Das Wichtigste in Kürze
- Die Do 27 gilt als erstes in Serie gebautes Motorflugzeug aus Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – die erste Maschine ging im Januar 1957 an die Heeresflieger.
- Ein Flugzeug mit spanischen Wurzeln: Claudius Dornier entwickelte den Vorgänger Do 25 in Madrid, CASA baute die Do 27 später als C-127 in Lizenz.
- Bundeswehr-Arbeitspferd: 428 Exemplare flogen bei Heer, Luftwaffe und Marine als Verbindungs-, Beobachtungs- und Schulflugzeug, die letzten bis 1980.
- Schnellster Erkennungsweg: Hochdecker ohne Flügelstreben, feste Vorflügel und Spornrad – diese Kombination hat kaum ein anderer Typ.
- Heute ein Oldtimer mit Fangemeinde: Dutzende Do 27 fliegen noch privat und in Vereinen, vor allem in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Dornier (Entwicklung in Madrid, Serienbau in Deutschland), Lizenzbau bei CASA in Spanien als C-127 |
|---|---|
| ICAO-Typcode | DO27 |
| Vorgänger | Do 25, Erstflug 1954 in Spanien |
| Erstflug in Deutschland | 17. Oktober 1956 in Oberpfaffenhofen |
| Produktion | je nach Quelle gut 570 bis über 620 Exemplare, überwiegend zwischen 1956 und 1965, inklusive CASA-Lizenzbau |
| Größter Betreiber | Bundeswehr mit 428 Flugzeugen |
| Triebwerk | 1 × Lycoming GO-480, Sechszylinder-Boxer mit Untersetzungsgetriebe, rund 270 PS |
| Spannweite | 12,00 m |
| Länge | rund 9,6 m (Q-1), je nach Version etwas mehr |
| Max. Startgewicht | rund 1.750 kg (Q-1), je nach Version zwischen etwa 1.570 und 1.850 kg |
| Reisegeschwindigkeit | rund 200 km/h |
| Sitzplätze | bis zu 2 Besatzung plus 4 bis 6 Passagiere, alternativ 2 Tragen |
| Fahrwerk | festes Spornradfahrwerk, optional Skier |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Freitragender Hochdeckerflügel ohne Streben – ungewöhnlich für einen einmotorigen Buschflieger dieser Größe
- Feste Vorflügel an der Flügelvorderkante, gut sichtbar als schmaler Spalt vor dem Flügel
- Festes Spornradfahrwerk: zwei kräftige Hauptfahrwerksbeine vorn, kleines Rad unter dem Heck
- Große, rundum verglaste Kabine mit tief heruntergezogenen Seitenfenstern
- Kurze, bullige Motorhaube mit dem Getriebemotor GO-480 und auffällig langsam drehendem Propeller
- Konventionelles Leitwerk, die Ruder sind stoffbespannt
Aktualisiert: Oktober 2026 – An einem Sommerwochenende am Vereinsflugplatz: Ein Hochdecker mit Spornrad brummt tief und satt über die Schwelle, setzt nach erstaunlich kurzer Strecke auf und rollt mit hochgerecktem Bug zum Hangar. Keine Flügelstrebe, dafür ein schmaler Spalt an der Flügelvorderkante und eine Kabine, die fast nur aus Glas zu bestehen scheint. Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Dornier Do 27 – das erste Motorflugzeug, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland wieder in Serie gebaut wurde. Hier erfährst du, woher sie kommt, warum die Bundeswehr Hunderte davon flog und wie du sie heute noch vor die Linse bekommst.
Do 27 im Hangar abhaken
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Was ist die Dornier Do 27?
Die Do 27 ist ein einmotoriger Hochdecker mit Kurzstart- und Kurzlandeeigenschaften (STOL) für die Besatzung und je nach Version bis zu sechs Passagiere. Sie wurde als Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug konzipiert: Offiziere, Meldungen und leichte Lasten von A nach B bringen, auch von Wiesen und Feldpisten aus. Später fand sie ihren Platz als Reise-, Schlepp-, Absetz- und Arbeitsflugzeug in der zivilen Luftfahrt.
Ihre Geschichte beginnt nicht in Deutschland, sondern in Spanien. Nach dem Krieg war Flugzeugbau in der Bundesrepublik zunächst verboten. Claudius Dornier leitete deshalb ab 1951 ein Konstruktionsbüro in Madrid und beteiligte sich dort an einer Ausschreibung der spanischen Luftwaffe für ein kurzstartfähiges Verbindungsflugzeug. Das Ergebnis war die Do 25, die CASA in Spanien baute und die 1954 erstmals flog.
Aus der Do 25 entstand durch gründliche Überarbeitung die Do 27: überarbeiteter Flügel, geändertes Seitenleitwerk, Tanks im Flügel statt außen und vor allem ein stärkerer Motor, der Lycoming GO-480 mit Untersetzungsgetriebe. Weil der Motor schwerer war, musste auch das Fahrwerk versetzt und verstärkt werden. Ein Prototyp wurde im August 1955 in Oberpfaffenhofen präsentiert, der erste Flug in Deutschland folgte am 17. Oktober 1956. Mit der Serienproduktion, die kurz darauf anlief, wurde die Do 27 zum ersten Motorflugzeug, das nach dem Krieg in Deutschland wieder in Serie gebaut wurde. Mehr zur Firmengeschichte findest du auf der Seite des Herstellers Dornier.
Aufbau und Technik
Technisch ist die Do 27 ein typisches Kind der Fünfziger, aber mit ein paar ungewöhnlichen Lösungen. Der Schulterdecker-Flügel ist freitragend in Ganzmetallbauweise gebaut – Streben, wie sie fast alle vergleichbaren Buschflieger haben, gibt es nicht. An der Vorderkante sitzen feste Vorflügel, die den Luftstrom bei niedriger Geschwindigkeit am Flügel halten. Der Rumpf ist in Schalenbauweise aufgebaut, das Leitwerk metallbeplankt, die Ruder sind mit Stoff bespannt.
Vorn arbeitet ein Sechszylinder-Boxer von Lycoming mit rund 270 PS, einige Motoren baute BMW in Lizenz. Das Untersetzungsgetriebe – das „G“ in GO-480 – lässt den Propeller langsamer drehen als die Kurbelwelle. Das bringt Schub bei niedriger Geschwindigkeit und prägt auch den Klang: Eine Do 27 brummt tiefer als viele andere Einmots.
Das Spornradfahrwerk ist starr, die Hauptbeine haben eine Öl-Luft-Federung. Für Schneeeinsätze gab es Skier, ein Schwimmerflugzeug wurde erprobt, blieb aber ein Einzelstück. Laut den Daten der Q-1 reichen rund 250 Meter Startlauf, um über ein 15-Meter-Hindernis zu steigen – für ein Flugzeug mit sechs Sitzen ein starker Wert.
| Kennzahl | Wert (Do 27 Q-1) |
|---|---|
| Spannweite | 12,00 m |
| Länge | 9,60 m |
| Flügelfläche | 19,4 m² |
| Leermasse | rund 1.050 kg |
| Max. Startmasse | rund 1.750 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 250 km/h |
| Reisegeschwindigkeit | rund 200 km/h |
| Reichweite | gut 800 km |
Die Werte unterscheiden sich je nach Version und Quelle leicht, vor allem bei Länge und Gewicht. Für die Bestimmung am Flugplatz spielen sie ohnehin kaum eine Rolle – da zählt die Silhouette.
Die Varianten im Überblick
Die Do 27 gab es in vielen Untervarianten. Der Buchstabe verrät grob den Einsatzzweck: A für die militärische Grundversion, B für Schulflugzeuge mit Doppelsteuer, Q für zivile Versionen, dazu Exportbuchstaben für einzelne Länder.
| Variante | Einsatz | Besonderheit |
|---|---|---|
| Do 27 A-1 | Verbindung, Beobachtung | erste Serienversion, sechs Sitze, größte Stückzahl |
| A-3 | wie A-1 | höheres Abfluggewicht |
| A-4 | wie A-1 | breitere Fahrwerksspur, höheres Abfluggewicht |
| B-1 bis B-3 | Schulung | Doppelsteuer |
| H-2 | Schweiz | Exportversion für die Schweizer Luftwaffe |
| J-1 | Belgien | Exportversion für das belgische Heer |
| K-1 / K-2 | Portugal | Exportversionen für die portugiesische Luftwaffe |
| Q-1 bis Q-6 | zivil | Reise-, Arbeits- und Schleppflugzeug, Q-4 mit mehr Treibstoff |
| CASA C-127 | Spanien | Lizenzbau bei CASA ab 1959 |
Bei der Gesamtzahl gehen die Quellen auseinander. Die Angaben reichen von gut 570 bis über 620 gebauten Flugzeugen, die höheren Zahlen inklusive der spanischen Lizenzbauten, gefertigt hauptsächlich zwischen 1956 und 1965. Das allerletzte Exemplar entstand Jahre später aus Ersatzteilen.
Die Do 27 bei der Bundeswehr
Für die junge Bundeswehr kam die Do 27 genau richtig. Die erste Serienmaschine ging im Januar 1957 an eine Heeresfliegerstaffel in Niedermendig. Insgesamt beschafften Heer, Luftwaffe und Marine 428 Flugzeuge – damit war die Bundeswehr mit Abstand der größte Betreiber.
Besonders die Heeresflieger setzten in den Anfangsjahren stark auf die Do 27. Hubschrauber gab es damals noch nicht in ausreichender Zahl, also übernahm der kurzstartfähige Hochdecker Nahaufklärung, Verbindungsflüge und leichte Transporte. Daneben diente die Do 27 als Schulflugzeug und in fast allen fliegenden Verbänden als Verbindungsmaschine.
Als immer mehr Hubschrauber zur Verfügung standen – später etwa die Bo 105 –, verlor die Do 27 ihre Hauptaufgabe. Viele Maschinen gingen ins Ausland, ein großer Teil an Portugal. Einige blieben bei den Flugsportgruppen der Bundeswehr als Reise- und Schleppflugzeug, bis diese 1980 aufgelöst wurden. Damit endete der Bundeswehrbetrieb. Wie die militärischen Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
Praxis-Tipp: Tarnanstrich ist kein Beweis
Viele zivile Do 27 tragen heute wieder einen Bundeswehr-Anstrich mit Balkenkreuz. Das sieht militärisch aus, die Maschine fliegt aber mit einem zivilen D-Kennzeichen. Für deine Sichtung zählt das Kennzeichen, nicht die Bemalung.
Weltweit im Einsatz
Neben Deutschland flogen rund 20 weitere Staaten die Do 27. Die wichtigsten Betreiber im Überblick:
- Portugal war nach der Bundeswehr der zweitgrößte Nutzer, mit neuen Flugzeugen und über hundert ehemaligen Bundeswehr-Maschinen. In den Kolonialkriegen in Afrika dienten sie für Aufklärung und Transport.
- Spanien setzte die Lizenzbauten von CASA als C-127 ein, ergänzt durch gebrauchte Maschinen aus Deutschland.
- Israel flog die Do 27 unter dem Namen „Dror“ von 1964 bis 1981.
- Belgien nutzte zwölf J-1 beim Heer, später gingen einige nach Malawi.
- Schweden betrieb fünf Maschinen als Fpl 53 bis 1991.
- Die Schweiz kaufte 1958 sieben H-2, die letzten wurden erst 2008 ausgemustert.
- Dazu kamen Nigeria, die Türkei, der Sudan, mehrere ehemals portugiesische Kolonien in Afrika und weitere Staaten.
Zivil fand die Do 27 ebenfalls viele Aufgaben: Lufttaxi, Vermessung, Fotoflüge, Waldbrandüberwachung, Segelflugzeugschlepp und Fallschirmspringer-Absetzen. Weltbekannt wurde eine zebragestreifte Do 27 durch Bernhard und Michael Grzimek, die damit in der Serengeti Tierbestände zählten. Michael Grzimek verunglückte im Januar 1959 tödlich, als die Maschine über Tansania mit einem Geier kollidierte. Der Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ machte die Geschichte bekannt.
Die Do 27 sicher erkennen
Im Oldtimerumfeld wimmelt es von einmotorigen Hochdeckern. Die Do 27 hat aber eine Merkmalskombination, die sie fast unverwechselbar macht.
Nach der Flügelstrebe suchen
Siehst du keine Strebe zwischen Rumpf und Flügel, ist das bei einem Spornrad-Hochdecker dieser Größe schon ein starkes Indiz für die Do 27. Cessna, Porter, Beaver und Super Cub haben alle eine Strebe.
Die Vorflügel prüfen
An der Flügelvorderkante läuft ein schmaler Vorflügel mit Spalt entlang. Von schräg vorn oder im Seitenprofil siehst du ihn als feine Linie vor dem eigentlichen Flügel.
Kabine und Bug ansehen
Die Kabine ist groß und stark verglast, die Motorhaube kurz und bullig. Steht die Maschine am Boden, ragt die Nase wegen des Spornrads deutlich nach oben.
Den letzten Beweis liefert wie immer das Kennzeichen. Wie du es liest und zuordnest, zeigt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung von Oldtimern bietet Oldtimer am Himmel erkennen.
Schnellbestimmung: einmotoriger Hochdecker mit Spornrad
Dornier Do 27
Strebenloser Hochdeckerflügel, feste Vorflügel und große verglaste Kabine: Das ist das typische Do-27-Bild.
Pilatus PC-6 Porter
Lange Nase, Flügelstrebe und große Schiebetür sprechen für den Porter, meist mit Turboprop.
DHC-2 Beaver
Sternmotor und Flügelstrebe sind die Kennzeichen der Beaver.
Piper Super Cub
Zwei Sitze hintereinander, schmaler stoffbespannter Rumpf und Strebe: ein klassischer Cub.
| Merkmal | Do 27 | PC-6 Porter | DHC-2 Beaver | Cessna 180/185 |
|---|---|---|---|---|
| Flügelstrebe | nein | ja | ja | ja |
| Vorflügel | fest, sichtbar | nein | nein | nein |
| Motor | Boxer mit Getriebe | meist Turboprop | Sternmotor | Boxer |
| Fahrwerk | Spornrad | Spornrad | Spornrad | Spornrad |
Die Vergleichstypen findest du ausführlich auf den Seiten zur Pilatus PC-6 Porter, zur DHC-2 Beaver und zur Piper PA-18 Super Cub. Den großen Bruder, die zweimotorige Do 28, erkennst du sofort an den beiden Motoren auf Stummelflügeln seitlich am Rumpf.
Wo du die Do 27 heute siehst
Weil die Do 27 robust ist und einfach zu warten, fliegen bis heute erstaunlich viele. 2018 waren in Deutschland rund 50 Maschinen zugelassen, weitere in anderen Ländern Europas und der Türkei. Wie viele davon aktuell flugfähig sind, ändert sich laufend – prüf vor einer Tour lieber die aktuellen Veranstaltungsprogramme.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Deutsches Museum München | sicher | ausgestellte ehemalige Bundeswehr-Maschine |
| Oldtimertreffen, z. B. Hahnweide | hoch | Treffpunkt der Oldtimer-Szene |
| Flugplatzfeste | mittel | Vereinsmaschinen und Gastflugzeuge |
| Vereinsflugplätze | gelegentlich | Schlepp- und Absetzbetrieb |
| Große Verkehrsflughäfen | sehr niedrig | kaum Verkehr dieser Klasse |
Für ein garantiertes Foto gehst du ins Deutsche Museum München. Im Dornier Museum Friedrichshafen dreht sich viel um die Do 27, dort kannst du sie auch im Simulator erleben. Ausgestellte Exemplare gibt es außerdem im Flygvapenmuseum Linköping, im Königlichen Armeemuseum Brüssel und im Museo del Aire bei Madrid.
Fliegend triffst du die Do 27 am ehesten auf dem Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide und auf Flugplatzfesten in Deutschland. Auch Veranstaltungen rund um den Tag der Bundeswehr können Oldtimer im Flugprogramm haben. Weil viele Do 27 kein ADS-B senden, bleibt die Flugverfolgung bei diesem Typ lückenhaft – Tipps für die gezielte Suche liefert Seltene Flugzeuge spotten.
Nie wieder eine Do 27 verpassen
Setz die Do 27 auf die Wunschliste deines Hangars und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für die Do 27
Ein kleiner Oldtimer verlangt eine andere Herangehensweise als ein Airliner. Die Do 27 ist langsam, startet kurz und fliegt oft niedrig – das sind gute Voraussetzungen.
Propeller drehen lassen
Durch das Getriebe dreht der Propeller relativ langsam. Wähl eine längere Belichtungszeit als bei Turboprops, sonst wirkt er wie stehend. Details findest du im Guide Propeller fotografieren.
Seitenprofil für den Flügel
Freitragender Flügel und Vorflügel kommen im Seitenprofil am besten zur Geltung. Ein Bild beim Rollen mit erhobener Nase zeigt zusätzlich das Spornrad.
Kurze Startstrecke einplanen
Eine Do 27 ist früh in der Luft. Stell dich näher an den Pistenanfang, als du es bei schwereren Flugzeugen tun würdest.
Wann das Licht an deinem Standpunkt stimmt, planst du mit Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Fazit
Die Dornier Do 27 steht für den Neuanfang des deutschen Flugzeugbaus nach dem Krieg: in Spanien entwickelt, in Oberpfaffenhofen in Serie gebaut und bei der Bundeswehr zu Hunderten im Einsatz. Ihre Kurzstartfähigkeit, die große Kabine und der robuste Aufbau halten sie bis heute in der Luft. Für Spotter ist sie ein lohnendes Ziel auf Oldtimertreffen und Vereinsflugplätzen.
Kurzfazit
Hochdecker ohne Flügelstrebe, feste Vorflügel, Spornrad und große verglaste Kabine: Das ist die Do 27. Sicher siehst du sie im Deutschen Museum, fliegend am ehesten auf Oldtimertreffen wie der Hahnweide.
Zusammenfassung
- Die Do 27 ist ein sechssitziger STOL-Hochdecker, der 1956 in Oberpfaffenhofen zum ersten Mal in Deutschland flog.
- Mit 428 Exemplaren war die Bundeswehr der größte Betreiber, dazu kamen rund 20 weitere Staaten von Portugal bis Israel.
- Strebenloser Flügel, Vorflügel und Spornrad trennen sie sicher von Cessna, Porter oder Beaver.
- Live siehst du sie am ehesten auf Oldtimertreffen und Flugplatzfesten, sicher im Museum.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Dornier Do 27?
Die Do 27 läuft unter DO27. Darunter fallen auch die spanischen Lizenzbauten CASA C-127. In der Flugverfolgung tauchen die meisten Do 27 allerdings nur auf, wenn sie mit einem Transponder samt ADS-B unterwegs sind – bei Oldtimern ist das nicht selbstverständlich.
War die Do 27 wirklich das erste deutsche Flugzeug nach dem Krieg?
Sie gilt als das erste in Serie gefertigte Motorflugzeug aus Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Einzelne Prototypen und Segelflugzeuge gab es schon vorher, aber erst mit der Do 27 lief in Deutschland wieder eine echte Serienfertigung für Motorflugzeuge an.
Was bedeutet STOL bei der Do 27?
STOL steht für Short Take-Off and Landing, also Kurzstart und -landung. Die Do 27 braucht dank Vorflügeln und großem Flügel nur wenige hundert Meter, um über ein 15-Meter-Hindernis zu steigen. Genau das machte sie für Feldpisten der Heeresflieger interessant.
Wie unterscheide ich die Do 27 von einer Cessna 180 oder 185?
Beide sind Hochdecker mit Spornrad, aber die Cessna hat eine Flügelstrebe zwischen Rumpf und Flügel. Die Do 27 hat einen freitragenden Flügel ohne Strebe, dazu sichtbare Vorflügel und eine größere, stärker verglaste Kabine.
Wie unterscheide ich Do 27 und Do 28?
Die Do 28 ist zweimotorig: Ihre beiden Kolbenmotoren sitzen an kurzen Stummelflügeln seitlich am Rumpf. Die Do 27 hat nur einen Motor in der Nase. Die größere Do 28 D Skyservant ist zudem deutlich kantiger.
Wo kann ich eine Do 27 sehen?
Im Deutschen Museum München steht eine ehemalige Bundeswehr-Maschine. Fliegende Exemplare triffst du am ehesten auf Oldtimertreffen wie der Hahnweide, auf Flugplatzfesten und an Vereinsflugplätzen, wo einige Do 27 als Schlepp- oder Absetzflugzeug dienen.
Was hat die Do 27 mit „Serengeti darf nicht sterben“ zu tun?
Bernhard und Michael Grzimek nutzten für ihre Tierzählungen in Ostafrika eine zebragestreifte Do 27. Michael Grzimek kam im Januar 1959 ums Leben, als die Maschine über Tansania mit einem Geier kollidierte und abstürzte. Der Dokumentarfilm machte den Typ einem großen Publikum bekannt.
Dornier Do 27 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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