Das Wichtigste in Kürze
- Swoop war die Ultra-Low-Cost-Tochter von WestJet mit Sitz in Calgary – angekündigt 2017, Flugbetrieb von Juni 2018 bis Oktober 2023.
- Codes: IATA WO, ICAO WSW, Rufzeichen „SWOOP“.
- Die Flotte bestand nur aus Boeing 737: zum Schluss zehn 737-800 und sechs 737 MAX 8.
- Statt der großen Drehkreuze setzte Swoop anfangs auf günstigere Flughäfen wie Hamilton und Abbotsford.
- Das Ende kam über einen Pilotentarif: Nach dem Tarifabschluss mit der Pilotengewerkschaft ALPA integrierte WestJet Swoop bis Ende Oktober 2023.
- Die Flugzeuge fliegen weiter – heute bei WestJet, nach und nach in WestJet-Farben.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Swoop im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Warum WestJet eine Billigtochter gründete
- 4.Das Streckennetz: Kanada, USA und die Sonne
- 5.Die Flotte: nur Boeing 737
- 6.Woran du Swoop erkennst
- 7.Kanadas Billigflug-Boom und Swoops Rolle darin
- 8.Streit um die Piloten
- 9.Das Ende: Rückkehr in die WestJet-Familie
- 10.Ex-Swoop-Flugzeuge heute spotten
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | WO |
|---|---|
| ICAO-Code | WSW |
| Rufzeichen | SWOOP |
| Drehkreuze | YHM, YEG, YWG, YYZ |
| Status | Historisch – letzter Flugtag am 28. Oktober 2023, danach in WestJet integriert |
| Geschäftsmodell | Ultra-Low-Cost-Airline mit Punkt-zu-Punkt-Verkehr, reine Economy-Bestuhlung, Zusatzleistungen gegen Aufpreis |
| Sitz | Calgary, Alberta, Kanada |
| Muttergesellschaft | WestJet (WestJet Group) |
| Angekündigt | 27. September 2017 |
| Erster Flug | 20. Juni 2018, Hamilton (YHM)–Abbotsford (YXX) mit einer Boeing 737-800 |
| Basen | Hamilton als erste Basis, dazu Edmonton und Winnipeg; ab Oktober 2020 Toronto Pearson statt Hamilton als Basis im Osten |
| Flotte zum Schluss | 16 Flugzeuge: 10 Boeing 737-800 und 6 Boeing 737 MAX 8, alle an WestJet übergegangen |
| Bilanz laut Swoop | Knapp 7 Millionen Fluggäste auf mehr als 40.000 Flügen |
| Markenzeichen | Pinkfarbenes Leitwerk mit weißer Linie und Flugzeugsilhouette, großes „Swoop“-Logo am Rumpf |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Swoop?
- Leitwerk in Pink mit weißer Linie, die in eine kleine Flugzeugsilhouette mündet
- Großes „Swoop“-Logo quer über den Rumpf
- Pinke Winglets mit weißem Streifen, passend zum Leitwerk
- Name des Flugzeugs in Pink unter den Cockpitfenstern – die erste Maschine hieß „#Hamilton“
- Ausschließlich Boeing 737: 737-800 und ab 2022 737 MAX 8
- Kanadisches Kennzeichen mit C-; die Maschine des letzten Flugtags war C-FONK
Pinkes Leitwerk, riesiger Schriftzug, Boeing 737: Swoop war zwischen 2018 und 2023 einer der auffälligsten Farbtupfer auf kanadischen Vorfeldern. Hinter der frechen Optik stand ein ernsthafter Versuch von WestJet, mit einer eigenen Billigmarke den Ultra-Low-Cost-Markt in Kanada zu besetzen. Nach gut fünf Jahren war das Experiment vorbei – die Flugzeuge aber fliegen weiter. Diese Seite zeigt dir, was Swoop war, warum die Marke verschwand und wie du die Ex-Swoop-Jets heute einordnest.
Auch historische Airlines gehören in den Hangar
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – so landet auch deine alte Swoop-737 sauber sortiert in deiner Sammlung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Swoop im Überblick
Swoop war eine kanadische Ultra-Low-Cost-Airline und eine hundertprozentige Tochter von WestJet. Sitz der Gesellschaft war Calgary, wo auch die Mutter zu Hause ist. Angekündigt wurde die neue Marke am 27. September 2017, der Ticketverkauf startete am 1. Februar 2018, und am 20. Juni 2018 hob der erste Flug ab: von Hamilton in Ontario nach Abbotsford in British Columbia, mit einer Boeing 737-800.
Die Idee war klar: Fluggäste, die vor allem auf den Preis schauen, sollten nicht zu fremden Billigfliegern abwandern. Swoop bot dafür einen nackten Grundtarif an – Gepäck, Sitzplatzwahl und andere Extras kosteten extra. Die Kabine war reine Economy, Umsteigeverbindungen gab es nicht. Jeder Flug war ein Direktflug von A nach B.
Am 28. Oktober 2023 war der letzte Flugtag. Seitdem gibt es Swoop nicht mehr als eigene Airline, Flugzeuge, Strecken und Mitarbeitende gingen zurück an WestJet.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code WO: stand in den Swoop-Flugnummern, etwa beim letzten Abflug ab Toronto, WO638 nach Cancún.
- ICAO-Code WSW: erschien im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen SWOOP: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.
Wenn du in alten Tracker-Aufzeichnungen, Flugplänen oder Foto-Datenbanken stöberst, sind diese Codes der schnellste Weg zu Swoop-Flügen. Seit Ende Oktober 2023 laufen die gleichen Flugzeuge unter dem WestJet-Code WS bzw. WJA. Warum Airlines zwei verschiedene Codes haben, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.
Warum WestJet eine Billigtochter gründete
WestJet selbst war 1996 als Low-Cost-Airline gestartet, hatte sich aber über die Jahre zu einer Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Calgary, Premium-Angebot und Langstrecke entwickelt. Damit war Platz für neue Billigkonkurrenz entstanden – genau die Lücke, die Swoop füllen sollte, bevor es andere taten.
Das Muster kennst du aus Europa und den USA: Etablierte Airlines gründen eine günstigere Marke mit eigener Kostenstruktur, um preissensible Kundschaft zu halten. Die Kernelemente des Modells – einheitliche Flotte, dichte Bestuhlung, kurze Bodenzeiten, Zusatzerlöse – beschreibt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren. Vorbild für das Punkt-zu-Punkt-Prinzip mit reiner 737-Flotte war in Nordamerika seit Jahrzehnten Southwest Airlines, in Europa ist es Ryanair.
Ursprünglich sollte Swoop schon Ende 2017 abheben. Der Start verschob sich auf Juni 2018, weil WestJet für die neue Marke auf ein günstigeres Buchungssystem umstieg.
Sekundärflughäfen statt Drehkreuz
Statt der großen und teuren Flughäfen setzte Swoop anfangs bewusst auf kleinere Plätze. Hamilton in Ontario wurde erste Basis und damit Swoops Tor zum Großraum Toronto. Im Westen spielte Abbotsford im Fraser Valley eine ähnliche Rolle für den Raum Vancouver. Dazu kamen Edmonton und Winnipeg, ab denen Swoop seit dem 25. Juni 2018 flog.
Das Startnetz war überschaubar: Hamilton–Abbotsford, Hamilton–Halifax, Hamilton–Edmonton und Hamilton–Winnipeg, im Sommer 2018 ergänzt um Verbindungen wie Edmonton–Abbotsford und Winnipeg–Abbotsford. Im Oktober 2020 verlegte Swoop seine Basis im Osten dann von Hamilton an den Großflughafen Toronto Pearson.
Alte Flugpläne als Spotter-Quelle
Wer in Fotoarchiven nach Swoop sucht, wird vor allem in Hamilton (YHM), Abbotsford (YXX), Edmonton (YEG), Winnipeg (YWG) und Toronto (YYZ) fündig – und im Winter an Sonnenzielen in den USA, Mexiko und der Karibik.
Das Streckennetz: Kanada, USA und die Sonne
Nach dem Inlandsstart wuchs Swoop schnell nach Süden. Ende Oktober 2018, nach etwas Verzögerung wegen ausstehender US-Genehmigungen, begannen Flüge in die USA. Typische Ziele waren Las Vegas, Orlando, Tampa, Fort Lauderdale und Phoenix-Mesa, später kam San Diego als Sommerziel hinzu. Im Winter 2018/19 folgten Mexiko und die Karibik mit Cancún, Puerto Vallarta, Mazatlán und Montego Bay, ab Herbst 2019 auch Los Cabos.
Im Inland wurde das Netz ebenfalls dichter: London (Ontario), Kelowna, Victoria und Kamloops kamen hinzu, an der Ostküste St. John’s, Charlottetown und Moncton. Insgesamt bediente Swoop zeitweise mehr als 30 Ziele in Kanada, den USA, Mexiko und der Karibik.
Für Pauschalreisen arbeitete Swoop mit der Sunwing Travel Group zusammen, die Urlaubspakete mit Swoop-Flügen ab Hamilton, Abbotsford, Winnipeg und Edmonton verkaufte. Interessant im Rückblick: Die Ferienairline Sunwing wurde später selbst Teil der WestJet Group – und ebenfalls in WestJet aufgelöst.
| Phase | Zeitraum | Was passierte |
|---|---|---|
| Ankündigung | September 2017 | WestJet stellt die Billigmarke Swoop vor |
| Erstflug | 20. Juni 2018 | Hamilton–Abbotsford mit einer 737-800 |
| USA | ab Ende Oktober 2018 | Las Vegas, Orlando, Tampa, Fort Lauderdale, Phoenix-Mesa |
| Mexiko und Karibik | Winter 2018/19 | Cancún, Puerto Vallarta, Mazatlán, Montego Bay |
| Neue Flugzeuge | ab 2022 | Sechs Boeing 737 MAX 8 ergänzen die 737-800 |
| Integrationsbeschluss | 9. Juni 2023 | WestJet kündigt die Rückführung in den Mainline-Betrieb an |
| Letzter Flugtag | 28. Oktober 2023 | WO638 Toronto–Cancún und zurück mit C-FONK |
Die Flotte: nur Boeing 737
Swoop startete mit zwei Boeing 737-800. Die Boeing 737-800 war das Rückgrat der Flotte – bei Swoop mit 189 Sitzen in reiner Economy. Im Februar 2022 kündigte Swoop dann sechs Boeing 737 MAX 8 an, die ab Sommer 2022 in die Flotte kamen.
Zum Ende des Flugbetriebs sah die Flotte so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | 10 | 189 | Klassische 737 Next Generation, Typcode B738 |
| Boeing 737 MAX 8 | 6 | keine gesicherte Angabe | Neue Generation, Typcode B38M |
Alle 16 Flugzeuge gingen an WestJet über. Hersteller beider Typen ist Boeing. Wie du eine 737-800 sicher von einer MAX 8 trennst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Das auffälligste Merkmal sind die größeren Triebwerke der MAX mit gezackter Hinterkante an der Schubdüse. Welche Kürzel die Tracker dafür anzeigen, erklärt der Artikel zu ICAO-Typcodes.
Ex-Swoop-Kennzeichen im Blick
Leg Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen an und lass dich benachrichtigen, wenn die Maschine anfliegt oder landet – praktisch, um die früheren Swoop-737 bei WestJet aufzuspüren. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Swoop erkennst
Die Swoop-Bemalung war bewusst laut und hob sich klar vom zurückhaltenden WestJet-Design ab. Auf Fotos aus den Jahren 2018 bis 2023 erkennst du sie an diesen Merkmalen:
- Pinkes Leitwerk mit einer weißen Linie, die in eine kleine Flugzeugsilhouette ausläuft.
- Großes „Swoop“-Logo quer über den weißen Rumpf – kaum zu übersehen, auch aus großer Entfernung.
- Pinke Winglets mit weißem Streifen, innen wie außen im Stil des Leitwerks.
- Ein Flugzeugname in Pink unter den Cockpitfenstern auf beiden Seiten. Die erste Maschine trug zum Beispiel den Namen „#Hamilton“ – zu Ehren der ersten Basis.
Dazu kommt die Technik: Eine Swoop-Maschine war immer eine Boeing 737 mit kanadischem Kennzeichen, das mit C- beginnt. Wie kanadische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Kanada hatte in dieser Zeit gleich mehrere auffällig lackierte Billigflieger mit Boeing 737. Flair Airlines fliegt in auffälligem Grün, Lynx Air war in Lila unterwegs. Pink mit großem Swoop-Schriftzug ist eindeutig Swoop.
Kanadas Billigflug-Boom und Swoops Rolle darin
Swoop war nicht allein. In den Jahren nach dem Start wurde Kanadas Billigflugmarkt so lebhaft wie nie zuvor. Flair Airlines richtete sich als unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline neu aus, 2022 kam Lynx Air hinzu. Air Canada antwortete auf die Freizeitnachfrage mit ihrer Tochter Air Canada Rouge, die allerdings eher als Ferienmarke als als echter Billigflieger auftritt.
Für WestJet war Swoop damit ein Schutzschild: Die Billigtochter sollte die Konkurrenz auf deren eigenem Feld angreifen, ohne die Preise der Mainline-Marke zu beschädigen. Trotz erheblicher Einsparungen bei den Personalkosten gelang es Swoop aber nicht, dauerhaft profitabel zu fliegen.
Im Rückblick zeigt das Trio Swoop, Lynx und Flair, wie schwierig der kanadische Markt für Billigflieger ist: große Distanzen, wenige Ballungsräume, harte Winter und eine starke Konkurrenz durch zwei etablierte Airlines. Swoop wurde 2023 integriert, Lynx Air stellte 2024 den Betrieb ein – nur Flair blieb als unabhängiger Billigflieger übrig.
Streit um die Piloten
Ein Kernpunkt des Swoop-Modells waren niedrigere Personalkosten als bei WestJet. Das führte früh zu Konflikten. Swoop warb nicht gewerkschaftlich organisierte Piloten aus dem Ausland an, was die Pilotengewerkschaft ALPA (Air Line Pilots Association) mit einer Art Rekrutierungssperre beantwortete. WestJet reichte dagegen Beschwerde wegen unfairer Arbeitspraktiken ein.
Beigelegt wurde der Streit, als ALPA die Sperre zurücknahm. Im März 2019 stellte die kanadische Arbeitsbehörde Canada Industrial Relations Board fest, dass Swoop und WestJet als ein einziger Arbeitgeber gelten. Damit gehörten die Piloten beider Marken zur selben Tarifeinheit – und der Kostenvorsprung der Billigtochter war auf Dauer schwer zu halten.
Das Ende: Rückkehr in die WestJet-Familie
Am 9. Juni 2023 kündigte WestJet an, Swoop vollständig in den Mainline-Betrieb zu integrieren. Anlass war ein neuer Tarifvertrag mit ALPA, der WestJet verpflichtete, Swoop-Strecken und -Flugzeuge bis Oktober 2023 zu übernehmen. Die Basen schlossen nacheinander: Edmonton und Winnipeg am 20. Oktober, Toronto am 25. Oktober 2023.
Der 28. Oktober 2023 wurde zum letzten Flugtag. Als vorletzter Swoop-Flug überhaupt startete WO638 am Nachmittag in Toronto Pearson nach Cancún, durchgeführt von der 737-800 C-FONK. Der Rückflug derselben Maschine landete kurz nach Mitternacht in Toronto und war damit der letzte Swoop-Flug. Laut Swoop hatte die Airline in rund fünf Jahren knapp sieben Millionen Fluggäste auf mehr als 40.000 Flügen befördert. Am 30. Oktober 2023 meldete WestJet die Integration als abgeschlossen.
WestJet kündigte an, die ehemaligen Swoop-Flugzeuge umzurüsten: Statt reiner Economy sollen sie eine Premium-Kabine und Preferred-Sitze bekommen – also das normale WestJet-Produkt.
Juni 2023
Tarifabschluss mit ALPA, WestJet kündigt die Integration an.
20. und 25. Oktober
Die Basen Edmonton, Winnipeg und Toronto werden geschlossen.
28. Oktober
Letzter Flugtag: WO638 nach Cancún und zurück mit C-FONK.
30. Oktober
WestJet meldet die Integration als abgeschlossen.
Ex-Swoop-Flugzeuge heute spotten
Swoop als Airline ist Geschichte, die Flugzeuge sind es nicht. Die zehn 737-800 und sechs 737 MAX 8 fliegen heute für WestJet und werden nach und nach in die WestJet-Farben umlackiert. Zeitweise waren einige Maschinen noch in Swoop-Optik unterwegs – solche Übergangslackierungen sind für Sammler besonders reizvoll, aber mit jedem Jahr seltener. Ob ein bestimmtes Flugzeug inzwischen umlackiert ist, prüfst du am besten über ein aktuelles Foto oder über den Tracker.
Der sicherste Weg zu den Ex-Swoop-Jets führt über das Kennzeichen. Kennst du die Registrierung einer früheren Swoop-Maschine wie C-FONK, kannst du sie gezielt verfolgen – wie das funktioniert, zeigt der Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen. Wer Besonderheiten wie alte Farbreste oder Übergangsbemalungen jagt, findet Tipps unter Special Liveries finden und zur Dokumentation unter Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Für Spotter in Deutschland bleibt die Chance gering: Swoop flog nie nach Europa. Ehemalige Swoop-737 begegnen dir deshalb am ehesten auf Reisen nach Kanada, in die USA, nach Mexiko oder in die Karibik.
Gute Chancen auf Ex-Swoop-Jets, wenn …
- du in Kanada an einem WestJet-Flughafen wie Toronto Pearson spottest
- du im Winter an Sonnenzielen in Mexiko oder der Karibik unterwegs bist
- du gezielt nach bekannten Kennzeichen suchst
Prüf es vorher, wenn …
- du hoffst, noch eine Maschine in Swoop-Farben zu erwischen
- du nach älteren Spotterberichten aus den Jahren bis 2023 planst
Kaum eine Chance, wenn …
- du in Deutschland oder Europa nach Swoop suchst
Häufige Verwechslungen
- WO für eine andere Airline halten – in den Jahren 2018 bis 2023 gehörte der IATA-Code WO zu Swoop.
- Swoop für eine eigenständige Airline halten – Swoop war von Anfang bis Ende eine Tochter von WestJet.
- Pinke kanadische 737 mit Flair oder Lynx verwechseln – Flair ist grün, Lynx war lila, Swoop pink mit großem Schriftzug.
- Ex-Swoop-Jets als neue WestJet-Bestellung notieren – viele WestJet-737 haben eine Swoop-Vergangenheit, das Kennzeichen verrät es.
- Swoop-Fotos in Europa erwarten – die Airline flog nur in Nordamerika, Mexiko und der Karibik.
Kanadas Billigflieger sammeln
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Fazit
Swoop war WestJets Versuch, den kanadischen Billigflugmarkt mit einer eigenen, knallig lackierten Marke zu besetzen. Mit Sekundärflughäfen wie Hamilton und Abbotsford, reiner 737-Flotte und Direktflügen in die Sonne setzte die Airline das Ultra-Low-Cost-Modell konsequent um. Am Ende scheiterte sie an der Kostenfrage: Als die Piloten beider Marken unter einen Tarif fielen, holte WestJet Swoop zurück. Für Spotter bleibt ein abgeschlossenes Kapitel – und 16 Boeing 737, deren Kennzeichen die Geschichte weitertragen.
Kurzfazit
Swoop (IATA WO, ICAO WSW) war von 2018 bis 2023 die Ultra-Low-Cost-Tochter von WestJet mit pinkem Leitwerk und reiner Boeing-737-Flotte. Seit Oktober 2023 fliegen ihre 16 Flugzeuge für WestJet.
Zusammenfassung
- Swoop erkennst du auf alten Fotos sofort am pinken Leitwerk und am riesigen Swoop-Schriftzug auf einer Boeing 737.
- Die Airline war WestJets Antwort auf die Billigkonkurrenz in Kanada und flog Punkt-zu-Punkt ohne Umsteigeverbindungen.
- Nach gut fünf Jahren und ohne nachhaltigen Gewinn holte WestJet Flugzeuge, Strecken und Personal 2023 zurück in den Mainline-Betrieb.
- Für Spotter lebt Swoop in den Kennzeichen weiter: Die 16 Ex-Swoop-737 gehören heute zur WestJet-Flotte.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Swoop?
Swoop flog mit dem IATA-Code WO und dem ICAO-Code WSW. Im Funk meldete sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SWOOP“. Seit dem Ende des Flugbetriebs im Oktober 2023 laufen die Flüge unter WestJet-Code WS.
Gibt es Swoop noch?
Nein. Der letzte Flugtag von Swoop war der 28. Oktober 2023. Am 30. Oktober 2023 meldete WestJet die Integration als abgeschlossen. Swoop existiert seitdem nicht mehr als eigene Airline, Flugzeuge und Strecken gehören zu WestJet.
Warum wurde Swoop eingestellt?
Auslöser war der Tarifvertrag zwischen WestJet und der Pilotengewerkschaft ALPA, die die Piloten beider Airlines vertrat. Mit dem im Juni 2023 ratifizierten Abschluss verpflichtete sich WestJet, Swoop bis Oktober 2023 in den Mainline-Betrieb zu übernehmen. Ein Billigableger lohnt sich kaum, wenn seine Piloten ähnlich bezahlt werden wie die der Mutter – und nachhaltige Gewinne hatte Swoop nicht erzielt.
Welche Flugzeuge flog Swoop?
Nur Boeing 737. Zum Start 2018 kamen zwei Boeing 737-800, zum Schluss bestand die Flotte aus zehn 737-800 und sechs 737 MAX 8. Alle 16 Flugzeuge gingen an WestJet über.
Wohin flog Swoop?
Begonnen hat Swoop mit Inlandsstrecken ab Hamilton nach Abbotsford, Halifax, Edmonton und Winnipeg. Ab Ende Oktober 2018 kamen Ziele in den USA wie Las Vegas, Orlando, Tampa, Fort Lauderdale und Phoenix-Mesa hinzu, danach Mexiko und die Karibik, etwa Cancún, Puerto Vallarta, Montego Bay und Los Cabos. Nach Europa flog Swoop nie.
Kann ich ehemalige Swoop-Flugzeuge heute noch sehen?
Ja, als WestJet-Maschinen. Die 737-800 und 737 MAX 8 von Swoop fliegen heute für WestJet, und WestJet lackiert sie in die eigenen Farben um. Ob ein bestimmtes Kennzeichen noch Swoop-Spuren trägt, verrät dir am schnellsten ein aktuelles Foto oder ein Blick auf den Tracker. Am ehesten triffst du sie in Kanada und an Urlaubszielen in den USA, Mexiko und der Karibik.
Was hatte Swoop mit Sunwing zu tun?
Swoop arbeitete mit der Sunwing Travel Group zusammen, die Pauschalreisen mit Swoop-Flügen ab Hamilton, Abbotsford, Winnipeg und Edmonton anbot. Später gehörte auch die Sunwing-Airline zur WestJet Group und wurde ihrerseits in WestJet integriert.
Swoop im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
Weitere Airlines
WestJet
Kanadas zweitgrößte Airline aus Calgary: als Low-Cost-Airline gestartet, heute mit Boeing 787-9 auf der Langstrecke, großer 737-Flotte und Dash-8-Turboprops bei WestJet Encore.
Low-CostFlair Airlines
Neongrün, Schwarz und ein Hauch Lila: Flair Airlines ist Kanadas unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline mit einer kompakten Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und 737-800 – und eine bewegte Geschichte zwischen Charterflügen, NewLeaf und Leasing-Ärger.
Low-CostLynx Air
Historische Ultra-Low-Cost-Airline aus Calgary: hervorgegangen aus dem Charterflieger Enerjet, gestartet im April 2022 mit Boeing 737 MAX 8 – und nach knapp zwei Jahren im Februar 2024 am Ende.
FerienfliegerSunwing Airlines
Historische Ferienairline aus Toronto: Sunwing flog von 2005 bis 2025 mit Boeing 737 in die Sonne, schickte ihre Jets im Sommer nach Europa und ging nach der Übernahme durch WestJet in deren Flotte auf.
RegionalWestJet Encore
Die Regionaltochter von WestJet fliegt seit 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 – in WestJet-Farben, aber mit eigenem ICAO-Code WEN. Hier erfährst du, wie du die Turboprops aus Calgary sicher zuordnest.
FerienfliegerAir Canada Rouge
Die Ferientochter von Air Canada: Seit 2013 fliegt Rouge Sonnenziele in Karibik, Mexiko und USA an. Früher kam sie mit Boeing 767 nach Europa, heute steckt sie mitten im Umstieg von Airbus auf die Boeing 737 MAX 8.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Toronto Pearson
Kanadas größter Flughafen und wichtigstes Drehkreuz von Air Canada: fünf Bahnen in drei Richtungen am Rand von Mississauga, zwei Terminals, ein Mix aus 777, 787, E195-E2 und Dash 8 – und Winter, in denen die Enteisungsanlage zum Motiv wird.
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