Das Wichtigste in Kürze
- Old Warden ist eine fliegende Sammlung: Die Shuttleworth Collection hält Flugzeuge von 1909 bis in die 1950er-Jahre flugfähig und fliegt sie auf ihrer eigenen Graspiste.
- Die Airshows sind der Höhepunkt: Für 2027 hat der Trust sieben Flugtage zwischen dem 9. Mai und dem 25. September angekündigt.
- Wetter entscheidet alles: Der Trust nennt nur ungefähre Zeitfenster, keine Zeiten für einzelne Vorführungen, und betont, dass jedes Programm von Wetter und Zustand der Maschinen abhängt.
- Das Tagesticket kostet 19,50 £ und gilt 30 Tage, an Airshow-Tagen brauchst du aber ein eigenes Eventticket.
- Leitern und Drohnen sind an Flugtagen verboten – plane mit Stuhl, Tele und viel Geduld.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Eine Sammlung, die fliegt
- 7.Die Flugzeuge: von der Pionierzeit bis in die 1950er
- 8.Flying Days: der Airshow-Kalender 2027
- 9.Fototipps für Oldtimer auf der Graspiste
- 10.Besuch an normalen Tagen
- 11.Anreise: Bahn, Taxi, Auto
- 12.Regeln an Flugtagen
- 13.Old Warden mit anderen Zielen kombinieren
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt52.08940, -0.32250 · Biggleswade, Bedfordshire, England
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Tag in der häufigsten Betriebsrichtung realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Träger | The Shuttleworth Trust, gemeinnützige Stiftung auf dem Anwesen Old Warden Park |
|---|---|
| Spot-Typ | Fliegende Sammlung historischer Flugzeuge mit Hangars, Flightline und aktivem Grasplatz |
| Adresse | Shuttleworth, Alder Drive, Biggleswade, Bedfordshire, SG18 9DT |
| Flugplatz | Old Warden, ICAO EGTH, Graspiste 03/21 mit rund 500 Metern Länge; Landungen nur mit vorheriger Genehmigung (PPR) |
| Öffnungszeiten | Täglich außer an einzelnen Tagen um die Feiertage zum Jahresende; wochentags 10–17 Uhr, an Wochenenden teils ab 9 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr (Stand Oktober 2026, Kalender vorab prüfen) |
| Eintritt | Tagesticket Erwachsene 19,50 £, ermäßigt 17,50 £, unter 18 Jahren frei; 30 Tage gültig, aber nicht an Airshow- und Eventtagen |
| Airshows | Sieben Flugtage in der Saison 2027, von Mai bis September; eigene Tickets |
| Anreise Bahn | Bahnhof Biggleswade (rund 3 Meilen, ca. 10 Minuten Taxi) oder Bedford (rund 9,5 Meilen, ca. 20 Minuten Taxi) |
| Anreise Auto | Normale Besuchstage über Hill Lane (SG18 9EP) oder Alder Drive (SG18 9DT), an Eventtagen nur über Alder Drive |
| Verboten an Flugtagen | Unter anderem Leitern, Drohnen, Pavillons und große Schirme |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Sicherheitsbereichs. Zäune, Absperrungen und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Betriebsrichtung und Licht
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Die Windrichtung entscheidet deshalb, welche Pisten in welche Richtung genutzt werden – und damit, ob an deinem Standpunkt Landungen, Starts oder gar nichts zu sehen sind. Prüfe vor der Anreise die Windvorhersage und die aktuelle Betriebsrichtung (etwa über Live-Flugdaten) und gleiche sie mit dem Sonnenstand ab: Die Sonne sollte möglichst hinter dir stehen.
Zuschauerbereich an der Crowd Line
An den Flugtagen stehst du entlang der Absperrung am Rand des Grasplatzes. Weil die Piste kurz ist und die Oldtimer langsam fliegen, kommen die Maschinen für Airshow-Verhältnisse sehr nah vorbei. Für die Doppeldecker und Pioniermaschinen reichen 200 bis 400 Millimeter, für Formationen und Spitfire-Passagen ist ein Zoom bis 500 oder 600 Millimeter nützlich. Bring einen Klapphocker oder Stuhl mit, wenn du stundenlang an einer Stelle bleiben willst – Leitern sind verboten.
Flightline Tour an Airshow-Tagen
Bei vielen Flugtagen bietet der Trust geführte Touren über die Flightline an. Rund 45 bis 55 Minuten lang gehst du mit einem Guide zwischen den abgestellten Flugzeugen hindurch – ideal für Detailaufnahmen von Propellern, Motoren, Spanndrähten und Kennzeichen, die du von der Crowd Line nie so bekommst.
Hangars der Sammlung
In den Hangars stehen die flugfähigen Flugzeuge dicht an dicht, oft mit offenen Motorhauben oder in Wartung. Das macht sie zum besten Ort für Typenfotos ohne Zeitdruck. Weil die Maschinen eng stehen, brauchst du eher Weitwinkel bis Normalzoom, für Details ein kurzes Tele. Das Licht ist gemischt, also lieber ein lichtstarkes Objektiv als viel Brennweite.
Paddocks am Flugfeld an normalen Tagen
Old Warden ist ein aktiver Flugplatz. An Wochentagen und Wochenenden ohne Event kann es Testflüge, Trainingsflüge oder Besucherflugzeuge geben. Planbar ist das nicht, aber wer an einem ruhigen Tag mit wenig Wind kommt, hat manchmal Glück. Hunde an der Leine sind in den Paddocks am Flugfeld erlaubt.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Shuttleworth Collection am Flugplatz Old Warden
- Blériot XI G-AANG von 1909 – gilt als ältestes flugfähiges Flugzeug der Welt und wird nur für kurze Hüpfer in die Luft gebracht
- Blackburn Monoplane G-AANI von 1912 – nach Angaben des Trusts das älteste flugfähige Flugzeug britischer Herkunft
- Weltkriegs-Doppeldecker wie Sopwith Pup, Royal Aircraft Factory S.E.5a, Bristol F.2B Fighter und Avro 504K
- Supermarine Spitfire Vc in den Farben der tschechoslowakischen No. 310 Squadron
- Hawker Sea Hurricane Z7015, eine in Kanada gebaute Hurricane, die nach langer Restaurierung wieder fliegt
- Gloster Gladiator I L8032, eine der wenigen flugfähigen Maschinen ihres Typs, lackiert als K7985
- Klassische Trainer der 1930er- bis 1950er-Jahre wie Tiger Moth, Magister, Chipmunk und Provost
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Historische Flugzeuge fliegen hier tatsächlich – und das sehr nah am Publikum
- Kurze Graspiste und langsame Maschinen: ideale Bedingungen für Mitzieher mit Propellerbewegung
- Unter 18 Jahren freier Eintritt, Tagesticket 30 Tage gültig
- Hangars und Flightline Tours bieten Detailmotive, die es an großen Airshows kaum gibt
- Gut kombinierbar mit Duxford und weiteren Museen nördlich von London
Dagegen spricht
- Flugprogramm hängt stark von Wind und Wetter ab, besonders bei den ältesten Typen
- An normalen Tagen kaum planbarer Flugbetrieb
- Ohne Auto umständlich: Taxi oder langer Fußweg ab Biggleswade
- Tagesticket gilt nicht an Airshow-Tagen, Leitern sind bei Events verboten
- Die DH.88 Comet „Grosvenor House“ ist nach einem Schaden auf längere Zeit in der Werkstatt
Aktualisiert: Oktober 2026 – Zwischen Feldern und Wäldern in Bedfordshire, etwa eine Autostunde nördlich von London, liegt ein kleiner Grasplatz, auf dem die Zeit anders läuft. Hier startet ein Eindecker von 1909, hier knattern Umlaufmotoren von Weltkriegs-Doppeldeckern, und hier dreht eine Spitfire ihre Kurven so tief, dass du das Kennzeichen ohne Tele lesen kannst. Die Shuttleworth Collection in Old Warden ist keine Halle voller stillgelegter Exponate, sondern eine Sammlung, die fliegt.
Für Spotter ist Old Warden ein Ziel mit eigenen Regeln: kein Linienverkehr, keine Betriebsrichtung nach Westwind-Statistik, dafür Flugtage, an denen Wind und Wetter darüber entscheiden, ob eine hundert Jahre alte Maschine abhebt. Dieser Guide zeigt dir, was dich erwartet, wie du Besuch und Flugtag planst und wie du Propellerflugzeuge so fotografierst, dass sie auf dem Bild auch wirklich fliegen.
Oldtimer in deinen Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot fest und baust dir eine eigene Sammlung historischer Muster auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Eine Sammlung, die fliegt
Die Geschichte von Old Warden beginnt mit einem Sammler, der selbst flog. Richard Shuttleworth, Rennfahrer und Pilot, begann 1928 mit dem Sammeln historischer Fahrzeuge und bald auch Flugzeuge. Er kam 1940 bei einem nächtlichen Übungsflug mit einer Fairey Battle ums Leben. 1944 überführte seine Mutter das Anwesen in eine Stiftung zu seinem Gedenken, aus der der heutige Shuttleworth Trust hervorging.
Bis heute folgt die Sammlung einer Idee, die sie von den meisten Museen unterscheidet: Die Flugzeuge sollen in ihrem Element gezeigt werden. Eine eigene Werkstatt mit Ingenieuren und vielen Freiwilligen hält die Maschinen flugfähig, darunter Typen aus der Pionierzeit, die es sonst nirgends mehr in der Luft gibt. Wie solche Restaurierungen ehrenamtlich mitgetragen werden, beschreibt der Beitrag Ehrenamt in Luftfahrtmuseen und Restaurierungsprojekten.
Der Flugplatz selbst ist klein und unspektakulär – genau das macht seinen Reiz aus. Old Warden trägt den ICAO-Code EGTH und hat eine Graspiste mit der Ausrichtung 03/21 und rund 500 Metern Länge. Für Gastflugzeuge ist eine vorherige Landeerlaubnis (PPR) nötig. Asphalt, Rollwege und Abstellflächen im Großflughafen-Format gibt es nicht. Stattdessen rollen die Flugzeuge über Gras, heben mit kurzem Anlauf ab und fliegen in geringer Höhe über den Platz.
Die Flugzeuge: von der Pionierzeit bis in die 1950er
Die Sammlung reicht von Nachbauten früher Gleiter über Originale aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis zu Trainern der Nachkriegszeit. Nicht jede Maschine ist jeden Tag zu sehen – manche sind in der Werkstatt, andere fliegen nur bei bestimmten Bedingungen. Die Übersicht zeigt, worauf du dich einstellen kannst.
| Epoche | Typische Flugzeuge | Für Spotter interessant, weil … |
|---|---|---|
| Pionierzeit bis 1914 | Blériot XI (1909), Deperdussin, Blackburn Monoplane (1912), Nachbauten wie Bristol Boxkite und Avro Triplane | die ältesten Flugzeuge, die du irgendwo noch fliegen sehen kannst |
| Erster Weltkrieg | Sopwith Pup, S.E.5a, Bristol F.2B Fighter, Avro 504K, Nachbauten von Sopwith Camel und Triplane | Doppeldecker mit Umlaufmotoren, Spanndrähten und Stoffbespannung |
| Zwischenkriegszeit | DH.60 Moth, Comper Swift, Hawker Tomtit, Hawker Hind, Percival Mew Gull, DH.88 Comet | Renn-, Sport- und Militärflugzeuge aus der „goldenen Zeit“ der Luftfahrt |
| Zweiter Weltkrieg | Spitfire Vc, Sea Hurricane, Gloster Gladiator, Westland Lysander, Polikarpov Po-2 | Jäger und Verbindungsflugzeuge, oft mit eigener, gut dokumentierter Geschichte |
| Trainer und Nachkriegszeit | Tiger Moth, Miles Magister, Chipmunk 22, Percival Provost, Avro Anson 19 | Schul- und Verbindungsflugzeuge, die häufiger fliegen und ideal zum Üben sind |
Die Stars für Fans der Frühzeit sind zwei Maschinen. Die Blériot XI mit dem Kennzeichen G-AANG stammt von 1909 und gilt als ältestes flugfähiges Flugzeug der Welt. Sie wird nur für kurze Hüpfer über den Platz in die Luft gebracht, aber allein das ist ein Erlebnis. Das Blackburn Monoplane G-AANI von 1912 gilt als ältestes flugfähiges Flugzeug britischer Herkunft und fliegt nur bei ruhigem Wetter.
Aus dem Zweiten Weltkrieg ziehen zwei Jäger die meisten Objektive auf sich. Die Supermarine Spitfire Vc, zivil als G-AWII registriert, trägt die Farben der tschechoslowakischen No. 310 Squadron, bei der sie 1942 in Duxford diente. Die Sea Hurricane Z7015 – eine in Kanada gebaute Hawker Hurricane, die später zur Marineausführung umgerüstet wurde und bei Staffeln der Fleet Air Arm diente – fliegt nach langer Restaurierung wieder. Dazu kommt der Gloster Gladiator I L8032, eine der ganz wenigen flugfähigen Maschinen dieses Typs, lackiert als K7985.
Bei den Trainern triffst du alte Bekannte wie die de Havilland Tiger Moth oder die DHC-1 Chipmunk. Daneben sind in Old Warden auch privat betriebene Oldtimer zu Hause, etwa eine DH.89 Dragon Rapide in Farben der British European Airways. Wer bei Doppeldeckern unsicher ist, welcher Typ gerade vorbeifliegt, findet Erkennungsmerkmale im Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Zwei Kennungen pro Flugzeug
Viele Oldtimer in Old Warden tragen eine historische Militärseriennummer am Rumpf und sind zugleich mit einem zivilen G-Kennzeichen registriert. Notier dir beides, damit du jedes Foto in deinem Hangar in Planetrack eindeutig zuordnest. Wie britische Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Britische G-Kennzeichen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Sorgenkind Comet „Grosvenor House“
Eine Maschine wirst du vorerst nicht fliegen sehen: die rote DH.88 Comet G-ACSS, die 1934 das Luftrennen von England nach Australien gewann. Sie wurde beschädigt. Laut Projektbericht des Trusts vom September 2026 ist die einteilige Tragfläche abgebaut und in der Hauptwerkstatt, weitere Prüfungen laufen. Die Versicherung trägt die nötige Reparatur grundsätzlich, ein Spendenaufruf soll zusätzliche Arbeiten an Motoren und Propellern finanzieren. Ziel des Trusts ist, dass die Comet zum 100. Jahrestag des Rennens wieder fliegt. Ob und wo sie bei deinem Besuch zu sehen ist, fragst du am besten vor Ort.
Flying Days: der Airshow-Kalender 2027
Die Flugtage sind der Grund, warum Spotter aus ganz Europa nach Bedfordshire fahren. Für 2027 hat der Trust sieben Shows angekündigt:
| Datum | Show | Schwerpunkt laut Trust |
|---|---|---|
| So, 9. Mai 2027 | Season Premiere | Saisonauftakt |
| Sa, 29. Mai 2027 | Military Air Show | Militärflugzeuge, Fahrzeuge und Geschichte |
| Sa/So, 26./27. Juni 2027 | Festival of Flight | zweitägiges Flaggschiff-Event der Saison |
| Sa, 24. Juli 2027 | Summer Air Show | amerikanisches Thema zum 80. Jahrestag der US Air Force |
| Sa, 14. August 2027 | Wings & Wheels | Luftfahrt und Oldtimer-Fahrzeuge |
| Sa, 28. August 2027 | Flying Proms | Abend mit Kunstflug und Live-Musik |
| Sa, 25. September 2027 | Season Finale | neue Show mit Feuerwerk zum Abschluss |
Wichtig für deine Planung: Zeiten für einzelne Vorführungen veröffentlicht der Trust nicht. Auf den Eventseiten stehen nur ungefähre Zeitfenster, meist ein Flugprogramm ab dem frühen Nachmittag und bei manchen Shows ein zweites am Abend. Jedes Programm steht unter dem Vorbehalt von Wetter und Einsatzbereitschaft und kann sich auch am Tag selbst ändern. Gerade die Edwardian-Typen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg sind leicht und langsam – bei zu viel Wind bleiben sie am Boden. Viele Stammgäste bleiben deshalb bis zum Schluss, weil die ruhigere Luft am späten Nachmittag oft die besten Chancen bietet.
Welches Event zu dir passt, hängt von deinen Zielen ab. Wer möglichst viele Sammlungsflugzeuge sehen will, ist bei den klassischen Collection-Shows richtig. Das Festival of Flight ist das zweitägige Flaggschiff der Saison, die Military Air Show setzt einen militärischen Schwerpunkt. Bei den Flying Proms steht die Atmosphäre im Vordergrund. Einen Überblick über weitere Flugtage in Europa findest du im Beitrag Airshows in Europa für Planespotter.
Wind und Wetter im Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pisten am Flugplatz, damit du einschätzen kannst, ob die alten Doppeldecker eine Chance haben. Planetrack ist bald verfügbar – sichere dir jetzt einen Platz auf der Warteliste.
Fototipps für Oldtimer auf der Graspiste
Old Warden stellt dich vor Aufgaben, die du am Großflughafen kaum kennst. Die wichtigste: Propeller wollen sich drehen. Mit einer Belichtungszeit von 1/2000 Sekunde frierst du jeden Propeller ein, und die Spitfire sieht aus, als segle sie mit stehendem Motor. Für Propellerflugzeuge im Vorbeiflug arbeiten viele Fotografen mit 1/250 bis 1/125 Sekunde, bei langsamen Doppeldeckern und Umlaufmotoren noch länger. Welche Zeiten bei welcher Drehzahl eine sichtbare Propellerscheibe ergeben, erklärt der Ratgeber Propeller fotografieren.
Längere Zeiten verlangen eine saubere Mitzieh-Technik: Du folgst dem Flugzeug gleichmäßig mit der Kamera, löst in der Bewegung aus und schwenkst danach weiter. Fang mit 1/320 Sekunde an, wenn du unsicher bist, und geh Schritt für Schritt herunter. Serienbilder erhöhen die Trefferquote. Die Technik im Detail steht im Beitrag Mitzieher-Technik.
Welche Belichtungszeit zum Start?
Faustregel ohne Gewähr. Bildstabilisator im Mitzieh-Modus und Serienbilder helfen. Prüf die ersten Aufnahmen in der Vergrößerung.
Zur Brennweite: Weil die Maschinen langsam und relativ nah fliegen, kommst du mit weniger aus als an einem Zaunspot. Ein Zoom bis 400 Millimeter deckt die meisten Vorbeiflüge ab, für Formationen und weite Kurven hilft mehr. In den Hangars und auf der Flightline Tour brauchst du dagegen eher Weitwinkel bis Normalzoom – Hinweise dazu im Ratgeber Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting.
Zum Licht: Nach Lage der Hangars und Publikumsbereiche westlich der Piste schaust du an Flugtagen grob nach Osten auf den Platz. Die Sonne steht damit am Nachmittag und Abend eher hinter dir, mittags kann sie seitlich von Süden blenden. Prüf die Lage vor Ort und plane mit einem Sonnenstand-Tool – wie das geht, zeigt der Beitrag Sonnenstand für deinen Fotospot planen. Bei bedecktem Himmel helfen eine leichte Überbelichtung und ein Hintergrund aus Bäumen statt Himmel.
Zum Hintergrund: Die Graspiste mit Bäumen und Wiesen ist ein Geschenk. Statt grauer Terminals hast du eine Kulisse, die zu Flugzeugen aus den 1910er- bis 1940er-Jahren passt. Tiefe Vorbeiflüge vor dem Waldrand sehen oft stimmiger aus als Aufnahmen gegen blauen Himmel. Achte beim Start auf Gras- und Staubfahnen hinter dem Spornrad – kleine Details, die das Bild lebendig machen.
Wetter und Wind prüfen
Starker Wind kann das Programm der ältesten Maschinen streichen. Schau am Vortag und am Morgen in die Vorhersage.
Früh anreisen
An Flugtagen fährst du nur über die Alder Drive auf das Gelände. Früh da sein heißt: guter Platz an der Crowd Line.
Vormittags in die Hangars
Bevor das Flugprogramm startet, fotografierst du Details, Kennzeichen und Motoren.
Kamera auf Propeller einstellen
Belichtungszeit verlängern, Serienbild an, Mitzieh-Modus des Stabilisators aktivieren.
Bis zum Schluss bleiben
Die leichtesten Typen fliegen oft erst, wenn der Wind am späten Nachmittag nachlässt.
Mehr zur Vorbereitung eines langen Airshow-Tages findest du in den Beiträgen Airshows fotografieren und Checkliste für den Airshow-Tag.
Besuch an normalen Tagen
Auch ohne Airshow lohnt sich Old Warden. Die Sammlung ist laut Trust täglich geöffnet, ausgenommen einzelne Tage rund um die Feiertage zum Jahresende. Wochentags gilt 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden öffnet sie im Kalender teils schon um 9 Uhr, letzter Einlass ist um 16:30 Uhr. Prüf die Zeiten vorher im Online-Kalender, weil Events die normale Öffnung verdrängen können.
Das Tagesticket kostet laut Trust 19,50 £ für Erwachsene, ermäßigt 17,50 £ für über 60-Jährige, Angehörige der Streitkräfte und Studierende. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt 30 Tage lang für beliebig viele Besuche – allerdings nicht an Airshow- und Eventtagen. Das Shuttleworth House ist nicht enthalten.
An einem normalen Tag hast du die Hangars weitgehend für dich. Die Flugzeuge stehen eng, manche mit offenen Verkleidungen in der Wartung. Das ist die Gelegenheit für Aufnahmen von Cockpits, Motoren, Holzpropellern und Bespannung. Flugbetrieb kann es geben – Old Warden ist ein aktiver Platz, an dem auch Gastflugzeuge landen –, planbar ist er aber nicht. Neben den Flugzeugen gehören Oldtimer-Autos, Kutschen und Landmaschinen zur Sammlung, dazu der historische Landschaftsgarten Swiss Garden auf demselben Anwesen.
Für Pausen gibt es das Runway Café. Hunde dürfen angeleint etwa in die Paddocks am Flugfeld, ins Visitor Centre und in den Sunroom des Cafés, nicht aber in die Hangars, den Swiss Garden oder das Haus. Assistenzhunde sind überall erlaubt. Das Parken ist laut Trust kostenlos.
Old Warden passt, wenn …
- du historische Flugzeuge fliegen sehen willst
- du Mitzieher mit Propellerscheiben üben willst
- du Doppeldecker und Pionierflugzeuge sammelst
- du ohnehin in Südost-England unterwegs bist
Plane genauer, wenn …
- du nur an einem Nicht-Event-Tag kommen kannst
- du ohne Auto anreist
- starker Wind vorhergesagt ist
Fahr woanders hin, wenn …
- du Airliner und Linienverkehr suchst
- du Jets und laute Militärvorführungen erwartest
- du von einer Leiter aus fotografieren willst
Anreise: Bahn, Taxi, Auto
Old Warden liegt im Grünen westlich der A1 bei Biggleswade. Mit dem Auto ist die Anreise am einfachsten. An normalen Besuchstagen fährst du über die Hill Lane (Postleitzahl für das Navi: SG18 9EP) oder die Alder Drive (SG18 9DT) auf das Gelände. An Event- und Airshow-Tagen ist nur die Zufahrt über die Alder Drive geöffnet – rechne dann mit Andrang und plane früh.
Mit der Bahn ist Biggleswade der nächste Bahnhof, rund drei Meilen entfernt. Laut Trust brauchst du von dort etwa zehn Minuten mit dem Taxi oder 45 bis 60 Minuten zu Fuß. Alternativ fährst du nach Bedford, rund 9,5 Meilen entfernt, und nimmst ein Taxi für etwa 20 Minuten. An Flugtagen solltest du das Taxi für den Rückweg vorab bestellen, weil am Abend viele gleichzeitig abreisen.
Wer aus Deutschland kommt, landet meist an einem der Londoner Flughäfen. Von London-Luton und London-Stansted ist es nicht weit nach Bedfordshire. Wenn du vor dem Rückflug noch Linienverkehr fotografieren willst, findest du Tipps im Beitrag Planespotting in Heathrow.
Mit dem eigenen Flugzeug kannst du sogar einfliegen: Old Warden hat eine Graspiste, Landungen sind aber nur mit vorheriger Genehmigung (PPR) über die Website des Flugplatzes möglich.
Bist du bereit für Old Warden?
- Richtiges Ticket gekauft: Tagesticket oder Eventticket
- Wind- und Wettervorhersage geprüft
- Telezoom und Weitwinkel eingepackt
- Kamera auf längere Belichtungszeiten vorbereitet
- Stuhl oder Hocker statt Leiter dabei
- Sonnen- und Regenschutz eingepackt
- Taxi für den Rückweg organisiert oder Zufahrt geklärt
- Drohne zu Hause gelassen
Regeln an Flugtagen
Old Warden ist ein entspannter Ort, an Flugtagen gelten aber klare Regeln. Auf der Liste verbotener Gegenstände stehen unter anderem Leitern, Drohnen, Pavillons und übergroße Schirme, Grills und offenes Feuer, Laserpointer sowie Segways, Scooter und Skateboards. Kleine, gut gesicherte Strandmuscheln bis 1,2 Meter Höhe sind erlaubt. Zu Stühlen und Stativen sagt die Liste nichts – im Zweifel fragst du vorab nach.
Was in Old Warden nicht verhandelbar ist
Keine Leiter, keine Drohne, kein Überschreiten der Absperrungen an der Crowd Line. Auf die Flightline kommst du nur mit einer gebuchten Tour und folgst dort den Anweisungen des Guides. Fass keine Propeller, Steuerflächen oder Bespannungen an – die Flugzeuge sind empfindlich und flugfähig. Allgemeines zur Rechtslage beim Fotografieren in Großbritannien findest du im Beitrag Spotten in Großbritannien.
Die Flightline Tour ist das Upgrade für Fotografen. Rund 45 bis 55 Minuten lang führt dich ein Guide zwischen den abgestellten Flugzeugen hindurch. Teilnehmen darfst du ab 14 Jahren, unter 18-Jährige und Menschen mit eingeschränkter Mobilität brauchen eine Begleitung, Hunde sind nicht erlaubt. Ob und wann Touren angeboten werden, steht auf der jeweiligen Eventseite.
Old Warden mit anderen Zielen kombinieren
Der Osten Englands ist dicht mit Luftfahrtzielen besetzt. Das naheliegendste ist IWM Duxford südlich von Cambridge – ebenfalls ein Museum auf einem aktiven Flugplatz, mit Warbirds, Großflugzeugen und eigenen Flugtagen. Termine und Tipps stehen im Beitrag IWM Duxford Airshows. Hintergründe zur Institution liefert das Porträt des Imperial War Museum Duxford.
Wer de-Havilland-Geschichte vertiefen will, besucht das de Havilland Aircraft Museum in Hertfordshire. Für Pionierzeit und Motorsport ist das Brooklands Museum südwestlich von London spannend, für die Geschichte der Royal Air Force das RAF Museum London. Weiter entfernt warten das RAF Museum Cosford, das Fleet Air Arm Museum in Yeovilton und Aerospace Bristol in Filton.
Wenn dich fliegende Oldtimer begeistern, lohnt auch ein Blick nach Deutschland: Beim Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide kommen historische Flugzeuge aus ganz Europa zusammen. Und für Militärgeschichte ohne Flugbetrieb ist das Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow eine gute Ergänzung.
Die nächste Spitfire nicht verpassen
Setz Typen wie Spitfire oder Hurricane auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn ein passendes Flugzeug einen Flughafen in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fazit
Die Shuttleworth Collection ist einer der ungewöhnlichsten Spots in Europa: kein Linienverkehr, keine Großraumjets, dafür Flugzeuge aus der Pionierzeit und den beiden Weltkriegen, die tatsächlich fliegen. Auf der kurzen Graspiste in Old Warden kommen sie dir näher als bei fast jeder großen Airshow, vor einer Kulisse aus Wiesen und Bäumen, die zu ihrem Alter passt.
Der Preis dafür ist Planung. Ohne Flugtag siehst du vor allem die Hangars, und auch an Flugtagen entscheidet der Wind, was abhebt. Wer das akzeptiert, mit langen Belichtungszeiten übt und bis zum Abend bleibt, bringt aus Old Warden Bilder mit, die es so nirgends sonst gibt.
Kurzfazit
Die beste Adresse, um Doppeldecker, Pionierflugzeuge und Weltkriegsjäger in der Luft zu fotografieren – nah, ruhig und mit Graspisten-Charme. Komm an einem der Flugtage, prüf den Wind, lass die Leiter zu Hause und nimm dir Zeit für die Hangars.
Zusammenfassung
- Shuttleworth ist der Ort, an dem du Doppeldecker, Pioniermaschinen und Weltkriegsjäger nicht nur ansiehst, sondern fliegen hörst und fotografierst.
- Für Spotter lohnen sich vor allem die Flugtage; an normalen Tagen nutzt du die Hangars für Typen- und Detailfotos.
- Kurze Belichtungszeiten frieren Propeller ein – hier brauchst du bewusst längere Zeiten und eine saubere Mitzieh-Technik.
- Kombiniere Old Warden mit Duxford oder weiteren britischen Museen zu einem Spottertrip in den Osten Englands.
Häufige Fragen
Was ist die Shuttleworth Collection?
Eine Sammlung historischer Flugzeuge und Fahrzeuge auf dem Anwesen Old Warden in Bedfordshire, getragen vom Shuttleworth Trust. Gegründet hat sie der Flieger und Rennfahrer Richard Shuttleworth, der 1928 zu sammeln begann. Das Besondere: Die meisten Flugzeuge sind flugfähig und werden bei Airshows auf dem eigenen Grasplatz geflogen. Mehr zur Institution steht im Porträt der Shuttleworth Collection.
Wann finden die Airshows 2027 statt?
Der Trust hat für 2027 sieben Flugtage angekündigt: Season Premiere (So, 9. Mai), Military Air Show (Sa, 29. Mai), Festival of Flight (Sa/So, 26./27. Juni), Summer Air Show (Sa, 24. Juli), Wings & Wheels (Sa, 14. August), Flying Proms (Sa, 28. August) und das neue Season Finale (Sa, 25. September). Termine und Programme können sich ändern – maßgeblich ist die Website des Trusts.
Wann fliegen die Flugzeuge an einem Airshow-Tag?
Auf den Eventseiten nennt der Trust nur ungefähre Zeitfenster für die Flugprogramme, meist ab dem frühen Nachmittag und bei manchen Shows mit einem zusätzlichen Abendprogramm. Zeiten für einzelne Vorführungen veröffentlicht er nicht, weil das Programm von Wetter und Einsatzbereitschaft abhängt und sich auch am Tag selbst ändern kann. Plane deshalb den ganzen Tag ein und bleib bis zum Schluss – gerade die ältesten Maschinen fliegen meist erst, wenn der Wind abflaut.
Fliegt die Blériot von 1909 wirklich noch?
Ja, allerdings nur für kurze Hüpfer über den Platz statt für ausgedehnte Runden – dafür ist die Maschine zu wertvoll. Die Blériot XI G-AANG gilt als ältestes flugfähiges Flugzeug der Welt. Ob sie an einem bestimmten Tag fliegt, hängt vor allem vom Wind ab.
Was kostet der Eintritt?
Das Tagesticket kostet laut Trust 19,50 £ für Erwachsene und 17,50 £ ermäßigt (60+, Streitkräfte, Studierende). Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt 30 Tage für beliebig viele Besuche, aber nicht an Airshow- und Eventtagen – dafür kaufst du ein eigenes Ticket über die Eventseite. Preise können sich ändern.
Darf ich eine Leiter oder Drohne mitbringen?
Nein. An Airshow- und Eventtagen stehen Leitern und Drohnen auf der Liste verbotener Gegenstände, ebenso Pavillons und übergroße Schirme. Kleine, gut gesicherte Strandmuscheln bis 1,2 Meter Höhe sind erlaubt. Zu Stühlen und Stativen macht die Liste keine Angabe – frag im Zweifel vorab beim Trust nach.
Was ist eine Flightline Tour?
Eine geführte Tour über die Flightline an Airshow-Tagen, bei der du rund 45 bis 55 Minuten zwischen den abgestellten Flugzeugen unterwegs bist. Sie ist ab 14 Jahren buchbar, der Boden ist uneben, Hunde dürfen nicht mit. Verfügbarkeit und Buchung findest du auf der jeweiligen Eventseite.
Wie komme ich ohne Auto nach Old Warden?
Der nächste Bahnhof ist Biggleswade, rund drei Meilen entfernt. Laut Trust brauchst du von dort etwa zehn Minuten mit dem Taxi oder 45 bis 60 Minuten zu Fuß. Alternativ fährst du nach Bedford und nimmst ein Taxi für rund 20 Minuten. Bestell das Taxi für den Rückweg an Flugtagen frühzeitig.
Darf mein Hund mit?
Grundsätzlich ja, angeleint etwa in den Paddocks am Flugfeld, im Visitor Centre und im Sunroom des Runway Café. In die Hangars, den Swiss Garden, das Shuttleworth House und die Hauptbereiche des Cafés dürfen nur Assistenzhunde. Bei den Flying Proms und auf der Flightline Tour sind Hunde nicht erlaubt.
Was ist mit der DH.88 Comet „Grosvenor House“?
Die rote Comet G-ACSS, Siegerin des Luftrennens von England nach Australien 1934, wurde beschädigt und ist ein Werkstattprojekt. Nach dem Projektbericht des Trusts vom September 2026 ist die Tragfläche abgebaut und wird untersucht; die Versicherung trägt die Reparatur grundsätzlich, und ein Spendenaufruf soll weitere Arbeiten finanzieren. Ziel ist, dass sie zum 100. Jahrestag des Rennens wieder fliegt.
Shuttleworth Collection am Flugplatz Old Warden in der Planetrack App
Spot auf der Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Pisten, Wetter und Wind am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Spots in der Nähe
IWM Duxford – Museum und Flugplatz bei Cambridge
Auf dem alten Spitfire-Flugplatz südlich von Cambridge stehen SR-71, B-52 und Concorde in den Hallen – und draußen rollen flugfähige Warbirds zur Graspiste. So planst du deinen Spottertag in Duxford, ob an einem ruhigen Werktag oder mitten im Airshow-Trubel.
MuseumRAF Museum Midlands am Flugplatz RAF Cosford
Freier Eintritt, alle drei V-Bomber unter einem Dach und eine TSR-2 im Testflug-Hangar: Das RAF Museum Midlands liegt direkt am aktiven RAF-Flugplatz Cosford in Shropshire. So holst du als Spotter das Maximum aus Hangars, Außenfläche und Air-Show-Tag heraus.
MuseumAerospace Bristol – Luftfahrtmuseum am ehemaligen Flugplatz Filton
Auf dem alten Werksflugplatz im Norden von Bristol steht die letzte gebaute Concorde – und du darfst einsteigen. Drumherum erzählt Aerospace Bristol über hundert Jahre Flugzeugbau in Filton, von der Boxkite bis zum Airbus-Flügel. So holst du als Spotter das Beste aus dem Besuch heraus.
MuseumFleet Air Arm Museum an der RNAS Yeovilton
Europas große Sammlung zur Marinefliegerei liegt direkt an einem aktiven Militärflugplatz: Im Museum steigst du in die erste britische Concorde und stehst auf dem nachgebauten Deck der Ark Royal, draußen fliegen Wildcat und Merlin. So holst du aus Yeovilton einen vollen Spottertag heraus.
Flugzeugtypen, die du hier bestimmen kannst
Supermarine Spitfire
Der elliptische Flügel ist unverwechselbar: Die Supermarine Spitfire ist das berühmteste britische Jagdflugzeug und heute einer der häufigsten Warbirds Europas. So unterscheidest du Merlin- und Griffon-Spitfires, findest die Maschinen der BBMF und erfährst, wie Rundflüge im Zweisitzer funktionieren.
✈ FlugzeugtypHawker Hurricane
Buckelrücken, dicker Flügel und ein breites Fahrwerk: Die Hawker Hurricane trug in der Luftschlacht um England die Hauptlast der RAF-Abwehr und steht heute im Schatten der Spitfire. So erkennst du sie, unterscheidest die Versionen und findest flugfähige Exemplare.
✈ Flugzeugtypde Havilland DH.82 Tiger Moth
Zwei offene Sitze hintereinander, ein nach hinten gepfeilter Oberflügel und ein Reihenmotor, der kopfüber in der Nase hängt: Die Tiger Moth hat Tausende Piloten ausgebildet und fliegt bis heute. So erkennst du sie und hier triffst du sie in Europa.
✈ Flugzeugtypde Havilland Canada DHC-1 Chipmunk
Tiefdecker mit langer Glashaube, schlanke Nase, Spornrad: Die DHC-1 Chipmunk hat nach dem Krieg Generationen von RAF-Piloten ausgebildet und fliegt heute vor allem in Privathand. So erkennst du den kleinen Trainer und hier triffst du ihn in Europa.
✈ FlugzeugtypDe Havilland DH.89 Dragon Rapide
Zwei Flügel übereinander, zwei Gipsy-Six-Motoren in schlanken Gondeln und eine Kabine aus Holz: Die De Havilland DH.89 Dragon Rapide war in den 1930ern ein moderner Kurzstrecken-Airliner und ist heute einer der beliebtesten Rundflug-Oldtimer Großbritanniens.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Shuttleworth Collection
In Old Warden stehen die Flugzeuge nicht nur in der Halle: Die Shuttleworth Collection hält Maschinen von 1909 bis in die 1950er-Jahre flugfähig – darunter einige der ältesten fliegenden Flugzeuge der Welt. Der Guide zu Sammlung, Graspiste, Airshows und Fotoplanung.
MuseumImperial War Museum Duxford
Duxford ist Museum und aktiver Flugplatz zugleich: In den Hangars des früheren RAF-Jägerflugplatzes stehen Concorde, SR-71 und B-52, auf dem Vorfeld warten flugfähige Spitfires – und mehrmals im Jahr hebt alles ab, was Propeller hat. Der Guide für Airshow-Besucher und Spotter.
Museumde Havilland Aircraft Museum
Dort, wo 1939 die Mosquito entworfen wurde, steht heute ihr Prototyp – daneben zwei weitere Mosquitos, der Rumpf einer frühen Comet und mehr als ein halbes Jahrhundert de-Havilland-Geschichte. Der Guide zum nach eigener Aussage ersten Luftfahrtmuseum Großbritanniens bei London Colney.
MuseumBrooklands Museum
Auf dem Gelände der ersten Rennstrecke der Welt baute Vickers Wellington, Viscount und VC10. Heute stehen dort eine Concorde, die VC10 des Sultans von Oman und ein Bomber aus dem Loch Ness – der Guide für Luftfahrtfans, die Brooklands bei Weybridge besuchen.
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- Mitzieher-Technik: Bewegung im Bild, das Flugzeug bleibt scharf
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- Airshows fotografieren: Einstellungen für Jets, Propeller und Kunstflug
- Checkliste für den Airshow-Tag: Ausrüstung, Verpflegung, Gehörschutz
- Britische G-Kennzeichen: G-INFO, Wunschkennzeichen und Besonderheiten
- Spotten in Großbritannien: Terrorism Act, Polizeibefugnisse und spotterfreundliche Flughäfen
- IWM Duxford: Warbird-Airshows und Museum in England
- Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide: historische Flugzeuge in Kirchheim/Teck

