FlySafair

Südafrikas Marktführer im Inlandsverkehr: FlySafair fliegt ausschließlich Boeing 737-800, startete 2014 als Low-Cost-Marke des Frachtspezialisten Safair – der jahrzehntelang zivile Lockheed L-100 Hercules einsetzte.

Auch bekannt als: Safair Operations · Safair · FA

SüdafrikaSüdafrikaLow-Cost-AirlinesIATA: FAICAO: SFR10 Min. Lesezeit

FA

IATA-Code

SFR

ICAO-Code

189

Sitze pro 737-800

2014

Erster FlySafair-Linienflug

Das Wichtigste in Kürze

  • FlySafair ist Südafrikas größte Inlands-Airline: Bei der Ankündigung des Verkaufs an Harith im Februar 2026 wurde ihr Anteil am Sitzplatzangebot im Inland mit über 60 Prozent beziffert.
  • Codes: IATA FA, ICAO SFR – geteilt mit der Mutter Safair.
  • Eine Flotte, ein Typ: Linienflüge laufen ausschließlich mit der Boeing 737-800 und 189 Sitzen.
  • Safair ist die Mutter: Der Frachtspezialist aus Johannesburg setzte jahrzehntelang zivile Lockheed L-100 Hercules ein, die letzte schied Ende 2022 aus.
  • Die Eigentümerfrage beschäftigt seit 2024 Behörden und Gerichte; ein Verkauf an Harith General Partners war im Herbst 2026 noch in Prüfung.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.FlySafair im Überblick
  2. 2.Holpriger Start: von 2013 bis zum Erstflug 2014
  3. 3.Codes und Rufzeichen
  4. 4.Die Flotte: eine Airline, ein Typ
  5. 5.Die Mutter Safair und ihre Hercules
  6. 6.Woran du FlySafair erkennst
  7. 7.Streckennetz und Drehkreuze
  8. 8.Eigentümerstreit und Verkauf
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeFA
ICAO-CodeSFR
DrehkreuzeJNB, CPT, DUR, HLA
GeschäftsmodellLow-Cost-Airline mit Inlandsverkehr in Südafrika und einigen Regionalzielen
SitzKempton Park bei Johannesburg, Südafrika
Gegründet2013 als Marke von Safair, erster Linienflug am 16. Oktober 2014
BetreiberSafair Operations, verbunden mit ASL Aviation Holdings (Irland)
DrehkreuzeJohannesburg O. R. Tambo (JNB), Kapstadt (CPT), Durban King Shaka (DUR), Johannesburg-Lanseria (HLA)
Allianzkeine
Flotte (Stand 2026)Reine Boeing-737-800-Flotte, gut drei Dutzend Maschinen mit je 189 Sitzen
Mutter SafairSeit 1965 aktiv, Frachtflüge und Humanitäreinsätze; die letzte L-100-30 Hercules verließ Ende 2022 die Flotte
KennzeichenSüdafrikanisches Präfix ZS-

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich FlySafair?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ausschließlich Boeing 737-800 im Linienverkehr – andere Typen gibt es bei FlySafair nicht
  • Schriftzug „FlySafair“ am Rumpf, seit dem Rebranding im September 2022 mit überarbeitetem Logo und neuer Lackierung
  • Südafrikanisches Kennzeichen mit ZS- am Heck
  • Flugnummer beginnt mit FA, auf dem Tracker steht SFR
  • Partner der Nationalteams im Rugby (Springboks) und Cricket (Proteas) – auf Sport-Motive achten
  • Historisch: viermotorige L-100 Hercules der Mutter Safair – bis Ende 2022

Wer in Johannesburg, Kapstadt oder Durban am Zaun steht, sieht eine Airline öfter als jede andere: FlySafair. Die Low-Cost-Airline ist in gut zehn Jahren zum klaren Marktführer im südafrikanischen Inlandsverkehr gewachsen – mit einer Flotte, die nur aus einem einzigen Flugzeugtyp besteht. Hinter der Marke steckt aber ein Unternehmen mit viel längerer Geschichte: der Frachtspezialist Safair, der jahrzehntelang zivile Hercules-Transporter um die Welt schickte. Diese Seite zeigt dir, wie FlySafair entstanden ist, woran du ihre Flugzeuge erkennst und warum die Mutter Safair für Spotter so spannend war.

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FlySafair im Überblick

FlySafair ist eine südafrikanische Low-Cost-Airline mit Sitz in Kempton Park, direkt neben dem Flughafen Johannesburg O. R. Tambo. Formell betrieben wird sie von Safair Operations, also vom selben Unternehmen, das seit den 1960er-Jahren Frachtflüge durchführt. FlySafair ist damit keine eigenständige Neugründung, sondern die Passagiermarke eines erfahrenen Luftfahrtbetriebs.

Das Konzept folgt dem klassischen Low-Cost-Muster: eine Klasse, ein Flugzeugtyp, Speisen und Getränke gegen Bezahlung an Bord und ein Netz aus direkten Verbindungen zwischen den großen Städten. Wie dieses Modell grundsätzlich funktioniert, erklärt der Artikel zum Geschäftsmodell der Low-Cost-Carrier.

Der Erfolg ist beachtlich. Als im Februar 2026 der geplante Verkauf an eine südafrikanische Investmentgesellschaft bekannt wurde, bezifferten Berichte den Anteil von FlySafair am Sitzplatzangebot im Inland auf über 60 Prozent. Die Muttergruppe ASL Aviation Holdings spricht davon, dass dieser Marktanteil in nur acht Jahren erreicht wurde. Geholfen hat dabei auch der Zusammenbruch des Konkurrenten Comair, der 2022 mit British-Airways-Franchise-Flügen und der Marke kulula vom Markt verschwand.

FAIATA-Code in der Flugnummer
SFRICAO-Code auf dem Tracker
ZS-Kennzeichen-Präfix Südafrika

Holpriger Start: von 2013 bis zum Erstflug 2014

Safair gründete die Marke FlySafair im August 2013. Die Luftverkehrsbehörde hatte zunächst grünes Licht für zehn tägliche Flüge zwischen Johannesburg und Kapstadt gegeben. Doch kurz vor dem Start im Oktober 2013 stoppte ein Gericht das Vorhaben per einstweiliger Verfügung: Mitbewerber hatten bezweifelt, dass das Unternehmen die gesetzliche Vorgabe erfüllt, wonach südafrikanische Airlines zu mindestens 75 Prozent in einheimischer Hand sein müssen.

Safair baute daraufhin die Eigentümerstruktur um. Ein Jahr später, am 16. Oktober 2014, hob der erste FlySafair-Linienflug ab. In den Anfangsjahren flog die Airline auch mit älteren Boeing 737-400, die zuvor bei Safair im Einsatz waren. Später stellte FlySafair vollständig auf die Boeing 737-800 um.

Im September 2022 bekam die Airline ein neues Logo und eine überarbeitete Lackierung. Für Spotter heißt das: Ältere Fotos zeigen noch die früheren Bemalungen, was beim zeitlichen Einordnen von Archivbildern hilft. Wie solche Designwechsel ablaufen, zeigt der Artikel Wenn Airlines ihr Design wechseln.

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code FA: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
  • ICAO-Code SFR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Gemeinsame Codes: Beide Codes gehören eigentlich zu Safair. FlySafair fliegt unter dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis der Mutter, deshalb gibt es keinen separaten Code für die Low-Cost-Marke.

Verwechslungsgefahr besteht vor allem beim IATA-Code: FA hat nichts mit einer anderen bekannten Airline zu tun, wird aber gern mit Kürzeln wie FR (Ryanair) verwechselt, wenn man nur kurz auf die Anzeige schaut.

Tracker richtig lesen

Auf ADS-B-Trackern erscheinen FlySafair-Flüge mit dem Präfix SFR. Wer in Johannesburg einen Flug sucht, filtert am schnellsten nach diesem Code. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: eine Airline, ein Typ

FlySafair ist ein Lehrbuchbeispiel für die Einheitsflotte. Alle Linienflüge laufen mit der Boeing 737-800, jeweils mit 189 Sitzen in einer Klasse. Nach Übersichten aus dem Jahr 2026 umfasst die Flotte gut drei Dutzend Maschinen; die genaue Zahl schwankt, weil Flugzeuge geleast, zurückgegeben oder neu übernommen werden.

Typ Status Sitze Spotter-Hinweis
Boeing 737-800 aktuelle Linienflotte 189 Einziger Typ im Linienverkehr, ZS-Kennzeichen
Boeing 737-400 historisch bei FlySafair – Flog in den Anfangsjahren, inzwischen durch die 737-800 ersetzt
Boeing 737-400 Combi bei der Mutter Safair – Kombination aus Fracht und Passagieren, laut ASL der aktuelle Safair-Typ
Lockheed L-100-30 Hercules historisch bei Safair – Letzte Maschine Ende 2022 ausgemustert

Der Vorteil dieser Strategie ist klar: Piloten, Kabinenpersonal und Technik müssen nur einen Typ beherrschen, Ersatzteile lassen sich bündeln, und jedes Flugzeug kann jede Strecke fliegen. Genauso arbeiten auch Southwest Airlines in den USA und Ryanair in Europa – beide ebenfalls mit Boeing 737. Hersteller ist Boeing.

Bekannt ist FlySafair auch für ihre Pünktlichkeit. In der Pünktlichkeitsauswertung des Datenanbieters Cirium für 2025 erreichte die Airline 91,06 Prozent pünktliche Flüge – ein Spitzenwert, auch wenn sie als überwiegend inländische Airline nicht in die globale Rangliste einging. Für Spotter ist das praktisch: Wenn ein FlySafair-Flug im Plan steht, kommt er meist auch zur angegebenen Zeit.

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Die Mutter Safair und ihre Hercules

Für viele Spotter ist der eigentliche Schatz nicht FlySafair, sondern die Mutter. Safair entstand 1965 als kleine Charterfirma unter dem Namen Tropair. 1970 übernahm die südafrikanische Reederei Safmarine das Unternehmen, benannte es in Safair Freighters um und machte daraus einen Frachtspezialisten. In den 1980er-Jahren war die südafrikanische Armee der wichtigste Kunde. Heute ist Safair mit der irischen ASL Aviation Holdings verbunden, einer Gruppe mit mehreren Fracht- und Leasing-Airlines.

Das Markenzeichen von Safair war über Jahrzehnte die Lockheed L-100 Hercules – die zivile Version des Militärtransporters C-130 Hercules. Safair betrieb zunächst die Version L-100-20 und später die verlängerte L-100-30, deren Rumpf gegenüber der -20 um gut zwei Meter gestreckt ist. Die Flotte galt lange als eine der größten zivilen Hercules-Flotten der Welt.

Eingesetzt wurden die Maschinen dort, wo kaum ein anderes Flugzeug hinkam:

  • Humanitäre Einsätze: Hilfsgüter und Abwürfe für die Vereinten Nationen, das Welternährungsprogramm und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.
  • Antarktis: Bis 2018 flog Safair im antarktischen Sommer für das italienische Antarktisprogramm von Christchurch in Neuseeland zur Station Zucchelli.
  • Leasing: Safair vermietete Flugzeuge mit oder ohne Besatzung an andere Betreiber in aller Welt.

2014 bestellte Safair zehn Exemplare der modernisierten LM-100J als Nachfolger. Laut ASL Aviation Holdings verließ die letzte L-100-30 der Safair aber Ende 2022 die Flotte – nach Jahrzehnten im Dienst. Als aktueller Safair-Typ wird dort nur noch die Boeing 737-400 Combi genannt. Ob und wann die LM-100J tatsächlich bei Safair fliegt, ist öffentlich nicht belegt.

Historische Sichtungen

Fotos von Safair-Hercules sind heute Archivmaterial. Wer eine solche Sichtung aus älteren Jahren erfasst, notiert am besten Kennzeichen, Datum und Ort. Ein anderer bekannter ziviler Hercules-Betreiber ist Lynden Air Cargo aus Alaska.

Woran du FlySafair erkennst

Weil FlySafair nur einen Typ fliegt, ist die Zuordnung am Flughafen leicht – die Herausforderung liegt in den Details:

  • Typ: Immer eine Boeing 737-800, erkennbar am langen Rumpf, den Winglets und den beiden Notausgängen pro Seite über dem Flügel. Wie du sie von älteren und neueren 737-Generationen unterscheidest, erklärt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
  • Kennzeichen: Südafrikanische Registrierung mit dem Präfix ZS-.
  • Schriftzug: „FlySafair“ am Rumpf, seit 2022 mit überarbeitetem Logo.
  • Sport-Partnerschaften: FlySafair ist seit 2017 offizieller Inlandscarrier der Springboks und von SA Rugby, seit November 2024 zudem Inlandspartner des Cricket-Nationalteams der Proteas. Achte deshalb auf Maschinen mit Sport-Motiven.

Abweichende Bemalungen sind bei einer Einheitsflotte die begehrten Motive. Mehr über Sport-Bemalungen bei anderen Airlines findest du im Artikel zu Sport-Sonderlackierungen, Tipps zum Festhalten im Guide Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.

Typ bestätigen

Eine 737-800 mit FlySafair-Schriftzug – eine andere Kombination gibt es im Linienverkehr nicht.

Kennzeichen lesen

Das ZS-Kennzeichen am Heck macht jede Maschine eindeutig.

Tracker abgleichen

SFR plus Flugnummer bestätigt den Flug und zeigt Herkunft oder Ziel.

Sonderbemalung prüfen

Achte auf abweichende Motive, etwa mit Sportbezug – sie sind seltener als die Standardlackierung.

Streckennetz und Drehkreuze

FlySafair verbindet vor allem die großen Städte Südafrikas. Als Drehkreuze gelten Johannesburg O. R. Tambo, der kleinere Flughafen Johannesburg-Lanseria, Kapstadt und Durban King Shaka. Dazu kommen Inlandsziele wie George an der Garden Route, Gqeberha, East London, Bloemfontein, Hoedspruit am Rand des Krüger-Parks und Mbombela.

International fliegt FlySafair einige Ziele in der Region an, darunter Mauritius, Windhuk in Namibia, Sansibar sowie Harare und die Victoria Falls in Simbabwe. Das Netz bleibt aber klar auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. Über Interline-Vereinbarungen mit internationalen Airlines können Umsteiger ihre Anschlussflüge buchen, eine Allianz-Mitgliedschaft gibt es nicht.

Für Spotter ist die Strecke Johannesburg–Kapstadt der Kern: Sie gehört zu den verkehrsreichsten Inlandsrouten Afrikas, und FlySafair ist hier mit vielen Flügen am Tag vertreten. Am Flughafen Johannesburg O. R. Tambo siehst du FlySafair neben South African Airways und Airlink – den beiden anderen großen südafrikanischen Namen. Konkrete Spots und Tipps für die Region findest du unter Planespotting in Südafrika.

Gute Chancen auf FlySafair, wenn …

  • du in Johannesburg, Kapstadt oder Durban spottest
  • Morgen- oder Abendspitze ist, wenn viele Inlandsflüge im Plan stehen
  • du in Lanseria bist, wo FlySafair zu den wichtigsten Nutzern zählt

Prüf es vorher, wenn …

  • du an einem kleineren Inlandsflughafen spottest, der nur wenige Flüge am Tag hat
  • Streiks oder Flugplanänderungen gemeldet werden

Kein FlySafair-Tag, wenn …

  • du in Europa spottest – FlySafair fliegt nicht außerhalb des südlichen Afrikas und des Indischen Ozeans

Eigentümerstreit und Verkauf

Die Frage, wem FlySafair gehört, begleitet die Airline seit dem Start. Südafrikanisches Recht verlangt, dass inländische Airlines mehrheitlich in einheimischer Hand sind. Im Mai 2024 baten die Konkurrenten Airlink und LIFT die Behörden, die Eigentümerstruktur zu prüfen. Im November 2024 kam der zuständige Rat für internationale Luftverkehrsdienste zu dem Ergebnis, dass ASL Aviation Holdings über eine Beteiligungsgesellschaft zu 74,86 Prozent an FlySafair beteiligt sei – ein Verstoß gegen das Gesetz. Im Oktober 2025 setzte ein Gericht die Frist zur Behebung per Eilentscheidung aus.

Im Februar 2026 einigten sich die Beteiligten auf einen Verkauf an Harith General Partners, eine südafrikanische Investmentgesellschaft. Die Wettbewerbskommission empfahl im Juli 2026 eine Genehmigung unter Auflagen; im August 2026 versuchte der Konkurrent CemAir, das Geschäft vor dem Wettbewerbstribunal zu stoppen. Stand Oktober 2026 war das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Für Spotter ändert sich dadurch vorerst nichts: Flugzeuge, Codes und Kennzeichen bleiben gleich.

Auch der Flugbetrieb lief nicht immer reibungslos. Im Juli 2025 streikten über 200 Piloten wegen eines Lohnstreits, rund jeder achte geplante Flug fiel aus. Im April 2024 verlor eine 737-800 beim Start in Johannesburg ein Rad des linken Hauptfahrwerks; die Besatzung landete nach einem Überflug zur Sichtprüfung sicher, niemand wurde verletzt.

Sicherheit und Regeln

Auch in Südafrika gilt: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen und informiere dich vorher über lokale Regeln. Wer neu dabei ist, findet die Grundlagen in Planespotting für Einsteiger.

Häufige Verwechslungen

  • FlySafair und Safair gleichsetzen – Safair ist das Unternehmen und der Frachtbetrieb, FlySafair die Passagiermarke. Beide nutzen dieselben Codes.
  • Jede Safair-Hercules für aktuell halten – die letzte L-100-30 verließ Ende 2022 die Flotte.
  • L-100 und C-130 verwechseln – die L-100 ist die zivile Version, die C-130 der militärische Transporter.
  • FA mit FR verwechseln – FA ist FlySafair, FR ist Ryanair.
  • Die 737-800 für eine 737 MAX halten – FlySafair fliegt im Linienverkehr keine MAX; die glatten Triebwerksverkleidungen ohne gezackte Hinterkante verraten die 737-800.
  • FlySafair für eine Tochter von South African Airways halten – die Airline war nie Teil von SAA, sondern ist aus dem privaten Frachtbetrieb Safair hervorgegangen.

Südafrika im Blick behalten

Beobachte einzelne FlySafair-Kennzeichen oder Sonderlackierungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

FlySafair ist der Beweis, dass ein Frachtspezialist eine erfolgreiche Passagier-Airline aufbauen kann. Mit einer reinen Boeing-737-800-Flotte, hoher Pünktlichkeit und einem dichten Inlandsnetz hat sie den südafrikanischen Markt in kurzer Zeit umgekrempelt. Für Spotter lohnt sich der Blick auf die Kennzeichen und abweichende Bemalungen – und auf die Geschichte der Mutter Safair, deren Hercules über Jahrzehnte Hilfsgüter in Krisengebiete und Forscher in die Antarktis brachten. Wer Kennzeichen sammelt, findet im Artikel zum Sammeln von Registrierungen weitere Ideen; zum Hersteller der Hercules geht es unter Lockheed Martin.

Kurzfazit

FlySafair (IATA FA, ICAO SFR) ist Südafrikas größte Inlands-Airline mit reiner Boeing-737-800-Flotte. Die Mutter Safair setzte jahrzehntelang zivile L-100 Hercules ein – diese Ära endete Ende 2022.

Zusammenfassung

  • FlySafair erkennst du in Südafrika an der einheitlichen Boeing-737-800-Flotte mit ZS-Kennzeichen und dem Schriftzug am Rumpf.
  • Spannend für Spotter ist weniger der Typ als die einzelnen Kennzeichen und mögliche Sonderbemalungen.
  • Die Mutter Safair war über Jahrzehnte einer der wichtigsten zivilen Hercules-Betreiber der Welt – diese Ära endete Ende 2022.
  • Johannesburg O. R. Tambo, Lanseria, Kapstadt und Durban sind die Orte, an denen du FlySafair garantiert siehst.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat FlySafair?

FlySafair nutzt den IATA-Code FA und den ICAO-Code SFR. Beide Codes gehören eigentlich zur Mutter Safair, deren Luftverkehrsbetreiberzeugnis FlySafair nutzt. Auf Flugtrackern taucht deshalb SFR plus Flugnummer auf.

Welche Flugzeuge fliegt FlySafair?

Ausschließlich die Boeing 737-800 mit 189 Sitzen in einer Klasse. Laut Übersichten aus dem Jahr 2026 umfasst die Flotte gut drei Dutzend Maschinen. In den Anfangsjahren flog FlySafair auch ältere Boeing 737-400, die später durch die 737-800 ersetzt wurden.

Seit wann gibt es FlySafair?

Safair gründete die Marke FlySafair im August 2013. Der geplante Start im Oktober 2013 wurde von einem Gericht gestoppt, weil Mitbewerber die Einhaltung der Regeln zum südafrikanischen Eigentumsanteil bezweifelten. Nach einer Umstrukturierung der Eigentümer hob der erste Linienflug am 16. Oktober 2014 ab.

Was hat FlySafair mit Safair zu tun?

Safair ist das Unternehmen hinter FlySafair. Es entstand 1965 als Charterfirma Tropair, wurde 1970 von der Reederei Safmarine übernommen und spezialisierte sich auf Frachtflüge, Leasing und humanitäre Einsätze. Heute ist Safair mit der irischen ASL Aviation Holdings verbunden. FlySafair ist die Passagiermarke, die Safair 2014 gestartet hat.

Fliegt Safair noch die Lockheed L-100 Hercules?

Nein. Laut ASL Aviation Holdings verließ die letzte zivile L-100-30 Hercules der Safair Ende 2022 nach Jahrzehnten im Einsatz die Flotte. Die Maschinen flogen unter anderem Hilfsgüter für die Vereinten Nationen, das Welternährungsprogramm und das Rote Kreuz sowie Versorgungsflüge in der Antarktis.

Wohin fliegt FlySafair?

Der Schwerpunkt liegt im südafrikanischen Inlandsverkehr, etwa zwischen Johannesburg, Kapstadt, Durban, George, Gqeberha, East London und Bloemfontein. Dazu kommen einige regionale Ziele wie Mauritius, Windhuk, Sansibar, Harare und die Victoria Falls. Das Netz ändert sich, prüf deshalb den aktuellen Flugplan.

Gehört FlySafair zu einer Allianz?

Nein. FlySafair ist in keiner der drei großen Allianzen. Es gibt aber Interline-Vereinbarungen mit internationalen Airlines, über die Umsteiger in Südafrika weiterfliegen können.

Wer besitzt FlySafair?

Die Eigentümerstruktur ist umstritten. 2024 stellte der zuständige Rat für internationale Luftverkehrsdienste fest, dass der Anteil von ASL Aviation Holdings gegen das südafrikanische Recht verstößt; die Frist zur Behebung wurde 2025 per Gerichtsbeschluss ausgesetzt. Im Februar 2026 wurde ein Verkauf an die südafrikanische Investmentgesellschaft Harith General Partners vereinbart, der Stand Oktober 2026 noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft wurde.

FlySafair im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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