Das Wichtigste in Kürze
- Tempo als Verkaufsargument: Die Citation X erreicht Mach 0,92, die X+ sogar Mach 0,935 – damit war sie über Jahre das schnellste zivile Serienflugzeug nach der Concorde.
- Neukonstruktion mit altem Rumpfquerschnitt: Flügel, Leitwerk, Fahrwerk und Systeme sind neu, der Rumpfquerschnitt stammt von der Citation III.
- Erster Cessna mit Rolls-Royce-Antrieb: Zwei AE-3007-Triebwerke sitzen in großen Gondeln am Heck.
- Abgeschlossene Bauserie: Von 1996 bis 2018 entstanden 339 Exemplare, davon 29 X+. Die Citation Longitude übernahm danach ihren Platz im Programm.
- Ein Code für beide: Citation X und X+ laufen im Tracking unter C750.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Cessna Citation X?
- 2.Geschichte: vom Collier Trophy bis zum Produktionsende
- 3.Technik: Wie die Citation X so schnell wird
- 4.Betreiber: NetJets, Charter und Privateigner
- 5.So erkennst du die Citation X
- 6.Häufige Verwechslungen
- 7.Spotting-Tipps für die Citation X
- 8.Sicherheit
- 9.Die Citation X in der Citation-Familie
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Cessna Aircraft Company (heute Textron Aviation), Wichita, Kansas |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | Cessna Model 750 |
| Klasse | Midsize- bis Super-Midsize-Businessjet mit hoher Reisegeschwindigkeit |
| Versionen | Citation X, Citation X+ (zunächst als Citation Ten angekündigt) |
| ICAO-Typcode | C750 |
| Vorstellung | Oktober 1990 auf der US-Messe NBAA |
| Erstflug | 21. Dezember 1993 (X+: 17. Januar 2012) |
| FAA-Zulassung | 3. Juni 1996 (Citation X), Juni 2014 (X+) |
| Bauzeit | 1996 bis 2018 |
| Gebaute Exemplare | 339 (310 Citation X, 29 Citation X+) |
| Besatzung | 2 Piloten |
| Passagiere | typischerweise 8, je nach Auslegung bis 12 |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce AE 3007C/C1 am Heck mit je rund 28,7 bis 30,1 kN (X+: AE 3007C2 mit je rund 31,3 kN) |
| Länge | rund 22,0 m (X+: rund 22,4 m) |
| Spannweite | rund 19,4 m (X+ mit Winglets: rund 21,1 m) |
| Höhe | rund 5,9 m |
| Flügelpfeilung | 37 Grad (an der 25-Prozent-Linie) |
| Kabine (innen) | laut Nachschlagewerken rund 1,68 m breit und 1,73 m hoch |
| Max. Startgewicht | rund 16,2 bis 16,4 t (X+: rund 16,6 t) |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 0,92 (X+: Mach 0,935) |
| Reisegeschwindigkeit | rund 525 kn (etwa 970 km/h) |
| Reichweite | je nach Version, Quelle und Bedingungen rund 3.250 bis 3.460 NM (etwa 6.000 bis 6.400 km) |
| Dienstgipfelhöhe | 51.000 ft |
| Status | Produktion 2018 beendet, zahlreiche Jets weiterhin im Einsatz (Stand Oktober 2026) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Extrem gepfeilter Flügel mit 37 Grad – deutlich schräger als bei allen anderen Citations und den meisten Businessjets
- T-Leitwerk mit ebenfalls stark gepfeiltem Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse
- Zwei auffallend große Triebwerksgondeln seitlich am Heck, im Verhältnis zum schlanken Rumpf fast überdimensioniert
- Langer, schlanker Rumpf mit lang gezogener, spitzer Nase
- Hohes, langbeiniges Fahrwerk – der Jet steht sichtbar höher als eine Citation XLS
- Winglets nur bei der X+ ab Werk und bei nachgerüsteten Citation X; ältere Jets ohne Winglets
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker weißer Jet rollt zur Piste, und irgendetwas wirkt an ihm anders als an den übrigen Citations auf dem Vorfeld. Der Flügel ist schräg nach hinten gezogen wie bei einem Verkehrsflugzeug, oben auf der Seitenflosse thront ein T-Leitwerk, am Heck hängen zwei Triebwerksgondeln, die für den schmalen Rumpf fast zu groß erscheinen. Gut möglich, dass du eine Cessna Citation X vor dir hast – den Jet, der nach dem Ende der Concorde jahrelang als schnellstes ziviles Serienflugzeug galt. Hier erfährst du, wie Cessna zu diesem Tempo kam, wie du X und X+ auseinanderhältst und wo du die inzwischen nicht mehr gebaute Maschine noch erwischst.
Die C750 in deinem Hangar
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Betreiber, Flughafen und Spot – so siehst du auf einen Blick, welche Citation X du schon hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Cessna Citation X?
Die Cessna Model 750, vermarktet als Citation X, ist ein zweistrahliger Businessjet mit Triebwerken am Heck, Platz für typischerweise acht Passagiere und interkontinentaler Reichweite. Das X steht dabei für die römische Zehn – sie war das zehnte Modell der Citation-Familie. Gebaut wurde sie von Cessna in Wichita, Kansas; seit 2014 gehört die Marke zu Textron Aviation.
Während Cessna bei vielen Citations auf gerade Flügel, gutmütige Langsamflugeigenschaften und kurze Pisten setzte, verfolgte die Citation X ein ganz anderes Ziel: Geschwindigkeit. Kunden wollten Strecken quer über die USA oder über den Atlantik schneller zurücklegen als mit jedem anderen Businessjet. Dafür bekam die Maschine einen neu konstruierten, mit 37 Grad extrem stark gepfeilten Flügel, ein neues Leitwerk, neues Fahrwerk und neue Systeme. Vom Vorgänger übernahm Cessna nur den Rumpfquerschnitt der Citation III, die Kabine ist also ähnlich breit und hoch wie bei den älteren großen Citations.
Vorgestellt wurde das Projekt im Oktober 1990 auf der US-Fachmesse NBAA. Der Erstflug folgte am 21. Dezember 1993. Bis zur Zulassung dauerte es länger als ursprünglich vorgesehen: Laut Nachschlagewerken zogen sich Probleme mit Zelle, Triebwerken, Avionik und einem höheren Gewicht hin, sodass die FAA den Jet erst am 3. Juni 1996 zuließ statt wie anvisiert im Sommer 1995. Den ersten Serienjet übernahm Mitte 1996 der Golfprofi Arnold Palmer, ein langjähriger Cessna-Kunde.
Geschichte: vom Collier Trophy bis zum Produktionsende
Die Citation X machte schnell Schlagzeilen. Im Februar 1997 erhielt das Entwicklungsteam die Robert J. Collier Trophy, eine der renommiertesten Auszeichnungen der US-Luftfahrt. Im September 1997 stellte Arnold Palmer mit seinem Jet laut Nachschlagewerken einen Geschwindigkeitsrekord auf einem geschlossenen 5.000-Kilometer-Kurs auf und erreichte dabei rund 473 Knoten im Schnitt.
Auch international ging es voran: Transport Canada erteilte die Zulassung im Mai 1998, die europäische JAA folgte 1999. Ab 2002 lieferte Cessna die Jets mit rund fünf Prozent mehr Schub und einem leicht erhöhten Startgewicht aus.
Ab 2008 testete die Firma Winglet Technology gemeinsam mit Cessna elliptische Winglets für die Citation X. Sie versprachen laut Nachschlagewerken vier bis fünf Prozent weniger Treibstoffverbrauch, rund 150 nautische Meilen mehr Reichweite und bessere Steigleistung. Viele Jets erhielten die Winglets später als Nachrüstung – für Spotter ein wichtiges Detail, dazu gleich mehr.
Die Citation X+
2010 kündigte Cessna eine umfassend überarbeitete Version an, zunächst unter dem Namen Citation Ten. Als Citation X+ flog sie am 17. Januar 2012 erstmals, die FAA-Zulassung folgte im Juni 2014. Die wichtigsten Neuerungen:
| Merkmal | Citation X | Citation X+ |
|---|---|---|
| Erstflug | 21. Dezember 1993 | 17. Januar 2012 |
| Triebwerke | AE 3007C/C1 | AE 3007C2, je rund 31,3 kN |
| Cockpit | Honeywell Primus 2000 mit fünf Röhrenbildschirmen | Garmin G5000 mit drei großen Displays, Autothrottle |
| Winglets | nicht ab Werk, teils nachgerüstet | elliptische Winglets ab Werk |
| Kabine | Grundlänge | rund 38 cm länger |
| Max. Startgewicht | rund 16,2 bis 16,4 t | rund 16,6 t |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 0,92 | Mach 0,935 |
| Gebaut | 310 | 29 |
Mit Mach 0,935 übertraf die X+ knapp die Mach 0,925 der Gulfstream G650, die der Citation X den Titel kurz streitig gemacht hatte. Damit war die X+ für einige Jahre wieder das schnellste zivile Serienflugzeug. Inzwischen haben die großen Langstreckenjets aufgeschlossen: Laut Bombardier erreicht die Global 8000 bis zu Mach 0,95.
Kommerziell blieb die X+ allerdings ein Nischenprodukt. Nur 29 Exemplare wurden ausgeliefert, und mit der Citation Longitude stand bereits ein Nachfolger mit breiterer Kabine in den Startlöchern. 2018 beendete Cessna die Produktion nach insgesamt 339 Jets.
C750, nicht C650
Die Citation X läuft im Tracking unter C750. Der ähnlich klingende Code C650 gehört zur älteren Citation III, VI und VII – mit gleichem Rumpfquerschnitt, aber deutlich weniger gepfeiltem Flügel. Wie die Codes aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Technik: Wie die Citation X so schnell wird
Das Geheimnis der Citation X liegt vor allem im Flügel. Mit 37 Grad Pfeilung an der 25-Prozent-Linie ist er laut Nachschlagewerken ähnlich stark gepfeilt wie der Flügel der Boeing 747. Dazu kommt ein superkritisches Profil, das die Stoßwellen bei hohen Unterschallgeschwindigkeiten abschwächt. Der Rumpf ist nach der sogenannten Flächenregel geformt, um den Luftwiderstand im schallnahen Bereich zu senken.
Die Flugsteuerung arbeitet mit hydraulisch betätigten Rudern über zwei Hydrauliksysteme. Das Seitenruder ist geteilt, jeder Flügel trägt fünf Spoilerklappen. Für Spotter weniger sichtbar, für Piloten umso wichtiger.
Der Antrieb war für Cessna eine Premiere: Die Citation X war das erste Cessna-Flugzeug mit Triebwerken von Rolls-Royce. Die AE 3007 stammen ursprünglich von Allison, das Rolls-Royce in den 1990er-Jahren übernahm. Das Triebwerk ist eng verwandt mit dem Antrieb der Embraer-Regionaljets der ERJ-Familie wie der Embraer ERJ 145. Je nach Version liefern die Triebwerke zwischen rund 28,7 und 31,3 kN Schub. Für einen Jet dieser Größe ist das viel – daher die auffällig großen Gondeln am Heck.
Laut Nachschlagewerken reist die Citation X mit rund 525 Knoten, also etwa 970 km/h, und steigt bis auf 51.000 Fuß. Die Reichweite liegt je nach Version und Bedingungen bei rund 3.250 bis 3.460 nautischen Meilen, also gut 6.000 Kilometern. Damit sind Strecken wie New York–Paris oder Genf–Dubai in Reichweite, abhängig von Wind und Zuladung.
In der Kabine bleibt es beim Querschnitt der Citation III: rund 1,68 Meter breit und 1,73 Meter hoch. Das reicht für aufrechtes Gehen, ist aber schmaler als bei der Longitude oder der Citation Latitude. Typisch sind acht Sitze in Clubanordnung, je nach Auslegung passen laut Nachschlagewerken bis zu zwölf Passagiere hinein.
C750 im Anflug? Du weißt es zuerst
Planetrack benachrichtigt dich per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen anfliegt – ideal für seltene Businessjets ohne festen Flugplan. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Betreiber: NetJets, Charter und Privateigner
Der wichtigste Kunde der Citation X war NetJets. Der Anbieter von Bruchteilseigentum bestellte laut Nachschlagewerken zunächst 60 und später weitere 21 Jets und flog sie intensiv – rund 1.100 bis 1.200 Stunden pro Jahr und Maschine. Weitere große Betreiber in den USA waren Charter- und Jetcard-Anbieter wie XOJET und Wheels Up.
Dazu kamen zahlreiche Firmenflotten und prominente Privateigner. Neben Arnold Palmer zählten laut Nachschlagewerken unter anderem der Abenteurer Steve Fossett und der Rennfahrer Nelson Piquet zu den Eignern.
In Europa ist die Citation X weniger verbreitet als in Nordamerika. Du triffst sie vor allem bei Charterfirmen, Managementgesellschaften und Privatbesitzern. Da die Produktion seit 2018 ruht und ältere Jets nach und nach ausgemustert oder in andere Länder verkauft werden, ändert sich das Bild laufend. Stand Oktober 2026 prüfst du die Identität einer Maschine am besten über das Kennzeichen – wie das geht, erklärt der Beitrag Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Gebrauchtmarkt bringt Bewegung
Viele Citation X haben ihren Eigentümer mehrfach gewechselt. Ein Jet, der jahrelang mit US-Kennzeichen flog, kann heute in Europa, Südamerika oder Asien registriert sein. Ältere Fotos in Datenbanken zeigen deshalb nicht immer den aktuellen Zustand.
So erkennst du die Citation X
Unter den Citations ist die X der Außenseiter – und genau das macht sie leicht zu bestimmen. Drei Merkmale reichen fast immer: der stark gepfeilte Flügel, das T-Leitwerk und die großen Heckgondeln.
Flügel ansehen
Wirkt der Flügel schräg wie bei einem Verkehrsflugzeug, bist du schon richtig. XLS, CJ-Modelle und Mustang haben fast gerade Flügel.
Leitwerk prüfen
Das Höhenleitwerk sitzt als T ganz oben und ist ebenfalls stark gepfeilt. Ein Kreuzleitwerk auf halber Höhe schließt die X aus.
Proportionen einordnen
Schlanker Rumpf, lange Nase, dazu mächtige Triebwerksgondeln: Bei kaum einem anderen Bizjet wirken die Gondeln so groß.
Winglets und Kennzeichen
Winglets sprechen für eine X+ oder eine nachgerüstete X. Welche Version es ist, bestätigt dir das Kennzeichen.
Auf dem Boden fällt außerdem das hohe Fahrwerk auf. Die Citation X steht sichtbar höher als eine Citation XLS, und die Triebwerke hängen entsprechend weit über dem Asphalt. Im Anflug siehst du von unten die schlanke Flügelform mit der markanten Pfeilung – ein Anblick, der eher an einen kleinen Airliner erinnert als an einen typischen Cessna-Jet.
Häufige Verwechslungen
| Verwechslung | Woran du sie trennst |
|---|---|
| Citation Longitude | dickerer Rumpf, weniger stark gepfeilter Flügel, Gondeln wirken kleiner |
| Citation Latitude | breiter, kürzer, fast gerader Flügel |
| Citation Sovereign | Kreuzleitwerk auf halber Flossenhöhe, nur leicht gepfeilter Flügel |
| Bombardier Challenger 300/350 | breiterer Rumpf, weniger Pfeilung, Winglets |
| Gulfstream G280 | dickerer Rumpf, ovale Fenster, Winglets |
| Dassault Falcon 2000 | Höhenleitwerk nicht ganz oben, breiter Rumpf |
| Hawker 800XP | bulliger Rumpf, Höhenleitwerk tiefer, Hutze an der Flossenwurzel |
| Gulfstream G650 | viel größer, große ovale Fenster, Winglets |
Die meisten Verwechslungskandidaten sind entweder dicker im Rumpf oder haben weniger Pfeilung. Wer einen schlanken Jet mit Verkehrsflugzeug-Flügel sieht, ist fast immer bei der Citation X. Eine Übersicht über alle großen Familien gibt der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Es spricht für eine Citation X, wenn …
- der Flügel auffallend stark gepfeilt ist
- ein gepfeiltes T-Leitwerk oben auf der Flosse sitzt
- die Triebwerksgondeln am Heck im Verhältnis zum Rumpf sehr groß wirken
- dein Tracking den Code C750 zeigt
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffällig dick wirkt – dann könnte es eine Longitude sein
- du die Maschine nur frontal oder von hinten siehst
- im Tracking C650 steht – das ist die ältere Citation III/VI/VII
Es ist keine Citation X, wenn …
- der Flügel fast gerade ist
- das Höhenleitwerk auf halber Höhe der Seitenflosse sitzt
- die Triebwerke unter den Flügeln montiert sind
Spotting-Tipps für die Citation X
Die Citation X gehört in Europa nicht zu den alltäglichen Bizjets. Wer eine erwischen will, braucht Geduld, die richtigen Flughäfen und ein gutes Alarm-Setup.
- Genf und Zürich. Am Flughafen Genf ist Business Aviation Alltag; von der Aussichtsterrasse siehst du viele Bizjets beim Rollen. Mehr dazu im Guide Planespotting in Genf. In Zürich lohnt der Butzenbüel für Landungen.
- Côte d’Azur und Paris. Der Flughafen Nizza und Paris-Le Bourget zählen zu den großen Bizjet-Drehscheiben Europas, gerade im Sommer und rund um Großereignisse.
- London. London-Luton hat einen großen Business-Aviation-Bereich mit viel transatlantischem Verkehr – gute Chancen auf US-registrierte Jets.
- Österreich im Winter. In der Skisaison landen in Salzburg viele Privatjets; die Besucherterrasse ist ein guter Startpunkt.
- Alarme statt Warten. Lass dich benachrichtigen, wenn eine C750 anfliegt. Wie das mit Tracking-Diensten funktioniert, erklärt der Beitrag Benachrichtigungen für Flugzeuge einrichten.
- Seitenansicht im Anflug. Die Pfeilung kommt am besten zur Geltung, wenn du den Jet im Anflug leicht von unten oder schräg von vorn erwischst.
- Kurze Belichtungszeiten. Die Citation X rollt nicht schneller als andere Jets, aber im Anflug ist sie flott unterwegs. Mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde oder kürzer bist du auf der sicheren Seite.
Mehr zum Spotten von Privatjets findest du im Guide Businessjets spotten und im Artikel General Aviation spotten. Wie besonders eine Sichtung ist, hilft dir der Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einzuordnen – eine X+ mit ihren nur 29 gebauten Exemplaren ist in Europa jedenfalls ein echter Fang.
Privatsphäre respektieren
Businessjets fliegen oft Privatpersonen oder Firmenkunden. Fotografiere die Flugzeuge, nicht die Passagiere, und bleib auf öffentlich zugänglichen Flächen. Absperrungen an GA-Terminals sind verbindlich.
Sicherheit
Die Citation X gilt als ausgereifte Konstruktion, die im Alltag hohe Flugstunden verträgt – NetJets nutzte sie über Jahre im Dauereinsatz. Einen Unfall mit Todesopfern gab es auch in Deutschland: Am 1. März 2012 stürzte eine Citation X laut Nachschlagewerken bei einem nächtlichen Anflug auf den Flugplatz Frankfurt-Egelsbach bei schlechter Sicht einige Kilometer vor der Landebahn ab, alle fünf Menschen an Bord kamen ums Leben. Für Details zu Ursachen verweisen wir auf die Berichte der zuständigen Untersuchungsbehörden.
Die Citation X in der Citation-Familie
In der Citation-Familie war die X lange das Spitzenmodell: Darunter lagen die Midsize-Jets der 560XL-Reihe wie die XLS, die längere Sovereign und die Light Jets der CJ-Reihe, etwa die Citation CJ4. Ihr Rumpfquerschnitt lebt sogar in der Excel und XLS weiter, die einen verkürzten Rumpf aus dieser Linie nutzen.
Mit dem Produktionsende 2018 übergab die Citation X ihre Rolle an die Longitude, die mehr Kabinenbreite statt mehr Tempo bietet. Für Spotter bleibt sie ein Typ mit Geschichte: der Jet, der im Businessjet-Segment die Messlatte für Geschwindigkeit setzte und dessen Rekord erst Jahre später fiel. Einen Blick auf den Überschall-Vorgänger an der Spitze der zivilen Geschwindigkeitsliste wirfst du auf der Seite zur Concorde.
Bereit für die Citation-X-Jagd?
- Ich weiß, dass X und X+ im Tracking als C750 laufen.
- Ich verwechsle C750 nicht mit C650.
- Ich erkenne den stark gepfeilten Flügel und das T-Leitwerk auf den ersten Blick.
- Ich trenne Citation X und Longitude über Rumpfdicke und Pfeilung.
- Ich habe einen Alarm für den Typcode eingerichtet.
Fazit
Die Cessna Citation X ist der Ausreißer der Citation-Familie: kein gutmütiger Geradflügler, sondern ein auf Tempo getrimmter Jet mit 37 Grad Pfeilung und Rolls-Royce-Triebwerken. Von 1996 bis 2018 entstanden 339 Exemplare, die X+ erreicht Mach 0,935 und hielt damit lange den Titel des schnellsten zivilen Serienflugzeugs. Gebaut wird sie nicht mehr, doch die verbliebenen Jets machen jede Sichtung an europäischen Business-Aviation-Flughäfen zu etwas Besonderem.
Kurzfazit
Schlanker Rumpf, stark gepfeilter Flügel, T-Leitwerk und riesige Heckgondeln: Das ist die Citation X. Im Tracking steht sie als C750, Winglets deuten auf eine X+ oder eine nachgerüstete X hin.
Zusammenfassung
- Cessna stellte die Citation X im Oktober 1990 vor. Erstflug war am 21. Dezember 1993, die FAA-Zulassung folgte am 3. Juni 1996, erster Kunde war der Golfprofi Arnold Palmer.
- Mit 37 Grad Flügelpfeilung, superkritischem Profil und Rolls-Royce-Triebwerken AE 3007 erreicht sie Mach 0,92. Die 2014 zugelassene X+ mit Garmin-Cockpit und Winglets ist bis Mach 0,935 zugelassen.
- Bis zum Produktionsende 2018 wurden 339 Jets gebaut, darunter 29 X+. Großkunde war NetJets.
- Für Spotter ist sie leicht zu erkennen: stark gepfeilter Flügel, T-Leitwerk und mächtige Triebwerksgondeln trennen sie von allen anderen Citations.
Häufige Fragen
Wie schnell ist die Cessna Citation X?
Die ursprüngliche Citation X ist bis Mach 0,92 zugelassen, die Citation X+ bis Mach 0,935. Die übliche Reisegeschwindigkeit liegt laut Nachschlagewerken bei rund 525 Knoten, also etwa 970 km/h. Damit war sie nach dem Ende der Concorde über Jahre das schnellste zivile Serienflugzeug. Inzwischen haben einige große Langstrecken-Bizjets aufgeschlossen, laut Bombardier liegt die Global 8000 mit Mach 0,95 sogar knapp darüber.
Welchen ICAO-Typcode hat die Citation X?
Citation X und X+ laufen beide unter C750, abgeleitet von der Modellnummer 750. Der Code verwechselt sich leicht mit C650, dem Code der älteren Citation III, VI und VII. Mit einem Startgewicht von gut 16 Tonnen gehört die Citation X zur Wirbelschleppenkategorie Medium.
Was ist der Unterschied zwischen Citation X und X+?
Die X+ (zunächst als Citation Ten angekündigt) hat eine um rund 38 Zentimeter verlängerte Kabine, ein Garmin-G5000-Cockpit mit drei großen Bildschirmen, stärkere Triebwerke vom Typ AE 3007C2, eine automatische Schubregelung und ab Werk elliptische Winglets. Von außen erkennst du sie vor allem an den Winglets – allerdings haben auch manche ältere Citation X welche nachgerüstet bekommen.
Wird die Citation X noch gebaut?
Nein. Cessna hat die Produktion 2018 eingestellt. Insgesamt entstanden 339 Exemplare. Die größere Citation Longitude mit breiterem Rumpf ist seither das Spitzenmodell im Citation-Programm. Die gebauten Jets fliegen aber weiter, viele davon bei Charterfirmen und Privateignern.
Wie unterscheide ich die Citation X von der Citation Longitude?
Beide haben ein T-Leitwerk und Triebwerke am Heck. Die Citation X hat aber einen deutlich stärker gepfeilten Flügel und einen schlankeren Rumpf, auf dem die Triebwerksgondeln groß wirken. Die Longitude ist sichtbar dicker, ihr Flügel ist weniger schräg.
Wer flog die erste Citation X?
Den ersten Serienjet übernahm Mitte 1996 der US-Golfprofi Arnold Palmer, ein langjähriger Cessna-Kunde. Er stellte damit 1997 auch einen Geschwindigkeitsrekord auf einem geschlossenen 5.000-Kilometer-Kurs auf.
Wo kann ich die Citation X in Europa spotten?
Die Citation X ist in Europa deutlich seltener als die Citation XLS. Die besten Chancen hast du an großen Business-Aviation-Flughäfen wie Genf, Nizza, Paris-Le Bourget oder London-Luton. Weil Businessjets keinem Flugplan folgen, sind Alarme auf den Typcode C750 der effektivste Weg.
Cessna Citation X sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Cessna Citation Excel/XLS
Gerader Flügel, Kreuzleitwerk, Stehhöhe in der Kabine: Die Citation Excel und ihre XLS-Nachfolger gehören zu den meistgebauten Midsize-Jets überhaupt. In Europa begegnen sie dir oft mit portugiesischem Kennzeichen bei NetJets Europe.
BusinessjetCessna Citation Sovereign/Sovereign+
Gepfeilter Flügel, Kreuzleitwerk, langer schlanker Rumpf: Die Citation Sovereign war von 2004 bis 2021 Cessnas Midsize-Jet zwischen Excel und Citation X. So erkennst du sie und trennst sie von XLS und Latitude.
BusinessjetCessna Citation Latitude
Runder, hoher Rumpf, gepfeilter Flügel der Sovereign und ein Kabinenboden ohne Mittelgang-Stufe: Die Citation Latitude ist seit 2015 einer der Midsize-Jets, die du an Business-Aviation-Plätzen besonders oft siehst. So erkennst du sie und trennst sie von Sovereign, Longitude und XLS.
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