AirTanker

Das britische Unternehmen hinter den Tankflugzeugen der Royal Air Force: 14 Airbus A330 MRTT, im RAF-Dienst Voyager genannt, mit Basis in Brize Norton – dazu der weiße Regierungs-Voyager ZZ336 „Vespina“ und zivil registrierte Maschinen für Charter und Wet-Lease.

Auch bekannt als: AirTanker Services · AirTanker Services Limited · AirTanker Holdings · RAF Voyager · FSTA

GroßbritannienGroßbritannienRegierungs- & StaatsflugIATA: 9LICAO: TOW10 Min. Lesezeit

TOW

ICAO-Code

14

Airbus A330 MRTT

2008

FSTA-Vertrag

BZZ

Basis Brize Norton

Das Wichtigste in Kürze

  • AirTanker ist keine klassische Airline, sondern ein Konsortium, das der RAF Tankflugzeuge samt Wartung und Infrastruktur bereitstellt.
  • 14 Airbus A330 MRTT bilden die Flotte – bei der Royal Air Force heißen sie Voyager KC2 und KC3.
  • Codes: IATA 9L, ICAO TOW, Rufzeichen „TOWLINE“.
  • Der Regierungs-Voyager ZZ336 „Vespina“ fliegt Königsfamilie, Premierminister und Minister – seit 2020 in Weiß mit Union Jack.
  • Die Voyager ersetzten VC10 und TriStar: Die VC10 gingen 2013 in den Ruhestand, die TriStar im März 2014.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.AirTanker im Überblick
  2. 2.Geschichte: vom VC10 zum Voyager
  3. 3.Codes, Rufzeichen und Kennungen
  4. 4.Die Flotte: 14 Airbus A330 MRTT
  5. 5.Der Regierungs-Voyager ZZ336 „Vespina“
  6. 6.Zivile Einsätze: Charter und Wet-Lease
  7. 7.Woran du einen Voyager erkennst
  8. 8.AirTanker und die Voyager spotten
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-Code9L
ICAO-CodeTOW
RufzeichenTOWLINE
DrehkreuzeBZZ
ArtPrivates Unternehmen, das Flugzeuge, Wartung und Teile der Besatzungen für die Royal Air Force bereitstellt und zugleich eine zivile Airline-Lizenz hat
VertragFuture Strategic Tanker Aircraft (FSTA), im März 2008 mit dem britischen Verteidigungsministerium geschlossen, Laufzeit 27 Jahre
GegründetAirTanker Services Limited im Juni 2007 in England registriert; erste RAF-Einsätze im Mai 2012
Hauptsitz und BasisAirTanker Hub auf der RAF Brize Norton in Oxfordshire
Weitere EinsatzorteRAF Akrotiri (Zypern) und RAF Mount Pleasant (Falklandinseln)
GründungsgesellschafterAirbus, Rolls-Royce, Cobham, Babcock International und Thales
Flotte14 Airbus A330 MRTT auf Basis der A330-200 mit Rolls-Royce Trent 772B
VariantenVoyager KC2 (zwei Flügelbehälter), Voyager KC3 (zusätzlich Rumpf-Betankungseinheit), entmilitarisierte A330 für zivile Einsätze
KennungenMilitärisch ZZ330 bis ZZ343, zivil G-VYGA bis G-VYGN; einige Maschinen tragen beide
Fliegende RAF-VerbändeNo. 10 und No. 101 Squadron in Brize Norton, No. 1312 Flight auf den Falklandinseln

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich AirTanker?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Matter, dunkelgrauer Anstrich mit RAF-Kokarden und kleiner Aufschrift statt einer Airline-Lackierung
  • Betankungsbehälter unter den Außenflügeln, beim KC3 zusätzlich eine Einheit unter dem Heck
  • Militärische Kennung wie ZZ333 am Heck, bei zivil nutzbaren Maschinen dazu ein G-VYGx-Kennzeichen
  • Der Regierungs-Voyager ZZ336 ist glänzend weiß mit Union Jack am Seitenleitwerk
  • Zwei Rolls-Royce-Trent-Triebwerke und die typische A330-200-Silhouette mit kurzem Rumpf
  • Zivil eingesetzte Maschinen fliegen unter dem Code TOW mit dem Rufzeichen „TOWLINE“

Ein grauer A330 mit RAF-Kokarden, unter den Flügeln zwei Betankungsbehälter – und am Heck eine Kennung, die mit ZZ beginnt. Wer so ein Flugzeug fotografiert, hat einen Voyager der Royal Air Force vor der Linse. Dahinter steckt allerdings nicht allein die Luftwaffe, sondern ein Unternehmen: AirTanker. Diese Seite erklärt dir, wie das ungewöhnliche Modell aus Privatfirma und Militär funktioniert, wie du die 14 Maschinen auseinanderhältst und was es mit dem weißen Regierungs-Voyager auf sich hat.

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AirTanker im Überblick

AirTanker ist keine Airline im üblichen Sinn, auch wenn das Unternehmen eine britische Betriebsgenehmigung, einen IATA-Code und ein eigenes Rufzeichen hat. Es ist das Konsortium, das der Royal Air Force ihre strategischen Tank- und Transportflugzeuge zur Verfügung stellt. Grundlage ist das Programm Future Strategic Tanker Aircraft (FSTA): Im März 2008 schloss das britische Verteidigungsministerium mit AirTanker einen Vertrag über 14 Airbus A330 MRTT mit einer Laufzeit von 27 Jahren.

Das Prinzip unterscheidet sich deutlich von Ländern wie Deutschland, wo die Flugbereitschaft des BMVg eigene Flugzeuge der Luftwaffe betreibt. In Großbritannien gehören die Tanker dem Unternehmen. AirTanker kümmert sich um Wartung, Ausbildung und die Infrastruktur am Standort, die RAF nutzt die Flugzeuge für ihre Einsätze. Dazu kommen sogenannte Sponsored Reservists: Piloten und Techniker, die bei AirTanker angestellt sind und zugleich als Reservisten in den Verbänden der RAF fliegen und schrauben.

Gegründet wurde das Konsortium von großen Namen der Luftfahrtindustrie: Airbus, Rolls-Royce, Cobham, Babcock International und Thales. Die Anteile haben sich im Lauf der Jahre verschoben, unter anderem kam ein Infrastrukturinvestor hinzu. Rolls-Royce liefert dabei nicht nur Kapital, sondern auch die Trent-Triebwerke der Flotte, und von Cobham stammen die Betankungsbehälter.

TOWICAO-Code, Rufzeichen „TOWLINE“
14Airbus A330 MRTT im FSTA-Vertrag
ZZ336Der weiße Regierungs-Voyager „Vespina“

Geschichte: vom VC10 zum Voyager

Bis in die 2010er-Jahre tankte die RAF ihre Jets mit zwei betagten Typen: der Vickers VC10 und der Lockheed L-1011 TriStar, die zum Teil aus Airline-Beständen stammte. Beide waren teuer im Unterhalt und technisch am Ende ihrer Zeit. Das FSTA-Programm sollte nicht nur neue Flugzeuge bringen, sondern auch ein neues Finanzierungsmodell: Statt die Flugzeuge selbst zu kaufen, bezahlt das Ministerium für eine vereinbarte Leistung.

Die wichtigsten Etappen im Überblick:

  • Juni 2007: AirTanker Services Limited wird in England registriert.
  • März 2008: Das Verteidigungsministerium unterschreibt den FSTA-Vertrag über 14 A330 MRTT.
  • 2012: Die ersten Voyager nehmen den Dienst bei der RAF auf, zunächst vor allem als Transporter.
  • 2013: Die VC10 fliegen zum letzten Mal, die No. 101 Squadron wechselt auf den Voyager.
  • Oktober 2013: Die Luftbrücke in den Südatlantik von Brize Norton zu den Falklandinseln läuft mit dem Voyager.
  • März 2014: Die TriStar werden ausgemustert.
  • März 2016: Die letzte der 14 Maschinen wird ausgeliefert, im Mai nimmt der umgebaute Regierungs-Voyager ZZ336 den Dienst auf.
  • 2020: ZZ336 erhält seine weiße Lackierung mit Union Jack.
  • November 2022: Ein Voyager absolviert einen Flug mit 100 Prozent nachhaltigem Flugkraftstoff – nach Angaben der Beteiligten eine Weltpremiere für ein militärisches Transportflugzeug dieser Größe.

Seit 2014 laufen die Voyager auch im Einsatz gegen den sogenannten Islamischen Staat von Akrotiri aus. Da der FSTA-Vertrag auf 27 Jahre angelegt ist, bleiben die Voyager noch viele Jahre ein fester Teil des Verkehrs am Himmel über Südengland.

Codes, Rufzeichen und Kennungen

Bei AirTanker treffen zwei Welten aufeinander, und das siehst du an den Codes:

  • IATA-Code 9L: Wichtig für den zivilen Charterbetrieb, im Alltag der Spotter aber selten sichtbar.
  • ICAO-Code TOW: Unter diesem Code laufen zivile Flüge von AirTanker im Flugplan und auf Trackern.
  • Rufzeichen „TOWLINE“: Eine hübsche Anspielung auf den Tankschlauch, der hinter dem Flugzeug hängt.
  • Militärische Kennung ZZ330 bis ZZ343: Jede der 14 Maschinen hat eine RAF-Kennung aus dieser Reihe.
  • Zivile Kennzeichen G-VYGA bis G-VYGN: Die Maschinen sind zusätzlich im britischen Register eingetragen, damit sie bei Bedarf zivil fliegen dürfen.

Genau hier liegt die Falle für Sammler: Manche Flugzeuge tragen beide Kennungen, andere je nach Rolle nur eine davon. Wenn du eine Sichtung erfasst, notiere deshalb lieber die Kennung, die du tatsächlich am Rumpf liest, und ordne sie anschließend zu. Wie das britische Register funktioniert und wo du G-Kennzeichen nachschlägst, erklärt der Beitrag Britische G-Kennzeichen.

Tracker richtig lesen

Militärische Voyager-Flüge laufen häufig nicht unter TOW, sondern unter Rufzeichen der RAF – und manche tauchen auf öffentlichen Trackern gar nicht auf. Wie du Militärverkehr trotzdem im Blick behältst, zeigt der Guide Militärflugzeuge online verfolgen.

Die Flotte: 14 Airbus A330 MRTT

Die gesamte Flotte besteht aus einem einzigen Typ: dem Airbus A330 MRTT – MRTT steht für Multi Role Tanker Transport. Die Basis ist die zivile Airbus A330-200, angetrieben von zwei Rolls-Royce Trent 772B. Der Tanker kann rund 111 Tonnen Treibstoff mitnehmen und einen großen Teil davon an andere Flugzeuge abgeben. Gleichzeitig transportiert er Soldaten, Passagiere oder Fracht – die Kabine ähnelt der eines Linienflugzeugs.

Voyager KC2 und KC3

Bei der RAF gibt es zwei Ausführungen:

Variante Ausrüstung Typische Aufgabe
Voyager KC2 Zwei Cobham-Betankungsbehälter unter den Außenflügeln Betankung von Kampfjets wie Typhoon und F-35
Voyager KC3 Zusätzlich eine Betankungseinheit unter dem Rumpf Auch größere Flugzeuge über die Mittellinie versorgen
Ziviler A330 Entmilitarisiert, ohne Tankausrüstung Charter und Wet-Lease für andere Airlines

Alle RAF-Voyager arbeiten mit dem Schlauch-und-Fangkorb-Verfahren („Probe and Drogue“). Einen starren Tankausleger, wie ihn viele andere A330 MRTT etwa in Australien oder bei der multinationalen MRTT-Flotte in Europa haben, besitzen die britischen Maschinen nicht. Flugzeuge, die nur per Ausleger tanken können, etwa die C-17 oder die P-8, kann der Voyager daher nicht versorgen.

Kern- und Reserveflotte

Der Vertrag teilt die 14 Flugzeuge in eine Kernflotte, die der RAF ständig zur Verfügung steht, und eine Reserveflotte („Surge Fleet“), die im Ernstfall hinzukommt. In ruhigeren Zeiten darf AirTanker die Reservemaschinen zivil vermarkten. Ursprünglich waren es neun Kern- und fünf Reserveflugzeuge, später wurde die Kernflotte auf zehn vergrößert. Die zivil eingesetzten Maschinen wurden dafür entmilitarisiert, also ohne Tankausrüstung betrieben.

Alle 14 Voyager im Hangar

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Der Regierungs-Voyager ZZ336 „Vespina“

Das bekannteste Flugzeug der Flotte ist kein Tanker im Grau, sondern ein glänzend weißer Jet. Anfang 2016 wurde der Voyager ZZ336 für Flüge der Königsfamilie, des Premierministers und von Regierungsmitgliedern umgebaut. Der Umbau kostete rund zehn Millionen Pfund – das Ministerium rechnete vor, dass sich so die teuren Charterflüge für Regierungsreisen sparen lassen. Im Mai 2016 ging die Maschine in ihrer neuen Rolle in Dienst.

Die Kabine ist zweigeteilt: vorn 58 Business-Sitze für Delegation und Regierung, hinten 100 Premium-Economy-Sitze für Begleitung, Mitarbeitende und Presse. Dazu kommen Satellitenkommunikation und Schutzsysteme gegen Raketen. Wichtig für Spotter: ZZ336 bleibt ein vollwertiger Voyager und kann weiterhin für Transport und Betankung eingesetzt werden.

2020 bekam das Flugzeug sein heutiges Aussehen: glänzendes Weiß und Union Jack auf dem Seitenleitwerk, dazu weiterhin die RAF-Kokarden und die militärische Kennung. Die RAF gab der Maschine den Namen „Vespina“. Die Neulackierung war politisch umstritten, sie kostete nach Medienberichten knapp eine Million Pfund. Für Spotter ist sie ein Glücksfall, denn ZZ336 hebt sich deutlich vom Rest der grauen Flotte ab.

Achtung Verwechslung

Für kleinere Delegationen setzt die britische Regierung andere Flugzeuge ein, zum Teil auch gecharterte Maschinen britischer Charterairlines wie Titan Airways. Ein weißer Jet mit britischen Farben ist also nicht automatisch „Vespina“ – nur der A330 mit der Kennung ZZ336 ist es. Mehr Tipps zu Staatsfliegern findest du im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.

Zivile Einsätze: Charter und Wet-Lease

Durch die Reserveflotte hat AirTanker eine Seite, die viele Spotter überrascht: Zivil registrierte A330 flogen in der Vergangenheit für Ferienairlines. So setzte die damalige Thomas Cook Airlines Mitte der 2010er-Jahre zwei A330 von AirTanker ein. Später flogen zivil registrierte Maschinen für Jet2, stationiert am Flughafen Manchester. Wo du dort am besten stehst, zeigt der Guide Planespotting in Manchester.

Diese Maschinen trugen die Farben oder Logos des jeweiligen Kunden und ein G-VYGx-Kennzeichen – von einem Militärtanker war äußerlich wenig zu sehen. Welche Maschinen heute zivil vermietet werden, wechselt mit dem Bedarf der RAF und den Verträgen. Prüfe also aktuelle Quellen, bevor du gezielt auf einen zivilen AirTanker-A330 wartest.

Spannend, wenn …

  • du Kennzeichen-Historien sammelst und gern „doppelte“ Identitäten sortierst
  • du alte Fotos von Ferienfliegern durchgehst – ein G-VYGx dazwischen ist ein Volltreffer

Prüf es vorher, wenn …

  • du einen zivilen AirTanker-A330 an einem bestimmten Flughafen erwartest – die Einsätze ändern sich

Woran du einen Voyager erkennst

Ein Voyager ist schnell als A330 zu identifizieren: zwei Triebwerke, die typische lange Tragfläche mit Winglets, das A330-Fahrwerk mit zwei Hauptbeinen. Wenn du dir bei A330 und A340 unsicher bist, hilft der Beitrag A330 oder A340 unterscheiden. Die eigentlichen Merkmale stecken in den Details.

Farbe prüfen

Mattes Dunkelgrau mit RAF-Kokarden heißt Tanker im Militärdienst, glänzendes Weiß mit Union Jack heißt ZZ336.

Unter die Flügel schauen

Die zylindrischen Betankungsbehälter weit außen unter den Flügeln verraten den Tanker sofort.

Heck checken

Eine zusätzliche Betankungseinheit unter dem Rumpfende zeigt dir einen Voyager KC3.

Kennung notieren

ZZ330 bis ZZ343 am Heck, gegebenenfalls ein G-VYGx-Kennzeichen – beide gehören zum selben Flugzeug.

Auch andere Länder fliegen den A330 MRTT, oft ebenfalls in Grau. Die Kokarden und die ZZ-Kennung trennen den britischen Voyager klar von den Maschinen anderer Luftstreitkräfte. Einen allgemeinen Überblick geben dir Tankflugzeuge erkennen und Militärtransporter erkennen. Der Vorgänger in Deutschland war übrigens der Airbus A310 MRTT, heute übernimmt bei vielen Luftwaffen der Airbus A400M taktische Transport- und Tankaufgaben.

AirTanker und die Voyager spotten

Voyager haben keinen öffentlichen Flugplan. Deine Chancen hängen davon ab, wo du stehst – und ob gerade Übungen, Einsätze oder Airshows laufen.

Brize Norton ist die Heimat der Flotte und zugleich der größte Stützpunkt der RAF. Hier starten und landen Voyager regelmäßig zu Transport- und Tankmissionen, außerdem sitzen hier die No. 10 und die No. 101 Squadron. Fotografiere nur von öffentlichen Straßen und Wegen aus und halte dich an alle Hinweise am Zaun. Was an Militärflugplätzen erlaubt ist und was nicht, liest du in Militärflugplätze fotografieren.

Airshows sind die entspannteste Gelegenheit. Beim Royal International Air Tattoo in Fairford gehören Tanker regelmäßig zum Programm, am Boden oder im Überflug. Einen Überblick über weitere Veranstaltungen gibt der Beitrag Airshows in Europa.

Andere britische Militärplätze bekommen den Voyager seltener zu sehen, doch über den Übungsgebieten tanken häufig Typhoons. Wenn du ohnehin in England unterwegs bist, lohnen sich die Viewing Area an der RAF Coningsby für die Jets und das RAF Museum in Cosford für die Geschichte der Luftwaffe – mit etwas Glück zieht dort auch ein Voyager vorbei.

Zivile Flughäfen sehen Voyager vor allem dann, wenn Truppen verlegt, Staatsreisen geflogen oder Evakuierungen organisiert werden. ZZ336 landet bei Staatsbesuchen und Gipfeln auch an großen Flughäfen in Europa.

Sicherheit und Regeln

Militärflugplätze sind in Großbritannien sensible Bereiche. Bleib auf öffentlichem Gelände, betritt keine Zufahrten und folge Anweisungen von Polizei und Wachpersonal. Grundsätzliches zur Rechtslage findest du in Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • AirTanker für eine normale Airline halten – das Unternehmen stellt in erster Linie der RAF Flugzeuge und Service bereit.
  • Voyager und A330 MRTT anderer Länder verwechseln – Kokarden und ZZ-Kennung zeigen dir die britische Maschine.
  • Nur eine Kennung notieren – bei einigen Flugzeugen gehören ZZ-Serial und G-Kennzeichen zusammen.
  • Jeden weißen britischen Jet für „Vespina“ halten – nur ZZ336 ist der Regierungs-Voyager.
  • Einen Tankausleger erwarten – die RAF-Voyager tanken nur über Schlauch und Fangkorb.
  • VC10 und TriStar in aktuellen Fotos suchen – beide sind seit 2013 beziehungsweise 2014 außer Dienst.

Deine Voyager-Sichtung teilen

Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennung und Spot, sammle Likes und Kommentare in der Community und plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht für den nächsten Versuch. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

AirTanker ist eines der ungewöhnlichsten Unternehmen am britischen Himmel: eine Firma mit Airline-Lizenz, deren 14 Airbus A330 MRTT als Voyager für die Royal Air Force fliegen. Für Spotter ist die Flotte überschaubar und doch anspruchsvoll – doppelte Kennungen, zwei Tankervarianten, zeitweise zivil eingesetzte Maschinen und mit ZZ336 „Vespina“ ein echter Regierungsflieger. Wer Brize Norton und die Airshow-Saison im Blick behält und sauber notiert, kann die Flotte Schritt für Schritt komplett machen.

Kurzfazit

AirTanker (IATA 9L, ICAO TOW, Rufzeichen „TOWLINE“) stellt der RAF 14 Airbus A330 MRTT als Voyager bereit, mit Basis in Brize Norton. Grau mit Kokarden heißt Tanker, Weiß mit Union Jack heißt ZZ336 „Vespina“ – und die Kennung verrät dir, welche Maschine du vor dir hast.

Zusammenfassung

  • Den Voyager erkennst du am matten Grau, den RAF-Kokarden und den Betankungsbehältern unter den Flügeln – und an einer Kennung aus der Reihe ZZ330 bis ZZ343.
  • Der weiße ZZ336 ist die Sonderrolle der Flotte: ein A330 MRTT als britischer Regierungsflieger.
  • Basis ist Brize Norton in Oxfordshire, die meisten Sichtungen gelingen aber dort, wo Voyager Truppen fliegen oder bei Airshows auftauchen.
  • Notiere immer beide Kennungen, wenn du sie siehst: Militär-Serial und G-Kennzeichen gehören bei einigen Maschinen zum selben Flugzeug.

Häufige Fragen

Was ist AirTanker?

AirTanker ist ein britisches Unternehmen, das im Rahmen des Programms Future Strategic Tanker Aircraft (FSTA) die Tank- und Transportflugzeuge der Royal Air Force bereitstellt. Es besitzt die Flugzeuge, kümmert sich um Wartung, Ausbildung und Infrastruktur in Brize Norton und stellt Reservisten für die Besatzungen. Geflogen und eingesetzt werden die Maschinen im militärischen Betrieb von der RAF.

Welche Flugzeuge fliegt AirTanker?

Ausschließlich den Airbus A330 MRTT, die Tankerversion der A330-200. Insgesamt gibt es 14 Maschinen. Bei der RAF heißen sie Voyager KC2 (mit zwei Betankungsbehältern unter den Flügeln) und Voyager KC3 (zusätzlich mit einer Betankungseinheit unter dem Rumpf). Einige Flugzeuge wurden entmilitarisiert und für zivile Charter- und Wet-Lease-Einsätze genutzt.

Welchen IATA- und ICAO-Code hat AirTanker?

AirTanker hat den IATA-Code 9L und den ICAO-Code TOW, das Rufzeichen im Funk lautet „TOWLINE“ – eine Anspielung auf den Schlauch, über den getankt wird.

Was ist der Regierungs-Voyager „Vespina“?

Der Voyager mit der Kennung ZZ336 wurde 2016 für Flüge der Königsfamilie, des Premierministers und von Regierungsmitgliedern umgerüstet. Er hat 58 Business- und 100 Premium-Economy-Sitze. 2020 bekam er eine glänzend weiße Lackierung mit Union Jack am Leitwerk; die RAF nennt das Flugzeug „Vespina“. Die Tankfähigkeit blieb erhalten.

Wo ist AirTanker stationiert?

Hauptsitz und Heimat der Flotte ist die RAF Brize Norton in Oxfordshire, westlich von Oxford. Voyager sind außerdem regelmäßig auf der RAF Akrotiri auf Zypern und auf der RAF Mount Pleasant auf den Falklandinseln im Einsatz, wo ein einzelner Voyager für die Luftverteidigung bereitsteht.

Welche Flugzeuge hat der Voyager ersetzt?

Die Voyager lösten die Vickers VC10 und die Lockheed L-1011 TriStar der RAF ab. Die VC10 flogen 2013 zum letzten Mal, die TriStar wurden im März 2014 ausgemustert.

Kann der Voyager jedes Flugzeug betanken?

Nein. Der RAF-Voyager arbeitet ausschließlich mit dem Schlauch-und-Fangkorb-Verfahren. Flugzeuge, die nur über einen starren Tankausleger („Boom“) betankt werden können, etwa C-17 oder P-8, kann er nicht versorgen – anders als viele A330 MRTT anderer Länder.

Wo kann ich AirTanker-Maschinen spotten?

Am ehesten in Großbritannien rund um Brize Norton sowie bei Airshows wie dem Royal International Air Tattoo in Fairford. Zivil eingesetzte Maschinen tauchten in der Vergangenheit auch an Ferienflughäfen auf. Fotografiere nur von öffentlichen Bereichen aus – für Militärflugplätze gelten strenge Regeln.

AirTanker im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Airbus A330 MRTT

Ein grauer A330 mit Tankbehältern unter den Flügeln und einem langen Ausleger unter dem Heck: Der A330 MRTT ist der meistgenutzte Tanker außerhalb der USA. So erkennst du ihn, so unterscheidest du NATO-Flotte, Voyager und Phénix – und hier siehst du ihn.

Flugzeugtyp

Airbus A330-200

Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A310 MRTT

Ein kurzer Großraum-Airbus in Grau, zwei Tankbehälter unter den Flügeln und ein großes Frachttor vorn links: Der A310 MRTT war Tanker, Transporter und fliegende Intensivstation der Luftwaffe und der kanadischen Air Force. So erkennst du ihn und kennst seine Geschichte.

Flugzeugtyp

Airbus A400M Atlas

Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.

Flugzeugtyp

Vickers VC10

Vier Triebwerke paarweise am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Flügel wie aus dem Lehrbuch: Die Vickers VC10 war Großbritanniens Antwort auf Boeing 707 und DC-8. Sie flog für BOAC um die Welt und fast fünf Jahrzehnte als Transporter und Tanker für die Royal Air Force. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du sie heute findest.

Flugzeugtyp

Lockheed L-1011 TriStar

Drei Rolls-Royce-Triebwerke, eines davon tief im Heck versteckt: Die Lockheed TriStar war der elegante, technisch ambitionierte Gegenspieler der DC-10 – und in Düsseldorf jahrzehntelang das Gesicht der LTU.

Weitere Airlines

Staatsflug

Flugbereitschaft des BMVg

Der Lufttransportverband der Luftwaffe für Regierung, Parlament und Bundeswehr: drei Airbus A350-900, A319, A321 und A321LR, Bombardier Global 5000 und 6000 sowie Cougar-Hubschrauber – mit militärischen Kennungen statt Kennzeichen und Basen in Köln/Bonn und Berlin.

Staatsflug

31° Stormo (Aeronautica Militare)

Das Geschwader der italienischen Luftwaffe für Staatsflüge und dringende Krankentransporte: drei Airbus A319CJ, Dassault Falcon 900, neue Gulfstream G650ER und VIP-Hubschrauber AW139 – stationiert am Flughafen Rom-Ciampino.

Charter

Titan Airways

Britische Charter- und Wet-Lease-Airline aus London-Stansted: springt kurzfristig für andere Airlines ein, fliegt VIP-Charter, Fracht mit umgebauten A321 und betreibt den A321neo der britischen Regierung.

Ferienflieger

Thomas Cook Airlines

Historische britische Ferienairline (2003–2019) aus Manchester: hervorgegangen aus JMC Air, zuletzt mit Airbus A321 und A330-200 unterwegs – bis zur Liquidation des Thomas-Cook-Konzerns am 23. September 2019 und der größten Rückholaktion der britischen Friedensgeschichte.

Ferienflieger

Jet2.com

Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.

Netzwerk

British Airways

Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Wo du AirTanker vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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