Das Wichtigste in Kürze
- AlbaStar ist eine spanische Charterairline mit Sitz in Palma de Mallorca, deren Flugbetrieb stark auf Italien ausgerichtet ist.
- Codes: IATA AP, ICAO LAV, Rufzeichen „ALBASTAR“.
- Die Flotte ist klein und rein Boeing 737: heute 737-800 mit 189 Sitzen, in den Anfangsjahren 737-400 inklusive eines Frachters.
- Pilgerflüge sind ein Markenzeichen: AlbaStar fliegt seit Jahren viele Gruppen zum Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées.
- Für Spotter ein Saisonvogel: In Deutschland taucht AlbaStar vor allem im Sommer auf, wenn Reiseveranstalter zusätzliche Mallorca-Kapazität einkaufen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.AlbaStar im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Spanische Airline, italienischer Alltag
- 4.Die Flotte: kleine 737-Familie
- 5.737-400 oder 737-800? So unterscheidest du sie
- 6.Pilgerflüge: das Markenzeichen von AlbaStar
- 7.Technik und Projekte: WheelTug
- 8.Woran du AlbaStar erkennst
- 9.AlbaStar spotten: wo und wann
- 10.AlbaStar im spanischen und italienischen Chartermarkt
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | AP |
|---|---|
| ICAO-Code | LAV |
| Rufzeichen | ALBASTAR |
| Drehkreuze | PMI, MXP, BGY |
| Geschäftsmodell | Charterairline für Reiseveranstalter, Firmen- und Pilgerflüge auf Kurz- und Mittelstrecke |
| Sitz | Palma de Mallorca, Spanien |
| Gegründet | 30. November 2009, erster Flug im Sommer 2010 (Palma–Mailand-Malpensa) |
| Basen | Palma de Mallorca (PMI), Mailand-Malpensa (MXP), Mailand-Bergamo (BGY), zeitweise auch Trapani (TPS) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2025) | Rund fünf Boeing 737-800 mit 189 Sitzen, früher Boeing 737-400 |
| Zertifizierungen | IOSA (seit 2019) und ISO 9001 |
| Kennzeichen | Spanische Registrierung mit EC- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich AlbaStar?
- Schriftzug „AlbaStar“ am Rumpf einer Boeing 737
- Fast immer eine Boeing 737-800, teils mit hochgezogenen Winglets
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck, obwohl die Maschine oft in Italien startet
- Flugnummer beginnt mit AP, auf dem Tracker steht LAV
- Häufig an Malpensa, Bergamo und Palma – und auffällig oft auf Strecken nach Lourdes
- Keine Buchung über eine eigene Linien-Website: Die Flüge laufen über Reiseveranstalter und Reisebüros
AlbaStar gehört zu den Airlines, die du nicht im Flugplan suchst, sondern zufällig entdeckst: eine Boeing 737 mit spanischem Kennzeichen, die in Mailand startet, Pilger nach Lourdes bringt oder im Sommer plötzlich für einen Reiseveranstalter nach Mallorca fliegt. Genau das macht die kleine Charterairline aus Palma interessant. Diese Seite erklärt dir, wie AlbaStar funktioniert, was in der Flotte steckt und wie du eine Sichtung sauber einordnest.
Seltene Charter-737 festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot – und siehst im Hangar, welche AlbaStar-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
AlbaStar im Überblick
AlbaStar ist eine private spanische Charterairline mit Sitz in Palma de Mallorca. Die Gesellschaft wurde am 30. November 2009 gegründet. Hinter ihr standen Luftfahrtleute mit italienischem und britischem Hintergrund, darunter frühere Mitarbeiter der spanischen Charterairline LTE International Airways und der italienischen MyAir. Die erste Maschine, eine Boeing 737-400, wurde nach einem der Gründer auf den Namen „Pino D’Urso“ getauft.
Der erste Flug ging im Sommer 2010 von Palma nach Mailand-Malpensa – und diese Achse beschreibt die Airline bis heute ziemlich gut. Rechtlich und mit ihrem Kennzeichen ist AlbaStar spanisch, ein großer Teil des Geschäfts kommt aber aus Italien. Seit 2014 gibt es eine Basis in Malpensa, später kam Mailand-Bergamo dazu, und zeitweise war auch Trapani auf Sizilien als Basis gelistet.
Das Geschäftsmodell ist klassischer Charter: AlbaStar verkauft Flugzeugkapazität an Reiseveranstalter, Agenturen, Firmen und Organisatoren von Gruppenreisen. Auf der eigenen Website nennt die Airline Flüge für Reiseveranstalter, Firmen- und Incentive-Reisen, Ad-hoc-Charter und vor allem Pilgerflüge. Wie sich Charter und Linie grundsätzlich unterscheiden, erklärt dir der Artikel Charterflug und Linienflug.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code AP: steht in der Flugnummer, etwa auf der Anzeigetafel am Flughafen oder in den Reiseunterlagen eines Veranstalters.
- ICAO-Code LAV: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen ALBASTAR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Bei Charterairlines ist die Zuordnung oft trickreicher als bei Linienairlines. Der Reiseveranstalter verkauft die Reise unter seinem Namen, durchgeführt wird der Flug aber von AlbaStar mit eigener Flugnummer und eigenem Rufzeichen. Für deine Notizen zählt deshalb, was auf dem Tracker und am Heck steht – nicht, wessen Logo auf dem Reiseprospekt ist.
Tracker richtig lesen
Suchst du AlbaStar auf einem Flugtracker, gib LAV statt AP ein. Viele Tracker zeigen das ICAO-Rufzeichen an. Wie du ADS-B-Daten für die Spotter-Planung nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Spanische Airline, italienischer Alltag
Wer AlbaStar zum ersten Mal sieht, ist oft überrascht: Die Maschinen tragen spanische EC-Kennzeichen, starten aber auffällig oft in Norditalien. Das ist kein Widerspruch, sondern typisch für den europäischen Chartermarkt. Eine Airline mit Betriebsgenehmigung in einem EU-Land darf innerhalb der EU frei fliegen und ihre Flugzeuge dort stationieren, wo die Nachfrage ist.
Bei AlbaStar ist das vor allem der italienische Markt. Von Malpensa und Bergamo aus fliegt die Airline für Veranstalter zu Ferienzielen rund ums Mittelmeer, auf die Balearen und die Kanaren. Laut Branchenberichten kamen 2022 auch längere Strecken dazu, etwa ab Mailand nach Sal auf den Kapverden und ab Bergamo nach Dakar im Senegal. Das zeigt, wie flexibel eine kleine 737-Flotte eingesetzt wird: Was sich für einen Veranstalter rechnet, wird geflogen.
Heck prüfen
Steht dort ein EC-Kennzeichen an einer 737 in Mailand, lohnt sich der zweite Blick auf den Rumpf.
Schriftzug lesen
Der Name „AlbaStar“ am Rumpf bestätigt die Airline. Bei gemieteten Maschinen kann er fehlen.
Tracker abgleichen
LAV im Rufzeichen zeigt, dass AlbaStar den Flug selbst durchführt.
Sauber notieren
Notiere Kennzeichen, Airline und Auftraggeber getrennt. So bleibt die Sichtung später eindeutig.
Die Flotte: kleine 737-Familie
AlbaStar war von Anfang an eine reine Boeing-737-Airline. Die Flotte ist klein und verändert sich je nach Saison und Mietverträgen, deshalb solltest du Zahlen immer als Momentaufnahme lesen.
| Zeitraum | Typ | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| seit 2010 (historisch) | Boeing 737-400 | – | Startflotte, erste Maschine mit dem Namen „Pino D’Urso“ |
| ab 2011 (historisch) | Boeing 737-400 Frachter | – | Ab Januar 2011 als Frachter in der Flotte |
| seit 2017 | Boeing 737-800 | 189 | Heutiges Arbeitspferd, 2025 rund fünf Exemplare |
Die ersten beiden 737-800 kamen im Frühjahr 2017 und ergänzten damals vier 737-400. Sie stammten von den Leasinggebern Apollo Aviation Group und Castlelake. Eine davon flog anfangs nicht mit spanischem Kennzeichen, sondern mit slowakischer Registrierung: Die Bratislavaer Charterairline AirExplore setzte sie für AlbaStar ein und stationierte sie in Malpensa. Solche Konstruktionen sind im Chartergeschäft üblich – was dahintersteckt, liest du im Artikel Wet-Lease erklärt.
Bis 2020 war die Flotte nach Angaben des Airways Magazine auf sechs 737-800 gewachsen, zusätzlich flog noch eine 737-400. Nach Branchendaten waren es 2025 rund fünf 737-800, jeweils mit 189 Sitzen. Viele dieser Maschinen sind nicht neu, sondern gebrauchte Flugzeuge aus zweiter oder dritter Hand. Ein Bericht aus dem Jahr 2024 nannte für Herbst 2023 ein Durchschnittsalter von über 20 Jahren. Für Spotter ist das durchaus reizvoll: Hinter einem AlbaStar-Kennzeichen kann eine lange Geschichte mit früheren Betreibern stecken. Wie du so etwas recherchierst, zeigt der Artikel Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Hersteller aller Typen ist Boeing. Wenn du dir bei der Generation unsicher bist, hilft der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Nur noch AlbaStar fehlt?
Setz die Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn die Maschine in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-400 oder 737-800? So unterscheidest du sie
Auch wenn die 737-400 bei AlbaStar inzwischen Geschichte ist, begegnet sie dir auf alten Fotos und im Archiv. Beide Typen sehen ähnlich aus, gehören aber zu verschiedenen Generationen.
Das spricht für die 737-800
- Deutlich längerer Rumpf
- Meist mit großen, nach oben gezogenen Winglets
- Größerer Flügel der Next Generation
- Auf Trackern als B738 geführt
Das spricht für die 737-400
- Kürzerer Rumpf, gedrungenere Proportionen
- Triebwerke mit abgeflachter Unterseite, aber ohne Winglets
- Kleinerer Flügel der Classic-Generation
- Auf Trackern als B734 geführt
Die abgeflachten Triebwerkseinläufe haben beide Generationen, sie taugen also nicht zur Unterscheidung. Sicherer sind Rumpflänge, Flügelform und die Winglets. Bei der heutigen Flotte kannst du aber ohnehin davon ausgehen: Eine AlbaStar-737 im Jahr 2026 ist eine 737-800.
Pilgerflüge: das Markenzeichen von AlbaStar
Ein Thema hebt AlbaStar von vielen anderen Charterairlines ab: religiöse Reisen. Die Airline bewirbt Pilgerflüge auf ihrer Website als eigenen Geschäftsbereich und verweist auf viele Jahre Erfahrung mit der Organisation solcher Reisen. Nach Angaben des Airways Magazine fliegt AlbaStar den Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées aus mehr als 45 Städten an und gilt als einer der wichtigsten Anbieter für Pilgerflüge nach Lourdes.
Für Spotter ist das ein guter Hinweis, wo du die Airline am ehesten antriffst. Pilgerreisen haben ihre eigenen Hochphasen, oft rund um kirchliche Feiertage und im Sommerhalbjahr. Flughäfen mit vielen Gruppenreisen nach Lourdes haben dann gute Chancen auf eine AlbaStar-737. Konkrete Termine stehen meist nicht in öffentlichen Linienflugplänen, sondern tauchen kurzfristig auf Trackern oder in Abflugtafeln auf.
Charter heißt: wenig Planbarkeit
Anders als bei Linienairlines gibt es für AlbaStar kein festes Streckennetz, das das ganze Jahr gilt. Was du im letzten Sommer gesehen hast, kann in diesem Jahr schon wieder anders sein. Wie du die Seltenheit einer solchen Sichtung einschätzt, zeigt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Technik und Projekte: WheelTug
Für eine so kleine Airline taucht AlbaStar überraschend oft in Technik-Nachrichten auf. Im Juli 2022 stellte der Hersteller WheelTug die Airline als europäischen Erstkunden für sein elektrisches Bugradsystem vor. Damit kann eine 737 am Boden ohne laufende Haupttriebwerke rollen, was Treibstoff, Lärm und Emissionen beim Rollen spart.
Ob und in welchem Umfang das System inzwischen im Alltag an AlbaStar-Flugzeugen eingebaut ist, ist öffentlich nicht eindeutig belegt. Für dich heißt das: Siehst du eine AlbaStar-737 auffällig leise rollen, lohnt sich ein Foto und eine Notiz – belastbare Aussagen triffst du aber erst mit einer seriösen Quelle.
Woran du AlbaStar erkennst
Die AlbaStar-Maschinen tragen den Schriftzug „AlbaStar“ am Rumpf. Weil die Flotte klein ist und Charterairlines immer wieder Flugzeuge kurzfristig zu- oder abmieten, kann die Bemalung aber variieren: Eine gemietete Maschine fliegt manchmal in neutralem Weiß oder noch in Teilen der Farben ihres Vorbesitzers. Das sicherste Merkmal ist deshalb nicht die Farbe, sondern die Kombination aus EC-Kennzeichen, Boeing 737-800 und ICAO-Code LAV.
Wie du Kennzeichen grundsätzlich liest und welches Land hinter welchem Präfix steckt, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Bei AlbaStar gilt: EC- steht für Spanien. Taucht an einer Maschine im AlbaStar-Einsatz ein anderes Präfix auf, wie 2017 die slowakische Registrierung, fliegt sehr wahrscheinlich eine andere Airline im Auftrag von AlbaStar.
Kennzeichen immer mitfotografieren
Gerade bei Charterairlines mit wechselnden Bemalungen ist das Kennzeichen dein wichtigster Beleg. Mach neben dem Hauptmotiv immer ein Bild, auf dem es lesbar ist. Mit Planetrack hältst du es direkt zusammen mit Typ, Airline und Spot fest.
AlbaStar spotten: wo und wann
Die besten Chancen hast du an den Basen. In Palma de Mallorca sitzt die Firma, und im Sommer ist die Airline dort regelmäßig zu sehen – zwischen den großen Ferienfliegern fällt eine einzelne AlbaStar-737 aber leicht unter. Tipps für Spots auf der Insel findest du im Guide zum Planespotting auf Mallorca und auf der Seite zum Flughafen Palma de Mallorca.
In Norditalien ist AlbaStar in Malpensa und Bergamo zu Hause. Am Flughafen Malpensa bietet sich zum Beispiel der Bereich am Luftfahrtmuseum Volandia an: Der Spot Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa verbindet Museumsbesuch und Flugverkehr.
In Deutschland ist AlbaStar ein Saisongast. 2024 flog die Airline zum Beispiel im Sommer für Reiseveranstalter von Düsseldorf und von Kassel nach Palma, jeweils mit einer Boeing 737-800 einmal pro Woche. Solche Verbindungen hängen an den Verträgen der Veranstalter und können von Jahr zu Jahr wechseln. Prüf deshalb vor jeder Tour den aktuellen Flugplan deines Flughafens.
Gute Chancen auf AlbaStar, wenn …
- du im Sommer in Palma, Malpensa oder Bergamo spottest
- dein Flughafen viele Gruppenreisen nach Lourdes abwickelt
- Reiseveranstalter in der Hochsaison Zusatzflüge nach Mallorca einkaufen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Spotterberichten aus dem Vorjahr planst
- du in Deutschland spottest – AlbaStar fliegt hier nur einzelne Saisonketten
Eher kein AlbaStar-Tag, wenn …
- Winter ist und dein Flughafen keine Charterketten nach Südeuropa hat
Weil AlbaStar meist nur mit einem oder zwei Umläufen pro Tag an einem Flughafen auftaucht, lohnt sich gute Vorbereitung. Lies die Betriebsrichtung, bevor du dich an einen Spot stellst – sonst verpasst du die eine Landung, auf die du gewartet hast. Hilfe dazu gibt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
AlbaStar im spanischen und italienischen Chartermarkt
AlbaStar ist nicht die einzige Airline, die Reiseveranstalter mit Flugzeugen versorgt. In Spanien fliegen etwa Wamos Air, Privilege Style und Iberojet im Charter- oder Ferienmarkt, oft allerdings mit größeren Flugzeugen und auf der Langstrecke. AlbaStar bleibt mit der 737 auf Kurz- und Mittelstrecke.
Im italienischen Ferienmarkt trifft AlbaStar auf Airlines wie Neos oder Blue Panorama. Gerade in Malpensa stehen die Maschinen dieser Gesellschaften oft nebeneinander. Für dich ist das ein guter Vergleich: Mit dem Kennzeichen-Präfix trennst du die spanische AlbaStar sofort von den italienischen Airlines mit I-Kennzeichen.
Häufige Verwechslungen
- AlbaStar für eine italienische Airline halten – der Flugbetrieb ist stark auf Italien ausgerichtet, Sitz und Kennzeichen sind aber spanisch.
- Den Reiseveranstalter als Airline notieren – der Flug läuft unter AP-Flugnummer und LAV-Rufzeichen, egal wer die Reise verkauft.
- AlbaStar mit dem Segelflugzeughersteller Albastar verwechseln – der gleichnamige Betrieb aus Slowenien baut Segelflugzeuge und hat mit der Airline nichts zu tun.
- Eine 737-800 für eine 737-400 halten – Rumpflänge, Flügel und Winglets verraten die Generation.
- Jede Maschine im AlbaStar-Einsatz für eine eigene halten – im Charter werden Flugzeuge auch bei anderen Airlines zugemietet.
AlbaStar im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
AlbaStar ist eine kleine, aber eigenständige Charterairline: spanisch auf dem Papier, italienisch im Alltag und mit einem besonderen Draht zu Pilgerreisen nach Lourdes. Die Flotte besteht heute aus einer Handvoll Boeing 737-800, die je nach Saison für Veranstalter in ganz Europa unterwegs sind. Wer Kennzeichen und Rufzeichen notiert, macht aus einer zufälligen Begegnung eine eindeutige Sichtung.
Kurzfazit
AlbaStar (IATA AP, ICAO LAV) ist eine Charterairline aus Palma de Mallorca mit Basen in Mailand und einer kleinen Boeing-737-800-Flotte. Am EC-Kennzeichen und am Rufzeichen LAV erkennst du sie sicher – in Deutschland meist nur im Sommer.
Zusammenfassung
- AlbaStar ist eine kleine Charterairline aus Palma, die mit einer Handvoll Boeing 737-800 für Reiseveranstalter, Firmen und Pilgergruppen fliegt.
- Ihr Schwerpunkt liegt in Norditalien: Malpensa und Bergamo sind wichtige Basen, Lourdes ist eines der typischen Ziele.
- Am Kennzeichen EC- und am ICAO-Code LAV ordnest du die Maschinen sauber zu – auch dann, wenn ein AP-Flug für einen Veranstalter unter dessen Namen verkauft wird.
- In Deutschland ist AlbaStar ein seltener Gast, meist auf saisonalen Mallorca-Charterketten. Wer eine Sichtung will, plant mit aktuellen Flugplänen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat AlbaStar?
Der IATA-Code von AlbaStar ist AP, der ICAO-Code LAV. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ALBASTAR“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist LAV mit einer Nummer, auf Anzeigetafeln die AP-Flugnummer.
Woher kommt AlbaStar?
AlbaStar ist eine spanische Gesellschaft mit Sitz in Palma de Mallorca. Gegründet wurde sie Ende November 2009 von Luftfahrtleuten mit italienischem und britischem Hintergrund, darunter ehemalige Mitarbeiter der Charterairlines LTE International Airways und MyAir. Der Flugbetrieb ist bis heute eng mit Italien verbunden.
Welche Flugzeuge fliegt AlbaStar?
AlbaStar setzt auf die Boeing 737. Nach Branchenangaben bestand die Flotte 2025 aus rund fünf Boeing 737-800 mit jeweils 189 Sitzen. Die ersten 737-800 kamen 2017; vorher flog AlbaStar ausschließlich Boeing 737-400, darunter zeitweise einen Frachter. Die genaue Zahl schwankt, weil Charterairlines Flugzeuge saisonal zu- oder abmieten.
Kann ich AlbaStar-Flüge direkt buchen?
In der Regel nicht wie bei einer Linienairline. AlbaStar verkauft seine Kapazität vor allem an Reiseveranstalter, Agenturen und Organisatoren. Einzelplätze bekommst du meist über Reisebüros oder als Teil einer Pauschalreise.
Was hat AlbaStar mit Lourdes zu tun?
AlbaStar hat sich auf religiöse Reisen spezialisiert und fliegt seit Jahren Pilgergruppen aus vielen europäischen Städten zum Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées. Auf der eigenen Website bewirbt die Airline Pilgerflüge als eigenen Geschäftsbereich.
Wo kann ich AlbaStar in Deutschland spotten?
AlbaStar ist in Deutschland kein Stammgast. In den letzten Jahren tauchte die Airline vor allem im Sommer auf, etwa 2024 mit Mallorca-Flügen für Reiseveranstalter ab Düsseldorf und Kassel. Ob und wo AlbaStar in einer Saison fliegt, hängt von den Verträgen der Veranstalter ab – prüf deshalb den aktuellen Flugplan.
Ist AlbaStar Mitglied einer Allianz?
Nein. Als Charterairline gehört AlbaStar weder der Star Alliance noch oneworld oder SkyTeam an. Seit 2019 ist die Airline aber IOSA-zertifiziert und IATA-Mitglied.
Was ist WheelTug und warum taucht AlbaStar dabei auf?
WheelTug ist ein elektrischer Bugradantrieb, mit dem eine 737 ohne laufende Haupttriebwerke rollen kann. AlbaStar wurde im Juli 2022 als europäischer Erstkunde vorgestellt. Ob und wann das System im Alltag eingebaut wurde, ist öffentlich nicht eindeutig belegt.
AlbaStar im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-300SF/-400SF
Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.
Weitere Airlines
Neos
Die Airline des Reiseveranstalters Alpitour: ein italienischer Ferienflieger mit Heimatbasis Mailand-Malpensa, reiner Boeing-Flotte aus 737 und 787-9 und Langstrecken bis in die Karibik und nach Ostafrika.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
CharterWamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
CharterPrivilege Style
Kleine spanische Charterairline mit großer Reichweite: Privilege Style fliegt Fußballteams, Unternehmen und Gruppen, springt im Wet Lease für Airlines wie Finnair, El Al oder LOT ein und war lange mit Boeing 757, 767 und 777 unterwegs.
FerienfliegerIberojet
Spanisch-portugiesische Ferien- und Charterairline der Barceló-Reisesparte Ávoris: kleine, reine Airbus-Flotte mit A350-900 und A330, Langstrecke ab Madrid und Lissabon in die Karibik und nach Asien.
FerienfliegerBlue Panorama Airlines
Historische italienische Charter- und Ferienairline aus Fiumicino: Boeing 737 auf der Mittelstrecke, Boeing 767-300ER in die Karibik, die Low-Cost-Marke Blu-express – und ein Ende im Oktober 2021.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Palma de Mallorca
Der Ferienflughafen schlechthin: Auf Mallorca landen im Sommer Hunderte Jets am Tag, ein großer Teil davon aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zwei parallele Bahnen am Rand der Bucht von Palma, Anflüge übers Meer und eine bunte Mischung aus Low-Cost, Charter und Businessjets – nur eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht.
FlughafenFlughafen Mailand-Malpensa
Italiens zweitgrößter Passagierflughafen und die Nummer eins bei der Fracht: zwei fast 4.000 Meter lange Parallelbahnen am Rand des Ticino-Parks, eine große easyJet-Basis, Langstrecke von Emirates bis Cathay Pacific und Frachter von FedEx, DHL und Cargolux. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – gespottet wird am Zaun und am Terminal.
FlughafenFlughafen Mailand-Bergamo
Eine Hauptbahn, ein Terminal und Boeing 737 im Minutentakt: Bergamo-Orio al Serio ist Italiens drittgrößter Flughafen nach Passagieren und eine der wichtigsten Ryanair-Basen Europas. Bis 2022 flog hier außerdem DHL sein Italien-Drehkreuz an – heute ist es das kompakteste Spotterziel rund um Mailand.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du AlbaStar vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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