Das Wichtigste in Kürze
- EVA Air ist eine taiwanische Netzwerk-Airline aus der Evergreen-Gruppe mit Drehkreuz Taipeh-Taoyuan.
- Codes: IATA BR, ICAO EVA, Rufzeichen „EVA“.
- Star Alliance seit 2013 – damit Partnerin von Lufthansa, Austrian und Co.
- Langstrecke mit Boeing: 777-300ER als Flaggschiff, dazu 787-9 und 787-10; im Asienverkehr A330-300 und A321.
- Europa-Ziele sind unter anderem Wien, München, Paris, Mailand, Amsterdam und London.
- Hello-Kitty-Jets gehören seit 2005 zu den bekanntesten Sonderbemalungen der Welt.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | BR |
|---|---|
| ICAO-Code | EVA |
| Rufzeichen | EVA |
| Drehkreuze | TPE |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Langstrecken nach Nordamerika und Europa sowie dichtem Asiennetz |
| Sitz | Luzhu bei Taoyuan, Taiwan |
| Gegründet | März 1989, erster Flug am 1. Juli 1991 |
| Konzern | Evergreen-Gruppe (Gründer Chang Yung-fa, bekannt durch die Reederei Evergreen Marine) |
| Drehkreuz | Taipeh-Taoyuan (TPE); weitere Schwerpunkte Bangkok-Suvarnabhumi, Kaohsiung und Taipeh-Songshan |
| Allianz | Star Alliance, Vollmitglied seit 18. Juni 2013 |
| Tochter | UNI Air für Inlands- und Regionalverkehr |
| Flotte (Stand Ende 2025) | Rund 88 Flugzeuge: Boeing 777-300ER, 787-9, 787-10, Airbus A330-300, A321-200 und Boeing 777F |
| Bestellungen | Airbus A350-1000 und A321neo, Auslieferungen ab 2027 bzw. 2029 angekündigt |
| Markenzeichen | Dunkelgrün-orange Bemalung, Globus-Logo am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich EVA Air?
- Dunkelgrüner Rumpf unten und dunkelgrünes Leitwerk mit dem Globus-Logo
- Orange als zweite Hausfarbe, kombiniert mit Grün – eine Mischung, die sonst kaum eine Airline trägt
- Auf der Langstrecke fast immer eine Boeing 777-300ER oder Boeing 787
- Flugnummer beginnt mit BR, auf dem Tracker steht EVA
- Taiwanisches Kennzeichen mit B- und fünf Ziffern, etwa B-16726
- Gelegentlich bunte Hello-Kitty- oder Sanrio-Motive, vor allem auf A330 und A321
Wenn in Wien oder München eine Boeing in Dunkelgrün und Orange zur Piste rollt, ist die Sache schnell klar: Das ist EVA Air. Die Farbkombination ist in Europa so selten, dass du sie selbst aus großer Entfernung erkennst. Spannend wird es danach – bei der Frage, ob du gerade eine 777-300ER oder eine 787 vor der Linse hast, und bei der Jagd nach den Hello-Kitty-Jets, die zu den bekanntesten Sonderbemalungen der Luftfahrt gehören. Diese Seite zeigt dir, wie du EVA Air sauber zuordnest.
Jede EVA-Boeing im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst, welche EVA-Air-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
EVA Air im Überblick
EVA Air ist eine taiwanische Netzwerk-Airline mit Sitz in Luzhu nahe dem Flughafen Taipeh-Taoyuan. Dahinter steht die Evergreen-Gruppe, die vor allem durch ihre Containerreederei Evergreen Marine bekannt ist. Hinter der Gründung stand Konzernchef Chang Yung-fa; im März 1989 entstand die EVA Airways Corporation. Am 1. Juli 1991 nahm die Airline den Linienbetrieb auf – mit Boeing 767-300ER. Ab 1992 kam die Boeing 747-400 dazu, die lange das Gesicht der Langstrecke prägte.
Der Name ist ein kleines Wortspiel: Zwei Buchstaben stammen aus „Evergreen“, das A aus „Airways“. Eigentlich sollte die Airline Evergreen Airways heißen, doch der Name war einer US-Gesellschaft mit Evergreen im Namen zu nah.
Heute ist EVA Air neben China Airlines und Starlux eine der drei großen Langstrecken-Airlines Taiwans. Das Drehkreuz ist Taipeh-Taoyuan (TPE). Von dort laufen Strecken nach Nordamerika, Europa, Australien und in fast alle großen Städte Ost- und Südostasiens. Wichtige Schwerpunkte sind außerdem Bangkok-Suvarnabhumi, Kaohsiung im Süden Taiwans und der Stadtflughafen Taipeh-Songshan. Für Inlands- und Regionalflüge gibt es die Tochter UNI Air.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code BR: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und in Flugplänen.
- ICAO-Code EVA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen EVA: so meldet sich die Besatzung im Funk – angenehm einfach, weil Code und Rufzeichen identisch sind.
Der IATA-Code BR hat mit Brasilien nichts zu tun – IATA-Codes sind reine Airline-Kennungen. Wenn du auf einem Tracker nach EVA Air suchst, nimm deshalb das ICAO-Kürzel EVA. Wie du Tracker-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Star Alliance seit 2013
EVA Air kündigte den Beitritt zur Star Alliance im März 2012 an und wurde am 18. Juni 2013 Vollmitglied. Für dich als Spotter hat das eine praktische Folge: EVA Air landet in Europa bevorzugt an Flughäfen, an denen Star-Alliance-Partner stark sind – Wien mit Austrian Airlines und München mit Lufthansa sind die besten Beispiele. Dort steigen viele Passagiere aus Taiwan direkt in Anschlussflüge der Partner um.
In Asien arbeitet EVA Air unter anderem mit Singapore Airlines, ANA und Thai Airways zusammen. Eine Star-Alliance-Sonderlackierung gehört übrigens nicht zum Pflichtprogramm jeder Mitglieds-Airline – wie diese Allianz-Bemalungen aussehen und welche Airlines sie tragen, zeigt der Artikel zu den Allianz-Lackierungen. Einen allgemeinen Überblick über die drei Bündnisse findest du unter Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Zwei Taiwaner, zwei Allianzen
EVA Air fliegt mit der Star Alliance, China Airlines mit SkyTeam. Steht ein Flug aus Taipeh im Plan, verrät dir die Flugnummer sofort, wer kommt: BR steht für EVA Air, CI für China Airlines.
Die Flotte: Boeing auf der Langstrecke, Airbus in Asien
EVA Air setzt auf zwei klar getrennte Welten. Auf der Langstrecke fliegen Großraumjets von Boeing, im Regionalverkehr innerhalb Asiens Flugzeuge von Airbus. Die Übersicht basiert auf der Flottenaufstellung mit Stand Ende 2025; einzelne Zahlen können sich seither verschoben haben.
| Typ | Anzahl (Ende 2025) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 777-300ER | 32 | 323 (mit Premium Economy) | Langstrecke, Flaggschiff seit 2005 | Größter Typ der Flotte, sechs Räder pro Hauptfahrwerk |
| Boeing 787-9 | 8 | 278 | Langstrecke | Seit Oktober 2018 in der Flotte |
| Boeing 787-10 | 13 | 342 | Mittel- und Langstrecke | Längste 787, seit Juni 2019 bei EVA |
| Airbus A330-300 | 9 | 309 | Asien | Soll später durch 787-9 ersetzt werden |
| Airbus A321-200 | 17 | 184 | Asien, Kurzstrecke | Einziger Schmalrumpfjet der Airline |
| Boeing 777F | 9 | – | EVA Air Cargo | Löste die 747-Frachter ab |
Die Boeing 777-300ER ist seit Juli 2005 das Flaggschiff. In ihr führte EVA Air 2012 die Business Class „Royal Laurel“ mit flachen Liegesitzen ein, die später auch in die 787 einzog. Die 787-9 kam im Oktober 2018, die gestreckte 787-10 im Juni 2019. In Asien siehst du die Airbus A330-300 und die A321. Die Fracht fliegt EVA Air Cargo mit der Boeing 777F.
Was kommt: A350-1000 und A321neo
EVA Air hat einen Flottenwechsel angekündigt. Bestellt sind Airbus A350-1000, die ab 2027 die ältesten 777-300ER ablösen sollen, und A321neo, die ab 2029 die heutigen A321 ersetzen sollen. Dazu kommen 777-300ER, die zu Frachtern umgebaut werden sollen. Wer die 777-300ER in EVA-Farben im Hangar haben will, sollte also nicht zu lange warten.
Historisch: 747, MD-11 und 767
Die älteren Typen sind Geschichte. Die MD-11-Frachter flogen bis 2015. Der letzte Passagierflug mit einer Boeing 747-400 fand im August 2017 statt, die letzten 747-Frachter verließen die Flotte bis 2019. Fotos dieser Typen in EVA-Farben sind heute echte Archivstücke.
Die 787-10 fehlt dir noch?
Setz sie auf die Wunschliste in deinem Hangar und stell Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack meldet dir Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
777-300ER oder 787? So unterscheidest du sie
In Europa ist das die wichtigste Frage bei EVA Air. Beide Typen tragen dieselbe Bemalung, beide sind zweistrahlig und groß. Ein paar Details trennen sie aber zuverlässig.
Das spricht für die 777-300ER
- Riesige Triebwerke mit glatter Hinterkante der Verkleidung
- Hauptfahrwerk mit drei Achsen, also sechs Rädern pro Seite
- Sehr langer, eher gerader Rumpf mit kantigem Heckkonus
- Flügelspitzen schräg nach hinten gezogen
- Auf Trackern als B77W geführt
Das spricht für die 787
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Hauptfahrwerk mit zwei Achsen, vier Rädern pro Seite
- Stark gebogene, im Flug deutlich nach oben schwingende Flügel
- Rundere Nase mit geschwungenen Cockpitfenstern
- Auf Trackern als B789 oder B78X geführt
Zwischen 787-9 und 787-10 entscheidet vor allem die Länge: Die 787-10 ist spürbar gestreckter und wirkt im Verhältnis zur Flügelspannweite schlanker. Sicherer ist der Blick auf den Tracker oder das Kennzeichen. Ausführlich mit Fotobeispielen erklärt das der Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Woran du EVA Air erkennst
Die Hausfarben sind Dunkelgrün und Orange. Grün soll für Beständigkeit stehen, Orange für Innovation. Am Leitwerk sitzt das Globus-Logo – ein Detail, das du beim Fotografieren gezielt ins Bild nehmen kannst. Ende 2015 wurde die Bemalung überarbeitet: Seitdem ist der Rumpf unten dunkelgrün, die frühere orange Linie an der Leitwerkskante ist verschwunden. Auf älteren Fotos siehst du deshalb noch eine etwas andere Variante.
Das Kennzeichen beginnt mit B- und fünf Ziffern, etwa B-16726 bei einer 777-300ER oder B-16340 bei einer A330-300. Das B-Präfix nutzen allerdings auch das chinesische Festland, Hongkong und Macau – mehr dazu im Artikel zu den B-Kennzeichen. Die grün-orangen Farben machen die Zuordnung zu EVA Air aber eindeutig.
Farben prüfen
Dunkelgrün mit Orange und Globus am Leitwerk – damit ist EVA Air sicher.
Typ bestimmen
Fahrwerk und Triebwerke trennen 777-300ER und 787, die Länge 787-9 und 787-10.
Kennzeichen lesen
B- plus fünf Ziffern. Mach immer ein Foto, auf dem die Registrierung lesbar ist.
Sauber notieren
Halte Typ, Kennzeichen und BR-Flugnummer getrennt fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.
Die Hello-Kitty-Jets
Kaum eine Airline-Sonderbemalung ist so bekannt wie die Hello-Kitty-Jets von EVA Air. 2005 startete die Airline gemeinsam mit Sanrio, dem japanischen Rechteinhaber der Figur, das erste Flugzeug mit Hello-Kitty-Motiven – einen Airbus A330-200. Nach einigen Jahren verschwanden die Motive zunächst wieder.
Zum 20. Geburtstag der Airline kehrten die Hello-Kitty-Jets 2011 zurück, diesmal auch auf neuen A330-300. 2012 kamen weitere A330 hinzu, 2013 und 2015 je eine 777-300ER – 2015 galt der siebte Hello-Kitty-Jet als Abschluss der Serie. Seitdem hat EVA Air die Motive mehrfach gewechselt; 2017 kam zum Beispiel eine A321 mit dem Sanrio-Ei Gudetama dazu. Eine der 777-300ER erhielt 2021 wieder die Standardbemalung. Im November 2024 rollte eine A321-200 mit dem Hello-Kitty-Thema „Pinky“ aus der Lackierhalle.
Für Spotter in Europa heißt das: Die meisten Hello-Kitty- und Sanrio-Flugzeuge sind A330 und A321, und diese Typen fliegen vor allem innerhalb Asiens. Einzelne 777-300ER mit Sanrio-Motiven kommen zwar auch auf der Langstrecke zum Einsatz, ein Hello-Kitty-Jet in Wien oder München bleibt aber die Ausnahme. Wer gezielt danach sucht, plant am besten eine Reise nach Taipeh, Bangkok, Tokio oder Hongkong. Welche Jets gerade mit welchem Motiv unterwegs sind, wechselt – prüf vor der Reise die aktuelle Übersicht der Airline. Wie du Sonderbemalungen grundsätzlich aufspürst, zeigt der Guide Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Nicht jedes bunte Flugzeug aus Taiwan ist EVA Air. Auch China Airlines und Starlux tragen Sonderbemalungen. Die Hello-Kitty-Motive in Kombination mit dem grünen Leitwerk und dem Globus-Logo sind aber eindeutig.
EVA Air in Europa spotten
EVA Air fliegt in Europa unter anderem Wien, München, Paris-Charles de Gaulle, Mailand-Malpensa, Amsterdam-Schiphol und London-Heathrow an. Einzelne Verbindungen können über Bangkok laufen. Für Spotter aus dem deutschsprachigen Raum sind zwei Flughäfen besonders interessant:
- Wien: Der Flughafen Wien war schon 1991 das erste Europa-Ziel der Airline. Hier triffst du EVA Air neben Austrian Airlines im Star-Alliance-Umfeld. Tipps zu Standorten findest du im Guide Planespotting in Wien-Schwechat.
- München: Seit dem 1. November 2022 fliegt EVA Air den Flughafen München an – für Spotter in Süddeutschland die einfachste Chance auf eine grün-orange Boeing. Passende Spots nennt der Guide Planespotting am Flughafen München.
Wer weiter reist, findet EVA Air auch in Paris-Charles de Gaulle, Mailand-Malpensa, Amsterdam-Schiphol und London-Heathrow.
Gute Chancen auf EVA Air, wenn …
- du in Wien oder München bist und ein BR-Flug im Tagesplan steht
- du die Ankunfts- und Abflugzeiten vorher auf einem Tracker geprüft hast
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach alten Spotterberichten planst – Frequenzen und Flugzeiten ändern sich je nach Saison
- du auf einen bestimmten Typ wie die 787-10 hoffst
Eher kein EVA-Air-Tag, wenn …
- du fest mit einem Hello-Kitty-Jet in Europa rechnest – die fliegen überwiegend in Asien
Langstreckenflüge aus Taipeh kommen meist einmal am Tag oder seltener. Eine verpasste Landung bedeutet deshalb oft einen ganzen Tag Warten. Plane deinen Spot nach Wind und Sonnenstand und sei rechtzeitig da – große Boeings im Endanflug brauchen ein gutes Licht von der Seite.
Ist deine EVA-Air-Sichtung vollständig?
- Kennzeichen mit B- und fünf Ziffern lesbar fotografiert
- Typ genau bestimmt: 777-300ER, 787-9 oder 787-10
- BR-Flugnummer und Richtung notiert
- Flughafen und Spot festgehalten
- Bemalung vermerkt: Standard oder Sonderbemalung
- Datum und Uhrzeit dokumentiert
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- BR für Brasilien halten – der IATA-Code BR gehört zu EVA Air und hat mit dem Land nichts zu tun.
- EVA Air mit China Airlines verwechseln – beide kommen aus Taiwan, aber China Airlines trägt die Pflaumenblüte am Leitwerk und gehört zu SkyTeam.
- Starlux für EVA Air halten – Starlux ist eine jüngere taiwanische Airline mit eigener Bemalung und eigener Flotte.
- Jede 787 als 787-9 notieren – EVA Air fliegt beide Versionen, die 787-10 ist sogar die häufigere.
- B-Kennzeichen automatisch dem Festland zuordnen – auch Taiwan nutzt das B-Präfix.
- Hello-Kitty-Jets in Europa erwarten – sie fliegen überwiegend im Asienverkehr.
EVA Air im Blick behalten
Beobachte die 777-300ER, die 787-10 oder Special Liveries und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
EVA Air ist in Europa eine der auffälligsten Asien-Airlines – dank Dunkelgrün und Orange fast unverwechselbar. Die eigentliche Spotter-Aufgabe liegt im Detail: 777-300ER oder 787, 787-9 oder 787-10, Standardbemalung oder Sonderlackierung. Wer in Wien oder München das Kennzeichen mitnimmt und den Typ sauber bestimmt, hat einen guten Eintrag im Logbuch. Und wer die Hello-Kitty-Jets sammeln will, plant die nächste Spotting-Reise am besten nach Ostasien.
Kurzfazit
EVA Air (IATA BR, ICAO EVA) ist eine taiwanische Star-Alliance-Airline aus der Evergreen-Gruppe. In Europa siehst du sie mit Boeing 777-300ER und 787 in Grün-Orange, die Hello-Kitty-Jets fliegen überwiegend in Asien.
Zusammenfassung
- EVA Air erkennst du an der dunkelgrün-orangen Bemalung und dem Globus-Logo am Leitwerk.
- In Europa begegnet dir die Airline fast nur mit Großraumflugzeugen von Boeing – die Frage ist meist: 777-300ER oder 787?
- Wien und München sind die naheliegenden Spots für Spotter aus dem deutschsprachigen Raum.
- Die Hello-Kitty-Jets sind überwiegend im Asienverkehr unterwegs; wer einen sicher fotografieren will, plant am besten eine Reise nach Ostasien.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat EVA Air?
Der IATA-Code von EVA Air ist BR, der ICAO-Code EVA. Auch das Rufzeichen im Funk lautet „EVA“. Die Flugnummer auf der Anzeigetafel beginnt also mit BR, auf dem Tracker steht dagegen EVA.
Wofür steht der Name EVA?
Der Name setzt sich aus zwei Buchstaben von „Evergreen“ und dem ersten Buchstaben von „Airways“ zusammen. Ursprünglich war „Evergreen Airways“ angedacht, das war aber einer bereits bestehenden US-Airline mit Evergreen im Namen zu ähnlich.
Gehört EVA Air zu einer Allianz?
Ja. EVA Air ist seit dem 18. Juni 2013 Vollmitglied der Star Alliance. Damit gehört sie zum selben Verbund wie Lufthansa, Austrian Airlines, Singapore Airlines, ANA und Thai Airways.
Welche Flugzeuge fliegt EVA Air?
Auf der Langstrecke fliegt EVA Air Boeing 777-300ER, 787-9 und 787-10. Für Asien kommen Airbus A330-300 und A321-200 dazu, für die Fracht Boeing 777F. Laut Flottenübersicht (Stand Ende 2025) sind rund 88 Flugzeuge im Einsatz. Bestellt sind unter anderem Airbus A350-1000, die ab 2027 ältere 777-300ER ablösen sollen, und A321neo ab 2029.
Was sind die Hello-Kitty-Jets von EVA Air?
Seit 2005 bemalt EVA Air in Zusammenarbeit mit Sanrio einzelne Flugzeuge mit Hello Kitty und weiteren Sanrio-Figuren. Den Anfang machte ein Airbus A330-200, später kamen A330-300, zwei 777-300ER und A321 dazu. Die Motive wurden mehrfach gewechselt, zuletzt erschien im November 2024 eine A321 mit „Pinky“-Thema. Welche Jets gerade fliegen, ändert sich – prüf vor einer Reise die aktuelle Übersicht der Airline.
Wohin fliegt EVA Air in Europa?
Zu den Europa-Zielen zählen Wien, München, Paris-Charles de Gaulle, Mailand-Malpensa, Amsterdam und London-Heathrow. Wien war 1991 das erste Europa-Ziel überhaupt, München kam im November 2022 dazu. Flugpläne ändern sich, prüf deshalb die aktuellen Zeiten deines Flughafens.
Ist EVA Air dasselbe wie China Airlines?
Nein. Beide Airlines stammen aus Taiwan und nutzen Taipeh-Taoyuan als Drehkreuz, sind aber völlig getrennte Unternehmen. China Airlines ist die ältere Airline und gehört zu SkyTeam, EVA Air ist privat gegründet und Mitglied der Star Alliance. Optisch unterscheidest du sie leicht: EVA Air trägt Grün und Orange, China Airlines eine Pflaumenblüte am Leitwerk.
Was ist UNI Air?
UNI Air ist die Tochtergesellschaft von EVA Air für Inlandsflüge in Taiwan und regionale Strecken. Sie gehört ebenfalls zur Evergreen-Gruppe und ist mit EVA Air über Codeshares verbunden. In Europa wirst du UNI Air nicht sehen.
EVA Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
Weitere Airlines
China Airlines
Der taiwanische Flag Carrier aus Taoyuan: SkyTeam-Mitglied, A350-Langstrecke nach Europa, eine große Frachtsparte mit 747-400F und 777F – und eine Airline, die gern mit Air China verwechselt wird.
NetzwerkStarlux Airlines
Die jüngste der großen taiwanischen Airlines: 2018 gegründet, ab Taipeh-Taoyuan mit einer reinen Airbus-Flotte unterwegs und seit August 2026 mit Prag erstmals auch in Europa zu sehen.
Low-CostTigerair Taiwan
Taiwans erste Low-Cost-Airline gehört zur China Airlines Group, fliegt ab Taoyuan und Kaohsiung vor allem nach Japan und Korea und setzt auf eine reine Flotte aus Airbus A320ceo und A320neo.
NetzwerkSingapore Airlines
Die Netzwerk-Airline aus Singapur: reines Drehkreuz Changi, größter A350-Betreiber, Erstkunde von A380 und 787-10 – und in Frankfurt und München ein Pflichtmotiv für Langstrecken-Fans.
NetzwerkCathay Pacific
Die Flag Carrier Hongkongs: Drehkreuz Chek Lap Kok, Gründungsmitglied von oneworld, Langstrecke mit A350 und Boeing 777 – und mit Cathay Cargo eine der großen 747-Frachtflotten der Welt.
NetzwerkAll Nippon Airways
Japans große Netzwerk-Airline aus Tokio: Star-Alliance-Mitglied seit 1999, Erstkunde der Boeing 787, drei A380 im Schildkröten-Look für Hawaii und eine Flotte, in der fast alles von Boeing stammt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
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