Das Wichtigste in Kürze
- EuroAtlantic Airways ist eine portugiesische Charter- und ACMI-Airline mit Basis in Lissabon; sie fliegt meist im Auftrag anderer Airlines.
- Codes: IATA YU, ICAO MMZ, Rufzeichen „EUROATLANTIC“.
- Die Flotte besteht aus Großraumflugzeugen: Boeing 767-300ER und 777-200ER, seit 2025 kommen Airbus A330 dazu.
- Lange Geschichte: 1993 als Air Zarco gegründet, flog EuroAtlantic bis 2010 die letzte Lockheed TriStar im europäischen Passagierdienst.
- Für Spotter sind vor allem die wechselnden Einsätze reizvoll – eine CS-registrierte 777 kann heute für eine europäische Netzwerk-Airline und morgen auf einem Charter unterwegs sein.
Inhaltsverzeichnis
- 1.EuroAtlantic Airways im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.So funktioniert das ACMI-Geschäft
- 4.Die Flotte: Großraumflugzeuge mit CS-Kennzeichen
- 5.767, 777 oder A330? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du EuroAtlantic erkennst
- 7.Ein Blick zurück: TriStar, 757 und Sonderflüge
- 8.EuroAtlantic spotten: Lissabon und unterwegs
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | YU |
|---|---|
| ICAO-Code | MMZ |
| Rufzeichen | EUROATLANTIC |
| Drehkreuze | LIS |
| Geschäftsmodell | Charter, ACMI-Wet-Lease, Dry Lease und Ad-hoc-Flüge für Passagiere und Fracht |
| Sitz | Carnaxide bei Lissabon, Portugal |
| Basis | Flughafen Lissabon (LIS) |
| Gegründet | 1993 als Air Zarco, seit 2000 unter dem Namen EuroAtlantic |
| Eigentümer | Mehrheitlich Njord Partners (seit 2024) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Boeing 767-300ER und 777-200ER, ergänzt seit 2025 um Airbus A330 |
| Kennzeichen | Portugiesisch, Präfix CS- |
| Historische Typen | Lockheed L-1011 TriStar, Boeing 757-200, Boeing 737-300 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich EuroAtlantic Airways?
- Fast nur Großraumflugzeuge: Boeing 767-300ER, Boeing 777-200ER und Airbus A330
- Portugiesisches Kennzeichen mit CS-, bei den Boeings meist aus der Reihe CS-TS…
- Schlichte Hausbemalung mit hellem Rumpf und Schriftzug „euroAtlantic“
- Im Tracker verrät das Kennzeichen den Betreiber – auch wenn eine fremde Flugnummer auf der Anzeigetafel steht
- Taucht oft an Flughäfen auf, an denen die Airline sonst keinen eigenen Flugplan hat – typisch für Wet-Lease und Charter
- Gelegentlich mit Aufklebern oder Titeln des Auftraggebers statt reiner Hausbemalung
Manche Airlines siehst du jeden Tag, andere tauchen plötzlich auf und sind eine Woche später wieder weg. EuroAtlantic Airways gehört klar zur zweiten Sorte: Eine weiße Boeing 777 mit portugiesischem Kennzeichen steht auf einmal in Warschau, Toronto oder São Paulo und fliegt unter fremder Flugnummer. Genau das macht die Lissabonner Charter- und ACMI-Airline für Spotter so spannend. Hier erfährst du, wie EuroAtlantic arbeitet, welche Flugzeuge sie einsetzt und wie du sie zuverlässig zuordnest.
Wet-Lease-Exoten festhalten
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot – so bleibt auch klar, für wen die EuroAtlantic-777 gerade geflogen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
EuroAtlantic Airways im Überblick
EuroAtlantic Airways ist eine portugiesische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Carnaxide westlich von Lissabon und Basis am Flughafen Lissabon. Die Airline verkauft kaum eigene Tickets. Stattdessen stellt sie anderen Fluggesellschaften Großraumflugzeuge mit Crew, Wartung und Versicherung zur Verfügung, fliegt Charterketten für Reiseveranstalter und übernimmt kurzfristige Sonderflüge – für Passagiere ebenso wie für Fracht. Daneben bietet sie in Lissabon Wartungsleistungen für andere Betreiber an.
Die Wurzeln reichen bis 1993 zurück. Damals gründete Tomaz Metello die Airline als Air Zarco, die zunächst unter dem Namen Air Madeira auftrat. Im Jahr 2000 folgte der Wechsel zum heutigen Namen EuroAtlantic. Die Airline bezeichnet sich selbst als ältesten ACMI-Anbieter Europas – eine Selbstbeschreibung, die du als Marketing lesen solltest, die aber zeigt, wie lange das Unternehmen schon im Vermietungsgeschäft unterwegs ist.
Bei den Eigentümern hat sich einiges getan. Metello verkaufte die Airline 2019 an eine Investorengruppe. Seit 2024 hält die Investmentgesellschaft Njord Partners die Mehrheit und hat seitdem Kapital nachgeschossen. Nach der Corona-Zeit, in der EuroAtlantic laut Branchenberichten zeitweise kaum flog, setzt das Management auf Wachstum und längere Verträge.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code YU: erscheint bei eigenen Charterflügen in der Flugnummer.
- ICAO-Code MMZ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen EUROATLANTIC: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Bei einer ACMI-Airline ist die Unterscheidung zwischen IATA- und ICAO-Code besonders wichtig. Fliegt EuroAtlantic im Auftrag einer anderen Airline, siehst du auf der Abflugtafel deren Flugnummer, etwa eine LOT- oder Azul-Nummer. Wer den Flug tatsächlich durchführt, verrät dann erst das Kennzeichen; der ICAO-Code MMZ taucht vor allem bei eigenen Charter- und Überführungsflügen auf. Mehr zu den beiden Code-Systemen erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker-Trick
Such im Flugtracker nicht nach einer Flugnummer, sondern nach dem Kennzeichen (bei eigenen Flügen auch nach MMZ). So findest du EuroAtlantic-Maschinen auch dann, wenn sie unter fremder Flugnummer fliegen. Wie du ADS-B-Daten liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
So funktioniert das ACMI-Geschäft
ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Der Auftraggeber mietet also ein komplettes Paket: Flugzeug, Piloten, Kabinenpersonal, Wartung und Versicherung kommen von EuroAtlantic, Tickets, Treibstoff und Gebühren trägt in der Regel die Airline, die den Flug verkauft. Im Deutschen spricht man meist vom Wet-Lease – alle Details dazu findest du im Artikel Wet-Lease erklärt.
Airlines greifen aus verschiedenen Gründen zu solchen Angeboten:
- Saisonspitzen: Im Sommer oder zu Feiertagen reicht die eigene Flotte nicht aus.
- Wartungsausfälle: Ein eigenes Flugzeug ist länger in der Werft als geplant.
- Verspätete Auslieferungen: Neue Jets kommen später als bestellt, die Strecken sind aber schon verkauft.
- Neue Strecken testen: Eine Airline probiert eine Route aus, ohne gleich eigene Flugzeuge zu binden.
- Sonderverkehre: Pilgerflüge zum Hadsch, Sportteams, Regierungs- oder Truppentransporte.
Daneben bietet EuroAtlantic klassische Charterflüge und Dry Lease an, bei dem nur das Flugzeug ohne Crew vermietet wird. Den Unterschied zwischen Charter und Linie erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Unter dem neuen Management will EuroAtlantic weg von sehr kurzfristigen Ad-hoc-Einsätzen und hin zu längeren Verträgen über mehrere Monate oder Saisons. Laut Branchenberichten aus dem Jahr 2025 war ein großer Teil der Kapazität für das Folgejahr bereits langfristig vergeben. Für dich als Spotter heißt das: Einsätze werden etwas planbarer, aber nie so fest wie bei einer Linien-Airline.
Die Flotte: Großraumflugzeuge mit CS-Kennzeichen
EuroAtlantic setzt seit Jahren fast ausschließlich auf Großraumflugzeuge. Die genaue Zusammensetzung ändert sich mit jedem Vertrag. Nach Branchenangaben sah die Flotte Mitte 2026 so aus:
| Typ | Anzahl (Stand Mitte 2026) | Bekannte Kennzeichen | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 767-300ER | 3 | CS-TST, CS-TSU, CS-TSV | Traditionelles Arbeitspferd, eine Maschine sehr dicht bestuhlt |
| Boeing 777-200ER | 2 | CS-TSW, CS-TSX | Ex-Alitalia, seit 2022 bei EuroAtlantic |
| Airbus A330-200 | mindestens 1 | CS-TGD | Erster Airbus der Airline, seit 2025 |
| Airbus A330-300 | auf der Website genannt | CS-TGI | Teil der Flottenerneuerung |
Die Angaben stammen aus verschiedenen Quellen und können sich schnell ändern. Weitere A330 waren 2026 in der Einflottung, mittelfristig peilt die Airline laut eigenen Plänen rund zwölf Flugzeuge an.
Boeing 767-300ER
Die Boeing 767-300ER prägt EuroAtlantic seit vielen Jahren. Laut Branchenangaben fliegen zwei der Maschinen mit 16 Business- und 251 Economy-Sitzen, eine dritte mit einer sehr dichten Bestuhlung von 309 Plätzen – ideal für Charter- und Pilgerflüge. Die 767 erkennst du an ihrem schlanken Rumpf mit zwei Gängen, dem Hauptfahrwerk mit je vier Rädern und der relativ langen, schlanken Silhouette. Langfristig sollen die A330 sie ablösen; jede 767-Sichtung bei EuroAtlantic ist also ein Stück Flottengeschichte.
Boeing 777-200ER
Die beiden Boeing 777-200ER sind die größten Flugzeuge der Airline. Sie kamen 2022 in die Flotte und waren zuvor für Alitalia unterwegs. In der von Branchendiensten genannten Konfiguration haben sie 30 Business-, 24 Premium-Economy- und 239 Economy-Sitze. Ihr Markenzeichen sind die riesigen Triebwerke mit enormem Durchmesser und das Hauptfahrwerk mit sechs Rädern pro Seite. Die 777 war unter anderem für LOT Polish Airlines auf Langstrecken ab Warschau im Einsatz.
Airbus A330
Im Juli 2025 kam mit einem Airbus A330-200 der erste Airbus in die bis dahin reine Boeing-Flotte. Er hat laut Branchenberichten 12 Business- und 283 Economy-Sitze. Auf der Website der Airline steht zusätzlich der A330-300. Die A330 sind Teil einer Flottenerneuerung, die den Weg weg von der 767 ebnet. Hersteller sind Boeing und Airbus.
CS-TSW oder CS-TSX im Anflug?
Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für Kennzeichen oder Typen an und wirst benachrichtigt, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
767, 777 oder A330? So unterscheidest du sie
Bei EuroAtlantic stehen drei Großraumtypen nebeneinander, die aus der Ferne ähnlich wirken. Mit ein paar Merkmalen ordnest du sie sicher zu.
Fahrwerk zählen
Sechs Räder pro Hauptfahrwerk bedeuten 777. Vier Räder sprechen für 767 oder A330.
Heck ansehen
Die 777 hat einen messerartig flachen Heckkonus mit dem Hilfstriebwerk am Ende. Bei der 767 läuft das Heck runder aus.
Cockpitfenster prüfen
Der A330 hat die typische Airbus-Fensterreihe mit abgeschrägtem Seitenfenster, die Boeings die klassische Boeing-Form.
Kennzeichen lesen
CS-TS… steht bei EuroAtlantic für die Boeings, CS-TG… für die Airbus-Neuzugänge.
Wenn du dir bei den Boeings unsicher bist, helfen die Guides Boeing 757 und 767 unterscheiden und Boeing 777 und 787 unterscheiden. Für den Schnellcheck zwischen den Herstellern lohnt sich Airbus oder Boeing erkennen.
Woran du EuroAtlantic erkennst
Die Hausbemalung ist schlicht: heller Rumpf mit dem Schriftzug „euroAtlantic“. Spannender als die Lackierung ist bei dieser Airline aber, was darauf klebt. Bei längeren Wet-Lease-Einsätzen tragen die Flugzeuge mitunter Titel oder Logos des Auftraggebers, während Leitwerk und Kennzeichen bei EuroAtlantic bleiben. Solche Mischformen sind ein dankbares Sammelobjekt – wie du sie richtig einordnest, erklärt der Artikel Hybrid- und Mischlackierungen erkennen.
Das wichtigste Merkmal bleibt das Kennzeichen mit CS-, dem Länderpräfix Portugals. Allerdings fliegen auch andere portugiesische Anbieter wie Hi Fly und White Airways mit CS-Kennzeichen, und auch TAP Air Portugal natürlich. Das Präfix grenzt also nur das Land ein. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, zeigt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Achtung Verwechslung
Eine weiße 777 mit CS-Kennzeichen kann auch von einem anderen portugiesischen Anbieter stammen. Mach deshalb immer ein Foto, auf dem Schriftzug und Kennzeichen gleichzeitig lesbar sind – und gleich Kennzeichen und Betreiber im Tracker ab.
Ein Blick zurück: TriStar, 757 und Sonderflüge
EuroAtlantic hat eine bemerkenswerte Flottengeschichte. In den 2000er-Jahren flog die Airline eine Lockheed L-1011-500 TriStar und nahm sie erst im März 2010 außer Dienst. Damit war sie der letzte Betreiber einer TriStar im europäischen Passagierdienst – für viele Spotter damals ein Pflichtmotiv. Zwischen 2000 und 2006 gehörten außerdem drei Boeing 737-300 zur Flotte, von 2007 bis 2011 zwei Boeing 757-200.
Mit einer der 757 schrieb EuroAtlantic im Januar 2008 ein kleines Stück Luftfahrtgeschichte: Sie flog Angehörige der portugiesischen Nationalgarde direkt von Lissabon nach Dili in Osttimor und war dort das erste Flugzeug, das größer als eine Boeing 737 war. Solche Einsätze zeigen das Profil der Airline – sie fliegt dorthin, wo jemand eine Großraum- oder Langstreckenkapazität braucht.
Auch die Liste der Auftraggeber ist lang. 2009 flogen zwei EuroAtlantic-777 für Biman Bangladesh Airlines, 2014 zwei 767 für Air Canada. Zu den regelmäßigen Kunden zählten TAP, LOT, flynas bei Hadsch-Flügen, Cabo Verde Airlines und TUI fly Belgium. Seit 2025 fliegt EuroAtlantic außerdem für Azul zwischen Brasilien und Europa bzw. Nordamerika.
Was EuroAtlantic für Spotter reizvoll macht
- Seltene Gäste an Flughäfen ohne eigenen Flugplan der Airline
- Wechselnde Auftraggeber und mögliche Mischlackierungen
- Die 767-300ER als auslaufender Typ in der Flotte
- Kleine, gut überschaubare Flotte – ideal zum Komplettsammeln
Was die Planung schwer macht
- Kein fester eigener Flugplan
- Einsätze ändern sich kurzfristig
- Flugnummer verrät oft nicht, wer wirklich fliegt
- Flotte im Umbruch – ältere Spotterberichte veralten schnell
EuroAtlantic spotten: Lissabon und unterwegs
Die besten Chancen hast du in Lissabon. Dort hat EuroAtlantic ihre Basis und ihren Wartungsbetrieb, und zwischen zwei Verträgen stehen die Flugzeuge oft dort. Wie du am Flughafen Humberto Delgado gute Positionen findest und welche Betriebsrichtung gerade gilt, erklärt der Planespotting-Guide für Lissabon.
Außerhalb Portugals hängt alles vom aktuellen Auftrag ab. LOT setzte eine EuroAtlantic-777 bis Ende September 2025 auf der Strecke Warschau–New York ein; im Sommer 2026 flogen die 777 erneut für LOT, vor allem zwischen Warschau und Toronto. Für Azul flog eine 767 unter anderem zwischen Belo Horizonte und Orlando. Solche Verbindungen können aber nach einer Saison wieder wegfallen.
Gute Chancen auf EuroAtlantic, wenn …
- du in Lissabon spottest
- eine Airline in deiner Nähe gerade Wet-Lease-Kapazität angekündigt hat
- Pilger-, Sport- oder Sondercharter auf dem Programm stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach einem älteren Spotterbericht planst
- du eine bestimmte Strecke eines Auftraggebers im Kopf hast
Eher kein EuroAtlantic-Tag, wenn …
- im Tracker keine Maschine mit MMZ oder CS-TS…/CS-TG… in Richtung deines Flughafens unterwegs ist
Im Vergleich mit anderen Wet-Lease-Anbietern lohnt sich der Blick auf die Konkurrenz: In Spanien fliegt Wamos Air ein ähnliches Großraum-Modell, in den USA setzt Omni Air International ebenfalls 767 und 777 für Charter ein.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Flugnummer mit Betreiber gleichsetzen – fliegt EuroAtlantic im Wet-Lease, steht auf der Tafel die Nummer des Auftraggebers.
- Jede CS-777 für EuroAtlantic halten – auch andere portugiesische Airlines fliegen mit CS-Kennzeichen.
- EuroAtlantic mit Hi Fly verwechseln – beide sind ACMI-Anbieter aus Portugal, aber eigenständige Firmen mit eigener Flotte.
- YU für ein Länderkürzel halten – der IATA-Code ist eine reine Airline-Kennung.
- Die Flotte für reine Boeing halten – seit 2025 gehören auch Airbus A330 dazu.
- Air Zarco und EuroAtlantic als zwei Airlines notieren – es ist dasselbe Unternehmen unter früherem Namen.
Die ganze EuroAtlantic-Flotte im Hangar
Mit Planetrack siehst du in deinem Hangar, welche EuroAtlantic-Kennzeichen dir noch fehlen, und wirst bei Anflug oder Landung deiner Wunsch-Flugzeuge benachrichtigt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
EuroAtlantic Airways ist keine Airline, die du im Flugplan findest – sondern eine, die du im Tracker jagst. Die Lissabonner vermieten seit 1993 Flugzeuge samt Crew, früher mit TriStar und 757, heute mit 767-300ER, 777-200ER und einer wachsenden Zahl an A330. Wer auf das CS-Kennzeichen achtet, im Tracker den Betreiber prüft und Auftraggeber sauber mitnotiert, holt aus jeder Sichtung eine kleine Geschichte heraus.
Kurzfazit
EuroAtlantic Airways (IATA YU, ICAO MMZ) ist eine portugiesische Charter- und ACMI-Airline mit Basis in Lissabon. Die kleine Großraumflotte aus Boeing 767, 777 und Airbus A330 fliegt meist für andere Airlines – das CS-Kennzeichen ist dein wichtigster Hinweis.
Zusammenfassung
- EuroAtlantic erkennst du weniger an einem festen Flugplan als an Kennzeichen und ICAO-Code: CS- am Heck und MMZ auf dem Tracker.
- Die Airline vermietet Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung an andere Gesellschaften – deshalb steht auf der Anzeigetafel oft eine fremde Flugnummer.
- Die Boeing 767-300ER ist das traditionelle Arbeitspferd, die 777-200ER das größte Muster; Airbus A330 lösen die 767 nach und nach ab.
- Weil sich Einsätze kurzfristig ändern, lohnt sich vor jeder Tour ein Blick in Tracker und Flugpläne der Auftraggeber.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat EuroAtlantic Airways?
Der IATA-Code ist YU, der ICAO-Code MMZ. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „EUROATLANTIC“. Fliegt EuroAtlantic im Wet-Lease für eine andere Airline, laufen Flugnummer und meist auch das Rufzeichen über den Auftraggeber – dann hilft im Tracker nur das Kennzeichen weiter.
Was bedeutet ACMI bei EuroAtlantic?
ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. EuroAtlantic stellt einer anderen Airline also das Flugzeug samt Besatzung, Wartung und Versicherung. Der Auftraggeber verkauft die Tickets und trägt typischerweise Treibstoff und Gebühren. So überbrücken Airlines Spitzen in der Saison, Wartungsausfälle oder verspätete Auslieferungen.
Welche Flugzeuge fliegt EuroAtlantic?
Nach Branchenangaben bestand die Flotte Mitte 2026 aus Boeing 767-300ER und Boeing 777-200ER sowie mindestens einem Airbus A330-200; auf der Website der Airline wird zusätzlich der A330-300 genannt. Die erste A330 kam 2025 in die Flotte. Langfristig sollen A330 die 767 ersetzen. Genaue Stückzahlen ändern sich mit jedem neuen Vertrag – prüf im Zweifel eine aktuelle Flottenliste.
Woher stammen die Boeing 777 von EuroAtlantic?
Die beiden 777-200ER mit den Kennzeichen CS-TSW und CS-TSX kamen 2022 in die Flotte und waren zuvor für Alitalia unterwegs. Davor hatte EuroAtlantic bereits eine andere 777-200ER betrieben.
War EuroAtlantic früher Air Zarco?
Ja. Tomaz Metello gründete die Airline 1993 als Air Zarco, sie trat zunächst unter dem Namen Air Madeira auf. Im Jahr 2000 wurde daraus EuroAtlantic Airways. 2019 verkaufte Metello das Unternehmen, seit 2024 hält die Investmentgesellschaft Njord Partners die Mehrheit.
Für welche Airlines ist EuroAtlantic schon geflogen?
Die Liste ist lang. Belegt sind unter anderem Einsätze für TAP Air Portugal, LOT Polish Airlines, Azul, Biman Bangladesh Airlines (2009 mit zwei 777), Air Canada (2014 mit zwei 767), flynas bei Hadsch-Flügen, Cabo Verde Airlines und TUI fly Belgium. Die Auftraggeber wechseln je nach Saison und Vertrag.
Wo kann ich EuroAtlantic spotten?
Am sichersten in Lissabon, wo die Airline ihre Basis und ihren Wartungsbetrieb hat. Daneben taucht sie dort auf, wo ein Auftraggeber gerade Kapazität braucht – in der Vergangenheit etwa in Warschau auf LOT-Langstrecken. Weil es keinen festen eigenen Flugplan gibt, ist ein Flugtracker mit Suche nach den Kennzeichen das beste Werkzeug.
Ist EuroAtlantic dasselbe wie Hi Fly oder White Airways?
Nein. Alle drei sind portugiesische Charter- und ACMI-Anbieter, aber eigenständige Unternehmen. Hi Fly setzt vor allem auf Airbus-Großraumflugzeuge, White Airways auf kleinere Muster. Am Kennzeichen erkennst du nur das Land, deshalb hilft der Blick auf Schriftzug und ICAO-Code.
EuroAtlantic Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypLockheed L-1011 TriStar
Drei Rolls-Royce-Triebwerke, eines davon tief im Heck versteckt: Die Lockheed TriStar war der elegante, technisch ambitionierte Gegenspieler der DC-10 – und in Düsseldorf jahrzehntelang das Gesicht der LTU.
FlugzeugtypBoeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
Weitere Airlines
Hi Fly
Portugiesischer Wet-Lease-Spezialist mit Airbus-Großraumjets: Hi Fly vermietet A330 und A340 samt Crew an Airlines und Regierungen, flog als erste Airline einen gebrauchten A380 und landet mit dem A340 in der Antarktis.
CharterWhite Airways
Portugiesische Charter- und ACMI-Airline aus dem Raum Lissabon: White Airways ging 2006 aus der TAP-Chartertochter Yes hervor, flog jahrelang ATR 72-600 für TAP Express und ist heute nur noch mit einer kleinen Airbus-Flotte unterwegs.
NetzwerkTAP Air Portugal
Portugals Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Lissabon: 1945 gegründet, Star-Alliance-Mitglied seit 2005, Erstbetreiber des Airbus A330neo und stark auf Brasilien, Afrika und Nordamerika ausgerichtet.
NetzwerkLOT Polish Airlines
Polens Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Warschau: gegründet 1928, seit 2003 in der Star Alliance, erster Dreamliner-Betreiber Europas – und vor dem Wechsel von Embraer auf Airbus A220.
NetzwerkAzul Linhas Aéreas Brasileiras
Brasiliens Airline mit dem bunten Typenmix: Embraer E-Jets, ATR-Turboprops, A320neo und A330neo, gegründet 2008 von JetBlue-Gründer David Neeleman, mit Drehkreuz in Campinas und Flügen nach Lissabon und Porto.
CharterWamos Air
Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Lissabon Humberto Delgado
Portugals größter Flughafen liegt mitten in der Stadt: eine einzige Bahn, Anflüge direkt über die Dächer von Lissabon und ein Drehkreuz der TAP Air Portugal mit Verbindungen nach Brasilien, Afrika und Nordamerika. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – dafür eine ganze Reihe öffentlicher Plätze rund um den Zaun.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
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