barajas oder ein Ferienflughafen in der Karibik oder in Mexiko
- Flugnummer mit EB oder PLM im Logbuch notiert
Kreuzfahrt, Karibik und Sondereinsätze
Das Streckennetz spiegelte das Geschäftsmodell. Laut einer spanischen Wikipedia-Fassung von 2011 standen neben den Linienzielen Cancún und Punta Cana zahlreiche Charterziele im Programm: Aruba, Santo Domingo, Miami, New York-JFK und Porlamar in Venezuela, dazu Istanbul und Phuket sowie in Europa Ziele wie Teneriffa-Nord, Kopenhagen, Helsinki, Athen und Venedig. Viele dieser Flüge passten zu Kreuzfahrten, die dort begannen oder endeten.
Für Spotter in Mitteleuropa war Pullmantur Air deshalb eher ein Glücksfall als ein Dauergast. Einer der bekanntesten Einsätze im deutschsprachigen Raum fiel in den April 2010: Als die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Luftverkehr über Europa lahmlegte, nutzte TUI eine Pullmantur-747-400, um gestrandete Urlauber von Teneriffa nach Salzburg zu bringen. Ein Jumbo am Flughafen Salzburg war schon allein ein Ereignis.
Daneben vermietete die Airline Flugzeuge samt Besatzung an andere Gesellschaften, etwa an Saudia. Dieses Wet-Lease-Geschäft wurde später unter dem Namen Wamos zum Kern der Airline. Wie solche Verträge funktionieren, erklärt Wet Lease erklärt.
Spotten heute: nur noch mit Vorgeschichte
Ein Flugzeug mit Pullmantur-Titeln siehst du im Betrieb nicht mehr. Auch die 747 ist bei der Nachfolgerin längst Geschichte – Wamos fliegt nur noch Airbus A330. Fotografiere bei der Spurensuche wie immer nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus; was erlaubt ist, steht in Ist Planespotting erlaubt?.
Vom Pullmantur-Jumbo zur Wamos-A330
2014 trennte sich Royal Caribbean vom Geschäft außerhalb der Kreuzfahrt und verkaufte 81 Prozent an den Investor Springwater Capital; die Royal Caribbean Group behielt einen Minderheitsanteil. Die Airline löste sich damit von der Marke Pullmantur. Laut Wikipedia trat sie ab Dezember 2014 als Wamos Air mit neuem Erscheinungsbild auf, die spanischsprachige Fassung datiert den Abschluss des Verkaufs auf 2015. Beide Angaben passen zum Bild eines schrittweisen Übergangs um den Jahreswechsel.
Unter neuem Namen flogen die Jumbos noch einige Jahre weiter, bevor die Pandemie ihr Ende besiegelte und die Airline ganz auf den Airbus A330-200 und die längere A330-300 umstieg. Warum vierstrahlige Großraumjets in dieser Zeit fast überall verschwanden, ordnet Das Ende der Vierstrahler ein.
Die Kreuzfahrtmarke Pullmantur selbst ist inzwischen ebenfalls Geschichte. Auf dem spanischen Charter- und Karibikmarkt sind heute andere Namen aktiv, etwa Iberojet, die 2022 die Strecken Madrid–Cancún und Madrid–Punta Cana von Wamos übernahm, oder Plus Ultra mit Langstreckenflügen nach Lateinamerika.
Gute Chancen auf Pullmantur-Spuren, wenn …
- du Fotos aus Madrid-Barajas zwischen 2003 und 2014 durchsiehst
- du die Lebensläufe früherer Pullmantur-747 über Kennzeichen und Seriennummer verfolgst
Prüf es genau, wenn …
- das Foto aus der Zeit um 2014/2015 stammt – dann kann es schon Wamos Air sein
- nur „PLM“ im Logbuch steht, ohne Datum oder Kennzeichen
Keine Chance auf Pullmantur Air, wenn …
- du heute im Flugplan nach EB- oder PLM-Flügen suchst – dahinter steckt Wamos Air mit A330
Pullmantur Air im Spotter-Alltag heute
Für dein Logbuch ist Pullmantur Air vor allem ein Archiv-Thema. Wer in den 2000er-Jahren in Madrid fotografiert hat, findet die Jumbos mit etwas Glück in den eigenen Ordnern – und sollte sie mit Typ, Kennzeichen, Ort und Datum beschriften. Tipps für eine Struktur, die auch nach Jahren noch funktioniert, gibt Flugzeugfotos archivieren.
Wer an den Ort der Pullmantur-Geschichte reisen möchte, findet in Madrid gute Standpunkte. Einen Überblick gibt der Guide zum Planespotting in Madrid-Barajas, ein bekannter Platz ist La Muñoza. Was in Spanien beim Fotografieren rund um Flughäfen gilt, liest du in Spotten in Spanien.
Ein schöner Nebeneffekt: Weil Wamos Air dieselben Codes nutzt, hörst du das Rufzeichen „PULLMAN“ bis heute im Funk – nur eben von einem A330 statt von einem Jumbo.
Häufige Verwechslungen
- Pullmantur Air und Wamos Air für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Gesellschaft, nur mit neuem Namen ab Ende 2014.
- PLM-Einträge ohne Datum zuordnen – Code und Rufzeichen nutzt heute Wamos Air weiter.
- Pullmantur Air eine 767-Flotte zuschreiben – belegt sind nur Boeing 747 der Baureihen -200, -300 und -400.
- Die 747-300 als 747-400 notieren – beide haben das lange Oberdeck, aber nur die -400 trägt Winglets.
- Pullmantur Air als Pleite-Airline einordnen – sie wurde verkauft und umbenannt, nicht abgewickelt.
- Die Airline mit der Kreuzfahrtreederei gleichsetzen – die Airline war eine eigene Gesellschaft im Pullmantur-Verbund und ging 2014 andere Wege.
Charter-Geschichte im eigenen Hangar
Sammle deine historischen Aufnahmen im Hangar, poste sie mit Typ, Kennzeichen und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern über alte Jumbo-Betreiber aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Pullmantur Air war eine kleine Airline mit großen Flugzeugen: gegründet, um Kreuzfahrtgäste von Madrid zu ihren Schiffen zu bringen, und über elf Jahre fast nur mit Boeing 747 unterwegs. Erst flogen ältere 747-200 und eine 747-300, dann gebrauchte 747-400 von Singapore Airlines und Virgin Atlantic. 2014 kam der Verkauf, danach der neue Name Wamos Air – Codes und Rufzeichen blieben. Für Spotter ist Pullmantur heute ein Archiv-Kapitel, das sich mit Datum, Kennzeichen und einem genauen Blick auf die Winglets sauber erschließen lässt.
Kurzfazit
Pullmantur Air (IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen PULLMAN) war eine spanische Charterairline aus Madrid, die von 2003 bis Ende 2014 fast nur Boeing 747 flog. Danach ging sie als Wamos Air weiter – das Datum entscheidet, welcher Name in dein Logbuch gehört.
Zusammenfassung
- Pullmantur Air entstand 2003, damit Gäste der Pullmantur-Kreuzfahrten mit eigenen Flugzeugen zu den Schiffen kamen – vor allem in die Karibik.
- Die Flotte bestand fast nur aus Boeing 747: anfangs ältere 747-200 und eine 747-300, später vier 747-400 aus zweiter Hand.
- Ab 2011 verkaufte Pullmantur Air auch eigene Tickets, etwa von Madrid nach Cancún und Punta Cana.
- Nach dem Verkauf der Mehrheit 2014 wurde aus Pullmantur Air die Wamos Air – Codes und Rufzeichen blieben gleich, was alte Logbücher manchmal verwirrend macht.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Pullmantur Air?
Pullmantur Air flog mit dem IATA-Code EB und dem ICAO-Code PLM. Im Funk meldeten sich die Besatzungen als „PULLMAN“. Diese Codes nutzt heute Wamos Air weiter. Für die Zuordnung alter Logbuch-Einträge zählt deshalb das Datum: Bis Ende 2014 steht EB/PLM für Pullmantur Air, danach für Wamos Air.
Gibt es Pullmantur Air noch?
Unter diesem Namen nicht. Nachdem die Royal Caribbean Group 2014 die Mehrheit an den Investor Springwater Capital verkauft hatte, wurde die Airline in Wamos Air umbenannt. Das Unternehmen selbst fliegt weiter – heute als Charter- und Wet-Lease-Airline mit Airbus A330.
Welche Flugzeuge flog Pullmantur Air?
Fast nur Boeing 747. Zum Start 2003 kamen ältere 747-200, später auch eine 747-300. Beide Baureihen verließen die Flotte bis 2008. Danach setzte Pullmantur Air auf die 747-400; Anfang 2011 und im Frühjahr 2013 standen laut Wikipedia jeweils vier Exemplare im Bestand. Die A330, die du heute von Wamos kennst, kamen erst nach der Umbenennung.
Hatte Pullmantur Air auch Boeing 767?
In den Quellen, die wir für diese Seite ausgewertet haben, taucht keine Boeing 767 in der Flotte von Pullmantur Air auf – weder in alten Flottenlisten noch in Fotoarchiven. Belegt sind nur Boeing 747 der Baureihen -200, -300 und -400. Siehst du ein altes Foto einer 767 mit Pullmantur-Titeln, prüf das Kennzeichen besonders genau.
Wofür wurde Pullmantur Air gegründet?
Das spanische Reiseunternehmen Pullmantur betrieb Kreuzfahrten und Pauschalreisen. Die eigene Airline sollte die Gäste von Madrid zu den Häfen bringen, an denen die Schiffe ablegten, vor allem in der Karibik. Dazu kamen Charterflüge für Reiseveranstalter, zum Beispiel nach Cancún oder Guadalajara in Mexiko.
Wem gehörte Pullmantur Air?
Zuerst der spanischen Grupo Marsans. 2006 übernahm Royal Caribbean das gesamte Pullmantur-Geschäft samt Airline. 2014 verkaufte Royal Caribbean 81 Prozent an Springwater Capital, danach trat die Airline als Wamos Air auf.
Wo konnte man Pullmantur Air spotten?
Am häufigsten in Madrid-Barajas, der Heimatbasis. Die Jumbos flogen von dort vor allem in die Karibik und nach Mexiko, im Charter aber auch in europäische Städte. In Deutschland und Österreich tauchten sie nur gelegentlich bei Sonderflügen auf, etwa im April 2010, als TUI eine Pullmantur-747-400 für Rückflüge nach der Vulkanaschewolke einsetzte.
Pullmantur Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 747-200
Mehr Schub, mehr Startgewicht, mehr Reichweite: Die Boeing 747-200 machte den Jumbo ab 1971 zum Langstrecken-Arbeitstier – als Passagierjet, Combi und Frachter. So erkennst du sie und hier begegnet sie dir heute noch.
FlugzeugtypBoeing 747-300
Die erste 747 mit verlängertem Oberdeck: Wie die Boeing 747-300 entstand, wer sie flog, wie du sie von 747-200 und 747-400 unterscheidest und wo der seltene Jumbo heute noch steht.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Wamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
FerienfliegerIberojet
Spanisch-portugiesische Ferien- und Charterairline der Barceló-Reisesparte Ávoris: kleine, reine Airbus-Flotte mit A350-900 und A330, Langstrecke ab Madrid und Lissabon in die Karibik und nach Asien.
NetzwerkPlus Ultra Líneas Aéreas
Kleine spanische Langstreckenairline aus Madrid: Airbus A330 nach Lima, Caracas und Buenos Aires, eine A340-Vergangenheit und eine viel diskutierte Staatshilfe aus der Corona-Zeit.
CharterFutura International Airways
Historische Charterairline aus Palma de Mallorca: 1989 im Umfeld von Aer Lingus gegründet, groß geworden mit Urlaubsflügen von den Britischen Inseln nach Spanien, durchgehend mit Boeing 737 unterwegs – und im September 2008 am Boden.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Salzburg
Österreichs zweitgrößter Flughafen hat nur eine Piste, einen Anflug fast immer von Norden über Bayern und einen Wintersamstag, der aus dem ruhigen Regionalflughafen einen der spannendsten Charterplätze der Alpen macht – mit Hangar-7 und Bergkulisse als Zugabe.
Wo du Pullmantur Air vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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