Das Wichtigste in Kürze
- Die J-3 Cub ist die Ikone der Leichtflugzeuge: einfach, langsam, gutmütig und mit 1938 gerade einmal gut 1.000 Dollar Neupreis für viele erschwinglich.
- Erkennungsformel: gelber Schulterdecker mit Streben, Spornrad, Tandemsitzen, Tür rechts, ohne Landeklappen und mit herausragenden Zylinderköpfen.
- Im Zweiten Weltkrieg wurde sie als L-4 Grasshopper zum Artilleriebeobachter, Kurier- und Verbindungsflugzeug der US-Streitkräfte, unter anderem 1944 in der Normandie.
- Viele Bezeichnungen, ein Muster: Der Buchstabe hinter „J3“ verrät den Motor – C für Continental, F für Franklin, L für Lycoming, P für Lenape.
- Für Spotter ist die Cub ein häufiger Oldtimer auf Flugplatzfesten, Fly-ins und Vereinsplätzen; von der jüngeren Super Cub unterscheidest du sie an Motorhaube und fehlenden Landeklappen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Piper Aircraft Corporation, Lock Haven (Pennsylvania), USA |
|---|---|
| ICAO-Typcode | J3 |
| Erstflug | 1938 |
| Bauzeit | 1938 bis 1947 |
| Stückzahl | je nach Zählweise rund 19.000 bis 20.000 J-3 und L-4, davon mehrere Tausend für das Militär; rund 150 in Kanada gebaut |
| Status | historisch, weltweit noch zahlreich flugfähig, auch in Europa |
| Bauart | Einmotoriger Schulterdecker mit Flügelstreben, Spornradfahrwerk, zwei Sitze hintereinander, keine Landeklappen |
| Zelle | Rumpf aus geschweißtem Stahlrohr, Flügel mit Holzholmen und Metallrippen, durchgehend stoffbespannt |
| Triebwerk (J3C-65) | 1 × Continental A-65, Vierzylinder-Boxermotor, 65 PS |
| Weitere Motoren | Continental A-40 und A-50, Franklin 4AC, Lycoming O-145, Lenape-Dreizylinder-Sternmotor (J3P) |
| Länge | rund 6,8 m |
| Spannweite | rund 10,7 m |
| Höhe | rund 2 m |
| Leermasse (J3C-65) | rund 350 kg |
| Max. Abflugmasse | rund 550 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 140 km/h |
| Reisegeschwindigkeit | rund 120 km/h |
| Reichweite | rund 350 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schulterdecker mit V-förmigen Flügelstreben und rechteckigen, geraden Flügeln mit runden Enden
- Spornradfahrwerk mit kurzem, gespreiztem Hauptfahrwerk – das Flugzeug sitzt am Boden deutlich schräg
- Bei der J3C-65 ragen die Zylinderköpfe seitlich aus der Motorhaube, vorn ein schlanker Holzpropeller oder Metallpropeller
- Zweiteilige Tür rechts: Die obere Hälfte klappt unter den Flügel, die untere nach unten – im Flug oft offen
- Klassische Farbe „Cub Yellow“ mit schwarzem Zierstreifen in Blitzform entlang des Rumpfs
- Die Militärversion L-4 hat zusätzliche Fenster oben und hinten, ist meist olivgrün und trägt oft Invasionsstreifen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein leises Tuckern, ein knallgelber Hochdecker, der gemächlich über den Platz zieht, die Tür offen, der Pilot mit dem Ellbogen im Fahrtwind: Wenn auf einem Flugplatzfest so ein Flugzeug landet, ist es sehr oft eine Piper J-3 Cub. Kaum ein Leichtflugzeug ist so bekannt – der Name „Piper“ steht im Alltag fast als Gattungsbegriff für kleine Propellermaschinen. Auf dieser Seite erfährst du, wie die Cub entstand, was es mit der Militärversion L-4 Grasshopper auf sich hat, woran du sie sicher erkennst und wo du ihr heute begegnest.
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Was ist die J-3 Cub?
Die J-3 Cub ist ein einmotoriges, zweisitziges Leichtflugzeug mit Tandemsitzen: Fluglehrer und Schüler sitzen hintereinander, nicht nebeneinander. Die Tragfläche sitzt oben auf dem Rumpf und wird auf jeder Seite von zwei Streben gehalten. Am Boden steht die Cub auf zwei Haupträdern und einem kleinen Spornrad am Heck – sie gehört also zu den klassischen Taildraggern.
Die Konstruktion ist bewusst einfach. Der Rumpf besteht aus geschweißtem Stahlrohr, die Flügel haben Holme aus Fichtenholz und Rippen aus Metall, und das Ganze ist mit Stoff bespannt. Landeklappen gibt es nicht, auch keine Bremsklappen oder ein Einziehfahrwerk. Die häufigste Version, die J3C-65, wird von einem Continental-A-65-Boxermotor mit 65 PS angetrieben. Damit reist die Cub mit rund 120 km/h – auf der Autobahn würde sie von vielen Autos überholt.
Genau diese Schlichtheit war das Erfolgsrezept. Die Cub war billig, robust und leicht zu fliegen. 1938 kostete sie knapp über 1.000 US-Dollar und war damit für Flugschulen, Vereine und Privatleute erschwinglich. Hersteller war die Piper Aircraft Corporation, deren Name bis heute eng mit der Cub verbunden ist.
Entstehung: von der Taylor E-2 zur J-3
Die Geschichte der Cub beginnt nicht bei Piper, sondern bei Clarence Gilbert Taylor. Seine Firma Taylor Aircraft in Bradford, Pennsylvania, brachte um 1930 die Taylor E-2 Cub heraus, einen einfachen Hochdecker mit kleinem Motor. Als die Firma in finanzielle Schieflage geriet, übernahm der Ölunternehmer William T. Piper die Reste und führte das Geschäft weiter, zunächst mit Taylor als Partner. 1935 trennten sich die Wege der beiden.
Der Ingenieur Walter Jamouneau überarbeitete die E-2 zur J-2, die ab 1936 gebaut wurde. Im März 1937 zerstörte ein Brand das Werk in Bradford. Piper zog in eine leerstehende Seidenfabrik neben dem Flugplatz von Lock Haven und firmierte fortan als Piper Aircraft Corporation. Dort entstand die verbesserte J-3, die 1938 in Serie ging – mit verstärkter Zelle, größerem Leitwerk und Motoren zwischen 40 und 65 PS.
Der Zeitpunkt passte perfekt. Die US-Regierung startete 1939 das Civilian Pilot Training Program, um im Hinblick auf einen möglichen Krieg schnell viele Piloten auszubilden. Die Cub wurde dort zum wichtigsten Schulflugzeug: Nach gängigen Angaben lernte rund drei Viertel der Teilnehmer auf einer Cub fliegen. Die Fertigung lief in einem Tempo, das für ein Leichtflugzeug bemerkenswert war – in Spitzenzeiten wurde alle 20 Minuten eine Cub fertig.
Der Motor steckt im Namen
Die Bezeichnung einer Cub verrät ihren Motor: J3C steht für Continental, J3F für Franklin, J3L für Lycoming und J3P für die seltenen Lenape-Sternmotoren. Die Zahl nennt die Leistung, also J3C-65 für 65 PS. Am Flugzeug selbst siehst du den Unterschied oft nur an der Form der Motorhaube – das Typenschild oder das Kennzeichen-Register gibt Sicherheit.
Die Versionen im Überblick
| Version | Nutzer | Besonderheit |
|---|---|---|
| J3C-40 / J3C-50 | zivil | Frühe Versionen mit Continental A-40 bzw. A-50 |
| J3C-65 | zivil | Continental A-65, die häufigste und bekannteste Cub |
| J3F-50 / J3F-65 | zivil | Franklin-4AC-Motoren |
| J3L-50 / J3L-65 | zivil | Lycoming O-145 |
| J3P | zivil | Lenape-Dreizylinder-Sternmotor, sehr selten |
| O-59 / L-4 bis L-4J | US Army | Militärische Verbindungs- und Beobachtungsflugzeuge, zusätzliche Fenster |
| NE-1 / NE-2 | US Navy | Marineversion, rund 250 Stück |
| TG-8 | US Army | Dreisitziges Schulsegelflugzeug ohne Motor, rund 250 gebaut |
Die meisten Militärmaschinen basierten auf der J3C-65. Zur Stückzahl findest du unterschiedliche Angaben: Für die L-4-Familie werden je nach Quelle rund 5.400 bis 5.700 Exemplare genannt, für alle J-3 und L-4 zusammen rund 19.000 bis 20.000. Die Differenzen kommen daher, dass manche Quellen zivile Verkäufe, Militäraufträge, Segler und kanadische Lizenzbauten unterschiedlich zusammenzählen.
L-4 Grasshopper: die Cub im Krieg
Ab 1941 bestellte die US Army die Cub als leichtes Beobachtungsflugzeug, zunächst als O-59, dann als L-4. Zusammen mit vergleichbaren Mustern anderer Hersteller bekamen diese Flugzeuge den Spitznamen Grasshopper – Grashüpfer –, weil sie von kleinen Wiesen, Feldwegen und improvisierten Pisten starten konnten.
Die Aufgaben waren vielfältig:
- Artilleriebeobachtung: Ein Beobachter auf dem hinteren Sitz lenkte per Funk das Feuer der eigenen Artillerie. Diese Rolle war die wichtigste.
- Verbindung und Kurier: Die L-4 brachte Offiziere, Befehle und Post zwischen Stäben und Einheiten.
- Aufklärung: Langsam und tief fliegend, konnte die Besatzung Gelände und Truppenbewegungen beobachten.
- Verwundetentransport: Umgebaute Maschinen nahmen eine Trage auf.
Besonders bekannt wurde der Einsatz im Sommer 1944 in der Normandie, wo die L-4 im unübersichtlichen Heckengelände der Bocage als fliegendes Auge der Artillerie diente. Eine der berühmtesten Maschinen war „Rosie the Rocketer“ von Major Charles Carpenter, der seine L-4 im Herbst 1944 in Lothringen mit Bazooka-Raketenrohren ausrüstete und damit Panzer und Fahrzeuge angriff – eine Ausnahme, keine Standardausrüstung. Auch im Koreakrieg flogen noch L-4.
Wie US-Militärmaschinen nummeriert sind, erklärt der Beitrag zu US-Militärkennzeichen. Viele L-4 blieben nach Kriegsende in Europa und wurden als Überschussmaterial verkauft. So kamen Cubs zu Fliegerclubs, Behörden und Streitkräften in mehreren europäischen Ländern, in Frankreich etwa auch zu den Heeresfliegern. Ein Teil der heute in Europa fliegenden Cubs geht auf solche Maschinen zurück.
Grasshopper auf die Wunschliste
Setz die L-4 im Invasionsanstrich auf deine Wunschliste und teil deine Fotos vom Oldtimer-Treffen mit der Community. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Nach 1947: Nachfolger und Erbe
1947 endete die Produktion der J-3. Piper ersetzte sie zunächst durch die PA-11 Cub Special mit geschlossener Motorhaube und Tanks in den Flügeln und 1949 durch die PA-18 Super Cub, die mit Landeklappen und deutlich stärkeren Motoren zum Segelflugzeug-Schlepper, Buschflugzeug und Agrarflieger wurde. Die Cub-Linie endete damit nicht, sondern wuchs weiter.
Die Grundidee der J-3 – leicht, langsam, kurze Pisten, zwei Sitze hintereinander – lebt bis heute weiter. Firmen wie CubCrafters und American Legend Aircraft bauen moderne Flugzeuge im Cub-Stil, angelehnt teils an J-3 und PA-11, teils an die Super Cub. Im Bundesstaat Pennsylvania ist die J-3 Cub offizielles Staatsflugzeug, und in Lock Haven erinnert das Piper Aviation Museum im ehemaligen Ingenieursgebäude an die Werksgeschichte. Dort findet jedes Jahr im Juni das Fly-in Sentimental Journey statt, bei dem sich vor allem klassische Piper-Flugzeuge wie Cubs treffen; 2026 lief bereits die 40. Ausgabe.
Mit der viel später entwickelten PA-28 Cherokee hat die Cub außer dem Herstellernamen wenig gemein: ein Tiefdecker aus Metall mit Bugrad, Seite an Seite sitzenden Piloten und deutlich höherer Geschwindigkeit. Wer verstehen will, warum Cessna und Piper so oft in einem Atemzug genannt werden, schaut sich zum Vergleich die Cessna 150 und die Cessna 172 an.
So erkennst du die J-3 Cub
Auf einem Vereinsplatz stehen oft mehrere gelbe Hochdecker nebeneinander. Mit vier Beobachtungen grenzt du die J-3 sicher ein.
Motorhaube ansehen
Bei der J3C-65 schauen die Zylinderköpfe des Boxermotors links und rechts aus der Haube heraus. Super Cub und PA-11 haben eine geschlossene Haube.
Flügelhinterkante prüfen
Die J-3 hat nur Querruder, aber keine Landeklappen. Siehst du innen an der Hinterkante eine zweite bewegliche Fläche, ist es eher eine Super Cub.
Tür und Sitze suchen
Die Tür sitzt nur rechts und ist zweigeteilt. Innen sitzen zwei Personen hintereinander – bei Cessna-Hochdeckern sitzen sie nebeneinander.
Tankanzeige entdecken
Vor der Windschutzscheibe ragt bei vielen Cubs ein dünner Draht aus dem Tankdeckel. Er hängt an einem Schwimmer und zeigt den Füllstand an – je tiefer der Draht, desto leerer der Tank.
Bei der Lackierung ist die Sache meist eindeutig: „Cub Yellow“, auch „Lock Haven Yellow“ genannt, mit einem schwarzen Zierstreifen in Blitzform entlang des Rumpfs und oft einem kleinen Bären-Logo am Leitwerk. Militärisch restaurierte L-4 tragen dagegen Olivgrün, große weiße Sterne und häufig die schwarz-weißen Invasionsstreifen von 1944. In Deutschland zugelassene Cubs fallen wegen ihrer geringen Masse in die Kennzeichenklasse D-E, wie der Beitrag zu deutschen Luftfahrzeugkennzeichen erklärt. Allgemeine Tipps zur Oldtimer-Bestimmung findest du im Ratgeber Oldtimer am Himmel erkennen.
Cub, Super Cub, Cessna 150 oder Tiger Moth?
Der Finder hilft dir beim Eingrenzen, wenn ein kleiner Propellerflieger vor dir steht.
Schnellbestimmung: kleiner Hochdecker oder Oldtimer-Trainer
Piper J-3 Cub
Schulterdecker mit Streben, Spornrad, Tandemsitzen, offenen Zylinderköpfen und ohne Landeklappen: Das ist die J-3. In Olivgrün mit Dachfenstern ist es eine L-4.
Piper PA-18 Super Cub
Gleiche Grundform, aber geschlossene Haube, stärkerer Motor und Landeklappen sprechen für die Super Cub, oft mit Schlepphaken am Heck.
Cessna 150 / 152
Hochdecker aus Metall mit Bugrad und zwei Sitzen nebeneinander: Das ist eher eine Cessna 150 oder Cessna 152.
Historischer Doppeldecker
Zwei Tragflächen und offene Cockpits deuten auf einen Schuldoppeldecker wie die Tiger Moth, die Bücker Jungmann oder die größere Stearman.
Ebenfalls ein Hochdecker mit Spornrad, aber eine ganz andere Gewichtsklasse ist die DHC-2 Beaver mit Sternmotor und Kabine für mehrere Passagiere. Die DHC-1 Chipmunk hat zwar wie die Cub Tandemsitze, ist aber ein Tiefdecker mit Schiebehaube.
Es spricht für die J-3, wenn …
- ein Schulterdecker mit Streben auf einem Spornrad steht
- die Zylinderköpfe seitlich aus der Haube ragen
- die Flügel keine Landeklappen haben
- zwei Personen hintereinander sitzen und die Tür nur rechts ist
Sieh genauer hin, wenn …
- die Haube geschlossen ist – dann kann es eine PA-11, ein umgebauter J-3 oder ein moderner Nachbau sein
- Dachfenster und olivgrüner Anstrich zu sehen sind – Hinweis auf eine L-4
- die Maschine auffällig neu wirkt – CubCrafters und American Legend bauen Flugzeuge in Cub-Optik
Es ist keine J-3, wenn …
- das Flugzeug ein Bugrad hat
- die Insassen nebeneinander sitzen
- die Flügel Landeklappen haben und die Haube kräftig geschlossen ist
- die Tragfläche unten am Rumpf sitzt
Wo du die Cub siehst
Die J-3 gehört zu den häufigeren Oldtimern auf europäischen Plätzen, auch wenn die große Mehrheit in den USA fliegt. Deine besten Chancen hast du an Sommerwochenenden auf kleinen Flugplätzen – mit Wolkenbruch oder böigem Wind bleibt eine Cub in aller Regel im Hangar.
| Ort | Was dich erwartet | Hinweis |
|---|---|---|
| Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide | Großes Treffen historischer Flugzeuge in Baden-Württemberg | Cubs und L-4 sind auf solchen Treffen häufig, eine Garantie gibt es nicht |
| Flugplatzfeste in Deutschland | Vereinsfeste mit Rundflügen und Oldtimern | Viele Cubs gehören Privatleuten und Vereinen |
| Europäische Warbird- und Oldtimer-Airshows | L-4 im Invasionsanstrich, zum Beispiel aus Polen | Programm wechselt jede Saison |
| EAA AirVenture Oshkosh, USA | Cubs in großer Zahl im Vintage-Bereich | Ende Juli, riesiges Gelände |
| Lock Haven, Pennsylvania, USA | Fly-in Sentimental Journey und Piper Aviation Museum | Juni, überwiegend klassische Pipers |
| Steven F. Udvar-Hazy Center, USA | J-3 Cub in der Ausstellung des National Air and Space Museum | Museumsstück, Standort im Haus kann wechseln |
Wie du kleine Plätze findest und worauf du dort achtest, steht im Beitrag General Aviation spotten. Auf Karten entdeckst du Vereins- und UL-Plätze mit dem Ratgeber Kleine Flugplätze finden. Einen Überblick über größere Flugvorführungen gibt der Beitrag Airshows in Europa.
Oldtimer fliegen nach Wetter und Laune
Private Cubs wechseln den Besitzer, stehen zur Wartung in der Werkstatt oder bleiben bei Seitenwind am Boden. Prüf vor einer längeren Anreise die Seiten des Veranstalters oder Vereins.
Bereit für deine Cub-Session?
- Ich habe ein Fliegertreffen, Flugplatzfest oder einen Vereinsplatz mit Oldtimern gefunden.
- Ich kenne Wettervorhersage und Wind – eine Cub fliegt nur bei ruhigen Bedingungen.
- Ich habe eine passende Verschlusszeit für Propellerbilder im Kopf.
- Ich weiß, wo die Sonne über der Piste steht.
- Ich notiere Kennzeichen oder Militärnummer für die Dokumentation.
Fototipps für die Cub
Die Cub ist langsam, fliegt tiefe Platzrunden und landet oft nah am Zuschauerbereich – ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Propeller drehen lassen
Wegen der geringen Geschwindigkeit kannst du lange Verschlusszeiten wählen und trotzdem scharf mitziehen. So bekommst du eine schöne Propellerscheibe. Wie du die Zeit wählst, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren.
Seitenwind nutzen
Spornradflugzeuge tänzeln bei Seitenwind sichtbar über die Piste. Wie Piloten das ausgleichen, liest du im Beitrag Seitenwindlandungen.
Offene Tür zeigen
Eine Cub mit hochgeklappter Tür im Überflug ist ein Klassikermotiv. Am besten gelingt es seitlich von rechts, wo die Tür sitzt.
Bodenszenen festhalten
Anwerfen per Hand am Propeller, S-Kurven beim Rollen wegen der schlechten Sicht nach vorn, Pilot hinten im Cockpit: Am Boden erzählt die Cub oft die besseren Geschichten.
Mehr zur Technik bei Flugvorführungen liest du im Beitrag Airshows fotografieren. Wie selten deine Begegnung tatsächlich ist, ordnest du mit Wie selten ist meine Sichtung? ein. Willst du die Cub-Kennzeichen systematisch sammeln, hilft dir der Beitrag Registrierungen sammeln.
Fazit
Die Piper J-3 Cub ist das Leichtflugzeug, an dem sich alle anderen messen lassen müssen: einfach gebaut, günstig, gutmütig und in riesiger Zahl produziert. Sie bildete vor und während des Zweiten Weltkriegs eine ganze Pilotengeneration aus, flog als L-4 Grasshopper über den Schlachtfeldern Europas und begründete die Cub-Familie, die mit der Super Cub weiterlebte. Für Spotter ist sie leicht zu erkennen und auf Oldtimer-Treffen und Vereinsplätzen in Europa regelmäßig zu sehen.
Kurzfazit
Gelber Schulterdecker mit Streben, Spornrad, zwei Sitze hintereinander, offene Zylinderköpfe und keine Landeklappen: Das ist die J-3 Cub. In Olivgrün mit Dachfenstern und Invasionsstreifen hast du eine L-4 Grasshopper vor dir.
Zusammenfassung
- Die J-3 Cub entstand aus der Taylor E-2 Cub von 1930 und der J-2; gebaut wurde sie ab 1938 im Piper-Werk in Lock Haven, Pennsylvania.
- Bis 1947 entstanden je nach Zählweise rund 19.000 bis 20.000 Exemplare, darunter mehrere Tausend L-4 für das US-Militär.
- Als Schulflugzeug des Civilian Pilot Training Program und als L-4 Grasshopper prägte sie die Luftfahrt der 1940er-Jahre; nach dem Krieg landeten viele Militär-Cubs bei europäischen Fliegerclubs.
- Nachfolger wurden die PA-11 Cub Special und die PA-18 Super Cub; moderne Nachbauten von CubCrafters und American Legend greifen die Form bis heute auf.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Piper Cub?
Die J-3 Cub läuft im ICAO-Verzeichnis der Flugzeugmuster (Doc 8643) unter J3, als einmotoriges Landflugzeug mit Kolbenmotor und Wirbelschleppenkategorie L. Viele Cubs fliegen allerdings ohne Flugplan und teils ohne Mode-S-Transponder und tauchen dann in Tracking-Diensten gar nicht auf.
Was bedeuten J3C, J3F und J3L?
Der Buchstabe hinter J3 steht für den Motorhersteller: C für Continental, F für Franklin, L für Lycoming und P für die seltenen Lenape-Sternmotoren. Die Zahl dahinter nennt die Leistung in PS, etwa J3C-65 für den Continental A-65 mit 65 PS. Die J3C-65 ist die mit Abstand häufigste Version.
Was ist der Unterschied zwischen J-3 und L-4?
Technisch ist die L-4 im Kern eine J3C-65. Für den Militäreinsatz bekam sie zusätzliche Plexiglasfenster im Dach und hinter den Sitzen, damit Pilot und Beobachter besser nach oben und hinten sehen. Dazu kamen je nach Version Funkgerät und militärische Ausrüstung. Spitzname der L-4 und der anderen leichten Verbindungsflugzeuge war Grasshopper.
Warum fliegt man die Cub solo vom hinteren Sitz?
Der Tank sitzt bei der J-3 vorn hinter dem Brandschott vor dem Cockpit. Fliegt der Pilot allein, sitzt er hinten, damit der Schwerpunkt im zulässigen Bereich bleibt. Bei späteren Mustern wie der PA-11 und der PA-18 Super Cub wanderte der Kraftstoff in die Flügel und der Solopilot nach vorn.
Wie unterscheide ich J-3 Cub und Super Cub?
Die Super Cub hat Landeklappen, einen deutlich stärkeren Motor unter einer geschlossenen Haube und Tanks in den Flügeln. Bei der J-3 ragen die Zylinderköpfe meist seitlich aus der Haube, Landeklappen fehlen ganz. Außerdem wirkt die Super Cub mit ihren größeren Rädern und dem kräftigeren Bug etwas bulliger.
Wird die J-3 Cub noch gebaut?
Nein, die Serienfertigung der J-3 endete 1947. Moderne Flugzeuge in Cub-Optik bauen heute Firmen wie CubCrafters und American Legend Aircraft. Die Vorbilder sind je nach Modell J-3, PA-11 oder Super Cub; American Legend bietet auch eine Variante mit offener Motorhaube im J-3-Stil an. Im Detail sind das eigenständige Muster, keine Original-Cubs.
Kann man in einer Cub mitfliegen?
Einige Vereine und Oldtimer-Halter bieten Rundflüge in klassischen Hochdeckern an. Angebote, Bedingungen und Preise ändern sich; informier dich direkt beim Anbieter. Allgemeine Tipps findest du im Beitrag Rundflug verschenken.
Piper J-3 Cub sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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