Das Wichtigste in Kürze
- Eine Bahn, zwei Richtungen: Der gesamte Verkehr läuft über die Bahn 02/20. Meist wird auf 02 gelandet – mit Anflug von Süden direkt über die Stadt. Auf 20 dreht der Betrieb vor allem bei Südwind und Schlechtwetter.
- Morgens Stadt und Ostseite, nachmittags Westseite: Die Anflugmotive in Campo Grande und Alvalade sowie die Plätze in Prior Velho haben ihr Licht vom Morgen bis Mittag, die Hügel an der Eixo Central ab dem Nachmittag.
- Keine Terrasse, aber viel Toleranz: Offizielle Spotterplätze gibt es nicht. Die Polizei duldet Spotter auf öffentlichem Grund nach übereinstimmenden Berichten meist, schickt aber Falschparker und Zaun-Kletterer schnell weg.
- Ohne Auto machbar: Die Stadtspots erreichst du mit der Metro, die Westseite und Prior Velho mit Stadtbussen ab Campo Grande oder dem Flughafen.
- TAP plus bunte Mischung: A330-900 nach Brasilien, Afrika und Nordamerika, Embraer-Jets von Portugália, Low-Cost-Basen, Azoren-Flüge und Wet-Lease-Spezialisten aus Lissabon.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Planespotting in Lissabon: die kurze Antwort
- 2.Die Bahn 02/20 und die Betriebsrichtung
- 3.Unter dem Anflug: die Stadtspots
- 4.Westseite an der Eixo Central: Landungen und Line-up
- 5.Norden und Osten: die Spots für Betrieb auf 20
- 6.Was du in Lissabon vor die Linse bekommst
- 7.Welcher Spot passt gerade?
- 8.Licht, Hitze und Ausrüstung
- 9.Anreise und Praktisches
- 10.Lissabon als Spotting-Ziel
- 11.Fazit
Viertel nach acht in Alvalade. Unten auf der Avenida do Brasil stehen die Autos im Stau, darüber schiebt sich ein A330-900 der TAP so tief über die Dächer, dass du die Fahrwerksklappen zählen kannst. Wenige Minuten später folgt ein Ryanair-Jet, dann eine Embraer aus Porto. Planespotting in Lissabon heißt: Die Stadt ist dein Vordergrund. Kaum ein anderer großer Hauptstadtflughafen Europas bietet Anflugbilder mit Häuserfassaden, Kreisverkehren und Laternen im Bild – und dazu eine Handvoll Hügel und Barrieren am Zaun, von denen du die Maschinen beim Aufsetzen erwischst.
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Planespotting in Lissabon: die kurze Antwort
Der Flughafen Lissabon Humberto Delgado (IATA LIS, ICAO LPPT), im Alltag weiter „Portela“ genannt, liegt im Norden der Stadt, rund sieben Kilometer vom historischen Zentrum entfernt. Betrieben wird er von ANA Aeroportos de Portugal, einer Tochter von VINCI Airports. 2025 zählte er rund 36 Millionen Passagiere – und das mit nur einer aktiven Start- und Landebahn.
Für dich heißt das: Der komplette Verkehr läuft über eine Piste, eine Besucherterrasse gibt es nicht, und gespottet wird von Straßen, Hügeln, Parks und Plätzen rund um das Gelände. Die wichtigste Frage des Tages ist, ob gerade auf 02 oder auf 20 geflogen wird. Die zweite: Steht die Sonne auf deiner Seite?
Die Bahn 02/20 und die Betriebsrichtung
Die Bahn verläuft grob von Süd-Südwest nach Nord-Nordost. Früher hieß sie 03/21 – die Umbenennung folgte der wandernden magnetischen Missweisung, an der Piste selbst hat sich nichts geändert. Viele Fotos, Foren und ältere Spotterguides sprechen deshalb noch von „Runway 03“. Warum Bahnen so heißen, erklärt der Beitrag zu den Pistenbezeichnungen. Die frühere Querbahn 17/35 ist geschlossen und spielt für Starts und Landungen keine Rolle mehr.
| Betriebsrichtung | Landungen | Starts | Wann | Lohnende Spots |
|---|---|---|---|---|
| Bahn 02 | von Süden über Campo Grande und Alvalade | Richtung Nord-Nordost | meistens | Stadtspots, Repsol-Tankstellen, Eixo Central, Prior Velho (Starts) |
| Bahn 20 | von Norden | über die Stadt Richtung Süden | bei Südwind, oft bei Regen | Plätze im Norden, Prior Velho (Landungen), Hügel im Nordosten |
Laut gängigen Spotterguides läuft der Großteil des Verkehrs auf der 02. Auf 20 stellt die Flugsicherung um, wenn Wind aus südlichen Richtungen kommt – typischerweise, wenn ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik hereinzieht. Wie Wind, METAR und Pistenwahl zusammenhängen, steht im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Für die Prognose am Vorabend helfen Wetterkarten, wie sie der Beitrag Windy und andere Wetterkarten vorstellt.
02 oder 20? Auf einen Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen und benachrichtigt dich, wenn ein gesuchtes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Unter dem Anflug: die Stadtspots
Das Markenzeichen von Lissabon sind die Landungen auf der 02 über bewohntes Gebiet. Alle Stadtspots funktionieren nur bei Betrieb auf 02 und haben ihr Licht vom Morgen bis etwa Mittag, weil du dann mit der Sonne im Rücken nach Süden bis Südosten auf die anfliegenden Maschinen blickst.
Avenida do Brasil in Alvalade
Ein Klassiker liegt an der Rua das Murtas nahe der Avenida do Brasil. Von der Metrostation Alvalade sind es laut Spotterguides nur wenige Minuten zu Fuß. Du stehst auf öffentlichem Grund, die Flugzeuge kommen über die Häuser herein – tief genug, dass ein mittleres Tele reicht. Supermärkte in der Nähe lösen das Verpflegungsproblem.
Campo Grande und Entre Campos
Am großen Kreisverkehr von Campo Grande, erreichbar über die Metrostation Entre Campos, fotografierst du die Landungen mit dem Verkehrsgewühl der Stadt im Vordergrund. Cafés und Restaurants liegen direkt in der Nähe. Ein Hotel am Platz hat laut Spotterguides Zimmer mit Blick auf den Anflug – Ideen für solche Unterkünfte sammelt der Beitrag Hotels mit Pistenblick.
Weiter südlich: Parque Eduardo VII und Einkaufszentrum
Noch näher am Zentrum fotografieren Spotter von der Terrasse am Food-Court im Obergeschoss eines großen Kaufhauses nahe dem Parque Eduardo VII oder vom erhöhten nördlichen Teil des Parks selbst. Hier sind die Flugzeuge schon höher, du brauchst 250 bis 300 mm, bekommst dafür aber Motive mit Stadtpanorama. Das Kaufhaus öffnet erst am Vormittag, für das frühe Licht wartest du draußen.
Die Stadt mit ins Bild nehmen
Der Reiz der Lissabonner Stadtspots ist der Vordergrund. Statt das Flugzeug formatfüllend aufzunehmen, lohnt sich eine kürzere Brennweite mit Dachkante, Ampel oder Häuserzeile im Bild. Genau diese Bilder gelingen an fast keinem anderen europäischen Hauptstadtflughafen.
Westseite an der Eixo Central: Landungen und Line-up
Der bekannteste Bereich am Zaun liegt im Westen des Geländes, rund um die Zufahrt zum Frachtterminal an der Schnellstraße Eixo Central. Hier siehst du Landungen auf der 02 aus kurzer Distanz und Maschinen, die zum Start auf der 02 aufrollen. Das Licht kommt ab dem Nachmittag bis zum Sonnenuntergang.
- An den Repsol-Tankstellen: Etwas weiter südlich, rund 20 Gehminuten von der Metrostation Campo Grande, liegen zwei Tankstellen, die Spotter für Landungen auf der 02 nutzen – an der nördlichen auch für das Line-up. Anders als die übrigen Plätze dieser Seite haben sie Morgenlicht. Vorteil: Toiletten, Snacks und Fast Food direkt vor Ort. Nachteil: Fotografiert wird teils durch den Zaun.
- Betonbarrieren am Frachtterminal: Folgst du der Beschilderung zum Cargo-Bereich, erreichst du eine Stelle mit Betonbarrieren, von denen du über den Zaun fotografierst. Großraumjets passen oft schon mit 60 bis 80 mm ins Bild.
- Kreisverkehr an der Cargo-Einfahrt: Ein paar Meter nördlich stehen die Flugzeuge frontaler zu dir. Laut Spotterberichten bittet die Polizei Autofahrer hier sehr schnell weiterzufahren – parke deshalb nicht am Kreisverkehr, sondern auf ausgewiesenen Flächen.
- Der Hügel: In der Nähe des Kreisverkehrs liegt ein Erdhügel. Von dort siehst du Landungen und Line-up aus erhöhter Position. Lichtmasten stören stellenweise – such dir eine Lücke.
Zur Westseite fahren laut Spotterguides Stadtbusse ab Campo Grande, alternativ kombinierst du Metro und Fußweg. Wer mehrere Plätze an einem Nachmittag anfahren will, ist mit Auto oder Taxi deutlich schneller. Schatten gibt es kaum.
Norden und Osten: die Spots für Betrieb auf 20
Dreht der Wind auf Süd, ist die Stadt leer – dann lohnen die Plätze im Norden und Osten.
Aussichtspunkte im Norden. Nördlich der Eixo-Central-Spots liegen Plätze, von denen du Bewegungen in beiden Betriebsrichtungen siehst. Das Licht passt am späten Nachmittag, Schatten ist rar. Spotter berichten hier von streunenden Hunden – bleib aufmerksam.
Wohnviertel im Norden. Im Bairro de São Francisco fotografierst du durch Lücken in einem Torzaun Landungen und Starts auf der 20 sowie rollende Maschinen, ebenfalls mit Licht am späten Nachmittag. Kleine Cafés in der Nähe machen das Warten erträglich.
Prior Velho im Osten. Der Ortsteil Prior Velho liegt auf der anderen Seite der Bahn. Aus einem kleinen Park mit Spielplatz siehst du Landungen auf der 20, von einer Mauer an einer Straßenecke etwas weiter südlich die besten Starts von der 02. Hier hast du Morgenlicht bis Mittag, Schatten durch Häuser und Bäume und laut Spotterguides eine direkte Busverbindung ab Campo Grande und vom Flughafen.
Bei der Feuerwache. Eine Straße führt zur Flughafenfeuerwache am Rand des militärischen Bereichs Figo Maduro. Von dort siehst du Bewegungen in beiden Betriebsrichtungen, das Licht passt vom Morgen bis Mittag. Laut Spotterberichten wurde das alte Tor im Frühjahr 2025 durch einen engmaschigeren Zaun ersetzt, was das Fotografieren schwieriger macht. Halte die Zufahrt frei und geh nicht an der Schranke vorbei.
Figo Maduro, Tore und Zäune
Viele Plätze liegen direkt an Notzufahrten, am Frachtbereich oder am Rand des militärischen Bereichs. Blockiere keine Tore, klettere nicht auf Zäune, bau dir keine wackligen Podeste aus Steinen und folge Anweisungen der Polizei sofort. Eine kleine Leiter ist die sicherere Lösung. Drohnen haben rund um den Flughafen nichts verloren – mehr dazu in Drohnen am Flughafen. Wie du dich bei Kontrollen verhältst, erklärt Polizeikontrolle beim Spotten, zu Militärflächen hilft Fotografieren an Militärflugplätzen.
Was du in Lissabon vor die Linse bekommst
Lissabon ist das Heimatdrehkreuz der TAP Air Portugal, Mitglied der Star Alliance. Auf der Langstrecke ist der Airbus A330-900 das Arbeitspferd – nach Brasilien, Afrika und Nordamerika. Dazu kommen A321LR, die von außen wie eine A321neo aussehen, und eine große A320-Familie für Europa. Die Unterschiede zwischen neo und ceo erklärt A320neo oder ceo?. Regionalflüge unter der Marke TAP Express fliegt Portugália mit der Embraer E190 und E195. Die TAP-Privatisierung läuft; ob und wie sich Eigentümer, Lackierung oder Flotte ändern, prüfst du am besten in aktuellen Meldungen.
Spannend für Sammler sind die Lissabonner Charter- und Wet-Lease-Spezialisten: Hi Fly, EuroAtlantic Airways und White Airways fliegen oft für andere Airlines, manchmal in neutralen Farben. Was dahintersteckt, erklärt der Beitrag zum Wet Lease. Für die Inseln siehst du Azores Airlines, Low-Cost-Verkehr kommt vor allem von Ryanair und easyJet, die beide Basen in Lissabon haben.
Auf der Langstrecke von außen ist die Mischung für einen Flughafen dieser Größe auffällig breit: Emirates und Qatar Airways vom Golf, United und weitere Airlines aus Nordamerika, dazu Gesellschaften aus Brasilien und Afrika. Welche Strecken an deinem Tag bedient werden, ändert sich mit jedem Flugplan – Stand Oktober 2026 lohnt vor dem Besuch der Blick in die Ankunftstafel. Wann Langstrecken in Europa typischerweise landen, ordnet Wann Langstreckenflüge in Europa landen ein.
Exoten auf die Wunschliste
Setz Hi Fly, EuroAtlantic oder eine brasilianische Airline auf die Wunschliste deines Hangars: Mit Sichtungs-Alarmen für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries meldet dir Planetrack, wenn ein gesuchtes Flugzeug in Lissabon anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Welcher Spot passt gerade?
Dein Lissabon-Spot
Alvalade und Campo Grande
Landungen auf der 02 über den Dächern, Morgenlicht, Metro direkt vor der Tür. Nur bei Betrieb auf 02.
Hügel an der Eixo Central
Landungen und Line-up auf der 02 aus erhöhter Position, bestes Licht am Nachmittag. Auf ausgewiesenen Flächen parken.
Plätze im Norden
Bei Betrieb auf 20 kommen hier die Landungen herein, Starts von der 02 rotieren vor dir. Licht am späten Nachmittag.
Prior Velho
Starts von der 02 und Landungen auf der 20 mit Morgenlicht, Schatten und Busanschluss.
Licht, Hitze und Ausrüstung
Die Grundregel ist einfach: Vormittags Ostseite und Stadt, nachmittags Westseite und Norden. Wer beide Seiten an einem Tag mitnehmen will, startet in Alvalade oder Prior Velho und wechselt nach dem Mittag an die Eixo Central. Die exakten Fenster je Datum berechnest du mit Sonnenstand am Fotospot planen – oder direkt mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack auf der Spot-Karte.
Im Sommer ist Hitzeflimmern das größte Problem. Über Asphalt und Wiesen steigt die warme Luft auf, und Bilder über lange Distanzen werden weich – an den Plätzen im Norden schon ab moderaten Temperaturen. Fotografiere früh und spät, bevorzuge kurze Distanzen und hoffe auf Wind, der das Flimmern wegdrückt. Tipps dazu stehen in Hitzeflimmern vermeiden. Im Winterhalbjahr ist Lissabon dagegen dankbar: mildes Wetter, tiefe Sonne und klare Luft.
Bei der Ausrüstung kommst du mit wenig aus. Ein Zoom von etwa 70 bis 300 mm deckt fast alle Spots ab, an der Westseite reicht für Großraumjets oft schon die kurze Brennweite. Welche Objektive sich lohnen, erklärt Objektiv fürs Planespotting. Pack außerdem Wasser, Sonnenschutz und eine kleine Leiter ein – die Ausrüstungs-Checkliste hilft beim Rest.
1. Am Vorabend: Wind und Ankünfte prüfen
Schau, ob Südwind droht, und such dir die Langstrecken-Ankünfte des Morgens heraus. Ein Flugtracker zeigt dir live, welche Bahn aktiv ist – wie das funktioniert, steht in Flugverfolgung mit ADS-B.
2. Morgen: Stadtspots oder Prior Velho
Bei Betrieb auf 02 fährst du mit der Metro nach Alvalade oder Entre Campos. Läuft 20, ist Prior Velho die erste Wahl.
3. Mittag: Pause und Seitenwechsel
Die Sonne steht hoch, die Luft flimmert. Zeit für eine Pastelaria und den Weg auf die Westseite.
4. Nachmittag bis Sonnenuntergang: Eixo Central
Am Hügel oder an den Barrieren siehst du Landungen und Line-up im Seitenlicht – bei Betrieb auf 20 wechselst du zu den Plätzen im Norden.
Anreise und Praktisches
Die rote Metrolinie endet direkt am Terminal 1, die Stadtspots erreichst du über die Stationen Alvalade, Campo Grande und Entre Campos. Für die Westseite und Prior Velho nennen Spotterguides Stadtbuslinien ab Campo Grande und vom Flughafen. Linien und Fahrpläne ändern sich, und am Wochenende fahren manche Busse laut Spotterberichten nicht – prüf die Verbindung vor deinem Besuch. Ein Mietwagen lohnt sich, wenn du mehrere Plätze an einem Tag abklappern willst. Parke nur auf ausgewiesenen Flächen; an der Cargo-Einfahrt ist die Polizei schnell zur Stelle.
Lass im Auto nichts sichtbar liegen, nimm deinen Müll wieder mit und halte dich an Plätzen in Wohngegenden zurück. Gerade weil es in Lissabon keine offiziellen Spotterflächen gibt, hängt die Toleranz davon ab, dass sich alle rücksichtsvoll verhalten.
Langfristig hat Portela ein Ablaufdatum: Die Regierung hat im Mai 2024 entschieden, bei Alcochete östlich des Tejo einen neuen Großflughafen zu bauen. Bis dahin wird Terminal 1 ausgebaut, und Bauarbeiten können Zäune und Zugänge verändern. Die Anflüge über die Dächer bleiben noch einige Jahre – aber nicht für immer.
Bist du startklar für Lissabon?
- Ich weiß, ob die Bahn 02 oder 20 in Betrieb ist.
- Ich habe meinen Spot passend zur Tageszeit gewählt.
- Ich kenne die Ankunftszeiten der Langstrecken, die mich interessieren.
- Ich habe die Bus- oder Metroverbindung geprüft.
- Ich habe Wasser, Sonnenschutz und eventuell eine kleine Leiter dabei.
- Ich habe einen Ausweichspot für die andere Betriebsrichtung im Kopf.
Lissabon als Spotting-Ziel
Auf der Iberischen Halbinsel ist Lissabon kleiner als Madrid und Barcelona, hat mit dem Stadtanflug aber ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Madrid ist der direkte Konkurrent beim Verkehr nach Südamerika – Lissabon punktet mit Brasilien und Afrika. In Portugal selbst lohnen sich der Flughafen Porto als zweite TAP-Basis und der Flughafen Faro mit Ferienverkehr an der Algarve. Wer es spektakulär mag, fliegt weiter nach Madeira.
Für einen Regentag oder eine Pause vom Zaun bietet sich das Museu do Ar auf der Luftwaffenbasis bei Sintra an, mit Sälen zur Geschichte der TAP und der portugiesischen Luftfahrt. Wie du Spotten mit einer Städtereise verbindest, zeigt Planespotting im Urlaub. Weitere Ziele stellt Die besten Spotting-Spots in Europa vor.
Deine Lissabon-Spots in einer App
Spot-Karte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos, Sonnenstand-Planer, Pisten- und Windinfos und dein Hangar mit Wunschliste – Planetrack bündelt alles für deinen Spotting-Tag in Portela. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Planespotting in Lissabon ist Improvisation mit Plan. Eine Terrasse gibt es nicht, dafür eine einzige Bahn, die du schnell durchschaust, und Spots in der Stadt, an denen die Flugzeuge über Häuser und Straßen hereinkommen. Wer die Betriebsrichtung prüft, morgens die Stadt- und Ostseite und nachmittags die Westseite wählt und sich an Zäune und Zufahrten hält, kommt mit Bildern nach Hause, die es so nirgendwo sonst in Europa gibt.
Kurzfazit
Lissabon (LPPT) fliegt meist auf der Bahn 02 mit Anflug über die Stadt. Morgens lohnen Alvalade, Campo Grande und Prior Velho, nachmittags der Hügel an der Eixo Central. Bei Südwind auf 20 wechselst du in den Norden. Plane gegen Hitzeflimmern, nimm Wasser mit und parke nur, wo es erlaubt ist.
Zusammenfassung
- Lissabon ist einer der wenigen großen Hauptstadtflughäfen Europas, bei denen die Landungen über dicht bebaute Stadtviertel führen. Das macht ihn für Spotter einzigartig.
- Mit nur einer aktiven Bahn ist das System schnell verstanden. Entscheidend sind die Betriebsrichtung und die Tageszeit, denn sie bestimmen, welche Seite das Licht hat.
- Bewährte Standorte sind die Plätze unter dem Anflug in der Stadt, die Hügel und Barrieren an der Eixo Central im Westen, Prior Velho im Osten und die Plätze im Norden für Betrieb auf 20.
- Plane im Sommer mit Hitzeflimmern, nimm Wasser mit, halte Tore und Zufahrten frei und prüf vor jedem Besuch, ob Zäune oder Bauarbeiten einen Spot verändert haben.
Häufige Fragen
Wo kann man in Lissabon Flugzeuge beobachten?
Eine offizielle Besucherterrasse gibt es am Flughafen Lissabon nicht. Gespottet wird von öffentlichen Plätzen: unter dem Anflug in den Stadtteilen Campo Grande und Alvalade, an Hügeln und Betonbarrieren an der Eixo Central nahe dem Frachtbereich im Westen, im Ortsteil Prior Velho im Osten und an Straßen im Norden des Geländes für den Betrieb auf Bahn 20.
Welche Bahn ist in Lissabon meist in Betrieb?
Überwiegend die Bahn 02. Die Flugzeuge landen dann von Süden kommend über die Stadt und starten Richtung Nord-Nordost. Auf 20 wird umgestellt, wenn der Wind aus Süden weht – häufig bei Tiefdrucklagen und Regen. Früher hieß die Bahn 03/21; ältere Spotterguides nutzen noch diese Nummern.
Wann ist das Licht an den Spots in Lissabon am besten?
Die Bahn verläuft grob von Süd-Südwest nach Nord-Nordost. Für die Anflüge über der Stadt und die Plätze auf der Ostseite in Prior Velho passt das Licht vom Sonnenaufgang bis etwa Mittag. Die Westseite an der Eixo Central und die Plätze im Norden funktionieren am Nachmittag und bis zum Sonnenuntergang.
Komme ich ohne Auto zu den Spotting-Spots in Lissabon?
Ja, für einen Teil. Die Anflugspots in Campo Grande und Alvalade liegen an Metrostationen. Zur Westseite fahren laut Spotterguides Stadtbusse ab Campo Grande, nach Prior Velho ein Bus ab Campo Grande und vom Flughafen. Linien und Fahrpläne ändern sich, am Wochenende fahren manche Busse seltener oder gar nicht – prüf die Verbindung vorher bei der Lissabonner Verkehrsgesellschaft.
Ist Planespotting in Lissabon erlaubt?
Auf öffentlichem Grund wird Spotten in Lissabon nach Erfahrung vieler Spotter toleriert. Die Polizei kontrolliert aber regelmäßig, besonders bei Falschparkern, an Toren und am Rand des militärischen Bereichs Figo Maduro. Bleib auf öffentlichen Flächen, klettere nicht auf Zäune und folge Anweisungen sofort. Allgemeine Hinweise gibt der Beitrag Spotten im Ausland.
Welche Brennweite brauche ich in Lissabon?
Weniger als an vielen anderen Flughäfen. An den Barrieren und Hügeln der Westseite kommen Großraumjets so nah, dass oft 70 bis 130 mm reichen, für Schmalrumpfjets plant man meist 120 bis 200 mm. Für Landungen über der Stadt und die Plätze in Prior Velho lohnen 200 bis 300 mm, an einzelnen Stadtspots auch mehr. Ein Zoom von etwa 70 bis 300 mm deckt fast alles ab.
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Portugals zweitgrößter Flughafen liegt nördlich von Porto zwischen Maia, Matosinhos und Vila do Conde: eine einzige Bahn, viel Low-Cost-Verkehr, TAP-Verbindungen über den Atlantik und ein Frachtvorfeld mit gelegentlichen Exoten. Eine Terrasse gibt es nicht, dafür eine Handvoll bewährter Plätze am Zaun.
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AllianzStar Alliance
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