Das Wichtigste in Kürze
- Ein Programm, zwei Namen: Ausgewählt wurde die C-17 1981 als McDonnell-Douglas-Entwurf, gebaut wurde der Großteil der 279 Maschinen nach der Fusion von 1997 unter Boeing.
- Die Produktion ist beendet: Die letzte C-17 verließ im November 2015 das Werk in Long Beach. Jede Maschine, die du siehst, ist mindestens rund zehn Jahre alt.
- Europa hat zwei eigene Flotten: acht Maschinen der Royal Air Force in Brize Norton und drei der Heavy Airlift Wing im ungarischen Pápa.
- Die meisten Sichtungen in Deutschland sind Maschinen der US Air Force, oft im Umfeld der Ramstein Air Base oder als Gäste auf Airshows.
- Kennung schlägt Bauchgefühl: Mit Heck-Serial, RAF-Kennung oder SAC-Nummer ordnest du jede Sichtung eindeutig einem Betreiber zu.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Programmträger | McDonnell Douglas (Auswahl 1981), ab 1997 Boeing |
|---|---|
| Rolle | Strategischer Transporter mit taktischen Fähigkeiten |
| ICAO-Typcode | C17 |
| Erstflug | 15. September 1991, Long Beach |
| Erste einsatzbereite Staffel | 17. Januar 1995 (17th Airlift Squadron, Charleston) |
| Produktion | 279 Maschinen, letzte Auslieferung November 2015 |
| Triebwerke | 4 × Pratt & Whitney F117-PW-100, je rund 40.400 lbf (ca. 180 kN) |
| Länge / Spannweite | rund 53 m / rund 51,8 m |
| Max. Startgewicht | rund 265 t (585.000 lb) |
| Max. Nutzlast | rund 77,5 t (170.900 lb) |
| Reichweite mit Nutzlast | rund 2.400 nm (C-17A), rund 2.800 nm (Extended Range) |
| Besatzung | drei: zwei Piloten, ein Loadmaster |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Hochdecker mit gepfeiltem Flügel, der von vorn sichtbar nach unten hängt
- Vier Strahltriebwerke in einzelnen Gondeln unter dem Flügel
- Winglets an den Flügelspitzen – bei großen Militärtransportern ein seltenes Merkmal
- T-Leitwerk auf einer sehr hohen Seitenflosse, darunter die breite Heckrampe
- Kurzer, kräftiger Rumpf mit dicken Fahrwerksverkleidungen seitlich am Bauch
- Kennungen: US-Serials am Heck, ZZ171 bis ZZ178 bei der RAF, SAC 01 bis SAC 03 bei der NATO-Staffel
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wer in Mitteleuropa einen grauen Viermot-Jet mit hohem Flügel und Winglets über sich sieht, hat meist eine Boeing C-17 Globemaster III erwischt. Der Transporter ist eines der wenigen Großflugzeuge, die du in Europa gleich bei drei verschiedenen Betreibern finden kannst: bei der US Air Force, bei der Royal Air Force und bei der multinationalen Heavy Airlift Wing im ungarischen Pápa. Diese Seite blickt auf die C-17 aus der Boeing-Perspektive – wie das Programm unter dem neuen Eigentümer weiterlief, wer die Maschinen heute fliegt und wie du die verschiedenen Flotten am Himmel und am Zaun auseinanderhältst.
Drei Betreiber, ein Hangar
Mit Planetrack postest du jede C-17-Sichtung mit Foto, Kennung, Betreiber und Spot und sammelst die Maschinen aller drei Betreiber in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Vom McDonnell-Douglas-Entwurf zum Boeing-Programm
Die Wurzeln der C-17 liegen in den späten 1970er-Jahren. Die US Air Force startete 1979 das Programm C-X, um ältere Transporter abzulösen. Am 28. August 1981 fiel die Wahl auf den Vorschlag von McDonnell Douglas: ein vergrößerter Abkömmling des Versuchsflugzeugs YC-15, mit gepfeiltem Flügel und deutlich stärkeren Triebwerken. Der volle Entwicklungsvertrag kam erst 1985, und die Planungszahl schrumpfte 1990 von 210 auf 120 Maschinen.
Die Entwicklung war alles andere als glatt. Der Erstflug am 15. September 1991 in Long Beach kam rund ein Jahr später als vorgesehen. Bei Belastungstests 1992 und 1993 schien der Flügel die geforderten Lasten nicht zu tragen – eine spätere Prüfung ergab allerdings, dass die Testlast falsch aufgebracht worden war. Unter einer Vereinbarung mit dem Pentagon von 1993 musste McDonnell Douglas einen Verlust von fast 1,5 Milliarden US-Dollar auf die Entwicklungsphase verbuchen. Die erste Serienmaschine ging im Juli 1993 nach Charleston, die 17th Airlift Squadron meldete am 17. Januar 1995 Einsatzbereitschaft. Im Jahr davor hatte das Programm bereits die renommierte Collier Trophy erhalten.
Dann kam der Schnitt, der der C-17 ihren heute geläufigen Namen gab: 1997 fusionierte McDonnell Douglas mit Boeing. Das Werk in Long Beach, die Mannschaft und der Vertrag wanderten unter das Boeing-Dach. Wer die Entwicklungsgeschichte, die Laderaummaße und den Typenvergleich ausführlich nachlesen möchte, findet sie auf der Schwesterseite McDonnell Douglas/Boeing C-17 Globemaster III. Hintergrund zu den beiden Unternehmen liefern die Porträts von Boeing und McDonnell Douglas.
Die Boeing-Jahre: von 120 auf 279 Flugzeuge
Unter Boeing wurde aus dem schwierigen Programm ein Dauerläufer. Die Bestellungen der US Air Force wuchsen in Stufen: von 120 Maschinen im Jahr 1996 auf 180 im Jahr 2002 und schließlich 205 im Jahr 2009. Später legte die Luftwaffe ihre Flottengröße auf 223 Flugzeuge fest. In den besten Jahren liefen bis zu 16 Maschinen pro Jahr aus der Halle, 2010 wurde die Rate auf zehn pro Jahr gesenkt.
Gleichzeitig öffnete sich die C-17 für den Export. Großbritannien machte 2001 den Anfang, es folgten Australien, Kanada, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die NATO-Gruppe SAC, Indien und Kuwait. Als sich das Ende der US-Bestellungen abzeichnete, baute Boeing zum Schluss sogar einige Maschinen ohne festen Kunden – sogenannte „White Tails“, die anschließend an Exportkunden gingen.
Die 279. und letzte C-17 verließ im November 2015 das Werk. Damit schloss Boeing das Werk in Long Beach, in dem seit Jahrzehnten Douglas- und McDonnell-Douglas-Flugzeuge entstanden waren. 2025 berichteten Medien über Gespräche zwischen Boeing und einem internationalen Interessenten über einen möglichen Neustart; eine bestätigte Wiederaufnahme gibt es nach unserem Kenntnisstand nicht.
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 1979 | US Air Force startet das Transporterprogramm C-X |
| 1981 | McDonnell Douglas gewinnt den Wettbewerb |
| 1991 | Erstflug in Long Beach |
| 1993 | Erste Serienmaschine nach Charleston |
| 1995 | 17th Airlift Squadron einsatzbereit |
| 1997 | Fusion von McDonnell Douglas und Boeing |
| 2001 | Royal Air Force als erster Exportkunde |
| 2009 | Erste C-17 für die Strategic Airlift Capability (SAC) |
| 2015 | Letzte Auslieferung, Werk Long Beach schließt |
Technik in Kürze
Die C-17 ist für Lasten gebaut, die in keinen Linienfrachter passen. Der Laderaum ist rund 27 Meter lang, 5,5 Meter breit und gut 3,7 Meter hoch. Bis zu 18 Standardpaletten, ein Kampfpanzer M1 Abrams oder drei Radpanzer Stryker passen hinein, alternativ bis zu 134 Soldaten oder 102 Fallschirmspringer. Die maximale Nutzlast liegt bei rund 77,5 Tonnen.
Angetrieben wird sie von vier Pratt & Whitney F117-PW-100, der militärischen Ausführung der PW2000-Familie, die zivil in der Boeing 757-200 steckt. Jedes Triebwerk liefert rund 40.400 lbf Schub. Ein Teil des Abgasstrahls strömt auf die ausgefahrenen Klappen und erzeugt so zusätzlichen Auftrieb bei langsamem Flug – ein Grund, warum die C-17 trotz ihrer Größe auf Pisten von rund 3.500 Fuß (gut 1.000 Meter) landen kann. Mehr zum Triebwerkslieferanten liest du im Porträt von Pratt & Whitney.
Im Cockpit sitzen nur zwei Piloten, im Laderaum arbeitet ein Loadmaster. Die Reisegeschwindigkeit liegt um Mach 0,74 bis 0,79, die Dienstgipfelhöhe bei rund 45.000 Fuß. Die frühen Maschinen kommen mit Nutzlast etwa 2.400 Seemeilen weit, spätere Baulose mit zusätzlichem Mittelflügeltank etwa 2.800 Seemeilen; diese Ausführung wird oft C-17A ER genannt. Bei der Royal Canadian Air Force heißt der Typ CC-177. Eine zivile Frachtversion, die als MD-17 und später BC-17X angeboten wurde, ging nie in Serie.
Rückwärts am Zaun
Die Schubumkehr der C-17 lenkt den Strahl nach oben und vorn. Damit kann die Maschine am Boden aus eigener Kraft zurücksetzen. Wenn du am Rollweg stehst und plötzlich ein Transporter rückwärts rollt, lohnt sich die Serienbildfunktion.
Wer die C-17 heute fliegt
Die mit Abstand größte Flotte gehört der US Air Force. Veröffentlichte Bestandszahlen nennen für Anfang 2026 rund 220 Maschinen, verteilt auf aktive Verbände, die Air National Guard und die Air Force Reserve. Die Zahlen für Exportkunden stammen aus veröffentlichten Übersichten und können sich verschoben haben.
| Betreiber | Anzahl (letzter bekannter Stand) | Heimat / Einheit |
|---|---|---|
| US Air Force | rund 220 | aktive Verbände, ANG und Reserve |
| Indian Air Force | 11 | No. 81 Squadron, Hindon |
| Royal Air Force | 8 | No. 24 und No. 99 Squadron, Brize Norton |
| Royal Australian Air Force | 8 | No. 36 Squadron |
| Qatar Emiri Air Force | 8 | – |
| Luftwaffe der VAE | 8 | – |
| Royal Canadian Air Force | 5 (CC-177) | 429 Transport Squadron, Trenton |
| Strategic Airlift Capability | 3 | Heavy Airlift Wing, Pápa |
| Kuwait | 2 | – |
Deutschland fliegt die C-17 nicht; die Luftwaffe setzt auf den Airbus A400M, den du zum Beispiel am Fliegerhorst Wunstorf erlebst. Wer die beiden im Feld vergleichen will: Der A400M hat vier große Propeller, die C-17 vier Jets.
Royal Air Force: acht Maschinen in Oxfordshire
Großbritannien war 2001 der erste Exportkunde und baute die Flotte bis auf acht C-17 aus. Sie sind auf RAF Brize Norton stationiert, dem großen Transportstützpunkt westlich von Oxford, und tragen die Serials ZZ171 bis ZZ178. Geflogen werden sie von der No. 99 Squadron, die Ausbildung liegt bei der No. 24 Squadron. Die britischen Maschinen sind in grauer Lackierung mit kleinen Hoheitsabzeichen unterwegs und tauchen regelmäßig auf Einsätzen in ganz Europa und darüber hinaus auf.
Heavy Airlift Wing: Europas geteilte Flotte
Die spannendste C-17-Einheit für europäische Spotter sitzt in Westungarn. Bei der Strategic Airlift Capability (SAC) haben sich zwölf Staaten zusammengetan, um gemeinsam schweren Lufttransport zu betreiben. Die Idee entstand 2006 im Umfeld des NATO-Hauptquartiers, das Memorandum of Understanding unterzeichneten die Staaten am 23. September 2008.
Beteiligt sind Bulgarien, Estland, Finnland, Ungarn, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Slowenien, Schweden und die USA. Die erste Maschine wurde am 14. Juli 2009 in Long Beach übernommen, die beiden anderen folgten im Herbst desselben Jahres. Am 27. Juli 2009 wurde die Heavy Airlift Wing (HAW) auf dem Stützpunkt Pápa offiziell aktiviert, die volle Einsatzfähigkeit meldete sie im November 2012.
Einige Besonderheiten machen die drei Flugzeuge zu einem Sammlerziel:
- Sie tragen die Kennungen SAC 01, SAC 02 und SAC 03.
- Sie sind in Ungarn registriert und fliegen mit ungarischen Hoheitszeichen, am Heck steht der Name des Heimatflugplatzes Pápa.
- Die rund 150 Angehörigen der Einheit stammen aus den Mitgliedsländern; die Besatzungen sind multinational gemischt.
- Jedes Land kauft ein festes Kontingent an Flugstunden. Die USA halten das größte Paket, gefolgt von Schweden und den Niederlanden.
- Beschaffung und Wartung organisiert die NATO-Agentur NSPA mit ihrem Programmbüro, Boeing übernimmt vertraglich die Wartung an der Flightline, Engineering und Ersatzteile.
Eingesetzt wurde die HAW unter anderem in Afghanistan, bei UN- und EU-Missionen in Mali und der Zentralafrikanischen Republik, für Hilfsflüge nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und in der Türkei und Syrien 2023 sowie bei der Evakuierung aus Kabul 2021, bei der die Einheit in zwölf Flügen rund 3.000 Menschen ausflog.
SAC 01, 02, 03 – alle drei erwischt?
Setz die drei SAC-Kennungen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm informieren, sobald eine von ihnen im Anflug auf deinen Flughafen gemeldet wird. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Den Betreiber am Zaun bestimmen
Dass es eine C-17 ist, verraten hoher Flügel, vier Jets, Winglets und T-Leitwerk. Ausführlich zeigt das die Schwesterseite mit ihrem Typen-Finder. Spannender für Sammler ist die zweite Frage: Wer fliegt diese Maschine? Mit drei Schritten kommst du fast immer zum Ziel.
Heck absuchen
US-Maschinen tragen ihr Serial in Form einer Jahres- und Laufnummer an der Seitenflosse, oft mit Staffel- oder Basiskürzel. Wie du die Zahlen liest, erklärt der Guide US-Militärkennzeichen.
Hoheitszeichen prüfen
Die blau-weiß-roten Kokarden der RAF, das ungarische Abzeichen der SAC-Maschinen oder der US-Stern mit Balken: Schon aus Entfernung grenzt das die Herkunft stark ein.
Kennung bestätigen
ZZ17x steht für die RAF, SAC 0x für Pápa. Ist die Kennung im Foto unscharf, helfen die Tipps im Beitrag Unlesbares Kennzeichen ermitteln.
US Air Force, wenn …
- ein Serial mit Jahreszahl am Heck steht
- der Schriftzug „U.S. Air Force“ am Rumpf zu lesen ist
- ein Basis- oder Staffelkürzel am Seitenleitwerk prangt
Royal Air Force, wenn …
- die Kennung mit ZZ beginnt
- RAF-Kokarden am Rumpf sitzen
- die Maschine aus Richtung Brize Norton kommt
Heavy Airlift Wing, wenn …
- „SAC“ mit einer Nummer von 01 bis 03 zu lesen ist
- ungarische Hoheitszeichen zu sehen sind
- der Name Pápa am Heck steht
Für die Typbestimmung selbst lohnt der Vergleich mit den nächsten Verwandten: Die Lockheed C-5 Galaxy ist deutlich größer und hat keine Winglets, die Iljuschin Il-76 trägt eine verglaste Navigatorkanzel, die Embraer C-390 Millennium hat nur zwei Triebwerke. Einen Überblick über alle Muster liefert der Guide Militärtransporter erkennen.
Wo du die C-17 in Europa siehst
Für Militärtransporter gibt es keinen Flugplan. Ein paar Orte und Anlässe erhöhen deine Chancen aber deutlich.
Ramstein Air Base: Das wichtigste Drehkreuz der US Air Force in Europa liegt in Rheinland-Pfalz. Strategische Transporter wie C-17 und C-5 gehören dort zum Bild. Fotografieren darfst du nur von öffentlich zugänglichem Gelände aus – was das konkret bedeutet, steht im Beitrag Planespotting an der Ramstein Air Base und in den Regeln für Militärflugplätze.
Zivilflughäfen mit Militärverkehr: Am Flughafen Leipzig/Halle landen neben Linienfrachtern immer wieder Militärtransporter – ob eine C-17 dabei ist, bleibt Glückssache. Der Spotter-Guide für Leipzig/Halle zeigt, wo du am besten stehst. Planbar sind solche Besuche allerdings nicht.
Großbritannien: Rund um Brize Norton sind die RAF-Maschinen Alltag. Auf großen Shows wie dem Royal International Air Tattoo in Fairford gehören C-17 häufig zum Static Display oder zum Flugprogramm.
Airshows auf dem Kontinent: Bei Tagen der offenen Tür und großen Flugtagen stehen Transporter gern als begehbare Ausstellungsstücke am Boden. Welche Veranstaltungen sich lohnen, listet der Überblick Airshows in Europa.
Pápa und Ungarn: Die drei SAC-Maschinen starten in Pápa, sind auf ihren Missionen aber in ganz Europa unterwegs. Ihre Spur verfolgst du am ehesten über Tracking und Spotter-Gemeinschaften.
| Gelegenheit | Trefferchance | Hinweis |
|---|---|---|
| Airshows mit Static Display | hoch | Oft aus nächster Nähe, auch Innenbesichtigungen |
| Umfeld von Ramstein | mittel bis hoch | Vor allem US-Maschinen |
| Umfeld von Brize Norton | mittel bis hoch | Heimat der acht RAF-Maschinen |
| Zivile Frachtflughäfen | niedrig bis mittel | Nur bei Verlegungen und Charterbedarf |
| Zufallsüberflug | niedrig | Höhe meist zu groß für gute Fotos |
Nicht jede C-17 ist sichtbar
Militärflüge senden nicht immer vollständige Positionsdaten, Rufzeichen wechseln, und Verlegungen werden nicht angekündigt. Plane deshalb mit Puffer und hol dir aktuelle Hinweise von Flugplätzen und Spotter-Gruppen, bevor du losfährst. Wie du trotzdem viel herausholst, erklärt der Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.
Einsätze, die Geschichte machten
Die C-17 ist in über drei Jahrzehnten an fast jedem großen Lufttransport der USA und ihrer Partner beteiligt gewesen. Ein paar Episoden kennt in der Spotter-Szene fast jeder.
Kabul, August 2021: Bei der Evakuierung aus Afghanistan flog eine C-17 der US Air Force 823 Menschen auf einem einzigen Flug aus – ein Rekord für den Typ. Auch RAF und Heavy Airlift Wing waren im Dauereinsatz.
Antarktis: Seit 1999 versorgen C-17 im Rahmen der Operation Deep Freeze Stationen auf dem eisigen Kontinent.
Präsidentenreisen: Die Limousine des US-Präsidenten und die Hubschrauber der Marine One reisen in C-17 mit. Wenn du also in der Nähe eines Staatsbesuchs eine Boeing VC-25 erwartest, lohnt sich auch der Blick auf die Transporter, die vorab Fahrzeuge und Ausrüstung bringen.
Unfälle: Im Juli 2010 stürzte auf der Elmendorf Air Force Base in Alaska eine C-17 beim Training für eine Flugshow ab; alle vier Besatzungsmitglieder starben. Es ist bis heute der einzige tödliche Totalverlust des Typs. Daneben gab es mehrere Landezwischenfälle mit teils erheblichen Schäden, nach denen die Maschinen repariert wurden.
Licht und Wind im Blick
Planetrack zeigt dir für deinen Flughafen Wetter, Wind und aktive Pisten und plant mit dem Sonnenstand-Planer, wann dein Spot im besten Licht liegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fototipps für Globemaster-Jäger
Eine C-17 im Anflug ist groß, grau und oft überraschend steil unterwegs. Diese Punkte helfen dir, das Beste daraus zu machen.
- Belichtung korrigieren: Das dunkle Grau verschwindet vor hellem Himmel schnell. Eine leichte Plus-Korrektur oder Spotmessung auf den Rumpf rettet die Details.
- Rampe offen, Bild fertig: Am Boden mit offener Heckrampe zeigt die Seitenansicht Winglets, T-Leitwerk und Laderaum in einem Motiv.
- Brennweite anpassen: Nah an der Piste reicht oft eine mittlere Brennweite, auf Distanz brauchst du ein Tele. Mehr dazu im Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.
- Licht planen: Graue Maschinen profitieren besonders von seitlichem Licht. Wie du den Sonnenstand vorab berechnest, zeigt der Beitrag Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
- Kennung mitnehmen: Fotografiere im Zweifel ein zusätzliches Bild vom Heck, damit du die Sichtung später sauber dem Betreiber zuordnen kannst.
Airshow-spezifische Hinweise findest du im Beitrag Airshows fotografieren.
Fazit
Die Boeing C-17 Globemaster III ist ein Flugzeug mit zwei Firmengeschichten: entworfen und erstmals geflogen bei McDonnell Douglas, in großer Stückzahl gebaut, exportiert und betreut unter Boeing. Neue Maschinen gibt es seit 2015 nicht mehr, im Dienst steht der Typ aber weiterhin bei der US Air Force und einer Reihe von Partnern weltweit. Für europäische Spotter ist der Typ besonders reizvoll, weil sich die Sichtungen auf drei klar unterscheidbare Betreiber verteilen – und mit SAC 01 bis 03 eine kleine, gut abzuhakende Sammlung wartet.
Kurzfazit
Hoher Flügel, vier Jets, Winglets und T-Leitwerk bestimmen den Typ, Serial, Kokarde oder SAC-Nummer bestimmen den Betreiber. Die besten Chancen bieten Airshows, das Umfeld von Ramstein und Brize Norton sowie die Einsätze der Heavy Airlift Wing aus Pápa.
Zusammenfassung
- Die US Air Force wählte 1981 den McDonnell-Douglas-Entwurf für ihren neuen Langstreckentransporter; der Erstflug folgte 1991, die erste Staffel war im Januar 1995 einsatzbereit.
- Nach der Fusion 1997 führte Boeing das Programm weiter, steigerte die Bestellungen schrittweise und baute bis 2015 insgesamt 279 Maschinen in Long Beach.
- Größter Betreiber ist die US Air Force mit rund 220 Maschinen in aktiven Verbänden, Air National Guard und Reserve; dazu kommen acht Exportkunden beziehungsweise Programme.
- In Europa fliegen die RAF ab Brize Norton und die Heavy Airlift Wing der Strategic Airlift Capability ab Pápa, einem Verbund von zwölf Staaten.
Häufige Fragen
Warum heißt die C-17 mal Boeing, mal McDonnell Douglas?
Den Wettbewerb gewann 1981 McDonnell Douglas, dort fand auch der Erstflug statt. 1997 ging McDonnell Douglas in Boeing auf, seitdem lief das Programm unter dem Boeing-Namen. Die Entwicklungsgeschichte vertieft die Seite McDonnell Douglas/Boeing C-17.
Wird die C-17 noch gebaut?
Nein. Die 279. und letzte Maschine wurde im November 2015 ausgeliefert, danach schloss Boeing das Werk in Long Beach. 2025 gab es Medienberichte über Gespräche zu einem möglichen Neustart mit einem internationalen Kunden; eine bestätigte Wiederaufnahme ist uns nicht bekannt.
Welche europäischen Länder fliegen die C-17?
Eine eigene Flotte hat in Europa nur Großbritannien mit acht Maschinen. Dazu kommt die Strategic Airlift Capability: Bulgarien, Estland, Finnland, Ungarn, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Slowenien und Schweden teilen sich zusammen mit den USA drei C-17 in Pápa.
Warum tragen die SAC-Maschinen ungarische Abzeichen?
Irgendein Staat muss die Flugzeuge registrieren. Die drei SAC-Maschinen sind in Ungarn eingetragen, fliegen deshalb mit ungarischen Hoheitszeichen und tragen den Namen ihres Heimatflugplatzes Pápa am Heck. Das Personal der Einheit stammt aus den Mitgliedsstaaten.
Unter welchem Code finde ich die C-17 im Tracking?
Der ICAO-Typcode lautet C17. Viele Militärflüge senden aber eingeschränkt oder gar nicht – Tipps dazu stehen im Beitrag Militärflugzeuge online verfolgen.
Wie viele C-17 sind abgestürzt?
Der einzige tödliche Unfall mit Totalverlust ereignete sich im Juli 2010 auf der Elmendorf Air Force Base in Alaska, als eine Maschine beim Training für eine Flugshow abstürzte; alle vier Insassen kamen ums Leben. Daneben gab es mehrere Landezwischenfälle mit Schäden, nach denen die Maschinen repariert wurden.
Boeing C-17 Globemaster III sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Boeing
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HerstellerMcDonnell Douglas
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