Das Wichtigste in Kürze
- Die 757-300 ist das längste zweistrahlige Schmalrumpfflugzeug, das je gebaut wurde: rund 54,4 m lang, rund 7,1 m länger als die 757-200.
- Condor war Erstkunde mit zwölf Festbestellungen 1996 und nahm die erste Maschine im März 1999 in Dienst.
- Nur 55 Exemplare wurden gebaut – die 757-300 war schon zu ihrer aktiven Zeit ein seltener Typ.
- Schnellster Erkennungsweg: 757-Fahrwerk mit vier Rädern pro Bein plus ein Rumpf, der fast endlos wirkt.
- Heute fast nur in den USA: Condor hat sich im November 2025 verabschiedet, die größten Flotten fliegen bei United und Delta.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 757-300?
- 2.Condor als Erstkunde: die Geschichte der 757-300
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.757-300 oder 757-200?
- 5.757-300, A321 oder 767?
- 6.Betreiber: United, Delta und der Abschied in Europa
- 7.Spotting-Tipps: so erwischst du heute noch eine 757-300
- 8.Fototipps speziell für die 757-300
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 757 (757-200, 757-300) |
| ICAO-Typcode | B753 |
| Programmstart | September 1996 auf der Farnborough Airshow, Erstkunde Condor |
| Erstflug | 2. August 1998 |
| Zulassung | Januar 1999 |
| Indienststellung | 19. März 1999 bei Condor |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce RB211-535E4/E4B oder Pratt & Whitney PW2043 |
| Länge | rund 54,4 m |
| Spannweite | 38,05 m (mit nachgerüsteten Winglets rund 41,1 m) |
| Sitzplätze | typisch 243 in zwei Klassen, maximal 295 |
| Reichweite | rund 6.290 km mit 243 Passagieren |
| Max. Startgewicht | rund 123,6 t |
| Produktion | 55 Exemplare; Ende der 757-Fertigung im Oktober 2004 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Extrem langer, schlanker Rumpf mit nur einem Gang – noch deutlich gestreckter als bei der 757-200
- Einziehbarer Hecksporn unter dem hinteren Rumpf, der das Heck beim Abheben schützt
- Hohes Fahrwerk mit vier Rädern pro Hauptfahrwerksbein – wie bei allen 757
- Sehr lange Fensterreihe vor und hinter dem Flügel; der Flügel wirkt im Verhältnis zum Rumpf auffällig klein
- Nase im Stil der 767 mit nach vorn abfallendem Cockpit
- Bei vielen Maschinen große, nachgerüstete Blended Winglets an den Flügelspitzen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine Maschine rollt zur Piste, die Fensterreihe will kaum enden, der Flügel wirkt im Verhältnis fast zu klein, und unter dem Heck hängt ein kleiner Sporn: Das ist sehr wahrscheinlich eine Boeing 757-300. Sie ist das längste zweistrahlige Schmalrumpfflugzeug, das je gebaut wurde, und mit nur 55 Exemplaren ein echtes Sammlerstück für Spotter. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, wie die Geschichte mit Condor begann und wo du sie heute noch antriffst.
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Was ist die Boeing 757-300?
Die 757-300 ist die gestreckte Version der Boeing 757-200. Boeing verlängerte den Rumpf um rund 7,1 Meter auf etwa 54,4 Meter, ließ Flügel, Cockpit und Triebwerksoptionen aber weitgehend unverändert. Das Ergebnis ist ein Schmalrumpfjet mit einem Gang, der typischerweise 243 Passagiere in zwei Klassen aufnimmt und für bis zu 295 Sitze zugelassen ist. Damit kommt die -300 in Bereiche, in denen sonst kleinere Großraumjets unterwegs sind.
Zugeschnitten war das Flugzeug auf den europäischen Charterverkehr: viele Passagiere auf Strecken zu Urlaubszielen am Mittelmeer, auf den Kanaren oder in Nordafrika, bei niedrigen Kosten pro Sitz. Weil der Rumpf so lang und schlank ist, bekam die 757-300 schnell den Spitznamen „fliegender Bleistift“.
Der Preis für die zusätzlichen Sitze war die Reichweite. Boeing vergrößerte die Tanks gegenüber der -200 nicht, deshalb kommt die -300 mit voller Kabine nur auf rund 6.290 Kilometer. Für klassische Ferienflüge reichte das locker, für lange Transatlantikstrecken war sie damit weniger geeignet als die -200.
Angetrieben wird die 757-300 von zwei Rolls-Royce RB211-535E4 beziehungsweise der Variante E4B oder von zwei Pratt & Whitney PW2043. Mehr zu den Triebwerksherstellern findest du auf den Seiten zu Rolls-Royce und Pratt & Whitney, zum Flugzeugbauer selbst auf der Seite zu Boeing.
Condor als Erstkunde: die Geschichte der 757-300
Die 757-300 ist eng mit Deutschland verbunden. Studien für eine verlängerte 757 gab es bei Boeing schon Mitte der 1990er-Jahre, konkret wurde das Projekt aber erst, als Condor im September 1996 auf der Farnborough Airshow zwölf Maschinen fest bestellte. Condor hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrung mit der 757-200 und suchte für den Charterverkehr ein Flugzeug mit mehr Sitzen bei ähnlichen Betriebskosten.
Die Entwicklung lief zügig. Am 31. Mai 1998 rollte die erste 757-300 aus der Halle, am 2. August 1998 folgte der Erstflug. Im Januar 1999 erhielt der Typ seine Zulassung, und am 19. März 1999 ging die erste Maschine bei Condor in Dienst.
September 1996
Condor bestellt in Farnborough zwölf 757-300 und wird damit Erstkunde des Programms.
August 1998
Erstflug der gestreckten 757, gut zwei Monate nach dem Rollout Ende Mai.
März 1999
Nach der Zulassung im Januar startet die 757-300 bei Condor in den Liniendienst.
Oktober 2004
Boeing beendet die Fertigung der gesamten 757-Familie. Von der -300 sind bis dahin nur 55 Maschinen entstanden.
Außer Condor bestellten nur fünf weitere Airlines die 757-300: ATA Airlines, damals noch als American Trans Air und erster nordamerikanischer Betreiber, die israelische Arkia, Continental Airlines, Icelandair und Northwest Airlines. Später flog der Typ zudem bei Thomas Cook Airlines. Dass so wenige Bestellungen zusammenkamen, hat mehrere Gründe: Die Reichweite war begrenzt, und mit der gestreckten Boeing 737-900 sowie der Airbus A321 gab es günstigere Alternativen für viele Einsätze.
Winglets für mehr Reichweite
Die großen Blended Winglets von Aviation Partners, die zunächst für die 757-200 zugelassen wurden, bot der Hersteller später auch für die -300 an. Continental setzte als erste Airline ab Februar 2009 eine 757-300 mit den neuen Flügelspitzen ein. Auch viele andere Betreiber, darunter Condor, rüsteten ihre -300 nach. Die Winglets senken den Verbrauch und verlängern so die Reichweite etwas. Wie du verschiedene Flügelspitzen-Formen unterscheidest, erklärt der Guide Winglets, Sharklets und Co. erkennen.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Wer die 757 schon kennt, hat bei der -300 ein leichtes Spiel. Drei Beobachtungen genügen.
757 erkennen
Hohes Fahrwerk, vier Räder pro Hauptfahrwerksbein an einem schmalen Rumpf und eine Nase im Stil der 767: Damit bist du sicher bei der 757-Familie.
Länge einschätzen
Die -300 wirkt extrem gestreckt. Vor und hinter dem Flügel zieht sich eine sehr lange Fensterreihe, der Flügel sitzt optisch fast mittig unter einem „zu langen“ Rumpf.
Hecksporn suchen
Unter dem hinteren Rumpf sitzt ein einziehbarer Hecksporn. Er verhindert, dass das lange Heck beim Abheben auf der Piste aufschlägt. Die -200 hat keinen.
Dazu kommen Unterschiede in der Türanordnung, etwa bei den Notausstiegen über dem Flügel. Für die schnelle Bestimmung brauchst du diese Details aber kaum – Länge und Hecksporn reichen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Den Hecksporn siehst du am besten beim Start, wenn die Maschine rotiert, oder in der Landephase von der Seite. Im Zweifel bestätigen Kennzeichen und Typcode B753 im Tracking-Dienst deine Einschätzung.
757-300 oder 757-200?
Beide Versionen teilen Flügel, Cockpit und Fahrwerk. Der Unterschied steckt im Rumpf.
| Merkmal | 757-200 | 757-300 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B752 | B753 |
| Länge | 47,32 m | rund 54,4 m |
| Typische Sitzzahl (2 Klassen) | rund 200 | 243 |
| Max. Sitzplätze | 239 | 295 |
| Reichweite | rund 7.250 km (PW2040) | rund 6.290 km |
| Hecksporn | nein | ja, einziehbar |
| Gebaute Passagiermaschinen | 913 | 55 |
| Frachtversionen | ja (PF, SF, PCF) | nein |
Im Bild ist die -300 das Extrem der Familie: Die -200 wirkt schon schlank, die -300 fast übertrieben. Wer beide nebeneinander gesehen hat, verwechselt sie kaum noch. Frachter mit verschlossenen Fenstern sind übrigens immer auf -200-Basis entstanden; mehr dazu auf der Seite zur Boeing 757-200PF und 757-200SF/PCF.
757-300, A321 oder 767?
Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Airbus A321neo und ihrer Langstreckenversion A321XLR, die heute viele Aufgaben der 757 übernehmen. Dazu kommt die Boeing 767-300ER mit ihrer ähnlichen Nase. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: sehr langer Zweistrahler
Boeing 757-300
Vier Räder pro Bein an einem schmalen, extrem langen Rumpf plus Hecksporn: Das ist das typische Bild der 757-300. Prüf zur Sicherheit den Typcode B753.
Airbus A321 oder A321neo
Zwei Räder pro Bein und die runde Airbus-Nase sprechen für die A321-Familie. Sie steht deutlich niedriger und ist rund zehn Meter kürzer als die 757-300.
Boeing 767
Die Nase ähnelt der 757, aber der Rumpf ist ein Großraumrumpf. Achte auf die Breite: Die 767 wirkt viel massiger.
Auch die Boeing 737-900ER und die Boeing 737 MAX 10 sind lange Schmalrumpfjets, haben aber nur zwei Räder pro Bein und unten abgeflachte Triebwerksgondeln. Wie du 757 und 767 sicher auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Boeing 757 und 767 unterscheiden. Allgemeine Tipps findest du in Airbus und Boeing unterscheiden.
Betreiber: United, Delta und der Abschied in Europa
Condor: 26 Jahre 757-300 aus Deutschland
Für deutsche Spotter war die 757-300 über Jahrzehnte ein Condor-Flugzeug. Die Ferienflieger setzten sie ab Frankfurt und anderen deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen ein. Eine der bekanntesten Maschinen war D-ABON mit der Lackierung zum 50. Firmenjubiläum, die von März 2006 bis Oktober 2025 flog. Am 2. November 2025 fand der letzte planmäßige 757-Linienflug bei Condor statt, am 5. November 2025 folgte ein Abschiedsflug von Frankfurt nach Wien. Seitdem ist die 757 aus der deutschen Passagierflotte praktisch verschwunden.
Icelandair: zwei Exemplare, inzwischen abgegeben
Icelandair betrieb zwei 757-300, die 2002 zur Flotte kamen. Beide hat die Airline inzwischen abgegeben; die Angaben zum genauen Ausmusterungsdatum schwanken je nach Quelle zwischen 2024 und 2025. Auch die verbliebenen 757-200 der Isländer stehen vor dem Abschied. Am Flughafen Keflavik gehört die -300 damit der Vergangenheit an.
United und Delta: die letzten großen Flotten
Die meisten noch aktiven 757-300 fliegen heute in den USA, und zwar als Erbe der Fusionen der 2000er- und 2010er-Jahre:
- United Airlines übernahm die Maschinen von Continental, die seit 2010 zu United gehört. Laut Flottenübersichten mit Stand Herbst 2026 sind rund 21 Exemplare mit 234 Sitzen im Einsatz – United gilt damit als größter Betreiber.
- Delta Air Lines kam über die Fusion mit Northwest im Jahr 2008 zu ihrer -300-Flotte. Mit Stand Herbst 2026 werden 16 Maschinen geführt, ebenfalls mit 234 Sitzen in drei Kabinenklassen.
| Betreiber | Status (Stand Herbst 2026) | Herkunft |
|---|---|---|
| United Airlines | rund 21 im Einsatz | Continental Airlines |
| Delta Air Lines | 16 im Einsatz | Northwest Airlines |
| Condor | ausgemustert (November 2025) | Erstkunde, Neuauslieferung |
| Icelandair | abgegeben (2024/2025) | Neuauslieferung 2002 |
United gehört zur Star Alliance, Delta zur SkyTeam. Wie lange die beiden die 757-300 noch einsetzen, ist offen; beide Airlines ersetzen ältere Schmalrumpfjets nach und nach durch neue Muster.
Flotten und Einsätze ändern sich
Die 757 verschwindet Schritt für Schritt aus den Flotten. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode B753. Ob eine 757-300 überhaupt nach Europa kommt, hängt vom jeweiligen Flugplan der US-Airlines ab.
Keine B753 mehr verpassen
Setz die 757-300 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine des Typs an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps: so erwischst du heute noch eine 757-300
Im deutschsprachigen Raum ist die 757-300 seit dem Condor-Abschied eine echte Rarität. Die realistischste Chance ist eine Reise in die USA, wo United und Delta den Typ vor allem im Inlandsnetz einsetzen. Nach Europa kommt eine 757-300 nur ausnahmsweise, etwa bei Sonder- oder Überführungsflügen – ob überhaupt, zeigt allein der aktuelle Flugplan.
Falls doch einmal eine B753 angekündigt ist: Am Flughafen Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein guter Startpunkt, sofern die Betriebsrichtung passt. Wie du die vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Solche Ausnahmeflüge tauchen oft kurzfristig auf – hier hilft nur, die Augen in Tracking-Diensten offen zu halten. Wie das funktioniert, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Bereit für deine 757-300-Jagd?
- Ich habe einen Flug mit dem Typcode B753 im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
- Ich weiß, ob die Maschine planmäßig fliegt oder kurzfristig getauscht werden kann.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Warum Typen wie die 757-300 für viele Spotter zur Jagd werden, liest du in Seltene Flugzeuge spotten. Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die 757-300
Die 757-300 lebt von ihrer Länge. Darauf solltest du beim Fotografieren achten.
Seitenprofil bevorzugen
Nur von der Seite kommt die ungewöhnliche Länge voll zur Geltung. Plane genug Platz im Bildausschnitt ein – mit über 54 Metern braucht die -300 mehr Raum als jeder andere Schmalrumpfjet.
Rotation abpassen
Beim Abheben zeigt sich der Hecksporn, und das lange Heck kommt der Piste sichtbar nahe. Eine Position seitlich der Piste auf Höhe des Abhebepunkts liefert genau dieses Detail.
Licht im Rücken
Bei frühen Ankünften steht die Sonne tief. Wann sie an deinem Spot im Rücken steht, rechnest du am besten vorab aus.
Wie du den Sonnenstand planst, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Brennweite du brauchst, steht in Objektiv und Brennweite fürs Planespotting. Für den Einstieg in die Typenbestimmung lohnt sich Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 757-300, wenn …
- du vier Räder pro Hauptfahrwerksbein an einem schmalen Rumpf zählst
- der Rumpf extrem lang wirkt und die Fensterreihe kaum endet
- unter dem Heck ein kleiner Sporn sitzt
- im Tracking-Dienst B753 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur im Steigflug ohne Fahrwerk siehst
- die Länge schwer einzuschätzen ist – dann kann es auch eine 757-200 sein
- keine Fenster zu sehen sind – dann ist es ein 757-200-Frachter
Es ist keine 757-300, wenn …
- du nur zwei Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst
- die Triebwerksgondeln unten abgeflacht sind – dann ist es eine 737
- der Rumpf zwei Gänge hat und deutlich breiter ist – dann bist du bei der 767
- das Heck keinen Sporn hat und der Rumpf kürzer wirkt – dann ist es eine 757-200
Fazit
Die 757-300 ist ein Flugzeug der Superlative und gleichzeitig ein Nischenprodukt: das längste zweistrahlige Schmalrumpfflugzeug der Geschichte, aber nur 55-mal gebaut. Für deutsche Spotter war sie über ein Vierteljahrhundert das Gesicht von Condor, bis der Ferienflieger sich im November 2025 verabschiedete. Heute fliegen die letzten großen Flotten bei United und Delta – wer den fliegenden Bleistift noch ins Logbuch bekommen will, sollte nicht zu lange warten.
Kurzfazit
757-Fahrwerk, extrem langer Rumpf, Hecksporn: Das ist die 757-300. Wer sie gezielt sucht, filtert nach B753, achtet auf seltene Ausnahmeflüge nach Europa und plant notfalls eine Spotting-Tour in die USA ein.
Zusammenfassung
- Die 757-300 entstand als gestreckte 757-200 für den europäischen Charterverkehr und flog erstmals im August 1998.
- Neben Condor bestellten nur American Trans Air, Arkia, Continental, Icelandair und Northwest den Typ; insgesamt entstanden 55 Maschinen.
- Rumpflänge und Hecksporn trennen sie von der 757-200, das Fahrwerk mit vier Rädern pro Bein von A321 und 737.
- Im deutschsprachigen Raum ist sie seit dem Condor-Abschied 2025 eine Rarität; wer sie sucht, filtert in Tracking-Diensten nach B753.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 757-300?
Die 757-300 läuft unter B753, die kürzere 757-200 unter B752. Mit dem Code findest du die Maschinen gezielt in Ankunfts- und Abflugtafeln von Tracking-Diensten.
Ist die 757-300 wirklich das längste Schmalrumpfflugzeug?
Unter den zweistrahligen Schmalrumpfjets ja. Mit rund 54,4 m ist sie länger als jede A321 oder 737. Nur einige ältere vierstrahlige Schmalrumpfjets wie die gestreckten Versionen der DC-8 waren noch länger.
Wie unterscheide ich die 757-300 von der 757-200?
Über die Rumpflänge und den Hecksporn: Die -300 ist rund sieben Meter länger und hat unter dem hinteren Rumpf einen einziehbaren Sporn, der bei zu steilem Abheben das Heck schützt. Die -200 hat keinen. Im Flugplan erscheint die -300 als B753.
Wer war Erstkunde der 757-300?
Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor. Sie bestellte auf der Farnborough Airshow im September 1996 zwölf Maschinen und gab damit den Anstoß für das Programm. Die erste 757-300 nahm Condor im März 1999 in Dienst.
Wann hat Condor die 757-300 ausgemustert?
Der letzte planmäßige Linienflug einer Condor-757 fand am 2. November 2025 statt. Am 5. November 2025 folgte ein Abschiedsflug von Frankfurt nach Wien. Damit ist die 757 aus der Condor-Flotte verschwunden.
Wird die 757-300 noch gebaut?
Nein. Boeing hat die 757-Fertigung im Oktober 2004 beendet. Von der -300 entstanden nur 55 Exemplare, deutlich weniger als die 913 Passagiermaschinen der 757-200.
Gibt es die 757-300 auch als Frachter?
Ab Werk gab es keinen Frachter der -300. Die bekannten 757-Frachtversionen basieren auf der kürzeren 757-200 und laufen unter dem Code B752.
Boeing 757-300 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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