Das Wichtigste in Kürze
- Die Longitude (Model 700) ist Cessnas Super-Midsize-Jet und die größte Citation, die Stand Oktober 2026 in Serie gebaut wird.
- Schnellster Erkennungsweg: Latitude-ähnlicher Rumpf, aber mit T-Leitwerk und kräftig gepfeiltem Flügel – das trennt die beiden Geschwister sofort.
- Im Flugplan und in Tracking-Diensten läuft der Typ als C700.
- Größter Einzelkunde ist NetJets: Der Fractional-Anbieter hatte 2018 bis zu 175 Exemplare bestellt und übernahm seine erste Longitude Ende 2019.
- Typischer Fundort in Europa: Business-Aviation-Hotspots wie Genf, Zürich, Nizza oder Salzburg – planbar ist sie aber nur über Tracking.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Cessna Citation Longitude?
- 2.Herkunft: Die Longitude im Citation-Stammbaum
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Longitude oder Latitude?
- 5.Longitude, Challenger 350, G280 oder Praetor 600?
- 6.Wo du die Longitude antriffst
- 7.Spotting am GA-Vorfeld: so planst du deine Session
- 8.Fototipps speziell für die Longitude
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Cessna (Marke von Textron Aviation), Wichita, Kansas |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | Model 700 (Marktname Citation Longitude) |
| Klasse | Super-Midsize-Businessjet |
| ICAO-Typcode | C700 |
| Erste Ankündigung | Mai 2012 auf der EBACE in Genf |
| Erstflug | 8. Oktober 2016 in Wichita |
| FAA-Musterzulassung | 21. September 2019 |
| EASA-Zulassung | Juli 2021 |
| Auslieferungsbeginn | Herbst 2019, erste NetJets-Maschine am 31. Dezember 2019 |
| Triebwerke | 2 × Honeywell HTF7700L, je rund 34,1 kN Schub |
| Länge | 22,3 m |
| Spannweite | 21,01 m |
| Höhe | 5,9 m |
| Flügelpfeilung | rund 28 Grad (Außenflügel 28,6 Grad) |
| Kabine (L × B × H) | 7,67 m × 1,96 m × 1,83 m |
| Insassen | bis zu 12 laut Herstellerdatenblatt |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis zu 3.500 NM (rund 6.480 km) |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 483 kt (rund 895 km/h), Höchstgeschwindigkeit Mach 0,84 |
| Max. Flughöhe | 45.000 ft (rund 13.700 m) |
| Max. Startgewicht | rund 17,9 t |
| Avionik | Garmin G5000 mit Touchscreen-Bedienung, Autothrottles serienmäßig |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk – das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse. Die eng verwandte Latitude hat dagegen ein Kreuzleitwerk mit tiefer angesetztem Höhenleitwerk
- Deutlich gepfeilter Flügel mit 28,6 Grad – fast doppelt so stark wie bei der Latitude (16,3 Grad)
- Langer, runder Rumpf mit dem Querschnitt der Latitude, aber sichtbar gestreckt: rund 22,3 m Gesamtlänge
- Zwei große Honeywell-Triebwerke seitlich am Heck
- Spannweite kleiner als die Rumpflänge – die Longitude wirkt im Profil gestreckt und schnittig
- Im Tracking als C700 gelistet, die Latitude als C68A
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem General-Aviation-Vorfeld steht ein großer, schlanker Jet in Weiß: zwei mächtige Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse, die Flügel kräftig nach hinten gezogen. Auf den ersten Blick könnte das eine Challenger sein. Steht am Rumpf aber der Citation-Schriftzug und im Tracking der Code C700, hast du eine Cessna Citation Longitude vor dir – Cessnas Super-Midsize-Jet und die größte Citation, die Stand Oktober 2026 gebaut wird. Hier erfährst du, wie die Longitude entstanden ist, was sie technisch auszeichnet und wie du sie sicher von Latitude, Challenger 350 und Co. unterscheidest.
C700 im Hangar abhaken
Mit Planetrack postest du jede Longitude-Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Flughafen und Spot und sammelst die Citation-Familie Modell für Modell in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Cessna Citation Longitude?
Die Longitude trägt intern die Bezeichnung Model 700 und ist das Flaggschiff der aktuellen Citation-Palette. Sie spielt im sogenannten Super-Midsize-Segment, also oberhalb klassischer Midsize-Jets wie der Citation XLS oder der Citation Latitude, aber unterhalb der großen Langstrecken-Businessjets. Hersteller ist heute Textron Aviation, unter deren Dach Cessna als Marke weiterläuft.
Der Weg zur Serienmaschine war lang. Cessna stellte das Projekt erstmals im Mai 2012 auf der Business-Aviation-Messe EBACE in Genf vor. Damals war ein anderes Triebwerk vorgesehen, das Silvercrest von Safran; in der Serie fliegt die Longitude aber mit Honeywell-Triebwerken. Der Erstflug fand am 8. Oktober 2016 in Wichita statt. Nach einem Testprogramm mit rund 6.000 Flugstunden erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA am 21. September 2019 die Musterzulassung. Die Auslieferungen begannen im Herbst 2019; der Fractional-Ownership-Anbieter NetJets übernahm seine erste Longitude am 31. Dezember 2019. Die europäische Zulassung durch die EASA folgte im Juli 2021, im Mai 2023 lieferte Textron die 100. Longitude aus.
Technisch baut die Longitude auf der Latitude auf: Der Rumpfquerschnitt ist identisch, die Kabine aber um eine Sitzreihe gestreckt. Alles andere ist neu – Flügel, Leitwerk und Triebwerke unterscheiden sich deutlich vom kleineren Geschwister. Genau das macht die beiden für Spotter gut unterscheidbar, obwohl sie sich im Rumpf so ähnlich sind.
Angetrieben wird die Longitude von zwei Honeywell HTF7700L mit je rund 34 kN Schub. Laut aktuellem Datenblatt erreicht sie bis zu 483 Knoten Reisegeschwindigkeit, darf bis Mach 0,84 fliegen und steigt auf bis zu 45.000 Fuß. Die Reichweite gibt Cessna mit bis zu 3.500 nautischen Meilen an – genug für viele Transatlantikstrecken. Wie weit es im Alltag tatsächlich geht, hängt wie immer von Zuladung, Wind und Reserven ab.
Die Kabine misst laut Hersteller rund 7,67 Meter in der Länge, 1,96 Meter in der Breite und 1,83 Meter in der Höhe; Erwachsene können darin also aufrecht stehen. Bis zu zwölf Insassen sind möglich. Das Gepäckfach ist im Flug von der Kabine aus erreichbar. Im Cockpit arbeitet das Garmin G5000 mit Touchscreen-Bedienung, Autothrottles sind serienmäßig an Bord. Optional gibt es unter anderem ein Head-up-Display mit Enhanced Vision.
Herkunft: Die Longitude im Citation-Stammbaum
Die Citation-Familie ist so groß, dass man leicht den Überblick verliert. Die Longitude sitzt ganz oben in der heutigen Palette. Die folgende Tabelle ordnet sie gegenüber ihren nächsten Verwandten ein.
| Modell | ICAO-Code | Leitwerk | Flügelpfeilung | Länge |
|---|---|---|---|---|
| Citation CJ4 | C25C | T-Leitwerk | 12,5° | 16,26 m |
| Citation Latitude | C68A | Kreuzleitwerk | 16,3° | 19,0 m |
| Citation Longitude | C700 | T-Leitwerk | 28,6° | 22,3 m |
Die Citation Sovereign (C680) ist eine weitere Midsize-Citation mit Kreuzleitwerk, die schnelle Citation X (C750) trägt dagegen wie die Longitude ein T-Leitwerk und einen noch stärker gepfeilten Flügel. Die Citation X ist allerdings ein eigenständiges, älteres Design mit schmalerem Rumpf. Auch an einer größeren Schwester, der Citation Hemisphere, arbeitete Cessna bereits; Textron setzte die Entwicklung 2019 aber aus, weil das vorgesehene Triebwerk die Ziele verfehlte.
Gleicher Rumpf, anderes Heck
Weil Latitude und Longitude denselben Rumpfquerschnitt teilen, sehen Fensterbereich und Nase auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Verlass dich deshalb nicht auf die Frontansicht, sondern schau aufs Leitwerk. Mehr zur Logik der Businessjet-Bestimmung findest du im Guide Businessjet-Typen unterscheiden.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Im Super-Midsize-Segment sehen viele Jets ähnlich aus: zwei Triebwerke am Heck, gepfeilter Flügel, schlanker Rumpf. Für die Longitude helfen dir drei Beobachtungen.
Leitwerk prüfen
Sitzt das Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse, ist die Latitude raus. Die Longitude hat ein klassisches T-Leitwerk, die Latitude ein Kreuzleitwerk.
Flügel ansehen
Der Longitude-Flügel ist mit 28,6 Grad kräftig nach hinten gezogen. Im Überflug wirkt er fast wie bei einem Airliner und deutlich dynamischer als der Flügel der Latitude.
Proportionen beurteilen
Mit rund 22,3 Metern ist die Longitude länger, als ihre Flügel breit sind. Im Profil wirkt sie dadurch gestreckt – länger als Challenger 350, G280 oder Praetor 600.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Damit schlägst du die Maschine in Registerdatenbanken nach und siehst Baujahr und Halter. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Welcher Code zu welchem Typ gehört, zeigt der Artikel zu ICAO-Typcodes.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Am Boden im Seitenprofil erkennst du die Longitude am schnellsten am Heck: T-Leitwerk plus langer Citation-Rumpf. Die Flügelpfeilung siehst du dagegen am besten von unten, wenn die Maschine über dich hinwegfliegt. Mit Planetrack setzt du die Longitude auf deine Wunschliste und lässt dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Longitude oder Latitude?
Die häufigste Verwechslung passiert innerhalb der eigenen Familie. Beide Jets stehen auf denselben Vorfeldern, gerade bei Flottenbetreibern wie NetJets, die beide Typen einsetzen.
| Merkmal | Longitude | Latitude |
|---|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | Model 700 | Model 680A |
| ICAO-Typcode | C700 | C68A |
| Leitwerk | T-Leitwerk | Kreuzleitwerk |
| Flügelpfeilung | 28,6° | 16,3° |
| Länge | 22,3 m | 19,0 m |
| Spannweite | 21,01 m | 22,05 m |
| Triebwerke | 2 × Honeywell HTF7700L | 2 × P&WC PW306D1 |
| Kabinenlänge | 7,67 m | 6,63 m |
| Insassen max. | 12 | 9 |
Auffällig: Die kleinere Latitude hat die größere Spannweite. Ihr weniger gepfeilter Flügel ist breiter ausgelegt, während die Longitude mit kürzerem, aber stärker gepfeiltem Flügel schneller und weiter fliegt. Kabinenhöhe und -breite sind dagegen bei beiden gleich – das ist der gemeinsame Rumpfquerschnitt.
Longitude, Challenger 350, G280 oder Praetor 600?
Außerhalb der Cessna-Familie gibt es drei Super-Midsize-Jets, die du im Auge behalten solltest. Alle haben T-Leitwerk und Hecktriebwerke. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Super-Midsize-Jet mit T-Leitwerk
Cessna Citation Longitude
T-Leitwerk, langer Citation-Rumpf und C700 im Tracking: Das ist eine Longitude. Steht dort E550, hast du stattdessen eine Embraer Praetor 600 vor dir.
Gulfstream G280
Die großen Ovalfenster sind das Markenzeichen von Gulfstream. Die G280 ist zudem etwas kürzer als die Longitude.
Bombardier Challenger 350 oder 3500
Nach außen geneigte Winglets und der Code CL35 sprechen für die Challenger. Ob 350 oder 3500, verrät dir das Kennzeichen.
Die Bombardier Challenger 350 und ihre Nachfolgerin Challenger 3500 sind die direktesten Konkurrenten und in Europa sehr verbreitet. Sie sind mit rund 20,9 Metern etwas kürzer als die Longitude und tragen markante, nach außen geneigte Winglets. Die Gulfstream G280 verrät sich durch die großen Ovalfenster. Die Embraer Praetor 600 läuft im Tracking als E550 und trägt deutliche Winglets. Bei allen gilt: Aus großer Distanz ähneln sich die Silhouetten stark, und ein gutes Foto oder der Typcode bringt die Entscheidung.
Wo du die Longitude antriffst
Die Longitude fliegt für Eigner, Firmen, Charteranbieter und Fractional-Ownership-Programme. Der mit Abstand bekannteste Betreiber ist NetJets: Der Anbieter hatte im Oktober 2018 bis zu 175 Exemplare bestellt und Ende 2019 die erste Maschine übernommen. Die NetJets-Longitudes fliegen vor allem im nordamerikanischen Programm. In Europa triffst du die Longitude daher vor allem bei Privat- und Charterbetreibern oder bei Transatlantik-Besuchen US-registrierter Maschinen. Daneben gibt es Sondereinsätze: Die japanische Luftfahrtbehörde nutzt seit 2022 eine Longitude zur Vermessung von Navigationsanlagen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Einer der wichtigsten Business-Aviation-Plätze Europas, besonders bei Messen und Konferenzen |
| Zürich | mittel bis hoch | Viel Geschäftsreiseverkehr, eigenes GA-Vorfeld |
| Paris-Le Bourget | hoch | Reiner Business-Aviation-Flughafen, viele Transatlantikjets |
| Nizza | hoch im Sommer | Starker Privatjet-Verkehr in der Saison |
| Salzburg | mittel, saisonal | Im Winter Ski-Verkehr, im Sommer Festspielzeit |
Am Flughafen Genf hast du von der Aussichtsterrasse gute Chancen auf Business Jets aller Größen; Details zum Platz stehen im Planespotting-Guide Genf. Am Flughafen Zürich lohnen sich der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B; mehr dazu im Planespotting-Guide Zürich. Ein Sonderfall ist der Flughafen Paris-Le Bourget, der fast ausschließlich Business Aviation abwickelt. Im Winter ist der Flughafen Salzburg mit seiner Besucherterrasse ein Klassiker, im Sommer der Flughafen Nizza.
Business Aviation ist schwer planbar
Privat- und Charterflüge erscheinen nicht in öffentlichen Flugplänen. Ob eine Longitude kommt, siehst du oft erst kurz vorher in Tracking-Diensten. Manche Eigner lassen ihre Daten zudem sperren – dann taucht die Maschine dort gar nicht oder nur eingeschränkt auf.
Wie du einzelne Maschinen gezielt verfolgst, erklärt der Beitrag Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Allgemeine Tipps für die Jagd nach Privatjets findest du in Businessjets spotten und General Aviation spotten.
Keine Longitude mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ C700 oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, sobald eine Longitude deinen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting am GA-Vorfeld: so planst du deine Session
Business Jets parken meist auf separaten Vorfeldern abseits der großen Terminals. Für gute Bilder brauchst du deshalb einen Standpunkt mit Blick auf dieses Vorfeld oder einen Platz an der Anfluglinie. Die Longitude ist zwar groß für einen Businessjet, mit rund 22 Metern aber immer noch deutlich kleiner als ein A320. Plane also mehr Brennweite ein als für Linienjets.
Bereit für deine Super-Midsize-Session?
- Ich habe kurz vor der Tour per Tracking nach C700 gefiltert.
- Ich weiß, wo am Flughafen das GA-Vorfeld liegt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Welche Objektive sich für kleinere Flugzeuge eignen, steht im Guide zur richtigen Brennweite.
Fototipps speziell für die Longitude
Heck mit ins Bild
Das T-Leitwerk ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zur Latitude. Achte darauf, dass die Flosse komplett im Bild ist und nicht vom Bildrand angeschnitten wird.
Pfeilung zeigen
Eine Aufnahme schräg von vorn oder im Überflug zeigt den kräftig gepfeilten Flügel am besten. Ein reines Seitenprofil versteckt ihn.
Weiße Lackierung im Griff
Viele Longitudes sind überwiegend weiß. Belichte eher etwas knapper, damit der Rumpf in der Sonne nicht ausfrisst und Zierstreifen erhalten bleiben.
Kennzeichen festhalten
Bei Businessjets ist das Kennzeichen oft der einzige Weg zu Betreiber und Baujahr. Ein Bild, auf dem es lesbar ist, gehört in jede Serie.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wie selten deine Longitude-Sichtung im Vergleich zu anderen Typen ist, kannst du mit dem Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Longitude, wenn …
- ein langer Citation-Rumpf mit T-Leitwerk und kräftig gepfeiltem Flügel zusammenkommt
- der Rumpf länger wirkt als die Spannweite
- im Tracking-Dienst C700 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Jet auffällige, nach außen geneigte Winglets trägt – das spricht eher für eine Challenger 350/3500
- du nur die Front siehst – dann kann es auch eine Latitude sein
- die Maschine sehr schmal und mit extrem gepfeiltem Flügel unterwegs ist – dann könnte es eine Citation X sein
Es ist keine Longitude, wenn …
- das Höhenleitwerk auf halber Höhe der Seitenflosse sitzt
- der Flügel gerade oder nur leicht gepfeilt vom Rumpf absteht
- die Fenster groß und oval sind wie bei einer Gulfstream
Fazit
Die Citation Longitude ist Cessnas Schritt in die Super-Midsize-Klasse: Rumpfquerschnitt der Latitude, aber gestreckt und mit T-Leitwerk, stark gepfeiltem Flügel und Honeywell-Triebwerken. Für Spotter ist genau diese Kombination das Ticket zur sicheren Bestimmung. Die Abgrenzung zu Challenger 350, G280 und Praetor 600 gelingt über Fenster, Winglets und Schriftzug – und im Zweifel über Typcode und Kennzeichen.
Kurzfazit
Langer Citation-Rumpf, T-Leitwerk und ein kräftig gepfeilter Flügel: Das ist die Longitude. Wer sie gezielt sucht, filtert nach C700 und plant Business-Aviation-Hotspots wie Genf, Zürich, Le Bourget oder Nizza ein.
Zusammenfassung
- Cessna kündigte die Longitude 2012 auf der EBACE an, der Erstflug folgte am 8. Oktober 2016, die FAA-Zulassung am 21. September 2019.
- Die Kabine hat denselben Querschnitt wie die Latitude, ist aber um eine Sitzreihe länger; dazu kommen T-Leitwerk, ein stärker gepfeilter Flügel und Honeywell-Triebwerke.
- Laut Hersteller fliegt sie bis zu 3.500 NM weit, mit bis zu 12 Insassen und serienmäßigen Autothrottles.
- Leitwerk, Flügelpfeilung und der Typcode C700 reichen, um sie von Latitude, Challenger 350 und anderen Super-Midsize-Jets zu unterscheiden.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Citation Longitude?
Die Longitude läuft unter C700, passend zur Modellnummer 700. Die Latitude hat den Code C68A, die Sovereign C680 und die Citation X C750. Mit C700 filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach der Longitude.
Was bedeutet „Super-Midsize“?
So nennt die Branche Businessjets zwischen klassischer Midsize-Klasse und den großen Langstreckenjets. Typisch sind eine Kabine mit Stehhöhe und ebenem Boden und genug Reichweite für Transatlantik- oder Transkontinentalflüge. Neben der Longitude gehören etwa Challenger 350/3500, Gulfstream G280 und Embraer Praetor 600 in diese Liga.
Wie unterscheide ich Latitude und Longitude?
Am Heck: Die Longitude hat ein T-Leitwerk, die Latitude ein Kreuzleitwerk mit tiefer angesetztem Höhenleitwerk. Dazu ist der Longitude-Flügel mit 28,6 Grad deutlich stärker gepfeilt als der der Latitude (16,3 Grad). Kurios: Die kleinere Latitude hat mit gut 22 Metern sogar die größere Spannweite.
Wann flog die Longitude zum ersten Mal?
Der Erstflug fand am 8. Oktober 2016 in Wichita statt. Die FAA erteilte die Musterzulassung am 21. September 2019, im Herbst 2019 begannen die Auslieferungen, NetJets übernahm seine erste Maschine am 31. Dezember 2019. Die EASA-Zulassung folgte im Juli 2021.
Welche Triebwerke hat die Longitude?
Zwei Honeywell HTF7700L mit je rund 34 kN Schub. Ursprünglich hatte Cessna für das Projekt das Safran-Triebwerk Silvercrest ausgewählt, in der Serie kam es aber nicht zum Einsatz. Die Latitude fliegt dagegen mit Pratt & Whitney Canada PW306D1.
Wo sehe ich in Europa eine Citation Longitude?
Am ehesten an Flughäfen mit viel Business Aviation, etwa Genf, Zürich, Nizza oder Paris-Le Bourget, im Winter auch an Alpenflughäfen wie Salzburg. Feste Flugpläne gibt es nicht. Ob eine Longitude unterwegs ist, prüfst du am besten kurzfristig mit einem Tracking-Filter auf C700.
Wie unterscheide ich die Longitude von der Challenger 350?
Beide haben T-Leitwerk, gepfeilte Flügel und Hecktriebwerke. Die Challenger 350 trägt aber auffällige, nach außen geneigte Winglets und läuft im Tracking als CL35. Die Longitude ist mit rund 22,3 Metern zudem länger als die Challenger mit rund 20,9 Metern. Im Zweifel klärt das Kennzeichen die Frage.
Cessna Citation Longitude sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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