Das Wichtigste in Kürze
- Die DA42 Twin Star ist ein viersitziger Leicht-Zweimot aus Wiener Neustadt, gebaut fast vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff.
- Ihr Markenzeichen sind Dieselmotoren: Die aktuellen Austro-AE300-Motoren verbrennen Kerosin statt Flugbenzin – auf vielen Plätzen leichter verfügbar und günstiger als Avgas.
- Hauptjob Ausbildung: Flugschulen und Airline-Akademien nutzen die DA42 weltweit für Mehrmotor-, Instrumentenflug- und Berufspilotenausbildung.
- Als DA42 MPP fliegt sie für Behörden und Streitkräfte Überwachungs- und Vermessungsmissionen mit Sensoren unter dem Rumpf oder in der Nase.
- Schnellster Erkennungsweg: T-Leitwerk, langer Segelflieger-Flügel, weit vorragende Gondeln mit Dreiblattpropellern.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Diamond DA42 Twin Star?
- 2.Entstehung und Entwicklung
- 3.Warum Flugschulen auf die DA42 setzen
- 4.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.Varianten: vom Thielert-Diesel bis zur Sensorplattform
- 6.DA42, DA62, P2006T, Seneca oder Baron?
- 7.Wo du die DA42 antriffst
- 8.Fototipps für die DA42
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Diamond Aircraft Industries, Wiener Neustadt (Österreich) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | DA42 |
| Bauart | Zweimotoriger Tiefdecker in Kohlefaser-Verbundbauweise mit T-Leitwerk und hydraulischem Einziehfahrwerk |
| Erstflug | 9. Dezember 2002 |
| Zulassung | EASA April 2004, FAA Juli 2005; DA42 NG: EASA März 2009, FAA April 2010 |
| Triebwerke (aktuell) | 2 × Austro Engine AE300, turboaufgeladene 2,0-Liter-Diesel mit je 168 hp laut Diamond |
| Triebwerke (früher) | Thielert Centurion 1.7 und 2.0; als DA42 L360 auch Lycoming IO-360 mit 180 hp für Avgas |
| Kraftstoff | Jet A-1, Jet A, JP-8 und weitere Kerosinsorten (Dieselversionen) |
| Propeller | Dreiblatt-Verstellpropeller von MT |
| Sitzplätze | 4 (Pilot plus drei Personen) |
| Länge | 8,56 m |
| Spannweite | 13,55 m |
| Max. Startgewicht | 1.999 kg (Dieselversionen ab DA42 NG) |
| Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangabe) | 197 Knoten (ca. 365 km/h) |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis 1.225 NM (ca. 2.270 km) bei 50 % Leistung |
| Dienstgipfelhöhe | 18.000 ft |
| Cockpit (aktuelle Versionen) | Garmin G1000 NXi mit Autopilot GFC 700 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse – bei Schul-Zweimots teilt die DA42 dieses Merkmal nur mit wenigen Typen wie der Piper Seminole
- Sehr langer, schlanker Tiefflügel mit über 13,5 m Spannweite und leicht hochgezogenen Flügelenden – das Erbe der Segelflug-Wurzeln von Diamond
- Glatter Rumpf aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff ohne Nietreihen, meist weiß lackiert, mit großer, nach oben öffnender Cockpithaube
- Lange, spitz zulaufende Motorgondeln, die weit vor die Flügelvorderkante ragen, mit je einem Dreiblattpropeller
- Einziehfahrwerk mit Bugrad; im Flug sind Rumpf und Gondeln sauber ohne Räder
- Im Tracker als DA42; in Deutschland mit Kennzeichen der Gruppe D-G
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein weißer Zweimot rollt zur Piste, das Höhenleitwerk thront oben auf der Seitenflosse, die Flügel wirken lang und schlank wie bei einem Motorsegler. Beim Startlauf klingt es nicht nach dem tiefen Brummen klassischer Boxermotoren, sondern eher nach einem kräftigen Turbodiesel: Sehr wahrscheinlich hast du eine Diamond DA42 Twin Star vor dir. Der Viersitzer aus Österreich ist seit gut zwei Jahrzehnten einer der wichtigsten Mehrmotor-Trainer der Welt. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, was die vielen Varianten unterscheidet und wo du ihn vor die Linse bekommst.
DA42 im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede DA42-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flugplatz und Spot fest und sammelst den Typ in deinem Hangar. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Diamond DA42 Twin Star?
Die DA42 ist ein viersitziges, zweimotoriges Leichtflugzeug von Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt in Niederösterreich. Die Zelle besteht fast vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff – ein Ansatz, den Diamond aus dem Segelflugzeugbau mitgebracht und bei der einmotorigen DA40 und dem Zweisitzer DA20 Katana bereits erprobt hatte. Seit 2017 gehört Diamond zum chinesischen Wanfeng-Konzern, Stammsitz und Entwicklung bleiben aber in Österreich.
Was die DA42 bei ihrer Einführung besonders machte, war der Antrieb: Statt luftgekühlter Benzin-Boxermotoren von Lycoming oder Continental, wie sie in fast allen Kolben-Zweimots stecken, setzte Diamond auf turboaufgeladene Dieselmotoren, die mit Kerosin laufen. Heute sind das zwei Austro Engine AE300 aus der hauseigenen Motorentochter, jeder mit 168 hp laut Diamond. Beide Motoren werden über je einen einzigen Leistungshebel gesteuert; Gemisch und Propellerdrehzahl regelt eine elektronische Motorsteuerung.
Dazu kommt alles, was ein „komplexes“ Mehrmotor-Flugzeug ausmacht: Dreiblatt-Verstellpropeller mit Segelstellung, ein hydraulisches Einziehfahrwerk und ein Glascockpit, heute das Garmin G1000 NXi mit Autopilot GFC 700. Laut Diamond ist die aktuelle Version für Instrumentenflug zugelassen und kann mit TKS-Enteisung für Flügel, Leitwerk, Propeller und Frontscheibe ausgerüstet werden.
Entstehung und Entwicklung
Am 9. Dezember 2002 hob die DA42 zum Erstflug ab. Die europäische Musterzulassung folgte im April 2004, die US-Zulassung im Juli 2005. Schon im August 2004 machte der Typ Schlagzeilen: Der Franzose Gérard Guillaumaud überquerte mit einer DA42 nonstop den Nordatlantik – nach gängiger Darstellung die erste Atlantiküberquerung eines dieselgetriebenen Flächenflugzeugs, in rund zwölfeinhalb Stunden.
Die frühen Maschinen flogen mit Thielert Centurion-Dieseln, zuerst mit 1,7 Litern Hubraum, ab 2007 mit 2,0 Litern. Dann kam der Einschnitt: Thielert meldete im April 2008 Insolvenz an, und Diamond unterbrach im Sommer 2008 die DA42-Produktion. Die Antwort war ein eigener Motor. Die Tochter Austro Engine, 2007 in Wiener Neustadt gegründet, brachte den AE300 im Januar 2009 zur EASA-Zulassung. Mit ihm entstand die DA42 NG, die im März 2009 die europäische und im April 2010 die US-Zulassung erhielt. 2012 folgte die weiter verbesserte DA42-VI, die bis heute gebaut wird.
| Zeitpunkt | Meilenstein |
|---|---|
| 9. Dezember 2002 | Erstflug |
| April 2004 | EASA-Musterzulassung |
| August 2004 | Nonstop-Atlantiküberquerung mit Dieselantrieb |
| Juli 2005 | FAA-Zulassung |
| 2007 | Umstellung auf den Thielert-Diesel mit 2,0 Litern |
| April 2008 | Insolvenz des Motorenlieferanten Thielert |
| Juli 2008 | Produktionsunterbrechung |
| März 2009 | EASA-Zulassung der DA42 NG mit Austro-AE300 |
| April 2010 | FAA-Zulassung der DA42 NG |
| März 2012 | Vorstellung der DA42-VI |
Diamond selbst bezeichnet die DA42 als einen der meistverkauften Kolben-Zweimots der Welt. Eine aktuelle Gesamtstückzahl nennt der Hersteller auf seiner Typseite nicht; schon 2010 waren es mehr als 600 Maschinen.
Warum Flugschulen auf die DA42 setzen
Wer Berufspilot werden will, braucht Erfahrung auf mehrmotorigen Flugzeugen. Die Klassenberechtigung für mehrmotorige Kolbenflugzeuge, kurz MEP, und die Instrumentenflug-Ausbildung auf zwei Motoren sind feste Bausteine auf dem Weg ins Airline-Cockpit. Welche Wege es dorthin gibt, erklärt Pilot werden, was das kostet, steht in ATPL-Ausbildung und Kosten.
Die DA42 passt genau in diese Phase:
Airline-nahes Cockpit
Das G1000 NXi mit zwei großen Bildschirmen und Autopilot bereitet auf Glascockpits im Linienbetrieb vor. Für das Training am Boden gibt es passende DA42-Simulatoren.
Kerosin statt Avgas
Jet-Kraftstoff ist an Verkehrsflughäfen überall verfügbar, meist günstiger als Flugbenzin und bleifrei. Bei hohem Schulbetrieb summiert sich das deutlich.
Einhebelbedienung
Pro Motor gibt es nur einen Leistungshebel, die elektronische Steuerung übernimmt Gemisch und Drehzahl. Das reduziert Arbeitslast und Bedienfehler.
Volle Mehrmotor-Technik
Verstellpropeller mit Segelstellung und Einziehfahrwerk: Flugschüler üben an ihr alles, was die Prüfung verlangt, einschließlich simuliertem Triebwerksausfall.
Große Betreiber sind etwa die Embry-Riddle Aeronautical University in den USA und die Lufthansa Aviation Training, auch Air India hat für ihre Ausbildung DA42 NG bestellt. Für Spotter heißt das: Wo eine Mehrmotor-Flugschule sitzt, ist die DA42 oft im Dauereinsatz – mit Platzrunden, Durchstartübungen und Instrumentenanflügen. Was Sicht- und Instrumentenflug unterscheidet, erklärt VFR und IFR.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die DA42 hat einige Eigenheiten, die sie selbst aus größerer Entfernung verraten.
Leitwerk prüfen
Das Höhenleitwerk sitzt oben auf der Seitenflosse – ein T-Leitwerk. Seneca, Baron und Tecnam P2006T haben ein klassisches Leitwerk am Rumpfende.
Flügel ansehen
Der Tiefflügel ist für einen Viersitzer ungewöhnlich lang und schmal, die Spitzen sind leicht nach oben gezogen. Die Silhouette erinnert an einen Motorsegler.
Gondeln vergleichen
Die schlanken Motorgondeln ragen weit vor die Flügelvorderkante und tragen Dreiblattpropeller. Die Nase des Rumpfs ist lang und spitz.
Oberfläche checken
Der Verbundrumpf ist glatt, ohne Nieten und Blechstöße. Die große Cockpithaube geht fließend in den Rumpfrücken über.
Auch der Klang hilft: Die Diesel klingen gleichmäßiger und weniger bassig als die großen Boxer einer Seneca. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Mit einem Höchstabfluggewicht knapp unter zwei Tonnen tragen deutsche DA42 Kennzeichen der Gruppe D-G – mehr dazu in Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen und allgemein in Flugzeugkennzeichen verstehen. In Österreich, dem Heimatland des Typs, helfen die OE-Kennzeichen bei der Einordnung.
Praxis-Tipp: Von unten bestimmen
Im Anflug siehst du Flugschulmaschinen oft schräg von unten. Achte dann auf die Proportionen: sehr lange Flügel im Verhältnis zum kurzen Rumpf, zwei weit vorragende Gondeln und ganz hinten das quer liegende Höhenleitwerk auf Höhe der Seitenflossenspitze.
Varianten: vom Thielert-Diesel bis zur Sensorplattform
Alle Versionen teilen Grundauslegung, Rumpf und Flügel. Die Unterschiede stecken in Motoren, Gewicht, Ausrüstung und Einsatzzweck.
| Version | Merkmale |
|---|---|
| DA42 (erste Serie) | Thielert Centurion 1.7, ab 2007 Centurion 2.0; Diesel für Jet-Kraftstoff |
| DA42 NG | Austro Engine AE300, höheres Höchstabfluggewicht, EASA-Zulassung 2009 |
| DA42-VI | Weiterentwickelte Serienversion seit 2012, heute mit G1000 NXi |
| DA42 L360 | Lycoming IO-360 mit 180 hp für Avgas, vor allem für die Ausbildung in Nordamerika |
| DA42 M / M-NG | Sondermissionsausführungen der Thielert- bzw. Austro-Version |
| DA42 MPP (Guardian) | Multi-Purpose Platform für Überwachung, Vermessung und Fernerkundung |
| DA42T | Trainerversion für Russland |
| Centaur OPA | Optional pilotierte Version von Aurora Flight Sciences |
Von außen sind DA42, NG und VI für Spotter schwer auseinanderzuhalten. Sicher wirst du erst über das Kennzeichen und die Registerdaten. Wie du die Geschichte einer Zelle nachverfolgst, zeigt Flugzeugalter herausfinden.
Die Sondermissionsversionen
Spannender für Spotter sind die Sonderausführungen. Diamond vermarktet die DA42 MPP als GUARDIAN-Plattform für Fernerkundung und Überwachung. Laut Hersteller schafft sie bis zu acht Stunden Flugdauer und trägt bis zu 634 kg Zuladung, bei 35 % Leistung verbraucht sie rund 24 Liter pro Stunde. Diamond liefert solche Pakete schlüsselfertig mit Sensoren, Datenverbindungen, Bodenstation und Schulung aus.
Äußerlich erkennst du eine MPP an Sensorkuppeln oder Kamerabehältern unter dem Rumpf oder an der Nase, oft auch an zusätzlichen Antennen. Eingesetzt wird sie von Grenzschutz, Behörden und Luftstreitkräften – die britische Royal Air Force nutzte 2008 und 2009 zwei DA42 MPP, Turkmenistan bestellte fünf Guardian. Daneben fliegen Standard-DA42 bei mehreren Luftwaffen als Trainer, etwa in Polen.
Zwei Ableger gehen noch weiter: Die Centaur OPA von Aurora Flight Sciences kann wahlweise mit oder ohne Pilot an Bord fliegen, und die israelische Firma Aeronautics entwickelte auf DA42-Basis die unbemannte Dominator II. Wie du Behörden- und Militärmaschinen online findest, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.
DA42, DA62, P2006T, Seneca oder Baron?
An Schulflugplätzen begegnen dir mehrere leichte Zweimots. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichter Zweimot mit zwei Kolbenmotoren
Diamond DA42 Twin Star
T-Leitwerk, Verbundrumpf und kompakte Kabine sind das typische DA42-Bild. Weit vorragende Gondeln mit Dreiblattpropellern bestätigen den Eindruck.
Diamond DA62
Gleiche Familienähnlichkeit, aber eine längere Kabine mit bis zu sieben Plätzen: Das ist die große Schwester der DA42.
Tecnam P2006T
Ein Hochdecker-Zweimot mit kleinen Rotax-Gondeln und Zweiblattpropellern ist fast immer die P2006T.
Piper Seneca oder Beechcraft Baron
Metall-Tiefdecker mit klassischem Leitwerk und kräftigen Boxermotoren deuten auf die US-Klassiker. Rumpfform und Türen trennen die beiden.
Die Diamond DA62 ist die nächste Verwandte: gleiches Konzept, aber mit rund 9,2 m Länge und etwa 14,6 m Spannweite spürbar größer, mit stärkeren AE330-Motoren und bis zu sieben Plätzen. Die Tecnam P2006T ist der direkte Konkurrent in der Ausbildung, aber ein Schulterdecker mit Rotax-Motoren. Die Piper PA-34 Seneca und die Beechcraft Baron sind Ganzmetall-Tiefdecker mit klassischem Leitwerk und Benzinmotoren.
Echte Verwechslungsgefahr besteht mit der Piper PA-44 Seminole: Auch sie ist ein Schul-Zweimot mit T-Leitwerk. Sie hat aber einen Metallrumpf mit Nieten, kürzere, breitere Flügel und eine klassische Seitentür statt der großen Haube. Allgemeine Unterscheidungshilfen für die kleine Fliegerei findest du in Kleinflugzeuge erkennen.
Wo du die DA42 antriffst
Schul-Zweimots gezielt finden
Setz die DA42 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine in der Nähe anfliegt oder landet. Auf der Spot-Karte siehst du, wo andere Spotter sie schon erwischt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die DA42 folgt keinem Flugplan. Sie fliegt dort, wo Flugschulen und Akademien Mehrmotor- und Instrumentenflug-Ausbildung anbieten: an Regionalflughäfen, Verkehrslandeplätzen mit Instrumentenanflug und an manchen Verkehrsflughäfen mit wenig Linienverkehr. Typisch sind mehrere Anflüge hintereinander, oft in festen Vormittags- und Nachmittagsslots.
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Im deutschsprachigen Raum ist die DA42 bei zahlreichen Flugschulen und Vereinen im Einsatz, die Bestände ändern sich aber laufend. Am zuverlässigsten suchst du im Tracking-Dienst nach dem Code DA42 und schaust, an welchen Plätzen die Maschinen regelmäßig starten und landen. Wie du ein bestimmtes Flugzeug gezielt verfolgst, zeigt Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
In Österreich lohnt ein Blick auf die Gegend um Wiener Neustadt, wo Diamond seine Flugzeuge baut und einfliegt. Wer dort ist, kann den Besuch mit dem Flugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt verbinden. Kleine Plätze findest du mit Kleine Flugplätze auf Karten finden, lohnende Ziele stehen in Regionalflughäfen in Deutschland für Spotter und Spotting an kleinen Regionalflughäfen. Den Einstieg in die kleine Fliegerei bietet General Aviation spotten.
Messen und Sonderfälle
Eine sichere Bank ist die AERO in Friedrichshafen am Flughafen Friedrichshafen: Diamond stellt dort regelmäßig seine Flugzeuge aus, und mit etwas Glück ist eine DA42 darunter. Sondermissionsversionen sind dagegen schwer vorherzusagen – hier helfen nur Tracking und Tipps aus der Community.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Plätze mit Mehrmotor-Flugschulen | hoch | Täglicher Schulbetrieb mit vielen Anflügen |
| AERO Friedrichshafen | hoch | Diamond stellt dort regelmäßig aus |
| Umgebung Wiener Neustadt | mittel | Werk und Erprobung des Herstellers |
| Regionalflughäfen mit Instrumentenanflug | mittel | Übungsanflüge von Schulmaschinen |
| Große Drehkreuze | niedrig | Kaum Schulbetrieb, höchstens Überführungen |
Flotten ändern sich
Flugschulen kaufen, verkaufen und verchartern ihre Maschinen oft kurzfristig, Behördenflugzeuge sind teils gar nicht im Tracking sichtbar. Prüf vor deiner Tour, ob gerade eine DA42 in deiner Region fliegt. Wie selten deine Sichtung ist, hilft dir Seltenheit einer Sichtung einschätzen einzuordnen.
Fototipps für die DA42
Propeller drehen lassen
Mit sehr kurzer Belichtungszeit frierst du die Dreiblattpropeller ein, und das Flugzeug wirkt wie geparkt. Längere Zeiten und Mitziehen bringen Bewegung ins Bild – wie, zeigt Propeller fotografieren.
Weißen Rumpf richtig belichten
Die glatten, meist weißen Verbundoberflächen reflektieren stark. Lieber leicht unterbelichten, damit Details und Kennzeichen nicht ausfressen.
Spannweite im Blick
Mit über 13,5 m Spannweite ist die DA42 breiter, als sie wirkt. Lass im Querformat genug Rand für die Flügelspitzen.
Licht im Rücken
Flaches Licht von hinten bringt Konturen und T-Leitwerk am besten heraus. Den passenden Zeitpunkt planst du mit Sonnenstand planen.
Bereit für deine DA42-Session?
- Ich weiß, an welchem Platz in meiner Nähe eine DA42 regelmäßig fliegt.
- Ich kenne einen Standort, an dem ich mich legal aufhalten darf.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Meine Kamera ist auf Mitzieher mit längerer Belichtungszeit eingestellt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die DA42, wenn …
- ein T-Leitwerk auf einem glatten Verbundrumpf sitzt
- der Tiefflügel sehr lang und schlank wirkt
- zwei weit vorragende Gondeln Dreiblattpropeller tragen
- im Tracking-Dienst DA42 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Kabine länger wirkt und mehrere Fenster hinter dem Cockpit hat – dann eher die DA62
- Sensorkuppeln unter Rumpf oder Nase hängen – wohl eine DA42 MPP
- T-Leitwerk und Nietreihen zusammenkommen – das deutet auf eine Piper Seminole
Es ist keine DA42, wenn …
- der Flügel hoch am Rumpf sitzt, wie bei der Tecnam P2006T
- das Höhenleitwerk am Rumpfende sitzt, wie bei Seneca oder Baron
- nur ein Motor in der Nase sitzt – dann ist es eine DA40 oder etwa eine Cirrus SR22
Fazit
Die Diamond DA42 Twin Star hat den leichten Zweimot neu gedacht: Kohlefaser statt Aluminium, Diesel mit Kerosin statt Benzin-Boxer, Glascockpit und Einhebelbedienung. Damit wurde sie zum Standard-Trainer vieler Akademien und zur Basis für Überwachungsplattformen. T-Leitwerk, langer Segelflieger-Flügel und weit vorragende Gondeln liefern den Typ, das Kennzeichen die Variante.
Kurzfazit
T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf, sehr lange Flügel und zwei Dieselmotoren mit Dreiblattpropellern: Das ist die DA42. Gezielt findest du sie über den Code DA42 – am sichersten an Flugplätzen mit Mehrmotor-Ausbildung, auf der AERO in Friedrichshafen und rund um Wiener Neustadt.
Zusammenfassung
- Die DA42 flog erstmals im Dezember 2002 und machte den Dieselantrieb mit Kerosin im leichten Zweimot-Segment bekannt.
- Nach der Insolvenz des Motorenlieferanten Thielert 2008 stellte Diamond auf eigene Austro-Motoren um; daraus entstanden DA42 NG und DA42-VI.
- Von Tecnam P2006T, Piper Seneca und Beechcraft Baron trennst du sie über T-Leitwerk und Verbundbauweise, von der größeren DA62 über Rumpflänge und Fensterzahl.
- Zu sehen ist sie vor allem an Plätzen mit Flugschulbetrieb – und in Sonderlackierungen bei Behörden und Militär.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Diamond DA42?
Alle Versionen laufen unter DA42. Ob eine frühe Thielert-Maschine, eine DA42 NG, eine DA42-VI oder eine MPP vor dir steht, zeigt erst das Kennzeichen mit den Registerdaten.
Warum fliegt die DA42 mit Kerosin?
Ihre Dieselmotoren verbrennen Jet-Kraftstoff wie Jet A-1. Der ist an vielen Flugplätzen weltweit leichter zu bekommen als Avgas, meist günstiger und enthält kein Blei. Diamond nennt für die aktuelle Version einen Verbrauch von 39,4 Litern pro Stunde für beide Motoren zusammen bei 60 % Leistung.
Was ist der Unterschied zwischen DA42, DA42 NG und DA42-VI?
Die erste DA42 flog mit Thielert-Centurion-Dieseln. Die DA42 NG bekam ab 2009 die Austro-Engine-AE300-Motoren und ein höheres Höchstabfluggewicht. Die DA42-VI folgte 2012 als weiter verbesserte Ausführung und ist die heutige Serienversion. Von außen sind die Unterschiede klein.
Was hat es mit der Thielert-Insolvenz auf sich?
Der Motorenhersteller Thielert, Lieferant der ursprünglichen Diesel, meldete im April 2008 Insolvenz an. Diamond musste die DA42-Produktion im Sommer 2008 unterbrechen und brachte mit der Tochter Austro Engine einen eigenen Motor, den AE300, zur Zulassung. Damit lief die Fertigung 2009 wieder an.
Was ist eine DA42 MPP?
MPP steht für Multi-Purpose Platform. Diamond vermarktet die Überwachungsversion auch als GUARDIAN. Sie trägt Kameras und Sensoren und kommt laut Hersteller auf bis zu acht Stunden Flugdauer. Betreiber sind vor allem Behörden, Grenzschutz und Luftstreitkräfte.
Wie unterscheide ich DA42 und DA62?
Beide haben T-Leitwerk und Verbundrumpf. Die DA62 ist aber sichtbar länger, hat eine größere Kabine mit bis zu sieben Plätzen und mehr Fenstern hinter dem Cockpit. Die DA42 ist ein kompakter Viersitzer.
Gibt es die DA42 auch mit Benzinmotoren?
Ja. Für die Ausbildung in Nordamerika bot Diamond die DA42 L360 mit zwei Lycoming IO-360 an, die mit Avgas 100LL laufen. In Europa dominieren die Dieselversionen.
Diamond DA42 Twin Star sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Diamond DA62
Lange Kabine, T-Leitwerk, Kohlefaser-Rumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA62 ist das Reiseflugzeug-Flaggschiff aus Wiener Neustadt – und als MPP eine Sensorplattform für Behörden, Feuerwehr und Vermessung.
GADiamond DA40 Diamond Star
T-Leitwerk, lange schlanke Flügel, eine große Plexiglashaube und ein glatter Kunststoffrumpf: Die Diamond DA40 ist das moderne Schul- und Reiseflugzeug aus Wiener Neustadt. So erkennst du sie und ihre Diesel-Versionen.
GADiamond DA20 Katana
Lange, schlanke Segelflugzeug-Flügel, T-Leitwerk, eine große Glashaube und zwei Sitze nebeneinander: Die Diamond DA20 Katana stammt von einem Motorsegler ab und bildet seit über drei Jahrzehnten Piloten aus. So erkennst du sie und ihre Varianten.
GATecnam P2006T
Hoher Flügel, zwei kleine Rotax-Motoren, Zweiblattpropeller und ein Fahrwerk, das in seitliche Rumpfverkleidungen verschwindet: Die Tecnam P2006T ist der Zweimot, auf dem viele Flugschüler ihre ersten Stunden mit zwei Motoren fliegen.
GAPiper PA-34 Seneca
Zwei Motoren, sechs Sitze, Propeller, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen: Die Piper PA-34 Seneca ist seit den 1970ern einer der bekanntesten leichten Zweimotorigen. Flugschulen bilden auf ihr Mehrmot-Piloten aus, Charterfirmen und Eigner nutzen sie als schnellen Reiseflieger.
GABeechcraft Baron
Seit 1961 gebaut, mit Bonanza-Rumpf und zwei Sechszylindern in den Flügeln: Die Beechcraft Baron ist der Klassiker unter den Kolben-Zweimots. So unterscheidest du Baron 55 und 58 sicher.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Diamond Aircraft
Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt baut Kleinflugzeuge aus Verbundwerkstoff – vom Zweisitzer DA20 Katana über die Schulflugzeuge DA40 und DA42 bis zur siebensitzigen DA62. Schlanke Segelflieger-Flügel, T-Leitwerk und Kerosin-Diesel machen die Familie an jedem Flugplatz unverwechselbar.
MuseumFlugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt
Am Flugplatz Wiener Neustadt/Ost, wo 1909 die ersten Hangars entstanden und Igo Etrich seine Flugzeuge erprobte, erzählt das Aviaticum österreichische Luftfahrtgeschichte: von Ballon und Etrich Taube über historische Segelflugzeuge bis zur liebevoll wiederaufgebauten Me 109 G-6 und einer großen Triebwerkssammlung.
FlughafenFlughafen Friedrichshafen
Deutschlands südlichster Verkehrsflughafen ist klein, aber geschichtsträchtig: Hier begann der Platz als Luftschiffhafen der Zeppelin-Zeit, hier baute Dornier, und jeden April verwandelt die AERO den Bodensee-Airport in einen Treffpunkt der allgemeinen Luftfahrt. Dazu Ferienflieger, Dash 8 nach Berlin und Hamburg und ein Zeppelin NT vor der Tür.
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