Das Wichtigste in Kürze
- Die Do 24 ist ein dreimotoriges Flugboot aus Friedrichshafen, entwickelt Mitte der 1930er-Jahre zunächst für die niederländischen Marineflieger.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Motoren auf einem hochgesetzten Flügel plus Stummelflügel seitlich am Rumpf.
- Bekannt wurde der Typ als Seenotretter, im Zweiten Weltkrieg bei Seenotstaffeln und danach in Spanien, wo Do 24 bis um 1970 von Mallorca aus flogen.
- Die Do 24 ATT ist ein Unikat: ein Do-24-Rumpf von 1943/44 mit neuem Flügel, drei PT6A-Turboprops und Fahrwerk – also ein echtes Amphibium.
- Seit September 2026 fliegt die ATT wieder, registriert als 7Q-DOX und beheimatet am Dornier Museum in Friedrichshafen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Dornier (Friedrichshafen), in Lizenz Aviolanda (Niederlande) und CAMS/SNCAN (Sartrouville, Frankreich) |
|---|---|
| Typ | Dreimotoriges Flugboot für Seeaufklärung und Seenotrettung; Do 24 ATT als Amphibium |
| Erstflug | Juli 1937 (Prototyp V3, Manzell bei Friedrichshafen) |
| Erstkunde | Marine-Luchtvaartdienst der Niederlande (Einsatz in Niederländisch-Indien) |
| Gebaute Exemplare | rund 300 – je nach Zählung bis zu 313 einschließlich der Nachkriegsproduktion in Frankreich |
| Hauptvarianten | Do 24 K-1/K-2 (Wright-Sternmotoren), Do 24 N, Do 24 T-1 bis T-3 (Bramo-Sternmotoren) |
| Triebwerke (Do 24 T) | 3 × BMW-Bramo 323 R-2 Fafnir, Sternmotoren mit je rund 1.000 PS |
| Länge | rund 22 m |
| Spannweite | rund 27 m (Do 24 ATT: 30 m) |
| Höhe | 5,75 m |
| Max. Startgewicht (Do 24 T) | 18,4 t |
| Reichweite (Do 24 T) | rund 2.900 km |
| Do 24 ATT | Umbau ab 1981/82, Erstflug April 1983, 3 × Pratt & Whitney Canada PT6A-45B, Einziehfahrwerk |
| Status | historisch; die einzige flugfähige Do 24 ist die ATT mit dem Kennzeichen 7Q-DOX |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Bootsrumpf mit Kiel und Stufe – das Flugzeug schwimmt direkt auf dem Rumpf
- Drei Motoren nebeneinander auf einem hoch über dem Rumpf liegenden, geraden Flügel
- Flügel ruht auf Streben und einem Mittelaufbau über dem Rumpf, nicht direkt auf dem Boot
- Stummelflügel (Flossenstummel) seitlich unten am Rumpf statt Stützschwimmern unter den Flügelspitzen
- Leitwerk mit zwei Seitenflossen an den Enden des Höhenleitwerks
- Do 24 ATT: schlanke Turboprop-Gondeln statt runder Sternmotoren, längerer Flügel und ein einziehbares Fahrwerk
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Flugboot mit drei Motoren auf einem hohen Flügel, das Boot darunter mit kurzen Stummelflügeln an den Seiten: Wer so etwas am Bodensee sieht, hat sehr wahrscheinlich die Dornier Do 24 vor sich. Der Typ stammt aus den 1930er-Jahren und war jahrzehntelang als Seeaufklärer und Seenotretter unterwegs. Seit Ende September 2026 ist er wieder ein Thema für Spotter: Die einzigartige Do 24 ATT, ein zum Amphibium umgebautes Exemplar, ist in Friedrichshafen erneut geflogen. Auf dieser Seite erfährst du, wie du die Do 24 erkennst, welche Varianten es gab, was hinter der ATT steckt und wo du den Typ heute findest.
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Was ist die Dornier Do 24?
Die Do 24 ist ein dreimotoriges Ganzmetall-Flugboot, das Dornier Mitte der 1930er-Jahre in Friedrichshafen entwickelte. Gedacht war sie als seetüchtiger Fernaufklärer: ein Flugzeug, das weit über das offene Meer fliegt, auch bei Seegang auf dem Wasser landen kann und dort Menschen aufnimmt oder Schiffe beobachtet. Bei der deutschen Luftfahrtbehörde stand sie dabei im Wettbewerb mit der Blohm & Voss BV 138.
Der entscheidende Anstoß kam aber aus den Niederlanden. Die Marineflieger des Landes, der Marine-Luchtvaartdienst, suchten Ersatz für ihre alten Dornier-Wal-Flugboote in Niederländisch-Indien, dem heutigen Indonesien. Die Do 24 wurde passgenau dafür ausgelegt. Der erste Prototyp, der flog, war die V3 mit dem Kennzeichen D-ADLP: Sie startete im Juli 1937 in Manzell bei Friedrichshafen zum Erstflug. Die genauen Tagesangaben schwanken je nach Quelle zwischen dem 3. und 5. Juli. Die V3 war bereits nach niederländischer Spezifikation gebaut, wurde im Herbst 1937 übergeben und ging als X-1 nach Südostasien.
Gebaut wurde die Do 24 nicht nur am Bodensee. Den Großteil fertigte Aviolanda in den Niederlanden, weitere Exemplare entstanden bei CAMS/SNCAN in Sartrouville bei Paris. Häufig genannt wird eine Gesamtzahl von 313 Flugbooten, davon 32 bei Dornier, 194 bei Aviolanda und 87 in Frankreich. Andere Zählungen kommen auf weniger Exemplare. Mehr zur Firmengeschichte findest du auf der Seite zum Hersteller Dornier.
Die Do 24 erkennen: vier Merkmale
Flugboote sind heute so selten, dass schon der Bootsrumpf auffällt. Um die Do 24 von anderen Flugbooten und Amphibien zu unterscheiden, helfen dir vier Beobachtungen.
Motoren zählen
Drei Motoren nebeneinander auf dem Flügel sind bei Flugbooten ungewöhnlich. Die meisten Muster haben zwei oder vier. Bei der Do 24 sitzt der mittlere Motor direkt über dem Rumpf.
Flügelposition ansehen
Der gerade, rechteckige Flügel liegt nicht auf dem Boot, sondern auf Streben und einem Mittelaufbau deutlich darüber. So bleiben Motoren und Propeller weit weg vom Spritzwasser.
Nach Stummelflügeln suchen
Seitlich unten am Rumpf stehen kurze, flügelartige Stummel ab. Sie halten das Boot auf dem Wasser stabil. Stützschwimmer unter den Flügelspitzen gibt es nicht.
Leitwerk prüfen
Hinten trägt die Do 24 ein Höhenleitwerk mit zwei Seitenflossen an den Enden. Im Profil wirkt das Heck dadurch flacher als bei Flugbooten mit einer großen Mittelflosse.
Die Stummelflügel sind ein Familienmerkmal: Schon der Dornier Wal und das Riesenflugboot Dornier Do X nutzten dieses Prinzip. Wer die Do X aus Bildern kennt, sieht die Verwandtschaft sofort. Mehr über das zwölfmotorige Flaggschiff erzählt auch der Blogbeitrag zur Do X.
Praxis-Tipp für die ATT
Die Do 24 ATT erkennst du sofort an den schlanken, nach vorn gezogenen Turboprop-Gondeln. Die originalen Do 24 haben runde Sternmotoren mit großen Motorhauben. Achte beim Rollen auf das Fahrwerk: Räder unter einem Flugboot gibt es bei diesem Typ nur bei der ATT.
Varianten im Überblick
Die Do 24 entwickelte sich vor allem über den Antrieb weiter. Die niederländischen Maschinen flogen mit amerikanischen Wright-Sternmotoren, die deutschen Serienversionen mit BMW-Bramo-Motoren.
| Variante | Antrieb | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Do 24 V1–V3 | unterschiedlich | Prototypen; die V3 flog 1937 als Erste |
| Do 24 K-1 / K-2 | 3 × Wright-Sternmotor | Für die niederländischen Marineflieger, Einsatz in Niederländisch-Indien |
| Do 24 N | Wright-Sternmotoren | In den besetzten Niederlanden fertiggestellte Maschinen für die Luftwaffe |
| Do 24 T-1 bis T-3 | 3 × Bramo 323 R-2 | Deutsche Hauptserie; die T-Versionen stellten den Großteil der Produktion |
| Nachkriegsbau Frankreich | Sternmotoren | Bei SNCAN für die französische Marine gebaut |
| Do 24 ATT | 3 × PT6A-45B Turboprop | Einzelstück, Amphibium mit neuem Flügel und Einziehfahrwerk |
Von außen sind K- und T-Versionen nur an Details zu unterscheiden, etwa an Motorhauben und Bewaffnungsständen. Für Spotter ist das heute vor allem bei Museumsexponaten interessant – die Schilder nennen meist die genaue Version.
Einsatzgeschichte: vom Pazifik bis Mallorca
Niederlande und Australien
In Niederländisch-Indien hatten die Marineflieger Ende 1940 laut niederländischen Quellen 34 Do 24 K im Bestand. Nach Beginn des Pazifikkriegs flogen sie Aufklärungspatrouillen; im Dezember 1941 wird einer Do 24 die Versenkung des japanischen Zerstörers Shinonome zugeschrieben. Nach dem Zusammenbruch der Verteidigung entkamen sechs Flugboote nach Australien. Die Royal Australian Air Force übernahm sie Anfang 1942 und setzte mehrere davon bei einer Transportstaffel ein.
Seenotdienst der Luftwaffe
In Europa übernahm die Luftwaffe nach der Besetzung der Niederlande die dort gefertigten Maschinen und ließ die Produktion weiterlaufen. Die Do 24 wurde zum Rückgrat der Seenotstaffeln und holte abgeschossene Besatzungen aus Nordsee, Ostsee, Mittelmeer und Atlantik. Zwei Prototypen brachten 1940 bei der Besetzung Norwegens zudem Truppen nach Narvik. Gegen Kriegsende waren Do 24 auch an der Evakuierung von Zivilisten an der Ostsee beteiligt.
Spanien, Frankreich, Schweden
Nach dem Krieg verschwand der Typ nicht sofort. Frankreich setzte die bei SNCAN gebauten Flugboote noch bis Anfang der 1950er-Jahre für Seenotrettung ein. Schweden nutzte ein Exemplar, das 1944 im neutralen Land gelandet war, bis in die frühen 1950er-Jahre.
Am längsten flog die Do 24 in Spanien. Das Land hatte 1944 zwölf Maschinen erhalten und betrieb sie von Pollença auf Mallorca aus als Seenotretter und Aufklärer. Die Angaben zum Dienstende reichen von Ende der 1960er- bis in die frühen 1970er-Jahre; Dornier kaufte 1971 ein Exemplar zurück. Die vollständig erhaltenen Do 24 stammen aus diesem spanischen Bestand.
Historischer Typ
Außer der Do 24 ATT ist keine Do 24 mehr flugfähig. Linien- oder Militärdienst gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Wenn du ein Flugboot mit drei Sternmotoren fliegen siehst, lohnt sich ein genauer Blick – meist handelt es sich um einen anderen Typ.
Die Do 24 ATT: ein Amphibium aus Friedrichshafen
Die bekannteste Do 24 von heute trägt die Werknummer 5345. Laut Flug Revue entstand sie 1943, diente kurz bei der Luftwaffe und kam dann nach Spanien, wo sie Rettungseinsätze von Mallorca aus flog. 1971 kaufte Dornier das Flugboot zurück und stellte es am Bodensee aus.
Anfang der 1980er-Jahre wurde die Maschine zum Amphibischen Technologieträger umgebaut, gefördert vom Bundesministerium für Forschung und Technologie. Dornier wollte damit ein modernes Amphibium für Seenotrettung und Seeüberwachung erproben. Der Umbau war tiefgreifend:
- Neuer Flügel mit 30 Metern Spannweite statt rund 27 Metern
- Drei Pratt & Whitney Canada PT6A-45B-Turboprops statt der Bramo-Sternmotoren
- Einziehbares Fahrwerk, wodurch aus dem Flugboot ein Amphibium wurde
- Überarbeitetes Cockpit
Im April 1983 flog die ATT als D-CATD zum ersten Mal; auch hier nennen Quellen unterschiedliche Tage. Weil der Rumpf schon Jahrzehnte alt war, begrenzte das Luftfahrt-Bundesamt die Betriebszeit auf 150 Flugstunden. Nach der Übernahme von Dornier durch Daimler-Benz endete das Programm, und die Maschine kam als Ausstellungsstück in die Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums.
Weltflug mit Iren Dornier
2003 erwarb Iren Dornier, ein Enkel des Firmengründers Claude Dornier, die ATT. Er ließ sie auf den Philippinen wieder flugfähig machen und startete 2004 zu einem Weltflug, mit dem er Spenden für UNICEF sammelte. In den Folgejahren trat die Do 24 ATT bei vielen Veranstaltungen in Europa auf und landete auf Seen und Küstengewässern.
2015 wurde sie bei einer Wasserlandung auf dem Wolfgangsee in Österreich durch Treibholz beschädigt. Nach einer Notreparatur gelangte sie über Salzburg nach Friedrichshafen. Am 11. September 2021 übergab Iren Dornier das Flugzeug offiziell an das Dornier Museum Friedrichshafen, wo es auf dem Gelände am Flughafen stand.
Comeback 2026
Am 29. September 2026 hob die ATT in Friedrichshafen erstmals nach über elf Jahren wieder ab und absolvierte zwei kurze Testflüge, mit Iren Dornier als Pilot und Johannes Pradler als Copilot. Laut Flug Revue ließ sich das Fahrwerk dabei noch nicht ganz einfahren, weshalb der zweite Flug kürzer ausfiel. Registriert ist die Maschine inzwischen in Malawi, das Kennzeichen 7Q-DOX spielt auf die Do X an. Nach weiteren Tests sind laut dem Bericht auch Auftritte bei Flugshows vorgesehen.
| Merkmal | Do 24 T (Original) | Do 24 ATT |
|---|---|---|
| Rolle | Flugboot | Amphibium |
| Antrieb | 3 × Bramo 323 R-2 (Sternmotor) | 3 × PT6A-45B (Turboprop) |
| Spannweite | rund 27 m | 30 m |
| Fahrwerk | keines (nur Transportfahrwerk an Land) | einziehbar |
| Kennzeichen | – | D-CATD (1983), heute 7Q-DOX |
Warum Malawi-Kennzeichen und keine deutsche D-Registrierung? Solche Konstellationen kommen bei Einzelstücken und Privatflugzeugen öfter vor. Wie Kennzeichen aufgebaut sind und was die Präfixe bedeuten, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
7Q-DOX auf die Wunschliste
Setz das Kennzeichen der Do 24 ATT auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an einem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Do 24 heute siehst
Friedrichshafen: Heimat der ATT
Erste Adresse ist der Flughafen Friedrichshafen, direkt neben dem Dornier Museum. Dort steht die ATT, und von dort startet sie. Ob sie zu einem bestimmten Zeitpunkt draußen steht, in der Halle ist oder fliegt, lässt sich nicht vorhersagen – frag im Zweifel beim Museum nach. Ein Besuch lässt sich gut mit der Messe AERO Friedrichshafen oder dem Zeppelin Museum in der Stadt verbinden.
Museen mit Do 24
Stehende Do 24 im Originalzustand sind selten. Nach gängigen Typen- und Museumslisten findest du sie hier:
| Ort | Was du siehst | Hinweis |
|---|---|---|
| Nationaal Militair Museum, Soesterberg | Do 24 in Farben der niederländischen Marineflieger | Erinnert an den Einsatz in Niederländisch-Indien |
| Museo del Aire, Madrid-Cuatro Vientos | Do 24 T-3 aus spanischem Dienst | Passend zur langen spanischen Einsatzgeschichte |
| Dornier Museum, Friedrichshafen | Do 24 ATT | Flugfähig, daher nicht immer vor Ort |
| Australien und Frankreich | Rumpfsektionen | Eher für Spezialisten |
Für den Abstecher nach Soesterberg lohnt auch ein Blick auf den Spot-Eintrag Nationaal Militair Museum Soesterberg mit Tipps zum Gelände.
Exponate wandern
Museen restaurieren, verleihen oder lagern Flugzeuge ein. Prüf vor einer längeren Anreise auf der Website des Museums, ob die Do 24 aktuell ausgestellt ist.
Fototipps für ein Flugboot
Die Do 24 ist ein ungewöhnliches Motiv: kurz, hoch und mit vielen Details. Ein paar Punkte helfen dir, das Besondere einzufangen.
Seitenprofil für den Rumpf
Bootsrumpf, Stufe und Stummelflügel zeigen sich am besten im Profil. So erkennt jeder Betrachter sofort, dass es ein Flugboot ist.
Schräg von vorn für die Motoren
Die drei Motoren auf dem hohen Flügel wirken in der Dreiviertelansicht am eindrucksvollsten. Bei der ATT kommen die langen Turboprop-Gondeln so gut zur Geltung.
Fahrwerk im Blick
Startet die ATT von einer Landpiste, ist das ausfahrende oder einziehende Fahrwerk ein seltenes Detail. Halte beim Abheben einige Bilder länger drauf.
Licht planen
Der hohe Flügel wirft starke Schatten auf den Rumpf. Flaches Licht im Rücken hält beides gut gezeichnet.
Wann das Licht am Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Für Flugshow-Auftritte lohnt der Beitrag Airshows fotografieren, und welche Veranstaltungen sich in Europa anbieten, steht in der Übersicht Airshows in Europa für Planespotter.
Bereit für die Do-24-Suche?
- Ich habe beim Dornier Museum oder im Veranstaltungskalender nach Terminen der ATT geschaut.
- Ich weiß, ob das Museumsexponat an meinem Ziel aktuell ausgestellt ist.
- Ich kenne die Betriebsrichtung in Friedrichshafen und den Sonnenstand.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Verwechslungen ausschließen
Moderne Löschflugzeuge wie die Canadair CL-415 sind ebenfalls Amphibien mit Bootsrumpf, haben aber nur zwei Turboprops, einen Hochdeckerflügel direkt auf dem Rumpf und Stützschwimmer unter den Flügelspitzen. Mit der Do 24 haben sie bis auf das Element Wasser wenig gemeinsam.
Es spricht für eine Do 24, wenn …
- drei Motoren nebeneinander auf einem hochgesetzten Flügel sitzen
- seitlich am Bootsrumpf Stummelflügel abstehen
- das Heck zwei Seitenflossen trägt
- das Kennzeichen 7Q-DOX lautet
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur ein Modell oder einen Nachbau im Museum siehst
- Turboprops statt Sternmotoren montiert sind – dann ist es die ATT
- nur ein Rumpfteil ausgestellt ist
Es ist keine Do 24, wenn …
- nur zwei oder mehr als drei Motoren zu sehen sind
- Stützschwimmer unter den Flügelspitzen hängen
- ein Rad- oder Schwimmerfahrwerk unter einem normalen Rumpf sitzt
- du zwölf Motoren in Tandemanordnung zählst – dann bist du bei der Do X
Wie du Oldtimer generell am Himmel und am Boden einordnest, erklärt der Beitrag Historische Flugzeuge erkennen. Spätere Dornier-Typen wie die Do 27 oder die Do 228 zeigen, wie sich die Firma nach dem Krieg in Richtung Landflugzeuge entwickelte.
Fazit
Die Do 24 verbindet Dorniers Flugboot-Tradition mit einer langen Karriere als Seenotretter – von Niederländisch-Indien über die Nord- und Ostsee bis nach Mallorca. Drei Motoren auf dem hohen Flügel, Stummelflügel am Rumpf und das doppelte Leitwerk machen sie unverwechselbar. Mit der Do 24 ATT existiert zudem ein Einzelstück, das als Amphibium auch von Landpisten startet und seit Herbst 2026 wieder in der Luft ist.
Kurzfazit
Bootsrumpf, drei Motoren auf dem hohen Flügel, Stummelflügel an den Seiten: Das ist die Do 24. Fliegend erlebst du nur die ATT mit dem Kennzeichen 7Q-DOX aus Friedrichshafen, stehend findest du den Typ in Museen in Soesterberg und Madrid.
Zusammenfassung
- Die Do 24 flog erstmals im Juli 1937 und entstand in drei Ländern: bei Dornier, bei Aviolanda in den Niederlanden und bei CAMS/SNCAN in Frankreich.
- Sie diente den Niederlanden, der Luftwaffe, Australien, Spanien, Frankreich und Schweden; Spanien nutzte sie am längsten.
- Die vollständig erhaltenen Exemplare stammen aus dem spanischen Bestand, darunter die zur Do 24 ATT umgebaute Werknummer 5345.
- Fliegend erlebst du heute nur die ATT; stehende Do 24 findest du in Museen in den Niederlanden, Spanien und Friedrichshafen.
Häufige Fragen
Was bedeutet ATT bei der Do 24 ATT?
ATT steht für Amphibischer Technologieträger. Dornier baute ab Anfang der 1980er-Jahre eine ausgemusterte Do 24 zum Versuchsträger um, gefördert vom Bundesforschungsministerium. Ziel war ein modernes Amphibium für Seenotrettung und Überwachung – ein Serienflugzeug wurde daraus aber nicht.
Hat die Do 24 ein Fahrwerk?
Die originalen Do 24 sind reine Flugboote: Sie starten und landen nur auf dem Wasser und werden an Land auf Transportfahrwerken bewegt. Erst die Do 24 ATT bekam ein einziehbares Fahrwerk und kann damit auch auf Landpisten wie in Friedrichshafen starten.
Warum hat die Do 24 Stummelflügel am Rumpf?
Die seitlichen Flossenstummel sind ein typisches Dornier-Merkmal, das schon beim Dornier Wal und bei der Do X auftaucht. Sie stabilisieren das Boot auf dem Wasser und ersetzen die Stützschwimmer unter den Flügelspitzen, die andere Flugboote brauchen.
Wie viele Do 24 wurden gebaut?
Die Angaben schwanken je nach Zählweise. Häufig genannt werden 313 Flugzeuge, davon 32 bei Dornier, 194 bei Aviolanda und 87 bei CAMS/SNCAN in Frankreich, wo auch nach Kriegsende noch Do 24 für die französische Marine entstanden.
Welches Kennzeichen trägt die Do 24 ATT?
Beim Erstflug 1983 flog sie als D-CATD. Heute ist sie in Malawi registriert und trägt das Kennzeichen 7Q-DOX – eine Anspielung auf die große Schwester Do X.
Kann ich die Do 24 ATT fliegen sehen?
Möglich ist es: Am 29. September 2026 absolvierte sie in Friedrichshafen nach über elf Jahren Pause zwei Testflüge. Laut Fachpresse sind nach weiteren Tests auch Auftritte bei Flugshows vorgesehen. Feste Termine gibt es nur kurzfristig – schau vorher beim Dornier Museum und in den Veranstaltungskalendern nach.
Wo stehen andere Do 24 im Museum?
Nach Museums- und Typenlisten zeigt das Nationaal Militair Museum in Soesterberg eine Do 24 in den Farben der niederländischen Marineflieger, das Museo del Aire in Madrid eine Do 24 T-3 aus dem spanischen Bestand. Dazu kommen Rumpfteile, etwa in Australien und Frankreich. Prüf vor dem Besuch, ob das Exponat gerade ausgestellt ist.
Dornier Do 24 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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