Saudia

Die nationale Airline Saudi-Arabiens aus Dschidda: SkyTeam-Mitglied seit 2012, Langstrecke mit Boeing 777-300ER, 787 und Airbus A330, Kurz- und Mittelstrecke mit der A320-Familie – und regelmäßig zu Gast in Frankfurt, München und Wien.

Auch bekannt als: Saudi Arabian Airlines · Saudia Group · SV

Saudi-ArabienSaudi-ArabienNetzwerk-AirlinesIATA: SVICAO: SVA11 Min. Lesezeit

SV

IATA-Code

SVA

ICAO-Code

1945

Gründungsjahr

HZ-

Kennzeichen-Präfix

Das Wichtigste in Kürze

  • Saudia ist die nationale Airline Saudi-Arabiens mit Sitz und Hauptdrehkreuz in Dschidda.
  • Codes: IATA SV, ICAO SVA, Rufzeichen „SAUDIA“, Kennzeichen mit HZ-.
  • SkyTeam seit 2012: Saudia war die erste Airline aus dem Nahen Osten in der Allianz um Air France-KLM, Delta und Korean Air.
  • Die Langstrecke ruht auf drei Typen: Boeing 777-300ER, Boeing 787-9/787-10 und Airbus A330-300.
  • Im deutschsprachigen Raum fliegt Saudia nach Frankfurt, München, Wien sowie nach Genf und Zürich – mit wechselnder Flugzeuggröße je nach Saison.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Saudia im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Drehkreuze: Dschidda, Riad, Dammam und Medina
  4. 4.Die Flotte: drei Langstreckentypen und die A320-Familie
  5. 5.777, 787 oder A330? So unterscheidest du die Langstreckentypen
  6. 6.Woran du Saudia erkennst
  7. 7.Hadsch, Umra und geleaste Flugzeuge
  8. 8.Saudia in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten
  9. 9.Saudia im Vergleich mit den Golf-Airlines
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeSV
ICAO-CodeSVA
RufzeichenSAUDIA
DrehkreuzeJED, RUH, DMM
AllianzSkyTeam
GeschäftsmodellStaatliche Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke
SitzDschidda, Saudi-Arabien
Gegründet1945 als Saudi Arabian Airlines, Linienverkehr ab 1947 mit Douglas DC-3
NamenSaudi Arabian Airlines, ab 1972 Saudia, ab 1996 wieder Saudi Arabian Airlines, seit 2012 erneut Saudia
KonzernSaudia Group mit der Low-Cost-Tochter flyadeal und der Frachtsparte Saudia Cargo
DrehkreuzeDschidda (JED) als Hauptdrehkreuz, dazu Riad (RUH), Dammam (DMM) und Medina (MED)
AllianzSkyTeam, Mitglied seit 29. Mai 2012
LangstreckenflotteBoeing 777-300ER, Boeing 787-9 und 787-10, Airbus A330-300
Kurz- und MittelstreckeAirbus A320, A321 und A321neo; die A321XLR kommt neu hinzu
KennzeichenHZ- (Saudi-Arabien)
VielfliegerprogrammAlFursan

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Saudia?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Großer Schriftzug „SAUDIA“ am Rumpf, ergänzt um den Namen in arabischer Schrift
  • Saudi-arabisches Kennzeichen mit HZ- am Heck, bei den A330 etwa im Block HZ-AQ
  • Seit dem Markenwechsel 2023 eine Optik, die bewusst an das Saudia-Design der 1970er-Jahre anknüpft – an Drehkreuzen laufen ältere und neue Bemalungen nebeneinander
  • Auf der Langstrecke fast immer eine Boeing 777-300ER, eine 787 oder ein Airbus A330-300
  • Flugnummer beginnt mit SV, auf dem Tracker steht SVA, im Funk das Rufzeichen „SAUDIA“
  • Während der Hadsch-Saison auch fremd registrierte Charter- und Leasingmaschinen mit SV-Flugnummer

Wenn in Frankfurt oder München eine große Boeing mit dem Schriftzug „SAUDIA“ über die Schwelle kommt, ist das kein Alltagsflieger wie die zehnte A320 des Tages. Saudia ist die nationale Airline Saudi-Arabiens, Mitglied von SkyTeam und eine der ältesten Fluggesellschaften im Nahen Osten. Für Spotter ist sie aus mehreren Gründen interessant: Auf den Europastrecken wechseln sich drei Langstreckentypen ab, seit dem Rebranding 2023 sind zwei Bemalungsgenerationen unterwegs, und in der Pilgersaison fliegen unter SV-Flugnummern plötzlich fremde Flugzeuge. Diese Seite zeigt dir, wie du Saudia sicher einordnest.

Jede Saudia-Sichtung im Hangar

Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche 777 oder 787 dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Saudia im Überblick

Saudia ist die staatliche Netzwerk-Airline Saudi-Arabiens mit Sitz in Dschidda am Roten Meer. Ihre Geschichte beginnt 1945 mit einem einzigen Flugzeug: einer Douglas DC-3, die US-Präsident Franklin D. Roosevelt dem saudischen König Abdulaziz geschenkt hatte. Im März 1947 begann der planmäßige Linienverkehr, zunächst mit einer kleinen Flotte von DC-3. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Airline schnell: In den 1960er-Jahren kamen die ersten Jets, in den 1970ern mit der Lockheed L-1011 TriStar die ersten Großraumflugzeuge und 1977 die erste Boeing 747.

Beim Namen hat die Airline mehrfach gewechselt. Gegründet als Saudi Arabian Airlines, trat sie ab 1972 als Saudia auf, kehrte 1996 zum langen Namen zurück und nennt sich seit Mai 2012 wieder Saudia. Der zweite Namenswechsel fiel genau mit dem Beitritt zur Allianz SkyTeam zusammen – Saudia war damit die erste Airline aus dem Nahen Osten im Bündnis.

Unter dem Dach der Saudia Group stehen außerdem die Low-Cost-Tochter flyadeal, die seit 2017 fliegt, und die Frachtsparte Saudia Cargo. Das Vielfliegerprogramm der Airline heißt AlFursan.

SVIATA-Code in der Flugnummer
SVAICAO-Code auf dem Tracker
HZ-Kennzeichen-Präfix Saudi-Arabiens

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code SV: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, auf dem Ticket und in den Flugplänen der Flughäfen.
  • ICAO-Code SVA: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
  • Rufzeichen SAUDIA: so meldet sich die Besatzung im Funk, gefolgt von der Flugnummer.

Der Code SV lässt sich nicht direkt aus dem Namen Saudia ablesen – merk ihn dir deshalb am besten zusammen mit SVA. Warum zwei Codesysteme nebeneinander existieren, erklärt der Guide IATA- und ICAO-Codes.

Tracker richtig lesen

Erscheint auf dem Tracker eine SV-Flugnummer, das Flugzeug selbst aber nicht mit HZ-Kennzeichen, fliegt sehr wahrscheinlich eine geleaste Maschine im Auftrag von Saudia. Das ist vor allem in der Pilgersaison häufig. Planetrack zeigt dir bei jedem Beitrag Kennzeichen, Typ und Airline getrennt an, damit solche Sonderfälle in deiner Sammlung sauber bleiben.

Drehkreuze: Dschidda, Riad, Dammam und Medina

Anders als Emirates oder Qatar Airways, die alles über ein einziges Drehkreuz bündeln, verteilt Saudia ihr Netz auf mehrere Flughäfen im eigenen Land:

Flughafen IATA Rolle
King Abdulaziz International, Dschidda JED Hauptdrehkreuz und Firmensitz, Tor für Pilger nach Mekka
King Khalid International, Riad RUH Drehkreuz in der Hauptstadt
King Fahd International, Dammam DMM Drehkreuz für den Osten des Landes
Prince Mohammad bin Abdulaziz, Medina MED Wichtiges Ziel im Pilgerverkehr

Diese Aufteilung ändert sich gerade. Mit Riyadh Air baut Saudi-Arabien eine zweite staatliche Airline mit Basis in Riad auf. Saudia hat angekündigt, sich bis 2030 auf Dschidda zu konzentrieren und Riad weitgehend der neuen Schwester im Land zu überlassen. Wie konsequent und in welchem Tempo das geschieht, ist offen. Für dich als Spotter in Europa heißt das: Die Herkunft eines Saudia-Flugs kann sich in den nächsten Jahren verschieben.

Neben Saudia, flyadeal und Riyadh Air fliegt mit flynas eine weitere saudische Low-Cost-Airline. Sie gehört nicht zur Saudia Group, ist aber im Land ein direkter Konkurrent auf vielen Inlandsstrecken.

Die Flotte: drei Langstreckentypen und die A320-Familie

Saudia setzt bei Großraumflugzeugen auf drei Muster, auf Kurz- und Mittelstrecke auf die Airbus-A320-Familie. Die folgende Übersicht nennt die Typen, die für Spotter in Europa eine Rolle spielen. Die genauen Stückzahlen ändern sich durch Auslieferungen, Rückgaben und Leasingflugzeuge laufend, deshalb verzichten wir bewusst auf eine feste Gesamtzahl.

Typ ICAO-Typcode Einsatz Spotter-Hinweis
Boeing 777-300ER B77W Langstrecke, starke Europa- und Asienstrecken Größtes Passagierflugzeug der Flotte, rund drei Dutzend Exemplare
Boeing 787-9 B789 Langstrecke Gezackte Triebwerksverkleidungen, stark gebogene Flügel
Boeing 787-10 B78X Langstrecke mit hoher Nachfrage Längste 787, gleiche Optik wie die 787-9
Airbus A330-300 A333 Mittel- und Langstrecke, auch Regionalversion Zwei Triebwerke, Vierrad-Hauptfahrwerk
Airbus A320 / A321 A320 / A321 Inland, Nahost, Europa im Winter Klassische A320-Familie
Airbus A321neo A21N Kurz- und Mittelstrecke Größere Triebwerke als die A321
Airbus A321XLR A21N Lange Schmalrumpfstrecken Neuestes Muster der Flotte

Die Boeing 777-300ER ist das Rückgrat der Langstrecke. Daneben wächst die 787-Flotte: Im März 2023 hat Saudia bei Boeing 39 weitere Dreamliner bestellt, aufgeteilt auf 787-9 und 787-10, dazu Optionen auf zehn weitere. Bei Airbus hat die Saudia Group 2024 eine große Bestellung über Flugzeuge der A320neo-Familie platziert, die zwischen Saudia und flyadeal aufgeteilt wird. Schon zuvor hatte Saudia die A321XLR bestellt, mit der sie Schmalrumpfflugzeuge auf längere Strecken schicken kann; die ersten Exemplare sind seit 2026 im Einsatz.

Der Airbus A330-300 fliegt bei Saudia in zwei Ausführungen: als normale Langstreckenversion und als sogenannte A330 Regional, eine für kürzere Strecken mit hoher Kapazität ausgelegte Variante. Von außen sind beide kaum zu unterscheiden.

Historisch hat Saudia eine bunte Typengeschichte: Boeing 720B, L-1011 TriStar, Boeing 747 in mehreren Versionen, McDonnell Douglas MD-11 und MD-90 sowie die 777-200ER. Diese Typen sind aus dem Passagierdienst weitgehend verschwunden – wer ein Foto einer Saudia-747 in seiner Sammlung hat, hält inzwischen ein Stück Luftfahrtgeschichte in den Händen.

Die 787-10 fehlt dir noch?

Setz die 787-10 auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie bei dir anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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777, 787 oder A330? So unterscheidest du die Langstreckentypen

Auf den Europastrecken kann dir jeder der drei Großraumtypen begegnen. Im Anflug sehen sie auf den ersten Blick ähnlich aus – alle haben zwei Triebwerke und tragen dieselbe Bemalung. Ein paar Details helfen dir beim Sortieren.

Hauptfahrwerk zählen

Die 777 hat je Seite ein Drehgestell mit sechs Rädern. 787 und A330 kommen mit vier Rädern pro Hauptfahrwerk aus.

Triebwerke ansehen

Die 787 hat gezackte Hinterkanten an den Triebwerksverkleidungen. Die 777-300ER trägt sehr große Triebwerke ohne Zacken, der A330 deutlich kleinere.

Flügel und Rumpf prüfen

Die 787 hat lang ausgezogene Flügelspitzen ohne Winglets und biegt die Flügel im Flug sichtbar nach oben. Der A330 hat klassische Winglets, die 777-300ER einen auffallend langen Rumpf.

Cockpitfenster vergleichen

Die 787 hat eine glatte, abgerundete Nase mit vier großen Cockpitscheiben. 777 und A330 zeigen die klassische Fensteranordnung mit sechs Scheiben.

Zwischen 787-9 und 787-10 entscheidet vor allem die Länge: Die 787-10 ist spürbar gestreckter, die Proportionen wirken schlanker. Am sichersten bestätigst du den Typ über den ICAO-Typcode auf dem Tracker – B789 oder B78X. Mehr Tipps findest du im Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden.

Woran du Saudia erkennst

Das wichtigste Merkmal ist der große Schriftzug „SAUDIA“ am Rumpf, dazu der Name der Airline in arabischer Schrift. Im September 2023 hat Saudia ihre Marke erneuert und dabei bewusst an das Design der 1970er-Jahre angeknüpft, als die Airline zum ersten Mal unter dem Namen Saudia flog. Weil eine Flotte nie auf einen Schlag umlackiert wird, siehst du an Drehkreuzen und in Europa derzeit ältere und neue Bemalungen nebeneinander. Für deine Sammlung lohnt es sich, beide Varianten festzuhalten, solange die alte noch unterwegs ist.

Neben der Standardbemalung hat Saudia immer wieder Sonderlackierungen eingesetzt, etwa SkyTeam-Bemalungen, eine Lackierung zum saudischen Nationalfeiertag, ein Design zum 75-jährigen Bestehen der Airline und eine Motorsport-Lackierung zum Formel-E-Rennen in Diriyya. Wie Allianz-Bemalungen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt der Artikel Allianz-Lackierungen.

Das Kennzeichen beginnt immer mit HZ-, dem Nationalitätskennzeichen Saudi-Arabiens. Saudia vergibt die Kennzeichen in Blöcken, die oft einen Hinweis auf den Typ geben – bei den A330 etwa Kennzeichen aus dem Block HZ-AQ. Wie Kennzeichen grundsätzlich funktionieren, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.

Achtung Verwechslung

Die Low-Cost-Tochter flyadeal und die Konkurrenz flynas tragen ganz andere Farben als Saudia, gehören aber ebenfalls zur saudi-arabischen Luftfahrt. Riyadh Air setzt auf ein eigenes, auffälliges Design. Wenn du auf dem Foto nur das Heck siehst, entscheidet am Ende das Kennzeichen zusammen mit der Flugnummer.

Hadsch, Umra und geleaste Flugzeuge

Eine Besonderheit, die du so bei kaum einer europäischen Airline findest, ist der Pilgerverkehr. Dschidda ist das Tor für Pilger nach Mekka, Medina das Ziel für Besuche der Prophetenmoschee. In der Hadsch-Saison und rund um den Ramadan schießt die Nachfrage in die Höhe, und Saudia fliegt zusätzlich zahlreiche Sonder- und Charterflüge.

Um diese Spitzen abzudecken, mietet Saudia Flugzeuge anderer Betreiber an – teils komplett mit Besatzung. In den vergangenen Jahren waren unter SV-Flugnummern immer wieder geleaste Großraumflugzeuge unterwegs, darunter Maschinen mit europäischen Kennzeichen. Diese Flugzeuge tragen oft die Bemalung des Vermieters oder nur kleine Saudia-Titel. Für Spotter sind das echte Raritäten: Eine europäisch registrierte Maschine auf einer Pilgerstrecke taucht so nur wenige Wochen im Jahr auf.

Eigenes Saudia-Flugzeug

  • Kennzeichen mit HZ-
  • Volle Saudia-Bemalung mit großem Schriftzug
  • Auf dem Tracker SVA mit passendem Saudia-Typ

Geleaste Maschine im Saudia-Auftrag

  • Fremdes Kennzeichen, etwa aus Europa
  • Bemalung des Vermieters oder neutrale Lackierung
  • Häufung in der Hadsch-Saison und im Ramadan

Saudia in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten

Laut den Streckenübersichten (Stand 2026) fliegt Saudia im deutschsprachigen Raum nach Frankfurt, München, Wien, Genf und Zürich. Die Flüge starten meist in Dschidda oder Riad. Einige Strecken werden nur saisonal bedient oder in der Frequenz angepasst – schau deshalb vor jeder Tour in den aktuellen Flugplan.

Spannend ist der Wechsel der Flugzeuggröße: Auf Europastrecken setzt Saudia im Winter oft Maschinen der A320-Familie ein, im Sommer und zu Reisespitzen größere Typen wie A330, 787 oder 777-300ER. Wer gezielt eine Saudia-777 vor die Linse bekommen will, hat in den Sommermonaten meist bessere Karten.

Die Ankunfts- und Abflugzeiten folgen den Umsteigewellen in Dschidda und Riad, ähnlich wie bei den großen Golf-Airlines. Wann Langstreckenflüge typischerweise in Europa eintreffen, erklärt der Guide Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa.

Gute Chancen auf Saudia, wenn …

  • du in Frankfurt, München oder Wien spottest und eine SV-Flugnummer im Plan steht
  • Sommer ist und größere Typen auf den Europastrecken fliegen
  • die Betriebsrichtung zur Lage deines Spots passt

Prüf es vorher, wenn …

  • du Genf oder Zürich ansteuerst, wo Strecken saisonal schwanken
  • du gezielt einen bestimmten Typ suchst – der Wechsel zwischen A320-Familie und Großraumflugzeug kann kurzfristig sein

Eher kein Saudia-Tag, wenn …

  • dein Flughafen keine Verbindung nach Saudi-Arabien hat – dann bleiben dir nur Überflüge auf dem Tracker

Saudia im Vergleich mit den Golf-Airlines

Saudia wird oft in einem Atemzug mit Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways genannt. Das Geschäftsmodell unterscheidet sich aber deutlich. Die drei Golf-Carrier leben vor allem vom Umsteigeverkehr zwischen Europa, Asien und Afrika über ein einziges Drehkreuz. Saudia dagegen bedient einen großen Heimatmarkt mit vielen Inlandsflügen, mehreren Drehkreuzen und dem Pilgerverkehr. Dazu kommt die Allianz: Saudia ist bei SkyTeam, Qatar Airways bei oneworld, Emirates und Etihad gehören keiner Allianz an. Mehr zum Geschäftsmodell der Golf-Airlines liest du im Artikel Emirates, Qatar Airways, Etihad, zu den Bündnissen im Überblick Star Alliance, oneworld und SkyTeam.

Für Spotter heißt das: Saudia-Flüge in Europa sind seltener als die täglichen Emirates-Rotationen, dafür ist die Typenvielfalt auf einer einzelnen Strecke oft größer.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Saudia und flyadeal gleichsetzen – flyadeal gehört zwar zur Saudia Group, ist aber eine eigene Low-Cost-Airline mit eigener Bemalung.
  • flynas für eine Saudia-Tochter halten – flynas ist eine eigenständige Konkurrenz und gehört nicht zur Gruppe.
  • Riyadh Air mit Saudia verwechseln – beide sind staatlich, aber Riyadh Air ist eine separate Airline mit eigenem Markenauftritt.
  • Jede SV-Flugnummer für ein HZ-Flugzeug halten – in der Pilgersaison fliegen auch geleaste Maschinen mit fremden Kennzeichen.
  • 787 und A330 im Anflug verwechseln – achte auf die gezackten Triebwerksverkleidungen und die fehlenden Winglets der 787.
  • SV mit einem Ländercode verwechseln – SV ist eine reine Airline-Kennung, kein Kürzel für ein Land.

Saudia im Blick behalten

Beobachte einzelne Kennzeichen, die Boeing 777-300ER oder Saudia als Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Danach postest du deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot direkt in die Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Saudia ist mehr als eine weitere Airline aus dem Nahen Osten. Hinter dem großen Schriftzug stecken über 80 Jahre Geschichte, mehrere Namenswechsel, eine Flotte mit drei Langstreckentypen und ein Netz, das stark vom Pilgerverkehr geprägt ist. In Frankfurt, München oder Wien lohnt sich der genaue Blick: Kennzeichen, Typ und Bemalungsgeneration machen aus einer einzelnen Saudia-Sichtung einen ausführlichen Eintrag in deiner Sammlung.

Kurzfazit

Saudia (IATA SV, ICAO SVA) ist die nationale Airline Saudi-Arabiens und Mitglied von SkyTeam. Auf der Langstrecke fliegt sie Boeing 777-300ER, 787 und Airbus A330, erkennbar am großen SAUDIA-Schriftzug und am HZ-Kennzeichen.

Zusammenfassung

  • Saudia erkennst du am großen SAUDIA-Schriftzug, am arabischen Namenszug und am HZ-Kennzeichen.
  • Spannend für Spotter ist die Typenvielfalt: 777-300ER, 787 und A330 wechseln sich auf den Europastrecken ab, im Winter kommen auch Maschinen der A320-Familie.
  • Seit dem Rebranding 2023 sind alte und neue Bemalungen parallel unterwegs – ein gutes Motiv für die Sammlung, solange beide fliegen.
  • Zur Hadsch-Zeit tauchen unter SV-Flugnummern geleaste Flugzeuge anderer Airlines auf; Kennzeichen und Tracker zeigen, wer wirklich fliegt.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Saudia?

Der IATA-Code ist SV, der ICAO-Code SVA. Im Sprechfunk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SAUDIA“. Den Code SV findest du in der Flugnummer auf der Anzeigetafel, SVA im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.

Gehört Saudia zu einer Allianz?

Ja, Saudia ist seit dem 29. Mai 2012 Vollmitglied von SkyTeam. Damit fliegt sie im selben Bündnis wie Air France, KLM, Delta und Korean Air. Zeitgleich mit dem Beitritt kehrte die Airline zum Markennamen Saudia zurück.

Welche Flugzeuge fliegt Saudia?

Auf der Langstrecke setzt Saudia die Boeing 777-300ER, die Boeing 787-9 und 787-10 sowie den Airbus A330-300 ein. Für Kurz- und Mittelstrecken nutzt sie Airbus A320, A321 und A321neo, neu dazu kommt die A321XLR. 2023 hat Saudia 39 Boeing 787 bestellt, 2024 hat die Saudia Group eine große Bestellung über Flugzeuge der A320neo-Familie für Saudia und flyadeal abgeschlossen. Die genaue Flottengröße schwankt durch Zu- und Abgänge; prüf aktuelle Zahlen in einer Flottendatenbank.

Wohin fliegt Saudia in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Laut Streckenübersichten (Stand 2026) bedient Saudia in Deutschland Frankfurt und München, in Österreich Wien und in der Schweiz Genf und Zürich. Die Flüge kommen meist aus Dschidda oder Riad. Einzelne Strecken laufen nur saisonal; schau vor dem Spotten in den aktuellen Flugplan des Flughafens.

Woran erkenne ich ein Saudia-Flugzeug?

Am großen Schriftzug „SAUDIA“ am Rumpf, am Namen in arabischer Schrift und am Kennzeichen mit HZ-. Seit 2023 führt Saudia eine Markenoptik, die an die 1970er-Jahre anknüpft. Weil nicht alle Flugzeuge gleichzeitig umlackiert werden, siehst du an Drehkreuzen oft ältere und neue Bemalungen nebeneinander.

Was ist der Unterschied zwischen Saudia, flyadeal und Saudia Cargo?

Saudia ist die Netzwerk-Airline mit Langstrecke und Allianz. flyadeal ist die Low-Cost-Tochter der Saudia Group, die seit 2017 fliegt und eine eigene Bemalung trägt. Saudia Cargo ist die Frachtsparte mit eigenen Frachtflugzeugen. Nicht zur Gruppe gehören dagegen flynas und die neue Riyadh Air.

Warum sieht man bei Saudia manchmal fremde Kennzeichen?

Vor allem in der Hadsch-Saison und rund um den Ramadan steigt die Nachfrage nach Flügen in den Hedschas stark an. Saudia ergänzt die eigene Flotte dann um geleaste Flugzeuge anderer Betreiber, teils mit europäischer Registrierung. Die Maschinen fliegen unter SV-Flugnummern, tragen aber oft eine andere Bemalung oder nur kleine Saudia-Titel.

Bleibt Riad ein Drehkreuz von Saudia?

Derzeit fliegt Saudia ab Riad, Dschidda, Dammam und Medina. Saudia hat aber angekündigt, ihren Schwerpunkt bis 2030 auf Dschidda zu legen und Riad der neuen Staats-Airline Riyadh Air zu überlassen. Wie und wann das genau umgesetzt wird, ist offen – verfolge die aktuellen Meldungen.

Saudia im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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