Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Rumpf, bewährter Flügel: Die Latitude (Model 680A) kombiniert den Flügel der Citation Sovereign mit einem komplett neuen, runden Rumpf.
- Flacher Kabinenboden: 1,83 Meter Stehhöhe und kein abgesenkter Mittelgang – das war 2015 das Verkaufsargument und gibt dem Jet seine dicke Silhouette.
- Im Tracking als C68A: Die Sovereign läuft als C680, die Longitude als C700. Mit dem Code filterst du die Latitude gezielt heraus.
- Bestseller: Im September 2026 rollte die 500. Latitude in Wichita aus der Halle. Textron nennt sie den meistverkauften Midsize-Jet der Welt.
- Große Flottenbetreiber: NetJets gehört seit der Erstbestellung 2012 zu den wichtigsten Kunden, auch in Europa.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Cessna Citation Latitude?
- 2.Der flache Kabinenboden: das Kernmerkmal
- 3.Technik im Überblick
- 4.Die Latitude in der Cessna-Familie
- 5.So erkennst du die Latitude
- 6.Häufige Verwechslungen
- 7.Wer fliegt die Latitude?
- 8.Wo du die Latitude antriffst
- 9.Spotting-Tipps für Midsize-Jets
- 10.Häufige Fehler bei der Bestimmung
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Cessna (seit 2014 Marke von Textron Aviation), Wichita, Kansas |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | Model 680A (Marktname Citation Latitude) |
| Klasse | Midsize Jet |
| ICAO-Typcode | C68A |
| Abgeleitet von | Citation Sovereign (Model 680): Flügel und Triebwerksfamilie übernommen |
| Vorstellung | Oktober 2011 auf der NBAA-Messe |
| Erstflug | 18. Februar 2014 in Wichita |
| Zulassung | FAA im Juni 2015, EASA im Dezember 2015 |
| Erste Auslieferungen | August 2015 |
| Insassen | bis zu 9 Passagiere laut Hersteller |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney Canada PW306D1 am Heck, je 5.907 lbf (rund 26,3 kN) Schub |
| Cockpit | Garmin G5000 mit drei 14-Zoll-Displays und integrierten Autothrottles |
| Länge | 19,0 m |
| Spannweite | 22,05 m |
| Höhe | 6,4 m |
| Flügelpfeilung | 16,3 Grad |
| Kabine | 6,63 m lang, 1,96 m breit, 1,83 m hoch, flacher Boden |
| Max. Startgewicht | 13.971 kg |
| Reichweite (Herstellerangabe) | 2.700 NM / rund 5.000 km mit vier Passagieren |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 446 Knoten (rund 826 km/h) |
| Max. Flughöhe | 45.000 ft |
| Startstrecke | 1.091 m (Herstellerangabe) |
| Landestrecke | 756 m (Herstellerangabe) |
| Status | in Produktion, 500. Maschine im September 2026 aus der Endmontage gerollt |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Auffällig runder, hoher Rumpf – deutlich voluminöser als bei Citation XLS oder Sovereign
- Gepfeilter Flügel ohne Winglets, übernommen von der Citation Sovereign
- Zwei Triebwerke am Heck in großen, runden Gondeln
- Höhenleitwerk hoch am Seitenleitwerk, nach gängigen Nachschlagewerken als Kreuzleitwerk ausgeführt – die Flosse ragt ein Stück darüber hinaus
- Große, ovale Kabinenfenster in einer gleichmäßigen Reihe
- Einteilige Einstiegstür mit integrierter Treppe vorne links
Aktualisiert: Oktober 2026 – Am Business-Aviation-Vorfeld steht ein Jet, der irgendwie zu dick für seine Länge wirkt: runder, hoher Rumpf, große ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein schlanker, gepfeilter Flügel. Sehr wahrscheinlich ist das eine Cessna Citation Latitude. Seit 2015 hat sich der Midsize-Jet zu einem weit verbreiteten Businessjet entwickelt, im September 2026 rollte bereits das 500. Exemplar aus der Halle. Hier erfährst du, warum der flache Kabinenboden so wichtig war, wie die Latitude mit Sovereign und Longitude verwandt ist und wie du sie auf dem Vorfeld sicher bestimmst.
Citations sauber sortieren
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Was ist die Cessna Citation Latitude?
Die Latitude ist ein Midsize-Businessjet aus dem Hause Cessna, das seit 2014 zusammen mit Beechcraft unter dem Dach von Textron Aviation firmiert. Offiziell heißt der Typ Model 680A. Die Nummer verrät die Herkunft: Die Latitude ist eine Weiterentwicklung der Citation Sovereign, die als Model 680 zugelassen ist.
Bei der Vorstellung auf der US-Messe NBAA im Oktober 2011 positionierte Cessna die Latitude zwischen der Citation XLS und der Sovereign. Die Idee war simpel und wirkungsvoll: Der bewährte Flügel und die Triebwerksfamilie der Sovereign bleiben, dazu kommt ein komplett neuer Rumpf, deutlich breiter und höher als alles, was Cessna bis dahin in dieser Größenklasse gebaut hatte.
Der Prototyp hob am 18. Februar 2014 in Wichita zum Erstflug ab. Im Juni 2015 erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Musterzulassung, die europäische EASA folgte im Dezember 2015. Ende August 2015 meldete Cessna die ersten Auslieferungen, bis Jahresende gingen 16 Maschinen an Kunden.
Gebaut wird die Latitude in Wichita, Kansas. Am 22. September 2026 feierte Textron Aviation dort den Rollout der 500. Latitude und bezeichnete den Typ als meistverkauften Midsize-Businessjet der Welt. Diese Einordnung ist eine Herstelleraussage, die Stückzahl zeigt aber: Die Latitude ist längst kein seltener Anblick mehr.
Der flache Kabinenboden: das Kernmerkmal
Um zu verstehen, warum die Latitude so aussieht, wie sie aussieht, lohnt ein Blick in die Kabine. Bei vielen kleineren und mittelgroßen Businessjets ist der Mittelgang abgesenkt. Nur dort kannst du aufrecht stehen, die Sitze stehen etwas erhöht links und rechts davon. Das spart Rumpfdurchmesser, kostet aber Fußraum und Komfort.
Cessna hat bei der Latitude einen anderen Weg gewählt: Der Boden ist durchgehend eben, die Kabine ist laut Hersteller 1,83 Meter hoch, 1,96 Meter breit und 6,63 Meter lang. Damit das klappt, braucht es einen großen, nahezu runden Rumpfquerschnitt aus Metall. Genau dieser Querschnitt ist es, der die Latitude von außen so wuchtig wirken lässt, obwohl sie mit 19 Metern Länge nicht größer ist als andere Midsize-Jets.
Diesen Querschnitt hat Cessna für die größere Citation Longitude übernommen und den Rumpf dort verlängert. Wer einmal das Rumpfprofil der Latitude im Kopf hat, erkennt die Verwandtschaft sofort.
Weitere Kabinendetails, die Textron hervorhebt: eine elektrisch betätigte Einstiegstür mit rund 79 Zentimetern Breite, die sich per Knopfdruck öffnet, eine niedrige Kabinendruckhöhe und bis zu neun Sitzplätze. Gepäck findet in einem außen zugänglichen Fach im Heck Platz. Wie sich Kabinendruck auf das Wohlbefinden auswirkt, erklärt übrigens der Beitrag Kabinendruck und Druck auf den Ohren.
Technik im Überblick
Unter der Haut ist die Latitude ein Sovereign-Abkömmling. Der gepfeilte Flügel mit 16,3 Grad Pfeilung und 22,05 Metern Spannweite stammt von der Sovereign, ebenso die Triebwerksfamilie: Zwei Pratt & Whitney Canada PW306D1 am Heck liefern laut Hersteller je rund 5.900 Pfund Schub und werden digital per FADEC geregelt. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Pratt & Whitney.
Im Cockpit arbeitet ein Garmin G5000 mit drei großen 14-Zoll-Bildschirmen und Touchscreen-Bedienelementen. Integrierte Autothrottles regeln den Schub automatisch, dazu kommen synthetische Sicht und moderne Datenlink-Funktionen. Für Spotter bleibt das unsichtbar, aber es erklärt, warum die Latitude auch bei professionellen Betreibern so beliebt ist.
| Merkmal | Citation Latitude |
|---|---|
| Länge / Spannweite | 19,0 m / 22,05 m |
| Max. Startgewicht | 13.971 kg |
| Reisegeschwindigkeit | bis 446 Knoten |
| Max. Flughöhe | 45.000 ft |
| Startstrecke | 1.091 m |
| Landestrecke | 756 m |
| Reichweite | 2.700 NM mit vier Passagieren |
Bemerkenswert ist die kurze Startstrecke von rund 1.091 Metern laut Hersteller. Damit erreicht die Latitude auch Regionalflughäfen mit kürzeren Pisten. Für dich bedeutet das: Du kannst ihr nicht nur an großen Drehkreuzen begegnen.
C68A im Tracking filtern
Die Latitude läuft unter dem ICAO-Typcode C68A, die Sovereign unter C680, die Longitude unter C700. Die Codes sind dein schnellster Weg, die drei sicher zu trennen. Wie solche Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Die Latitude in der Cessna-Familie
Cessna hat über die Jahre eine ganze Reihe von Citations im mittleren und oberen Segment gebaut. Die folgende Übersicht ordnet die Latitude ein.
| Modell | Typbezeichnung | ICAO-Code | Flügel | Leitwerk | Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Citation XLS | Model 560XL | C56X | gerade | Kreuzleitwerk | kleinerer Midsize-Jet |
| Citation Sovereign | Model 680 | C680 | gepfeilt | Kreuzleitwerk | Flügelspender der Latitude |
| Citation Latitude | Model 680A | C68A | gepfeilt | Kreuzleitwerk, hoch angesetzt | neuer runder Rumpf, flacher Boden |
| Citation Longitude | Model 700 | C700 | gepfeilt, mit Winglets | T-Leitwerk | gestreckter Latitude-Rumpf |
| Citation X | Model 750 | C750 | stark gepfeilt | T-Leitwerk | auf Geschwindigkeit getrimmt |
Seit der Erstauslieferung hat Cessna die Latitude laufend weiterentwickelt, vor allem bei Avionik, Kabinenausstattung und Konnektivität. Eine eigene, von außen erkennbare Untervariante gibt es bislang nicht. Für dich heißt das: Eine Latitude ist eine Latitude, Unterschiede zwischen frühen und neuen Maschinen erkennst du allenfalls am Baujahr hinter dem Kennzeichen. Wie du das herausfindest, steht im Beitrag Wie alt ist dieses Flugzeug?.
So erkennst du die Latitude
Das wichtigste Merkmal ist der Rumpf. Im Vergleich zur Länge wirkt er auffallend dick und hoch, fast wie ein kleiner Regionaljet. Die Kabinenfenster sind groß und oval und sitzen in einer gleichmäßigen Reihe. Die Nase ist kurz und rundlich und geht ohne lange Spitze in das Cockpit über.
Der Flügel ist moderat gepfeilt und endet ohne Winglets. Das trennt die Latitude von vielen Konkurrenten wie der Challenger 350 oder der Praetor-Reihe, die mit hochgezogenen Flügelspitzen fliegen. Die zwei Triebwerke sitzen in großen, runden Gondeln am Heck.
Beim Leitwerk solltest du genau hinsehen. Das Höhenleitwerk sitzt hoch am Seitenleitwerk, nach gängigen Nachschlagewerken handelt es sich aber wie bei der Sovereign um ein Kreuzleitwerk: Die Seitenflosse ragt noch ein Stück über das Höhenleitwerk hinaus. Bei der Longitude sitzt das Höhenleitwerk dagegen ganz oben als klassisches T-Leitwerk.
Layout prüfen
Zwei Triebwerke am Heck, gepfeilter Flügel, mittelgroßer Rumpf: Du bist bei den Midsize-Jets.
Rumpf ansehen
Wirkt der Rumpf rund, hoch und voluminös, mit großen ovalen Fenstern, spricht das stark für die Latitude.
Flügelspitzen prüfen
Keine Winglets? Gut. Winglets deuten auf Longitude, Sovereign+, Challenger 350 oder Praetor.
Code bestätigen
C68A im Tracking oder ein Blick in die Registerdatenbank klärt die Frage endgültig.
Wie du Nase und Cockpitfenster auf Distanz liest, zeigt der Guide Flugzeugtypen an Nase und Cockpitfenstern erkennen. Einen breiten Überblick über das ganze Segment liefert Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Häufige Verwechslungen
Im Midsize-Segment gibt es einige Typen mit ähnlichem Grundlayout. Diese Tabelle hilft dir beim Ausschließen.
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| Citation Sovereign | gleicher Flügel, aber schmalerer, ovaler Rumpf; die Sovereign+ zusätzlich mit Winglets; Code C680 |
| Citation Longitude | gleicher Querschnitt, aber länger, mit Winglets und T-Leitwerk |
| Citation XLS | gerader Flügel, deutlich schmalerer Rumpf, kleinere Fenster |
| Challenger 300/350 | Winglets, T-Leitwerk, längere und spitzere Silhouette |
| Embraer Praetor 500 | Winglets, T-Leitwerk, kantigeres Nasenprofil |
| Embraer Praetor 600 | wie Praetor 500, aber länger |
| Gulfstream G280 | stärker gepfeilter Flügel mit Winglets, T-Leitwerk, schlankerer Rumpf |
Die heikelste Verwechslung ist die Sovereign: Flügel, Triebwerkslage und Leitwerk sind fast identisch, nur die ab 2013 gebaute Sovereign+ verrät sich durch Winglets. Achte auf den Rumpf. Die Sovereign wirkt schlanker und gestreckter, die Latitude fülliger und höher. Bei schlechtem Licht oder großer Entfernung hilft nur der Typcode oder das Kennzeichen. Wie du ein Flugzeug über Kennzeichen oder Hex-Code findest, erklärt der Beitrag Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Schnellbestimmung: Midsize-Citation
Cessna Citation Latitude
Runder, hoher Rumpf und Flügel ohne Winglets passen zur Latitude. Prüf das Kennzeichen, um sie sicher von der Sovereign zu trennen.
Cessna Citation Sovereign
Gleicher Flügel, aber der schlankere Rumpf spricht für die Sovereign, den Flügelspender der Latitude.
Cessna Citation Longitude
Latitude-Querschnitt mit mehr Länge, Winglets und T-Leitwerk: Das ist die größere Schwester.
Wer fliegt die Latitude?
Die Latitude ist ein Allrounder. Du findest sie bei Privateignern, Unternehmen, Charterfirmen und vor allem bei Anbietern von Fractional Ownership, also geteiltem Flugzeugbesitz. Der bekannteste Kunde ist NetJets: Das Unternehmen bestellte 2012 bereits vor dem Erstflug 25 Maschinen fest und sicherte sich Optionen auf 125 weitere. NetJets setzt die Latitude in den USA und in Europa ein, die europäischen Maschinen gehören zu den Typen, die du an Business-Aviation-Plätzen regelmäßig siehst.
Auch in Deutschland ist der Typ vertreten. Ein kurioses Beispiel ist Hahn Air, eigentlich vor allem als Ticketaussteller bekannt: Laut eigener Angabe gehört eine Citation Latitude mit dem Kennzeichen D-CHRG zur kleinen Flotte. Welche Betreiber konkret wo stationiert sind, ändert sich bei Businessjets allerdings oft. Verlass dich deshalb lieber auf aktuelle Tracking-Daten als auf ältere Listen.
Keine Latitude mehr verpassen
Mit Planetrack setzt du die Latitude auf deine Wunschliste und richtest Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Latitude antriffst
Feste Strecken hat die Latitude nicht. Du findest sie dort, wo Business Aviation stattfindet. In der Schweiz ist der Flughafen Genf eine der ersten Adressen; von der Aussichtsterrasse aus hast du das Geschehen im Blick, Tipps liefert der Planespotting-Guide Genf. Am Flughafen Zürich mischen sich Businessjets unter den Linienverkehr, gut zu sehen etwa vom Butzenbüel; weitere Standorte nennt der Planespotting-Guide Zürich.
In Deutschland lohnen sich die großen Flughäfen mit eigenem General-Aviation-Bereich. Am Flughafen Düsseldorf hast du von der Besucherterrasse aus gute Chancen, der Planespotting-Guide Düsseldorf hilft bei der Planung. Im Winter zieht es viele Businessjets in die Alpen: Am Flughafen Salzburg sind die Wochenenden der Skisaison besonders ergiebig, die Besucherterrasse ist ein bequemer Standpunkt. Im Sommer verlagert sich der Verkehr an die Küsten, etwa nach Nizza, und die Business-Aviation-Hochburg schlechthin ist Paris-Le Bourget.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | eine der wichtigsten Business-Aviation-Drehscheiben Europas |
| Paris-Le Bourget | hoch | reiner Business-Aviation-Flughafen |
| Salzburg (Winter) | mittel bis hoch | Skisaison bringt viele Privatjets |
| Nizza (Sommer) | mittel bis hoch | Côte d’Azur zieht im Sommer viel Business-Verkehr an |
| Zürich, Düsseldorf | mittel | Businessjets neben dem Linienverkehr |
| Regionale Plätze | wechselnd | kurze Startstrecke erlaubt kleinere Pisten |
Bewegungen sind kaum planbar
Businessjets fliegen nach Bedarf, nicht nach Flugplan. Prüf kurz vor deiner Tour im Tracking, ob eine C68A im Anflug ist, statt dich auf ältere Beobachtungen zu verlassen.
Spotting-Tipps für Midsize-Jets
Die Latitude ist größer als die kleinen Light Jets, aber am Business-Aviation-Vorfeld steht sie oft weit weg und zwischen anderen Maschinen. Diese Punkte helfen dir zu guten Bildern.
Rumpfprofil zeigen
Der dicke, runde Rumpf ist ihr Markenzeichen. Ein Seitenprofil beim Rollen oder kurz nach dem Abheben bringt ihn am besten zur Geltung.
Kennzeichen lesbar halten
Bei Businessjets macht erst das Kennzeichen die Sichtung spannend. Achte darauf, dass es scharf und nicht verdeckt ist.
Weiße Lackierung beachten
Viele Latitudes sind überwiegend weiß. Belichte eher etwas knapper, damit der Rumpf Zeichnung behält.
Licht im Rücken
Mit flachem Licht von hinten wirken Rumpfform und Fenster plastisch. Gegenlicht macht den weißen Jet schnell flau.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Einen allgemeinen Einstieg ins Segment bietet Businessjets spotten, für kleinere Plätze lohnt General Aviation spotten. Und ob du an deinem Standpunkt überhaupt fotografieren darfst, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine Businessjet-Session?
- Ich habe im Tracking nach C68A und verwandten Codes gefiltert.
- Ich weiß, wo am Flughafen das General-Aviation-Vorfeld liegt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich achte auf ein lesbares Kennzeichen.
Häufige Fehler bei der Bestimmung
Es spricht für die Latitude, wenn …
- ein Jet mit Hecktriebwerken einen auffallend runden, hohen Rumpf hat
- der gepfeilte Flügel ohne Winglets endet
- dein Tracking den Code C68A anzeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf schlanker wirkt – dann kann es eine Sovereign sein
- der Jet sehr lang wirkt – dann prüf, ob es eine Longitude ist
- du die Flügelspitzen nicht sehen kannst
Es ist keine Latitude, wenn …
- der Flügel gerade und ungepfeilt ist
- die Flügelspitzen deutliche Winglets tragen
- das Höhenleitwerk tief am Rumpf sitzt
Wie besonders deine Sichtung ist, hängt am Ende vom Kennzeichen ab. Eine Latitude aus Mexiko oder Asien ist in Europa spannender als die nächste Maschine aus einer großen Flotte. Wie du das einschätzt, steht im Beitrag Wie selten ist meine Sichtung?.
Fazit
Die Citation Latitude ist das Ergebnis einer klugen Kombination: bewährter Sovereign-Flügel, neuer runder Rumpf mit flachem Boden und Stehhöhe. Genau dieser Rumpf macht sie für Spotter gut erkennbar, denn kaum ein anderer Midsize-Jet wirkt so voluminös. Die einzige echte Stolperfalle ist die Sovereign, die du über Rumpfform, Typcode oder Kennzeichen sicher trennst. Mit inzwischen über 500 gebauten Maschinen ist die Latitude ein fester Bestandteil der europäischen Business-Aviation-Szene.
Kurzfazit
Hecktriebwerke, gepfeilter Flügel ohne Winglets und ein auffallend dicker, runder Rumpf: Das ist die Citation Latitude. Wer sie gezielt sucht, filtert nach C68A und plant Business-Aviation-Plätze wie Genf, Le Bourget oder Salzburg in der Skisaison ein.
Zusammenfassung
- Die Cessna Citation Latitude ist ein zweistrahliger Midsize-Businessjet aus Wichita mit Hecktriebwerken, gepfeiltem Flügel und einem runden Rumpf mit flachem Kabinenboden.
- Vorgestellt wurde sie 2011, der Erstflug folgte im Februar 2014, die FAA-Zulassung im Juni 2015. Seit August 2015 wird sie ausgeliefert.
- Bis zu neun Passagiere, rund 2.700 NM Reichweite und eine kurze Startstrecke machen sie zu einem Allrounder für Charter, Fractional Ownership und Unternehmen.
- Spotter erkennen sie am dicken, hohen Rumpf, am Sovereign-Flügel ohne Winglets und am Typcode C68A.
Häufige Fragen
Was ist die Cessna Citation Latitude?
Ein zweistrahliger Midsize-Businessjet von Cessna, offiziell als Model 680A zugelassen. Er bietet Platz für bis zu neun Passagiere in einer Kabine mit 1,83 Metern Stehhöhe und flachem Boden und erreicht laut Hersteller rund 2.700 nautische Meilen Reichweite.
Welchen ICAO-Typcode hat die Latitude?
Die Latitude läuft unter C68A. Die Citation Sovereign, von der sie abgeleitet ist, hat den Code C680, die größere Citation Longitude den Code C700.
Was bedeutet „flacher Kabinenboden“?
Viele kleinere Businessjets haben einen abgesenkten Mittelgang: Man steht im Gang aufrecht, die Sitze stehen aber auf einer Art Podest. Die Latitude hat dagegen einen durchgehend ebenen Boden. Das bringt mehr Fußraum und mehr Bewegungsfreiheit – und erfordert einen größeren, runderen Rumpf.
Wie unterscheide ich Latitude und Sovereign?
Beide haben denselben gepfeilten Flügel und eine sehr ähnliche Leitwerksanordnung; die neuere Sovereign+ trägt allerdings Winglets, die Latitude nicht. Der Hauptunterschied steckt im Rumpf: Die Sovereign hat einen schmaleren, eher ovalen Querschnitt, die Latitude wirkt deutlich dicker und höher. Im Tracking trennt der Code C680 bzw. C68A die beiden eindeutig.
Wie unterscheide ich Latitude und Longitude?
Die Longitude nutzt den Rumpfquerschnitt der Latitude, ist aber gestreckt, trägt einen neuen Flügel mit Winglets, ein T-Leitwerk und Honeywell-Triebwerke. Sie wirkt spürbar länger und hat mehr Kabinenfenster.
Wie viele Latitudes gibt es?
Textron Aviation meldete im September 2026 den Rollout der 500. Citation Latitude in Wichita. Die Produktion läuft weiter, die Zahl wächst also.
Wo sehe ich die Latitude in Deutschland, Österreich oder der Schweiz?
An allen Flughäfen mit nennenswerter Business Aviation: in Genf, Zürich, München, Düsseldorf oder Hamburg, im Winter an Alpenflughäfen wie Salzburg. Viele Maschinen gehören zur europäischen NetJets-Flotte. Ein Tracking-Filter auf C68A zeigt dir, ob gerade eine im Anflug ist.
Cessna Citation Latitude sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Cessna Citation Sovereign/Sovereign+
Gepfeilter Flügel, Kreuzleitwerk, langer schlanker Rumpf: Die Citation Sovereign war von 2004 bis 2021 Cessnas Midsize-Jet zwischen Excel und Citation X. So erkennst du sie und trennst sie von XLS und Latitude.
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Latitude-Rumpf, aber gestreckt, dazu T-Leitwerk und ein stark gepfeilter Flügel: Die Citation Longitude ist Cessnas Super-Midsize-Jet. So erkennst du sie und trennst sie sicher von Latitude, Challenger 350, G280 und Praetor 600.
BusinessjetCessna Citation Excel/XLS
Gerader Flügel, Kreuzleitwerk, Stehhöhe in der Kabine: Die Citation Excel und ihre XLS-Nachfolger gehören zu den meistgebauten Midsize-Jets überhaupt. In Europa begegnen sie dir oft mit portugiesischem Kennzeichen bei NetJets Europe.
BusinessjetCessna Citation CJ4
Leicht gepfeilter Flügel, T-Leitwerk, zwei kräftige Williams-Triebwerke am Heck: Die Citation CJ4 ist das größte Mitglied der CitationJet-Familie. So erkennst du sie und trennst sie sicher von CJ3, Phenom 300 und Co.
BusinessjetCessna Citation X
Stark gepfeilter Flügel, T-Leitwerk, riesige Triebwerksgondeln am Heck: Die Citation X war jahrelang das schnellste zivile Serienflugzeug nach der Concorde. Gebaut wird sie nicht mehr, doch die gut 300 Jets fliegen weiter – und sind an Business-Aviation-Flughäfen ein lohnender Fang.
BusinessjetBombardier Challenger 300/350
Knapp 21 Meter lang, T-Leitwerk, zwei Honeywell-Triebwerke am Heck: Die Challenger 300 und 350 gehören zu den meistgelieferten Businessjets ihrer Klasse. So bestimmst du die Variante.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Textron Aviation
Skyhawk auf dem Flugplatz, Citation am Businessjet-Terminal, King Air beim Rettungsdienst, Caravan im Frachtnetz von FedEx: Hinter all diesen Mustern steht Textron Aviation aus Wichita. Hier erfährst du, wie Cessna, Beechcraft und Hawker unter ein Dach kamen, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Wo du die Cessna Citation Latitude siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Salzburg
Die Besucherterrasse am Terminal 1 ist der einfachste Einstieg ins Spotting in Salzburg: kostenlos, mit dem Obus erreichbar und mit Blick über das Vorfeld auf die Piste 15/33, den Hangar-7 und die Salzburger Berge. An Winter-Samstagen wird sie zum Treffpunkt der Szene.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
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