Das Wichtigste in Kürze
- PLAY ist eine historische isländische Low-Cost-Airline: Erstflug am 24. Juni 2021, Einstellung am 29. September 2025.
- Codes: IATA OG, ICAO FPY, Rufzeichen „PLAYER“.
- Reine Airbus-neo-Flotte: Den Anfang machten drei A321neo, die zuvor bei Interjet in Mexiko geflogen waren; später kamen A320neo dazu.
- Das Modell war Transatlantik über Keflavík – ähnlich wie bei WOW air, deren frühere Manager PLAY gegründet hatten.
- 2025 kam der Umbau zu spät: Nach einer Neuausrichtung auf Urlaubsflüge und Wet-Lease über Malta stellte PLAY den Betrieb ein.
Inhaltsverzeichnis
- 1.PLAY im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Das Geschäftsmodell: Transatlantik über Island
- 4.Die Flotte: nur Airbus neo
- 5.A320neo oder A321neo? So unterscheidest du die PLAY-Jets
- 6.Woran du PLAY erkennst
- 7.Neuausrichtung und Play Europe
- 8.Das Ende am 29. September 2025
- 9.PLAY in Deutschland
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | OG |
|---|---|
| ICAO-Code | FPY |
| Rufzeichen | PLAYER |
| Drehkreuze | KEF |
| Status | Historisch – Flugbetrieb am 29. September 2025 eingestellt, alle Flüge gestrichen |
| Gegründet | 2019 als WAB air, im November 2019 in PLAY umbenannt |
| Erster Flug | 24. Juni 2021, Keflavík–London-Stansted |
| Sitz | Großraum Reykjavík, Island |
| Drehkreuz | Flughafen Keflavík (KEF) |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Umsteigeverbindungen zwischen Europa und Nordamerika über Island, zuletzt Umbau zu Urlaubsflügen ab Island und Wet-Lease |
| Flotte zum Ende | Sechs Airbus A320neo im Liniendienst, dazu mehrere A321neo; insgesamt rund zehn Flugzeuge einschließlich der Tochter Play Europe |
| Betriebsgenehmigungen | Island (AOC IS-043) und Malta (AOC MT-85, ausgestellt am 27. März 2025 für Play Europe) |
| Allianz | keine |
| Markenzeichen | Auffällig rote Bemalung mit großem PLAY-Schriftzug |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich PLAY?
- Knallig roter Rumpf – kaum eine Airline in Europa war so rot unterwegs
- Großer Schriftzug „PLAY“ am Rumpf
- Ausschließlich Airbus A320neo und A321neo – erkennbar an den großen Triebwerken und Sharklets
- Isländische Kennzeichen mit TF-, zum Beispiel TF-AEW, die erste A321neo
- Flugnummer mit OG, im Funk und auf Trackern FPY bzw. „PLAYER“
Wer zwischen 2021 und 2025 an einem europäischen Flughafen ein knallrotes Flugzeug mit dem Schriftzug „PLAY“ gesehen hat, hatte eine isländische Low-Cost-Airline vor der Linse, die es heute nicht mehr gibt. PLAY wollte schaffen, woran WOW air gescheitert war: günstige Flüge zwischen Europa und Nordamerika mit Umstieg in Island. Nach gut vier Jahren war Schluss. Diese Seite fasst zusammen, was du über Codes, Flotte, Netz und das Ende der Airline wissen solltest – und wie du alte Sichtungen sauber einordnest.
Historische Sichtungen im Hangar
Mit Planetrack postest du auch ältere Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline und sammelst sie in deinem Hangar – so bleiben die roten PLAY-Jets in deiner Sammlung lebendig. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
PLAY im Überblick
PLAY war eine isländische Low-Cost-Airline mit Sitz im Großraum Reykjavík. Das Unternehmen firmierte als Fly Play hf., im Alltag sprach man meist nur von PLAY oder „fly play“, angelehnt an die Internetadresse flyplay.com. Drehkreuz war der Flughafen Keflavík, über den auch Icelandair ihr Netz zwischen Europa und Nordamerika aufspannt.
Die Geschichte beginnt 2019. Im Frühjahr jenes Jahres war WOW air zusammengebrochen, und schon im Sommer gründeten frühere Manager der Airline eine neue Gesellschaft – zunächst unter dem Namen WAB air. Im November 2019 folgte die Umbenennung in PLAY. Dann kam die Pandemie, und der Start verzögerte sich. Erst im Mai 2021 erhielt PLAY die Betriebsgenehmigung der isländischen Behörden, am 24. Juni 2021 startete der erste Flug von Keflavík nach London-Stansted. Im Juli desselben Jahres ging die Airline an die Börse in Reykjavík.
Ein Mitglied einer Allianz war PLAY nie. Stattdessen setzte die Airline auf Interline-Abkommen, über die sich Flüge mit Partnern wie easyJet, Jet2.com oder Norwegian kombinieren ließen – ohne klassisches Codesharing.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code OG: stand in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel und Ticket.
- ICAO-Code FPY: stand im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen PLAYER: so meldeten sich die Cockpit-Crews im Funk.
Gerade beim Abgleich alter Fotos mit Flugdaten hilft das: Suchst du in einer Flugradar-Historie nach PLAY, findest du die Flüge unter FPY, nicht unter OG. Wie du solche Daten nachträglich mit deinen Sichtungen zusammenbringst, erklärt der Guide Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen.
Archiv-Tipp
Notiere bei historischen Sichtungen immer Kennzeichen und Datum. PLAY-Flugzeuge waren geleast und gehen nach dem Ende in der Regel an ihre Leasinggeber zurück – mit dem Kennzeichen kannst du ihren Weg später nachverfolgen. Mehr dazu im Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Das Geschäftsmodell: Transatlantik über Island
Islands Lage zwischen Europa und Nordamerika ist für Airlines ein Vorteil: Viele Verbindungen lassen sich mit Schmalrumpfflugzeugen in zwei Etappen fliegen, mit Umstieg in Keflavík. Genau darauf baute PLAY. Reisende aus Europa flogen nach Island und stiegen dort in einen Anschlussflug nach Nordamerika um – oder umgekehrt. Dazu kamen Gäste, die Island selbst besuchen wollten.
Damit setzte PLAY eine lange isländische Tradition fort. Schon Loftleiðir machte ab den 1950er-Jahren mit günstigen Transatlantikflügen über Reykjavík von sich reden, später versuchten es Iceland Express und WOW air. Die Grundidee eines Billigfliegers – hohe Auslastung, einheitliche Flotte, schlanke Kosten – erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.
Das Netz wuchs schnell. In Nordamerika kamen 2022 Baltimore, Boston und New York-Stewart dazu, 2023 folgten Washington-Dulles und Hamilton in der kanadischen Provinz Ontario. In Europa flog PLAY eine Reihe von Städten und Urlaubszielen an, darunter Berlin. 2024 erreichte das Netz mit 42 Zielen seinen Höhepunkt, die Airline beförderte in diesem Jahr rund 1,65 Millionen Fluggäste.
Die Flotte: nur Airbus neo
Wie viele junge Low-Cost-Airlines setzte PLAY auf eine einzige Flugzeugfamilie, und zwar ausschließlich auf die moderne neo-Generation von Airbus.
| Typ | Rolle | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A321neo | Startflotte ab 2021 | anfangs 192, ab 2023 umgebaut auf 214 | Die ersten drei kamen von der mexikanischen Interjet |
| Airbus A320neo | Rückgrat der späteren Flotte | weniger als die A321neo | Zum Ende sechs Exemplare bei PLAY in Island |
Die Startflotte hatte eine spannende Vorgeschichte: Die drei A321neo hatte zuvor Interjet betrieben, eine mexikanische Airline, die 2020 zusammengebrochen war. PLAY übernahm sie über den Leasinggeber AerCap – mehr zu solchen Modellen im Artikel Flugzeugleasing erklärt. Die erste Maschine trug das Kennzeichen TF-AEW. 2023 ließ PLAY die A321neo dichter bestuhlen, von 192 auf 214 Sitze.
In den Folgejahren wuchs die Flotte vor allem mit A320neo auf rund zehn Flugzeuge. Auf eine ursprünglich vorgesehene A321LR mit größerer Reichweite verzichtete die Airline 2022 wegen steigender Treibstoffkosten und nahm stattdessen eine weitere A320neo; damit fiel auch die geplante Strecke nach Orlando weg.
Ex-PLAY-Jets wiederfinden
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A320neo oder A321neo? So unterscheidest du die PLAY-Jets
Auf alten Fotos sind die beiden Typen leicht zu verwechseln: gleiche rote Bemalung, gleiche Triebwerksgeneration, gleiche Sharklets an den Flügelspitzen. Die Unterschiede liegen in Länge und Türen.
Das spricht für die A321neo
- Deutlich längerer Rumpf, wirkt gestreckt
- Zusätzliche Rumpfsegmente vor und hinter dem Flügel
- Je nach Kabinenauslegung andere Notausgangs-Anordnung über und hinter dem Flügel
- Auf Trackern als A21N geführt
Das spricht für die A320neo
- Kompakterer Rumpf mit kürzerem Abstand zwischen Tür und Flügel
- Zwei Notausgänge über dem Flügel
- Wirkt neben einer A321 fast gedrungen
- Auf Trackern als A20N geführt
Dass es sich überhaupt um eine neo handelt, siehst du an den großen Triebwerken mit ihrem fast kreisrunden Einlass. Wie du neo und ceo sicher trennst, zeigt der Guide A320neo oder ceo?, und für die Längenvarianten hilft A318, A319, A320 und A321 auseinanderhalten.
Woran du PLAY erkennst
Kaum eine Bemalung war so eindeutig. PLAY setzte auf kräftiges Rot am ganzen Flugzeug und einen großen Schriftzug „PLAY“. Damit hob sich die Airline klar vom Blau-Gelb von Icelandair ab und knüpfte farblich eher an die Vorgängerin WOW air an, die mit Lila auffiel. Ein rotes Airbus-Schmalrumpfflugzeug mit isländischem **TF-**Kennzeichen war in Europa fast immer eine PLAY-Maschine.
Achtung Verwechslung
Rote Airbus-Jets gab und gibt es auch bei anderen Airlines. Prüf deshalb immer das Kennzeichen: Nur ein TF- am Heck deutet auf eine isländische Registrierung. Flugzeuge von Play Europe konnten anders registriert sein – im Zweifel hilft der ICAO-Code in der Flughistorie.
Neuausrichtung und Play Europe
Wirtschaftlich kam PLAY nie richtig in die Gewinnzone. Steigende Kosten und harter Wettbewerb auf dem Nordatlantik setzten der Airline zu. Ende 2024 zog das Management die Konsequenz: Statt vor allem Europa und Nordamerika zu verbinden, sollten Urlaubsflüge von Island in sonnige Ziele Europas das Kerngeschäft werden. Dazu kamen neue Ziele wie Marrakesch und Antalya.
Ein zweites Standbein war das Wet-Lease, also die Vermietung von Flugzeugen samt Crew an andere Airlines. Dafür gründete PLAY die Tochter Play Europe, die am 27. März 2025 eine Betriebsgenehmigung aus Malta erhielt. Malta ist in der europäischen Luftfahrt ein beliebter Standort für solche Gesellschaften – auch Malta Air und Lauda Europe aus der Ryanair Group sitzen dort. Warum so viele Flugzeuge in Malta oder Irland registriert sind, erklärt der Artikel über Offshore-Registrierungen und Leasing.
Im Juni 2025 legte PLAY einen noch radikaleren Plan vor: Die US-Strecken sollten bis Ende Oktober 2025 auslaufen, sechs Flugzeuge ins Wet-Lease wechseln und die isländische Betriebsgenehmigung zurückgegeben werden – geflogen werden sollte dann nur noch mit der maltesischen. Im Juli 2025 sammelte die Airline noch einmal rund 20 Millionen US-Dollar ein.
Das Ende am 29. September 2025
Gereicht hat es nicht. Am 29. September 2025 stellte PLAY den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein und strich alle Flüge. Passagiere mussten sich selbst um Alternativen kümmern, rund 400 Beschäftigte verloren ihre Arbeit. Als Begründung nannte das Unternehmen vor allem schwächere Ergebnisse und Buchungen als erwartet – verstärkt durch negative Schlagzeilen über die Airline. Die Neuausrichtung kam schlicht zu spät.
Damit reiht sich PLAY in eine lange Liste isländischer und europäischer Airline-Pleiten ein. Einen Überblick über die großen Fälle findest du im Artikel Große Airline-Pleiten in Europa. Auffällig ist, wie sehr sich die Muster ähneln: Transatlantik-Billigflüge über Island sind verlockend, aber auf dünnen Margen gebaut.
Gut fürs Archiv, wenn …
- du PLAY zwischen 2021 und 2025 fotografiert hast und Kennzeichen sowie Datum kennst
- du die frühen A321neo mit Interjet-Vergangenheit im Bild hast
- dein Foto einen der seltener angeflogenen Flughäfen zeigt
Prüf es nach, wenn …
- auf dem Foto kein Kennzeichen lesbar ist
- du nicht sicher bist, ob es eine A320neo oder A321neo war
Keine PLAY-Sichtung, wenn …
- das Foto nach dem 29. September 2025 entstanden ist und ein roter Jet ein anderes Kennzeichen-Präfix trägt
PLAY in Deutschland
Für Spotter in Deutschland war PLAY vor allem am Flughafen Berlin Brandenburg ein Thema. Berlin gehörte zum Netz, zeitweise kamen weitere deutsche Ziele dazu. Wer am BER fotografiert hat, findet die roten Jets vielleicht noch in den eigenen Archiven. Tipps zum Fotografieren dort gibt der Planespotting-Guide für den BER und die Seite zur Besucherterrasse am Flughafen Berlin.
Weil PLAY nur wenige Flüge pro Woche nach Deutschland anbot, waren Sichtungen hier nie Massenware. Wie du einschätzt, wie besonders eine Aufnahme ist, beschreibt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Häufige Verwechslungen
- PLAY mit WOW air verwechseln – beide waren isländische Low-Cost-Airlines mit Transatlantik-Modell, aber WOW air flog in Lila und endete 2019, PLAY flog in Rot von 2021 bis 2025.
- OG für einen Ländercode halten – der IATA-Code ist eine reine Airline-Kennung.
- Jeden roten Airbus für PLAY halten – entscheidend ist das TF-Kennzeichen.
- A320neo und A321neo gleichsetzen – die Länge und die Türanordnung verraten den Typ.
- PLAY für eine Icelandair-Tochter halten – PLAY war ein eigenständiger Konkurrent von Icelandair.
- Play Europe für eine neue Airline halten – es war die maltesische Tochter von PLAY für Wet-Lease-Einsätze.
Dein Archiv, deine Sammlung
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Fazit
PLAY war ein kurzes, aber farbiges Kapitel der isländischen Luftfahrt. Mit knallroten Airbus-neo-Jets, einem Netz über Keflavík und dem Versprechen günstiger Transatlantikflüge trat die Airline 2021 in die Fußstapfen von WOW air. Die Neuausrichtung auf Urlaubsflüge und Wet-Lease kam 2025 zu spät. Für Spotter bleibt PLAY ein Archivthema: Wer Kennzeichen und Datum sauber notiert hat, kann die früheren PLAY-Jets heute bei neuen Betreibern wiederentdecken. Wie du so ein Logbuch aufbaust, zeigt der Artikel Sichtungen dokumentieren; wie du ein einzelnes Flugzeug weiterverfolgst, erklärt Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Kurzfazit
PLAY (IATA OG, ICAO FPY) war eine isländische Low-Cost-Airline mit reiner Airbus-neo-Flotte in Rot und Drehkreuz Keflavík. Erstflug am 24. Juni 2021, Einstellung am 29. September 2025.
Zusammenfassung
- PLAY war der zweite große Versuch nach WOW air, mit günstigen Tickets über Island Europa und Nordamerika zu verbinden.
- Für Spotter war die Airline leicht zu erkennen: knallrote Airbus-Jets der neo-Generation mit TF-Kennzeichen.
- Nach Verlusten richtete sich PLAY ab Ende 2024 auf Urlaubsziele ab Island aus und gründete Play Europe mit maltesischer Betriebsgenehmigung.
- Am 29. September 2025 strich PLAY alle Flüge; rund 400 Beschäftigte verloren ihren Job. Fotos der roten Jets sind heute Archivmaterial.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte PLAY?
PLAY flog mit dem IATA-Code OG in der Flugnummer und dem ICAO-Code FPY. Im Funk meldeten sich die Besatzungen mit dem Rufzeichen „PLAYER“.
Wann hat PLAY den Flugbetrieb eingestellt?
Am 29. September 2025. Die Airline strich an diesem Tag sämtliche Flüge und riet den Passagieren, auf andere Fluggesellschaften auszuweichen. Rund 400 Beschäftigte verloren ihre Stelle. Als Gründe nannte das Unternehmen vor allem eine schwache Buchungslage, die deutlich unter den Erwartungen lag.
Welche Flugzeuge flog PLAY?
Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320neo-Familie. Zum Start 2021 kamen drei geleaste A321neo, die vorher bei der mexikanischen Interjet im Einsatz waren. Danach wuchs die Flotte vor allem mit A320neo; Zum Ende umfasste die Flotte einschließlich der maltesischen Tochter Play Europe rund zehn Flugzeuge, darunter sechs A320neo.
Hatte PLAY etwas mit WOW air zu tun?
Personell ja: Gegründet wurde PLAY 2019 von früheren Managern der kurz zuvor zusammengebrochenen WOW air, unter ihnen Arnar Már Magnússon und Sveinn Ingi Steinþórsson. Rechtlich war PLAY aber eine neue Airline mit eigenem Betriebszeugnis, eigenen Codes und eigener Flotte.
Wohin flog PLAY in Nordamerika?
Ab 2022 flog PLAY nach Baltimore, Boston und New York-Stewart, ab 2023 auch nach Washington-Dulles und Hamilton in Kanada. Im Zuge der Sparrunden wurde das Netz wieder ausgedünnt – Washington-Dulles fiel Anfang 2025 weg, die übrigen US-Strecken sollten bis Ende Oktober 2025 auslaufen.
Flog PLAY auch nach Deutschland?
Ja. Vor allem Berlin gehörte zum Netz, zeitweise kamen weitere deutsche Ziele dazu. Über Keflavík konnten Reisende so mit einem Umstieg nach Nordamerika weiterfliegen.
Was war Play Europe?
Play Europe war eine Tochtergesellschaft mit eigener Betriebsgenehmigung aus Malta, ausgestellt am 27. März 2025. Über sie wollte PLAY Flugzeuge im Wet-Lease an andere Airlines vermieten und damit unabhängiger vom schwachen Transatlantik-Geschäft werden.
Kann ich PLAY heute noch spotten?
Nicht mehr im Liniendienst. Die früheren PLAY-Flugzeuge sind geleaste Airbus-Jets, die nach dem Ende in der Regel an Leasinggeber zurückgehen und bei anderen Betreibern weiterfliegen. Wer eine Sichtung aus den Jahren 2021 bis 2025 im Archiv hat, besitzt heute ein historisches Foto.
PLAY im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
WOW air
Historische Low-Cost-Airline aus Island: 2011 von Skúli Mogensen gegründet, mit knallig lila Airbus-Jets über Keflavík zwischen Europa und Nordamerika unterwegs – und am 28. März 2019 am Ende.
NetzwerkIcelandair
Islands Netzwerk-Airline verbindet über Keflavík Europa und Nordamerika. Die Flotte steckt mitten im Umbruch: Die Boeing 757 verschwindet, 737 MAX und Airbus A321LR übernehmen.
Low-CostIceland Express
Historische isländische Low-Cost-Marke (2002–2012): Iceland Express forderte Icelandair ab Keflavík heraus, besaß aber selbst kein einziges Flugzeug. Geflogen wurde mit Mietjets von Astraeus, JetX, Hello und Holidays Czech Airlines – 2012 übernahm WOW air das Streckennetz.
Low-CostLoftleiðir
Historische isländische Airline: Loftleiðir flog ab 1944, unterbot als Nicht-IATA-Mitglied die Atlantikpreise, kam 1973 unter das Dach von Flugleiðir und ging 1979 in Icelandair auf.
Low-CostNorwegian Air Shuttle
Die skandinavische Low-Cost-Airline aus Fornebu bei Oslo: reine Boeing-737-Flotte, rote Nase, Porträts berühmter Persönlichkeiten am Leitwerk – und seit 2024 mit Widerøe unter einem Dach.
Low-CostInterjet
Historische mexikanische Airline: 2005 in Toluca gestartet, mit viel Sitzabstand und Airbus-Flotte groß geworden, erster westlicher Kunde des Sukhoi Superjet 100 – und im Dezember 2020 am Boden.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Keflavík
Islands Tor zur Welt liegt auf einem windigen Lavafeld am Rand der Reykjanes-Halbinsel: zwei gekreuzte Pisten aus der Zeit der US-Militärbasis, ein Terminal, Icelandair als Hausherr – und Umsteigewellen zwischen Europa und Nordamerika, die den Tag im Takt halten.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
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