Das Wichtigste in Kürze
- Austrian ist der Spitzenreiter: Austrian hat über die Jahre besonders viele Sonderbemalungen geflogen – von Retro-Jets über Life-Ball-Designs bis zur Johann-Strauss-777.
- Retro mit Tradition: Der A320 OE-LBO fliegt seit Februar 2019 im Stil der 1980er-Jahre. Vorher trug der A320 OE-LBP über zehn Jahre ein Design aus den 1950er-Jahren.
- SWISS setzt auf wenige, starke Einzelstücke: Aktuell fallen vor allem der A350 HB-IFA in der Wanderlust-Bemalung und die Star-Alliance-A320 auf.
- Edelweiss, Helvetic, Chair und People’s: Hier sind Sonderlackierungen die Ausnahme. Umso wertvoller ist ein Treffer wie die Help-Alliance-A320 HB-JLT.
- Sonderbemalungen sind befristet: Viele Designs verschwinden nach ein bis zwei Jahren wieder. Die Kennzeichen-Liste von heute ist morgen schon veraltet.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Austrian Airlines: die aktuellen Sonderlackierungen
- 3.Austrian: die Sonderlackierungen von gestern
- 4.SWISS: wenige, aber markante Einzelstücke
- 5.Edelweiss, Helvetic, Chair und People’s
- 6.Wo du die Sonderlackierungen fotografierst
- 7.In fünf Schritten zur gesuchten Maschine
- 8.Häufige Fehler
- 9.Fazit
Rot-Weiß-Rot in Wien, rotes Heck mit weißem Kreuz in Zürich: Die Standardfarben der Airlines aus Österreich und der Schweiz kennst du nach ein paar Spotting-Tagen auswendig. Spannend wird es, wenn plötzlich ein A320 im Look der 1980er-Jahre aufsetzt oder eine Boeing 777 mit Johann-Strauss-Motiven zum Gate rollt. Dieser Guide sammelt die Sonderlackierungen von Austrian, SWISS, Edelweiss und weiteren Airlines aus Österreich und der Schweiz, trennt aktuelle von historischen Designs und zeigt dir, wie du die Einzelstücke gezielt vor die Linse bekommst.
Keine Sonderlackierung mehr verpassen
Setz Kennzeichen wie OE-LBO oder HB-IFA auf deine Wunschliste – Planetrack meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort
Wer in Österreich und der Schweiz Sonderlackierungen sucht, landet vor allem bei Austrian Airlines in Wien und SWISS in Zürich. Austrian hat über die Jahre auffallend viele Sonderbemalungen geflogen: Retro-Designs, Kulturmotive, Werbung zu Großereignissen und Botschaften rund um Klima und Europa. SWISS ist zurückhaltender und setzt auf wenige, dafür sehr markante Einzelstücke. Bei Edelweiss, Helvetic, Chair und People’s sind Sonderfarben die große Ausnahme.
Alle Kennzeichen und Zeiträume in diesem Artikel stammen aus öffentlich zugänglichen Flottenübersichten und Airline-Angaben, Stand Oktober 2026. Sonderbemalungen sind befristet – prüf vor jeder Tour, ob die gesuchte Maschine noch im Sonderdesign fliegt.
Warum die Präfixe wichtig sind: Fast jede gezielte Suche läuft über das Kennzeichen. Wie die Systematik dahinter aufgebaut ist, erklären die Artikel zu den österreichischen OE-Kennzeichen und den Schweizer HB-Kennzeichen.
Austrian Airlines: die aktuellen Sonderlackierungen
Austrian fliegt im Standard ein rot-weiß-rotes Design mit Pfeil-Logo am Leitwerk, seit dem Markenrelaunch von 2018 mit weißen Triebwerksverkleidungen. Dazwischen tauchen regelmäßig Maschinen auf, die anders aussehen. Nach den gängigen Flottenübersichten waren im Herbst 2026 diese Sonderlackierungen im Einsatz:
| Kennzeichen | Typ | Design | seit |
|---|---|---|---|
| OE-LBO | Airbus A320-200 | Retro-Look der 1980er-Jahre | Februar 2019 |
| OE-LPF | Boeing 777-200ER | Johann Strauss | Februar 2025 |
| OE-LBZ | Airbus A320-200 | Star Alliance | Oktober 2016 |
| OE-LBY | Airbus A320-200 | Star Alliance | Februar 2026 |
| OE-LWH | Embraer 195 | Star Alliance | September 2016 |
| OE-LZN, OE-LZO, OE-LZP, OE-LZQ, OE-LZR | Airbus A320neo | „Less noise. Less CO₂. #makechangefly“ | 2022 bis 2025 nach und nach |
Der Retro-A320 OE-LBO
Das bekannteste Einzelstück der Flotte. Der Airbus A320 OE-LBO trägt seit Februar 2019 eine Bemalung im Stil der Austrian-Optik aus den 1980er-Jahren. Er löste damit seinen Schwesterjet OE-LBP ab, der von März 2008 bis Februar 2019 in einem noch älteren Retro-Design aus den 1950er-Jahren unterwegs war. Wer beide im Archiv hat, besitzt also zwei Epochen Austrian-Geschichte auf zwei Kennzeichen. Weil der A320 auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt, kommt OE-LBO auch regelmäßig nach Deutschland – mit etwas Glück an deinen Heimatflughafen. Wie Retro-Designs bei anderen Airlines aussehen, zeigt der Überblick zu Retro-Lackierungen.
Die Johann-Strauss-777 OE-LPF
Seit Februar 2025 fliegt die Boeing 777-200ER OE-LPF mit Motiven rund um Johann Strauss. 2025 war das Jahr, in dem Wien den 200. Geburtstag des Walzerkönigs feierte. OE-LPF hat dabei schon eine Sondergeschichte hinter sich: Sie war 2018 die erste Maschine im neuen Austrian-Design und trug danach von Mai 2018 bis Februar 2025 eine Bemalung zum Jubiläum „60 Years Flying“. Für Langstrecken-Fans ist sie das auffälligste Motiv der aktuellen Austrian-Flotte – in Wien siehst du sie vor allem zu den Zeiten der Langstrecken-Abflüge und -Ankünfte.
Star-Alliance-Jets und Botschaften am Rumpf
Die Star-Alliance-Maschinen OE-LBY, OE-LBZ und die Embraer 195 OE-LWH tragen das gemeinsame Design der Star Alliance. Bei der E195 lohnt sich Eile: Austrian hat angekündigt, die Embraer-Flotte bis Ende 2028 abzugeben. Was hinter den Allianz-Lackierungen steckt und wer sie sonst noch fliegt, erklärt der Artikel zu Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Die A320neo-Gruppe mit „Less noise. Less CO₂.“ ist eher eine Botschaft als eine Vollbemalung: Der Schriftzug am Rumpf weist auf die leiseren und sparsameren Triebwerke hin. Für die Sammlung zählen sie trotzdem – und weil es inzwischen fünf davon gibt, sind sie die einfachste „Sonderlackierung“ der Flotte.
Aufkleber statt Lack
Einige Austrian-Designs der letzten Jahre waren Aufkleber statt Vollbemalungen, etwa zur Expo 2025 in Osaka auf dem A320 OE-LBN (März bis Dezember 2025). Solche Gestaltungen sind schnell angebracht und genauso schnell wieder entfernt. Wenn du von einem Design hörst, warte nicht bis zur nächsten Saison. Mehr zum Unterschied erklärt der Artikel Folie oder Lack.
Austrian: die Sonderlackierungen von gestern
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, warum Austrian unter Spottern als Sonderlackierungs-Airline gilt. Viele Designs sind heute Geschichte und nur noch auf Archivfotos zu finden:
| Kennzeichen | Typ | Design | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| OE-LBP | Airbus A320-200 | Retro, 1950er-Jahre | 2008–2019 |
| OE-LPD | Boeing 777-200ER | „my Sound of Austria“ | 2017–2024 |
| OE-LAY | Boeing 767-300ER | Life Ball | 2017–2019 |
| OE-LPB | Boeing 777-200ER | Life Ball 2014 | April–Juni 2014 |
| OE-LBS | Airbus A320 | Eurovision Song Contest 2015 | 2015–2016 |
| OE-LBA | Airbus A321 | „myDreamteam“ | 2016–2018 |
| OE-LBC | Airbus A321 | Fußball-EM 2008 mit Werbepartner | 2007–2008 |
| OE-LAL | Airbus A340-300 | Wiener Philharmoniker | 2006–2007 |
| OE-LZO | Airbus A320neo | „Yes to Europe“ | April–November 2024 |
| OE-LBN | Airbus A320-200 | Expo 2025 Osaka | März–Dezember 2025 |
Einige Geschichten dahinter sind für Sammler besonders reizvoll:
- Life Ball: Für die bekannte Wiener Benefizveranstaltung trug zuerst die 777 OE-LPB 2014 für wenige Wochen ein Sonderdesign, später die Boeing 767-300ER OE-LAY von 2017 bis 2019.
- Eurovision 2015: Als der Song Contest 2015 in Wien stattfand, flog der A320 OE-LBS im passenden Design.
- Der Philharmoniker-A340: Der Airbus A340-300 OE-LAL war von 2006 bis 2007 eine Hommage an die Wiener Philharmoniker. Danach wechselte er zu SWISS und flog dort als HB-JML weiter – ein schönes Beispiel dafür, wie ein Flugzeug unter zwei Kennzeichen in zwei Ländern auftaucht.
- Mozartjahr und Gletscherlook: Zum Mozartjahr 2006 bekam ein A320 ein Mozart-Design, und eine Boeing 737-600 warb im „Gletscherlook“ für Tirol.
Die 767 verlässt die Austrian-Flotte laut Fachpresse bis Ende 2026. Wer die Typen und Designs der Vergangenheit noch ordnen will, findet im Ratgeber Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren eine Methode, um Kennzeichen, Design und Zeitraum sauber festzuhalten.
Deine Sonderlackierungen im Hangar
Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot und sammle sie in deinem Hangar – mit Wunschliste für alle Designs, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
SWISS: wenige, aber markante Einzelstücke
SWISS erkennst du am roten Leitwerk mit weißem Schweizer Kreuz. Seit dem Logo-Wechsel im Herbst 2011 zeigt sogar das Firmenlogo diese Heckflosse. Bei Sonderbemalungen ist SWISS deutlich sparsamer als Austrian. Nach den gängigen Übersichten sah der Stand im Herbst 2026 so aus:
| Kennzeichen | Typ | Design | Taufname | seit |
|---|---|---|---|---|
| HB-IFA | Airbus A350-900 | „Wanderlust“ | Lausanne | Oktober 2025 |
| HB-IJN | Airbus A320-200 | Star Alliance | Crans-Montana | Februar 2015 |
| HB-IJO | Airbus A320-200 | Star Alliance | Verbier | März 2015 |
Der A350 HB-IFA ist das Highlight. Der Airbus A350-900 gehört zu den neuesten Langstreckenjets von SWISS und fliegt seit Oktober 2025 in der Wanderlust-Bemalung. Weil er auf Langstrecken eingesetzt wird, bekommst du ihn praktisch nur in Zürich zu sehen – dafür dort mit planbaren Zeiten, sobald du weißt, auf welcher Rotation er unterwegs ist.
Die beiden Star-Alliance-A320 HB-IJN und HB-IJO sind dagegen Kurz- und Mittelstreckenjets und landen auch in Deutschland und Österreich. Ein dritter Star-Alliance-A320, HB-IJM, kehrte im Februar 2026 nach gut elf Jahren ins Standarddesign zurück.
Frühere SWISS-Designs
- „Faces of Swiss“: Die Boeing 777-300ER HB-JNA trug von Januar 2016 bis Februar 2017 diese Sonderbemalung – damals auf dem größten Flugzeugtyp der Flotte.
- „Fichtre“: Der A220-300 HB-JCA warb von 2017 bis 2018 für die Westschweiz und trug 2019 eine Variante zur Fête des Vignerons, dem großen Winzerfest in Vevey.
- „Hopp Schwiiz“: Der A320 HB-IJM flog von Dezember 2007 bis Dezember 2009 unter diesem Schweizerdeutschen Anfeuerungsruf als Motto.
- Langstrecken-Einzelstücke: Auch auf der Langstrecke gab es kurze Sonderphasen, etwa beim A330-200 HB-IQR (August 2008 bis Juni 2009) und beim A340-300 HB-JMJ (Mai 2010 bis August 2011).
Eine Retro-Lackierung im Stil der historischen Swissair (1931–2002) taucht in den gängigen Übersichten der SWISS-Sonderlackierungen nicht auf. Wenn du Swissair-Farben suchst, bleibt dir der Blick ins Archiv oder ins Museum. Den Hintergrund zu legendären Airline-Designs liefert der Artikel Legendäre Airline-Lackierungen der Geschichte.
Edelweiss, Helvetic, Chair und People’s
Die kleineren Airlines der beiden Länder fliegen fast ausschließlich im Standarddesign. Gerade deshalb lohnt der genaue Blick.
Edelweiss trägt eine große Edelweiss-Blüte am Leitwerk und die Farben Rot und Weiß. 2015 wurde das Design überarbeitet, die Blüte wurde größer und am Rumpf kam „Switzerland“ hinzu. Im August 2024 stellte die Airline erneut eine neue Farbgestaltung vor – ältere und neuere Fotos derselben Maschine können deshalb unterschiedlich aussehen. Die bekannteste Sonderbemalung ist die A320 HB-JLT „Madrisa“, die seit Mai 2022 für die Hilfsorganisation Help Alliance wirbt. Weil die vierstrahlige A340 bei Edelweiss bis Mitte Januar 2027 ausscheidet, ist auch das Standarddesign auf diesem Typ inzwischen ein Motiv mit Ablaufdatum.
Helvetic Airways fliegt Embraer-Jets in Rot, Weiß und Silbergrau mit Schweizer Kreuz am Leitwerk. Ein Einzelstück mit Geschichte: Die E190-E2 HB-AZE war 2020 der 1.600. ausgelieferte E-Jet und trug bei der Übergabe eine „1600“-Markierung unter dem Cockpit.
Chair Airlines sieht am Heck SWISS zum Verwechseln ähnlich. Den Unterschied machen der Schriftzug „chair“ und die stilisierte Welle am hinteren Rumpf. Eine echte Sonderlackierung ist nicht bekannt – spannend sind eher Aushilfen der Miteigentümerin Enter Air, die in fremden Farben unter Chair-Flugnummer fliegen.
People’s aus Altenrhein am Bodensee betreibt nur eine einzige Embraer 170 mit österreichischem OE-Kennzeichen. Eine Sonderbemalung gibt es nicht, aber die Maschine selbst ist schon ein seltener Eintrag. Am besten fotografierst du sie am Fliegermuseum Altenrhein oder in Wien.
Historisch spannend ist außerdem Lauda Air (1979–2013). Eine Boeing 767-300ER der Airline trug zum Beispiel den Namen „Frank Sinatra“ und startete am 30. August 1999 zu einem zwölftägigen Flug rund um die Welt. 2011 trug nur noch die Boeing 737-800 OE-LNK die Lauda-Air-Farben.
Wo du die Sonderlackierungen fotografierst
Die gute Nachricht: Fast alle Einzelstücke kehren regelmäßig an ihr Drehkreuz zurück. Du musst also nicht kreuz und quer reisen, sondern nur zur richtigen Zeit am richtigen Flughafen stehen.
Wien-Schwechat ist das Revier für Austrian. Der Flughafen Wien ist Drehkreuz der Airline, hier siehst du Kurz- und Langstrecke gleichermaßen. Für Landungen und Starts bieten sich der Spotterhügel und die Besucherterrasse an. Den kompletten Überblick über Spots, Betriebsrichtungen und Licht liefert der Guide Planespotting in Wien-Schwechat.
Zürich ist Heimat von SWISS, Edelweiss, Helvetic und Chair. Am Flughafen Zürich bekommst du an einem guten Tag vier Schweizer Airlines und mit etwas Glück den Wanderlust-A350 zusammen. Bekannte Standorte sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B; mehr Details findest du im Guide Planespotting in Zürich.
Genf ist für SWISS die zweite Basis. Hier landen vor allem die Kurz- und Mittelstreckenjets der Airline. Ein guter Startpunkt ist die Aussichtsterrasse am Flughafen Genf, Tipps gibt der Guide Planespotting in Genf.
Die Kurzstrecken-Sonderbemalungen kommen aber auch zu dir: Austrian und SWISS gehören zur Lufthansa Group und fliegen regelmäßig die großen deutschen Drehkreuze an. Ein Retro-A320 in Frankfurt oder München ist deshalb keine Sensation, aber immer ein Grund, das Kennzeichen im Blick zu behalten. Welche Sonderdesigns die deutschen Airlines fliegen, sammelt der Artikel Sonderlackierungen deutscher Airlines.
In fünf Schritten zur gesuchten Maschine
1. Kennzeichen notieren
Sonderlackierungen sind an ein einzelnes Flugzeug gebunden. Ohne Kennzeichen keine gezielte Suche – OE-LBO, OE-LPF oder HB-IFA sind dein Suchbegriff.
2. Aktuellen Stand prüfen
Fliegt die Maschine noch im Sonderdesign? Aktuelle Fotos aus der Community verraten dir, ob die Folie noch drauf ist oder das Flugzeug längst wieder im Standarddesign unterwegs ist.
3. Einsatz auf dem Tracker verfolgen
Flugverfolgungsdienste zeigen, welche Strecke das Kennzeichen heute fliegt. Wie das funktioniert, erklärt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
4. Betriebsrichtung und Licht abgleichen
Entscheidend ist, auf welcher Piste gelandet oder gestartet wird und ob die Sonne zur geplanten Zeit hinter dir steht. Danach wählst du den Spot.
5. Puffer einplanen
Umläufe ändern sich kurzfristig. Plan eine Stunde Reserve ein und hab einen Plan B – an Drehkreuzen wie Wien und Zürich gibt es immer genug anderes Programm.
Welche Werkzeuge dir dabei helfen und wie du Benachrichtigungen für bestimmte Flugzeuge einrichtest, zeigt der Artikel Alarme für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten. Allgemeine Strategien für die Suche nach Sonderdesigns findest du im Ratgeber Special Liveries finden.
Bist du bereit für die Sonderlackierungs-Jagd?
- Ich kenne das Kennzeichen der Maschine, die ich suche.
- Ich habe aktuelle Fotos gesehen, die zeigen, dass das Design noch existiert.
- Ich weiß, auf welcher Strecke die Maschine heute fliegt.
- Ich kenne die Betriebsrichtung am Zielflughafen.
- Ich habe einen Spot mit passendem Licht ausgesucht.
- Ich habe einen Plan B, falls der Umlauf kurzfristig wechselt.
Häufige Fehler
- Veraltete Listen nutzen: Eine Übersicht von vor zwei Jahren führt dich zu Designs, die längst entfernt sind – etwa „my Sound of Austria“ auf OE-LPD, die seit Oktober 2024 Geschichte ist.
- Chair und Helvetic mit SWISS verwechseln: Alle drei tragen ein Schweizer Kreuz am Heck. Schriftzug, Typ und Kennzeichen klären die Zuordnung.
- Kennzeichen-Wechsel übersehen: Flugzeuge wechseln den Betreiber. Der Philharmoniker-A340 OE-LAL ist als HB-JML bei SWISS weitergeflogen – im Archiv sind das zwei Einträge für dieselbe Maschine.
- Botschaften unterschätzen: Schriftzüge wie „Less noise. Less CO₂.“ wirken unspektakulär, sind aber oft genauso befristet wie große Bemalungen.
Spot, Licht und Alarm in einer App
Finde auf der Spot-Karte die besten Standorte in Wien und Zürich, plane mit dem Sonnenstand-Planer und lass dich benachrichtigen, wenn eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Österreich und die Schweiz sind für Liebhaber von Sonderlackierungen ein kompaktes Revier. Austrian liefert seit Jahren die größte Vielfalt, vom Retro-A320 OE-LBO bis zur Johann-Strauss-777 OE-LPF. SWISS setzt mit dem Wanderlust-A350 HB-IFA ein Ausrufezeichen, Edelweiss mit der Help-Alliance-A320 HB-JLT. Helvetic, Chair und People’s fliegen im Standarddesign, haben aber eigene Geschichten. Wer das Kennzeichen kennt, den Einsatz auf dem Tracker verfolgt und in Wien oder Zürich den passenden Spot wählt, macht aus Zufallsfunden planbare Treffer.
Kurzfazit
Für Sonderlackierungen fährst du nach Wien (Austrian) und Zürich (SWISS, Edelweiss). Prüfe vor jeder Tour, ob das Design noch fliegt, und arbeite mit dem Kennzeichen statt mit dem Zufall – Sonderbemalungen sind befristet, und manches Motiv ist schneller weg, als dir lieb ist.
Zusammenfassung
- Die Sonderlackierungen der Airlines aus Österreich und der Schweiz konzentrieren sich auf die beiden Drehkreuze Wien und Zürich.
- Austrian nutzt Sonderbemalungen für Kultur, Jubiläen, Großereignisse und Botschaften, SWISS vor allem für Allianz-, Regional- und Marken-Themen.
- Ein großer Teil der früheren Designs ist Geschichte und nur noch auf Archivfotos zu finden – etwa die Life-Ball-Jets oder der Philharmoniker-A340.
- Wer eine bestimmte Maschine sucht, arbeitet mit dem Kennzeichen, prüft den Einsatz auf dem Tracker und plant Spot und Licht passend zur Betriebsrichtung.
Häufige Fragen
Welche Sonderlackierungen fliegt Austrian Airlines aktuell?
Nach öffentlich zugänglichen Flottenübersichten (Stand Herbst 2026) gehören dazu der Retro-A320 OE-LBO im Stil der 1980er-Jahre, die Boeing 777-200ER OE-LPF im Johann-Strauss-Design, die Star-Alliance-Maschinen OE-LBY, OE-LBZ und die Embraer 195 OE-LWH sowie mehrere A320neo mit dem Schriftzug „Less noise. Less CO₂.“. Weil Sonderbemalungen befristet sind, prüfst du den aktuellen Stand am besten vor jeder Tour.
Was ist die Wanderlust-Lackierung von SWISS?
So heißt die Sonderbemalung des Airbus A350-900 mit dem Kennzeichen HB-IFA, der den Taufnamen „Lausanne“ trägt. Sie fliegt seit Oktober 2025. Weil der A350 auf der Langstrecke unterwegs ist, siehst du ihn vor allem in Zürich.
Gibt es bei SWISS eine Retro-Lackierung?
Eine klassische Retro-Bemalung im Stil von Swissair ist in den gängigen Übersichten der SWISS-Sonderlackierungen nicht verzeichnet. Bekannte frühere Einzelstücke waren die Boeing 777-300ER HB-JNA im Design „Faces of Swiss“ (2016 bis 2017) und der A220-300 HB-JCA mit Westschweiz-Motiven (2017 bis 2019).
Hat Edelweiss Sonderlackierungen?
Ja, aber nur wenige. Bekanntestes Beispiel ist die A320 HB-JLT, die seit Mai 2022 eine Bemalung zugunsten der Hilfsorganisation Help Alliance trägt und „Madrisa“ heißt. Ansonsten fliegt Edelweiss im Standarddesign mit der Edelweiss-Blüte am Leitwerk.
Wo fotografiere ich Austrian-Sonderlackierungen am besten?
Am Flughafen Wien, dem Drehkreuz von Austrian. Dort landen und starten praktisch alle Maschinen der Flotte regelmäßig. Gute Ausgangspunkte sind der Spotterhügel und die Besucherterrasse. Welcher Spot passt, hängt von der Betriebsrichtung und vom Sonnenstand ab.
Wie erfahre ich, wann eine bestimmte Sonderlackierung kommt?
Über das Kennzeichen. Flugverfolgungsdienste zeigen, welchen Flug eine Maschine mit einem bestimmten Kennzeichen gerade fliegt oder als Nächstes fliegt. Mit Planetrack setzt du das Kennzeichen auf deine Wunschliste und bekommst einen Sichtungs-Alarm, wenn die Maschine anfliegt oder landet.
Sind die Star-Alliance-Lackierungen echte Sonderbemalungen?
Ja. Mitglieder der Star Alliance lackieren einzelne Flugzeuge im gemeinsamen Allianz-Design mit großem Star-Alliance-Schriftzug. Austrian und SWISS haben mehrere solche Maschinen in der Flotte. Unter Spottern zählen sie als eigene Livery, auch wenn sie weniger selten sind als Einzelstücke wie der Retro-A320.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Spotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
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