Das Wichtigste in Kürze
- Air North ist die Airline des Yukon mit Sitz und Drehkreuz in Whitehorse, gegründet 1977.
- Codes: IATA 4N, ICAO ANT, Rufzeichen „AIR NORTH“.
- Die Eigentümer sitzen im Territorium: Gründer Joe Sparling, die Vuntut Development Corporation der Vuntut Gwitchin First Nation und tausende Yukoner als Kleinaktionäre.
- Gemischte Flotte: ATR 42 für Nordstrecken wie Old Crow, Boeing 737-400, -500 und -800 für Vancouver, Calgary, Edmonton und weitere Ziele im Süden.
- Für Spotter ein Klassiker-Betreiber: Die 737 Classic ist bei Air North weiter im Liniendienst – in Europa ist sie im Passagierverkehr kaum noch zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air North im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Wem gehört Air North?
- 4.Die Flotte: ATR 42 und dreimal Boeing 737
- 5.Von der DC-3 zur 737-800: die Flottengeschichte
- 6.Woran du Air North erkennst
- 7.Das Streckennetz
- 8.Air North spotten: Whitehorse und Westkanada
- 9.Air North im kanadischen Markt
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | 4N |
|---|---|
| ICAO-Code | ANT |
| Rufzeichen | AIR NORTH |
| Drehkreuze | YXY |
| Geschäftsmodell | Regionale Linien-, Charter- und Frachtairline mit Schwerpunkt Yukon und Westkanada |
| Sitz und Drehkreuz | Whitehorse, Yukon – Erik Nielsen Whitehorse International Airport (YXY) |
| Gegründet | 1977 von Joe Sparling und Tom „Ace“ Wood als Air North Charter and Training |
| Eigentümer | Yukoner: Firmengründer Joe Sparling, die Vuntut Development Corporation der Vuntut Gwitchin First Nation und viele Kleinaktionäre aus dem Territorium |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Air North, Stand Oktober 2026) | 11 Flugzeuge: 2 Boeing 737-800, 1 Boeing 737-400, 4 Boeing 737-500, 3 ATR 42 für Passagiere, 1 ATR 42 als Frachter |
| Markenzeichen | Weißer Rumpf, orangefarbenes Leitwerk mit weißem „Yukon“-Schriftzug |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air North?
- Orangefarbenes Leitwerk mit geschwungenem weißem „Yukon“-Schriftzug
- Weißer Rumpf mit „Air North“ und dem Zusatz „Yukon’s Airline“
- Zwei Welten in einer Flotte: ATR 42 mit Propellern für den Norden, Boeing 737 für die Strecken in den Süden
- Bei der 737 oft Classic-Generation (737-400/-500) mit den typisch abgeflachten Triebwerkseinläufen
- Kanadisches Kennzeichen mit C-; auf dem Tracker steht der ICAO-Code ANT
Wer an Kanada denkt, denkt an Air Canada und WestJet. Doch ganz im Nordwesten, zwischen Alaska und den Northwest Territories, fliegt eine Airline, die so eng mit ihrer Region verwachsen ist wie kaum eine andere: Air North, Yukon’s Airline. Sie gehört Menschen aus dem Territorium, fliegt Propellermaschinen in Orte ohne Straßenanschluss und hält eine 737-Generation im Liniendienst, die anderswo längst verschwunden ist. Hier erfährst du, woran du sie erkennst und was ihre Flotte für Spotter so spannend macht.
Seltene 737 Classic im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Air-North-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air North im Überblick
Air North ist eine kanadische Regionalairline mit Sitz in Whitehorse, der Hauptstadt des Yukon. Gegründet haben sie 1977 Joe Sparling und Tom „Ace“ Wood – damals unter dem Namen Air North Charter and Training. Am Anfang standen Charterflüge für die Bergbauindustrie und Flugschulbetrieb, also genau das, was eine dünn besiedelte Region voller Minen und ohne dichtes Straßennetz braucht.
Aus dem kleinen Charterbetrieb wurde über die Jahrzehnte eine Linienairline mit Jets. Heute verbindet Air North Whitehorse mit den Gemeinden im Norden und mit den großen Städten in British Columbia und Alberta. Ihr Drehkreuz ist der Erik Nielsen Whitehorse International Airport (IATA YXY). Nach eigenen Angaben beschäftigt die Airline knapp 500 Menschen und gehört damit zu den großen privaten Arbeitgebern im Territorium.
Anders als Air Canada oder WestJet ist Air North in keiner Allianz. Das Geschäftsmodell ist ein anderes: Die Airline versteht sich als Lebensader des Yukon – für Passagiere, aber auch für Fracht, Post und Treibstoff.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 4N: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code ANT: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR NORTH: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Achtung, Verwechslungsgefahr: Der Name „Air North“ ist nicht einzigartig. Andere, nicht verwandte Gesellschaften haben ähnlich geklungen. Sicherer als der Name sind deshalb Code und Kennzeichen – kanadische Flugzeuge tragen ein Kennzeichen, das mit C- beginnt. Wie du Registrierungen richtig liest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Wem gehört Air North?
Die Eigentümerstruktur ist das, was Air North von fast allen anderen Airlines unterscheidet. Die Gesellschaft beschreibt sich als vollständig im Besitz von Yukonern. Drei Gruppen spielen dabei eine Rolle:
- Joe Sparling, Mitgründer und langjähriger Chef, hält den größten Anteil.
- Die Vuntut Development Corporation (VDC) ist der wirtschaftliche Arm der Vuntut Gwitchin First Nation aus Old Crow, der nördlichsten Gemeinde des Yukon. Nach gängigen Angaben liegt knapp die Hälfte der Anteile bei ihr. Ihr Kapital half Anfang der 2000er-Jahre beim Sprung zur Jet-Airline.
- Dazu kommen viele Einwohner des Territoriums als Kleinaktionäre. Laut Air North ist rund jeder fünfzehnte Yukoner entweder Anteilseigner oder Beschäftigter der Airline.
Für eine Region mit nur wenigen zehntausend Einwohnern ist das bemerkenswert: Die Airline gehört im wörtlichen Sinn den Menschen, die mit ihr fliegen.
Warum Old Crow so wichtig ist
Old Crow liegt nördlich des Polarkreises und hat keine Straßenanbindung. Der Flughafen mit seiner Schotterpiste ist die Verbindung zur Außenwelt. Dass ausgerechnet die First Nation dieses Ortes an der Airline beteiligt ist, zeigt, wie existenziell der Luftverkehr im hohen Norden ist.
Die Flotte: ATR 42 und dreimal Boeing 737
Air North betreibt eine bewusst zweigeteilte Flotte. Laut der Flottenübersicht der Airline sieht sie im Oktober 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | 2 | 174 | Längere Strecken in den Süden | Jüngster Typ der Flotte, mit Winglets |
| Boeing 737-400 | 1 | 156 | Strecken in den Süden | Einzelstück – lohnt den gezielten Blick |
| Boeing 737-500 | 4 | 122 | Jet-Strecken im Netz | Kurze Classic, im Linienverkehr selten geworden |
| ATR 42 (Passagiere) | 3 | 42 | Nordstrecken, z. B. Dawson City, Old Crow, Inuvik | Hochdecker mit zwei Propellern |
| ATR 42 (Fracht) | 1 | – | Lebensmittel, Post, Material | Reiner Frachter für die Versorgung des Nordens |
Die ATR 42 stammt vom französisch-italienischen Hersteller ATR. Air North setzt Exemplare der ersten Generation (Serie -300/-320) ein. Der robuste Hochdecker kommt mit kurzen und unbefestigten Pisten zurecht und passt damit genau zu Zielen wie Old Crow. Die neuere ATR 42-600 mit Glascockpit erkennst du von außen kaum – verlass dich auf Kennzeichen und Tracker.
Spannender für viele Spotter sind die Jets von Boeing. Die 737-500 und die 737-400 gehören zur Classic-Generation aus den 1980er- und 1990er-Jahren. In Europa sind sie im Passagierverkehr kaum noch zu finden, bei Air North fliegen sie weiterhin planmäßig. Die zwei 737-800 der Next Generation kamen 2024 dazu und übernehmen die längeren, stärker gebuchten Strecken.
Die 737-400 fehlt dir noch?
Setz einen Typ oder ein Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn die Maschine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Von der DC-3 zur 737-800: die Flottengeschichte
Die heutige Flotte ist das Ergebnis mehrerer Generationswechsel. Für Spotter, die sich für Luftfahrtgeschichte interessieren, lohnt der Blick zurück:
Charter-Anfänge
In den ersten Jahren flog Air North kleinere Typen, darunter Beech 18, de Havilland Beaver und Otter sowie Cessnas – typisches Buschflug-Material.
DC-3-Ära
Später gehörten auch Douglas DC-3 und DC-4 zur Flotte – Klassiker, die lange das Rückgrat des Verkehrs im Norden bildeten.
Erste Jets
2002 kaufte Air North – auch dank Investitionen der Vuntut Gwitchin – zwei Boeing 737-200 und flog damit erstmals mit Jets in den Süden.
Modernisierung
Ab 2010 folgten 737-400 und 737-500, 2017 ersetzten ATR 42 die HS 748, 2024 kamen die 737-800 dazu.
Ein Detail ist besonders bemerkenswert: Mit dem Wechsel 2017 endete bei Air North der Einsatz der Hawker Siddeley HS 748. Nach gängigen Angaben endete damit weltweit der planmäßige Passagierdienst mit dem britischen Turboprop. Auch die 737-200 hat Air North inzwischen ausgemustert – im Norden Kanadas war sie über Jahrzehnte typisch für Arktis-Airlines wie die historische First Air und Canadian North.
Woran du Air North erkennst
Die Bemalung ist schlicht und unverwechselbar: weißer Rumpf, orangefarbenes Leitwerk mit einem geschwungenen weißen „Yukon“-Schriftzug. Am Rumpf steht „Air North“, ergänzt um den Zusatz „Yukon’s Airline“. Bei Maschinen mit Winglets setzt sich das Orange dort fort.
Weil die Flotte so klein ist, lohnt sich bei jeder Sichtung der Blick aufs Kennzeichen – Grundlagen für den Einstieg liefert der Guide Planespotting für Einsteiger. Mit nur elf Flugzeugen kannst du die ganze Flotte realistisch komplettieren – ein Ziel, das bei großen Airlines kaum erreichbar ist.
Das spricht für die 737 Classic (-400/-500)
- Abgeflachte, „hamsterbackenartige“ Triebwerkseinläufe unten
- Die -500 wirkt deutlich kürzer und gedrungener
- Auf Trackern als B734 bzw. B735 geführt
Das spricht für die 737-800
- Größere Triebwerke, Rumpf sichtbar länger
- Hochgezogene Winglets mit orangefarbener Bemalung
- Auf Trackern als B738 geführt
Zwischen 737-400 und 737-500 unterscheidest du über die Länge: Die -400 ist die gestreckte Version mit deutlich mehr Rumpf vor und hinter dem Flügel, die -500 die kürzeste Classic. Da auch einige 737-500 Winglets tragen, ist das Winglet allein kein sicheres Merkmal.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern steht bei Air North meist das Rufzeichen mit ANT. Der ICAO-Typcode (B734, B735, B738, AT43) verrät dir schon vor der Landung, welche Maschine kommt. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Das Streckennetz
Das Netz folgt einer einfachen Logik: ATR in den Norden, Boeing in den Süden. Von Whitehorse aus erreichen die Turboprops Dawson City, Old Crow und Inuvik in den Northwest Territories. Die Jets fliegen nach Vancouver, Victoria und Kelowna in British Columbia sowie nach Calgary und Edmonton in Alberta. Yellowknife ist Knotenpunkt für Verbindungen weiter nach Osten; über Yellowknife fliegt Air North saisonal auch nach Ottawa und Toronto.
Dazu kommen Charterflüge sowie Frachtflüge in abgelegene Gemeinden. Air North hat außerdem neue Verbindungen angekündigt, darunter eine ganzjährige Strecke Yellowknife–Edmonton ab Dezember 2026 und eine saisonale Verbindung Vancouver–Kamloops ab Mai 2027. Weil sich das Netz mit den Jahreszeiten stark verändert, gilt: aktuellen Flugplan prüfen, bevor du losziehst.
Gute Chancen auf Air North, wenn …
- du in Whitehorse bist – dort ist Air North die prägende Airline
- du in Vancouver, Calgary oder Edmonton auf die Verbindungen in den Yukon achtest
- Sommer ist und der Tourismus im Norden die Nachfrage steigen lässt
Prüf es vorher, wenn …
- du auf eine Ost-Verbindung nach Ottawa oder Toronto hoffst – diese sind saisonal
- du gezielt die einzelne 737-400 oder den ATR-Frachter suchst
Eher kein Air-North-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – Air North fliegt im Linienverkehr nur innerhalb Kanadas
Air North spotten: Whitehorse und Westkanada
Der beste Ort für Air North ist natürlich Whitehorse. Der Flughafen hat zwei Hauptpisten, die längere misst knapp 2.900 Meter. Hier siehst du ATR und 737 nebeneinander, dazu WestJet, Charterverkehr und Buschflieger. Ein kurioses Fotomotiv steht auf dem Gelände: eine alte DC-3 der früheren Canadian Pacific Air Lines, die auf einem Sockel als riesige Wetterfahne dient.
Die Jets kannst du auch an den großen Flughäfen Westkanadas erwischen, vor allem in Vancouver, Calgary und Edmonton. Dort fällt das orangefarbene Leitwerk zwischen Air Canada und WestJet sofort auf. Die ATR 42 bleiben dagegen meist im Norden – wer sie sehen will, muss in den Yukon oder nach Inuvik.
Plan bei einer Reise in den Norden das Wetter und das Licht ein. Im Winter ist es lange dunkel und bitterkalt, im Sommer fast rund um die Uhr hell. Tipps für Kamera und Ausrüstung bei Frost findest du im Artikel Planespotting im Winter. Und wie du die Landerichtung vorab einschätzt, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – auch an kleinen Plätzen im Norden. Grundlagen dazu findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Air North im kanadischen Markt
Im kanadischen Luftverkehr ist Air North ein Nischenanbieter mit klarer Rolle. Die großen Netzwerkairlines konzentrieren sich auf die Drehkreuze im Süden; Air North verbindet den Yukon mit diesen Drehkreuzen und hält gleichzeitig die Gemeinden im Norden erreichbar. Mit WestJet besteht eine Interline-Vereinbarung, mit Air Canada ein Abkommen zur Gepäckdurchleitung im Inland.
Vergleichbare Rollen spielen im Osten der Arktis Canadian North und in Nunavik Air Inuit – ebenfalls Airlines mit indigener Beteiligung und gemischten Flotten aus Turboprops und Jets. Auf der anderen Seite der Grenze erfüllt Alaska Airlines in Alaska eine ähnliche Versorgungsaufgabe, allerdings in ganz anderer Größenordnung.
Neben dem Flugbetrieb gehören auch Bodendienste zum Unternehmen: Air North übernimmt in Whitehorse die Abfertigung und Betankung, betreibt eine eigene Flugküche und seit Juli 2024 das Black Wolf Bistro im Terminal. Mit Chieftain Energy, einem Gemeinschaftsunternehmen mit einer weiteren First Nation, ist die Gruppe auch im Treibstoffhandel aktiv.
Häufige Verwechslungen
- Air North für eine Tochter von Air Canada halten – Air North ist unabhängig und gehört Yukonern.
- Die Vuntut Gwitchin für Alleineigentümer halten – die First Nation ist über ihre Entwicklungsgesellschaft beteiligt, den größten Anteil hält Joe Sparling.
- Jede 737 bei Air North für eine 737-800 halten – der Großteil der Jets ist Classic-Generation (-400 und -500).
- ATR 42 und Dash 8 verwechseln – beide sind Hochdecker-Turboprops, bei der ATR verschwindet das Hauptfahrwerk aber in Verkleidungen am Rumpf, bei der Dash 8 in den Triebwerksgondeln.
- Die 737-200 bei Air North suchen – dieser Typ ist ausgemustert.
Die Yukon-Flotte komplett
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die 737 Classic, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air North ist eine der ungewöhnlichsten Airlines Nordamerikas: im Besitz der Menschen, die sie bedient, mit einer kleinen Flotte aus ATR 42 und drei Generationen Boeing 737 und einem Netz, das vom Polarkreis bis nach Vancouver reicht. Für Spotter bietet sie eine seltene Chance – eine Airline, deren Flotte du komplett sammeln kannst, mit Classic-737 im echten Liniendienst.
Kurzfazit
Air North (IATA 4N, ICAO ANT) ist die Airline des Yukon mit Drehkreuz Whitehorse. Erkennungszeichen ist das orangefarbene Leitwerk mit „Yukon“-Schriftzug; die Flotte besteht aus ATR 42 für den Norden und Boeing 737 für den Süden.
Zusammenfassung
- Air North erkennst du am orangefarbenen Leitwerk mit dem weißen „Yukon“-Schriftzug.
- Die Flotte teilt sich klar: ATR 42 auf kurzen Nordstrecken, Boeing 737 auf den langen Verbindungen nach British Columbia und Alberta.
- Besonders interessant sind die 737-400 und 737-500 – und der ATR-42-Frachter, der Lebensmittel, Post und Material in den Norden bringt.
- Zu sehen ist Air North vor allem in Whitehorse und an den westkanadischen Flughäfen Vancouver, Calgary und Edmonton.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air North?
Der IATA-Code von Air North ist 4N, der ICAO-Code ANT. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AIR NORTH“. Die Flugnummern beginnen also mit 4N, auf Flugtrackern taucht meist das ICAO-Rufzeichen ANT auf.
Wem gehört Air North?
Air North bezeichnet sich als vollständig im Besitz von Yukonern. Größter Anteilseigner ist Mitgründer Joe Sparling, ein großer Anteil – nach gängigen Angaben knapp die Hälfte – liegt bei der Vuntut Development Corporation, dem wirtschaftlichen Arm der Vuntut Gwitchin First Nation aus Old Crow. Dazu kommen viele Einwohner des Yukon, die als Kleinaktionäre beteiligt sind.
Welche Flugzeuge fliegt Air North?
Laut Air North besteht die Flotte (Stand Oktober 2026) aus elf Flugzeugen: zwei Boeing 737-800 mit 174 Sitzen, einer Boeing 737-400 mit 156 Sitzen, vier Boeing 737-500 mit 122 Sitzen, drei ATR 42 mit 42 Sitzen und einem ATR 42 als reinem Frachter.
Wohin fliegt Air North?
Drehkreuz ist Whitehorse im Yukon. Von dort geht es in den Norden nach Dawson City, Old Crow, Inuvik und Yellowknife und in den Süden unter anderem nach Vancouver, Victoria, Kelowna, Calgary und Edmonton. Ottawa und Toronto stehen saisonal im Plan. Das Netz ändert sich mit den Jahreszeiten – prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan.
Gehört Air North zu einer Allianz?
Nein. Air North ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern zusammen, etwa über Interline-Vereinbarungen, damit Fluggäste mit einem Ticket weiterreisen können.
Warum fliegt Air North noch die Boeing 737-500?
Die 737-500 ist die kürzeste Version der 737 Classic und passt mit 122 Sitzen gut zur Nachfrage auf den Strecken zwischen dem Yukon und dem Süden. Für Spotter ist das ein Glücksfall: Die Classic-Generation ist im Passagierdienst selten geworden, bei Air North gehört sie noch zum Alltag.
Was ist das Besondere an Old Crow?
Old Crow ist die Heimatgemeinde der Vuntut Gwitchin und hat keine Straßenanbindung. Die Schotterpiste des Flughafens ist die wichtigste Verbindung zur Außenwelt. Air North fliegt den Ort mit dem ATR 42 an und bringt neben Passagieren auch Fracht.
Air North im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 42-300/320
Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 42-300 und -320 sind die erste Generation des ATR-Turboprops. Heute triffst du sie vor allem als Frachter. So erkennst du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-500
Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypHawker Siddeley HS 748
Tiefdecker, zwei pfeifende Rolls-Royce-Dart-Turboprops und ein Fahrwerk für Schotterpisten: Die HS 748 war Großbritanniens Antwort auf die Fokker F27 – als Airliner, Frachter und Militärtransporter. Heute ist sie ein seltener Fang.
Weitere Airlines
WestJet
Kanadas zweitgrößte Airline aus Calgary: als Low-Cost-Airline gestartet, heute mit Boeing 787-9 auf der Langstrecke, großer 737-Flotte und Dash-8-Turboprops bei WestJet Encore.
NetzwerkAir Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
RegionalCanadian North
Die Airline der kanadischen Arktis: Aus der Fusion mit First Air entstanden, fliegt Canadian North Boeing 737 und ATR-Turboprops – oft als Combi mit Fracht und Passagieren in einer Kabine – nach Nunavut, in die Nordwest-Territorien und nach Nunavik.
RegionalFirst Air
Historische Arktis-Airline aus Kanada: 1946 als Flugschule bei Ottawa gegründet, ab 1990 im Besitz der Inuit Nunaviks und bekannt für Boeing 737-200 Combi mit Schotterpisten-Kit – 2019 in Canadian North aufgegangen.
RegionalAir Inuit
Die Lebensader Nunaviks: Seit 1978 verbindet Air Inuit die Inuit-Dörfer im Norden Québecs untereinander und mit Montréal – mit Dash 8, Twin Otter und Boeing 737 Combi auf Schotterpisten.
NetzwerkAlaska Airlines
Netzwerk-Airline aus Seattle mit dem Gesicht am Leitwerk: große Boeing-737-Flotte, oneworld-Mitglied seit 2021, Übernahmen von Virgin America und Hawaiian – und seit 2026 erstmals Linienflüge nach Europa.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
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