Das Wichtigste in Kürze
- Freie Weltdatenbank: openAIP sammelt Flugplätze, Lufträume, Funkfeuer, Meldepunkte, Hindernisse und mehr – weltweit, kostenlos einsehbar und von einer Community gepflegt.
- Frequenzen und Pisten pro Platz: Zu jedem Flugplatz stehen, sofern erfasst, Funkfrequenzen nach Art (Tower, Ground, ATIS …) sowie Pisten mit Bezeichnung, wahrer Ausrichtung, Länge und Belag.
- Kleine Plätze inklusive: Neben Verkehrsflughäfen kennt openAIP Segelfluggelände, UL-Plätze, Hubschrauberlandeplätze, Wasserflugplätze und sogar Modellflugplätze.
- Nicht kommerziell lizenziert: Die Daten stehen unter CC BY-NC 4.0 – Weitergabe und Weiterverarbeitung sind erlaubt, der exklusive Verkauf der Daten nicht.
- Keine amtliche Quelle: openAIP ist Community-Arbeit. Für alles Rechtsverbindliche gelten die offiziellen Luftfahrthandbücher und Behördendienste.
Inhaltsverzeichnis
Wo liegt der nächste Segelflugplatz, auf welcher Frequenz spricht der Tower, und in welche Himmelsrichtung zeigt Piste 26R wirklich? Für solche Fragen musst du nicht durch amtliche Handbücher blättern. openAIP bündelt Flugplätze, Lufträume, Frequenzen und vieles mehr in einer freien Weltdatenbank, die du im Browser durchsuchen, herunterladen oder per Schnittstelle abfragen kannst. Dieser Guide zeigt dir, was drinsteckt, wie du die Daten als Spotter sinnvoll nutzt und wo du lieber zur amtlichen Quelle greifst.
Vom Kartenpunkt zum fertigen Spot
Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – passend zum Flugplatz, den du gerade recherchierst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
openAIP in einem Satz
openAIP ist eine webbasierte, von der Community gepflegte Plattform für Luftfahrtinformationen: Freiwillige aus aller Welt tragen Daten zusammen, jeder darf sie kostenlos nutzen, und Entwickler können sie über Schnittstellen in eigene Anwendungen einbinden. Als Betreiber nennt die Website die Garrecht Avionik GmbH. Der Name spielt auf die AIP an, die Aeronautical Information Publication – das amtliche Luftfahrthandbuch, das jeder Staat für seinen Luftraum herausgibt.
Der Unterschied zur amtlichen AIP ist entscheidend: Dort veröffentlichen Behörden und Flugsicherungen verbindliche Angaben, Land für Land in eigenem Aufbau. openAIP führt solche Informationen in einem einheitlichen, maschinenlesbaren Format zusammen. Das macht die Daten für Hobby-Projekte, Kartendienste und Flugnavigations-Apps attraktiv – und für Spotter, die schnell einen Überblick brauchen.
Was in der Datenbank steckt
Die Navigation der Website zeigt die Datenkategorien auf einen Blick. Jede hat eine eigene, durchsuchbare Liste und erscheint auf der interaktiven Karte:
| Kategorie | Was drinsteht | Nutzen für Spotter |
|---|---|---|
| Airports | Flugplätze aller Art mit Pisten, Frequenzen, Höhe, Betriebszeiten | Plätze finden, Pisten und Funk nachschlagen |
| Airspaces | Lufträume mit Klasse, Typ, Unter- und Obergrenze | verstehen, wo und warum Verkehr fliegt |
| Reporting Points | Sichtflug-Meldepunkte | erkennen, wo kleine Maschinen in eine Kontrollzone einfliegen |
| Navaids | Funknavigationsanlagen wie VOR oder NDB | Anflugrouten grob einordnen |
| Obstacles | Luftfahrthindernisse | Orientierung im Gelände um den Platz |
| Special Rules Areas | Gebiete mit besonderen Regeln | Sonderzonen erkennen |
| Hang Gliding Sites | Start- und Landeplätze für Drachen und Gleitschirme | Motive abseits der Motorfliegerei |
| Hotspots | Thermikquellen, bewertet nach Zuverlässigkeit | eher für Segel- und Gleitschirmflieger |
| RC Airfields | Modellflugplätze | Nebeninfo, aber praktisch für Drohnen-Nutzer |
Flugplätze: mehr als die großen Drehkreuze
Spannend für Spotter ist die Breite der Flugplatz-Typen. openAIP unterscheidet unter anderem internationale Verkehrsflughäfen, zivile Flugplätze, Militärflugplätze, Segelfluggelände, Ultraleicht-Plätze, zivile und militärische Hubschrauberlandeplätze, Wasserflugplätze, einfache Landestreifen, Altiports im Gebirge und geschlossene Flugplätze. Zu jedem Eintrag können ICAO- und IATA-Code, Platzhöhe, Verkehrsart (Sicht- oder Instrumentenflug) sowie Hinweise wie PPR-Pflicht, Privatplatz, Fallschirmsprungbetrieb oder reiner Windenstart gehören.
Gerade die kleinen Plätze sind auf vielen Flugradar-Karten kaum zu sehen. Wenn du dich für Kleinflugzeuge, Segelflieger oder Oldtimer interessierst, ist openAIP ein guter Startpunkt – mehr dazu im Guide kleine Flugplätze, Segelfluggelände und UL-Plätze auf Karten finden. Welche Muster du dort typischerweise antriffst, erklärt Kleinflugzeuge erkennen.
Lufträume: die unsichtbare Architektur
Lufträume tragen in openAIP ihre ICAO-Klasse von A bis G sowie einen Typ. Die Liste der Typen ist lang: Kontrollzonen (CTR), Nahverkehrsbereiche (TMA), Transponder- und Funkpflichtzonen (TMZ und RMZ), Flugbeschränkungs-, Gefahren- und Sperrgebiete, zeitweise reservierte Gebiete, Segelflugsektoren und mehr. Dazu kommen Ober- und Untergrenzen, Aktivierungszeiten, Hinweise auf Aktivierung per NOTAM und bei Bedarf Frequenzen oder Transponder-Codes.
Für dich als Spotter erklärt das, warum Verkehr an bestimmten Stellen tief fliegt und an anderen nicht. Die Grundlagen dazu findest du in Luftraumklassen A bis G und im praktischen Guide Lufträume auf Karten erkennen. Aktuelle Aktivierungen und Sperrungen stehen in NOTAMs – wie du die liest, zeigt NOTAMs lesen und verstehen.
Drei Spotter-Anwendungen, die sich wirklich lohnen
1. Frequenzen nachschlagen
Zu jedem Flugplatzeintrag kann openAIP eine Liste von Frequenzen führen, jeweils mit Art des Dienstes. Die Typen reichen von Tower, Ground, Approach, Departure und Delivery über Apron und ATIS bis zu Information, AFIS, Unicom oder Segelflug-Frequenzen. Werte stehen im Format mit drei Nachkommastellen, wie sie im heutigen 8,33-kHz-Kanalraster üblich sind – warum das so ist, erklärt der Artikel zum 8,33-kHz-Kanalraster.
Für das Mithören am Zaun ist das ein schneller Spickzettel. Was die einzelnen Dienste bedeuten und welche Frequenz in welcher Flugphase aktiv ist, steht in Flugfunk-Frequenzen verstehen. Bevor du einen Scanner einschaltest, lies bitte Flugfunk hören: die Rechtslage – Empfangen, Aufzeichnen und Weitergeben sind nicht überall gleich geregelt.
Frequenzen ändern sich
Frequenzwechsel kommen vor, und eine Community-Datenbank zieht nicht immer sofort nach. Wenn eine Frequenz still bleibt, gleiche sie mit den amtlichen Flugplatzdaten oder der ATIS des Platzes ab, statt am Scanner zu zweifeln.
2. Pistenausrichtung für die Lichtplanung
Für jede Piste speichert openAIP die Bezeichnung, die wahre Ausrichtung in Grad, Länge, Breite, Belag und Anflughilfen. Am Flughafen München zum Beispiel findest du für die Bahn 08L/26R neben den Maßen von 4.000 mal 60 Metern auch die wahre Richtung beider Enden – rund 80 beziehungsweise 260 Grad.
Der Vorteil gegenüber der Pistennummer: Die Nummer ist auf zehn Grad gerundet und bezieht sich auf magnetisch Nord. Der Wert in openAIP zeigt dir die geografische Richtung direkt. Kombiniert mit dem Sonnenazimut weißt du so, wann die Sonne an einem Spot im Rücken steht – die ganze Rechenlogik erklärt Sonnenstand planen. Welches Ende der Piste an einem Tag genutzt wird, entscheidet der Wind; dazu mehr in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
3. Neue Plätze in der Umgebung entdecken
Zoom auf der Karte in deine Region, und du siehst schnell, wie viele Flugplätze es neben dem großen Flughafen gibt: Segelfluggelände, UL-Plätze, Sonderlandeplätze. Die Detailansicht verrät, ob dort überhaupt Motorflug stattfindet, ob der Platz PPR verlangt und ob er auf Windenstart beschränkt ist. Gerade für Flugplatzfeste und kleine Fly-ins sind das wertvolle Hinweise; Termine sammelt unser Überblick Flugplatzfeste in Deutschland.
Die Frequenz kennst du – jetzt fehlt nur der Flieger
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery im Anflug ist oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
So nutzt du openAIP Schritt für Schritt
1. Karte öffnen
Auf openaip.net führt der Menüpunkt „Map“ zur interaktiven Karte. Ein Konto brauchst du zum Ansehen nicht.
2. Platz suchen
In den Listen, etwa „Airports“, tippst du Name oder ICAO-Code ein. Ein Suchbegriff wie EDDM liefert direkt den Eintrag für München.
3. Details lesen
Die Detailansicht zeigt Pisten mit Ausrichtung und Maßen, Frequenzen, Höhe, Betriebszeiten und Hinweise. Notiere dir, was du für den Spot-Tag brauchst.
4. Luftraum einordnen
Klick in der Karte auf die Luftraumgrenzen rund um den Platz. Klasse, Typ und Höhengrenzen erklären, wie der Verkehr an- und abfliegt.
5. Gegenprüfen
Für alles, was zählt, schaust du in die amtlichen Flugplatzdaten. Wie du die offizielle Flugplatzkarte liest, zeigt der Guide zur AIP-Flugplatzkarte.
Wenn du die ICAO-Codes noch nicht sicher zuordnen kannst, hilft dir IATA- und ICAO-Codes erklärt. Für die Lage von Zäunen, Wegen und Parkplätzen am Platz ergänzt OpenStreetMap für Spotter die Luftfahrtdaten sinnvoll – openAIP zeigt dir die Piste, OpenStreetMap den Feldweg dorthin.
Exporte und API für Bastler
Wer mehr will als die Karte, findet auf der Seite „Data Exports“ fertige Dateien, sortiert nach Land und Datenart (Flugplätze, Lufträume, Funkfeuer, Meldepunkte, Hindernisse). Die angebotenen Formate:
| Format | Typischer Einsatz |
|---|---|
| GeoJSON und zeilenweises GeoJSON | eigene Webkarten, GIS-Programme wie QGIS |
| JSON | eigene Auswertungen und Skripte |
| SeeYou CUP und CUPX | Segelflug-Software und -Fluggeräte |
| OpenAIR (Version 1 und 2) | Luftraumdateien für Flugrechner im Segel- und Gleitschirmflug |
| openAIP v1 (XML) | ältere Anwendungen, die das frühere Format erwarten |
Für Entwickler gibt es eine Core API für die Datensätze selbst und eine Tiles API, die Geometrien als Mapbox-Vektorkacheln liefert. Den Schlüssel erzeugst du im eigenen Profil unter „API Clients“ und übergibst ihn als HTTP-Header x-openaip-api-key oder als Abfrageparameter. openAIP weist auf Ratenbegrenzungen hin und empfiehlt, Antworten zu cachen. Außerdem bittet der Dienst darum, in eigenen Anwendungen einen Link auf openaip.net als Datenquelle anzugeben.
Auf GitHub veröffentlicht das Projekt zudem kleine Werkzeuge, etwa einen Parser, der OpenAIR-Luftraumdateien in JSON oder GeoJSON umwandelt, und einen Konverter für das vereinfachte Luftfahrt-Datenmodell YAIXM. Wer schon mit ADS-B-Daten spielt, kann so Positionsdaten und Lufträume auf einer gemeinsamen Karte kombinieren – Ideen dazu liefert Flugverfolgung am PC mit tar1090 und Virtual Radar.
Pistenrichtungen per Skript
Mit dem Länder-Export der Flugplätze kannst du für alle Plätze deiner Region die wahren Pistenrichtungen in eine Tabelle ziehen und daraus eine eigene Lichtliste bauen: welcher Platz morgens, welcher abends funktioniert.
Lizenz: Was erlaubt ist
Die openAIP-Daten stehen unter Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell 4.0 International (CC BY-NC 4.0). Praktisch heißt das:
Erlaubt
- Daten in jedem Format und Medium teilen
- Daten umwandeln, mischen und darauf aufbauen
- eigene, nicht kommerzielle Karten und Auswertungen veröffentlichen
- Daten laut openAIP auch mit kostenpflichtigen Apps ausliefern, solange sie nicht exklusiv verkauft werden
Nicht erlaubt
- die Daten selbst verkaufen, etwa als bezahltes monatliches Datenupdate
- die Quelle verschweigen
- die Daten so einschränken, dass sie nicht mehr frei nutzbar bleiben
Für einen Spotter-Blog, eine private Karte oder ein Vereinsprojekt ist das in aller Regel unproblematisch, solange du openAIP als Quelle nennst. Sobald Geld im Spiel ist, lies die Lizenzbedingungen genau oder frag beim Betreiber nach.
Grenzen: wann openAIP nicht reicht
openAIP lebt von Freiwilligen. Das ist seine Stärke – und die Grenze. Ein paar Punkte solltest du kennen:
- Keine amtliche Quelle. Verbindlich sind die AIP-Veröffentlichungen der jeweiligen Flugsicherung, in Deutschland die der DFS. Für das Fliegen selbst sind sie Pflicht, openAIP ist bestenfalls Ergänzung.
- Unterschiedliche Datentiefe. Wie vollständig ein Land oder ein Platz erfasst ist, hängt davon ab, wie aktiv die Community dort ist. Frequenzlisten oder Betriebszeiten können lückenhaft sein.
- Zeitverzug. Änderungen in der amtlichen AIP erscheinen nicht automatisch sofort. Temporäre Sperrungen stehen ohnehin in NOTAMs, nicht in einer statischen Datenbank.
- Keine Drohnen-Freigabe. Für Drohnenflüge in Deutschland zählt die amtliche Karte – mehr dazu in Geozonen und die dipul-Karte und Drohnen am Flughafen.
- Keine Live-Daten. openAIP zeigt Infrastruktur, keine Flugzeuge. Wer gerade landet, verraten Flugradar-Dienste; einen Überblick gibt der Flugradar-Apps-Vergleich.
openAIP passt, wenn …
- du schnell Frequenzen oder Pisten eines Platzes nachschlagen willst
- du kleine Flugplätze in deiner Region suchst
- du eigene Karten oder Auswertungen bastelst
Gegenprüfen, wenn …
- eine Frequenz oder Betriebszeit für deinen Ausflug entscheidend ist
- der Platz in einem wenig gepflegten Land liegt
- es um Luftraum-Aktivierungen an einem bestimmten Tag geht
Andere Quelle nötig, wenn …
- du selbst fliegst oder eine Drohne startest
- du wissen willst, welche Maschine gerade im Anflug ist
- du rechtsverbindliche Angaben brauchst
Selbst mitmachen
Findest du einen falschen Eintrag, kannst du ihn korrigieren: Mit einem kostenlosen Konto reichst du Änderungsvorschläge ein. Die zuletzt eingereichten Vorschläge zeigt openAIP öffentlich unter „Latest Change Requests“ – ein Blick dort verrät, wie lebendig die Pflege gerade ist. Für den Austausch nennt das Projekt eine Diskussionsgruppe, Slack, Mastodon und GitHub.
Gerade Spotter sind dafür gut geeignet: Du stehst oft an Plätzen, die nur selten jemand besucht, und siehst, ob eine Graspiste noch genutzt wird oder ein Platz längst geschlossen ist. Halte dich dabei an Fakten, die du belegen kannst, und übertrage nichts aus geschützten Quellen.
Bist du bereit für deinen openAIP-Check vor der Tour?
- Ich kenne den ICAO-Code und den Typ des Platzes.
- Ich habe die wahre Ausrichtung der Pisten notiert.
- Ich habe Tower-, Ground- und ATIS-Frequenz herausgesucht.
- Ich weiß, in welchem Luftraum der Platz liegt.
- Ich habe die wichtigen Angaben mit einer amtlichen Quelle abgeglichen.
Recherche, Spot und Sichtung in einer App
Plane dein Licht mit dem Sonnenstand-Planer, prüf Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
openAIP ist für Spotter ein unterschätztes Werkzeug. Die Datenbank liefert in wenigen Klicks, was du für einen guten Spot-Tag brauchst: Frequenzen für den Funk, die wahre Pistenausrichtung für die Lichtplanung und einen Überblick über kleine Plätze, die auf keinem Flugradar auffallen. Mit Exporten und API wird daraus Material für eigene Karten und Auswertungen. Nur eines darf openAIP nicht sein: deine einzige Quelle, wenn es um Verbindliches geht. Dafür gibt es die amtlichen Veröffentlichungen.
Kurzfazit
openAIP ist die freie Weltkarte der Luftfahrt-Infrastruktur: ideal zum Nachschlagen von Pisten, Frequenzen und Lufträumen und zum Entdecken kleiner Flugplätze. Nenne die Quelle, nutze die Daten nicht kommerziell und gleich alles Wichtige mit amtlichen Angaben ab.
Zusammenfassung
- openAIP ist eine webbasierte, crowdgesourcte Plattform für Luftfahrtinformationen, betrieben von der Garrecht Avionik GmbH.
- Spotter nutzen sie vor allem für drei Dinge: Funkfrequenzen eines Platzes nachschlagen, Pistenausrichtungen für die Lichtplanung ablesen und kleine Flugplätze in der Umgebung entdecken.
- Daten gibt es interaktiv auf der Karte, als Länder-Downloads in Formaten wie GeoJSON, OpenAIR oder SeeYou CUP und über eine API mit kostenlosem Schlüssel.
- Weil jeder Änderungen einreichen kann, lohnt bei wichtigen Angaben der Abgleich mit amtlichen Quellen – und wer einen Fehler findet, kann ihn selbst melden.
Häufige Fragen
Was ist openAIP?
openAIP ist eine freie, weltweite Datenbank für Luftfahrtdaten. Sie enthält unter anderem Flugplätze, Lufträume, Funknavigationsanlagen, Sichtflug-Meldepunkte und Luftfahrthindernisse. Die Daten stammen aus Beiträgen einer internationalen Community und lassen sich auf einer interaktiven Karte ansehen, herunterladen oder per Schnittstelle abrufen.
Ist openAIP kostenlos?
Ja, das Ansehen der Karte und der Datenlisten kostet nichts. Für Mitarbeit und für einen API-Schlüssel brauchst du ein kostenloses Konto. Die Daten selbst stehen unter der Lizenz CC BY-NC 4.0.
Was darf ich mit openAIP-Daten machen?
Die Lizenz CC BY-NC 4.0 erlaubt dir, die Daten zu teilen, umzuwandeln und darauf aufzubauen, solange du die Quelle nennst und sie nicht kommerziell verwertest. openAIP stellt klar, dass Dritte die Daten auch mit kostenpflichtigen Anwendungen ausliefern dürfen, solange sie die Daten nicht exklusiv verkaufen – etwa als bezahltes monatliches Datenupdate.
Finde ich bei openAIP Flugfunk-Frequenzen?
Ja. Flugplatz- und Luftraumeinträge können Frequenzen enthalten, bei Flugplätzen jeweils mit Art des Dienstes, zum Beispiel Tower, Ground, Approach, Delivery, Apron, ATIS oder Information. Die Werte werden im Format mit drei Nachkommastellen geführt. Ob ein Eintrag vollständig und aktuell ist, hängt von der Pflege durch die Community ab.
Kann ich openAIP zum Fliegen oder für Drohnen verwenden?
openAIP ist eine Community-Datenbank und ersetzt keine amtlichen Quellen. Pilotinnen und Piloten müssen sich auf die offiziellen Luftfahrtveröffentlichungen stützen. Für Drohnen in Deutschland ist die amtliche Geozonen-Karte die richtige Anlaufstelle, nicht openAIP.
In welchen Formaten kann ich openAIP-Daten herunterladen?
Auf der Export-Seite gibt es Dateien je Land und Datenart, unter anderem als GeoJSON, zeilenweises GeoJSON, JSON, SeeYou CUP und CUPX, OpenAIR in Version 1 und 2 sowie im älteren openAIP-XML-Format.
Wie korrigiere ich einen Fehler in openAIP?
Mit einem kostenlosen Konto reichst du einen Änderungsvorschlag ein. Die zuletzt eingereichten Vorschläge sind öffentlich in einer Liste einsehbar. Für technische Probleme mit der Website gibt es zusätzlich einen öffentlichen Issue-Tracker auf GitHub.
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