Die spektakulärsten Flughäfen der Welt: Wo Landen zur Kunst wird

Kurze Pisten, Steigungen, Steilanflüge, Gebirgstäler und Strandlandungen: Ein Überblick über die anspruchsvollsten Flughäfen der Welt – warum Crews dort besonders trainieren müssen und was das für dich als Spotter bedeutet.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Spektakulär heißt meist kurz, steil oder eingekesselt: Fast alle berühmten Flughäfen vereinen eine knappe Piste mit schwierigem Gelände, wechselhaftem Wind oder einem Anflug, der von der üblichen geraden Linie abweicht.
  • Die Crews brauchen eine Extra-Ausbildung: In Lukla, Paro, Madeira oder Innsbruck dürfen Piloten erst nach besonderem Training oder einer Einweisung landen – teils nur bei Tageslicht und Sicht.
  • Kleine Pisten, kleine Flugzeuge: Auf Saba, Barra, St. Barth oder in Lukla dominieren Kurzstarter wie die Twin Otter. Wer dort spottet, sammelt Turboprops statt Großraumjets.
  • Wind entscheidet alles: An Gebirgs- und Inselflughäfen schließen Wind, Scherwinde oder Wolken den Betrieb oft schon am Vormittag. Plane Puffertage ein.
  • Nähe ist kein Freibrief: Gerade an Spots wie Maho Beach oder in Gibraltar sind Jetblast und Pistenquerungen echte Gefahren. Schilder und Personal haben immer Vorrang.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was einen Flughafen anspruchsvoll macht
  2. 2.Die Flughäfen im Überblick
  3. 3.Gebirgsflughäfen: dünne Luft, keine zweite Chance
  4. 4.Inseln und Klippen: Pisten mit Meerblick
  5. 5.Städte, Strände und Straßen
  6. 6.Legenden im Wandel
  7. 7.Welcher Flughafen passt zu dir?
  8. 8.So planst du den Besuch
  9. 9.Fazit

Eine Twin Otter, die bergauf auf eine Piste im Himalaya setzt. Ein Jet, der in Madeira im letzten Moment aus einer Kurve auf eine Bahn auf Stelzen einschwenkt. Ein Airbus, der in London mit fast doppelt so steilem Gleitwinkel wie üblich zwischen Hafenbecken sinkt. Die spektakulärsten Flughäfen der Welt sind nicht nur bei Piloten berüchtigt, sie stehen auch auf der Wunschliste vieler Spotter. Dieser Überblick zeigt dir, was diese Plätze so anspruchsvoll macht, welche Flugzeuge du dort siehst und an welchen du realistisch mit der Kamera stehen kannst.

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Was einen Flughafen anspruchsvoll macht

Ein normaler Verkehrsflughafen bietet Crews eine lange, ebene Piste, einen geraden Endanflug mit rund 3 Grad Gleitwinkel, ein Instrumentenlandesystem und genug Platz zum Durchstarten. Die Flughäfen in diesem Artikel brechen mindestens eine dieser Regeln, meist mehrere gleichzeitig:

  • Kurze Pisten: Wenige hundert Meter Asphalt lassen nur Kurzstartflugzeuge zu und kaum Spielraum beim Aufsetzen.
  • Gefälle und Höhe: In dünner Luft brauchen Flugzeuge mehr Strecke. Steigende Pisten bremsen bei der Landung, machen Starts aber zur Talfahrt.
  • Gelände im Weg: Berge, Hügel oder Klippen verhindern einen geraden Anflug. Dann wird nach Sicht gekurvt, oft bis kurz vor der Schwelle.
  • Wind und Wetter: Täler und Inseln erzeugen Böen, Fallwinde und Scherwinde. Viele dieser Plätze schließen bei schlechter Sicht sofort.
  • Kein Durchstarten: An manchen Gebirgspisten ist eine abgebrochene Landung wegen des Geländes praktisch nicht möglich. Der Anflug muss beim ersten Mal sitzen.

Wie ein normales Durchstarten abläuft, erklärt der Guide Durchstarten (Go-Around), die Grundlagen des geraden Instrumentenanflugs findest du unter ILS-Anflug erklärt. Beides hilft dir zu verstehen, warum die folgenden Plätze so besonders sind.

400 mPistenlänge auf Saba – die kürzeste Linienpiste der Welt
18,6 %Steigung der Piste am Altiport Courchevel
5,5°Gleitwinkel in London City statt der üblichen 3°

Die Flughäfen im Überblick

Flughafen Land Was ihn schwierig macht Typischer Verkehr Spotten möglich?
Lukla (Tenzing-Hillary) Nepal 527-m-Piste, 11,7 % Steigung, kein Durchstarten Twin Otter, Dornier 228, L-410, Hubschrauber als Trekking-Reisender
Paro Bhutan enges Tal auf 2.235 m, nur Sicht und Tageslicht Drukair, Bhutan Airlines als Reisender
Courchevel Frankreich 537-m-Piste, 18,6 % Steigung, kein Durchstarten Klein- und Propellerflugzeuge, Hubschrauber eingeschränkt
Saba Karibik 400-m-Piste zwischen Klippen Twin Otter von Winair ja
Madeira (Funchal) Portugal Sichtkurve auf die 05, Scherwinde Mittelstrecke, Charter ja
London City Großbritannien 5,5°-Steilanflug zwischen Docks A220, Embraer-Jets ja
Innsbruck Österreich Gebirgstal, Kategorie C Linie, Wintercharter ja
Gibraltar Gibraltar kurze Piste, Seitenwind, Pistenquerung Mittelstrecke, RAF ja
Barra Schottland Strandpisten, gezeitenabhängig Twin Otter von Loganair ja
Sint Maarten Karibik Anflug knapp über den Strand Jets aus Europa und Nordamerika ja

Gebirgsflughäfen: dünne Luft, keine zweite Chance

Lukla, Nepal

Der Tenzing-Hillary-Flughafen in Lukla ist das Tor zur Everest-Region – und der Platz, der in fast jeder Liste der gefährlichsten Flughäfen auftaucht. Die Piste 06/24 ist nur 527 Meter lang und steigt mit 11,7 Prozent an. Sie liegt auf rund 2.845 Metern Höhe. Gelandet wird stets bergauf auf der 06, gestartet bergab auf der 24, über eine Geländekante ins Tal. Ein Durchstartverfahren gibt es nicht.

Angeflogen wird Lukla mit Kurzstartflugzeugen wie der Twin Otter, der Dornier 228 und der Let L-410 sowie mit Hubschraubern, meist von Ramechhap oder Kathmandu aus. Der Betrieb läuft nur bei Tageslicht und Sicht. Die Flüge starten in der Regel früh am Morgen, weil im Laufe des Vormittags häufig Wind aus Südwesten aufkommt und den Flughafen schließt. Piloten brauchen umfangreiche Erfahrung mit Kurzstartflugzeugen in Nepal und mehrere Landungen mit einem Ausbilder, bevor sie allein nach Lukla dürfen. Mehr zum Flughafen findest du im Porträt Lukla in Nepal.

Paro, Bhutan

Paro, der einzige internationale Flughafen Bhutans, liegt auf 2.235 Metern tief in einem Tal, umgeben von Bergen bis rund 5.500 Meter. Die Piste ist 2.265 Meter lang – für einen Gebirgsflughafen ordentlich, aber der Weg dorthin führt durch gewundene Täler. Geflogen wird nur unter Sichtflugbedingungen und zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang, und nur wenige Piloten sind für die Landung zertifiziert. Die Heimat-Airlines sind Drukair und Bhutan Airlines. Wer als Passagier anreist, erlebt den Anflug aus nächster Nähe – Fensterplatz ist Pflicht. Tipps dazu stehen in Aus dem Flugzeugfenster fotografieren.

Courchevel, Frankreich

Das Altiport von Courchevel in den französischen Alpen ist berühmt für seine 537 Meter kurze Piste mit 18,6 Prozent Steigung auf rund 2.008 Metern Höhe. Wie in Lukla ist ein Durchstarten wegen des umliegenden Geländes nicht vorgesehen. Hier landen kleine Propellerflugzeuge und Hubschrauber, die mit Steigung und Kürze zurechtkommen. Wie du die Alpen-Altiports als Spotter besuchst, erklärt der Guide Courchevel und Altiports in den Alpen.

Innsbruck, Österreich

Innsbruck zeigt, dass Anspruch nicht exotisch sein muss. Die 2.000 Meter lange Piste 08/26 liegt im engen Inntal, die Alpen erzeugen starke Winde und Turbulenzen. Der Flughafen gilt als Kategorie-C-Flughafen: Kapitäne brauchen vor dem ersten Anflug eine besondere Einweisung, und einige Flugzeugtypen sind nicht zugelassen. Im Winter steigt der Verkehr durch Skiurlauber deutlich, dann siehst du Charter- und Linienjets im Kurvenflug zwischen den Bergflanken. Den besten Überblick hast du von der Besucherterrasse Innsbruck, alle Eckdaten stehen im Steckbrief Flughafen Innsbruck.

Wind und Pisten im Blick

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – damit du weißt, ob dein Anflug heute überhaupt stattfindet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Inseln und Klippen: Pisten mit Meerblick

Madeira, Portugal

Der Flughafen von Madeira gehört zu den anspruchsvollsten Plätzen Europas. Seine Piste 05/23 ist heute 2.781 Meter lang; ein Teil davon ruht seit der Erweiterung im Jahr 2000 auf 180 rund 70 Meter hohen Säulen über dem Abhang zum Meer. Für die Piste 05 gibt es wegen Hügeln und Klippen kein ILS. Die Crews fliegen einen Sichtanflug mit einer weiten Kurve und richten sich erst auf einem sehr kurzen Endteil auf die Bahn aus. Piloten müssen für Madeira ein Zusatztraining absolvieren, und Scherwinde schränken den Betrieb immer wieder ein. Von oben auf das Spektakel blickst du am Pico do Facho; alles zur Planung steht in Planespotting auf Madeira und im Steckbrief Flughafen Funchal.

Saba, Karibik

Die Piste des Juancho E. Yrausquin Airport auf Saba gilt mit rund 400 Metern als kürzeste Linienpiste der Welt. Auf einer Seite ragen Hügel auf, an beiden Enden fallen Klippen ins Meer. Jets können hier nicht landen. Den Linienverkehr bestreitet Winair mit der Twin Otter von Sint Maarten aus, der Flug dauert nur etwa eine Viertelstunde. Für Spotter ist das eine seltene Gelegenheit, eine kompromisslose Kurzpiste aus nächster Nähe zu erleben – kombiniert mit einem Besuch auf Sint Maarten.

Saint-Barthélemy und Skiathos

Auf St. Barth ist die Piste nur 646 Meter lang. Im Anflug auf die 10 überqueren die Maschinen den Col de la Tourmente samt Kreisverkehr und sinken dann steil zur Schwelle, die Bahn endet direkt am Strand. Der klassische Standort ist der Col de la Tourmente, Details stehen im Guide St. Barthélemy.

Das europäische Gegenstück liegt in Griechenland: Auf Skiathos ist die Piste rund 1.628 Meter kurz, landende Jets ziehen über eine Uferstraße am Pistenende Skiathos hinweg. Bei Starts wird es dort durch den Triebwerksstrahl gefährlich – halte respektvollen Abstand.

Sint Maarten

Der Princess Juliana International Airport ist kein schwieriger Flughafen im engeren Sinn – seine Piste 10/28 ist rund 2.300 Meter lang und mit Satellitenanflügen ausgestattet. Spektakulär wird er durch die Lage: Der Endanflug auf die 10 führt in geringer Höhe über Maho Beach. Bis 2016 setzte KLM hier die Boeing 747 ein, heute kommen unter anderem A330 und 787. Starts sind die gefährliche Seite: Der Jetblast hat am Strand bereits zu einem tödlichen Unfall geführt. Was der Triebwerksstrahl anrichten kann, erklärt der Artikel Jetblast.

Nähe hat ihren Preis

An Spots wie Maho Beach, Skiathos oder St. Barth stehst du in der Abflug- oder Anflugschneise. Halte Abstand zu Zaun und Pistenende, folge Schildern und Personal und klammere dich nie an Zäune, wenn ein Jet startet. Allgemeine Regeln für diese Situationen findest du unter Spotten unter der Anflugschneise.

Städte, Strände und Straßen

London City, Großbritannien

London City liegt mitten in den Royal Docks, eingezwängt zwischen dem Royal Albert Dock und dem King George V Dock. Die Piste 09/27 ist nur 1.508 Meter lang, und der Gleitpfad beträgt 5,5 Grad – fast doppelt so steil wie an üblichen Flughäfen. Landen dürfen dort nur Flugzeuge mit Zulassung für Steilanflüge, etwa der Airbus A220-100 und die Embraer-Familie bis zur E195-E2, dem größten zugelassenen Typ. Einen großen Teil der Flüge bestreitet BA CityFlyer. Für Spotter bedeutet das: Jets im ungewöhnlich steilen Sinkflug vor der Skyline der Docklands. Die Eckdaten stehen im Steckbrief London City.

Gibraltar

In Gibraltar liegt die knapp 1,8 Kilometer lange Piste 09/27 quer über der Landenge zwischen Felsen und spanischer Grenze. Der Felsen sorgt bei Wind für Turbulenzen und Seitenwind, die Piste lässt wenig Reserve. Jahrzehntelang kreuzte die Winston Churchill Avenue die Bahn im Alltagsverkehr. Seit dem 31. März 2023 rollen Autos durch einen Tunnel unter dem Ostende, Fußgänger überqueren die Piste weiterhin, wenn kein Flugbetrieb läuft. Mehr dazu am Spot Winston Churchill Avenue, im Guide Planespotting in Gibraltar und im Steckbrief Flughafen Gibraltar.

Barra, Schottland

Auf der Hebrideninsel Barra landen Linienflüge auf dem Strand. Drei Sandpisten bilden ein Dreieck, markiert durch Holzpfähle an den Enden. Bei Flut stehen sie unter Wasser, deshalb richten sich die Flugzeiten nach den Gezeiten. Loganair fliegt mit der Twin Otter von Glasgow aus. Barra gilt als der einzige Flughafen der Welt, an dem Linienflüge einen Gezeitenstrand als Piste nutzen. Wo du am Strand stehst, beschreibt der Spot Strand von Barra.

Legenden im Wandel

Zwei der berühmtesten anspruchsvollen Flughäfen haben sich grundlegend verändert. Kai Tak in Hongkong schloss am 6. Juli 1998. Der Anflug auf die Piste 13 mit der Rechtskurve von rund 47 Grad am Checkerboard Hill bleibt trotzdem legendär – die ganze Geschichte erzählt Kai Tak: der Anflug, die Daten stehen im Steckbrief zum historischen Flughafen Kai Tak.

Toncontín in Tegucigalpa (Honduras) galt lange als einer der schwierigsten Großflughäfen Amerikas. Gelände verhindert dort einen geraden Anflug auf die Piste 02, die Crews folgen einer kurvigen Satellitenanflugroute und schwenken erst kurz vor der Schwelle auf die Bahn ein. Mitte Dezember 2021 sind die internationalen Passagierairlines jedoch zum neuen Flughafen Palmerola bei Comayagua umgezogen. In Toncontín läuft seitdem vor allem Inlandsverkehr – wer dort den klassischen Jet-Anflug sehen will, kommt zu spät.

Welcher Flughafen passt zu dir?

Welches Spektakel-Ziel passt zu deiner Reise?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für dein nächstes Ziel.

Empfehlung

Madeira, Innsbruck oder London City

Kurze Anreise, regelmäßiger Jetverkehr und gute öffentliche Standorte. Madeira bietet die spektakulärste Kurve, Innsbruck den Gebirgsanflug, London City den Steilanflug.

Empfehlung

Sint Maarten mit Abstecher nach Saba und St. Barth

Maho Beach für die Jets, dazu die kürzeste Linienpiste der Welt und der Hügelanflug auf St. Barth – drei Extreme in einer Region.

Empfehlung

Lukla oder Paro

Hier bist du eher Passagier als Spotter. Plane Puffertage für Wetter ein und nimm den Fensterplatz – das Erlebnis ist einmalig.

So planst du den Besuch

Spektakuläre Flughäfen sind fast immer auch launische Flughäfen. Ein paar Regeln helfen dir, nicht umsonst anzureisen:

  • Wetterfenster einplanen: Gebirgs- und Inselflughäfen schließen bei Wind, Wolken oder Scherwinden schnell. Plane mindestens einen Ausweichtag ein.
  • Betriebsrichtung kennen: Ob Madeira, Gibraltar oder Skiathos – welcher Anflug geflogen wird, hängt vom Wind ab. Der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen zeigt dir, wie du das vorab abschätzt.
  • Flugplan prüfen: An kleinen Plätzen gibt es manchmal nur eine Handvoll Bewegungen am Tag. In Barra hängen sie sogar vom Gezeitenkalender ab.
  • Seitenwind als Motiv: Wer anspruchsvolle Landungen fotografieren will, findet an windigen Tagen die eindrucksvollsten Bilder. Hintergründe liefert Seitenwindlandungen.
  • Lokale Regeln respektieren: Fotografieren an Flughäfen ist nicht überall so entspannt wie in Mitteleuropa. Was in Deutschland gilt, fasst Ist Planespotting erlaubt? zusammen; im Ausland informierst du dich vorab gesondert.

Spots weltweit finden

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Standorte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – auch an Flughäfen fernab der Heimat. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Bist du bereit für ein Spektakel-Ziel?

Hak ab, was du vor der Reise geklärt hast.

  • Ich weiß, welche Flugzeugtypen den Flughafen anfliegen und wann.
  • Ich kenne die übliche Betriebsrichtung und die Windlage.
  • Ich habe mindestens einen Puffertag für schlechtes Wetter eingeplant.
  • Ich kenne einen öffentlich zugänglichen Standort.
  • Ich weiß, wo Jetblast und Pistennähe gefährlich werden.
  • Ich habe die lokalen Foto- und Sicherheitsregeln geprüft.

Für die Planung ganzer Touren lohnt sich ein Blick in die Spotting-Bucket-List mit weiteren legendären Spots und in Spotting-Reisen günstig planen.

Kein Spektakel verpassen

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery im Anflug ist – und deine Fotos teilst du direkt mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Die spektakulärsten Flughäfen der Welt verbindet ein Muster: wenig Piste, viel Gelände und Wetter, das kaum Fehler verzeiht. Lukla, Paro und Courchevel fordern Crews im Hochgebirge, Saba, St. Barth und Barra zeigen, wie klein ein Linienflughafen sein kann, und Madeira, Innsbruck und London City bringen das Extreme in den europäischen Alltag. Für dich als Spotter sind die Insel- und Küstenplätze am zugänglichsten, die Gebirgsflughäfen erlebst du am besten als Passagier. Plane Wetter und Wind großzügig ein und behalte die Sicherheit im Blick, dann bekommst du Bilder, die es an keinem Großflughafen gibt.

Kurzfazit

Anspruchsvoll wird ein Flughafen durch kurze Pisten, Gefälle, Gelände und Wind – oft alles zugleich. Zum Spotten eignen sich vor allem Madeira, Innsbruck, London City, Gibraltar, Skiathos, Sint Maarten, St. Barth und Barra. Lukla und Paro sind Erlebnisse für Reisende. Überall gilt: Puffertage einplanen, Betriebsrichtung prüfen und Abstand zu Jetblast und Pistenende halten.

Zusammenfassung

  • Als besonders anspruchsvoll gelten Flughäfen, an denen Piste, Gelände und Wetter zusammen wenig Spielraum lassen – etwa Lukla (527 Meter Piste mit 11,7 Prozent Steigung) oder das Altiport Courchevel (537 Meter, 18,6 Prozent).
  • Paro in Bhutan liegt in einem engen Tal auf 2.235 Metern und wird nur bei Tageslicht und Sichtflugbedingungen angeflogen. Madeira verlangt von Crews ein Zusatztraining, Innsbruck gilt als Kategorie-C-Flughafen.
  • Für Spotter sind die Flughäfen am Meer am leichtesten erreichbar: Sint Maarten, Skiathos, Gibraltar, Madeira, Barra und St. Barth bieten öffentlich zugängliche Standorte mit sehr nahen Anflügen.
  • Einige Legenden sind Geschichte: Kai Tak in Hongkong schloss 1998, und von Tegucigalpa-Toncontín sind die internationalen Linienflüge Ende 2021 nach Palmerola umgezogen.

Häufige Fragen

Welcher Flughafen gilt als der gefährlichste der Welt?

Am häufigsten wird der Tenzing-Hillary-Flughafen in Lukla (Nepal) genannt. Die Piste ist nur 527 Meter lang, hat eine Steigung von 11,7 Prozent und liegt auf rund 2.845 Metern Höhe. Gelandet wird bergauf auf der 06, gestartet bergab auf der 24. Ein Durchstartverfahren gibt es nicht, und der Flugbetrieb läuft nur bei Tageslicht und guter Sicht.

Welcher Flughafen hat die kürzeste Linienpiste der Welt?

Der Juancho E. Yrausquin Airport auf der Karibikinsel Saba. Seine asphaltierte Piste ist nur rund 400 Meter lang, an beiden Enden fallen Klippen zum Meer ab. Linienflüge bietet Winair mit der Twin Otter von Sint Maarten aus an, der Flug dauert etwa eine Viertelstunde.

Warum dürfen nicht alle Piloten in Paro oder Lukla landen?

Weil Gelände, Höhe und Wetter dort wenig Fehler verzeihen. In Lukla brauchen Piloten unter anderem umfangreiche Erfahrung mit Kurzstartflugzeugen in Nepal und mehrere Landungen mit einem Ausbilder. In Paro ist nur eine kleine Zahl von Piloten für die Landung zertifiziert. Auch Madeira verlangt ein zusätzliches Training.

Was ist ein Kategorie-C-Flughafen?

Airlines und Behörden teilen Flughäfen nach ihrem Schwierigkeitsgrad ein. Kategorie C steht für Plätze mit besonderen Anforderungen – etwa durch Gelände, Wetter oder ungewöhnliche Anflugverfahren. Kapitäne brauchen dafür vorab eine spezielle Einweisung, oft im Simulator. Innsbruck ist ein bekanntes Beispiel.

Warum ist der Anflug auf London City so steil?

Der Flughafen liegt mitten in den Royal Docks zwischen Wasserbecken und dichter Bebauung. Der Gleitpfad ist deshalb mit 5,5 Grad fast doppelt so steil wie die üblichen 3 Grad. Nur Flugzeuge mit Zulassung für Steilanflüge dürfen dort landen, etwa der Airbus A220 oder Embraer-Jets bis zur E195-E2.

Kann ich an diesen Flughäfen überhaupt spotten?

An vielen ja, und zwar von öffentlichen Strand-, Straßen- oder Aussichtspunkten aus – etwa Maho Beach auf Sint Maarten, das Pistenende auf Skiathos, die Pistenquerung in Gibraltar oder der Strand von Barra. An Gebirgsflughäfen wie Lukla oder Paro bist du eher als Reisender unterwegs. Informiere dich immer über lokale Foto- und Sicherheitsregeln.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Das hängt vom Flughafen ab. Lukla wird meist frühmorgens angeflogen, weil später am Tag oft Wind aufkommt und der Betrieb ruht; in der Monsunzeit fällt der Flugbetrieb wegen schlechter Sicht häufig aus. In Barra richten sich die Flugzeiten nach den Gezeiten. Prüfe Flugplan, Wetter und Wind immer kurz vorher.

PT

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