Das Wichtigste in Kürze
- Nok Air ist eine thailändische Low-Cost-Airline mit Sitz und Drehkreuz am Flughafen Bangkok-Don Mueang.
- Codes: IATA DD, ICAO NOK, Rufzeichen „NOK AIR“.
- „Nok“ heißt auf Thai „Vogel“ – deshalb trägt jedes Flugzeug einen Schnabel an der Nase und ein eigenes Vogel-Design.
- Die Flotte besteht heute nur aus Boeing 737-800; ATR 72 und Dash 8 Q400 sind Geschichte.
- Bewegte Jahre: 2020 Insolvenzantrag, Ende von NokScoot, 2025 Rückzug von der thailändischen Börse – der Flugbetrieb lief weiter.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Nok Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Vogel-Lackierungen: jedes Flugzeug ein Unikat
- 4.Die Flotte: heute nur Boeing 737-800
- 5.Turboprops bei Nok: ATR 72 und Dash 8 Q400
- 6.Eigentümer, NokScoot und die Krise
- 7.Das Streckennetz
- 8.Nok Air spotten
- 9.Nok Air im thailändischen Markt
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | DD |
|---|---|
| ICAO-Code | NOK |
| Rufzeichen | NOK AIR |
| Drehkreuze | DMK |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Schwerpunkt auf Inlandsflügen in Thailand |
| Heimatland | Thailand |
| Sitz | Bezirk Don Mueang, Bangkok |
| Gegründet | Februar 2004 als Sky Asia, Flugbetrieb seit Juli 2004; Name Nok Airlines seit 2006 |
| Drehkreuz | Bangkok-Don Mueang (DMK) |
| Weitere Basen | Chiang Mai (CNX) und Phuket (HKT) |
| Allianz | keine der großen Allianzen; als Mitglied der Low-Cost-Allianz Value Alliance geführt |
| Flotte (Stand 2026) | ausschließlich Boeing 737-800 mit 189 Sitzen; je nach Quelle rund zehn aktive Maschinen, die Website stellt 14 getaufte Flugzeuge vor |
| Frühere Typen | Boeing 737-400, ATR 72-500, Bombardier Dash 8 Q400 |
| Nationalitätskennzeichen | HS- (Thailand) |
| Markenzeichen | Vogelschnabel an der Flugzeugnase, jedes Flugzeug mit eigenem Vogel-Design |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Nok Air?
- Aufgemalter Vogelschnabel an der Flugzeugnase – das Erkennungszeichen von Nok Air
- Jedes Flugzeug trägt ein eigenes, farbenfrohes Vogel-Design – keine zwei Maschinen sehen gleich aus
- Heute ausschließlich Boeing 737-800 mit Winglets
- Flugnummer mit DD, auf dem Tracker der ICAO-Code NOK
- Thailändisches Kennzeichen mit HS- am Rumpf
- Heimat ist Bangkok-Don Mueang, nicht Suvarnabhumi
Es gibt Airlines, die du an der Farbe erkennst, und es gibt Nok Air. Bei der thailändischen Low-Cost-Airline sieht fast jedes Flugzeug anders aus – mal gelb, mal grün, mal blau, mal mit Federn in Pink –, aber alle haben eines gemeinsam: einen aufgemalten Vogelschnabel an der Nase. Für Spotter ist das eine Einladung, die Flotte Maschine für Maschine zu sammeln. Diese Seite zeigt dir, was hinter Nok Air steckt, welche Flugzeuge sie fliegt und flog und wo du die bunten Vögel vor die Linse bekommst.
Jeden Vogel einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche Nok-Air-Lackierungen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Nok Air im Überblick
Nok Air ist eine thailändische Low-Cost-Airline mit Sitz im Bangkoker Bezirk Don Mueang. Gegründet wurde das Unternehmen im Februar 2004 unter dem Namen Sky Asia, den Flugbetrieb nahm es im Juli 2004 auf. Seit 2006 heißt die Gesellschaft Nok Airlines, 2013 ging sie als Aktiengesellschaft an die Börse von Thailand. Gründer und langjähriger Chef war Patee Sarasin, der die Airline bis 2017 führte.
Der Name ist Programm: „Nok“ bedeutet auf Thai schlicht Vogel. Die Airline verbindet damit die Idee von Freiheit und Leichtigkeit beim Reisen – und hat daraus eine der markantesten Optiken der asiatischen Luftfahrt gemacht.
Das Geschäftsmodell ist klar auf Inlandsflüge ausgerichtet. Vom Drehkreuz Bangkok-Don Mueang verbindet Nok Air die Hauptstadt mit Urlaubszielen und Provinzstädten, dazu kommen die Basen Chiang Mai und Phuket. Internationale Strecken spielen eine kleinere Rolle und haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert. Wie Billigflieger grundsätzlich wirtschaften, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code DD: steht in der Flugnummer, also auf Ticket, Anzeigetafel und in Flugplänen.
- ICAO-Code NOK: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen NOK AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der ICAO-Code ist angenehm leicht zu merken, weil er dem Markennamen entspricht. Beim IATA-Code DD gibt es dagegen keinen offensichtlichen Bezug zum Namen – IATA-Codes sind reine Kennungen und werden nicht nach Markennamen vergeben.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern taucht Nok Air meist als NOK plus Flugnummer auf. Wenn du in Don Mueang mehrere Low-Cost-Airlines gleichzeitig im Anflug siehst, hilft dir der ICAO-Code beim schnellen Sortieren. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Vogel-Lackierungen: jedes Flugzeug ein Unikat
Das Markenzeichen von Nok Air sitzt ganz vorne: Die Nase jedes Flugzeugs ist als Vogelschnabel bemalt. Dahinter geht es farbenfroh weiter. Statt einer einheitlichen Konzernoptik trägt jede Maschine ein eigenes Vogel-Design mit eigener Farbkombination. Manche Flugzeuge erinnern an exotische Vögel, andere sind eher verspielt gestaltet. Gemeinsam ist allen der Schnabel und der Nok-Schriftzug.
Dazu kommt eine zweite Ebene: Viele 737-800 tragen eigene Namen, die alle mit „Nok“ beginnen. Auf der Website der Airline werden 14 getaufte Flugzeuge vorgestellt, darunter Nok Tawan, Nok Phupha und Nok Tubtim Siam – nicht alle dort genannten Maschinen sind allerdings noch im Einsatz. Für dich als Spotter heißt das: Neben dem Kennzeichen hast du mit Name und Farbschema gleich zwei weitere Merkmale, um eine Maschine eindeutig zuzuordnen.
Schnabel prüfen
Bemalte Nase mit Vogelschnabel – damit ist klar, dass du eine Nok-Air-Maschine vor dir hast.
Farbschema notieren
Halte die Grundfarbe und das Muster fest. So erkennst du später, welche Lackierung du schon hast.
Kennzeichen lesen
Das HS-Kennzeichen am Rumpf macht die Sichtung eindeutig – auch wenn eine Maschine später neu lackiert wird.
Namen ergänzen
Trägt das Flugzeug einen Namen wie Nok Tawan, notier ihn mit. Das macht deine Sammlung lebendiger.
Weil Lackierungen bei Leasing-Rückgaben oder Neubemalungen wechseln können, ist das Kennzeichen immer der verlässliche Anker. Wie du solche Motive systematisch sammelst, beschreibt der Artikel Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren. Warum Airlines mit Farben, Formen und Logos arbeiten, erklärt der Guide Livery-Design erklärt.
Die fehlende Lackierung im Blick
Setz einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn genau diese Maschine im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: heute nur Boeing 737-800
Nok Air fliegt heute eine reine Jet-Flotte aus Boeing 737-800 mit Winglets und 189 Sitzen in einer Klasse. Die genaue Zahl aktiver Flugzeuge ist schwer festzumachen: Nachschlagewerke nennen für 2025 und 2026 rund zehn Maschinen im Einsatz, die Website der Airline stellt 14 getaufte 737-800 vor. Sicher ist, dass die Flotte nach der Pandemie deutlich kleiner ist als in den Boomjahren.
| Typ | Status | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | im Einsatz | 189 | Einziger aktueller Typ, jede Maschine mit eigenem Vogel-Design |
| Boeing 737 MAX 8 | 6 bestellt, nicht ausgeliefert | – | Bestellung besteht laut Nachschlagewerken weiter |
| Boeing 737-400 | ausgeschieden | – | Ältere 737-Generation aus den frühen Jahren |
| ATR 72-500 | ausgeschieden | – | Zwei Maschinen ab 2012, später verkauft |
| Bombardier Dash 8 Q400 | ausgeschieden | 86 | Acht Maschinen ab 2014, Ausmusterung 2020 |
Die Boeing 737-800 ist der Kern der Flotte und das Flugzeug, das du bei Nok Air praktisch immer siehst. Die sechs bestellten Boeing 737 MAX 8 sind dagegen nie bei der Airline angekommen. Nachdem Thailand den Typ im März 2019 nach den beiden Abstürzen mit einem Flugverbot belegt hatte, blieb die Auslieferung aus. Hersteller beider Typen ist Boeing.
In den frühen Jahren flog Nok Air auch die ältere Boeing 737-400. Wenn du alte Fotos der Airline findest, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Triebwerke und die Flügelspitzen: Die 737-400 ist kürzer als die 737-800 und hatte ab Werk keine Winglets. Wie du die Generationen der 737 sicher auseinanderhältst, erklärt der Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Turboprops bei Nok: ATR 72 und Dash 8 Q400
Spannend für alle, die gern Flottengeschichte sammeln: Nok Air hatte zeitweise eine echte Mischflotte. Ab Oktober 2012 kamen zwei ATR 72-500 mit den Kennzeichen HS-DRC und HS-DRD dazu. Nach dem Ende der Partnerschaft mit Nok Mini im Jahr 2014 übernahm Nok Air einige der Regionalstrecken, die zuvor unter dieser Marke von der Gesellschaft Siam General Aviation geflogen worden waren – mit eigenen ATR 72-500 und Boeing 737-800.
Zwischen 2014 und 2016 folgten acht Bombardier Dash 8 Q400 mit jeweils 86 Sitzen, registriert in der Reihe HS-DQA bis HS-DQH. Mit ihnen bediente Nok Air kleinere Flughäfen in den Provinzen, auf denen eine 737 überdimensioniert gewesen wäre. Im Insolvenzverfahren 2020 schieden die Q400 aus der Flotte aus; die ATR waren da bereits verkauft.
Die Turboprops tauchen heute bei anderen Betreibern auf. Wenn du eine ATR 72-500 oder eine Dash 8-400 mit Nok-Vergangenheit im Logbuch hast, ist das eine schöne Fußnote. Wie du die beiden Typen auseinanderhältst, zeigt der Artikel ATR und Dash 8 unterscheiden.
Achtung Verwechslung
Eine ATR 72 mit thailändischem Kennzeichen ist heute in aller Regel keine Nok-Maschine mehr. Die Turboprop-Ära der Airline ist vorbei. Bei aktuellen Sichtungen gilt: Nok Air bedeutet Boeing 737-800.
Eigentümer, NokScoot und die Krise
Nok Air startete eng verbunden mit der staatlich geprägten Thai Airways, die bei der Gründung einen großen Anteil hielt, zeitweise rund 39 Prozent. In den folgenden Jahren verschob sich die Eigentümerstruktur: 2017 wurde der Anteil von Thai Airways verwässert, weil die Gesellschaft bei einer Kapitalerhöhung nicht mitzog. 2019 hielt sie knapp 16 Prozent, größte Aktionäre waren da mehrere Mitglieder der Unternehmerfamilie Jurangkool. Nok Air arbeitet weitgehend eigenständig und konkurriert auf vielen Inlandsstrecken auch mit der früheren Mutter. Mehr zur Netzwerk-Airline liest du auf der Seite zu Thai Airways.
Ein ambitioniertes Projekt war NokScoot. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Scoot, der Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines, nahm Mitte der 2010er-Jahre den Flugbetrieb auf und flog ab Bangkok-Don Mueang auf Mittel- und Langstrecken. Im Juni 2020 stellte NokScoot den Betrieb wegen der Corona-Pandemie ein.
Für Nok Air selbst wurden die Jahre um 2020 zur Belastungsprobe. Schon 2016 sorgten Flugausfälle und ein Konflikt mit Piloten für Schlagzeilen. Im Juli 2020 beantragte die Airline schließlich ein Insolvenz- und Sanierungsverfahren. Der Flugbetrieb lief in reduziertem Umfang weiter, einige Flugzeuge wurden vorübergehend abgestellt, die Q400 verließen die Flotte. Im Januar 2025 wurde die Aktie von der Börse in Thailand genommen.
Historische Motive
NokScoot und die Turboprop-Flotte sind Geschichte. Fotos aus diesen Jahren sind heute gefragte Archivmotive – wenn du welche hast, lohnt es sich, sie sauber mit Kennzeichen, Datum und Ort zu beschriften.
Das Streckennetz
Das Netz konzentriert sich auf Thailand. Vom Drehkreuz Don Mueang fliegt Nok Air unter anderem nach Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket, Krabi, Hat Yai, Udon Thani, Ubon Ratchathani, Phitsanulok, Nan, Nakhon Si Thammarat, Surat Thani und Trang. Gerade die kleineren Provinzflughäfen machen Nok Air für Thailand-Reisende interessant, weil dort oft nur wenige Airlines landen.
International war das Netz über die Jahre wechselhaft. Ziele in China, Indien, Vietnam, Myanmar und Japan kamen und gingen. Nachschlagewerke nennen zuletzt unter anderem Verbindungen nach Indien. Weil sich das internationale Angebot oft ändert, prüf vor jeder Planung den aktuellen Flugplan.
Ergänzend bietet Nok Air kombinierte Reisen an, bei denen auf den Flug eine Fähre zu den Inseln oder ein Bus folgt. Für Spotter ist das weniger relevant, zeigt aber, wie stark die Airline auf das Inland und den Tourismus ausgerichtet ist.
Nok Air spotten
In Europa ist Nok Air nicht zu sehen. Für eine Sichtung musst du nach Thailand reisen, und der beste Ort ist Bangkok-Don Mueang. Der ältere der beiden Bangkoker Flughäfen ist heute die Heimat der Low-Cost-Airlines: Neben Nok Air triffst du dort Thai AirAsia mit roten Airbus-Jets und Thai Lion Air mit Boeing 737. Am großen Flughafen Bangkok Suvarnabhumi ist Nok Air dagegen kaum präsent.
Don Mueang wird auch militärisch genutzt. Halte deshalb respektvoll Abstand zu Bereichen der Streitkräfte und fotografiere keine militärischen Anlagen. Wie du Spotten im Urlaub entspannt und regelkonform angehst, beschreibt der Artikel Planespotting im Urlaub.
Gute Chancen auf Nok Air, wenn …
- du in Bangkok-Don Mueang bist, dem Drehkreuz der Airline
- du in Chiang Mai oder Phuket spottest, den weiteren Basen
- du an thailändischen Provinzflughäfen unterwegs bist
Prüf es vorher, wenn …
- du Nok Air an einem internationalen Ziel außerhalb Thailands erwartest
- du nach älteren Reiseberichten planst – Netz und Flotte haben sich stark verändert
Eher kein Nok-Air-Tag, wenn …
- du nur am Flughafen Suvarnabhumi bist
- du in Europa spottest
Wer gezielt mehrere Lackierungen sammeln will, plant am besten einen ganzen Tag in Don Mueang ein. Weil die Flotte klein ist und die Flugzeuge auf vielen Inlandsstrecken pendeln, kommen dieselben Maschinen oft mehrfach am Tag zurück. Mit einem Blick auf den Tracker siehst du, welches Kennzeichen gerade unterwegs ist, und kannst dich gezielt auf die noch fehlenden Vögel konzentrieren. Wie du dabei vorgehst, zeigt der Guide Special Liveries finden. Und wie thailändische HS-Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Nok Air im thailändischen Markt
Thailand hat einen der dichtesten Low-Cost-Märkte Asiens. Nok Air war eine der ersten Billigairlines im Land und steht heute neben mehreren großen Konkurrenten:
| Airline | Typische Flotte | Erkennungsmerkmal |
|---|---|---|
| Nok Air | Boeing 737-800 | Vogelschnabel, bunte Einzel-Designs |
| Thai AirAsia | Airbus A320 und A321 | Kräftiges Rot |
| Thai Lion Air | Boeing 737-800 und 737-900ER | Löwen-Logo am Leitwerk |
| Thai Vietjet Air | Airbus A320-Familie | Rot-gelbe Optik |
| Bangkok Airways | A319, A320, ATR 72-600 | Farbenfrohe, tropische Bemalung |
Der Vergleich hilft dir beim Sortieren am Spot: Siehst du in Don Mueang eine 737 einer thailändischen Airline, ist es meist Nok Air oder Thai Lion Air – und der Schnabel an der Nase beantwortet die Frage sofort.
Häufige Verwechslungen
- Nok Air und Thai Lion Air verwechseln – beide fliegen 737-800 ab Don Mueang, aber nur Nok Air hat den Vogelschnabel an der Nase.
- Eine Nok-Lackierung für eine Sonderbemalung halten – die bunten Vogel-Designs sind bei Nok Air die Standardoptik, nicht die Ausnahme.
- ATR oder Q400 als aktuelle Nok-Typen notieren – die Turboprops sind ausgeschieden; heute fliegt nur die 737-800.
- NokScoot mit Nok Air gleichsetzen – NokScoot war ein eigenes Gemeinschaftsunternehmen mit Scoot und hat 2020 den Betrieb eingestellt.
- Nok Air in Suvarnabhumi suchen – das Drehkreuz ist Don Mueang.
- Den IATA-Code DD falsch zuordnen – DD steht für Nok Air, nicht für eine Abkürzung des Namens.
Deine Thailand-Sichtungen an einem Ort
Poste deine Nok-Air-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Spot, sammle die Vogel-Lackierungen im Hangar und tausch dich mit anderen Spottern in Kommentaren und Chats aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Nok Air ist die verspielteste unter Thailands Low-Cost-Airlines. Hinter den bunten Vögeln steckt eine Airline mit bewegter Geschichte: Mischflotte mit Turboprops, das Langstrecken-Experiment NokScoot, ein Insolvenzverfahren und der Rückzug von der Börse. Geblieben ist eine kleine, einheitliche Flotte aus Boeing 737-800, die du in Bangkok-Don Mueang und an vielen thailändischen Regionalflughäfen siehst. Wer Kennzeichen, Farbschema und Namen mitnotiert, macht aus jeder Sichtung einen eigenen Sammelpunkt.
Kurzfazit
Nok Air (IATA DD, ICAO NOK) ist eine thailändische Low-Cost-Airline mit Drehkreuz in Bangkok-Don Mueang und einer Flotte aus Boeing 737-800. Der Schnabel an der Nase zeigt die Airline, das HS-Kennzeichen und das individuelle Vogel-Design zeigen, welche Maschine du wirklich vor dir hast.
Zusammenfassung
- Nok Air erkennst du sofort am Vogelschnabel an der Nase und an den bunten Vogel-Lackierungen, die sich von Flugzeug zu Flugzeug unterscheiden.
- Für Sammler ist Nok Air ein Glücksfall: Weil jede 737-800 anders aussieht, lohnt es sich, die ganze Flotte einzeln abzuhaken.
- Die frühere Mischflotte mit ATR 72 und Dash 8 Q400 ist abgegeben; heute fliegt Nok Air eine reine 737-800-Flotte.
- Spotten kannst du Nok Air fast nur in Thailand – am sichersten in Bangkok-Don Mueang, dazu in Chiang Mai, Phuket und an vielen Regionalflughäfen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Nok Air?
Der IATA-Code von Nok Air ist DD, der ICAO-Code NOK. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „NOK AIR“. Auf Flugtrackern siehst du meist den ICAO-Code, auf der Anzeigetafel die DD-Flugnummer.
Was bedeutet der Name Nok Air?
„Nok“ ist das thailändische Wort für Vogel. Die Airline hat das zum Konzept gemacht: Die Flugzeugnase ist als Schnabel bemalt, und jede Maschine trägt ein eigenes Vogel-Design. Viele Flugzeuge haben außerdem eigene Namen, die mit „Nok“ beginnen, etwa Nok Tawan oder Nok Phupha.
Welche Flugzeuge fliegt Nok Air?
Heute ausschließlich die Boeing 737-800 mit 189 Sitzen. Die genaue Zahl aktiver Maschinen schwankt je nach Quelle; Nachschlagewerke nennen für 2025 und 2026 rund zehn Flugzeuge im Einsatz, die Website von Nok Air stellt 14 getaufte 737-800 vor. Sechs Boeing 737 MAX 8 sind bestellt, wurden aber bisher nicht ausgeliefert.
Hatte Nok Air auch Propellerflugzeuge?
Ja. Ab 2012 flog Nok Air zwei ATR 72-500, ab 2014 kamen acht Bombardier Dash 8 Q400 mit jeweils 86 Sitzen dazu. Damit bediente die Airline kleinere Regionalflughäfen. Die Q400 schieden im Zuge des Insolvenzverfahrens 2020 aus der Flotte aus, die ATR wurden ebenfalls verkauft.
Gehört Nok Air zu Thai Airways?
Nicht mehr im engeren Sinn. Thai Airways war bei der Gründung großer Anteilseigner und hielt zeitweise rund 39 Prozent. Später sank der Anteil deutlich; 2019 lag er bei knapp 16 Prozent, größte Aktionäre waren da Mitglieder der Familie Jurangkool. Nok Air arbeitet weitgehend eigenständig.
Was war NokScoot?
NokScoot war ein Gemeinschaftsunternehmen von Nok Air und Scoot, der Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines. Es flog ab Mitte der 2010er-Jahre von Bangkok-Don Mueang auf Mittel- und Langstrecken, vor allem nach Nordasien. Im Juni 2020 stellte NokScoot den Betrieb wegen der Corona-Pandemie ein.
Wo kann ich Nok Air spotten?
Fast nur in Thailand. Die besten Chancen hast du in Bangkok-Don Mueang, dem Drehkreuz. Dazu kommen die Basen Chiang Mai und Phuket sowie Regionalflughäfen wie Chiang Rai, Hat Yai, Udon Thani oder Ubon Ratchathani. In Europa fliegt Nok Air nicht.
Ist Nok Air pleite?
Nok Air hat im Juli 2020 ein Insolvenzverfahren beantragt, den Flugbetrieb aber in reduziertem Umfang fortgesetzt. Im Januar 2025 wurde die Aktie von der thailändischen Börse genommen. Die Airline fliegt weiter, ist aber deutlich kleiner als vor der Pandemie. Prüf vor einer Reise den aktuellen Flugplan.
Nok Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
Weitere Airlines
Thai AirAsia
Die größte Low-Cost-Airline Thailands: rote Airbus-A320-Familie, Heimatbasis am traditionsreichen Flughafen Don Mueang und ein dichtes Netz in Thailand und Asien – optisch fast identisch mit den AirAsia-Schwestern.
Low-CostThai Lion Air
Die thailändische Low-Cost-Airline der Lion Group: Boeing 737 ab Bangkok Don Mueang, erste Airline mit der 737 MAX 9 im Linienbetrieb und zeitweise mit Airbus A330 unterwegs.
Low-CostThai Vietjet Air
Thailändische Low-Cost-Airline aus der Vietjet-Familie: Basis Bangkok-Suvarnabhumi statt Don Mueang, eine Flotte aus Airbus A320 und A321 – und seit Kurzem immer mehr Boeing 737 MAX 8.
RegionalBangkok Airways
Thailändische Boutique-Airline mit Basis in Bangkok-Suvarnabhumi: kleine Flotte aus Airbus A319, A320 und ATR 72-600 – und drei Flughäfen, die die Airline selbst gebaut hat, allen voran Koh Samui.
NetzwerkThai Airways International
Thailands Flag Carrier mit Drehkreuz Bangkok-Suvarnabhumi: Gründungsmitglied der Star Alliance, Langstrecke mit A350, Boeing 777 und 787 – und ein lila-goldenes Leitwerk, das du an mehreren europäischen Flughäfen siehst.
Low-CostScoot
Die Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines: Drehkreuz Changi, Boeing 787 auf der Langstrecke, Airbus und Embraer E190-E2 in Asien – und in Europa vor allem in Wien und Athen zu sehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Bangkok Suvarnabhumi
Thailands größter Flughafen und Heimat von Thai Airways: drei lange Parallelbahnen, ein riesiges Terminal unter Stahl und Glas, der Satellit SAT-1 und rund 63 Millionen Passagiere im Jahr. Für Spotter ein Fernziel mit enormer Airline-Vielfalt – aber mit Hitze, Dunst und weiten Wegen.
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