Fotografierverbote in Ägypten: Flughafen, Militär und Urlaubsorte wie Hurghada

Ägypten ist für viele Spotter ein Urlaubsziel mit Flugzeugen vor der Hoteltür. Die Regeln zum Fotografieren sind dort aber deutlich strenger als in Europa. Der Überblick zu Flughäfen, Militär, Polizei, Drohnen und Ausrüstung.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202611 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Militär und Polizei sind tabu: Laut Auswärtigem Amt ist das Fotografieren und Filmen von Einrichtungen, Fahrzeugen und Personal von Militär und Polizei verboten. Bei Verstößen drohen Beschlagnahme von Kamera oder Handy und Festnahme.
  • Flughäfen gelten als sensibel: Das britische Außenministerium zählt staatliche Infrastruktur zu den heiklen Motiven. Gezieltes Spotten mit Teleobjektiv am Flughafenzaun ist in Ägypten keine gute Idee.
  • Drohnen bleiben zu Hause: Für Einfuhr und Betrieb brauchst du eine vorherige Genehmigung. Ohne sie wird die Drohne am Zoll beschlagnahmt, und es drohen Strafverfahren.
  • Auch Ausrüstung kann Ärger machen: Fernrohre, Funkgeräte und bestimmte GPS-Geräte können ohne Genehmigung bei der Einreise Probleme bis zur Beschlagnahme verursachen. Für professionelle Foto- und Filmausrüstung ist eine Genehmigung nötig.
  • Im Zweifel fragen oder lassen: Beide Außenministerien raten, bei Unsicherheit vorher um Erlaubnis zu bitten – oder die Kamera einfach unten zu lassen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Fotografieren in Ägypten: die kurze Antwort
  2. 2.Was offiziell verboten ist
  3. 3.Flughäfen: Warum Spotten dort heikel ist
  4. 4.Urlaubsorte wie Hurghada: Was im Alltag geht
  5. 5.Drohnen: in Ägypten praktisch ausgeschlossen
  6. 6.Ausrüstung im Gepäck: Was Probleme machen kann
  7. 7.Wenn du angesprochen wirst
  8. 8.Warum die Regeln so streng sind
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Rotes Meer, Sonne fast garantiert und alle paar Minuten ein Ferienflieger im Anflug: Für viele Spotter klingt ein Urlaub in Hurghada oder Sharm el-Sheikh nach einer perfekten Kombination. Doch beim Thema Fotografieren in Ägypten gelten andere Maßstäbe als in Hamburg oder München. Militär und Polizei sind fotografisch tabu, Flughäfen und Infrastruktur gelten als sensibel, und eine Drohne im Koffer kann schon am Zoll zum Problem werden. Dieser Guide fasst zusammen, was die Reisehinweise des Auswärtigen Amts und des britischen Außenministeriums dazu sagen, und übersetzt das in praktische Regeln für deinen Urlaub.

Wichtig vorab

Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Die Regeln in Ägypten werden vor Ort oft streng und nicht immer einheitlich ausgelegt. Lies vor jeder Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts – Stand dieses Artikels ist Oktober 2026.

Fotografieren in Ägypten: die kurze Antwort

Urlaubsfotos am Strand, im Hotel und an den großen Sehenswürdigkeiten sind in Ägypten völlig normal. Verboten ist das Fotografieren und Filmen von Militär und Polizei – also ihren Einrichtungen, Fahrzeugen und ihrem Personal. Das gilt nach Angaben des Auswärtigen Amts auch für Gefängnisse. Bei Verstößen drohen die Beschlagnahme von Kamera oder Smartphone und die Festnahme.

Dazu kommt eine Grauzone, die für Spotter besonders relevant ist: Das britische Außenministerium nennt Regierungsgebäude, staatliche Infrastruktur, Botschaften und religiöse Gebäude als sensible Motive und rät, im Zweifel vorher um Erlaubnis zu fragen. Flughäfen fallen klar in diese Kategorie. Planespotting, wie du es von europäischen Besucherterrassen und Spotterhügeln kennst, gibt es in Ägypten praktisch nicht.

7 Jahremaximale Haftstrafe für unerlaubte Drohnen laut britischer Reiseinformation
5.000–50.000ägyptische Pfund Geldstrafe als Alternative

Was offiziell verboten ist

Die Reisehinweise der Außenministerien sind die verlässlichste Quelle, die du als Tourist bekommst. Zusammengefasst ergeben sich folgende Verbote und Warnungen:

Motiv Was die Reisehinweise sagen Risiko
Militär: Kasernen, Stützpunkte, Fahrzeuge, Soldaten Fotografieren und Filmen verboten, auch in der Nähe militärischen Geländes Beschlagnahme, Festnahme
Polizei: Wachen, Fahrzeuge, Beamte Fotografieren und Filmen verboten Beschlagnahme, Festnahme
Gefängnisse und Justizvollzug ausdrücklich eingeschlossen Beschlagnahme, Festnahme
Suezkanal als militärisch sensibel ausdrücklich genannt Festnahme möglich
Regierungsgebäude, Botschaften, Infrastruktur sensible Motive, vorher um Erlaubnis fragen Kontrolle, Ärger mit Behörden
Menschen, vor allem Kinder Fotos von Kindern untersagt, bei Erwachsenen schriftliche Zustimmung nach Vorgaben des Tourismusministeriums Konflikt, Anzeige
Bilder, die dem Ansehen des Landes schaden Aufnehmen und Teilen verboten Strafverfolgung möglich

Besonders der letzte Punkt zeigt, wie weit die Regeln reichen: Laut britischem Außenministerium ist es verboten, Fotos zu machen oder zu teilen, die als schädlich für das Bild des Landes gelten. Was darunter fällt, entscheiden im Ernstfall die Behörden vor Ort. Auch das Auswärtige Amt warnt, dass Aufnahmen an Kulturstätten, die über ein reines Erinnerungsfoto hinausgehen – etwa provokante Posen –, zur Festnahme führen können.

Flughäfen: Warum Spotten dort heikel ist

In Europa ist der Flughafenzaun für Spotter oft der Lieblingsplatz. In Ägypten ist er ein Ort, an dem du nicht mit langer Brennweite stehen möchtest. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Allgegenwärtige Sicherheitskräfte: An Flughäfen arbeiten Polizei und andere Sicherheitskräfte. Wer fotografiert, hat schnell Uniformierte im Bild – und die sind tabu.
  • Staatliche Infrastruktur: Flughäfen gehören zu den sensiblen Anlagen, bei denen das britische Außenministerium ausdrücklich zur Vorsicht rät. Wie das Thema in Deutschland aussieht, erklärt Kritische Infrastruktur fotografieren.
  • Militärische Nutzung: Manche Flughäfen im Land werden auch militärisch genutzt oder liegen in der Nähe militärischer Anlagen. Als Tourist kannst du von außen oft nicht erkennen, wo die zivile Seite aufhört.
  • Kein Spotter-Verständnis: Das Hobby ist in Ägypten kaum bekannt. Jemand mit Teleobjektiv, der stundenlang Flugzeuge beobachtet und Kennzeichen notiert, wirkt auf Sicherheitskräfte schnell verdächtig. Dass dieser Eindruck selbst in Europa schnell aufkommt, zeigt der Artikel Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.

Auch im Terminal gilt erhöhte Zurückhaltung. Schon in Deutschland sind Sicherheitskontrollen ein No-Go für Fotos, wie der Guide Warum Fotografieren an der Sicherheitskontrolle verboten ist erklärt. In Ägypten kommen zahlreiche Kontrollpunkte schon vor dem Terminalgebäude hinzu. Die allgemeinen Regeln für Aufnahmen in Abflughallen findest du unter Fotografieren im Terminal – in Ägypten solltest du sie deutlich strenger auslegen.

Kairo, Hurghada, Sharm el-Sheikh

Der Flughafen Kairo ist das Drehkreuz von EgyptAir und der größte Flughafen des Landes. Hurghada, Sharm el-Sheikh und Marsa Alam sind dagegen vor allem Ziele für Ferienflieger aus Europa. Für deutsche Urlauber kommen dort typischerweise Maschinen von Airlines wie Condor, TUIfly, SunExpress oder Discover Airlines an, daneben ägyptische Carrier wie Air Cairo, FlyEgypt. Welche Airline aktuell welche Strecke fliegt, ändert sich von Saison zu Saison.

Für alle diese Flughäfen gilt: Es gibt keine offiziell ausgewiesenen Spotterbereiche oder Besucherterrassen, wie du sie aus Europa kennst. Wer dort Flugzeuge fotografieren möchte, tut das bestenfalls beiläufig aus dem Hotel, vom Strand oder aus dem Flugzeugfenster. Tipps für Letzteres findest du unter Aus dem Flugzeugfenster fotografieren.

Sichtungen festhalten, auch ohne Kamera

Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – auch ein beiläufiges Handyfoto aus dem Hotelgarten findet so seinen Platz im Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Urlaubsorte wie Hurghada: Was im Alltag geht

Die gute Nachricht: In den Urlaubsorten am Roten Meer ist Fotografieren grundsätzlich Teil des Tourismus. Hotelanlagen, Strände, Tauchausflüge und Sehenswürdigkeiten fotografierst du ganz normal. Die Probleme entstehen an den Rändern – dort, wo Staat, Sicherheit und Menschen ins Spiel kommen.

In der Regel unproblematisch

  • Strand, Meer, Hotelanlage und Pool
  • Landschaften, Wüste und Unterwasserwelt
  • Ein Flugzeug am Himmel über dem Hotel, beiläufig mit dem Handy
  • Selfies und Gruppenfotos mit deinen Mitreisenden

Nur mit Zurückhaltung oder Erlaubnis

  • Einheimische, Händler und Angestellte – vorher fragen
  • Moscheen und Kirchen – Regeln vor Ort beachten
  • Fotos an Kulturstätten, die über ein Erinnerungsbild hinausgehen
  • Gezielte Fotos von Flugzeugen im Endanflug mit großem Teleobjektiv

Finger weg

  • Polizei, Militär, Checkpoints und Uniformierte
  • Kasernen, Stützpunkte, Militärfahrzeuge und Gefängnisse
  • Flughafenzaun, Sicherheitsbereiche und Kontrollpunkte
  • Kinder ohne ausdrückliche Zustimmung der Eltern

Ein typisches Szenario: Du sitzt am Hotelstrand, und ein Ferienjet zieht im Anflug vorbei. Ein kurzes Handyfoto ist meist kein Problem. Anders sieht es aus, wenn du mit Stativ, großem Objektiv und Notizblock stundenlang an einer Straße in Flughafennähe stehst. Die Grenze ist nicht offiziell definiert – entscheidend ist, wie dein Verhalten auf Sicherheitskräfte wirkt.

Mehr Ideen, wie du Spotten und Familienurlaub entspannt kombinierst, findest du im Guide Planespotting im Urlaub.

Drohnen: in Ägypten praktisch ausgeschlossen

Für Drohnen sind die Reisehinweise eindeutig. Das Auswärtige Amt nennt die Einfuhr ohne vorherige Genehmigung der ägyptischen Zivilluftfahrtbehörde als verboten. Am Zoll werden Drohnen beschlagnahmt, Festnahme und Strafverfolgung sind möglich. Das britische Außenministerium verlangt eine vorherige Erlaubnis des Verteidigungsministeriums für Einfuhr, Nutzung und Herstellung und nennt als mögliche Strafe bis zu sieben Jahre Haft oder eine Geldstrafe zwischen 5.000 und 50.000 ägyptischen Pfund. Auch ferngesteuerte Hubschrauber für Fotos in der Nähe sensibler Orte sind verboten.

Für dich als Urlauber heißt das: Lass die Drohne zu Hause. Eine Genehmigung ist für private Reisen kaum realistisch zu bekommen, und das Risiko steht in keinem Verhältnis zu ein paar Luftaufnahmen vom Hotelstrand. Was beim Mitnehmen im Flugzeug grundsätzlich gilt, erklärt der Artikel Drohne im Flugzeug mitnehmen; für Reisen innerhalb Europas hilft Mit der Drohne in den Urlaub. Ägypten gehört nicht zu den Ländern, für die diese EU-Regeln gelten.

Ausrüstung im Gepäck: Was Probleme machen kann

Nicht nur Drohnen sind bei der Einreise ein Thema. Das Auswärtige Amt listet weitere Gegenstände, die ohne entsprechende Genehmigungen Probleme bis zur Beschlagnahme und Strafverfolgung verursachen können:

  • Fernrohre, ausdrücklich auch Zielfernrohre
  • Satellitentelefone und Funkgeräte
  • Unterwasserroboter
  • bestimmte GPS-Geräte (private Smartphones ausgenommen)

Für Spotter ist der Punkt Funkgeräte relevant: Ein Scanner zum Mithören des Flugfunks gehört nicht in den Koffer nach Ägypten. Schon in Deutschland gelten dafür eigene Regeln, wie der Artikel Flugfunk hören: Rechtslage zeigt.

Dazu kommt die Kamera selbst. Laut britischem Außenministerium brauchst du für professionelle Foto- oder Filmausrüstung eine Genehmigung zur Einreise. Genannt werden etwa Reflektorschirme, Außenbeleuchtung und Aufbauten, die öffentliche Wege blockieren. Eine normale Systemkamera mit Reisezoom ist Urlaubsalltag. Ein großes Festbrennweiten-Tele mit Stativ wirkt dagegen schnell professionell, auch wenn keine offizielle Grenze existiert. Tipps zum sicheren Transport findest du unter Kameraausrüstung im Handgepäck.

1. Reisehinweise lesen

Prüf vor der Abreise die aktuellen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu Ägypten. Sie ändern sich, etwa bei der Lage auf dem Sinai.

2. Gepäck ausmisten

Drohne, Funkscanner, Fernrohr und spezielle GPS-Geräte bleiben zu Hause. Nimm nur die Kamera mit, die du wirklich brauchst.

3. Kleines Setup wählen

Ein Reisezoom oder ein kompaktes Telezoom fällt weniger auf als ein großes Supertele mit Stativ.

4. Ausweis und Visum dabeihaben

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass du das Visa-Blatt während des Aufenthalts mitführen musst. Hab außerdem deinen Reisepass oder Personalausweis griffbereit, falls du kontrolliert wirst.

5. Bilder sauber halten

Lösch vor der Rückreise nichts in Panik, aber achte darauf, dass keine heiklen Motive auf der Karte landen – auch nicht aus Versehen.

Wenn du angesprochen wirst

Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass dich Polizei oder Sicherheitskräfte ansprechen. Dann zählt vor allem eines: Ruhe bewahren.

  • Freundlich und kooperativ bleiben. Diskussionen über Rechte, wie du sie aus Deutschland kennst, helfen dir in Ägypten nicht weiter.
  • Bilder zeigen, wenn verlangt. Wer offen zeigt, dass auf der Karte nur Urlaubsbilder und Flugzeuge am Himmel sind, entschärft die Situation oft am schnellsten.
  • Bilder löschen, wenn gefordert. Das ist ärgerlich, aber besser als eine Beschlagnahme oder Schlimmeres.
  • Nicht heimlich weiterfotografieren. Wer nach einer Ansprache wieder die Kamera hebt, verspielt jedes Wohlwollen.
  • Bei Festnahme die Botschaft kontaktieren. Die deutsche Botschaft in Kairo ist die Anlaufstelle, wenn es ernst wird. Speichere die Kontaktdaten vor der Reise.

Wie du mit solchen Situationen grundsätzlich umgehst, beschreiben die Artikel Kamera oder Speicherkarte beschlagnahmt und Polizeikontrolle beim Spotten. Beachte aber: Die dort beschriebenen Rechte beziehen sich auf Deutschland. In Ägypten gilt ägyptisches Recht.

Warum die Regeln so streng sind

Ägypten hat eine lange Tradition starker Sicherheitsbehörden. Laut Auswärtigem Amt haben Sicherheitskräfte und Militär auch nach dem Ende des Ausnahmezustands 2021 weitreichende Eingriffsbefugnisse, und vor allem nachts ist mit Kontrollen zu rechnen. Im Norden des Sinai finden militärische Operationen statt; für diese Region gilt eine Reisewarnung. In einem solchen Umfeld ist die Toleranz gegenüber Menschen, die Anlagen, Bewegungen oder Uniformierte fotografieren, gering.

Dass auch Länder in Europa hart reagieren können, zeigt der Kalamata-Fall 2001, bei dem Spotter in Griechenland festgenommen wurden. Ähnlich streng sind die Fotografierverbote in Russland und Belarus. Wie unterschiedlich die Rechtslage weltweit ist, fasst der Überblick Spotten im Ausland zusammen; eine Liste weiterer Länder mit strengen Regeln findest du unter Länder mit strengen Fotografierverboten an Flughäfen. Zum Vergleich mit der Lage zu Hause hilft der Artikel Militärflugplatz fotografieren.

Worauf du achten solltest

  • Kein Spotten am Zaun. Gezielte Aufnahmen von Flughafenanlagen sind in Ägypten ein unnötiges Risiko.
  • Uniformen sind Bildverbot. Polizei, Militär und Sicherheitspersonal haben auf deinen Fotos nichts zu suchen – auch nicht im Hintergrund.
  • Menschen fragen. Vor allem bei Kindern gilt: kein Foto ohne klare Zustimmung.
  • Auf Social Media zurückhaltend sein. Auch das Teilen von Bildern, die als schädlich für das Ansehen des Landes gelten, ist verboten.
  • Unauffällige Ausrüstung. Kleines Setup, kein Stativ an der Straße, kein Notizblock mit Kennzeichen in Flughafennähe.
  • Im Zweifel lassen. Kein Foto ist es wert, den Urlaub auf einer Polizeiwache zu verbringen.

Bist du fotografisch fit für Ägypten?

Hak ab, was du vor der Reise geklärt hast – am Ende siehst du, ob du gut vorbereitet bist.

  • Ich habe die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts gelesen.
  • Meine Drohne bleibt zu Hause.
  • Funkscanner, Fernrohr und spezielle GPS-Geräte sind nicht im Gepäck.
  • Ich nehme ein kompaktes Kamera-Setup statt großer Profiausrüstung mit.
  • Ich weiß, dass Militär, Polizei und Flughafenanlagen tabu sind.
  • Die Kontaktdaten der deutschen Botschaft in Kairo sind gespeichert.

Der Spot zu Hause wartet schon

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir legale Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos – und Sichtungs-Alarme melden dir, wenn ein ägyptischer Carrier oder eine Special Livery bei dir landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Ägypten ist ein großartiges Urlaubsland, aber kein Spotterziel im klassischen Sinn. Militär, Polizei, Gefängnisse und der Suezkanal sind fotografisch tabu, Flughäfen und staatliche Infrastruktur gelten als sensibel, und Drohnen brauchen eine Genehmigung, die Privatreisende kaum bekommen. In Hurghada, Sharm el-Sheikh oder Marsa Alam kannst du Strand, Hotel und Unterwasserwelt entspannt fotografieren – und auch mal einen Ferienjet am Himmel. Den Zaun mit Teleobjektiv hebst du dir für Europa auf.

Kurzfazit

Fotografier in Ägypten Urlaub, nicht Infrastruktur: keine Uniformen, keine Militär- oder Polizeianlagen, kein gezieltes Spotten am Flughafen, keine Drohne im Gepäck. Halte die Ausrüstung klein, frag bei Menschen vorher und lies vor der Reise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts.

Zusammenfassung

  • Ägypten unterscheidet nicht zwischen harmlosem Hobby und Ausspähung. Wer Militär, Polizei oder sicherheitsrelevante Anlagen fotografiert, riskiert Festnahme und den Verlust der Ausrüstung.
  • Flughäfen, der Suezkanal, Regierungsgebäude, Botschaften und Infrastruktur sind sensible Motive. Planespotting im europäischen Sinn mit Spotterhügel und Zaunlücke gibt es dort praktisch nicht.
  • Drohnen brauchen eine Genehmigung vorab. Laut britischem Außenministerium drohen sonst Haftstrafen von bis zu sieben Jahren oder hohe Geldstrafen.
  • Urlaubsfotos am Strand, im Hotel und an touristischen Sehenswürdigkeiten sind normal. Vorsicht gilt bei Menschen, Kindern, Uniformen und allem, was nach Staat aussieht.

Häufige Fragen

Darf ich in Ägypten am Flughafen fotografieren?

Ein schnelles Erinnerungsfoto im Terminal oder durch das Kabinenfenster ist für viele Reisende Alltag. Gezieltes Fotografieren von Flughafenanlagen, Sicherheitsbereichen, Personal oder abgestellten Militärmaschinen ist dagegen riskant: Das britische Außenministerium zählt staatliche Infrastruktur zu den sensiblen Motiven, und das Auswärtige Amt warnt vor Beschlagnahme und Festnahme beim Fotografieren von Militär und Polizei. An ägyptischen Flughäfen sind Polizei und Sicherheitskräfte allgegenwärtig. Spotten mit großem Teleobjektiv am Zaun solltest du dort nicht versuchen.

Kann ich in Hurghada Flugzeuge fotografieren?

Flugzeuge, die über Hotel oder Strand fliegen, landen bei vielen Urlaubern ganz nebenbei auf der Speicherkarte. Problematisch wird es, wenn du gezielt Anlagen, Zäune, Kontrollpunkte oder Uniformierte ins Bild nimmst oder dich mit Teleobjektiv in Flughafennähe postierst. Bleib auf Hotelgelände und öffentlichen Touristenbereichen, vermeide sichtbare Sicherheitsanlagen und brich ab, wenn dich jemand anspricht.

Was passiert, wenn ich in Ägypten Militär fotografiere?

Nach Angaben des Auswärtigen Amts drohen die Beschlagnahme der Kamera oder des Handys und eine Festnahme. Das gilt für Einrichtungen, Fahrzeuge und Personal von Militär und Polizei, ebenso für Gefängnisse. Das britische Außenministerium nennt ausdrücklich auch Aufnahmen in der Nähe militärischen Geländes und den Suezkanal.

Darf ich eine Drohne nach Ägypten mitnehmen?

Nur mit vorheriger Genehmigung. Das Auswärtige Amt verweist auf die ägyptische Zivilluftfahrtbehörde, das britische Außenministerium auf das Verteidigungsministerium. Ohne Genehmigung wird die Drohne am Zoll beschlagnahmt, Festnahme und Strafverfolgung sind möglich. Laut britischer Reiseinformation drohen bei unerlaubter Einfuhr oder Nutzung bis zu sieben Jahre Haft oder eine Geldstrafe zwischen 5.000 und 50.000 ägyptischen Pfund.

Brauche ich für meine Kamera eine Genehmigung?

Für normale Urlaubskameras nicht. Laut britischem Außenministerium ist aber eine Genehmigung für die Einreise mit professioneller Foto- oder Filmausrüstung nötig, genannt werden etwa Schirme, Außenbeleuchtung und Aufbauten, die öffentliche Wege blockieren. Wo genau die Grenze zu einer großen Spotter-Ausrüstung mit langem Teleobjektiv verläuft, ist nicht offiziell definiert. Je auffälliger dein Equipment, desto eher fällst du auf.

Darf ich durch das Flugzeugfenster beim Anflug fotografieren?

Für Ägypten gibt es keine offiziell veröffentlichte Sonderregel zu Fensterfotos aus der Kabine. Die allgemeinen Verbote gelten aber auch hier: Militärische Anlagen, die beim Anflug ins Bild kommen, sind heikel. Halte dich zudem an die Anweisungen der Crew. Wenn du unsicher bist, fotografier lieber das Meer und die Wüste als das Vorfeld.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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