Das Wichtigste in Kürze
- Air Premia ist eine südkoreanische Hybrid-Airline mit Drehkreuz Seoul-Incheon, gegründet 2017, Flugbetrieb seit August 2021.
- Codes: IATA YP, ICAO APZ, Rufzeichen „AIR PREMIA“.
- Die Flotte besteht nur aus Boeing 787-9 – neun Stück nach Stand 2025/2026.
- Statt Business Class gibt es eine große Premium-Economy mit 56 Sitzen in der Reihe 2-3-2, dahinter Economy in 3-3-3.
- In Deutschland ist Air Premia aktuell kein Linien-Gast: Frankfurt wurde nur von Juni bis Dezember 2023 angeflogen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air Premia im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Das Konzept: Hybrid statt Low-Cost oder Netzwerk
- 4.Die Flotte: nur Boeing 787-9
- 5.Die Kabine: Premium-Economy als Spitzenprodukt
- 6.Woran du Air Premia erkennst
- 7.787-9, 787-8, 787-10 oder A350?
- 8.Das Streckennetz
- 9.Air Premia in Europa und Deutschland
- 10.Air Premia spotten in Seoul
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | YP |
|---|---|
| ICAO-Code | APZ |
| Rufzeichen | AIR PREMIA |
| Drehkreuze | ICN |
| Geschäftsmodell | Hybrid-Airline: günstige Langstrecke mit Premium-Economy, Flüge ab einem Drehkreuz |
| Sitz und Drehkreuz | Seoul (Bezirk Gangseo), Drehkreuz am Flughafen Seoul-Incheon (ICN), Terminal 1 |
| Gegründet | Juli 2017 als AP Air, Name Air Premia seit Mai 2018 |
| Gründer | Kim Jong-chul, früher Präsident von Jeju Air |
| Erster Flug | 11. August 2021 im Inlandsverkehr Gimpo–Jeju; seit Ende Oktober 2021 nur noch international |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Neun Boeing 787-9, keine weiteren Typen |
| Kabine | Premium-Economy (2-3-2) und Economy (3-3-3), keine Business Class; typisch 309 Sitze |
| Allianz | keine; Interline-Abkommen u. a. mit Korean Air und Alaska Airlines |
| Kennzeichen-Präfix | HL- (Südkorea) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Premia?
- Auf Flugtrackern mit dem ICAO-Code APZ, Flugnummern beginnen mit YP
- Immer eine Boeing 787-9 – andere Typen hat Air Premia nicht in der Flotte
- Südkoreanisches Kennzeichen mit HL, bei Air Premia vierstellig wie HL8387 oder HL8517
- Typisch 787: geschwungene Flügelspitzen ohne Winglet, gezackte Triebwerksverkleidungen, vierteilige Cockpitfenster
- Schriftzug „AIR PREMIA“ am Rumpf
- Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „AIR PREMIA“
Air Premia ist eine der jüngsten Langstrecken-Airlines Asiens – und eine der übersichtlichsten Flotten, die du dir vorstellen kannst. Neun Boeing 787-9, ein Drehkreuz, keine Business Class: Die südkoreanische Airline hat sich bewusst zwischen Billigflieger und klassischer Netzwerk-Airline gesetzt. Für Spotter in Europa ist sie ein seltener Gast, gerade deshalb aber ein lohnender Eintrag. Hier erfährst du, wie Air Premia funktioniert, wie du ihre Dreamliner erkennst und wo du sie zu sehen bekommst.
Seltene Gäste festhalten
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst in deinem Hangar, welche Air-Premia-787 dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Premia im Überblick
Air Premia ist eine südkoreanische Airline mit Sitz in Seoul und Drehkreuz am Flughafen Seoul-Incheon. Gegründet wurde sie im Juli 2017 zunächst unter dem Namen AP Air; im Mai 2018 kam der heutige Name. Hinter der Gründung stand Kim Jong-chul, der zuvor Präsident von Jeju Air war – also jemand, der das Low-Cost-Geschäft in Südkorea von innen kannte.
Der Weg in die Luft dauerte länger als erhofft. Ursprünglich wollte Air Premia schon 2020 starten, doch die Pandemie bremste die Pläne aus. Im April 2021 übernahm die Airline ihre erste Boeing 787-9, am 11. August 2021 folgte der erste Flug – ungewöhnlich bescheiden im Inlandsverkehr zwischen Seoul-Gimpo und Jeju. Diese Phase war schnell vorbei: Ende Oktober 2021 zog sich Air Premia aus dem Inlandsmarkt zurück und konzentriert sich seitdem ganz auf internationale Strecken.
In der Anfangszeit spielte auch Fracht eine Rolle. Weil Passagierverkehr während der Pandemie kaum möglich war, setzte Air Premia ihre Dreamliner zeitweise für reine Frachtflüge ein, unter anderem nach Singapur, Vietnam und Bangkok. Heute steht der Passagierverkehr klar im Mittelpunkt.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code YP: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und in Buchungen.
- ICAO-Code APZ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR PREMIA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Die Kombination ist leicht zu merken, aber nicht selbsterklärend: Weder YP noch APZ leiten sich offensichtlich vom Namen ab. Wenn du auf einem Tracker eine 787-9 mit APZ siehst, hast du Air Premia gefunden. Wie du ADS-B-Daten richtig liest und Flüge filterst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Das Konzept: Hybrid statt Low-Cost oder Netzwerk
Air Premia beschreibt sich selbst als Hybrid-Airline. Dahinter steckt die Idee, die Lücke zwischen zwei Welten zu füllen. Auf der einen Seite stehen die großen Netzwerk-Airlines wie Korean Air mit First- und Business-Class, Allianz und Umsteigenetz. Auf der anderen Seite stehen Low-Cost-Airlines, die fast nur Economy verkaufen und meist mit Schmalrumpfjets auf Kurz- und Mittelstrecke unterwegs sind.
Air Premia nimmt sich von beiden etwas:
- Großraumjets auf Langstrecke wie eine Netzwerk-Airline,
- aber keine Business Class, sondern eine große Premium-Economy als bestes Produkt,
- ein einziger Flugzeugtyp und ein Drehkreuz wie bei Low-Cost-Anbietern,
- keine Allianz, dafür einzelne Interline-Abkommen, etwa mit Korean Air, Alaska Airlines und Thai Airways.
Auf der Website ordnen wir Air Premia deshalb bei den Low-Cost-Airlines ein, obwohl der Begriff das Modell nicht ganz trifft. Vergleichbar sind am ehesten andere junge Langstrecken-Anbieter mit Großraumjets: ZIPAIR aus Japan und Norse Atlantic Airways aus Norwegen, die ebenfalls Dreamliner einsetzen, oder French bee aus Frankreich, die mit Airbus A350 fliegt.
Die Flotte: nur Boeing 787-9
Die Flotte von Air Premia ist schnell beschrieben – und genau das macht sie für Spotter so angenehm.
| Typ | Anzahl (Stand 2025/2026) | Sitze (typisch) | Kabine | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 787-9 | 9 | 309 | Premium-Economy + Economy | Einziger Typ, HL-Kennzeichen |
Bekannte Kennzeichen der Flotte sind zum Beispiel HL8387, HL8388, HL8389, HL8516 und HL8517. Bis 2025 wuchs die Flotte schrittweise auf neun Maschinen. Weiteres Wachstum ist schwierig, weil Boeing mit den 787-Auslieferungen weltweit im Rückstand ist. Anfang 2024 wurde berichtet, dass Air Premia im Zusammenhang mit der Fusion von Korean Air und Asiana Airlines mehrere 787-9 von Korean Air leasen könnte. Ende 2025 kamen Berichte hinzu, die Airline prüfe wegen der Lieferverzögerungen auch Großraumjets von Airbus. Beides ist für die Flottenplanung interessant, aber bis zum Stand Oktober 2026 nach unserem Kenntnisstand nicht in einen Flottenwechsel gemündet. Hersteller der heutigen Flotte ist Boeing.
Alle neun auf der Wunschliste
Setz die Air-Premia-Kennzeichen, die dir fehlen, auf deine Wunschliste und richte einen Sichtungs-Alarm für die Airline ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine ihrer 787-9 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Kabine: Premium-Economy als Spitzenprodukt
Die typische Air-Premia-787-9 hat 309 Sitze in zwei Klassen:
| Klasse | Sitze | Anordnung | Sitzabstand (ca.) |
|---|---|---|---|
| Premium-Economy | 56 | 2-3-2 | 42 Zoll (gut 106 cm) |
| Economy | 253 | 3-3-3 | 35 Zoll (knapp 89 cm) |
Die Zahlen 42 und 35 tauchen auch in den Produktnamen der Airline auf. Gerade die Economy fällt auf: 35 Zoll Sitzabstand sind auf der Langstrecke mehr, als viele Netzwerk-Airlines in ihrer Economy anbieten. Nicht alle Maschinen sind gleich bestuhlt – in Flottenübersichten tauchen auch Varianten mit mehr Sitzen auf.
Von außen siehst du die Kabine natürlich nicht. Für die Erkennung ist sie deshalb nebensächlich – entscheidend sind Typ, Kennzeichen und Code. Spannend wird die Bestuhlung erst, wenn du selbst mitfliegst und die Premium-Economy mit ihren breiten Sitzen in der Reihe 2-3-2 einmal von innen siehst.
Woran du Air Premia erkennst
Die Zuordnung ist bei Air Premia einfacher als bei fast jeder anderen Airline:
Typ prüfen
Ist es eine Boeing 787-9? Andere Typen fliegen nicht für Air Premia.
Schriftzug lesen
Am Rumpf steht „AIR PREMIA“ – damit ist die Airline klar.
Kennzeichen notieren
Das südkoreanische HL-Kennzeichen identifiziert die einzelne Maschine, etwa HL8387.
Tracker abgleichen
Der ICAO-Code APZ bestätigt, dass der Flug tatsächlich von Air Premia durchgeführt wird.
Mehr zum Aufbau von Kennzeichen und zu Länderpräfixen wie HL- liest du im Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
787-9, 787-8, 787-10 oder A350?
Bei Air Premia ist die Antwort zwar immer 787-9 – trotzdem lohnt es sich, die Dreamliner-Varianten sicher zu unterscheiden. So trainierst du den Blick für andere Airlines gleich mit.
- 787-8: die kürzeste Version, wirkt gedrungen. Hinter dem Flügel ist der Rumpf merklich kürzer.
- 787-9: die mittlere Länge, die zum Beispiel bei Air Premia oder Norse fliegt. Rumpf vor und hinter dem Flügel wirkt ausgewogen.
- 787-10: die längste Version, sichtbar gestreckt; auf Langstrecke von Seoul aus siehst du sie zum Beispiel bei Korean Air.
Allen 787 gemeinsam sind die geschwungenen, nach oben gebogenen Flügelspitzen ohne separates Winglet, die gezackten Hinterkanten an den Triebwerksverkleidungen und das Cockpit mit vier Fenstern. Die häufigste Verwechslung ist der Airbus A350, der ähnlich modern aussieht – wie du die beiden auseinanderhältst, zeigt der Guide A350 oder Boeing 787?. Wenn du dir bei Großraumjets generell unsicher bist, hilft außerdem Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Das spricht für eine 787-9
- Zwei Triebwerke mit gezackten Verkleidungen
- Geschwungene Flügelspitzen ohne Winglet
- Vierteilige Cockpitfenster
- Mittlere Rumpflänge, auf Trackern als B789 geführt
Das spricht eher für einen A350
- Cockpitfenster mit dunkler „Maske“ rundherum
- Nach oben gebogene, deutlich abgesetzte Flügelspitzen
- Auf Trackern als A359 oder A35K geführt
Das Streckennetz
Air Premia fliegt sternförmig ab Seoul-Incheon. Nach den bekannten Startdaten hat sich das Netz Schritt für Schritt entwickelt:
| Region | Ziele (Auswahl) | Seit |
|---|---|---|
| Nordamerika | Los Angeles | Oktober 2022 |
| Nordamerika | New York-Newark | Mai 2023 |
| Nordamerika | San Francisco | Mai 2024 |
| Nordamerika | Honolulu | Juli 2025 (erneut, nach einer Phase 2023/2024) |
| Nordamerika | Washington-Dulles | April 2026 |
| Asien | Bangkok | März 2022 |
| Asien | Tokio-Narita | Dezember 2022 |
| Asien | Hongkong, Da Nang | Januar 2025 |
Angekündigt sind zudem Flüge nach Sapporo ab Dezember 2026 und die Wiederaufnahme von Ho-Chi-Minh-Stadt im November 2026. Andere Ziele wie Singapur oder Ankara hat Air Premia wieder aufgegeben. Für Spotter in Nordamerika und Asien ist die Airline damit regelmäßig an großen Plätzen wie Los Angeles, Newark, San Francisco, Washington-Dulles, Hongkong, Tokio-Narita oder Bangkok-Suvarnabhumi zu sehen.
Netz ändert sich schnell
Junge Airlines passen ihren Flugplan oft an, Strecken kommen und gehen innerhalb weniger Monate. Prüf vor einer Tour immer den aktuellen Plan des Flughafens – und nutz für Langstrecken die typischen Zeitfenster, die der Guide zu Langstrecken-Ankunftszeiten erklärt.
Air Premia in Europa und Deutschland
Für deutsche Spotter ist Air Premia vor allem eine Erinnerung an 2023. Von Ende Juni bis Ende Dezember 2023 flog die Airline zwischen Seoul-Incheon und dem Flughafen Frankfurt. In dieser Zeit war die 787-9 mit HL-Kennzeichen ein gern gesehener Exot zwischen den vielen Lufthansa-Langstreckenjets. Danach wurde die Strecke eingestellt; nach Stand Oktober 2026 gibt es keine Linienverbindung nach Deutschland.
Daneben tauchte Air Premia in Europa nur mit Charterflügen auf, etwa 2023 in Oslo und Barcelona. Solche Einsätze sind schwer vorherzusagen. Wenn du eine Sichtung in Europa erwischen willst, beobachtest du am besten Tracker und Spotterforen – oder du setzt einen Sichtungs-Alarm.
Sollte Air Premia wieder nach Frankfurt kommen, gehört die Aussichtsplattform Zeppelinheim zu den naheliegenden Spots für Landungen. Einen Überblick über die Möglichkeiten am größten deutschen Flughafen gibt der Frankfurt-Guide.
Gute Chancen auf Air Premia, wenn …
- du in Seoul-Incheon, Los Angeles, Newark, San Francisco oder Tokio-Narita spottest
- du den Flugplan vorher nach YP-Flügen durchsuchst
Mit Glück, wenn …
- in Europa ein Charter angekündigt ist
- du nach älteren Berichten aus dem Jahr 2023 planst – prüf dann unbedingt den aktuellen Stand
Eher kein Air-Premia-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Sonderflug auf eine Linienlandung hoffst
Air Premia spotten in Seoul
Am Drehkreuz in Incheon ist Air Premia ein fester Bestandteil des Langstreckenverkehrs. Dort startet und landet die Airline neben Korean Air, Asiana sowie Low-Cost-Anbietern wie Jin Air, t’way Air und Air Busan.
Für Spotter, die eine Asienreise planen, ist Incheon deshalb der beste Ort, um alle neun Maschinen nach und nach zu sammeln. Notiere dir jedes Kennzeichen, denn von außen sehen die Flugzeuge praktisch identisch aus.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vor Reisen über die Regeln vor Ort – an Flughäfen gelten in vielen Ländern strenge Vorgaben. Was in Deutschland erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Air Premia für eine Tochter von Korean Air halten – die Airline ist eigenständig, es gibt nur ein Interline-Abkommen.
- Air Premia mit Jeju Air in einen Topf werfen – der Gründer kam zwar von Jeju Air, die Airlines haben aber nichts miteinander zu tun. Jeju Air fliegt vor allem Boeing 737.
- Eine Air-Premia-787 als 787-10 notieren – Air Premia fliegt ausschließlich die 787-9.
- YP-Flugnummern mit anderen Airlines verwechseln – der ICAO-Code APZ auf dem Tracker schafft Klarheit.
- Air Premia in Frankfurt erwarten – die Linie lief nur 2023 und ist eingestellt.
Air Premia im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – dann postest du deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot direkt in der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Premia ist ein gutes Beispiel für die neue Generation von Langstrecken-Airlines: ein Flugzeugtyp, ein Drehkreuz, ein klar zugeschnittenes Produkt. Für Spotter heißt das: Die Zuordnung ist einfach, die Herausforderung liegt im Sammeln der einzelnen Kennzeichen – und darin, die Airline überhaupt vor die Linse zu bekommen. In Deutschland war das nur 2023 möglich; wer Air Premia heute sehen will, findet sie in Seoul, an der US-Westküste, in New York oder in Tokio.
Kurzfazit
Air Premia (IATA YP, ICAO APZ) ist eine südkoreanische Hybrid-Airline mit reiner Boeing-787-9-Flotte ab Seoul-Incheon. Sie bietet Premium-Economy statt Business Class und war in Deutschland nur 2023 in Frankfurt zu Gast.
Zusammenfassung
- Air Premia setzt auf ein Modell zwischen Low-Cost und Netzwerk-Airline: Langstrecke mit Premium-Economy, aber ohne Business Class und ohne Allianz.
- Für Spotter ist die Zuordnung leicht: Jede Air-Premia-Maschine ist eine Boeing 787-9 mit HL-Kennzeichen, auf dem Tracker als APZ.
- Die Schwerpunkte des Netzes liegen in Nordamerika (Los Angeles, Newark, San Francisco, Honolulu, Washington) und Asien (Tokio, Bangkok, Hongkong, Da Nang).
- In Europa war Air Premia bislang nur kurz: Frankfurt im zweiten Halbjahr 2023 sowie einzelne Charter nach Oslo und Barcelona.
Häufige Fragen
Welche Codes hat Air Premia?
Der IATA-Code ist YP, der ICAO-Code APZ. Auf Flugtrackern siehst du meist APZ plus Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets steht YP. Im Funk lautet das Rufzeichen „AIR PREMIA“.
Was bedeutet Hybrid-Airline bei Air Premia?
Air Premia bezeichnet sich selbst als Hybrid-Airline. Gemeint ist ein Mittelweg: Die Preise orientieren sich eher an Low-Cost-Anbietern, das Produkt bietet aber mehr als reine Billigflieger – vor allem eine große Premium-Economy mit viel Beinfreiheit. Eine Business Class und eine Allianz-Mitgliedschaft gibt es nicht.
Welche Flugzeuge fliegt Air Premia?
Ausschließlich die Boeing 787-9. Nach Stand 2025/2026 sind es neun Maschinen. Die erste 787-9 kam im April 2021. Berichten zufolge prüfte die Airline Ende 2025 wegen Lieferverzögerungen bei Boeing auch Großraumjets von Airbus – entschieden ist dazu nach unserem Kenntnisstand nichts.
Fliegt Air Premia nach Deutschland?
Derzeit nicht im Linienverkehr. Von Ende Juni bis Ende Dezember 2023 bediente Air Premia die Strecke Seoul-Incheon–Frankfurt, danach wurde sie wieder eingestellt. Wer Air Premia in Europa sehen will, braucht Glück mit einem Charter – oder reist nach Seoul.
Wie ist die Kabine aufgebaut?
In der typischen Version hat die 787-9 von Air Premia 309 Sitze: 56 in der Premium-Economy in der Anordnung 2-3-2 und 253 in der Economy in 3-3-3. Die Premium-Economy-Sitze bieten einen Sitzabstand von rund 42 Zoll (gut 106 Zentimeter), die Economy rund 35 Zoll – daher die Produktnamen mit den Zahlen 42 und 35. Einzelne Maschinen sind abweichend bestuhlt.
Wohin fliegt Air Premia?
Ab Seoul-Incheon fliegt Air Premia unter anderem nach Los Angeles, Newark, San Francisco, Honolulu und Washington-Dulles sowie nach Tokio-Narita, Bangkok, Hongkong und Da Nang. Angekündigt sind außerdem Sapporo und die Rückkehr nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Netze ändern sich schnell – prüf den aktuellen Flugplan.
Gehört Air Premia zu Korean Air?
Nein. Air Premia ist eine eigenständige Airline und gehört keiner Allianz an. Mit Korean Air besteht ein Interline-Abkommen. Anfang 2024 wurde außerdem berichtet, dass Air Premia im Zuge der Fusion von Korean Air und Asiana mehrere 787-9 von Korean Air leasen könnte.
Air Premia im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
Weitere Airlines
Korean Air
Südkoreas Flag Carrier aus Seoul: SkyTeam-Gründungsmitglied, einer der letzten Betreiber von A380 und Boeing 747-8I, große Frachtsparte – und seit der Asiana-Übernahme im Umbau zur einzigen großen Netzwerk-Airline des Landes.
NetzwerkAsiana Airlines
Südkoreas zweite große Netzwerk-Airline aus Seoul: Star-Alliance-Mitglied seit 2003, A380 und A350 auf der Langstrecke – und seit Dezember 2024 eine Tochter von Korean Air, die schrittweise in den neuen Konzern aufgeht.
Low-CostJeju Air
Südkoreas größte Low-Cost-Airline: gegründet 2005 auf der Insel Jeju, heute mit einer reinen Boeing-737-Flotte zwischen Korea, Japan, China und Südostasien unterwegs.
Low-CostZIPAIR Tokyo
Die Langstrecken-Low-Cost-Tochter von Japan Airlines fliegt ab Tokio-Narita mit Boeing 787-8 nach Asien und Nordamerika. Viele ihrer Dreamliner kennst du noch aus der JAL-Flotte.
Low-CostNorse Atlantic Airways
Norwegische Langstrecken-Low-Cost-Airline mit reiner Boeing-787-9-Flotte: 2022 gestartet, mit Basen in Oslo und London-Gatwick – und inzwischen stark im Wet-Lease-Geschäft für andere Airlines unterwegs.
Low-CostFrench bee
Die französische Low-Cost-Airline für die Langstrecke: 2016 als French Blue gestartet, heute mit einer kleinen, reinen Airbus-A350-Flotte ab Paris-Orly nach La Réunion, Nordamerika und Tahiti unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Seoul-Incheon
Auf aufgeschüttetem Land zwischen zwei Inseln im Gelben Meer: Incheon ist das Drehkreuz von Korean Air, Basis einer ganzen Reihe koreanischer Airlines und einer der größten Frachtflughäfen der Welt – mit 747-8, A380 und Frachtern in einer Dichte, die du in Europa selten siehst.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Wo du Air Premia vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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