Das Wichtigste in Kürze
- flynas ist Saudi-Arabiens erste Low-Cost-Airline, 2007 als Nas Air gestartet und seit 2013 unter dem heutigen Namen unterwegs.
- Codes: IATA XY, ICAO KNE, Rufzeichen „FLYNAS“.
- Die Flotte ist reine Airbus-Flotte: Im August 2026 waren es 68 Flugzeuge, davon 62 A320neo.
- Pilgerverkehr ist ein Kernmarkt: flynas fliegt Hadsch- und Umra-Reisende nach Dschidda und Medina.
- Europa ist Saisongeschäft: Ziele wie Wien, Salzburg oder Berlin bedient flynas vor allem in den Sommermonaten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.flynas im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von Nas Air zu flynas: die Geschichte
- 4.Die Flotte: fast alles A320neo
- 5.A320neo oder A320ceo? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du flynas erkennst
- 7.Pilgerflüge: Hadsch und Umra
- 8.flynas in Europa spotten
- 9.flynas im saudischen Markt
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | XY |
|---|---|
| ICAO-Code | KNE |
| Rufzeichen | FLYNAS |
| Drehkreuze | RUH, JED, DMM, MED |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Inlands-, Regional- und saisonalen Mittelstreckenflügen |
| Sitz | Riad, Saudi-Arabien |
| Gegründet | Als Nas Air, erster Linienflug am 25. Februar 2007; seit November 2013 unter dem Namen flynas |
| Mutterunternehmen | National Air Services (NAS) |
| Wichtigste Basen | Riad (RUH), Dschidda (JED), Dammam (DMM) und Medina (MED), dazu weitere Basen wie Abha |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Airbus und flynas, Stand August 2026) | 68 Airbus-Flugzeuge: 62 A320neo, 4 A320ceo, 2 A330-300 |
| Bestellungen (Stand Juli 2026) | 235 feste Airbus-Bestellungen, darunter 56 A321neo und 20 A330-900; mit Optionen 280 Flugzeuge |
| Ableger | flynas Syria |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich flynas?
- Schriftzug „flynas“ in Kleinbuchstaben am Rumpf
- Fast immer ein Airbus A320neo – große Triebwerke und Sharklets an den Flügelspitzen
- Saudisches Kennzeichen mit Präfix HZ- am Heck
- Flugnummer beginnt mit XY, auf dem Tracker steht der ICAO-Code KNE
- Großraumjet in der eigenen Flotte ist der A330-300 – nur zwei Exemplare, also selten
- In Europa vor allem im Sommer zu sehen, wenn saudische Urlauber in kühlere Regionen fliegen
Wenn im Sommer ein A320neo mit dem Schriftzug „flynas“ auf dem Vorfeld in Wien oder Salzburg steht, ist das für viele Spotter ein Exot. In Saudi-Arabien dagegen gehört flynas zum Alltag: Die Airline aus Riad war das erste Low-Cost-Angebot des Landes und wächst seit Jahren mit einer fast einheitlichen Airbus-Flotte. Diese Seite zeigt dir, wie flynas aufgestellt ist, welche Typen du sehen kannst und wann sich die Suche in Europa lohnt.
Exoten nicht verpassen
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flynas im Überblick
flynas ist eine saudi-arabische Low-Cost-Airline mit Sitz in Riad. Der erste Linienflug ging am 25. Februar 2007 – damals noch unter dem Namen Nas Air. Hinter der Airline stand und steht das saudische Unternehmen National Air Services, von dessen Abkürzung der Name stammt. Im November 2013 gab sich die Airline ihren heutigen Namen. Seit Februar 2020 ist flynas Mitglied im Branchenverband IATA.
Das Geschäftsmodell folgt dem bekannten Low-Cost-Muster: eine einheitliche Flotte, einfache Tarife, viele Direktverbindungen. Wie das grundsätzlich funktioniert, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren. Der Unterschied zu europäischen Billigfliegern liegt im Markt: Saudi-Arabien ist ein großes Land mit weiten Distanzen, wenig Bahnalternativen und einem besonderen Verkehrsaufkommen durch Pilgerreisen nach Mekka und Medina.
Ein klassisches einzelnes Drehkreuz hat flynas nicht. Die Flotte verteilt sich auf mehrere Basen, vor allem Riad, Dschidda, Dammam und Medina, dazu weitere Standorte wie Abha. Laut Airbus spricht flynas inzwischen von sechs Betriebsbasen im Königreich. Einer Allianz gehört die Airline nicht an.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code XY: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in Flugplänen.
- ICAO-Code KNE: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen FLYNAS: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der ICAO-Code KNE wirkt auf den ersten Blick unpassend, weil er nichts mit „flynas“ zu tun zu haben scheint. Für dich heißt das: Suchst du auf dem Tracker nach „flynas“ und findest nichts, probier es mit KNE.
Tracker richtig lesen
Gerade bei seltenen Gästen hilft die Suche nach dem ICAO-Code. Taucht unter einer XY-Flugnummer ein anderer Betreiber auf, fliegt sehr wahrscheinlich ein gemietetes Flugzeug. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Von Nas Air zu flynas: die Geschichte
Die Anfangsjahre waren bewegt. Nas Air startete 2007 als erste private Billigairline Saudi-Arabiens und probierte in den ersten Jahren einiges aus. Zur historischen Flotte zählten neben dem Airbus A319 zeitweise auch Großraumflugzeuge wie der Airbus A330-200, die Boeing 767-300ER und sogar die Boeing 747-400.
Nach der Umbenennung 2013 folgte ein Versuch auf der Langstrecke: Ab März 2014 übernahm flynas Airbus A330, die von der portugiesischen Hi Fly gemietet waren, und flog ab April 2014 unter anderem von Dschidda nach London-Gatwick; Manchester kam im Mai dazu und war schon im August wieder Geschichte. Das Langstreckenprogramm lief nicht wie erhofft, im Oktober 2014 strich flynas den Großteil seiner Lang- und Mittelstrecken. Beide britischen Ziele sind heute historisch.
Danach konzentrierte sich flynas auf das, was ein Billigflieger am besten kann: Kurz- und Mittelstrecke mit einem Typ. Im Januar 2017 bestellte die Airline 80 Flugzeuge der A320neo-Familie, im November 2018 kam der erste A320neo. Seitdem hat die neo-Generation die älteren Maschinen fast vollständig ersetzt.
Die Flotte: fast alles A320neo
Die Flotte ist der Grund, warum flynas so einheitlich wirkt. Laut Airbus bestand sie im Juli 2026 aus 67 Flugzeugen; mit einer weiteren Auslieferung im August 2026 kam flynas laut eigenen Angaben auf 68.
| Typ | Anzahl (Stand Aug. 2026) | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A320neo | 62 | Arbeitspferd im gesamten Netz | Große Triebwerke, Sharklets |
| Airbus A320ceo | 4 | Ältere Restflotte | Kleinere Triebwerke – die seltenere Generation |
| Airbus A330-300 | 2 | Großraumjet der Stammflotte | Die Rarität der Flotte |
| Airbus A321neo | 56 bestellt | Längere Kurz- und Mittelstreckenjets | Stand Aug. 2026 noch nicht ausgeliefert |
| Airbus A330-900 | 20 bestellt | Neuer Großraumjet | Stand Aug. 2026 noch nicht ausgeliefert |
Der Airbus A320neo ist damit klar der Typ, den du von flynas am wahrscheinlichsten siehst. Die wenigen älteren A320ceo sind schon eine kleine Besonderheit, die beiden A330-300 erst recht.
Spannend ist das Auftragsbuch. Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough bestätigte flynas am 22. Juli 2026 fünf weitere A330-900 und 20 weitere A321neo. Damit stehen laut Airbus 56 A321neo und 20 A330-900 auf der Liste, insgesamt 235 feste Bestellungen bei Airbus; flynas spricht von einem Auftragsbuch mit insgesamt 280 Flugzeugen. Für die A330-900 nennt Airbus Triebwerke vom Typ Trent 7000 von Rolls-Royce.
Gemietete Flugzeuge im Blick behalten
Wie viele Airlines in der Region nimmt flynas in Spitzenzeiten zusätzliche Flugzeuge samt Crew von anderen Betreibern auf. Anfang 2026 waren laut Flottenübersichten zum Beispiel drei Boeing 737-800 von Smartwings für flynas im Einsatz. Solche Mietflugzeuge tragen oft nicht die flynas-Bemalung. Was hinter diesem Modell steckt, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt.
Nur noch die A330 fehlt?
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A320neo oder A320ceo? So unterscheidest du sie
Auf den ersten Blick sehen beide Generationen gleich aus: gleiche Länge, gleiche Bemalung, gleiches Profil. Ein paar Details verraten aber, welche du vor der Linse hast.
Das spricht für den A320neo
- Deutlich größere, rundere Triebwerke, die weiter vor der Flügelvorderkante sitzen
- Auf Trackern mit dem ICAO-Typcode A20N geführt
- Bei flynas der Normalfall
Das spricht für den A320ceo
- Schlankere, kleinere Triebwerke
- Je nach Baujahr Sharklets oder kleine Wingtip Fences
- Auf Trackern mit dem ICAO-Typcode A320 (ohne „N“) geführt
- Bei flynas nur noch eine Handvoll Exemplare
Weil auch neuere ceo-Maschinen Sharklets tragen können, sind die Triebwerke das sicherere Merkmal. Ausführlich mit Fotobeispielen erklärt das der Artikel A320neo oder ceo?. Kommen ab Auslieferung die A321neo dazu, hilft dir der Überblick A318, A319, A320 und A321 auseinanderhalten – die A321 erkennst du vor allem am längeren Rumpf und an den zusätzlichen Türen.
Woran du flynas erkennst
Die Bemalung setzt auf einen weißen Rumpf mit dem Schriftzug „flynas“ in Kleinbuchstaben. Dazu kommt das saudische Kennzeichen mit dem Präfix HZ- am Heck – das ist bei Gästen in Europa oft das schnellste Zeichen, dass ein Flugzeug aus Saudi-Arabien kommt. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Daneben setzt flynas Sonderbemalungen ein: Laut Flottenübersichten trägt der A320neo HZ-NS35 seit Oktober 2025 eine Lackierung für den saudischen Fußballklub Al-Hilal. Solche Maschinen sind auch in Saudi-Arabien begehrte Motive – wie du sie gezielt aufspürst, steht im Guide Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Mit flyadeal gibt es eine zweite saudische Low-Cost-Airline mit Airbus-Flotte. Sie gehört zur Saudia Group. Prüf deshalb immer den Schriftzug und den Code im Tracker: flynas fliegt als XY bzw. KNE.
Pilgerflüge: Hadsch und Umra
Ein Markt prägt flynas stärker als jeder andere: der Pilgerverkehr. Dschidda ist das Tor nach Mekka, Medina hat einen eigenen Flughafen direkt in der Stadt des Propheten. flynas hat an beiden Orten Basen und befördert Pilger zum Hadsch, der jährlichen Wallfahrt, und zur Umra, die das ganze Jahr über möglich ist.
Airbus nennt den Pilgerverkehr ausdrücklich als einen Treiber für die Bestellungen von 2026: flynas verweist dabei auf das staatliche Programm für Pilgerreisen und den Zugang zu den beiden heiligen Moscheen. Für die Airline bedeutet das, dass sie rund um die Hadsch-Saison besonders viel Kapazität braucht – mehr, als die Stammflotte allein liefert. In solchen Spitzen helfen größere Flugzeuge und gemietete Maschinen anderer Betreiber.
Für Spotter außerhalb Saudi-Arabiens heißt das: Rund um die Hadsch-Zeit lohnt ein Blick auf Tracker, wenn du ungewöhnliche Großraumflüge oder Fremdbetreiber mit XY-Flugnummern suchst. Ob und wo solche Flüge stattfinden, hängt aber stark von den Verträgen der jeweiligen Saison ab.
flynas in Europa spotten
In Mitteleuropa ist flynas kein Alltagsgast, sondern ein Saisonvogel. Viele saudische Urlauber zieht es im heißen Sommer in kühlere Regionen – Berge, Seen, grüne Landschaften. flynas reagiert darauf mit saisonalen Verbindungen nach Europa und in den Kaukasus.
Für den deutschsprachigen Raum sind drei Ziele interessant:
- Wien: flynas fliegt Wien seit Juni 2018 ab Riad an, anfangs als reines Sommerziel. Am Flughafen Wien stehen die Chancen am Spotterhügel oder auf der Besucherterrasse gut, wenn der Flug im Plan steht. Mehr Tipps bündelt der Guide Planespotting in Wien-Schwechat.
- Salzburg: ein typisches Sommerziel für Urlauber aus der Golfregion. Am Flughafen Salzburg sind Exoten wie flynas ein schöner Kontrast zum Winter-Charterverkehr – gut zu sehen etwa von der Besucherterrasse.
- Berlin: Seit September 2024 verbindet flynas Dschidda mit dem BER. Für Berliner Spotter ist das eine der wenigen Gelegenheiten, einen saudischen Low-Cost-Jet vor die Linse zu bekommen – etwa von der Besucherterrasse am BER; weitere Standorte nennt der Guide Planespotting am BER.
Daneben bedient flynas laut Streckenübersichten weitere europäische Ziele, vielfach saisonal, etwa in der Türkei, auf dem Balkan und in Südosteuropa. Welche Strecken in der jeweiligen Saison tatsächlich fliegen, ändert sich oft. Prüf deshalb vor jeder Tour den aktuellen Flugplan des Flughafens.
Gute Chancen auf flynas, wenn …
- Sommer ist und dein Flughafen ein saisonales Ziel der Airline ist
- der Flug im aktuellen Flugplan oder auf dem Tracker unter KNE auftaucht
- du in Wien, Salzburg oder Berlin spottest
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Spotterberichten aus früheren Jahren planst
- die Saison gerade wechselt und Sommerziele auslaufen
Eher kein flynas-Tag, wenn …
- Winter ist und dein Flughafen nur im Sommer angeflogen wird
Weil flynas an diesen Flughäfen meist nur wenige Umläufe pro Woche fliegt, kommt es auf Timing und Position an. Lies vorher die Betriebsrichtung – ein einzelner Umlauf verzeiht keinen falschen Spot. Wie du sie einschätzt, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Und wenn du gerade erst anfängst, hilft dir Planespotting für Einsteiger.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
flynas im saudischen Markt
Wer flynas einordnen will, sollte den Markt kennen. In Saudi-Arabien gibt es inzwischen vier große Namen:
| Airline | Rolle | Flotte (grob) |
|---|---|---|
| Saudia | Staatliche Netzwerk-Airline mit Drehkreuzen in Dschidda und Riad | Airbus und Boeing, Kurz- bis Langstrecke |
| flyadeal | Low-Cost-Tochter der Saudia Group | Airbus A320-Familie |
| flynas | Eigenständige Low-Cost-Airline | Airbus A320neo, wenige A320ceo und A330 |
| Riyadh Air | Neue Netzwerk-Airline aus Riad | Großraumjets und Schmalrumpfjets im Aufbau |
Innerhalb der Golfregion ist flynas eher mit Low-Cost-Airlines wie Air Arabia aus Sharjah vergleichbar als mit den großen Netzwerk-Airlines, deren Modell der Artikel Emirates, Qatar Airways, Etihad erklärt. Mit Partnern wie Turkish Airlines, Etihad oder Gulf Air arbeitet flynas laut gängigen Übersichten über Codeshares zusammen – ohne Mitglied einer Allianz zu sein.
Mit flynas Syria hat die Airline zudem einen Ableger außerhalb Saudi-Arabiens. Wie groß diese Gesellschaft wird und mit welchen Flugzeugen sie fliegt, ist zum Stand Oktober 2026 noch nicht absehbar.
Häufige Verwechslungen
- flynas und flyadeal verwechseln – beide sind saudisch, beide fliegen Airbus. Code und Schriftzug entscheiden.
- Nach „FLYNAS“ im Tracker suchen – der ICAO-Code lautet KNE, nicht FNS oder ähnlich.
- A320ceo als A320neo notieren – die vier älteren Maschinen erkennst du an den kleineren Triebwerken.
- Mietflugzeuge als flynas-Flotte zählen – Flugzeuge im Wet-Lease gehören zum Betreiber, nicht zu flynas.
- Die Europa-Flüge für ganzjährig halten – viele Ziele sind reine Sommerstrecken.
- flynas für eine Netzwerk-Airline halten – die Airline setzt auf Direktverbindungen von mehreren Basen und gehört keiner Allianz an.
flynas im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne HZ-Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
flynas ist die Airline, mit der Saudi-Arabien das Billigflieger-Modell kennengelernt hat. Aus Nas Air mit ihrer bunten Anfangsflotte ist eine fast reine A320neo-Airline geworden, die mit A321neo und A330-900 vor dem nächsten Wachstumsschritt steht. Für Spotter in Mitteleuropa ist flynas vor allem ein Sommergast – wer Wien, Salzburg oder Berlin im Blick hat und auf dem Tracker nach KNE sucht, hat gute Chancen auf ein seltenes Motiv.
Kurzfazit
flynas (IATA XY, ICAO KNE) ist Saudi-Arabiens erste Low-Cost-Airline mit fast reiner A320neo-Flotte. In Europa siehst du sie vor allem im Sommer, in Saudi-Arabien prägen zusätzlich die Pilgerflüge das Geschäft.
Zusammenfassung
- flynas erkennst du am Schriftzug in Kleinbuchstaben, am HZ-Kennzeichen und daran, dass fast jede Maschine ein A320neo ist.
- Spannend für Spotter in Mitteleuropa sind die saisonalen Flüge im Sommer – etwa nach Wien, Salzburg oder Berlin.
- Die zwei A330-300 sind die Raritäten der Flotte; mit der Auslieferung der A330-900 kommen neue Großraumjets dazu.
- Rund um die Pilgersaison lohnt sich der Blick auf Tracker: Dann treten häufiger auch gemietete Flugzeuge anderer Betreiber unter flynas-Flugnummer auf.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat flynas?
Der IATA-Code von flynas ist XY, der ICAO-Code KNE. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „FLYNAS“. Auf Flugtrackern taucht deshalb meist KNE auf, auf der Anzeigetafel dagegen die XY-Flugnummer.
Woher kommt der Name flynas?
Die Airline startete 2007 als Nas Air, als Tochter des saudischen Unternehmens National Air Services. Im November 2013 folgte die Umbenennung in flynas. „NAS“ steckt also bis heute im Namen.
Welche Flugzeuge fliegt flynas?
Nur Airbus. Laut Airbus und flynas bestand die Flotte im August 2026 aus 68 Flugzeugen: 62 A320neo, 4 ältere A320ceo und 2 A330-300. Bestellt sind außerdem unter anderem 56 A321neo und 20 A330-900 – insgesamt 235 feste Bestellungen bei Airbus.
Gehört flynas zu einer Allianz?
Nein. flynas ist in keiner der drei großen Allianzen Mitglied. Die Airline arbeitet stattdessen über einzelne Codeshare-Abkommen mit anderen Airlines zusammen, darunter laut gängigen Übersichten Turkish Airlines, Etihad, Gulf Air, Pegasus und Ethiopian Airlines.
Fliegt flynas nach Deutschland oder Österreich?
Ja, vor allem saisonal. Wien bedient flynas seit 2018 ab Riad, zunächst als Sommerziel, Salzburg ist ebenfalls ein saisonales Ziel. Seit September 2024 verbindet flynas zudem Dschidda mit Berlin BER. Weil sich der Flugplan von Saison zu Saison ändert, prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan des Flughafens.
Was hat flynas mit dem Hadsch zu tun?
Dschidda und Medina sind die Tore zu den heiligen Stätten in Mekka und Medina. flynas hat dort Basen und befördert Pilger zum Hadsch und zur Umra – auch aus dem Ausland. In der Airbus-Mitteilung zur Bestellung von 2026 nennt flynas die Pilgerreisen ausdrücklich als einen Treiber für das Wachstum.
Was ist flynas Syria?
flynas Syria ist ein Ableger von flynas in Syrien. Laut Airbus und flynas dienen die Bestellungen von 2026 auch dem Ausbau dieser Gesellschaft. Wie sich die Flotte dort entwickelt, ist zum Stand Oktober 2026 noch offen.
Wie unterscheide ich flynas von flyadeal?
Beide sind saudische Low-Cost-Airlines mit Airbus-Flotte. flyadeal gehört aber zur staatlichen Saudia Group, flynas ist ein eigenständiges Unternehmen. Am sichersten ist der Code: flynas fliegt mit XY bzw. KNE, flyadeal mit eigenen Codes. Auch Schriftzug und Farben am Leitwerk unterscheiden sich deutlich.
flynas im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
flyadeal
Die Low-Cost-Tochter von Saudia aus Dschidda: seit 2017 in der Luft, reine Airbus-A320-Familie mit wachsendem neo-Anteil, Basen in Dschidda, Riad und Dammam – und erste Großraumjets ab 2027 bestellt.
NetzwerkSaudia
Die nationale Airline Saudi-Arabiens aus Dschidda: SkyTeam-Mitglied seit 2012, Langstrecke mit Boeing 777-300ER, 787 und Airbus A330, Kurz- und Mittelstrecke mit der A320-Familie – und regelmäßig zu Gast in Frankfurt, München und Wien.
NetzwerkRiyadh Air
Die junge Netzwerk-Airline aus Riad: gegründet vom saudischen Staatsfonds PIF, regulärer Linienbetrieb seit Juni 2026 mit Boeing 787-9, Bestellungen für A321neo und A350-1000 – und in Europa vor allem in London, Manchester, Madrid und ab Dezember 2026 Mailand zu sehen.
Low-CostAir Arabia
Die Low-Cost-Pionierin der arabischen Welt: Air Arabia fliegt ab Sharjah ausschließlich Airbus A320 und A321, hat Töchter in drei Ländern und landet seit Dezember 2025 auch in München.
FerienfliegerSmartwings
Tschechiens größte Airline aus Prag: früher Travel Service, heute Charter- und Linienflieger mit Boeing-737-Flotte, A220 in Czech-Airlines-Farben und seit Oktober 2026 Teil der Pegasus-Gruppe.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
Wo du flynas vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Salzburg
Die Besucherterrasse am Terminal 1 ist der einfachste Einstieg ins Spotting in Salzburg: kostenlos, mit dem Obus erreichbar und mit Blick über das Vorfeld auf die Piste 15/33, den Hangar-7 und die Salzburger Berge. An Winter-Samstagen wird sie zum Treffpunkt der Szene.
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