Das Wichtigste in Kürze
- Jin Air ist die Low-Cost-Tochter von Korean Air, gegründet 2008 und Teil der Hanjin-Gruppe.
- Codes: IATA LJ, ICAO JNA, Rufzeichen „JIN AIR“.
- Die Flotte ist überwiegend Boeing 737, ergänzt um drei 777-200ER – ein seltener Widebody bei einem Billigflieger.
- Konzernumbau: Jin Air übernimmt Air Busan und Air Seoul; der Abschluss der gemeinsamen Low-Cost-Airline unter dem Namen Jin Air ist für 2027 angesetzt.
- Spotten in Europa? Fehlanzeige. Jin Air fliegt in Asien und im Pazifik – Incheon, Gimpo, Japan und Guam sind die besten Orte.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Jin Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: Boeing 737 und eine Handvoll 777
- 4.737-800, 737-900 oder 737-8? So unterscheidest du sie
- 5.Woran du Jin Air erkennst
- 6.Die große Fusion: Jin Air, Air Busan und Air Seoul
- 7.Netz und Spotting-Chancen
- 8.Jin Air im koreanischen Markt
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | LJ |
|---|---|
| ICAO-Code | JNA |
| Rufzeichen | JIN AIR |
| Drehkreuze | ICN, GMP |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Inlands-, Asien- und Pazifikstrecken |
| Heimat | Großraum Seoul, Südkorea |
| Gegründet | 2008, erster Flug im Juli 2008 von Seoul-Gimpo nach Jeju |
| Konzern | Tochter von Korean Air (Hanjin-Gruppe) |
| Drehkreuze | Seoul-Incheon (ICN) und Seoul-Gimpo (GMP), dazu Schwerpunkte in Busan und Jeju |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft; Codeshare mit Korean Air (SkyTeam) |
| Flotte (Stand Herbst 2026) | Rund 30 Flugzeuge: vor allem Boeing 737-800, dazu 737-900, 737-8 (MAX 8), drei 777-200ER und ein von Asiana übernommener A321 |
| Konzernumbau | Zusammenführung mit Air Busan und Air Seoul unter der Marke Jin Air, Abschluss für 2027 angesetzt |
| Börse | Börsengang im Dezember 2017 an der Korea Exchange |
| Markenfarbe | Kräftiges Limettengrün |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Jin Air?
- Markenfarbe Limettengrün – Schriftzug „JIN AIR“ und Leitwerk stechen am Vorfeld deutlich heraus
- Meistens eine Boeing 737: 737-800, 737-900 oder 737-8 (MAX 8)
- Selten, aber spektakulär: Boeing 777-200ER in Low-Cost-Farben mit 393 Sitzen
- Südkoreanisches Kennzeichen mit HL am Rumpf, dahinter vier Ziffern
- Flugnummer beginnt mit LJ, auf dem Tracker steht JNA
- Typische Gesellschaft auf Flügen ab Seoul nach Japan, Taiwan, Südostasien und Guam
Grün, frech und ziemlich groß für einen Billigflieger: Jin Air ist die Low-Cost-Tochter von Korean Air und fällt an asiatischen Flughäfen schon von Weitem durch ihr kräftiges Limettengrün auf. Meistens steckt eine Boeing 737 unter der Farbe – aber ab und zu rollt eine 777-200ER mit fast 400 Sitzen in Low-Cost-Optik vorbei. Diese Seite zeigt dir, wie du Jin Air einordnest, welche Typen du erwarten kannst und warum sich das Bild der Airline gerade verändert.
Jede HL-Registrierung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und setzt fehlende Jin-Air-Maschinen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Jin Air im Überblick
Jin Air ist eine südkoreanische Low-Cost-Airline und gehört zum Konzern von Korean Air, also zur Hanjin-Gruppe. Gegründet wurde sie Anfang 2008, zunächst unter anderem Namen; im Sommer desselben Jahres bekam sie den Namen Jin Air. Der erste Flug ging im Juli 2008 von Seoul-Gimpo auf die Ferieninsel Jeju – mit einer Boeing 737-800, dem Typ, der die Airline bis heute prägt.
Die Idee dahinter ist typisch für große Netzwerk-Airlines: Mit einer eigenen Billigmarke tritt der Konzern auf kurzen Strecken gegen Low-Cost-Konkurrenten an, ohne das Premiumprodukt der Mutter zu verwässern. Zuerst flog Jin Air nur im Inland; Ende 2009 folgte mit Bangkok die erste internationale Linienverbindung, später kamen Japan, China, Taiwan und weitere Ziele in Südostasien dazu. Im Dezember 2017 ging die Airline an die koreanische Börse, die Kontrolle blieb aber beim Konzern.
Ungewöhnlich für einen Billigflieger ist der Schritt auf die Langstrecke. Ab Ende 2014 übernahm Jin Air Boeing 777-200ER von Korean Air und war damit die erste koreanische Low-Cost-Airline mit einem Großraumflugzeug. Im Dezember 2015 startete die Strecke Seoul-Incheon–Honolulu, ab Ende 2016 kam zeitweise auch Cairns in Australien dazu. Beide Langstrecken sind inzwischen eingestellt.
Die wichtigsten Drehkreuze sind der Flughafen Seoul-Incheon für internationale Strecken und Seoul-Gimpo für den Inlandsverkehr. Zusätzliche Schwerpunkte liegen in Busan und auf Jeju.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code LJ: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code JNA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen JIN AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Weil Jin Air ein Codeshare-Abkommen mit Korean Air hat, kann derselbe Flug auf der Anzeigetafel zusätzlich mit einer KE-Nummer auftauchen. Für deine Sichtung zählt aber, wer tatsächlich fliegt – und das verrät dir der ICAO-Code JNA im Tracker zuverlässiger als die Flugnummer. Wie du Tracker-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
HL richtig lesen
Südkoreanische Flugzeuge tragen das Präfix HL, gefolgt von vier Ziffern – ohne Bindestrich, also zum Beispiel HL plus Zahlenfolge direkt am Rumpf. Das ist anders als bei vielen europäischen Kennzeichen. Mehr zur Systematik findest du im Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Die Flotte: Boeing 737 und eine Handvoll 777
Jin Air ist über viele Jahre eine reine Boeing-Airline gewesen. Die Flotte umfasst laut öffentlich zugänglichen Flottenübersichten im Herbst 2026 rund 30 Flugzeuge. Weil durch die Fusion mit Air Busan und Air Seoul gerade Flugzeuge zwischen den Gesellschaften wandern, solltest du die Zahlen als Momentaufnahme verstehen.
| Typ | Anzahl (ca., Herbst 2026) | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | rund 19 | 189 | Das Arbeitspferd, Tracker-Code B738 |
| Boeing 737-900 | 3 | 188 | Längerer Rumpf, Tracker-Code B739 |
| Boeing 737-8 (MAX 8) | einige, Zahl wächst | 189 | Neue Triebwerke mit gezackter Hinterkante, Tracker-Code B38M |
| Boeing 777-200ER | 3 | 393 | Ex-Korean-Air, der seltene Widebody der Flotte |
| Airbus A321-200 | 1 | 174 | 2026 aus der Asiana-Gruppe übernommen |
| Airbus A321neo | bestellt | offen | Kommt mit der neuen, gemeinsamen Flotte |
Die 737-Familie
Die Boeing 737-800 ist seit dem ersten Flug 2008 das Rückgrat von Jin Air. Daneben fliegt eine kleine Gruppe der Boeing 737-900, die etwas länger ist, aber kaum mehr Sitze hat – mit 188 Plätzen sogar einen weniger als die 737-800. Jüngster Zuwachs ist die Boeing 737-8 aus der MAX-Generation, ebenfalls mit 189 Sitzen. Hersteller aller drei ist Boeing.
Die 777-200ER
Das Highlight für Spotter ist die Boeing 777-200ER. Jin Air übernahm diese Maschinen gebraucht von Korean Air und bestuhlte sie mit 393 Sitzen sehr dicht. Ursprünglich waren es vier Flugzeuge, eines ist inzwischen ausgemustert, drei sind noch im Einsatz. Die Jin-Air-777 haben Triebwerke von Pratt & Whitney aus der PW4000-Familie. Das wurde im Februar 2021 wichtig: Nach einem Triebwerksschaden an einer United-777 mit diesem Antrieb standen auch die Jin-Air-Maschinen am Boden, bis Behörden und Hersteller neue Prüfvorgaben gemacht hatten. Erst im Juni 2022 kehrte die erste Jin-Air-777 in den Liniendienst zurück.
Die grüne 777 fehlt dir noch?
Setz die 777-200ER von Jin Air oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-800, 737-900 oder 737-8? So unterscheidest du sie
Alle drei Varianten tragen dieselbe Bemalung und sehen aus der Ferne fast gleich aus. Mit ein paar Merkmalen sortierst du sie trotzdem sicher.
Das spricht für die 737-8
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und nach unten
- Auf Trackern als B38M geführt
Das spricht für 737-800 oder 737-900
- Glatte Triebwerksverkleidung ohne Zacken
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Die 737-900 wirkt gestreckter; vor und hinter dem Flügel ist der Rumpf länger
- Auf Trackern als B738 bzw. B739 geführt
Zwischen 737-800 und 737-900 ist der Unterschied am Spot am schwierigsten. Am einfachsten gelingt die Bestimmung über das Kennzeichen: Wenn du die Registrierung lesen kannst, findest du die Variante in jeder Flottendatenbank. Hilfreich ist auch der Überblick zu den 737-Generationen, der Classic, NG und MAX gegenüberstellt.
Bei der 777 brauchst du keine Lupe: Zwei sehr große Triebwerke, der breite Rumpf und das Hauptfahrwerk mit je sechs Rädern machen sie unverwechselbar. Nur gegenüber einer 787 kann es auf Distanz kurz Zweifel geben – der Vergleich Boeing 777 oder 787 hilft dir dabei.
Woran du Jin Air erkennst
Die Markenfarbe von Jin Air ist ein kräftiges Limettengrün. Es taucht im Schriftzug „JIN AIR“ und am Leitwerk auf und hebt die Airline deutlich von der hellblauen Korean Air und den anderen koreanischen Billigfliegern ab. Auch am Boden setzte Jin Air lange auf ein lockeres Image: Bis Mitte 2019 trug die Kabinenbesatzung Jeans als offizielle Uniform, was für eine koreanische Airline ungewöhnlich war.
Für die Bestimmung am Spot hilft dir eine einfache Reihenfolge:
Farbe prüfen
Limettengrün am Leitwerk und im Schriftzug – damit ist die Airline in den meisten Fällen klar.
Typ einordnen
Schmaler Rumpf und zwei Triebwerke unter dem Flügel: 737. Breiter Rumpf und riesige Triebwerke: 777-200ER.
Kennzeichen lesen
HL plus vier Ziffern zeigt die koreanische Registrierung und führt dich zur genauen Variante.
Tracker abgleichen
JNA im Tracker bestätigt, dass Jin Air selbst fliegt – auch wenn eine KE-Flugnummer auf der Anzeigetafel steht.
Achtung Übergangsphase
Durch die Fusion mit Air Busan und Air Seoul wechseln Flugzeuge Betreiber und Bemalung. Ein A321 mit Jin-Air-Farben ist deshalb kein Fehler, sondern ein Zeichen der neuen Flotte. Umgekehrt kann eine Maschine in alter Bemalung bereits für Jin Air fliegen. Fotografiere in dieser Zeit immer auch das Kennzeichen – Mischlackierungen erklärt der Artikel zu Hybrid-Liveries.
Die große Fusion: Jin Air, Air Busan und Air Seoul
Hinter dem aktuellen Wandel steht die größte Neuordnung der koreanischen Luftfahrt seit Jahrzehnten. Korean Air hat im Dezember 2024 die Übernahme von Asiana Airlines abgeschlossen. Asiana brachte zwei eigene Billigtöchter mit: Air Busan mit Schwerpunkt in Busan und Air Seoul. Damit besaß der Konzern plötzlich drei Low-Cost-Airlines nebeneinander.
Die Lösung: Jin Air übernimmt die beiden Schwestern mitsamt Flugzeugen, Verbindlichkeiten und Personal. Heraus kommt eine gemeinsame Low-Cost-Airline unter dem Namen Jin Air. Nach koreanischen Angaben ist der Abschluss der Zusammenführung für das Frühjahr 2027 angesetzt (Stand Oktober 2026). Parallel geht auch die Marke Asiana in Korean Air auf.
Für dich als Spotter ist diese Phase spannend, weil sie zeitlich begrenzt ist:
- Airbus kommt in die Flotte: Air Busan und Air Seoul fliegen Airbus-Jets der A320-Familie. Mit ihnen bekommt die bislang fast reine Boeing-Airline Jin Air einen zweiten Hersteller. Wie du A320 und A321 auseinanderhältst, zeigt der Guide zur A320-Familie.
- Bemalungen verschwinden: Mit der gemeinsamen Marke Jin Air dürften die Farben von Air Busan und Air Seoul nach und nach verschwinden. Wer die alten Liveries noch im Archiv haben will, sollte sich beeilen.
- Neue Konkurrenz-Konstellation: Gemessen an der Flottengröße dürfte die neue Jin Air zur größten Low-Cost-Airline Südkoreas werden; sie tritt gegen Jeju Air und t’way Air an.
Netz und Spotting-Chancen
Jin Air fliegt nicht nach Europa. Das Streckennetz konzentriert sich auf Südkorea selbst, auf Japan, China, Taiwan und Südostasien sowie auf Guam im Pazifik. Frühere Ziele wie Honolulu, Cairns oder Saipan sind eingestellt. Viele Verbindungen sind saisonal, andere werden immer wieder neu aufgelegt oder gestrichen – prüf vor einer Tour also den aktuellen Flugplan.
Gute Chancen auf Jin Air, wenn …
- du in Seoul-Incheon oder Seoul-Gimpo spottest
- du in Busan oder auf Jeju unterwegs bist
- du an einem japanischen Flughafen mit vielen Korea-Flügen stehst, etwa Tokio-Narita
- du auf Guam Urlaub machst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt die 777-200ER sehen willst – sie fliegt nur auf wenigen Strecken
- du auf frühere Jin-Air-Langstrecken wie Honolulu hoffst – sie sind derzeit nicht im Netz
Eher kein Jin-Air-Tag, wenn …
- du in Europa oder Nordamerika auf dem Festland spottest
In Japan gehört Jin Air zu den häufigen Gästen. Am Flughafen Tokio-Narita teilt sich die Airline das Vorfeld mit vielen anderen Billigfliegern aus Korea und Japan, darunter Peach Aviation oder ZIPAIR.
Die 777 siehst du vor allem auf stark nachgefragten Strecken, auf denen sich die große Kapazität lohnt. Die beste Chance hast du in Incheon, wo die Maschinen ihre Umläufe beginnen und beenden. Wenn du zum ersten Mal in Asien spottest, hilft dir Planespotting für Einsteiger bei der Vorbereitung.
Sicherheit und Regeln
Auch in Asien gilt: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und vor allem in der Nähe militärisch mitgenutzter Flughäfen können strengere Regeln gelten. Informiere dich vor der Reise über die örtlichen Vorschriften.
Jin Air im koreanischen Markt
Südkorea hat für ein Land seiner Größe ungewöhnlich viele Low-Cost-Airlines. Neben Jin Air fliegen unter anderem Jeju Air, t’way Air, Air Busan, Air Seoul und Air Premia, die sich mit Langstrecken-787 eher zwischen Billig- und Netzwerk-Airline positioniert. Gemeinsam ist den meisten Billigfliegern das klassische Modell: einheitliche Flotte, hohe Auslastung, kurze Bodenzeiten – das Prinzip erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.
Jin Air hatte dabei immer einen Sonderstatus. Als Tochter von Korean Air konnte sie auf Flugzeuge, Wartung und Know-how der Mutter zurückgreifen. Das zeigt sich besonders bei der 777: Kein anderer koreanischer Billigflieger setzte so früh auf einen Großraumjet aus dem eigenen Konzern.
Einen Rückschlag gab es 2018. Die Behörden stellten fest, dass zwischen 2010 und 2016 ein Vorstandsmitglied ohne koreanische Staatsangehörigkeit eingetragen war – nach koreanischem Luftverkehrsrecht unzulässig. Das Verkehrsministerium verzichtete auf den Entzug der Lizenz, verhängte aber Beschränkungen: Neue Strecken, neue Flugzeugregistrierungen und Charterflüge waren rund eineinhalb Jahre lang nicht erlaubt. Erst Ende März 2020 wurden die Auflagen aufgehoben. Für Spotter erklärt das, warum die Flotte in dieser Zeit kaum wuchs.
Häufige Verwechslungen
- Jin Air für Korean Air halten – die Mutter fliegt hellblau, Jin Air limettengrün. Die Flugnummer kann trotzdem eine KE-Nummer sein.
- Jin Air für ein SkyTeam-Mitglied halten – nur Korean Air ist Mitglied, Jin Air nicht. Mehr zu den Bündnissen im Überblick Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
- Die 777 für eine Korean-Air-Maschine im Leasing halten – die Jin-Air-777 gehören fest zur Flotte und fliegen in Jin-Air-Farben.
- 737-900 als 737-800 notieren – der Längenunterschied ist subtil, das Kennzeichen schafft Klarheit.
- Einen grünen A321 für einen Fehler halten – durch die Fusion kommen Airbus-Jets in die Flotte.
- Jeju Air und Jin Air verwechseln – beide sind koreanische Billigflieger mit 737, aber Jeju Air setzt auf Orange, Jin Air auf Grün.
Jin Air im Blick behalten
Beobachte die 777-200ER, einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Jin Air ist mehr als ein grüner Billigflieger aus Seoul. Die Airline verbindet eine klassische 737-Flotte mit einem echten Exoten – der dicht bestuhlten 777-200ER – und steht gerade im Zentrum der Neuordnung der koreanischen Luftfahrt. Wer in den nächsten Monaten in Korea oder Japan spottet, kann den Wandel live verfolgen: alte Air-Busan- und Air-Seoul-Farben, neue Airbus-Jets in Grün und die seltenen Low-Cost-777.
Kurzfazit
Jin Air (IATA LJ, ICAO JNA) ist die Low-Cost-Tochter von Korean Air mit überwiegend Boeing 737 und drei 777-200ER. Mit der Übernahme von Air Busan und Air Seoul wächst sie voraussichtlich zur größten Billigairline Südkoreas.
Zusammenfassung
- Jin Air erkennst du an der limettengrünen Markenfarbe und an der fast reinen Boeing-Flotte.
- Das Highlight für Spotter ist die kleine 777-200ER-Flotte, die früher bei Korean Air flog und bei Jin Air mit fast 400 Sitzen unterwegs ist.
- Bei der 737 unterscheidest du drei Varianten: 737-800, die längere 737-900 und die 737-8 mit neuen Triebwerken.
- Wegen der Fusion mit Air Busan und Air Seoul lohnt es sich, Kennzeichen jetzt zu dokumentieren: Flugzeuge wechseln Bemalung und Betreiber.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Jin Air?
Der IATA-Code von Jin Air ist LJ, der ICAO-Code JNA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „JIN AIR“. Auf Flugtrackern taucht meist JNA mit der Flugnummer auf.
Gehört Jin Air zu Korean Air?
Ja. Jin Air ist eine Tochter von Korean Air und gehört zur Hanjin-Gruppe. Gegründet wurde sie 2008 als Billigableger des Konzerns. Mit Korean Air gibt es ein Codeshare-Abkommen, deshalb tragen manche Jin-Air-Flüge zusätzlich eine KE-Flugnummer.
Ist Jin Air Mitglied in SkyTeam?
Nein, Jin Air ist selbst kein Mitglied einer Allianz. Die Mutter Korean Air ist dagegen Gründungsmitglied von SkyTeam. Über das Codeshare mit Korean Air ist Jin Air indirekt mit diesem Netz verbunden.
Welche Flugzeuge fliegt Jin Air?
Jin Air setzt fast ausschließlich auf Boeing. Den Kern bildet die 737-800 mit 189 Sitzen. Dazu kommen einige 737-900 mit 188 Sitzen, die 737-8 (MAX 8) und drei 777-200ER mit 393 Sitzen. 2026 kam ein A321 aus der Asiana-Gruppe dazu, außerdem stehen A321neo im Bestellbuch. Die genauen Zahlen ändern sich durch die Fusion gerade laufend.
Warum fliegt ein Billigflieger eine Boeing 777?
Jin Air war die erste koreanische Low-Cost-Airline mit einem Großraumflugzeug. Die 777-200ER kamen ab Ende 2014 von Korean Air und eröffneten Langstrecken wie Seoul–Honolulu. Auf stark gefragten Strecken nach Japan oder Südostasien bringt eine dicht bestuhlte 777 außerdem sehr viele Passagiere in einem Umlauf unter.
Was passiert mit Air Busan und Air Seoul?
Nach der Übernahme von Asiana Airlines durch Korean Air wurden auch die Billigtöchter neu geordnet. Jin Air übernimmt Air Busan und Air Seoul mitsamt Flugzeugen und Personal. Die gemeinsame Airline fliegt dann unter der Marke Jin Air; der Abschluss ist für 2027 angesetzt (Stand Oktober 2026).
Fliegt Jin Air nach Deutschland?
Nein. Jin Air fliegt innerhalb Südkoreas, nach Japan, China, Taiwan, Südostasien und in den Pazifik, etwa nach Guam. Nach Europa gibt es keine Verbindungen – wer Jin Air spotten will, muss nach Asien reisen.
Was war 2018 bei Jin Air los?
Die Behörden stellten fest, dass von 2010 bis 2016 ein Vorstandsmitglied ohne koreanische Staatsangehörigkeit im Register stand, was das Luftverkehrsrecht nicht erlaubt. Das Verkehrsministerium entzog die Lizenz nicht, verbot Jin Air aber für rund eineinhalb Jahre neue Strecken und neue Flugzeuge. Die Beschränkungen fielen im März 2020.
Jin Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-900
Die erste gestreckte 737 der Next Generation war lang, aber durch die Notausgänge der 737-800 ausgebremst. Nur 52 Exemplare entstanden – so erkennst du die seltene 737-900 und trennst sie von der 900ER.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
Korean Air
Südkoreas Flag Carrier aus Seoul: SkyTeam-Gründungsmitglied, einer der letzten Betreiber von A380 und Boeing 747-8I, große Frachtsparte – und seit der Asiana-Übernahme im Umbau zur einzigen großen Netzwerk-Airline des Landes.
NetzwerkAsiana Airlines
Südkoreas zweite große Netzwerk-Airline aus Seoul: Star-Alliance-Mitglied seit 2003, A380 und A350 auf der Langstrecke – und seit Dezember 2024 eine Tochter von Korean Air, die schrittweise in den neuen Konzern aufgeht.
Low-CostAir Busan
Die Low-Cost-Airline aus Südkoreas zweitgrößter Stadt: gegründet 2007 als Asiana-Tochter, heute mit A320-Familie ab Busan-Gimhae unterwegs und auf dem Weg in die Fusion mit Jin Air.
Low-CostJeju Air
Südkoreas größte Low-Cost-Airline: gegründet 2005 auf der Insel Jeju, heute mit einer reinen Boeing-737-Flotte zwischen Korea, Japan, China und Südostasien unterwegs.
Low-Costt'way Air (Trinity Airways)
Südkoreas Low-Cost-Airline mit Langstrecken-Ambitionen: 737-Flotte für Asien, A330 und 777-300ER für Europa und Australien – und seit September 2026 unter dem neuen Namen Trinity Airways unterwegs.
Low-CostAir Premia
Südkoreas Hybrid-Airline fliegt ausschließlich Boeing 787-9 ab Seoul-Incheon – mit großer Premium-Economy statt Business Class, nach Asien und Nordamerika. 2023 war sie sogar ein halbes Jahr in Frankfurt zu Gast.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Seoul-Incheon
Auf aufgeschüttetem Land zwischen zwei Inseln im Gelben Meer: Incheon ist das Drehkreuz von Korean Air, Basis einer ganzen Reihe koreanischer Airlines und einer der größten Frachtflughäfen der Welt – mit 747-8, A380 und Frachtern in einer Dichte, die du in Europa selten siehst.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
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