Das Wichtigste in Kürze
- Jeju Air ist die größte Low-Cost-Airline Südkoreas und hat ihren Sitz auf der Ferieninsel Jeju.
- Codes: IATA 7C, ICAO JJA, Rufzeichen „JEJU AIR“.
- Die Flotte besteht nur aus Boeing 737: 737-800, die neuere 737-8 und zwei umgebaute Frachter.
- Das Netz reicht von Korea bis Südostasien – mit Schwerpunkt auf Japan, China, Vietnam, Thailand und den Philippinen.
- Ende 2024 verunglückte Flug 2216 in Muan; der Unfall prägt die Airline bis heute.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | 7C |
|---|---|
| ICAO-Code | JJA |
| Rufzeichen | JEJU AIR |
| Drehkreuze | ICN, GMP, CJU, PUS |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline auf Inlands- und Kurz- bis Mittelstrecken in Asien |
| Sitz | Jeju-Stadt auf der Insel Jeju, Südkorea |
| Gegründet | 2005 von der Aekyung-Gruppe und der Provinz Jeju, erster Linienflug im Juni 2006 (Jeju–Seoul-Gimpo) |
| Eigentümer | Größter Aktionär ist AK Holdings, die Holding der Aekyung-Gruppe; börsennotiert seit 2015 |
| Wichtigste Basen | Seoul-Incheon (ICN), Seoul-Gimpo (GMP), Jeju (CJU) und Busan-Gimhae (PUS) |
| Allianz | keine aktive; Jeju Air war 2016 Gründungsmitglied der inzwischen inaktiven Value Alliance |
| Flotte (Stand Herbst 2026) | rund 45 Flugzeuge, ausschließlich Boeing 737 – überwiegend 737-800, dazu eine wachsende Zahl 737-8 und zwei 737-800BCF-Frachter |
| Kennzeichen | Südkoreanische Registrierung mit dem Präfix HL |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Jeju Air?
- Weißer Rumpf mit Schriftzug „JEJUair“ in der Markenfarbe Orange
- Ausschließlich Boeing 737 – kein Airbus, kein Turboprop, kein Großraumflugzeug
- Flugnummer beginnt mit 7C, auf dem Tracker erscheint JJA
- Südkoreanisches Kennzeichen mit HL am Rumpf hinten
- Zwei 737-Generationen: 737-800 (B738) und 737-8 aus der MAX-Familie (B38M)
- Fensterlose 737-800BCF im selben Farbschema als Fracht-Ausreißer
Wer in Seoul, Busan oder auf der Insel Jeju spottet, kommt an Jeju Air nicht vorbei. Die orangefarbenen 737 gehören dort zum Alltag wie bei uns Ryanair oder Eurowings. Dabei lohnt sich der zweite Blick: Die Airline steckt mitten im Wechsel zwischen zwei 737-Generationen, fliegt nebenbei zwei Frachter und hat eine Geschichte, die auf einer Ferieninsel mit Turboprops begann. Hier erfährst du, wie du Jeju Air sicher erkennst und was hinter der Marke steckt.
Jede 737 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Jeju-Air-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Jeju Air im Überblick
Jeju Air ist die größte Low-Cost-Airline Südkoreas und hat ihren Sitz in Jeju-Stadt auf der gleichnamigen Insel vor der Südküste des Landes. Gegründet wurde sie im Januar 2005 als Gemeinschaftsprojekt der Aekyung-Gruppe, eines koreanischen Mischkonzerns, und der Provinz Jeju. Die Insel ist eines der beliebtesten Urlaubsziele Koreas, und die Strecke zwischen Jeju und Seoul-Gimpo gehört zu den am stärksten beflogenen Inlandsverbindungen der Welt. Genau auf dieser Route startete Jeju Air im Juni 2006 ihren ersten Linienflug.
Heute ist größter Aktionär die AK Holdings, die Holding der Aekyung-Gruppe. 2015 ging Jeju Air an die Börse – als erste koreanische Low-Cost-Airline überhaupt. Damit war sie Vorreiterin für eine ganze Reihe von Billigfliegern, die seither den koreanischen Markt aufmischen, darunter Jin Air, t’way Air und Air Busan.
Anders als die großen Netzwerk-Airlines Korean Air und Asiana Airlines fliegt Jeju Air keine Langstrecke. Das Netz konzentriert sich auf Inlandsflüge und auf Ziele, die mit einer 737 bequem erreichbar sind: Japan, China, Südostasien und einige Inseln im Westpazifik.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 7C: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets.
- ICAO-Code JJA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
- Rufzeichen JEJU AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code mit Ziffer am Anfang ist kein Sonderfall: Weil zweistellige Buchstabencodes knapp sind, vergibt die IATA längst auch Kombinationen aus Ziffer und Buchstabe. Wer am Spot nur auf die Flugnummer schaut, sollte 7C deshalb nicht mit einem Tippfehler verwechseln.
Tracker richtig lesen
Auf ADS-B-Trackern erscheint Jeju Air meist mit dem ICAO-Rufzeichen JJA plus Nummer. Der Typcode verrät dir gleich die Generation: B738 steht für die 737-800, B38M für die 737-8. Wie du solche Daten am Spot nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: Von der Q400 zur reinen 737-Flotte
Am Anfang sah Jeju Air ganz anders aus als heute. Die ersten Flugzeuge waren Turboprops vom Typ Bombardier Dash 8 Q400, mit denen die Airline ab 2006 zwischen Jeju und dem Festland pendelte. Gut zu einer Insel-Airline passend – aber auf Dauer nicht das richtige Werkzeug für den Sprung ins Ausland.
Ab 2008 kamen die ersten Jets vom Typ 737-800 von Boeing in die Flotte. 2010 verabschiedete sich die Airline mit einem letzten Flug von der Q400 und setzt seitdem ausschließlich auf die 737. Diese Entscheidung prägt das Geschäftsmodell bis heute: ein Typ, eine Ausbildung für Crews und Technik, einfache Planung.
Mit der Jet-Flotte wuchs das internationale Netz schnell. Japan wurde zum wichtigsten Auslandsmarkt, dazu kamen China und Südostasien. 2016 gehörte Jeju Air zu den Gründern der Value Alliance, eines Bündnisses asiatischer Low-Cost-Airlines, zu dem unter anderem Cebu Pacific, Scoot und Nok Air zählten. Die Allianz ist inzwischen nicht mehr aktiv; eine Mitgliedschaft in Star Alliance, oneworld oder SkyTeam hat Jeju Air nicht.
Die Corona-Pandemie traf die Airline hart, weil das Geschäft stark vom Auslandsverkehr abhängt. Jeju Air sammelte in den Jahren danach mehrfach frisches Kapital ein und stellte parallel die Weichen für die nächste Flottengeneration.
2005
Gründung durch die Aekyung-Gruppe und die Provinz Jeju.
2006
Erster Linienflug Jeju–Seoul-Gimpo mit der Dash 8 Q400.
2008–2010
Einstieg in die Boeing 737-800, Abschied von der Q400.
2015–2016
Börsengang und Gründungsmitglied der Value Alliance.
seit 2018
Bestellung der 737-8 und schrittweiser Generationswechsel.
Die Flotte: nur Boeing 737
Jeju Air gehört zu den Airlines, bei denen du dir den Blick auf den Hersteller sparen kannst: Es ist immer eine Boeing 737. Im Herbst 2026 umfasst die Flotte rund 45 Flugzeuge. Die genaue Aufteilung verschiebt sich laufend, weil neue 737-8 ankommen und ältere 737-800 die Flotte verlassen.
| Typ | Rolle | Typcode | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | Rückgrat der Flotte | B738 | Größter Teil der Flotte, teils gebraucht übernommene Maschinen |
| Boeing 737-8 (737 MAX 8) | Nachfolger der 737-800 | B38M | Wächst stetig, ersetzt nach und nach die älteren Jets |
| Boeing 737-800BCF | Frachter | B738 | Zwei umgebaute Passagierjets ohne Fenster |
Die Boeing 737-800 ist seit 2008 das Arbeitspferd. Über die Jahre hat Jeju Air auch viele gebrauchte 737-800 übernommen, darunter ehemalige Maschinen von Ryanair. Für Kennzeichensammler heißt das: Manche Jeju-Air-Jets hatten vorher schon ein ganz anderes Leben – ein Blick in die Historie des Kennzeichens lohnt sich. Mehr dazu, wie solche Wechsel ablaufen, findest du im Artikel über Umregistrierungen.
2018 vereinbarte Jeju Air den Kauf von 40 Exemplaren der Boeing 737-8 aus der MAX-Familie, ergänzt um Optionen. Die Auslieferungen laufen, und mit jeder neuen Maschine verschiebt sich das Verhältnis in der Flotte. Die 737-8 verbraucht pro Sitz spürbar weniger Treibstoff und ist leiser – für eine Low-Cost-Airline zwei zentrale Argumente.
Eine Besonderheit sind die beiden Frachter vom Typ 737-800BCF. Dabei handelt es sich um ehemalige Passagierflugzeuge, die Boeing zu Frachtern umgebaut hat. Sie haben keine Kabinenfenster und eine große Frachttür auf der linken Seite vorne. Für Spotter sind sie die seltensten Jeju-Air-Motive.
Der Frachter fehlt noch?
Setz den Frachter auf deine Wunschliste und richte einen Alarm für sein Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn er an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-800 oder 737-8? So unterscheidest du sie
Beide Generationen tragen dasselbe Farbschema und sind fast gleich lang. Trotzdem gibt es ein paar zuverlässige Merkmale. Einen ausführlichen Vergleich aller Baureihen liefert der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Das spricht für die 737-8
- Größere Triebwerke mit gezackter Hinterkante an der Verkleidung
- Geteilte Winglets mit einer Spitze nach oben und einer nach unten
- Spitz zulaufender Heckkonus hinter dem Leitwerk
- Auf Trackern als B38M geführt
Das spricht für die 737-800
- Glatte Triebwerksverkleidung ohne Zacken
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Stumpferes Heckende
- Auf Trackern als B738 geführt
Am sichersten sind die Triebwerke: Die gezackten Hinterkanten der Verkleidungen siehst du auch auf größere Entfernung, besonders bei Seitenaufnahmen im Anflug. Wenn du unsicher bist, gleich den Typcode im Tracker mit deinem Foto ab.
Woran du Jeju Air erkennst
Die Markenfarbe ist Orange. Der Schriftzug „JEJUair“ auf weißem Rumpf ist schon aus der Ferne gut zu lesen, und auch am Leitwerk dominiert die Firmenfarbe. Im Lauf der Jahre hat Jeju Air das Design überarbeitet, sodass dir auf älteren Fotos und vereinzelt im Betrieb leicht unterschiedliche Varianten begegnen können. Die Grundidee bleibt gleich: viel Weiß, kräftiges Orange.
Am Heck findest du das südkoreanische Kennzeichen mit dem Präfix HL, gefolgt von vier Ziffern. Weil alle koreanischen Airlines dieses Präfix nutzen, verrät es zwar das Land, aber nicht die Airline. Hier hilft der Blick auf Bemalung und ICAO-Code.
Achtung Verwechslung
In Korea fliegen gleich mehrere Low-Cost-Airlines Boeing 737 mit HL-Kennzeichen. Jin Air setzt auf Grün, t'way Air auf Rot – nur bei Jeju Air ist es Orange. Fotografiere trotzdem immer auch das Kennzeichen, damit die Zuordnung später eindeutig bleibt.
Flug 2216: der Unfall von Muan
Am 29. Dezember 2024 verunglückte eine Boeing 737-800 von Jeju Air bei der Landung am Flughafen Muan im Südwesten Koreas. Die Maschine mit dem Kennzeichen HL8088 kam aus Bangkok. Nach Warnungen vor Vögeln in Flughafennähe meldete die Besatzung einen Vogelschlag, brach den ersten Anflug ab und versuchte eine Landung aus der Gegenrichtung. Das Fahrwerk war dabei nicht ausgefahren. Das Flugzeug setzte auf dem Rumpf auf, rutschte über das Pistenende hinaus und prallte gegen einen Erdwall mit einer Betonkonstruktion, auf der die Antenne des Landekurssenders stand. 179 der 181 Menschen an Bord kamen ums Leben, nur zwei Flugbegleiter im abgetrennten Heck überlebten. Es ist das schwerste Flugunglück auf südkoreanischem Boden.
Die Ermittlungen leitet die südkoreanische Unfalluntersuchungsbehörde ARAIB, unterstützt unter anderem von der US-Behörde NTSB und Boeing. In beiden Triebwerken fanden Ermittler Spuren von Zugvögeln. Die Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen verzögerte sich mehrfach, Ende 2025 beschloss das Parlament zusätzlich eine unabhängige Untersuchung, und Einzelheiten zum Ablauf an Bord sind weiterhin umstritten. In der öffentlichen Debatte spielte auch die Frage eine große Rolle, warum die Betonkonstruktion am Pistenende nicht aus nachgiebigem Material gebaut war.
Für Jeju Air hatte der Unfall spürbare Folgen: Die Airline dünnte im Winter 2024/25 den Flugplan um rund 10 bis 15 Prozent aus, um mehr Zeit für Wartung zu gewinnen, und die Behörden ordneten Sonderprüfungen der 737-800-Flotten koreanischer Airlines an. Mehr zum Hintergrund von Vogelschlag liefert der Artikel Vogelschlag erklärt.
Respekt am Unglücksort
Unglücksorte und Gedenkstätten sind kein Spotting-Motiv. Fotos von Unfällen oder verletzten Menschen können zudem rechtliche Folgen haben – was dazu in Deutschland gilt, erklärt der Artikel Fotos von Flugunfällen und Notlandungen.
Jeju Air spotten
In Südkorea ist Jeju Air an ihren Basen allgegenwärtig. Am internationalen Drehkreuz Seoul-Incheon starten die meisten Auslandsflüge, am stadtnahen Flughafen Seoul-Gimpo dominiert der Inlandsverkehr – vor allem die Pendelstrecke nach Jeju. Auf der Insel selbst und in Busan-Gimhae gehört Jeju Air ebenfalls zu den häufigsten Airlines. Wer die orangefarbenen Jets in Serie fotografieren will, ist in Gimpo und Jeju richtig, weil dort viele Umläufe dicht hintereinander kommen.
Außerhalb Koreas ist Japan der wichtigste Markt. Jeju Air fliegt zahlreiche japanische Städte an, darunter Tokio-Narita, Osaka-Kansai, Fukuoka und Sapporo. Bei einem Spotting-Trip nach Japan stehen die Chancen also gut – zum Beispiel am Sakura no Yama in Narita. Tipps für die Hauptstadt findest du im Artikel Planespotting in Tokio. In Südostasien begegnest du Jeju Air unter anderem in Thailand, Vietnam und auf den Philippinen, etwa am Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi.
In Europa siehst du Jeju Air dagegen nicht: Die Reichweite der 737 genügt dafür nicht, und Langstreckenflugzeuge hat die Airline nicht in der Flotte.
Gute Chancen auf Jeju Air, wenn …
- du in Seoul-Gimpo, Jeju, Busan oder Incheon spottest
- du an einem japanischen Flughafen mit Korea-Verbindungen stehst
- koreanische Ferienzeit ist und viele Urlaubsflüge nach Südostasien gehen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Streckenlisten planst – das Netz ändert sich mit jeder Saison
- du gezielt eine 737-8 oder einen Frachter suchst
Kein Jeju-Air-Tag, wenn …
- du in Europa, Nordamerika oder Afrika unterwegs bist
Gerade die Frachter und die neuen 737-8 tauchen nicht nach festem Muster auf. Hier hilft ein Blick in den Tracker vor der Tour – oder ein Alarm für das gesuchte Kennzeichen. Wer Registrierungen systematisch sammelt, findet im Artikel Registrierungen sammeln Anregungen für die eigene Liste.
Häufige Verwechslungen
- 7C für einen Tippfehler halten – Codes aus Ziffer und Buchstabe sind bei der IATA ganz normal.
- Jede koreanische 737 für Jeju Air halten – auch Jin Air, t’way Air und weitere Billigflieger fliegen 737 mit HL-Kennzeichen. Die Farbe entscheidet.
- Den Frachter als Passagierjet notieren – die 737-800BCF erkennst du an den fehlenden Fenstern.
- Winglets als einziges Merkmal nehmen – die Triebwerke und der Typcode B38M sind die sichereren Hinweise auf die 737-8.
- Jeju Air in einer großen Allianz vermuten – die Airline war nur in der heute inaktiven Value Alliance.
Jeju Air im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die 737-8 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot in der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Jeju Air ist der Pionier unter Koreas Billigfliegern: gestartet mit Turboprops auf einer Ferieninsel, heute mit einer reinen 737-Flotte zwischen Seoul, Japan und Südostasien unterwegs. Für Spotter ist die Airline einfach zu erkennen, bietet mit dem Generationswechsel zur 737-8 und den beiden Frachtern aber genug Details, um genauer hinzuschauen. Der Unfall von Muan gehört zur jüngeren Geschichte der Airline und verdient einen respektvollen Umgang.
Kurzfazit
Jeju Air (IATA 7C, ICAO JJA) ist Südkoreas größte Low-Cost-Airline mit reiner Boeing-737-Flotte. Orange am Rumpf zeigt die Airline, Triebwerke und Typcode verraten, ob 737-800 oder 737-8.
Zusammenfassung
- Jeju Air erkennst du am orangefarbenen Schriftzug auf weißem Rumpf und an der reinen Boeing-737-Flotte.
- Spannend für Spotter ist die laufende Umstellung von der 737-800 auf die 737-8 – die Unterscheidung gelingt über Triebwerke, Winglets und den Typcode auf dem Tracker.
- Außerhalb Koreas siehst du Jeju Air vor allem an Flughäfen in Japan, China und Südostasien, in Europa dagegen nicht.
- Mit dem HL-Kennzeichen und dem ICAO-Code JJA ordnest du jede Sichtung eindeutig zu.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Jeju Air?
Der IATA-Code von Jeju Air ist 7C, der ICAO-Code JJA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „JEJU AIR“. Auf Anzeigetafeln steht also 7C, auf vielen Flugtrackern JJA.
Welche Flugzeuge fliegt Jeju Air?
Ausschließlich Boeing 737. Den Großteil stellt die 737-800, daneben fliegt eine wachsende Zahl 737-8 aus der MAX-Familie, die die älteren Maschinen nach und nach ersetzt. Dazu kommen zwei zu Frachtern umgebaute 737-800BCF. Insgesamt sind es im Herbst 2026 rund 45 Flugzeuge.
Gehört Jeju Air zu einer Allianz?
Nicht zu einer der großen Allianzen. Jeju Air war 2016 Gründungsmitglied der Value Alliance, eines Bündnisses asiatischer Low-Cost-Airlines. Diese Allianz ist inzwischen nicht mehr aktiv.
Wer steht hinter Jeju Air?
Gegründet wurde Jeju Air 2005 von der südkoreanischen Aekyung-Gruppe zusammen mit der Provinz Jeju. Größter Aktionär ist heute AK Holdings, die Holding der Aekyung-Gruppe. Seit 2015 ist Jeju Air an der koreanischen Börse notiert – als erste Low-Cost-Airline des Landes.
Fliegt Jeju Air nach Europa?
Nein. Mit der Boeing 737 sind Kurz- und Mittelstrecken möglich, aber keine Flüge nach Europa. Jeju Air verbindet Südkorea vor allem mit Japan, China, Südostasien und einigen Inseln im Westpazifik.
Was war Jeju-Air-Flug 2216?
Am 29. Dezember 2024 verunglückte eine Boeing 737-800 von Jeju Air bei der Landung in Muan, sie kam aus Bangkok. Nach einem Vogelschlag landete die Maschine ohne ausgefahrenes Fahrwerk, schoss über die Piste hinaus und prallte gegen eine Betonkonstruktion der Landehilfe. 179 der 181 Menschen an Bord starben. Die Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen hat sich mehrfach verzögert, und Einzelheiten sind weiterhin umstritten.
Wo kann ich Jeju Air am besten spotten?
In Südkorea an den Basen Seoul-Incheon, Seoul-Gimpo, Jeju und Busan-Gimhae, wo Jeju Air zu den häufigsten Airlines zählt. Im Ausland stehen die Chancen an japanischen Flughäfen wie Tokio-Narita oder Osaka-Kansai und in Südostasien gut, etwa in Bangkok.
Jeju Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-800BCF und 737-800SF
Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.
Weitere Airlines
Jin Air
Die Low-Cost-Tochter von Korean Air: Boeing 737 auf Asien-Strecken, ausgerechnet dazu eine Handvoll großer 777-200ER – dazu der Kern der neuen gemeinsamen Billigairline mit Air Busan und Air Seoul.
Low-Costt'way Air (Trinity Airways)
Südkoreas Low-Cost-Airline mit Langstrecken-Ambitionen: 737-Flotte für Asien, A330 und 777-300ER für Europa und Australien – und seit September 2026 unter dem neuen Namen Trinity Airways unterwegs.
Low-CostAir Busan
Die Low-Cost-Airline aus Südkoreas zweitgrößter Stadt: gegründet 2007 als Asiana-Tochter, heute mit A320-Familie ab Busan-Gimhae unterwegs und auf dem Weg in die Fusion mit Jin Air.
NetzwerkKorean Air
Südkoreas Flag Carrier aus Seoul: SkyTeam-Gründungsmitglied, einer der letzten Betreiber von A380 und Boeing 747-8I, große Frachtsparte – und seit der Asiana-Übernahme im Umbau zur einzigen großen Netzwerk-Airline des Landes.
NetzwerkAsiana Airlines
Südkoreas zweite große Netzwerk-Airline aus Seoul: Star-Alliance-Mitglied seit 2003, A380 und A350 auf der Langstrecke – und seit Dezember 2024 eine Tochter von Korean Air, die schrittweise in den neuen Konzern aufgeht.
Low-CostAir Premia
Südkoreas Hybrid-Airline fliegt ausschließlich Boeing 787-9 ab Seoul-Incheon – mit großer Premium-Economy statt Business Class, nach Asien und Nordamerika. 2023 war sie sogar ein halbes Jahr in Frankfurt zu Gast.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Seoul-Incheon
Auf aufgeschüttetem Land zwischen zwei Inseln im Gelben Meer: Incheon ist das Drehkreuz von Korean Air, Basis einer ganzen Reihe koreanischer Airlines und einer der größten Frachtflughäfen der Welt – mit 747-8, A380 und Frachtern in einer Dichte, die du in Europa selten siehst.
Wo du Jeju Air vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Passende Guides aus dem Blog
- Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX sicher unterscheiden
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Vogelschlag erklärt: Gefahren, Vergrämung und die Hudson-Landung
- Planespotting in Tokio: Haneda, Narita und die Aussichtsdecks
- Registrierungen sammeln: Wie Logger arbeiten und Flotten komplett erfassen
- Umregistrierung: Warum Flugzeuge neue Kennzeichen bekommen



